Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

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Siard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Siard »

taddeo hat geschrieben:
Sonntag 5. Juli 2020, 23:03
Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn ich an die "alte Bundesrepublik" etwa zu Zeiten von FJS denke, dann gab es wohl kaum ein verlogeneres System, wie sich im Nachhinein herausgestellt hat. Auch wenn man die Lügen vielleicht selber geglaubt hat, blieben es dennoch Lügen.
Sie wäre nicht meine erste Wahl, aber die Verlogenheit damals finde ich harmloser, als die heute.
Und nicht nur was die Wirtschaft angeht. :pfeif:

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Irmgard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Irmgard »

Caviteño hat geschrieben:
Montag 6. Juli 2020, 01:13
Irmgard hat geschrieben:
Sonntag 5. Juli 2020, 17:55
Die Gebietsreform hat ja sogar jetzt noch Nachwehen. Es werden zur Zeit all die Hallenbäder marode, die man kurz vor der Eingemeindungswelle noch gebaut hat, weil man (meist zurecht) Sorge hatte, dass das Geld nicht mehr in die entlegeneren Teilgemeinden fließt....
Das Problem der verfallenden Infrastruktur ist aber ein allgemeines und nicht auf die Gebietsreformen und Eingemeindungen beschränkt.
Man muß auch den damaligen Zeitgeist berücksichtigen. Die Bauten wurden in den 60'iger und Beginn der 70'iger Jahre errichtet, die Planungen dazu waren noch früher. Damals glaubte man an einen unbegrenzten Aufschwung, das sog. Wirtschaftswunder war die Ursache. Im Ruhrgebiet wurde ein städteübergreifendes U-Bahn-Netz (im Bergbausenkungsgebiet!) geplant - Kosten spielten keine Rolle, denn die Konjunktur lief.
Heute ist nur ein kleiner Teil fertiggestellt und jetzt fehlt das Geld für die grundlegende Renovierung der vorhandenen Tunnel.

https://signalarchiv.de/Meldungen/10003053

Ähnlichkeiten mit den damals gebauten Kirchen, die heute vor der Schließung stehen oder bereits geschlossen wurden, sind nicht zufällig.

Andererseits wurde/mußte damals viel Geld in die (zerstörte) Infrastruktur gesteckt werden; heute fließen die Mrden in die Sozialhaushalte oder nach "Europa" - aus "Solidarität".
Da hast du natürlich Recht. Allerdings bin ich in einem Dorf aufgewachsen, das dann "eingemeindet" wurde und wo der Gemeinderat das coh verfügbare Geld in eben ein Hallenbad und die Sanierung des Sportplatzes gesteckt hat. Ohne Eingemeindung hätte das neue Hallenbad sicher noch einige Jahre auf sich warten lassen. Insofern ergibt sich da ein fixer Zeitpunkt.

Gruß
Irmgard

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HeGe
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von HeGe »

General-Anzeiger Bonn hat geschrieben: Interview mit Grünen-Chef Robert Habeck:

„Die Union ist biegsam“ [...]
Danke, Herr Habeck. Treffender kann man das Problem nicht beschreiben.
Preces meae non sunt dignae: / Sed tu bonus fac benigne, / Ne perenni cremer igne.

Caviteño
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Caviteño »

HeGe hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 14:29
General-Anzeiger Bonn hat geschrieben: Interview mit Grünen-Chef Robert Habeck:

„Die Union ist biegsam“ [...]
Danke, Herr Habeck. Treffender kann man das Problem nicht beschreiben.
Wieso "Problem" - wenn man die beiden folgenden Sätze liest, ist es kein Problem sondern ein Programm:
Gemeinsame europäische Anleihen, Ausgaben des Staates fürs Binnenkonjunkturpaket und Klimaschutz, Einführung einer CO2-Steuer, selbst beim Kastenstand bei Schweinen, der auf Sicht beendet werden soll, haben wir uns durchgesetzt.
Diese Kanzlerin steht doch für nichts, nada, niente was einmal den "Markenkern" der Union ausmachte - und jeder, der jetzt die Positionen vertritt, die von einigen Jahren in der Union unumstritten waren, ist heute "Nazi". Das wäre weiter nicht beachtenswert, wenn nicht die Masse der Bevölkerung dem gröhlend zustimmen würde....

