Sodom & Co. IV

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Moderator: Hubertus

Gracchus
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Gracchus » Mittwoch 6. Juni 2018, 16:24

Raphael hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:40
Gracchus hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:10
Raphael hat geschrieben:
Montag 4. Juni 2018, 18:59
Du behauptest da etwas, ohne es zu belegen .............Die Gleichwertigkeit von (praktizierter) Homosexualität auf der einen Seite und (praktizierter) Heterosexualität auf der anderen ist faktisch nicht gegeben.
Sie ist insoweit gegeben, als sowohl sexuell aktive Hetero- als auch Homosexuelle einen ihnen von der Natur (aus Sicht eines Gläubigen von Gott/Göttern ;) ) vermachten Trieb befriedigen.
Du weißt selber, daß Du da Quatsch erzählst! 8)
Der Mensch ist ein Kulturwesen und Kultur entsteht aus Triebverzicht. :doktor:
Ach du meine Güte! Also das habe ich bisher noch nicht `mal `ner religiösen Quelle entnommen. Die Kultur entsprang vor allem dem Willen zum Überleben und zur Macht einzelner. Deshalb das Feuer, die Steinschneide, Kriege zwischen Horden, später Völkern.
Raphael hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:40
Gracchus hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:10
Raphael hat geschrieben:
Montag 4. Juni 2018, 18:59
Auch hier behauptest Du wieder etwas, ohne es zu belegen; diesmal eine Gleichwertigkeit von Menschen und Tieren. Auch diese Gleichwertigkeit ist faktisch nicht gegeben.

Und zu schlechter Letzt, hast Du den kategorischen Imperativ nicht durchdekliniert.

Du hast aber noch einen Versuch frei ...................
Menschen sind zwar die am höchsten entwickelten Tiere, aber noch vor ein paar Jahren "haben sie auf den Bäumen gehockt, behaart und mit böser Visage" :) (Zitat aus Erich Kästner "Entwicklung der Menschheit"), weshalb der homo sapiens sapiens mit oder ohne Berücksichtigung des kategorischen Imperativs auch dem Tierreich zugeordnet werden darf. :huhu:
O.K., trotz dieses ersten mißlungenen Versuchs, soll Dir ein weiterer eingeräumt werden, um Deine Position vernünftig zu begründen. :huhu:

Spöttische, satirische oder zynische Phrasen sind in keinster Weise zielführend ............
Also eine „vernünftige Begründung“ suche ich in DEINEN Ausführungen vergeblich. Das könntest Du z.B. dadurch, dass Du versuchst, die Schädlichkeit homosexueller Aktivitäten, wohlgemerkt die Schädlichkeit, die hier im realen Diesseits entsteht [Punkt], darzustellen.

Merke: Homosexualität schadet weder Unbeteiligten, noch Beteiligten, noch der Gesellschaft insgesamt.

Begründe Du unter Anwendung von Kants „kategorischem Imperativ“ Deine These. Ich bin schließlich nicht Derjenige, der sich im Zusammenhang mit der von Deiner Kirche geächteten Homosexualität ein neues Gesetz wünscht.

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Petrus
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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von Petrus » Mittwoch 6. Juni 2018, 17:13

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 15:06
Darum geht es nicht. Hier geht es ums Prinzip.
da hast Du sicher recht.

eine kleine Frage an Dich in diesem Zusammenhang, FranzSales:

was ist denn Dein Prinzip?
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Gracchus
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Gracchus » Mittwoch 6. Juni 2018, 17:28

Ich stelle gerade fest, dass ich aus Versehen den letzten Beitrag 2mal gepostet hatte. Leider kann ich ihn nicht mehr löschen. Vielleicht tut die Moderation das für mich. Danke im voraus.

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Raphael
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Raphael » Mittwoch 6. Juni 2018, 18:17

Gracchus hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 16:24
Also eine „vernünftige Begründung“ suche ich in DEINEN Ausführungen vergeblich.
Entschuldige bitte, wenn ich's zu kompliziert ausgedrückt habe: :unbeteiligttu:
Der kategorische Imperativ ist eine moralische Regel, die bereits allgemein als vernünftig anerkannt ist. Daher braucht dieser kategorische Imperativ nicht mehr gesondert begründet werden, sondern die Kenntnis der Begründung kann bei einigermaßen gebildeten Menschen des westlichen Kulturkreises vorausgesetzt werden.

