Untergang der Titanic

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overkott
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Untergang der Titanic

Beitrag von overkott »

Es passt ein bisschen zur großen Koalition - das Gedicht Untergang der Titanic mit seiner Mischung aus Kirche und Kuba, das mir als Hörspiel durch seine starken Bilder lebhaft in Erinnerung geblieben ist. In dieser Wortkollage taucht als Schnipsel auch eine Drahtnachricht über Bayern und das Reich auf. So etwa verhält es sich einwohnermäßig mit der Zone und dem Bundesgebiet. Halt! Zone würde heute niemand mehr sagen. Aber Osten? Neue Bundesländer? Die sind seit 25 Jahren nicht mehr neu. Und was ist eigentlich ein westdeutsches Bundesland, in das die Zonis täglich einpendeln? Berlin? Die schwache wirtschaftliche Struktur hat Zonenrandgebiete immer schon stark betroffen. Darüber hinaus haben Werften und Warften an Bedeutung verloren. An der Ostsee gibts ein bisschen Tourismus, an der polnischen Grenze war nie sehr viel los. Die Börde als Kornkammer ist vom Strukturwandel der Landwirtschaft betroffen. Die Agroindustrie ist heute so effizient, dass da kaum noch einer arbeitet. Die Schwerindustrie ist auch in Duisburg zurückgegangen. Und die Chemparks zeugen vom Strukturwandel in der chemischen Industrie. Der Rest der Zone trägt feine Kleider in den fünf neuen Landesregierungen und bedruckt viel Papier oder lebt von Hartz IV auch nicht schlecht. Aber wie steht es um den Nord-Süd-Konflikt? Im Süden wird gearbeitet, der Süden finanziert den Norden über den Länderfinanzausgleich. Da sind wir doch schon wieder beim besagten Gedicht.

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overkott
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Re: Untergang der Titanic

Beitrag von overkott »

Als Arbeitgeber nicht zu vergessen: Onkel Dagobert und seine supergeilen Mitbewerber verteilen mit vielen helfenden Händen den Zonis ihr täglich Brot.

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Torsten
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Re: Untergang der Titanic

Beitrag von Torsten »

Ganz einfach: wir verlagern die Produktionsstätten von BMW und Audi nach Brandenburg. Dann müssen/können/dürfen die Zonis mal ordentlich (erwerbs-)arbeiten und die Bayern können sich in die (soziale) Hängematte legen.

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Torsten
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Re: Untergang der Titanic

Beitrag von Torsten »

Noch besser: Ein paar Zonis machen mit Enthusiasmus und einer kleinen Anschubfinanzierung den jahrzenntelangen Vorsprung durch Technik nicht nur wett, sondern ziehen bspw. an Audi vorbei und bieten auf dem Markt ein unschlagbares Produkt an, was dazu führt, dass in Ingolstadt die Lichter ausgehen.

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overkott
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Re: Untergang der Titanic

Beitrag von overkott »

Man darf die Zonis weder für den wirtschaftlichen Wandel beschimpfen, noch Transferzahlungen wie Diäten, Beamtenbezüge und Hilfen zum Lebensunterhalt als soziale Hängematte diffamieren.

Aber man sollte Teile der Zone stilllegen und zu Naturschutzgebieten umwidmen.

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