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Irmgard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Irmgard »

Caviteño hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 15:31
... - und jeder, der jetzt die Positionen vertritt, die von einigen Jahren in der Union unumstritten waren, ist heute "Nazi".
Findest du? Das kann ich aus den Erfahrungen in meinem Umfeld nicht teilen. Ich habe eher den Eindruck, dass sich die meisten Menschen gar nicht mehr inhaltlich mit Politik auseinandersetzen und daher auch keine Diskussion mehr zu Stande kommt, die irgendwie noch niveauvoll wäre. Außerdem nimmt sich kaum noch jemand Zeit und Ruhe, selbst zu denken.

Gruß
Irmgard

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Protasius
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Protasius »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 16:45
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 15:31
... - und jeder, der jetzt die Positionen vertritt, die von einigen Jahren in der Union unumstritten waren, ist heute "Nazi".
Findest du? Das kann ich aus den Erfahrungen in meinem Umfeld nicht teilen. Ich habe eher den Eindruck, dass sich die meisten Menschen gar nicht mehr inhaltlich mit Politik auseinandersetzen und daher auch keine Diskussion mehr zu Stande kommt, die irgendwie noch niveauvoll wäre. Außerdem nimmt sich kaum noch jemand Zeit und Ruhe, selbst zu denken.

Gruß
Irmgard
Vergleiche mal ihre heutigen Positionen mit denen, die Dr. Angela Merkel MdB vor 15–20 Jahren noch vehement vertreten hat:

Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Irmgard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Irmgard »

Protasius,

den Vergleich kann man so für viele politische Themen machen. Besonders deutlich ist ein Wechsel von Positionen nach dem Crash der schwarz-gelben Regierung. Frau Merkel kann man als Physikerin sicher nicht die Intelligenz absprechen. Die Frage ist eher, welche Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass sie heute steht, wo sie steht. Das würde mich wirklich interessieren. Denn ... "sehenden Auges"..., da muss es doch Gründe geben.

Gruß
Irmgard

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Edi
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Edi »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 17:34
Protasius,

den Vergleich kann man so für viele politische Themen machen. Besonders deutlich ist ein Wechsel von Positionen nach dem Crash der schwarz-gelben Regierung. Frau Merkel kann man als Physikerin sicher nicht die Intelligenz absprechen. Die Frage ist eher, welche Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass sie heute steht, wo sie steht. Das würde mich wirklich interessieren. Denn ... "sehenden Auges"..., da muss es doch Gründe geben.
Machterhaltung um jeden Preis sind die Gründe sehr vieler Politiker. Bei Merkel hat man das schon oft gesehen wie beim schnellen Ausstieg aus der Atomenergie wegen Fukushima usw. usf.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Irmgard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Irmgard »

Edi hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 18:09
Machterhaltung um jeden Preis sind die Gründe sehr vieler Politiker. Bei Merkel hat man das schon oft gesehen wie beim schnellen Ausstieg aus der Atomenergie wegen Fukushima usw. usf.
Da ist mir als alleinige Erklärung zu einfach oder besser: zu eindimensional. Bei Fukushima hat mir ein befreundeter Physiker mal erzählt, dass er immer für Kernreaktoren war, bis eben zu der Fukushima-Havarie. Er hatte das in einem Hochtechnologieland und einem "klassischen" Reaktortyp nicht für möglich gehalten. Und engagierte sich fortan für den Ausstieg aus der Kernenergie....
Das meine ich damit, dass ich diese politischen Kehrtwenden und Wegänderungen wirklich gerne verstehen würde. Aber OK, vielleicht gibt es auch nichts zu verstehen.

Gruß
Irmgard

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Edi
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Edi »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 19:40
Edi hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 18:09
Machterhaltung um jeden Preis sind die Gründe sehr vieler Politiker. Bei Merkel hat man das schon oft gesehen wie beim schnellen Ausstieg aus der Atomenergie wegen Fukushima usw. usf.
Da ist mir als alleinige Erklärung zu einfach oder besser: zu eindimensional. Bei Fukushima hat mir ein befreundeter Physiker mal erzählt, dass er immer für Kernreaktoren war, bis eben zu der Fukushima-Havarie. Er hatte das in einem Hochtechnologieland und einem "klassischen" Reaktortyp nicht für möglich gehalten. Und engagierte sich fortan für den Ausstieg aus der Kernenergie....
Das meine ich damit, dass ich diese politischen Kehrtwenden und Wegänderungen wirklich gerne verstehen würde. Aber OK, vielleicht gibt es auch nichts zu verstehen.