Inhaltlich sagt der der kategorische Imperativ, der Mensch habe sich so zu verhalten, daß eben genau dieses Verhalten zu einer allgemeinen Norm werden kann.

Bezogen auf den konkreten und hier gerade diskutierten Fall würde dies bedeuten:
Alle Menschen sollen sich immer und nur homosexuell betätigen!

Die Folgen liegen auf der Hand und sollten auch Jemanden wie Dir einleuchten.
Wenn nicht, sei es explizit gesagt: Die Menschheit würde aussterben. :roll:

In der Gesamtsicht des dargelegten Sachverhaltes bedeutet dies:
Praktizierte Homosexualität ist unvernünftig!

q.e.d
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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von Raphael » Mittwoch 6. Juni 2018, 20:03

FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 15:09
Das bleibt den perversen Auftraggebern sowie auch Bäckern überlassen, die wohl heute schon den Ekel vor der Lehmstecherei verloren haben.
Ekelig sind vor allem Deine verbalen Entgleisungen. :vogel:
Es ist eine vollkommen gesunde Empfindung, wenn man dem bei dem hier in Rede stehenden Thema Ekel verspürt. Gleiches gilt für Pädosexualität, Vergewaltigung, Nekrophilie und Koprophilie!
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Mittwoch 6. Juni 2018, 23:43

Gracchus hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 16:24
Merke: Homosexualität schadet weder Unbeteiligten, noch Beteiligten, noch der Gesellschaft insgesamt.
Es ist grundsätzlich so, dass ein Verhalten von sehr wenigen Menschen wenig Auswirkung auf die Gesellschaft hat. Daher könnte man unsittliches Handeln allgemein legitimieren.
Da aber die Legitimation einer Handlung nicht nur auf eine diffuse Menge ("wenige") begrenzt werden kann, weichst du mit einer solchen Legitimation die sittliche Orientierung der Gesellschaft auf.
Dass homosexueller Verkehr ein erhebliches Verletzungsrisiko für den passiven Part bedeutet, wird nicht einmal auf Seiten für homosexuelle Männer geleugnet, mit welcher Intention tust Du es?
Wir reden da von Verletzungen, Vernarbungen und schliesslich Inkontinenz. Hämorrhoiden, Fissuren, Darmperforationen im passiven Bereich. Bei aktiven Männern ist die Infektionen in der Harnröhre und Prostatitis ein relevantes Risiko.
Du kannst freilich sagen, dass es Dir egal ist, wer etwas tut, aber die o.g. Behauptungen sind zumindest so nicht haltbar.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Donnerstag 7. Juni 2018, 00:02

Gracchus hat geschrieben:
Dienstag 5. Juni 2018, 21:10
Sie ist insoweit gegeben, als sowohl sexuell aktive Hetero- als auch Homosexuelle einen ihnen von der Natur (aus Sicht eines Gläubigen von Gott/Göttern ;) ) vermachten Trieb befriedigen.
Grundsätzlich: es gibt physisch-biologisch keine Homosexualität. Die Geschlechtsorgane des Menschen sind auf das jeweils andere Geschlecht hingeordnet. Daher ist das Argument, Gott habe einen homosexuellen Menschen erschaffen wollen, wenig überzeugend.
Was das psychische Erleben angeht, ist das oft sicher nicht so eindeutig. Erkennbar ist doch aber, dass auch homosexuelle Pärchen nicht selten ein massives Verlangen nach Kindern und Familie haben, was ebenfalls nicht zum Argument passt.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Donnerstag 7. Juni 2018, 00:10

Gracchus hat geschrieben:
Montag 4. Juni 2018, 18:47
Sie ist zudem natürlich, weil sie auch in der Natur vorkommt (und das nicht nur bei Affen sondern sogar bei Vögeln)
Die menschliche Natur - eben das, was dem Menschen zueigen ist - lässt sich abr nicht durch die Natur von Tieren definieren. Sittlichkeit orientiert sich an der menschlichen Natur und würdigt diese. Sonst wäre auch Kannibalismus legitim, schließlich fressen Spinnen auch ihre Artgenossen.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Lycobates » Donnerstag 7. Juni 2018, 00:34

