Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
Raphael

Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Raphael »

Aletheia hat geschrieben:Nein - ich bin zum Beispiel hier generell verdächtig gar nicht katholisch zu sein oder nicht richtig katholisch zu sein.
Das könnte bspw. an den mißverständlichen Formulierungen Deinerseits liegen oder aber auch an der voreingenommenen Rezeption derer, die Deine Beiträge lesen.
Aletheia hat geschrieben:Damit muss man leben - wobei mein Fall ja harmlos ist und heutzutage auch nicht mehr mit dem Scheiterhaufen geahndet wird. Aber früher - so sagt man mir gelegentlich - wäre ich wohl verbrannt worden.
Im Falle des Holocaust liegen die Dinge ein wenig komplizierter. Hier haben wir ja eine traditionelle Haltung von Katholiken gegenüber den Andersgläubigen und dann speziell den Juden, die bei den anderen den Teufel sieht und sich "redlich" bemüht ihn dort auszutreiben. Das erinnert eben an manche evangelikale Vorstellungen vom Christsein. Da gibt es auch eine spezifische Jundenfeindlichkeit.

Und das hat nun das 2. Vat. Konzil mit seinem Dokument über die Religionsfreiheit versucht deutlich auszubremsen. Wie ich nun hier eben auch erfahre gibt es doch viel mehr Katholiken, die mit dieser Freiheit und mit ihrem Verhältnis zu anderen nicht-christlichen Religionen und deren Gläubigen, Probleme haben.
Ich finde es daher sinnvoller, anstatt über diese Bruderschaft und andere Gemeinschaften zu streiten und dann über Personen zu urteilen, über die Konzils-Dokumente zu diskutieren. Und da sollten wir mit "Nostra aetate" - In unserer Zeit - beginnen und auch die Geschichte dieses Dokumentes und seiner Interpretation einfliessen lassen.
Das katholische Christsein ist nicht so bekennerhaft ausgestaltet, wie dies bei den konfessionsgebundenen (sic!) Gemeinschaften der Fall ist. Der katholische Glaube ist ein "Sowohl-als-auch"-Glaube:
- Glaube und Werke
- Gott und Mensch
- Mutter und Jungfrau
- Himmel und Erde
- Tod und Auferstehung

In dem Moment jedoch, wo der Auftrag Jesu an SEINE Kirche in Frage gestellt wird, bekennt sich auch der Katholik ohne wenn und aber!

Wer nun Nostra Aetate so liest, als wenn die katholische Kirche mit Nostra Aetate ihren Alleinvertretungsanspruch aufgegeben hätte, liest Nostra Aetate falsch.
An dieser Stelle sollte man die Erklärung DOMINUS JESUS zur Hand nehmen, in der eindeutiger formuliert ist.
Zuletzt geändert von Raphael am Dienstag 10. Februar 2009, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.

conscientia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von conscientia »

Raphael hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:
conscientia hat geschrieben: Im Übrigen freue ich mich, dass es hier im Forum - Beispiel incarnata - nicht nur Leute gibt, die meinen, Bf. Williamson beinahe bedingungslos verteidigen zu müssen.
Oha, eine gewaltige Unterstellung, die da so nett verpackt den Forumsmitgliedern zugemutet wird.

Ich meine alle Beiträge in diesem Thread gelesen zu haben, aber zu dem Schluss es gäbe hier Leute die meinen, Bischof Williamson beinahe bedingungslos verteidigen zu müssen bin ich nicht gekommen.

Was bewegt Dich zu dieser Annahme?
Nun, das mit den generellen Verdächtigungen greift um sich!

Wenn man bei der Deutschen Bahn arbeitet, ist man generell verdächtig, den Arbeitgeber bescheissen zu wollen.
Daher ist ja auch der Abgleich der Kontoinformationen von Mitarbeitern und Lieferanten gerechtfertigt.

Wenn man in einem katholisch-traditionell angehauchten Forum seine Beiträge publiziert, ist man generell verdächtig, den Holocaust zu leugnen. Ist doch klar, oder?
Ein letztes Wort zur Sache, das nichts mehr: Was bewegt mich zur oben formulierten Annahme? Ich verzichte auf eine tiefgreifende Textanalyse. Immer wieder Äußerungen dahingehend zu lesen, man müsse Bf. Williamsons Spiegel-online-Interview unbedingt lesen, das Interview sei sehr gut usw. - das erzeugt bei mir nicht unbedingt die Erkenntnis, das Personen Bf. Williamson gegenüber kritisch eingestellt sind. Daher handelt es sich meinerseits nicht um einen Verdacht, eine generelle Verdächtigung, eher um eine Beobachtung.

