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Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 15:51
von Ewald Mrnka
HeGe hat geschrieben:Regierung zieht Werbefilm der Bundeswehr zurück
Daraus:
[...]Besonders die musikalische Untermalung des Films mit Heavy-Metal-Musik und der Nationalhymne sei „gewaltverherrlichend, geschmacklos und so nicht hinnehmbar“, kritisierte der SPD-Politiker.[...]
Ähnlich betroffen zeigte sich die „Sprecherin für Abrüstungspolitik“ bei den Grünen, Agnieszka Malczak: „Wir sind entsetzt über diese Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung.“ Es sei nicht hinnehmbar, wenn die deutsche Armee militärische Gewalt und kriegerischer Auseinandersetzungen verherrliche.
Daß der Einsatz militärischer Mittel mit der Nationalhymne unterlegt werde, lasse jede „historische Sensibilität“ vermissen, monierte Malczak.[...]

Es wird (wenn überhaupt) lange dauern, bis die Deutschen wieder aufrecht gehen werden.
"Zitat des Tages
Seit 1968 findet ein Prozess gegen Deutschland statt, bei dem nur Belastendes, nie Entlastendes ermittelt wird.
Michael Klonovsky"
Quelle:
http://ef-magazin.de/
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 16:00
von Torsten
Da muss ich wieder an den
Spot hier denken. Das war vor 2 Jahren die Lachnummer überhaupt.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 16:22
von Melody
Torsten hat geschrieben:Da muss ich wieder an den
Spot hier denken. Das war vor 2 Jahren die Lachnummer überhaupt.
Ich hätte die Fahrt im Panzer aber auch vorgezogen...

Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 17:19
von Torsten
Ewald Mrnka hat geschrieben: Seit 1968 findet ein Prozess gegen Deutschland statt, bei dem nur Belastendes, nie Entlastendes ermittelt wird.
Michael Klonovsky"
Es war nicht alles schlecht.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 17:50
von HeGe
Torsten hat geschrieben:Da muss ich wieder an den
Spot hier denken. Das war vor 2 Jahren die Lachnummer überhaupt.
Ich lach mich schlapp.

Wie der gekonnt lässig am langen Rohr entlang streifend vom Panzer runterspringt...

Das Video haben doch hoffentlich irgendwelche Unteroffiziere abends beim Saufen auf der Stube entwickelt?

Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 17:58
von Torsten
HeGe hat geschrieben:Das Video haben doch hoffentlich irgendwelche Unteroffiziere abends beim Saufen auf der Stube entwickelt?

Es stellte sich heraus, dass es sich dabei sogar noch um ein Plagiat eines ukrainischen Werbespots gehandelt hat.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 18:01
von Torsten
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 18:26
von Ewald Mrnka
Undenkbar im humorlos-depressiven Schultikulti Land.

Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 19:10
von Torsten
Wenn ich an ihn glaube, ich kann die Schuld nicht weiter schieben. Tue ich es doch, verlasse ich ihn. Richtung Anklagebank. Irgendwo in den ganzen Anschuldigungen, und der eigenen Verletztheit, findest du dort, beim Gekreuzigten, einen ruhenden Pol. Es ist eine Entscheidung, die man trifft. Du kannst nicht alles aufdröseln bis zum Urschleim, wer und was verantwortlich und wer gerechter- oder ungerechterweise.
Du kannst nur deinen Verstand einschalten und eine Entscheidung treffen. Dass das der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Auch wenn es bedeutet - und das es bedeutet eigentlich nur - in dieser Welt die Ungerechtigkeit zu schlucken. Und damit meine eigene Schuld, die existent ist, ob ich sie in jedem Fall erkenne oder nicht, erst einmal grundsätzlich einzugestehen.
Meine Seele lebt nicht von Befriedigung der Frage nach Schuld und Unschuld in dieser Welt. Meine Seele lebt von einem Gewissen und einer Hoffnung auf ewiges Leben.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 18. November 2011, 20:39
von Peregrin
Wobei der immerhin halbwegs professionell gemacht ist. Das peinliche am österreichischen ist ja, daß da ganz offenbar Laiendarsteller aus den eigenen Reihen eingesetzt wurden.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Montag 19. März 2012, 09:26
von WolfgangKauders
HeGe hat geschrieben:In Bonn setzt man mal wieder geschichtliche Schwerpunkte.
Das bisher nach dem von Rechtsradikalen ermordeten Zentrumspolitiker Matthias Erzberger benannte Ufer, heißt demnächst Moses-Hess-Ufer, nach einem in Bonn geborenen Juden, um der Verbrennung der Bonner Synagoge zu gedenken:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/ind ... lid=962436
Wo kämen wir da auch hin, wenn auch christlichen Opfern gedacht würde. Offensichtlich sind nur Juden Opfer gewesen. Und da es bisher offensichtlich deutschlandweit noch keine Gedenkstätte für ermordete Juden gab, war der Schritt daher natürlich völlig begründet.
Ich darf Sie darauf hinweisen, dass es entgegen Ihrer Annahme weiterhin das Erzbergerufer gibt. Lediglich 5 m davon, vor dem Mahnmal für die zerstörte Synagoge, wurden in Moses-Hess-Ufer umbenannt. Moses Hess ist bekanntlich unweit davon im inzwischen zerstörten Judenviertel geboren. Ich nehme an, dass gerade ein Politiker wie Matthias Erzberger dieser Ehrung einer großen jüdischen Persönlichkeit an seiner Seite zugestimmt hätte! Zu Moses Hess siehe auch:
http://haftgrund.net/moseshess/
mfG
WK
Re: Historische Schuld
Verfasst: Montag 19. März 2012, 11:37
von HeGe
WolfgangKauders hat geschrieben:Ich darf Sie darauf hinweisen, dass es entgegen Ihrer Annahme weiterhin das Erzbergerufer gibt. Lediglich 5 m davon, vor dem Mahnmal für die zerstörte Synagoge, wurden in Moses-Hess-Ufer umbenannt. Moses Hess ist bekanntlich unweit davon im inzwischen zerstörten Judenviertel geboren. Ich nehme an, dass gerade ein Politiker wie Matthias Erzberger dieser Ehrung einer großen jüdischen Persönlichkeit an seiner Seite zugestimmt hätte! Zu Moses Hess siehe auch:
http://haftgrund.net/moseshess/
mfG
WK
Herzlich Willkommen im Forum, Herr Kauders!
Wenn Sie die Diskussion nach meinem Beitrag weiter gelesen hätten, hätten Sie gesehen, dass ich das kurze Zeit später auch herausgefunden habe:
http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=566589#p566589
Ich habe mich außerdem überhaupt nicht gegen die Benennung einer Straße nach Moses Hess ausgesprochen, sondern nur kritisiert, dass dafür (so mein erster Kenntnisstand nach Lektüre des Artikels im GA) das Erzberger-Ufer umbenannt wird, der auch den Rechtsextremisten zum Opfer fiel. Man sollte über das eine Opfer nicht ein anderes vergessen.
Aber die Sache hat sich ja gütlich aufgeklärt.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Montag 11. Juni 2012, 07:19
von Melody
So, das passt wohl besser in diesen als in den EM 2012-Thread, sonst wird der zum OT...
Ich finde es gut, dass seit der WM 2006 in Deutschland wieder Fahne gezeigt werden darf.
Ich dachte zumindest, das sei wieder erlaubt...
Aber:
(ging auf FB rum, frage mich immer noch, ob das Ernst oder Fake ist...)
Re: Historische Schuld
Verfasst: Montag 11. Juni 2012, 09:16
von Robert Ketelhohn
Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Montag 11. Juni 2012, 10:22
von Torsten
Schön gesagt.
Solange der Absolutismus herrschte, war die strukturelle Polarität von Staat und Markt noch als Gegensatz von Absolutismus und Liberalismus erschienen; jetzt aber wollte der Liberalismus selber beide Pole besetzen (oder hatte dies schon getan). Er benötigte dazu eine identitätsstiftende Konstruktion, die Nationalökonomie und Nationalstaatlichkeit zusammenzwang. Man suchte also nach einer vermeintlich zugrundeliegenden historischen Substanz oder Entität, und fand die sogenannte Nation: ein nirgends eindeutig definierbarer Zusammenhang, der bestimmte geo-grafische Einheiten und kulturelle Gemeinsamkeiten wie die Sprache in einer vorher nicht bekannten Art und Weise als primäres Aktionsfeld und äußere Begrenzung für die »schöne Maschine« und ihren staatlichen Moderator absteckte. (Robert Kurz - Schwarzbuch Kapitalismus)
Wer sich die Fahne ans Auto steckt, der zeigt Corporate Identity. Es ist die modernistische Variante des Patriotismus, der sich viel mehr über Wettbewerb und Konkurrenzdenken definiert, als über Heimatverbundenheit. Sich viel mehr über Stolz definiert, als über Liebe. Ein richtiger Patriot erkennt das und erkennt die Gefahr, die daraus für seine Heimat und die Heimat aller Patrioten entsteht. Und er spottet und er lästert nicht noch rümpft er in chauvinistischer Manier die Nase über jene, deren Heimat bereits unter die Räder der "schönen Maschine" gekommen ist.
Wer das tut, der beweist nur seine geistige Enge, zu die der Stolz geführt hat. Ein falscher Stolz im Rahmen eines Spieles, das keinerlei menschliches Ideal repräsentiert, wie es sich an Gott orientiert. An Geist, an Leben. An einer Welt, in der die Gesetze der toten Materie kraft des Herzens aufgehoben sind, und nicht Anlass für Jubelstürme geben, wenn sich eine Waage unter dem schwereren Stein senkt.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 13:42
von Pit
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Und woher stammt die schwarz-rot-goldene Fahne?
Re: Historische Schuld
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 13:44
von Pit
Es gibt eben immer Menschen, die eine gesunde Form von Patriotismus mit Nationalismus verwechseln--ich finde es schön, wieder die Fahnen zu sehen.
Melody hat geschrieben:So, das passt wohl besser in diesen als in den EM 2012-Thread, sonst wird der zum OT...
Ich finde es gut, dass seit der WM 2006 in Deutschland wieder Fahne gezeigt werden darf.
Ich dachte zumindest, das sei wieder erlaubt...
...
(ging auf FB rum, frage mich immer noch, ob das Ernst oder Fake ist...)
Re: Historische Schuld
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 18:40
von Pilgerer
Der Begriff der Nation hat sich mit dem Nationalismus des 19. Jahrhunderts grundlegend geändert. Vor der Französischen Revolution bezeichnete dieser Begriff ein Volk, das wie eine Familie ein natürliches Gebilde war. Mit der Französischen Revolution haben sich die "Götter" der Revolution teilweise mit bestimmten Symbolen der Nation vereinigt. Siehe US-Dollar, wo klare Freimaurer-Symbolik ein nationales Symbol wurde. Hier haben wir einen Nationalismus oder Nationalliberalismus, der zugleich die Religion als dominierende Kraft von Gesellschaft und Staat beseitigte.
Trotzdem können wir, denke ich, zum natürlichen Patriotismus zurück kehren, wie es ihn z.B. im 18. Jahrhundert in der Form des Reichspatriotismus gab oder wie es ihn in den Jahrhunderten vorher schon gab.
Pit hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Und woher stammt die schwarz-rot-goldene Fahne?
Die schwarz-rot-goldene Fahne stammt zum Teil vom Befreiungskrieg gegen Napoleon 1813, zum Teil war sie aber auch eine Anlehnung an die alten Reichsfarben Schwarz-Gold.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 20:31
von lifestylekatholik
Pit hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Und woher stammt die schwarz-rot-goldene Fahne?
Aus dem Ungeist von 1789. Hat Robert doch schon gesagt.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Mittwoch 13. Juni 2012, 20:40
von taddeo
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Genau! Alle wirklich wichtigen Flaggen sind zweifarbig:
und noch ein paar mehr, die mir grad nicht einfallen ...

Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 17:38
von Pilgerer
taddeo hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Genau! Alle wirklich wichtigen Flaggen sind zweifarbig:
und noch ein paar mehr, die mir grad nicht einfallen ...

Letzteres ist auch ein Staat von Napoleons Gnaden, der um 1806 stark von Frankreich beeinflusst wurde. Ohne Napoleon wäre Bayern nur halb so groß und Franken frei von der "Fremdherrschaft".
Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 17:40
von Juergen
taddeo hat geschrieben:Genau! Alle wirklich wichtigen Flaggen sind zweifarbig:
Genau

Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 18:00
von taddeo
Pilgerer hat geschrieben:Letzteres ist auch ein Staat von Napoleons Gnaden, der um 1806 stark von Frankreich beeinflusst wurde. Ohne Napoleon wäre Bayern nur halb so groß und Franken frei von der "Fremdherrschaft".
Momentmal, Freundchen. Staat war Bayern lange vor Napoleon, nur kein Königreich. Staatliche Strukturen hatten wir schon unter den Agilolfingern im 6. Jahrhundert.
Außerdem stammt die bayerische Rautenflagge aus dem Wappen der einstigen Grafen von Bogen, also aus dem 12. Jahrhundert. Mit dem Erlöschen dieses Geschlechts wurde das Wappen 1242 von den Wittelsbachern übernommen.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 18:45
von lifestylekatholik
taddeo hat geschrieben:Mit dem Erlöschen dieses Geschlechts wurde das Wappen 1242 von den Wittelsbachern übernommen.
Ach, die Wittelsbacher, Intriganten und Erbschleicher!
Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 22:58
von taddeo
lifestylekatholik hat geschrieben:taddeo hat geschrieben:Mit dem Erlöschen dieses Geschlechts wurde das Wappen 1242 von den Wittelsbachern übernommen.
Ach, die Wittelsbacher, Intriganten und Erbschleicher!
In diesem Fall haben sie ganz einfach laut Erbvertrag die Besitzungen des letzten Grafen von Bogen geerbt, und damit auch das Wappenrecht. Da mußten sie weder intrigieren noch schleichen.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Donnerstag 14. Juni 2012, 23:23
von lifestylekatholik
taddeo hat geschrieben:lifestylekatholik hat geschrieben:taddeo hat geschrieben:Mit dem Erlöschen dieses Geschlechts wurde das Wappen 1242 von den Wittelsbachern übernommen.
Ach, die Wittelsbacher, Intriganten und Erbschleicher!
In diesem Fall haben sie ganz einfach laut Erbvertrag die Besitzungen des letzten Grafen von Bogen geerbt, und damit auch das Wappenrecht. Da mußten sie weder intrigieren noch schleichen.
Was interessiert mich 1242. Die Misere geht 81 Jahre später an.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 09:15
von taddeo
lifestylekatholik hat geschrieben:Was interessiert mich 1242. Die Misere geht 81 Jahre später an.
Wegen Ludwig I. und Brandenburg?
Immerhin wurde Brandenburg erst unter den Wittelsbachern Kurfürstentum mit Königswahlrecht, lange vor Bayern ...
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 09:58
von Linus
Pit hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Und woher stammt die schwarz-rot-goldene Fahne?
Robert gehts wohl nicht um die Farbzusammensetzung, die von der Urburschenschaft herrührt [bzw genauer die Farben des Lützow'schen Freicorps waren] sondern wohl um die damit verknüpften Forderungen, die teilweise widerchristlich sind, auch wenn sie im christlichen Mäntelchen daher kamen.(cf. Grundsätze und Beschlüsse des 18. Oktobers 1817, Wartburfest; sie atmen einen geist des Libberalismus, der sich mit der Lehre der Kirche nur arg schwer verträgt)
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 10:05
von Linus
taddeo hat geschrieben:Robert Ketelhohn hat geschrieben:Allerdings sind all diese Tricoloren & Co. Auswurf des satanischen Ungeists von 1776
und 1789 und verdienen zu brennen, nicht zu wehen vor dicht geschloßnen Reih’n und
Geistern.
Genau! Alle wirklich wichtigen Flaggen sind zweifarbig:
und noch ein paar mehr, die mir grad nicht einfallen ...

Schwarz Gold mein lieber.
Franz Joseph I hat mal gemeint, daß je älter die Leute und damit vernünftiger werden, umso kleiner wird der Rotanteil in ihren Fahnen, bis sie ganz verschwinden. Nur in Kärnten war man damals schon renitent.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 13:05
von Robert Ketelhohn
taddeo hat geschrieben:
- Gold und Silber g’sellt sich hier,
welch’s alle wir wohl brauchen;
doch im Flaggtuch beißt sich’s schier,
kannst’s in der Pfeife rauchen.
Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 13:28
von HeGe
Linus hat geschrieben:Schwarz Gold mein lieber.
Schwarz Silber, meinst du wohl.

Re: Historische Schuld
Verfasst: Freitag 15. Juni 2012, 16:41
von Pit
lifestylekatholik hat geschrieben:Pit hat geschrieben:
...
Und woher stammt die schwarz-rot-goldene Fahne?
Aus dem Ungeist von 1789. Hat Robert doch schon gesagt.
Und zu diesem "Ungeist" gehörten die Studenten, die sich 1830 und 1848 für Presse-und für Meinungsfreiheit eingesetzt haben ebenso wie die Angehörigen von Lützows Freikorp?