Innere Sicherheit oder Zweifel?

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pierre10
cum angelis psallat Domino
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Innere Sicherheit oder Zweifel?

Beitrag von pierre10 »

Ist es die innere Sicherheit oder der Zweifel, der sich im Laufe des Lebens einstellt?

Sicher können sich viele an ihre Pubertät erinnern, hin und her gerissen zu sein, mit dem eigenen Leben, aber auch mit dem Leben der anderen zu hadern.

Wie aber geht es dann weiter? Gewinnen wir beim Älterwerden, später beim Altwerden mehr Sicherheit oder kommen immer mehr Zweifel auf?

Könnte eine spannende Frage sein…. Wer will antworten?

Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

Raphaela
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Beitrag von Raphaela »

@ pierre:
Ich glaube, das hängt ein Stück weit von der eigenen Einstellung ein.
Im Altenheim sehe ich beides: zufriedene Menschen, die mit sich im Reinen sind und zutiefst unzufriedenen Menschen.
Jeder, der mit sich selbst ins Reine kommt, der bekommt irgendwann auch eine innere Sicherheit, egal wie es um ihn herum aussieht.
Aber derjenige, der mit sich selbst nicht ausgesöhnt ist, strahlt auch eine innere Zerissenheit aus. Er wird eher alles in Zweifel ziehen und mit nichts zufrieden sein.

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Du hast recht - Meckerköppe gibt es immer.

Ich habe auf durch einen Mahlzeitendienst, bei dem ich ehrenamtlich aktiv sein darf, regelmäßigen Kontakt zu älteren Mitbürgern und die sind alle/überwiegend sehr zufrieden und machen einen glücklichen Eindruck.
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

In diesem Fall geht es um die Sicherheit, die ich in mir spüre, im Verhältnis zu den Menschen um mich herum, zur Gesellschaft in der ich lebe, in meinem Beruf, meiner Familie, meinen Freunden usw.

Unseligerweise leben wir in einer Zeit, da viele Menschen sich eher unsicher fühlen, so nichts oder wenig wagen, aus inneren Ängsten die die logische Folge der fehlenden inneren Sicherheit ist.

Es sind die Zweifel, die dann dominieren.

Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

pierre10 hat geschrieben:In diesem Fall geht es um die Sicherheit, die ich in mir spüre, im Verhältnis zu den Menschen um mich herum, zur Gesellschaft in der ich lebe, in meinem Beruf, meiner Familie, meinen Freunden usw.
Ich bin mir sicher, dass ein fester Glauben Sicherheit verleiht. Dennoch sind wir vor Zweifel nicht gefeit. Das Leben und der damit verbundene Lernprozeß bringen uns die nötige Stabilität, um das weitere Leben zu meistern. Dabei bildet der Glauben meine Basis.

Fragen dürfen wir aber immer ...

:freude:
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Gerhard hat geschrieben: Ich bin mir sicher, dass ein fester Glauben Sicherheit verleiht. Dennoch sind wir vor Zweifel nicht gefeit. Das Leben und der damit verbundene Lernprozeß bringen uns die nötige Stabilität, um das weitere Leben zu meistern. Dabei bildet der Glauben meine Basis.

Fragen dürfen wir aber immer ...

:freude:
Vielleicht ist da ein Unterschied. Glaube kann sich wandeln, eine einmal als richtig angenommene innere Sicherheit ist u.U. weniger anfällig.

Pierre, nachdenklich
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Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Glaube muss sich wandeln, da der Mensch sind wandelt. Das Fundament bleibt.

Hast Du mich richtig verstanden?
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regina 32
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Beitrag von regina 32 »

Nun, ich antworte mal ganz persönlich,

Als Kind, als Student und junger ERwachsener war ich Sicher.... "Wusste wie die Welt tickt" hatte eine Gute Ausbildung und Jobs zum Aussuchen, die Welt "lag mir zu Füßen.

Heute weiss ich, dass eine Fehlentscheidung viel ausmacht, die Welt liegt einem nicht zu Füßen. daher eher Zweifel....

Vom Glauben her, auch wenn zwar Christlich, aber ohne Kirche aufgewachsen wusste ich immer, dass Gott da ist, den Glauben hab ich nicht verloren.

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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Gerhard hat geschrieben:Glaube muss sich wandeln, da der Mensch sind wandelt. Das Fundament bleibt.

Hast Du mich richtig verstanden?
Glaube, der sich wandelt.??????

Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

Gerhard
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Beitrag von Gerhard »

Natürlich, Pierre. Oder glaubt Du genauso wie vor 50 Jahren? Ich nicht.
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pierre10
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Beitrag von pierre10 »

Im Grunde bin ich der Meinung, dass der Glaube in sich unwandelbar ist. Dass wir auf unterschiedliche Weise unseren Glauben ausleben aber ist etwas anderes.

Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich

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