Hat denn eine Person, die regelmäßig die Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt hört, jemals hier zugegeben, dass Bf. Williamson a) inhaltlich etwas verrannt hat - sowohl anno 1988 als auch 2008 -, oder - wenigstens -, b) dass er dem liturgiebezogenen Grundanliegen der Anhänger der Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt durch das Interview, das er gegeben hat, ganz gehörig geschadet hat. Letztendlich hat er doch, das wird man zugeben müssen, seiner Sache, der FSSPX und auch dem Papst ganz gehörig einen in den Kaffee getan, um nicht zu sagen: ins Bein geschossen. Oder sehe ich das falsch?

Gruß
c.,
dem Gewerkschaftsflügel der Union zugehörend, also hoffentlich hinreichend schwarz.

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julius echter
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von julius echter »

Bezogen auf Julius Echter würde mich allerdings interessieren, zu welcher Beurteilung das Forum in Bezug auf die Masse und die Qualität seiner Beiträge kommen würde. Ob das Urteil ebenfalls vernichtend ausfallen könnte wie Julius Echters getroffene Verurteilungen?

Gruß, ad_hoc
Hier nochmal der entsprechende Link: http://www.kath.net/detail.php?id=2265

Und aus dem kann man ersehen, wenn man es auch will, dass diese Beurteilung nicht von mir stammt; ich schliesse mich dem Urteil nur Voll und Ganz an
Meine Beiträge kann man kritisieren, aber ich finde es unhöflich die Masse zu monieren; hier Forum gibt es genug Personen die wesentliche mehr Beiträge eingestellt haben und desen Qualität auch monierbar sind.
Honi soit qui mal y pense

Albert
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Albert »

Raphael hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:Nein - ich bin zum Beispiel hier generell verdächtig gar nicht katholisch zu sein oder nicht richtig katholisch zu sein.
Das könnte bspw. an den mißverständlichen Formulierungen Deinerseits liegen oder aber auch an der voreingenommenen Rezeption derer, die Deine Beiträge lesen.
Aletheia hat geschrieben:Damit muss man leben - wobei mein Fall ja harmlos ist und heutzutage auch nicht mehr mit dem Scheiterhaufen geahndet wird. Aber früher - so sagt man mir gelegentlich - wäre ich wohl verbrannt worden.
Im Falle des Holocaust liegen die Dinge ein wenig komplizierter. Hier haben wir ja eine traditionelle Haltung von Katholiken gegenüber den Andersgläubigen und dann speziell den Juden, die bei den anderen den Teufel sieht und sich "redlich" bemüht ihn dort auszutreiben. Das erinnert eben an manche evangelikale Vorstellungen vom Christsein. Da gibt es auch eine spezifische Jundenfeindlichkeit.

Und das hat nun das 2. Vat. Konzil mit seinem Dokument über die Religionsfreiheit versucht deutlich auszubremsen. Wie ich nun hier eben auch erfahre gibt es doch viel mehr Katholiken, die mit dieser Freiheit und mit ihrem Verhältnis zu anderen nicht-christlichen Religionen und deren Gläubigen, Probleme haben.
Ich finde es daher sinnvoller, anstatt über diese Bruderschaft und andere Gemeinschaften zu streiten und dann über Personen zu urteilen, über die Konzils-Dokumente zu diskutieren. Und da sollten wir mit "Nostra aetate" - In unserer Zeit - beginnen und auch die Geschichte dieses Dokumentes und seiner Interpretation einfliessen lassen.
Das katholische Christsein ist nicht so bekennerhaft ausgestaltet, wie dies bei den konfessionsgebundenen (sic!) Gemeinschaften der Fall ist. Der katholische Glaube ist ein "Sowohl-als-auch"-Glaube:
- Glaube und Werke
- Gott und Mensch
- Mutter und Jungfrau
- Himmel und Erde
- Tod und Auferstehung

In dem Moment jedoch, wo der Auftrag Jesu an SEINE Kirche in Frage gestellt wird, bekennt sich auch der Katholik ohne wenn und aber!

Wer nun Nostra Aetate so liest, als wenn die katholische Kirche mit Nostra Aetate ihren Alleinvertretungsanspruch aufgegeben hätte, liest Nostra Aetate falsch.
An dieser Stelle sollte man die Erklärung DOMINUS JESUS zur Hand nehmen, in der eindeutiger formuliert ist.
Dem ist wirklich nichts mehr hinzuzufügen.

Grüße,
Albert

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

Das sehe ich auch so und was mir an diesen ganzen öffentlichen Debatten sehr gut gefallen hat, dass sich so viele aus den Medien zu ihrem Glauben, zur Kirche und auch zu Christus bekannt haben.

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lifestylekatholik
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von lifestylekatholik »

conscientia hat geschrieben:Hat denn eine Person, die regelmäßig die Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt hört, jemals hier zugegeben, dass Bf. Williamson a) inhaltlich etwas verrannt hat - sowohl anno 1988 als auch 2008 -, oder - wenigstens -, b) dass er dem liturgiebezogenen Grundanliegen der Anhänger der Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt durch das Interview, das er gegeben hat, ganz gehörig geschadet hat.
Ja. Geh zurück auf die ersten Dutzend Seiten dieses Strangs, da findest du genug entsprechende Äußerungen. Ich hatte ein paar Zitate rausgesucht, aber dann die falsche Taste gedrückt und alles zurückgesetzt.