offertorium hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 00:10
Gracchus hat geschrieben:
Montag 4. Juni 2018, 18:47
Sie ist zudem natürlich, weil sie auch in der Natur vorkommt (und das nicht nur bei Affen sondern sogar bei Vögeln)
Die menschliche Natur - eben das, was dem Menschen zueigen ist - lässt sich abr nicht durch die Natur von Tieren definieren. Sittlichkeit orientiert sich an der menschlichen Natur und würdigt diese. Sonst wäre auch Kannibalismus legitim, schließlich fressen Spinnen auch ihre Artgenossen.
Anzumerken wäre noch, daß natürlich auch die Tierwelt in statu naturae lapsae sich befindet. Das bedeutet, daß aus dem Verhalten dieser gefallenen Natur keinerlei Schlüsse bezüglich moralischen Handelns möglich sind.
Eine Wiedererhebung der unvernünftigen Schöpfung wird erst am Jüngsten Tag, mit dem neuen Himmel und der neuen Erde, möglich sein.
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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 7. Juni 2018, 09:43

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 20:03
FranzSales hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 15:09
Das bleibt den perversen Auftraggebern sowie auch Bäckern überlassen, die wohl heute schon den Ekel vor der Lehmstecherei verloren haben.
Ekelig sind vor allem Deine verbalen Entgleisungen. :vogel:
Es ist eine vollkommen gesunde Empfindung, wenn man dem bei dem hier in Rede stehenden Thema Ekel verspürt. Gleiches gilt für Pädosexualität, Vergewaltigung, Nekrophilie und Koprophilie!
es ist eine frage der formulierung empfinden kann jeder nach seiner Befindlichkeit
ach ja würdest du eine solche abwertende Formulierung bezgl Heterosexualität akzeptieren

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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von Raphael » Donnerstag 7. Juni 2018, 10:03

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 09:43
ach ja würdest du eine solche abwertende Formulierung bezgl Heterosexualität akzeptieren
Du gehst offenbar davon aus, daß Heterosexualität und Homosexualität gleichwertig sind; wie der Forant gracchus in einem anderen Thread ebenfalls. :roll:

Die Gleichwertigkeit ist aber faktisch nicht gegeben, wie dort bereits erläutert worden ist.

Es ist evident und bedarf daher keines weiteren Beweises, daß mit einem heterosexuellen Verhalten das menschliche Leben an eine nächste Generation weitergegeben werden kann. Dies ist bei homosexuellem Verhalten, egal ob schwul oder lesbisch, biologisch ausgeschlossen. Schon diese simplen biologischen Fakten sprechen daher gegen die Gleichwertigkeit von Heterosexualität und Homosexualität.

Im Übrigen ist eine Abwertung der Heterosexualität selbstverständlich nicht akzeptabel! 8)
Warum sollte man sie auch abwerten, wo doch - wie bereits ausgeführt - die Weitergabe des menschlichen Lebens damit verbunden ist? :detektiv:
Und selbst atheistisch denkende Menschen sind - zumindest hin und wieder ( :unbeteiligttu: ) - der Ansicht, daß das menschliche Leben ein Höchstwert im Wertekanon des Menschen ist. Damit kann also die Weitergabe des menschlichen Lebens ebenfalls nur ein Höchstwert sein, denn es ist ebenfalls evident und unbestritten das das jeweilige Leben des einzelnen Subjektes »Mensch« mit dem Tode endet.
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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von Petrus » Donnerstag 7. Juni 2018, 10:28

Iuxta crucem hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 12:13
Ist das Essen einer solchen „gebackenen Blasphemie“ dann eine Todsünde ?
das kommt ganz darauf an.
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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 7. Juni 2018, 10:50

worauf? :D

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Re: Sodom & Co. IV

Beitrag von Petrus » Donnerstag 7. Juni 2018, 10:54

CIC_Fan hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 10:50
worauf? :D
nun, darauf halt :)
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Gracchus » Freitag 8. Juni 2018, 23:14

Raphael hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 18:17

Entschuldige bitte, wenn ich's zu kompliziert ausgedrückt habe: :unbeteiligttu:
Der kategorische Imperativ ist eine moralische Regel, die bereits allgemein als vernünftig anerkannt ist. Daher braucht dieser kategorische Imperativ nicht mehr gesondert begründet werden, sondern die Kenntnis der Begründung kann bei einigermaßen gebildeten Menschen des westlichen Kulturkreises vorausgesetzt werden.