Gruß
Irmgard
Fukushima war ja nur EIN Beispiel, es gibt genug andere wie jemand oben schon erwähnt hatte. Merkel war auch nicht für die "Homoehe" und hat sie doch durchgesetzt am Ende. Sie wechselt doch oft genug ihre Meinung, was soll man denn als Grund sehen, wenn nicht den Machterhalt. "Mit mir wird es keine Maut geben"....@ Caviteño hat hier schon oft aufgezählt, was Merkel mal vertreten hat und was sie später gemacht hat. Merkel ist ja aber nicht die einzige, die so taktiert.
Wartet oft ab wie sich eine Sache in der Öffentlichkeit entwickelt und gibt dann erst ihre Meinung ab. Taktieren nennt man das. Eine Person ohne Prinzipien. Für den Irakkrieg unter Bush jun. gewesen, obwohl der regelrecht völkerrechtswidrig war, aber bei Rußland/Krim da hat sie plötzlich das Völkerrecht entdeckt. Ich glaube diesen Leuten nichts. Merkel-CDU sagte mal: "no bail out", Merkel macht das Gegenteil. Ich denke nicht, dass wir da noch groß nach Erklärungen suchen müssen und mit Intelligenz oder Ehrlichkeit hat das auch nichts mehr zu tun. Ein Herr Bosbach (CDU) ist da hundertmal glaubwürdiger. Der ist aber aus der aktiven Politik ausgeschieden und hatte auch als er noch MdB war, kaum mehr etwas zu sagen. Er sagte ja über Merkel auch einmal, er könne ihre Meinung nicht mehr verstehen.
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
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Caviteño
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Caviteño »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 19:40
Da ist mir als alleinige Erklärung zu einfach oder besser: zu eindimensional. Bei Fukushima hat mir ein befreundeter Physiker mal erzählt, dass er immer für Kernreaktoren war, bis eben zu der Fukushima-Havarie. Er hatte das in einem Hochtechnologieland und einem "klassischen" Reaktortyp nicht für möglich gehalten. Und engagierte sich fortan für den Ausstieg aus der Kernenergie....
Das meine ich damit, dass ich diese politischen Kehrtwenden und Wegänderungen wirklich gerne verstehen würde. Aber OK, vielleicht gibt es auch nichts zu verstehen.

Gruß
Irmgard
Natürlich kann man seine Meinung ändern, wenn man zu anderen - besseren - Erkenntnissen kommt. Ob dafür allerdings ein Tsunami im 10.000 KM entfernten Japan ausreicht, das wage ich nun doch zu bezweifeln. Über einen Tsunami oder von einem starken Erdbeben, wie sie im pazifischen Feuergürtel häufiger sind, wird aus D. weniger berichtet. Außerdem ist noch unklar, welche Sicherheitsvorkehrungen in den deutschen Bauvorschriften bzgl. solcher Naturereignisse festgelegt sind und nicht zu vergessen: Wenige Monate vorher war Merkel zu dem Ergebnis gekommen, daß die AKWs sicher seien und hat die Laufzeit verlängert.
Die plötzliche Meinungsänderung könnte ehr mit einer kurz bevorstehenden Landtagswahl in Zusammenhang gestanden haben.... :breitgrins:

Das Problem - und nicht nur bei Energiewende - ist aber, daß etwas beschlossen wird, ohne an die Folgen zu denken - also genau das Gegenteil von "die Dinge vom Ende her denken". Bei der Energiewende wird etwas beschlossen, ohne das sicherer Ersatz vorhanden ist. Man kann in der Zeit noch nicht einmal die Leitungen verlegen, die notwendig sind.
Da werden über eine Million "Flüchtlinge" ins Land gelassen, von denen man weiß, daß der größte Teil nicht aufenthaltsberechtigt ist - und niemand man sich Gedanken, wie die wieder abgeschoben werden können.
Heute wird man ein im hohen dreistelligen Mrden-Bereich liegendes Hilfspaket beschließen, dafür werden Schulden aufgenommen - und niemand weiß, wie die mal zurückgezahlt werden sollen, wenn die Inflation nicht -wie erhofft- in die Gänge kommt.

Merkel handelt situativ und hat kein Programm oder keine Werte. Heute so, morgen so - was früher einmal die Prinzipien der Union waren, interessiert sie einen Dreck.
Schuldenunion ausgeschlossen - aber doch nicht bei Merkel;
Multi-Kulti gescheitert - aber doch nicht, wenn draußen 1 Mio warten;
Ehe für alle - da geben wir dann eben die Abstimmung frei;
Wehrpflicht, vereinbarter NATO-Beitrag - sorry, Gelder wurden für soziale Wohltaten verfrühstückt.
Die Aufzählung ließe sich fortsetzen.