@me: :patsch:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Raphael

Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Raphael »

Aletheia hat geschrieben:Das sehe ich auch so.....
Das überrascht mich jetzt ein "stückweit", da Du Dich in den bisherigen Beiträgen doch eher vage auszudrücken pflegtest.
Aletheia hat geschrieben:und was mir an diesen ganzen öffentlichen Debatten sehr gut gefallen hat, dass sich so viele aus den Medien zu ihrem Glauben, zur Kirche und auch zu Christus bekannt haben.
Da gab es wohl drei Gruppen von Meinungsäußerungen:
1) Den Papst unterstützende Stimmen (bspw. der französische Bischof Hippolyte Simon)
2) Die Ja-Aber-Fraktion
3) Die kirchenfeindlichen Äußerungen

Die Gruppe 3 würde ich noch einmal unterteilen in:
a) die Uninformierten/Desinteressierten
b) die Bösartigen

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

Raphael hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:Das sehe ich auch so.....
Das überrascht mich jetzt ein "stückweit", da Du Dich in den bisherigen Beiträgen doch eher vage auszudrücken pflegtest.
Freut mich, dass ich dich überraschen konnte :)
Raphael hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:und was mir an diesen ganzen öffentlichen Debatten sehr gut gefallen hat, dass sich so viele aus den Medien zu ihrem Glauben, zur Kirche und auch zu Christus bekannt haben.
Da gab es wohl drei Gruppen von Meinungsäußerungen:
1) Den Papst unterstützende Stimmen (bspw. der französische Bischof Hippolyte Simon)
2) Die Ja-Aber-Fraktion
3) Die kirchenfeindlichen Äußerungen

Die Gruppe 3 würde ich noch einmal unterteilen in:
a) die Uninformierten/Desinteressierten
b) die Bösartigen
Wie auch immer - bekannt haben sie sich und somit sind sie auch "bekannt".
Ich will die Bekenntnisse nun nicht bewerten, denn diese Wertung steht doch auch
wieder in einem Werte-Zusammenhang.
Ich stelle nur fest, dass ich in keiner deiner Schubladen bin. :blinker:

Raphael

Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Raphael »

