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Bundespräsident (numquam) Peter Sodann
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 18:32
von Yeti
Aletheia hat geschrieben:Der Peter kennt den Unterschied
Das wage ich nach seinem Kommentar über Deutschland als Demokratie zu bezweifeln; vielleicht Spätfolgen der Haft, wer weiß. Oder er hat Komplexe, weil er nicht mehr verfolgt wird. Sowas gibt's öfter. Daß Sodann nicht merkt oder nicht merken will, wie er von der PDS als Strohpuppe mißbraucht wird, spricht entweder für sein vorgerücktes Alter (s. Haftfolgen) oder für seine Eitelkeit. Es sollte halt jeder bei seines Schusters Leisten bleiben.
Aletheia hat geschrieben:Bernard Madoff wird aber wohl verhaftet werden - auch ein Banker.
Sodann und Madoff sind beides Extreme. Wenn beiden die katholische Soziallehre bewusst wäre, bräuchte der eine keinen Kommunismus und der andere keine Raffke-Mentalität und kriminelle Energie. Erzbischof Reinhard Marx hat darüber gerade übrigens ein tolles Buch geschrieben, das sogar von der "Frankfurter Rundschau" gelobt wurde.
Gruß, Yeti
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 18:38
von Yeti
(aus dem Tappert-thread)
Yeti hat geschrieben:Aletheia hat geschrieben:also solange, bis wir noch Strom für's Fernsehen haben.
Also bis zur nächsten rot-grün-roten Regierung mit Tricksilanti als Bundeskanzlerin. Schad isses wirklich um Tappert - ich hab mich schon drauf gefreut, daß er Peter Sodann symbolisch nach seiner eigenmächtigen Verhaftung von Josef Ackermann seinerseits verhaftet und mit Stasi-Methoden verhört, damit der Peter merkt, was der Unterschied zwischen der DDR und der Bundesrepublik war.
Aletheia hat geschrieben:Der Peter kennt den Unterschied - schließlich war er ja mal in der DDR im Gefängnis. Bernard Madoff wird aber wohl verhaftet werden - auch ein Banker.
Vielleicht
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 19:48
von sofaklecks
Vieleicht wäre es sinnvoll, den Titel in
Bundespräsident (numquam) Peter Sodann
zu ändern.
Und dann:
Es wäre sinnvoll, einmal die alten Tatortfolgen zu wiederholen. Als Herr Ehrlicher noch mit dem Tschiguli als Dienstwagen unterwegs war. In den letzten Folgen fuhr er dann einen Wagen mit dem Stern, von dem er früher nur träumen konnte. Aus dem Solidaritätsbeitrag der Westdeutschen finanziert, denn ansonsten müsste er mit dem Fahrrad Verbrecher jagen, was indes seiner Figur ungemein zuträglich wäre.
Sehr vergesslich, unsere Mitbürger aus den neuen Bundesländern.
Sehr.
Und so klug!
Was soll man von einem angeblich angehenden Bundespräsidenten halten, der am liebsten einen Vorstandssprecher verhaften würde (nur mal so, zum Spass), gegen den nur die Tatsache vorzubringen ist, dass er eine Bank führt. Hübsch auch, dass er nicht etwa die Mitglieder des Vorstands der Sächsischen Landesbank verhaften will, nein, Ackermann. Die Herren der Dresdner werden wohl nur verschont, weil sie den Sachsen ihre Frauenkirche wieder aufgebaut haben.
Wir im Westen hätten uns an Christa Wolf orientieren sollen, die festgestellt hat, es gehe ihr besser, seit sie ihre Entscheidungen mit dem Kopf und nicht nach dem Gefühl treffe.
Mit Bonn als Hauptstadt hätten wir seit knapp zwei Jahrzehnten erheblich weniger Probleme. Mit katholischer Sichtweise ist die Wiedervereinigung dem Zweiten Vaticanum direkt vergleichbar. Der Bruch mit Bewährtem zugunsten des Zeitgeistes.
Ich bin ab jetzt insoweit ein Anhänger der Sakramentskapelle. Gliedert die Neuen Länder aus! Wir wollen die alte Messe, pardon, die alte Bundesrepublik zurück. Die Wiedervereinigung war der unüberlegte Sündenfall der Demokratie. Weg mit ihr! Was waren die paar Milliönchen für Westberlin gegen die Billionen für das Fass ohne Boden ehemalige DDR. Ein Nasenwasser.
Machen wir es wie Daimler mit Chrysler, das auch ein Fass ohne Boden wurde. Verschenken wir die Neuen Länder einfach an die Polen. Dann kann der Sachse Ehrlicher sodann dort in der Nachfolge August des Starken zum Präsidenten kandidieren. Den gönnen wir denen.
sofaklecks
Re: Vielleicht
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 19:55
von anneke6
sofaklecks hat geschrieben:Verschenken wir die Neuen Länder einfach an die Polen...