Man kann für alles eine Begründung finden, zur Not ist/sind es die undefinierbare(n) "Europäischen Werte(gemeinschaft) - aber meist dürfte die Begründung für Merkels Richtungswechsel ziemlich profan sein: Sie folgt der medialen Stimmung, die angeblich die Meinung der Bevölkerung widerspiegelt und sichert so die Macht. Die CDU-Granden und die zweite Reihe nickt alles ab, weil Merkel Wahlerfolge und damit gut dotierte Posten verspricht.

Wieso hat sie es, als erste Kanzlerin der Union, zu einem Liebling der links-grün dominierten Medien geschafft? Doch wohl kaum, weil sie die Prinzipien hochgehalten und durchgesetzt hat, für die die Union jahrzehntelang gestanden hat und die bei den meisten Journalisten nur auf Ablehnung stoßen.

Zielt man nur auf Wahlerfolge, kann niemand Merkel eine kluge Strategie absprechen. Das viele Wähler ihr Kreuz auch mit geballter Faust noch bei der Union machen, hängt auch damit zusammen, daß die Alternative als "unwählbar" dargestellt wird und somit praktisch nicht existent ist.
Ich wage einmal zu bezweifeln, daß ihr Nachfolger einen ähnlichen Erfolg haben wird. Da könnte die Union ziemlich schnell das Schicksal der SPD ereilen - denn egal ob Söder, Laschet oder Merz: Einer von ihnen muß die Scherben zusammenkehren und die Rechnungen bezahlen, die Merkel offen gelassen hat, als gäbe es kein Morgen...

Caviteño
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Caviteño »

Irmgard hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 16:45
Caviteño hat geschrieben:
Samstag 18. Juli 2020, 15:31
... - und jeder, der jetzt die Positionen vertritt, die von einigen Jahren in der Union unumstritten waren, ist heute "Nazi".
Findest du? Das kann ich aus den Erfahrungen in meinem Umfeld nicht teilen. Ich habe eher den Eindruck, dass sich die meisten Menschen gar nicht mehr inhaltlich mit Politik auseinandersetzen und daher auch keine Diskussion mehr zu Stande kommt, die irgendwie noch niveauvoll wäre. Außerdem nimmt sich kaum noch jemand Zeit und Ruhe, selbst zu denken.

Gruß
Irmgard
Ich mache ehr die Erfahrung, daß politische Diskussionen überhaupt nicht mehr aufkommen, wenn bekannt ist, daß jemand eine diametral entgegengesetzte Auffassung vertritt - niemand will die Stimmung der Feier im Familienkreis oä mit politischen Diskussionen vermiesen.
Der größte Teil meiner Verwandtschaft ist "grün" - seit 2015 finden praktisch keine politischen Diskussionen mehr statt.

Petrus
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Petrus »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 02:27
Der größte Teil meiner Verwandtschaft ist "grün" - seit 2015 finden praktisch keine politischen Diskussionen mehr statt.

dann mach doch mal was - Mensch.

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Vinzenz Ferrer
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Vinzenz Ferrer »

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 12:21
Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 02:27
Der größte Teil meiner Verwandtschaft ist "grün" - seit 2015 finden praktisch keine politischen Diskussionen mehr statt.

dann mach doch mal was - Mensch.
:kugel:
Glaube heißt Widerstand gegen die Schwerkraft. (Benedikt XVI.)

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Siard
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Siard »

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 12:21
dann mach doch mal was - Mensch.
:patsch:

Caviteño
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Re: Das politische System der Bundesrepublik ist in der Krise

Beitrag von Caviteño »

Petrus hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 12:21
Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 19. Juli 2020, 02:27
Der größte Teil meiner Verwandtschaft ist "grün" - seit 2015 finden praktisch keine politischen Diskussionen mehr statt.

dann mach doch mal was - Mensch.
Kennst Du nicht den Spruch:
"Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!"

und - wie Du richtig erkannt hast - bin ich nur menschlicher Natur.
Werden offensichtliche Fehlentwicklungen dann doch einmal angesprochen, beschränke ich mich nur auf den Hinweis: "Bestellt - geliefert!" - kommt aber auch nicht so gut an... ;D

Nee, nee Petrus - da müssen die schon selber durch, manche lernen nur durch Schmerzen.

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