Einst schrieb von Bischof Fulton Sheen † diesen offenen Brief:
An die Modernen

Die fünfte Gruppe mit einer deutlichen Reaktion auf die Religion sind die Modernen. Die Modernen sind jene, die an die Mäßigung glauben. Sie hassen Übermaß im Guten wie im Schlechten. Kompromiß ist für sie das Wesen des Lebens; sie sind aufgeschlossen - in der Tat so aufgeschlossen, daß sie niemals zu einem endgültigen Schluß über etwas absolut Richtiges und Wahres kommen; sie sind, was die Schrift „lau“ nennt, aber sie nennen sich lieber großzügig.
Nach den Normen der Welt sind die Modernen gute Menschen. Sie lassen ihre Töchter in Kirchen heiraten, in denen sie nie getauft wurden. Sie lieben den Ostergottesdienst und vor allem die anschließende Modenschau auf der Promenade; in Diskussionen meinen sie, man könne ziemlich sicher für die Existenz einer Macht hinter dem Universum sprechen.
Sie lesen jährlich sieben Bücher, lauter Romane, die sie wählten, weil so viel Propaganda dafür gemacht wurde und weil der Nachbar sie las; sie arbeiten in Krankenhausausschüssen, in Eltern-Lehrer-Vereinigungen und spenden für die Geburtenkontrollkliniken und die Auslandshilfe. Aber immer innerhalb der von der Einkommensteuer gezogenen Grenzen.
Sie schicken ihre Kinder in die besten Schulen, die sie sich leisten können; sie schicken sie nie in die Kirche, aber lassen sie wenigstens zweimal in der Woche ins Kino gehen. Ihre Politik beziehen sie von einem Radiokommentator; ihre Wirtschaftskenntnisse von ihrem Sohn, der ein Jahr lang einen marxistischen Professor im College hörte. Sie meinen, es gäbe zu viele Scheidungen, aber schließlich leben wir auch nicht mehr im Mittelalter; sie glauben, daß die Mehrheit immer recht hat, daß die Religion Gefühl und Symbolik ins Leben bringt - mit einem Wort, sie sind das, was ihre Nachbarn als „gute Menschen“ bezeichnen würden.
Ihre Worte sind korrekt, ihr Benehmen höflich; sie wollen anderen keinen Schmerz bereiten; Verschwendung mißbilligen sie offen, und Fluchen ist vulgär - es sind eben die guten Modernen.
Da sie skeptisch sind und die Existenz der Wahrheit bezweifeln, sehen sie in der Begeisterung für Religion eine Narrheit. Religion ist für sie mehr Gelegenheit zum Spott als zur Bekehrung. Sie rühmen sich ihrer Objektivität, doch diese besteht nur darin, daß sie alle Planeten überblicken, aber sich auf keinem niederlassen.
Sie lieben die Suche nach der Wahrheit, vermeiden aber peinlich die Verantwortung, sie zu finden; sie wollen in allen Klassen Zuhörer, aber in keiner Schüler sein; sie finden es leichter zu zweifeln, als zu prüfen.
Nie wollen sie wissen, was recht und unrecht ist, sondern nur, ob etwas „fortschrittlich“ oder „reaktionär“, „liberal“ oder „zeitgemäß“ ist. Sie machen gern Unterschiede zwischen dem historischen Jesus und dem Christus bei Paulus und sagen, morgen schon wären sie Christen, wenn all die „Hinzufügungen und Verdrehungen“ beseitigt würden. Sie wählten den Beruf im Leben, bei dem es keine Lehrzeit gibt - die unverbindliche Kritik.
Geschäftliche Transaktionen, Kapitalspekulationen, die flüchtigen Tagesereignisse, die oberflächliche Weisheit der Kommentatoren, all dies findet einen direkten Weg in ihr Herz. Aber Religion bedrückt sie, wenn kein Spaß dabei ist. Sie sagen, Religion stimme sie melancholisch, und sie wollten sich entspannen.
Wie reagieren nun diese Modernen auf das Kreuz? Wir brauchen nur ihre Vorläufer zu betrachten, die das fünfte Wort an das Kreuz richteten.
Das Evangelium nennt sie jene, „die dort standen“. Diese ersten Modernen machten sich gern ein Späßchen auf Kosten der Religion. Gelegenheit dazu gab das vierte Wort unseres Herrn am Kreuz: „Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?“ Er sprach hebräisch: „Eli, Eli, Lemma Sabachthani.“
Die dort standen, wußten sehr wohl, was er meinte. Aber für die Spötter war es eine wundervolle Gelegenheit zu einem Witz. Sie taten so, als verständen sie „Eloi“ statt „Eli“, das heißt „Elias“ statt „Gott“, und sagten: „Er ruft dem Elias“ - „Warte, wir wollen sehen, ob Elias wirklich kommt, ihn zu retten“ (Mt 27, 47-49; Mk 15, 34-36). Die Spitze dabei ist, daß sie den, der sich rühmte, der Messias zu sein, einen Mann rufen ließen, der vor dem Messias kommen mußte.
Es war die typische Haltung vieler, die glauben, Religion bedeute etwas anderes, als es tatsächlich der Fall ist. Sie verwechseln Eloi mit Eli und Elias mit Gott, Religion mit Sozialarbeit, Betrachtung mit Träumen, Kasteiung mit Krankhaftigkeit, Beichte mit Psychoanalyse und das Papsttum mit Politik. Die Dilettanten und die Modernen denken immer, wir riefen den Elias, wenn wir in Wirklichkeit Gott rufen.


Auf welchem Planeten hast Du Dich niedergelassen, aletheia?

civilisation
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von civilisation »

Und nun muß auch noch der Hl. Papst Pius X. dran glauben:

http://einestages.spiegel.de/static/top ... ition.html
In unseliger Tradition

So tickt der Orden von Holocaust-Leugner Williamson: Schon Papst Pius X., der Ordenspatron der Piusbrüder war ein Erzkonservativer. Er erklärte Wissenschaftler zu Ketzern und Protestanten zu Feinden Christi - trotzdem ist er der einzige Papst der Neuzeit, der zum Heiligen erklärt wurde. René Schlott
Der Spiegel scheut auch keine Mühen, Historiker anzuführen und kommt dann zur Conclusio:
In der Kirchengeschichtsschreibung ist man sich heute weitgehend einig in der negativen Beurteilung des Pontifikats von Pius' X. Trotz einiger von ihm angestoßenen innerkirchlichen Reformen, so die nahezu einhellige Meinung, habe es die Kirche hinter die Öffnungsbemühungen seines Vorgängers Leo XIII. zurückgeführt. "Starrheit und Rigorimus" sieht Papstkenner Jean Matthieu-Rosay bei Pius am Werk, ein "Zurück zur autoritären Defensive" der Bonner Historiker Rudolf Lill und "Antimodernistische Hexenjagd" der Kirchengeschichtler Josef Gelmi aus Brixen, um nur einige bezeichnende Urteile von Fachleuten zu nennen.