Inhaltlich sagt der der kategorische Imperativ, der Mensch habe sich so zu verhalten, daß eben genau dieses Verhalten zu einer allgemeinen Norm werden kann.

Bezogen auf den konkreten und hier gerade diskutierten Fall würde dies bedeuten:
Alle Menschen sollen sich immer und nur homosexuell betätigen!

Die Folgen liegen auf der Hand und sollten auch Jemanden wie Dir einleuchten.
Wenn nicht, sei es explizit gesagt: Die Menschheit würde aussterben. :roll:

In der Gesamtsicht des dargelegten Sachverhaltes bedeutet dies:
Praktizierte Homosexualität ist unvernünftig!

q.e.d


Deine Interpretation des kategorischen Imperativs würde selbst dann nicht auf unsere Diskussion über Homosexualität zutreffen, wäre ich homosexuell. Aber auch als Heterosexueller darf man für die Freiheit des Einzelnen bis zur einzigen Grenze, die ich akzeptiere, nämlich die der Vermeidung von Schaden für Dritte und/oder die Gesellschaft hier im realen Diesseits, eintreten. Irgendwelche religiöse Moral mag jeder leben, der das will, aber das Recht sollte niemanden zwingen, religiöse Moral zu leben, so wie das früher in Westeuropa war und heute in einigen islamischen Staaten noch Gegenwart ist.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Gracchus » Freitag 8. Juni 2018, 23:30

offertorium hat geschrieben:
Mittwoch 6. Juni 2018, 23:43

Es ist grundsätzlich so, dass ein Verhalten von sehr wenigen Menschen wenig Auswirkung auf die Gesellschaft hat. Daher könnte man unsittliches Handeln allgemein legitimieren.
Da aber die Legitimation einer Handlung nicht nur auf eine diffuse Menge ("wenige") begrenzt werden kann, weichst du mit einer solchen Legitimation die sittliche Orientierung der Gesellschaft auf.
Dass homosexueller Verkehr ein erhebliches Verletzungsrisiko für den passiven Part bedeutet, wird nicht einmal auf Seiten für homosexuelle Männer geleugnet, mit welcher Intention tust Du es?
Wir reden da von Verletzungen, Vernarbungen und schliesslich Inkontinenz. Hämorrhoiden, Fissuren, Darmperforationen im passiven Bereich. Bei aktiven Männern ist die Infektionen in der Harnröhre und Prostatitis ein relevantes Risiko.
Du kannst freilich sagen, dass es Dir egal ist, wer etwas tut, aber die o.g. Behauptungen sind zumindest so nicht haltbar.
Ist das wahr und nicht den Vorstellungen Deiner Kirche zur Begründung ihrer Ablehnung der von ihr zum sündhaften Treiben deklarierten homosexuellen Praxis entsprungen, so sollte man immerhin berücksichtigen, dass die Praxis eigener Entscheidung entspringt – und die geht weder die RKK noch sonst eine Religion etwas an.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Gracchus » Freitag 8. Juni 2018, 23:42

offertorium hat geschrieben:
Donnerstag 7. Juni 2018, 00:02
Grundsätzlich: es gibt physisch-biologisch keine Homosexualität. Die Geschlechtsorgane des Menschen sind auf das jeweils andere Geschlecht hingeordnet. Daher ist das Argument, Gott habe einen homosexuellen Menschen erschaffen wollen, wenig überzeugend.
Was das psychische Erleben angeht, ist das oft sicher nicht so eindeutig. Erkennbar ist doch aber, dass auch homosexuelle Pärchen nicht selten ein massives Verlangen nach Kindern und Familie haben, was ebenfalls nicht zum Argument passt.
Homosexualität gab und gibt es und wird es auch in Zukunft geben. Im Übrigen glaube ich nicht an einen Schöpfergott. Gäbe es ihn jedoch und wäre er allmächtig und allwissend, wie ihn die monotheistischen Religionen darstellen, wäre er selbstverständlich auch für Homosexualität verantwortlich.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 00:24

