Natürlich können wir dem Leben seinen Lauf lassen, uns nicht um unsere eigene Zukunft bemühen, aber vielleicht ist es erfolgversprechender (was ist Erfolg?) wenn wir uns beizeiten Gedanken machen um unsere Möglichkeiten im Alter zu leben.
Sicher gibt es da zuerst eine gesundheitliche Basis, die zu legen ist. Dass ein starker Raucher, Trinker, aber auch mancher Choleriker und auch Phlegmatiker, gestresste und auch überängstliche Menschen sich keinen positiven Unterbau für ein befriedigendes Leben im Alter schaffen scheint logisch.
Dabei steht uns im Wege, dass wir als junge Menschen kaum an das Alter denken, im Gegenteil: So wie meine Großeltern möchte ich mal nicht leben.....
Daher die Frage: Wie habt Ihr, die Älteren Euer Alter vorbereitet und was macht Ihr Jungen heute schon für Euer Alter.
Pierre, der seine eigenen Kommentare später einbringen wird.
Wo und wie im Alter leben?
Wo und wie im Alter leben?
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
-
Raimund J.
- Beiträge: 6092
- Registriert: Dienstag 3. April 2007, 09:33
Eine interessante Frage. Leider bislang ohne Antworten. Vielleicht geht es vielen so wie mir, ich habe mir bislang keine Gedanken um die sog. Alterssicherung gemacht. Mir sind schon alle Planungen die über einen überschaubaren Zeitraum von wenigen Monaten hinausgehen nicht ganz geheuer. Vielleicht ein Fehler, aber so ist meine Mentalität.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore
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Wieder so ein Zypfel, wo ich mich sofort gefragt habe: "Wurde der von Pierre gestartet?" 
Eine (ehemalige) Freundin meiner Oma will freiwillig ins Altersheim ziehen, was meine Oma aber nicht so ganz nachvollziehen konnte. Die Freundin wollte ein abwechslungsreicheres, aktiveres Leben, und deshalb ist ihr Oma zu langweilig geworden…Freundschaft hat sich damit auch erledigt.
Aber werden ihr diese Hoffnungen im Altersheim wirklich erfüllt? Abwarten.
Eine (ehemalige) Freundin meiner Oma will freiwillig ins Altersheim ziehen, was meine Oma aber nicht so ganz nachvollziehen konnte. Die Freundin wollte ein abwechslungsreicheres, aktiveres Leben, und deshalb ist ihr Oma zu langweilig geworden…Freundschaft hat sich damit auch erledigt.
Aber werden ihr diese Hoffnungen im Altersheim wirklich erfüllt? Abwarten.
???
Das kommt auf die Person an - ich kenn eine Madame, 75, die ins Seniorenheim ist, und "endlich die Zeit habe, die ich bisher nicht hatte". Sie macht wöchentlich eine Bibelrunde zum Sonntagsevangelium (hab mal ein Manuskript gesichtet, das strotzte nur so von Kirchenväter-Zitaten und verweise auf die Tradition) Sie geht täglich um 12 in die Messe - das Essen wärmt sie sich beim Heimkommen auf, 2 mal die Woche macht sie Caritasarbeit,.....
Aber für manche reicht auch eine heimeigene Beschäftigungstherapie...
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"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Och, ich kenne einige Menschen, die im Altersheim regelrecht aufblühten. Eine Verwandte meines Mannes ging mit 65 Jahren ins Altersheim und verließ es mit 105 Jahren.
Aber das dürfte wohl eher die Minderheit sein, die eine so gute Pflege bekommen.
Altersvorsorge, wenn ich da an die sog. Finanzkrise denke, echt ein schwieriges Thema. Natürlich haben Nuevo und Nueva einige Verträge diesbezüglich abgeschlossen, aber ob wir in xx-Jahren dieses Geld jemals haben werden? Irgendwie ist das Vertrauen in diverse Versicherungen bei uns nicht mehr sehr groß.
Aber das dürfte wohl eher die Minderheit sein, die eine so gute Pflege bekommen.
Altersvorsorge, wenn ich da an die sog. Finanzkrise denke, echt ein schwieriges Thema. Natürlich haben Nuevo und Nueva einige Verträge diesbezüglich abgeschlossen, aber ob wir in xx-Jahren dieses Geld jemals haben werden? Irgendwie ist das Vertrauen in diverse Versicherungen bei uns nicht mehr sehr groß.
Naja meine Großtante wurde heuer 100. auch altersheim, sieht zwar nix mehr kriegt aber alles mit. Meine Mutter besucht sie einmal im Monat (und die Schwiegetochter kommt jeden 2. Tag) und letztens berichtete sie, daß die Großtante leicht lapidar meinte "wirst sehn, die Wirtschaft aus den 30ern kommt wieder..."
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Wo und wie im Alter leben?
Das sind natürlich ganz unterschiedliche Fragen. Wo leben bedeutet, dass wir rechtzeitig (wann ist das?) die entsprechende Entscheidung treffen. In meiner Geschichte gab es zu diesem Thema wo eine Geschichte.