Ich kann gar nicht genug essen, wie ich :kotz: könnte. :daumen-runter: :motz:

ad_hoc
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von ad_hoc »

Auf welchem Planeten hast Du Dich niedergelassen, aletheia?
Sie lebt in dieser Welt, da habe ich keine Zweifel. Aber sie hat ein verändertes Weltbild und vermutlich nicht zufällig entspricht es der politischen und religiösen correctness, dem also, was der trägen gesteuerten Masse entspricht, die sich gerne steuern läßt und ohne zu prüfen, wer diese sind, die da steuern. Wobei ich ihr gar nicht den guten Willen absprechen will, der bei aller erkennbaren Bildung und sonstiger Wissensinhalte zumindest nicht das eigentliche Wesen des Glaubens erkannt zu haben scheint.

In diesem Zusammenhang hat conscientia einen sehr schönen Satz gesagt, der hier wiederholt sei:
"Fürs erste möchte ich die am Forum Teilnehmenden einladen, lediglich zu beten - für Papst, Bischöfe, Pfarrer, die ganze Kirche - ohne dem großen Gott vorzuschreiben, was er zu tun hat. Wer weiß, wohin er uns führt...."


Williamson übrigens, wird in seinen verhängnisvollen und unbedachten Äußerungen tatsächlich zu Recht von niemandem verteidigt. Es ist ja auch richtig: Jemand, der im öffentlichen Leben steht und eine Funktion inne hat, muß ständig überlegen, was und wie er der Öffentlichkeit herüberbringt.

Lehmann, der sich in der Sendung gestern Abend bei Beckmann köstlich darüber amüsierte, als er mit den Aussagen der Piusbruderschaft bzgl. seiner "veränderten Kirche" und des Zufriedenseins über sein Abtreten als Vorsitzender der DBK konfrontiert wurde (er hat sich übrigens die ersten 20 Minuten ganz manierlich ausgedrückt, bevor er dann zur Polemik zurückfand), gab seinem Entsetzen darüber schließlich doch Ausdruck, als er sich über die Aussage des Bischofs Williamson mokierte, der zunächst weitere Quellen studieren wollte, bevor er seine Aussage zurücknehmen könne.
Ja was denn: Wie man es macht, ist es falsch. Hätte er seine Äußerungen sofort zurückgenommen, würde man ihn beschuldigt haben, nur einer Pflicht nachgekommen zu sein, im Innersten würde er aber bei seiner Meinung verbleiben. Jetzt, da er Informationen einholen will, wird ihm auch das nachgetragen.
Ein weiterer Bonmot in dieser Runde war auch die Antwort Lehmanns, als er feststellte, dass Bischof Williamson mit seiner erneuten Exkommunikation rechnen müsse, würde er seine Aussagen nicht widerrufen. Auf die erweiterte Frage Beckmanns, ob dies denn tatsächlich möglich sei, antworte Lehmann sinngemäß etwa: Aber klar doch, das ist überhaupt kein Problem.

Dass andererseits Williamson ein vorbildlicher Mann des Glaubens ist, ist vollkommen nebensächlich. In dieser Eigenschaft, des Glaubens also, ist er mir lieber als die DBK einschl. 125 Lehmanns und Zollitschs.

Hallo Julius Echter. Keine Bange. Ich habe Dich nicht vergessen. Meine Antwort findest Du als PN.

Gruß, ad_hoc
Zuletzt geändert von ad_hoc am Dienstag 10. Februar 2009, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)

Paul Heliosch
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Paul Heliosch »

civilisation hat geschrieben:Und nun muß auch noch der Hl. Papst Pius X. dran glauben:

http://einestages.spiegel.de/static/top ... ition.html

...
Wer jedoch bis zum Schlusssatz ausgehalten hat, hört eine unerwartete Referenz - gänzlich ohne Konjunktiv:
Der Spiegel hat geschrieben:"Weil sich seine Seele in seltener Reinheit dem himmlischen Bräutigam vermählt hatte, blühen nun bis in diese vergängliche und arme Erde hinab die Rosen des Hohenliedes, strömt für den gläubigen Sinn seiner Verehrer noch aus seinen Gebeinen etwas vom Wohlgeruch seiner Tugenden."

ad_hoc
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von ad_hoc »

Selbst die größten Gegner kommen von Zeit zu Zeit an der Wahrheit, der richtigen Erkenntnis, nicht vorbei. :)

Gruß, ad_hoc
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maliems
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von maliems »

Aletheia hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:Im Spiegel ist ein Interview in dem Bischof Williamson vernünftige Antworten auf teilweise weniger vernünftige Fragen gibt.
Das sollte jeder lesen.
Damit der Leser die Häufung von Plattheiten erkennt.
platt ist da nichts.

maliems
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von maliems »

conscientia hat geschrieben: Hat denn eine Person, die regelmäßig die Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt hört, jemals hier zugegeben, dass Bf. Williamson a) inhaltlich etwas verrannt hat - sowohl anno 1988 als auch 2008 -, oder - wenigstens -, b) dass er dem liturgiebezogenen Grundanliegen der Anhänger der Messe in ihrer außerordentlichen Gestalt durch das Interview, das er gegeben hat, ganz gehörig geschadet hat.
ich glaube schon. lies mal!

