asderrix hat geschrieben:Johaennschen hat geschrieben:
Hier wird klar gesagt, das Nichtglauben das einzige ist, was zur Verdammung führt, nicht aber Nichtgetauft sein.
Wieviele Fehler sind in diesem Satz?
Inhaltlich kein einziger...
Naja.
Jetzt mal etwas abstrakter. Es ist gesagt: "Wenn
a und
b, dann
c. Wenn nicht
a, dann auch nicht
c."
Deine Schlüsse daraus: (i) "Einzig wenn nicht
a, nur dann auch nicht
c" und (ii) "Wenn nicht
b, dann trotzdem
c".
Zu (i): Es könnte ein weiteres
d existieren, aus dem ebenfalls folgt, daß nicht
c. Etwa wenn es an anderem Ort genannt ist, nicht hier.*
Selbst wenn nicht, würde trotzdem auch aus "nicht
b" "nicht
c" folgen, denn
a ^
b =>
c.
Daraus folgt klar, daß "ohne
b kein
c"
und "ohne
a kein
c", denn beide müssen sein, damit auch
c folgt.
Zu (ii): Das ist schlicht falsch. Begründung ist schon zu (i) geliefert.
* Was durchaus heißen würde, daß an dieser Stelle nicht alles gesagt ist, obwohl sie so daherkommt als ob. Die Schrift ist ja aber voll von solchen zusätzlichen "Verdammungstatbeständen".
Ich muß leider gestehen, daß ich nie Logik studiert habe. Was ich hier schreibe, sagt mir mein Verstand. Vielleicht ist meine Schlußweise formal ungültig, mag wohl sein können. Könnte sich vielleicht jemand mit einem Magister oder ähnlichem in Philosophie oder sonst jemand, der die alten Griechen auswendig kennt, sich dazu äußern, ob ich falsch liege oder ob asderrix falsch liegt. Wäre sehr nett.

Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht.
Nicolás Gómez Dávila