Ein neues polnisches Großreich?
Re: Vielleicht
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 20:11
von cantus planus
anneke6 hat geschrieben: 
Ein neues polnisches Großreich?
Quatsch. Königreich Preußen wiedererichten. Einen Teil an Österreich, den Rest an Rußland - wie zu Bonapartes Zeiten. Wem fehlt schon Polen?
*husch in Deckung*

Mit Verlaub
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 20:18
von sofaklecks
Mit Verlaub,
nicht ZU Bonapartes, sondern VOR Bonapartes Zeiten.
Wer weiss übrigens heute noch, dass die dritte polnische Teilung die Reaktion der Nachbarstaaten auf die unverhohlenen Sympathien der katholischen Polen für die Gedanken der Französischen Revolution waren?
Jawohl! Die orthodoxen Russen und die evangelischen Preussen habe Polen der Heiligen Mutter Kirche erhalten! Man sei ihnen dankbar!
sofaklecks,
jetzt aber auch ganz schnell duck und weg
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 20:35
von ar26
@ sofaklecks
Hast Du heut nen Fall oder noch schlimmer nen wichtigen Mandanten verloren, weil Du gar so feinhäutig daher kommst? Seit wann spricht der Herr Sodann für die Bürger in den "neuen" Ländern (im Gegensatz zu dem Kunststaat im Südwesten ist Sachsen überhaupt nicht neu sondern knapp Tausend Jahre alt und die meiste Zeit unabhängige Monarchie gewesen

). Also wenn schon, dann Wiederherstellung der sächsisch-polnischen Union unter dem kürzlich von mir hier vorgestellten Herrn.
Deine Ausführung zu den polnischen Teilungen sind, um ehrlich zu sein, noch abenteuerlicher als die eigenen polnischen Geschichtslügen. Richtig ist, daß es eine gewisse Sympathie der Polen für die amerikanische Unabhängigkeit gab. T. Kosciusko hat dort beispielsweise mitgekämpft. Eine philososphische oder staatswissenschaftliche Auseinandersetzung mit den den Ideen von 1789 hat nie stattgefunden. Dafür war das Land viel zu sehr Adelsrepublik. Wenn den Polen etwas gefallen hat, dann die revolutionäre Dynamik aus Amerika oder Frankreich, mit der man hoffte, die Ergebnisse der ersten beiden Teilungen zu revidieren.
Polens Problem war das Unglück keine eigene authentische Dynastie mehr zu besitzen. Daher konnten sich seine Nachbarn an ihm bereichern und ihm letztlich den Todesstoß versetzen.
PS: Seinerzeit fragte einer meiner dt. Kollegen einen poln. Kommilitonen in Krakau beim Mittagessen, warum den Kaiserin Maria-Theresia im Gegensatz zu Fritz und Katie in der poln. Geschichtsschreibung recht gut gelitten sei. Spontane Antwort des poln. Kollegen: im Gegensatz zu den beiden anderen sei sie ja Christin gewesen