Raimund J.
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Raimund J. »

Raphael hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:und was mir an diesen ganzen öffentlichen Debatten sehr gut gefallen hat, dass sich so viele aus den Medien zu ihrem Glauben, zur Kirche und auch zu Christus bekannt haben.
Da gab es wohl drei Gruppen von Meinungsäußerungen:
1) Den Papst unterstützende Stimmen (bspw. der französische Bischof Hippolyte Simon)
2) Die Ja-Aber-Fraktion
3) Die kirchenfeindlichen Äußerungen

Die Gruppe 3 würde ich noch einmal unterteilen in:
a) die Uninformierten/Desinteressierten
b) die Bösartigen
Vgl. Das Evangelium nach Matthäus, Kapitel 15

7 Ihr Heuchler! Der Prophet Jesaja hatte Recht, als er über euch sagte:
8 Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, / sein Herz aber ist weit weg von mir.
9 Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; / was sie lehren, sind Satzungen von Menschen.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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tantum ergo
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von tantum ergo »

maliems hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Leguan hat geschrieben:Im Spiegel ist ein Interview in dem Bischof Williamson vernünftige Antworten auf teilweise weniger vernünftige Fragen gibt.
Das sollte jeder lesen.
Damit der Leser die Häufung von Plattheiten erkennt.
platt ist da nichts.
Ich musste mich beruflich bedingt in den letzten Tagen zurückhalten und sehe mich nun nicht in der Lage alles nachzulesen, was zwischenzeitlich hier gepostet wurde, steige also hier wieder ein und bitte um Verständnis, falls ich einen Kommentar übersehen haben sollte.

Und ich muss sagen: wenn man versucht, ganz ohne Vorkenntnisse, was Williamson in anderem Zusammenhang vielleicht schon mal gesagt haben mag (möglicherweise aus dem Zusammenhang gerissen kolportiert), dieses Interview zu lesen, entsteht bei mir der positive Eindruck eines konservativen und um den Glauben besorgten Katholiken. Ich finde jedenfalls in dem Interview keinen Satz, von dem ich nicht entweder sagen könnte, dass er stimmt oder (!) einer von ihm selbst in Frage gestellten persönlichen Meinung oder einem solchen Geschichtsbild entspringt.

Das kann nun auch der Wolf im Schafspelz sein (Spekulation!), aber die hier gelieferten Antworten entspringen m.E. einem jahrzentelangen Ringen um die Wahrheit. DAS allerdings ist nicht medientauglich, denn keine Schlagzeile wehrt.

Was bleibt, ist das Thema "Holocausleugnung" selbst, das mit sovielen Emotionen belastet ist, dass man sich fragen muss, ob es den Streit lohnt, es anzugehen oder nicht. Eine Antwort auf diese Frage habe ich noch nicht :achselzuck:

Und das schreibe ich als einer, der mit einiger Überzeugung in Vatikan-II-gerechte Messen geht, wenn sie denn entsprechend gefeiert werden und nicht im angeblichen "Geiste des Konzils" verhunzt wurden :kotz:

Gottes Segen,
tantum ergo
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49)

Christian
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Christian »

Hier aüßert sich Bischof Fellay. Demnach war Williams schon am 31 Januar von seinen Aufgaben im Pristerseminar entbunden. Bischof Fellay scheint nicht gerade begeistert gewesen zu sein als er von dem Interview hörte.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 83,.html
Erst das Lazarett zeigt was Krieg ist.
Erich Remaque