1968, ich war gerade 36 Jahre alt, konnte ich ein großes, eigentlich nicht bebaubares Grundstück zu einen günstigen Preis kaufen. Ein befreundeter Architekt sollte etwas bauen, ich gab ihm die Vorgabe, mein Wohnhaus, Ferienhaus, Wochenendhaus und meinen Alterssitz in einem Haus vereint zu bauen. Er meinet: So ein Quatsch, das gibt es nicht. Letztlich habe ich es gebaut, und kann, 40 Jahren später sagen, dass das genau die richtige Entscheidung war. Meine Frau und ich leben hier, brauchen keine Ferienreisen mehr, und auch am Wochenende sind wir in mitten der Natur. Und wir haben Platz für jemand, der sich um uns kümmert wenn wir mal klapprig werden.
Mit dem wie leben ist es dagegen anders. Hier kommt es meiner Meinung nach darauf an, bereits in relativ jungen Jahren Weichen zu stellen, um das Alter so gesund wie möglich leben zu können. Das bedeutet Verzicht auf die meisten Schadstoffe aller Art, stressarmes Leben (hab ich nicht geschafft) Ausgeglichenheit und Liebe. Dazu gehört auch eine erfüllende Beziehung zu (einem) anderen Menschen. Denn nur so können wir Körper, Geist und Seele einigermaßen gesund erhalten.
Allerdings kann auch die gelebte Spiritualität, in einer Religion zum Beispiel, Wege aufzeigen, die ein befriedigendes Leben im Alter auf geistiger Ebene ermöglichen.
Dass heute die materielle Sicherheit nicht mehr als Selbstverständlich angesehen werden kann, niemand weiß, wie sich z.B. die Renten in Zukunft entwickeln werden, ist ein nicht zu übersehendes Problem unserer Zeit.
Im Grunde sollten wir zufrieden sein, die Meisten unter uns haben ein Dach über dem Kopf, müssen im Winter nicht frieren, können jeden Tag essen und brauchen meist nicht um ihr Leben zu fürchten. Und haben die Möglichkeit, sich im Internet auszutauschen. Das ist für die Mehrheit der Menschheit auf diesem Planeten bei all den Kriegen, dem Hunger und der Not nur ein Traum.
Lasst uns trotz aller Widrigkeiten dankbar sein.
Pierre
Das sind natürlich ganz unterschiedliche Fragen. Wo leben bedeutet, dass wir rechtzeitig (wann ist das?) die entsprechende Entscheidung treffen. In meiner Geschichte gab es zu diesem Thema wo eine Geschichte.
1968, ich war gerade 36 Jahre alt, konnte ich ein großes, eigentlich nicht bebaubares Grundstück zu einen günstigen Preis kaufen. Ein befreundeter Architekt sollte etwas bauen, ich gab ihm die Vorgabe, mein Wohnhaus, Ferienhaus, Wochenendhaus und meinen Alterssitz in einem Haus vereint zu bauen. Er meinet: So ein Quatsch, das gibt es nicht. Letztlich habe ich es gebaut, und kann, 40 Jahren später sagen, dass das genau die richtige Entscheidung war. Meine Frau und ich leben hier, brauchen keine Ferienreisen mehr, und auch am Wochenende sind wir in mitten der Natur. Und wir haben Platz für jemand, der sich um uns kümmert wenn wir mal klapprig werden.
Mit dem wie leben ist es dagegen anders. Hier kommt es meiner Meinung nach darauf an, bereits in relativ jungen Jahren Weichen zu stellen, um das Alter so gesund wie möglich leben zu können. Das bedeutet Verzicht auf die meisten Schadstoffe aller Art, stressarmes Leben (hab ich nicht geschafft) Ausgeglichenheit und Liebe. Dazu gehört auch eine erfüllende Beziehung zu (einem) anderen Menschen. Denn nur so können wir Körper, Geist und Seele einigermaßen gesund erhalten.
Allerdings kann auch die gelebte Spiritualität, in einer Religion zum Beispiel, Wege aufzeigen, die ein befriedigendes Leben im Alter auf geistiger Ebene ermöglichen.
Dass heute die materielle Sicherheit nicht mehr als Selbstverständlich angesehen werden kann, niemand weiß, wie sich z.B. die Renten in Zukunft entwickeln werden, ist ein nicht zu übersehendes Problem unserer Zeit.
Im Grunde sollten wir zufrieden sein, die Meisten unter uns haben ein Dach über dem Kopf, müssen im Winter nicht frieren, können jeden Tag essen und brauchen meist nicht um ihr Leben zu fürchten. Und haben die Möglichkeit, sich im Internet auszutauschen. Das ist für die Mehrheit der Menschheit auf diesem Planeten bei all den Kriegen, dem Hunger und der Not nur ein Traum.
Lasst uns trotz aller Widrigkeiten dankbar sein.
Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
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Gerhard
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- Registriert: Dienstag 23. Oktober 2007, 13:45
- Wohnort: Kirchenprovinz Paderborn
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Re: Wo und wie im Alter leben?
Ich halt es da mit dem Erzschurken Bertolt Brecht: "Ja mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht und mach noch einen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht."pierre10 hat geschrieben:Daher die Frage: Wie habt Ihr, die Älteren Euer Alter vorbereitet und was macht Ihr Jungen heute schon für Euer Alter.
"Ad Deum, qui laetificat juventutem meam."