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Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Mittwoch 18. März 2009, 17:48
von overkott
Pluspunkt. Der Kaufhof will keine Spiele ab 18 mehr verkaufen.
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Donnerstag 23. April 2009, 22:35
von Juergen
Gibt's die jetzt nur noch vor 18 uhr?
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Donnerstag 23. April 2009, 22:58
von Teutonius
... wer s o was sucht, geht bestimmt eh nich zu Kaufhof...
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Donnerstag 23. April 2009, 23:51
von pierre10
Ohne auf Eure Späße einzugehen, es ist nicht immer einfach, als Unternehmer Ethik und Geschäft unter einen Hut zu bringen. Von Killerspielen einmal abgesehen.
Wenn ich zum Beispiel ein Produkt herstelle, muss ich meist die meisten Komponenten und Rohstoffe zukaufen. In Europa sind sie meist teuer, in den Ostländern preiswerten, aber die Menschen arbeiten dort oft für einen Hungerlohn. Gehen wir nach Asien ist es noch viel dramatischer. Kaufe ich aber alle Teile in Europa, vielleicht sogar in Deutschland, bin ich oft nicht konkurrenzfähig, also zu teuer.
Vielleicht ist der Konsumrausch, den wir seit Jahrzehnten erleben, Grund dafür. Denn wenn Mensch immer wieder versucht, möglichst billig an möglichst viele Waren zu kommen, dann lösen wir durch diese Haltung den Run auf immer billigere Produkte aus. Und vernichten Arbeitsplätze in Europa....... Wir müssen uns von der Idee verabschieden, alles und mehr für wenig Geld zu bekommen.
Pierre, nachdenklich
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Freitag 24. April 2009, 00:04
von Teutonius
(Christliche) Ethik und Geschäft sind nicht nur schwer vereinbar - nein, sie schließen einander aus!
Wer Geschäfte macht, ist (logischerweise) auf den eigenen Vorteil aus, also jednfalls nicht um das Wohl seines Nächsten bekümert!? Wie christlich kann so jemand sein???
Gewinn machen kann man nur, wenn man dem Kunden mehr abverlangt, als die Ware (im Einkauf) wert "war"!
Ist das "ehrlich"?
Oder vorgedruckte durchgestrichene Preise etikettieren, darf man das?
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Freitag 24. April 2009, 00:13
von Edi
pierre10 hat geschrieben:Denn wenn Mensch immer wieder versucht, möglichst billig an möglichst viele Waren zu kommen, dann lösen wir durch diese Haltung den Run auf immer billigere Produkte aus. Und vernichten Arbeitsplätze in Europa....... Wir müssen uns von der Idee verabschieden, alles und mehr für wenig Geld zu bekommen.
Das Billigeinkaufen hat seit vielen Jahren Arbeitsplätze in Europa vernichtet, ganze Industrien wie u.a. die Hersteller von Kleidung sind nach Ostasien abgewandert und das geht weiter so.
Andererseits: wie soll ein HartzIV-Empfänger leben können, wenn er nicht billigst einkauft? Billigst einkaufen vernichtet hier Arbeitsplätze und die Arbeitslosen sind gezwungen nach billigen Produkten zu suchen, ein Teufelskreis. Die Aldis und andere Supermärkte drücken wiederum die Preise ihrer Lieferanten, die dann gezwungen sind, im Ausland Rohstoffe zu kaufen, so geht es fort.
Re: Wirtschaft und Ethik
Verfasst: Freitag 24. April 2009, 00:25
von Teutonius
Diese Preisdrückerei kommt natürlich daher, daß de EU (zu viele) Länder aufgenommen hat, die nicht einmal halbwegs französischen oder deutschen Lebensstandard haben, nur um der Absatzmärkte und billigen Arbeitskräfte willen... dabei können sich die Leute dort sowieso keine deutsche Importware leisten! Also nutzen viele die gewährte Freizügigkeit und kommen nach Westeuropa zum Geldverdienen. Das drückt das Lohn-Nivo und die Stückkosten, also auch den Verkaufspreis...