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

ad_hoc hat geschrieben:
Auf welchem Planeten hast Du Dich niedergelassen, aletheia?
Sie lebt in dieser Welt, da habe ich keine Zweifel. Aber sie hat ein verändertes Weltbild und vermutlich nicht zufällig entspricht es der politischen und religiösen correctness, dem also, was der trägen gesteuerten Masse entspricht, die sich gerne steuern läßt und ohne zu prüfen, wer diese sind, die da steuern. Wobei ich ihr gar nicht den guten Willen absprechen will, der bei aller erkennbaren Bildung und sonstiger Wissensinhalte zumindest nicht das eigentliche Wesen des Glaubens erkannt zu haben scheint.
Danke. Ich bin genau deswegen hier - um das eigentliche Wesen des Glaubens zu erkennen.
In diesem Zusammenhang hat conscientia einen sehr schönen Satz gesagt, der hier wiederholt sei:
"Fürs erste möchte ich die am Forum Teilnehmenden einladen, lediglich zu beten - für Papst, Bischöfe, Pfarrer, die ganze Kirche - ohne dem großen Gott vorzuschreiben, was er zu tun hat. Wer weiß, wohin er uns führt...."
Und ich schließe auch Williamson ganz bewußt in mein Gebet ein.
Williamson übrigens, wird in seinen verhängnisvollen und unbedachten Äußerungen tatsächlich zu Recht von niemandem verteidigt. Es ist ja auch richtig: Jemand, der im öffentlichen Leben steht und eine Funktion inne hat, muß ständig überlegen, was und wie er der Öffentlichkeit herüberbringt.
Wenn man 1970 katholisch wird und 1972 dann zur Pius-Bruderschaft kommt, dann vier Jahre dort studiert und DANN zum Bischof geweiht wird, wundere ich mich nicht mehr über sein Verständnis. Aber über Hoyos.
Lehmann, der sich in der Sendung gestern Abend bei Beckmann köstlich darüber amüsierte, als er mit den Aussagen der Piusbruderschaft bzgl. seiner "veränderten Kirche" und des Zufriedenseins über sein Abtreten als Vorsitzender der DBK konfrontiert wurde (er hat sich übrigens die ersten 20 Minuten ganz manierlich ausgedrückt, bevor er dann zur Polemik zurückfand), gab seinem Entsetzen darüber schließlich doch Ausdruck, als er sich über die Aussage des Bischofs Williamson mokierte, der zunächst weitere Quellen studieren wollte, bevor er seine Aussage zurücknehmen könne.
Ja was denn: Wie man es macht, ist es falsch. Hätte er seine Äußerungen sofort zurückgenommen, würde man ihn beschuldigt haben, nur einer Pflicht nachgekommen zu sein, im Innersten würde er aber bei seiner Meinung verbleiben. Jetzt, da er Informationen einholen will, wird ihm auch das nachgetragen.
Aber - weshalb musste er das in die Welt hinausposaunen? Weshalb hat er ein internet-blog? Kann man denn so - überhaupt eine Umkehr einleiten?
Ein weiterer Bonmot in dieser Runde war auch die Antwort Lehmanns, als er feststellte, dass Bischof Williamson mit seiner erneuten Exkommunikation rechnen müsse, würde er seine Aussagen nicht widerrufen. Auf die erweiterte Frage Beckmanns, ob dies denn tatsächlich möglich sei, antworte Lehmann sinngemäß etwa: Aber klar doch, das ist überhaupt kein Problem.

Dass andererseits Williamson ein vorbildlicher Mann des Glaubens ist, ist vollkommen nebensächlich. In dieser Eigenschaft, des Glaubens also, ist er mir lieber als die DBK einschl. 125 Lehmanns und Zollitschs.
Kennst du dich da im Kirchenrecht aus, dass eine erneute Exkommunikation ausgeschlossen ist?
Und wieso glaubst du, du wüsstest was Williamson glaubt? Niemand kann ihm ins Herz sehen. Ich kann ihn nach dem was er geäußert hat, also bekannt hat, nicht als vorbildlich ansehen. Ihm fehlt da schon mal die nötige Zurückhaltung, das Feingefühl und Fingerspitzengefühl, und da er wusste, was er da dann zum Besten gegeben hatte in seinem Interview, tja, da fehlte ihm seither die Bereitschaft zu sagen - es tut mir Leid.
Was ich interessant finde ist das Bild von Jona - er scheint sich wohl als der von Gott berufene Prophet zu halten - aber Jona verweigerte sich ja zunächst und wurde deshalb zur Gefahr - also irgendwas ist an diesem Bild merkwürdig.
Jona erhält einen Auftrag, die Leute von Ninive zur Umkehr aufzurufen - .
( Williamsons Berufung zur Pius-Bruderschaft?)
Jona weigert sich und versucht zu fliehen -
( weigert sich Williamson zur Kirche zurück zu kehren - ist das die Botschaft?)
Gott hindert ihn daran, in dem er einen Sturm schickt -
Jona erkennt die Vergeblichkeit seiner Flucht und fordert den Kapitän auf, ihn ins Meer zu schmeissen -
Er wird verschluckt und bleibt eine Weile in einem Wal -
(die Phase der Umkehr - jetzt bis x )
dann wird er wieder frei gelassen und geht nach Ninive.
(da werden wir aber alle das sehen .....)
Dann bekehren sich die Leute von Ninive und das prophezeite Unheil bleibt aus.
Jona ärgert sich, (weil die Leute jetzt glauben, er sei ein totaler Fehlgriff als Prophet ). Gott erklärt ihm die Sache :fieselschweif:
( der arme Jona-Williamson - hätte er doch einfacher haben können )

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

Christian hat geschrieben:Hier aüßert sich Bischof Fellay. Demnach war Williams schon am 31 Januar von seinen Aufgaben im Pristerseminar entbunden. Bischof Fellay scheint nicht gerade begeistert gewesen zu sein als er von dem Interview hörte.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 83,.html
Ein interessantes Interview - ich schlage vor sie suchen sich eine Insel und gründen einen katholischen Staat. Das was sie da sich ausdenken ist mit dem GG nicht vereinbar und auch nicht mit der EU.
Die DBK hat sich von kreuz.net entschieden distanziert.

