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Wie soll man Liebende segnen?
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 09:29
von Udalricus
Was sagt ihr zu folgendem Bericht?
http://religion.orf.at/projekt03/news/0 ... tag_fr.htm
Kann man alle "Liebenden" in einen "Segnungs"-Topf werfen?
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 09:38
von Edi
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 09:51
von taddeo
Zitat aus dem Artikel des ORF:
"Nach Angaben Fabers waren rund 70 Prozent der Gottesdienstbesucher bereits seit langem verheiratete Ehepaare. Sie wollten nochmals ihre Beziehung unter den Segen Gottes stellen."
Ist es nicht schon ein Zeichen, daß man unter dem Segen Gottes steht, wenn man allen gesellschaftlichen Zeiterscheinungen und privaten Krisen zum Trotz seit langen Jahren verheiratet geblieben ist? Sicher kann das durch einen Segnungsgottesdienst auch augenfällig zum Ausdruck gebracht werden, aber dabei in eine Reihe mit Konkubinaten aller Art gestellt zu werden, würde mich persönlich etwas irritieren. Wozu macht man sich denn die ganze Mühe, als katholisches Ehepaar zu leben, wenn beim Segensgottesdienst doch alle gleich behandelt werden? Ein Gottesdienst als offizielle kirchliche Amtshandlung sollte da Rücksicht nehmen, daß Gebet und Lehre auch zusammenpassen. Was ein dauerhaft nicht verheiratetes Paar privat unter "Liebe" versteht, ist in diesem Fall seine Sache, sollte aber in einem Gottesdienst nicht entscheidend sein.
Meine persönliche Meinung.
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 10:01
von Linus
Nur Verheiratete Paare werden gemeinsam gesegnet, andere erhalten den Einzelsegen. Abgesehen davon hat "Liebe" mit lustigen Bauchgefühlen und arhythmischen Herzschlägen emotionsbedingter Endorphinausschüttung recht wenig am Hut.
Posse pati consortium amoris
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 10:08
von Knecht Ruprecht
Wenn es Gottesdienste zum Valentinstag gibt, dann möchte ich auch Gottesdienste für Bratthähnchen und Krautsalat.
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 10:22
von Linus
Trottel. (und nein, ich werds nicht wegeditietieren, aber manchmal treibts Kordian zu bunt)
Es gibt einen heiligen Valentin, aber keine St. Krautsalat und St. Backhendl.
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 11:55
von sca81
Linus hat geschrieben:Nur Verheiratete Paare werden gemeinsam gesegnet, andere erhalten den Einzelsegen.
Då bin I ma ned so sicher...

Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 12:29
von FioreGraz
Nur Verheiratete Paare werden gemeinsam gesegnet, andere erhalten den Einzelsegen.
Verstehe ich sowieso nicht. Führt meines erachtens den Sinn teilweise ad absurdum.
An dem ganzen Tohuwabohu ist die Kirche selber schuld, dieses "ich war gerade heiraten" Feeling bei den Betrofenen kommt ja gerade daher weil die Kirche kramphaft hier eine Trennung versucht und genau das Gegenteil bewirkt.
Somit wird durch das Verbot der Segnung von Nichtverheirateten sowas wie ein Pseudosakremnt der Ehe. Auserdem verliert die Kirche immer mehr an Glaubwürdigkeit wenn ein "Gweichter" offiziel sagt "Paare nein", praktisch dann aber alles segnet was ihm vor die Linse kommt.
Då bin I ma ned so sicher...
Recht so. Lasst uns die Mauern des Moralismus und der falschen Gottesverehrung niederreißen und auf den Trümmern der Verlogenheit den Tempel Gottes errichten.
LG
Fiore
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 13:19
von Germanus
Grüß Gott!
Wenn ich richtig lese, heißt die Frage in Abkürzung: "Segnungsgottesdienst für Liebende".
Ich hoffe aufrichtig, dass niemand unter den Christen bestreiten wird, dass Gott in 1Joh als in seinem Wesen die Liebe Seiender bezeichnet wird. Wenn wir die Liebe auf die Ehe beschränken, dann können wir die Welt getrost sich selbst überlassen und uns auf heimelige Gefilde zurückziehen. Die Ehe soll liebend gelebt werden, aber sie sit nicht der einzige Ort liebender Beziehung. Ich möchte hier nicht auf die Beispiele vergangener Jahrhunderte verweisen (was ich doch tue, wenn ich z.B. nur auf die zisterziensische Liebesmystik verweise....), doch gibt es Beispiele allerhöchster Autorität, die uns die Liebe ans Herz legen. Wer auch immer auf die Segnungsgottesdienste gekommen ist: er hätte vorher überlegen müssen, was das bedeutet (zumal ich nicht weiß, wie diese Gottesdienste offiziell in den Gemeinden bezeichnet werden). Zu den Liebenden gehören zwei Freunde und zwei Freundinnen ebenso wie langjährige Ehepartner oder anathematisierte wiederverheiratete Geschiedene. Eine bescheidene Meinung.
Herzlich, German
Verfasst: Dienstag 13. Februar 2007, 13:25
von Johannes XXIII.