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 23:30
Ist das wahr und nicht den Vorstellungen Deiner Kirche zur Begründung ihrer Ablehnung der von ihr zum sündhaften Treiben deklarierten homosexuellen Praxis entsprungen
Du kannst Dich hierzu u.a. auf Seiten wie gaymed schlau machen, wenn Du Dich näher informieren willst.
Interessant finde ich Deine Reaktion trotzdem: hast Du doch zuvor noch felsenfest behauptet, dass es keine gesundheitlichen Risiken berge, bist Du nun nicht sicher, ob es wahr ist.
Das bedeutet doch im Grunde nur, dass Du Dich nie wirklich damit befasst hast, sonst wären Dir diese Verletzungsrisiken bekannt. Du fragst doch sicher auch nicht, wenn jemand meint "Jemand hat sich beim Stürzen das Bein gebrochen": "ist das wahr oder entspringt das einer Phantasie?"
Weil jeder weiß, dass man sich das Bein brechen kann, wenn man stürzt. Genauso ist es doch nicht verwunderlich, dass bei der hier angesprochene Nutzung von Körperteilen wider ihrer natürlichen Bestimmung es zu Verletzungen kommt. Deswegen greifen ja Homosexuelle auf durch die Industrie hergestellten Hilfsmittel zurück.
so sollte man immerhin berücksichtigen, dass die Praxis eigener Entscheidung entspringt – und die geht weder die RKK noch sonst eine Religion etwas an.
Die Haltung der RKK ist recht eindeutig: die Entstehung der Homosexualität ist weitgehend ungeklärt, aber die Menschen, die diese Neigung haben, sind zu respektieren.
Dass Handlungen der persönlichen Entscheidung entspringen, ist übrigens kein Argument dagegen, dass diese Handlungen beurteilt werden dürfen. Ganz im Gegenteil: gerade weil die Handlungen der freien Entscheidung entspringen, können sie beurteilt werden.
Dort, wo sie nicht der freien Entscheidung entspringen, sind sie auch nicht schuldhaft.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 00:34

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 23:42
Homosexualität gab und gibt es und wird es auch in Zukunft geben.
Sicher, genau wie auch Sadomasochismus, Fetischismus, Transvestismus und diverse andere individuelle psychische Muster beim Menschen auftreten, aufgetreten sind und auftreten werden.
Wo ist der Punkt?
Im Übrigen glaube ich nicht an einen Schöpfergott.
Das steht Dir frei. Aber im Glaubenskontext ist er quasi gesetztes Axiom. Das bedeutet, er ist Grundlage jedweder Annahme und Schlussfolgerung.
Es macht auch wenig Sinn, sich z.b. in einem Forum der Quantenphysik anzumelden, dort zu diskutieren und dann festzustellen, dass man die Axiome nicht akzeptiert.
Gäbe es ihn jedoch und wäre er allmächtig und allwissend, wie ihn die monotheistischen Religionen darstellen, wäre er selbstverständlich auch für Homosexualität verantwortlich.
Gott akzeptiert die freie Entscheidung des Menschen. Diese ist insofern unbeschränkt, dass es kein Gebiet gibt, auf dem Gott den Menschen keine freie Entscheidungsfähigkeit zuspricht. Andernfalls hätte sittliches und richtiges Handeln auch keinen Wert.
Gott hat hier also nicht explizit einen homosexuellen Menschen geschaffen (dagegen sprechen die physischen Fakten, die ich benannte), sondern er schuf den Menschen mit einem freien Willen, der zur Folge hat, dass sich der Mensch auch gegen seine innere Natur entscheiden kann. Homosexualität ist hier also nicht im Zusammenhang mit der menschlichen Bestimmung zu betrachten, sondern ist eher eine Unterkategorie des freien Willens.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Raphael » Sonnabend 9. Juni 2018, 05:55

Gracchus hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 23:14
Deine Interpretation des kategorischen Imperativs würde selbst dann nicht auf unsere Diskussion über Homosexualität zutreffen, wäre ich homosexuell.
Eine Behauptung, für die Du keine Begründung vorlegst. :daumen-runter:

Und überhaupt:
Inwiefern handelt es sich um "meine" Interpretation des kategorischen Imperativs? :detektiv:
So ein Versuch der Verschiebung auf eine subjektivistische Ebene ist doch zum Scheitern verurteilt, wenn die dargelegte Anwendung des kategorischen Imperativs nach den allgemeinen Regeln der Logik erfolgt.
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 23:14
Aber auch als Heterosexueller darf man für die Freiheit des Einzelnen bis zur einzigen Grenze, die ich akzeptiere, nämlich die der Vermeidung von Schaden für Dritte und/oder die Gesellschaft hier im realen Diesseits, eintreten.
Wir reden hier nicht über das Recht auf Meinungsfreiheit, sondern über die Vernünftigkeit resp. die Unvernünftigkeit von homosexuellen Praktiken.
Gracchus hat geschrieben:
Freitag 8. Juni 2018, 23:14
Irgendwelche religiöse Moral mag jeder leben, der das will, aber das Recht sollte niemanden zwingen, religiöse Moral zu leben, so wie das früher in Westeuropa war und heute in einigen islamischen Staaten noch Gegenwart ist.
Der kategorische Imperativ rekurriert nicht auf eine religöse Moral, sondern auf die Vernünftigkeit von moralischen Regeln und die Befolgung derselben. Daher ist der Einwand einer "religiösen Moral" wie ein Schuß neben das Tor, sodaß der Torwart noch nicht einmal einzugreifen braucht .............

Im Übrigen:
Praktizierte Homosexualität ist in allen Ländern der Erde unvernünftig; egal ob die jeweiligen Länder islamisch, christlich oder buddhistisch dominiert werden. :ja:
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 9. Juni 2018, 12:05

"unvernunft" wie du es siehst mit einem von deiner Religion geprägten denken

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Raphael
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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Raphael » Sonnabend 9. Juni 2018, 12:15

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:05
"unvernunft" wie du es siehst mit einem von deiner Religion geprägten denken
Reine Phrasendrescherei Deinerseits! :daumen-runter:

Null, null Argumente ...........
Die Welt kann man nur verstehen, wenn man vor dem Kreuz von Golgatha kniet!

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 12:20

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:05
"unvernunft" wie du es siehst mit einem von deiner Religion geprägten denken
Zitieren wir der Einfachheit halber Wikipedia:
Der Begriff der Vernunft in seiner modernen Verwendung umfasst das Vermögen menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten allgemein gültige Zusammenhänge der Wirklichkeit erschließen zu können durch Schlussfolgerungen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln.
Eigentlich kann jeder Mensch religionsunabhängig erkennen, was Funktion und Zweck der Sexualorgane ist. Daraus lässt sich schlussfolgern, welche Verhaltensweisen im Hinblick auf die Sexualität vernünftig sind.

Das ganze Thema geht dann noch weiter:
Wer Zweck und Funktion von Sexualorganen verstanden hat, dem erschließt sich auch, warum es unvernünftig ist, außerhalb der Ehe Sex zu haben (Stichwort: Absicherung der Kinder).

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. Juni 2018, 12:47

offertorium hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:20
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:05
"unvernunft" wie du es siehst mit einem von deiner Religion geprägten denken
Zitieren wir der Einfachheit halber Wikipedia:
Der Begriff der Vernunft in seiner modernen Verwendung umfasst das Vermögen menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten allgemein gültige Zusammenhänge der Wirklichkeit erschließen zu können durch Schlussfolgerungen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln.
Eigentlich kann jeder Mensch religionsunabhängig erkennen, was Funktion und Zweck der Sexualorgane ist. Daraus lässt sich schlussfolgern, welche Verhaltensweisen im Hinblick auf die Sexualität vernünftig sind.

Das ganze Thema geht dann noch weiter:
Wer Zweck und Funktion von Sexualorganen verstanden hat, dem erschließt sich auch, warum es unvernünftig ist, außerhalb der Ehe Sex zu haben (Stichwort: Absicherung der Kinder).
Deine Position ist nicht die einzig Mögliche. Die Beschränkung der Funktion und des Zwecks der Sexualorgane auf Fortpflanzung ist nicht zwangsläufig.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

Berthold Brecht

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von CIC_Fan » Sonnabend 9. Juni 2018, 13:47

offertorium hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:20
CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:05
"unvernunft" wie du es siehst mit einem von deiner Religion geprägten denken
Zitieren wir der Einfachheit halber Wikipedia:
Der Begriff der Vernunft in seiner modernen Verwendung umfasst das Vermögen menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten allgemein gültige Zusammenhänge der Wirklichkeit erschließen zu können durch Schlussfolgerungen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln.
Eigentlich kann jeder Mensch religionsunabhängig erkennen, was Funktion und Zweck der Sexualorgane ist. Daraus lässt sich schlussfolgern, welche Verhaltensweisen im Hinblick auf die Sexualität vernünftig sind.