Re: Vielleicht
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 20:41
von Yeti
sofaklecks hat geschrieben:Vieleicht wäre es sinnvoll, den Titel in
Bundespräsident (numquam) Peter Sodann
zu ändern.
Gutgeheissen und erledigt! Danke für den Vorschlag!
sofaklecks hat geschrieben:Es wäre sinnvoll, einmal die alten Tatortfolgen zu wiederholen. Als Herr Ehrlicher noch mit dem Tschiguli als Dienstwagen unterwegs war. In den letzten Folgen fuhr er dann einen Wagen mit dem Stern, von dem er früher nur träumen konnte. Aus dem Solidaritätsbeitrag der Westdeutschen finanziert, denn ansonsten müsste er mit dem Fahrrad Verbrecher jagen, was indes seiner Figur ungemein zuträglich wäre.
Sehr vergesslich, unsere Mitbürger aus den neuen Bundesländern.
Sehr.
Und so klug!
Was soll man von einem angeblich angehenden Bundespräsidenten halten, der am liebsten einen Vorstandssprecher verhaften würde (nur mal so, zum Spass), gegen den nur die Tatsache vorzubringen ist, dass er eine Bank führt. Hübsch auch, dass er nicht etwa die Mitglieder des Vorstands der Sächsischen Landesbank verhaften will, nein, Ackermann. Die Herren der Dresdner werden wohl nur verschont, weil sie den Sachsen ihre Frauenkirche wieder aufgebaut haben.
Wir im Westen hätten uns an Christa Wolf orientieren sollen, die festgestellt hat, es gehe ihr besser, seit sie ihre Entscheidungen mit dem Kopf und nicht nach dem Gefühl treffe.
Mit Bonn als Hauptstadt hätten wir seit knapp zwei Jahrzehnten erheblich weniger Probleme. Mit katholischer Sichtweise ist die Wiedervereinigung dem Zweiten Vaticanum direkt vergleichbar. Der Bruch mit Bewährtem zugunsten des Zeitgeistes.
Ich bin ab jetzt insoweit ein Anhänger der Sakramentskapelle. Gliedert die Neuen Länder aus! Wir wollen die alte Messe, pardon, die alte Bundesrepublik zurück. Die Wiedervereinigung war der unüberlegte Sündenfall der Demokratie. Weg mit ihr! Was waren die paar Milliönchen für Westberlin gegen die Billionen für das Fass ohne Boden ehemalige DDR. Ein Nasenwasser.
Machen wir es wie Daimler mit Chrysler, das auch ein Fass ohne Boden wurde. Verschenken wir die Neuen Länder einfach an die Polen. Dann kann der Sachse Ehrlicher sodann dort in der Nachfolge August des Starken zum Präsidenten kandidieren. Den gönnen wir denen.
sofaklecks
Respekt! Ich kann Dir in fast allem zustimmen (die Wiedervereinigung habe ich sehr begrüßt!)...ich hab selbst eine Tante "drüben" (...in der "Zone", würde meine Oma, Gott hab sie selig, sagen), die aus Überzeugung seit jeher PDS wählt, aber eigentlich unter diesem Regime gelitten hat. Es ist damals nach der Wiedervereinigung der Fehler gemacht worden, die Millionen der SED nicht sofort festzusetzen. Wenn die nicht dagewesen wären, hätte sich das Problem dieser Partei ganz schnell in Luft aufgelöst. Aber ich muß der Partei "Die Linke" eines zugestehen: sie haben in sozialer Hinsicht mehr mit der katholischen Lehre gemeinsam als Grüne und SPD (bei den Grünen besteht ja die Familienpolitik quasi aus der Liberalisierung der Abtreibung).
Gruß, Yeti
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 20:44
von Yeti
ar26 hat geschrieben:(im Gegensatz zu dem Kunststaat im Südwesten
Das ist üble Schwaben-Propaganda! Die Badener wurden bei der Abstimmung prozentual überhaupt nicht berücksichtigt! Das musste ich jetzt mal als eheamliger Badener sagen...
Gruß, Yeti
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 21:44
von Clemens
Hää?
Wo wäre Baden ohne Württemberg? Am Rand!
Wo ist es jetzt? Gleich hinter Württemberg an der Spitze!
Wer wurde nicht berücksichtigt???
Im Gemaule über die Erstmalsvereinigung von 1952 ähneln manche Süd-Südwestler erschreckend manchen heutigen Nordostlern!
(...Und jetzt ganz tief in Deckung...)

Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 22:13
von maliems
Wer was gegen die LINKE hat, tut so, als wären die Westdeutschen bessere Demokraten.
Nee, die hatten nur das Glück der westlichen Geburt.

Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 22:25
von ar26
Extra für Sofaklecks hab ich gerade noch mal eine Zahl herausgesucht, auf die ich am WE bei einer Fahrt durchs Gebirge gestoßen bin. In Südwestsachsen wurde durch die Sowjetunion von 1945 bis 1990 Uran abgebaut, insgesamt ca. 250000 Tonnen. Diese wurden für die sowjetische Atomindustrie genutzt. Selbst bei einem niedrigen Uranpreis vom Ende der 90iger Jahre wären diese Naturalreperationen an die Sieger des Weltkrieges genauso viel Wert, wie die "Transferleistungen" nach 1990. Beim aktuellen Wert von Uran sind das irgendwas um die drei hoch zehn Euro. Soviel kann "der Westen" hier gar nicht reinpumpen. Das ist physikalisch schon nicht möglich.
Diese Transferleistungen sind nichts anderes als ein Gesamtschuldnerausgleich nach § 426 BGB zwischen zwei Mitschuldnern, von denen der eine, nämlich die mittel- und ostdeutschen Länder den Gläubiger der Kriegsreperationen, nämlich die UdSSR bereits befriedigt hat. Keine Almosen für die wir dankbar sein müssten.
PS: Im übrigen halte ich Sodann nicht für gestörter als Frau Roth oder Frau von der Leyen. Der Unterschied ist nur, daß die beiden Letztgenannten wirklich Einfluss zum Schaden Deutschlands haben.
Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 22:33
von Marcus
ar26 hat geschrieben:@ sofaklecks
Hast Du heut nen Fall oder noch schlimmer nen wichtigen Mandanten verloren, weil Du gar so feinhäutig daher kommst?
Vielleicht ist er auch nur auf den richtigen Rechtspfleger bei der Einreichung des Antrages auf Kostenfestsetzung gestoßen...

Verfasst: Montag 15. Dezember 2008, 23:43
von Robert Ketelhohn
Lieber noch Sodann denn Schwäne und Kohlenbrenner.
Grins
Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 09:22
von sofaklecks
Also Kollegen, das wäre als Willenserklärung lupenrein § 118 BGB gewesen.
Und erzähle mir keiner, die Polen hätten bei ihrem Aufstand 1795 noch nichts von der Französischen Revolution gehört. Dass sie sich heutzutage lieber als Epigonen der Amerikaner betrachten, hat jüngere Gründe, hätte aber im Strang nicht zu dem Korsen gepasst.
Im übrigen bewundere ich die Sachsen. Zumindest einen Teil der Hälfte von ihnen. Sozusagen das geschlechtlich-figürliche Gegenstück zu Klein-Peterle.
sofaklecks
Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 11:03
von ar26
Sie haben sicher was von der Revolution aber nichts von Rousseau gehört. War ihnen aber auch wurscht, Hauptsache es kracht.
Sodann ist aber auch Sachse. Wie ich gerade sehe, ist er im Elbtal geboren und aufgewachsen. Wusst ich bisher gar nicht, da mir "Tatort schauen" schon immer ein wenig spießbürgerlich erschien. Ich hab ja selbst auch keinen TV. Hier bei meinen Eltern stehen zwar welche rum, die werden von mir aber nur zur Fremdsprachenpflege genutzt.
Jaja Scherzerklärungen. Naturwissenschaftlich Weltspitze, mit dem Leseverständnis hapert es, daher nur Platz 7 oder so.

Verfasst: Dienstag 16. Dezember 2008, 12:52
von Ewald Mrnka
Soll der Sodann das doch machen; für das Amt sind die Qualitäten eines Frühstücksdirektors völlig ausreichend. Das kann jeder, der einigermaßen vom Blatt ablesen kann und weiß, wie man mit Messer & Gabel ißt.
Für den unpolitischen Job ist ein alter Mime mindestens genau so geeignet wie ein langweilig-moralisierender Ex-Groß-Bankster.