Das ganze Thema geht dann noch weiter:
Wer Zweck und Funktion von Sexualorganen verstanden hat, dem erschließt sich auch, warum es unvernünftig ist, außerhalb der Ehe Sex zu haben (Stichwort: Absicherung der Kinder).
dann wäre also Musik unvernünftig
zum musizieren verwendet man mund hände augen

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 14:09

CIC_Fan hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 13:47
dann wäre also Musik unvernünftig
Unvernünftig wäre, mit der Nase Musik hören zu wollen, weil die Nase für die Wahrnehmung von Gerüchen und nicht Klängen da ist.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 14:24

Siard hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 12:47
Deine Position ist nicht die einzig Mögliche. Die Beschränkung der Funktion und des Zwecks der Sexualorgane auf Fortpflanzung ist nicht zwangsläufig.
Welche andere primäre Funktion siehst Du in den gesamten Abläufen rund um die Geschlechtlichkeit (einschließlich der hormonellen Abläufe) ?

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. Juni 2018, 16:16

Einerseits folgst Du einer biologistischen Schiene, andererseits bist Du für die – in diesem Rahmen – unvernünftige Ehe. Vernünftig für die Sicherung des Fortbestands der Art ist sie nicht unbedingt.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von offertorium » Sonnabend 9. Juni 2018, 19:15

Siard hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 16:16
Einerseits folgst Du einer biologistischen Schiene, andererseits bist Du für die – in diesem Rahmen – unvernünftige Ehe. Vernünftig für die Sicherung des Fortbestands der Art ist sie nicht unbedingt.
Es ging mir bei der Ehe nicht um die Sicherung des Fortbestands der Art, sondern um den rechtlichen Rahmen, der durch eine Ehe für die Kinder gesetzt wird.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. Juni 2018, 20:11

offertorium hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 19:15
Es ging mir bei der Ehe nicht um die Sicherung des Fortbestands der Art, sondern um den rechtlichen Rahmen, der durch eine Ehe für die Kinder gesetzt wird.
Das hatte ich auch so verstanden. Wobei die Ehe von der Du sprichst, die unseres Kulturkreises ist.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
Schüttelten die Köpfe beim Sägen und
Sägten weiter.

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Protasius » Sonnabend 9. Juni 2018, 22:33

Siard hat geschrieben:
Sonnabend 9. Juni 2018, 16:16
Einerseits folgst Du einer biologistischen Schiene, andererseits bist Du für die – in diesem Rahmen – unvernünftige Ehe. Vernünftig für die Sicherung des Fortbestands der Art ist sie nicht unbedingt.
Aus biologischer Sicht mE insofern schon, als eine Frau im Wochenbett (und auch eine hochschwangere) nicht oder doch nur eingeschränkt in der Lage ist sich selbst zu versorgen und zu beschützen und daher auf andere angewiesen ist; wenn ich die sozialen Sicherungssysteme ausblende, bleibt da in erster Linie der Vater des Kindes (oder ggf. die Familie). Angesichts der im Vergleich zu Tieren überaus langen Zeit, die Menschen bis zum Erreichen des Erwachsenenalters benötigen, ist eine auf Dauerhaftigkeit angelegte Partnerschaft wie die Ehe auch aus biologischer Sicht vernünftig.

Damit ist zugegebenermaßen nichts über Monogamie gesagt, aber der Aspekt der Dauerhaftigkeit ist mE auch biologisch angelegt.
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Atheisten, Kirchenhasser, Konfessionslose & Co.

Beitrag von Siard » Sonnabend 9. Juni 2018, 22:42

Diese Aufgaben erfüllt auch ein Familienverband, eine Sippe.
Das diese dann dauerhaft angelegt sein muß und sich gegen Gefahren von Außen besonders verteidigen muß wäre dann anzunehmen.
Sie sägten die Äste ab, auf denen sie saßen
Und schrieen sich zu ihre Erfahrungen,
Wie man schneller sägen könnte, und fuhren
Mit Krachen in die Tiefe, und die ihnen zusahen,
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Sägten weiter.

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