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lifestylekatholik
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von lifestylekatholik »

Aletheia hat geschrieben: Und ich schließe auch Williamson ganz bewußt in mein Gebet ein.
Mit dieser Äußerung betreibst du doch -- im Gegensatz zu conscientia -- nur wieder Polemik. Du sagst doch damit nichts anderes als: Der brauchts besonders nötig.

Gerade diese unnötige Polemik enthielt der Anstoß von conscientia nicht.
Aletheia hat geschrieben: Kennst du dich da im Kirchenrecht aus, dass eine erneute Exkommunikation ausgeschlossen ist?
Die möglichen Gründe für eine Exkommunikation haben wir hier in diesem Strang mehrfach umfassend aufgezählt. Lesen bildet.
Aletheia hat geschrieben:und da er wusste, was er da dann zum Besten gegeben hatte in seinem Interview, tja, da fehlte ihm seither die Bereitschaft zu sagen - es tut mir Leid.
Bischof Williamson hat gesagt, es tut ihm Leid. Noch Ende Januar.

Staubkorn, bitte informiere dich, bevor du jemanden öffentlich verurteilst.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

lifestylekatholik hat geschrieben: Bischof Williamson hat gesagt, es tut ihm Leid. Noch Ende Januar.
Klar - den Brief an Hoyos kennen wir. Es tat ihm Leid, wegen dem Sturm - nicht wegen seiner Aussagen.
Staubkorn, bitte informiere dich, bevor du jemanden öffentlich verurteilst.
Ich bin zwar nicht Staubkorn - aber ich glaube nicht, dass Williamson von mir öffentlich verurteilt werden müsste. Ist er das nicht schon genügen?

Kilianus
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Kilianus »

Aletheia hat geschrieben: Ein interessantes Interview - ich schlage vor sie suchen sich eine Insel und gründen einen katholischen Staat. Das was sie da sich ausdenken ist mit dem GG nicht vereinbar und auch nicht mit der EU.
Was er da zum Verhältnis von Staat und Kirche sagt, löst bei mir auch keine Jubelstürme aus. Trotzdem würde ich für eine differenzierte Sicht plädieren. Mit Deiner brüsken Bewertung hast Du jedenfalls die Orthodoxie auch zum Verfassungsfeind erklärt.

Mit seinem Burka-Kreuz-Vergleich weist Williamson ja auf ein reales Problem hin. Lassen wir mal das Kreuz außen vor: Wer in staatlichen Einrichtungen die Burka verbietet, muß - bei völliger Neutralität - eben auch die Kippa verbieten.

De facto haben wir in Deutschland aber nach wie vor eine "hinkende Trennung" von Staat und Kirche (Stichwort: Kirchensteuer; Religionsunterricht; theologische Fakultäten) und damit einige privilegierte Religionsgemeinschaften.

In anderen EU-Staaten ist die Lage ähnlich, wenn auch in etwas anderer Ausgestaltung. Ich verweise nur auf die Stellung der anglikanischen Kirche im Vereinigten Königreich. Der Verweis auf GG und EU greift damit zu kurz.

"Saubere" Lösungen für das Problem gibt es nicht. Jedenfalls nicht vor dem Hintergrund der berühmten Voraussetzungen, auf die eine freiheitlich-demokratische Grundordnung aufbaut, ohne sie selbst schaffen zu können. Es gibt sie auch deshalb nicht, weil der Gedanke einer Trennung von Staat und Kirche - bzw. die Zuweisung der jeweiligen Aufgabenbereiche - selbst schon wieder nur auf dem Boden einer Kultur funktioniert, die von einer bestimmten Religion geprägt ist. Wie schwierig die Abgrenzung ist, sehen wir in Deutschland schon bei der Frage nach der Zuständigkeit für die Eheschließung.

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lifestylekatholik
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von lifestylekatholik »

Aletheia hat geschrieben:Klar - den Brief an Hoyos kennen wir. Es tat ihm Leid, wegen dem Sturm - nicht wegen seiner Aussagen.
Lethe, du hast eben noch geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:Niemand kann ihm ins Herz sehen.
Aletheia hat geschrieben:ich glaube nicht, dass Williamson von mir öffentlich verurteilt werden müsste. Ist er das nicht schon genügen?
Meinst du, wenn die Öffentlichkeit jemanden zum Buhmann gemacht hat, darf man ohne Bedenken mit auf ihn eindreschen? Lethe, erkenne Christus auch in dem geringsten Menschen und gib acht, dass du nicht mit in der johlenden Menge vor Pilatus stehst.

At illi succlamabant, dicentes: Crucifige, crucifige eum!
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Kilianus
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Kilianus »

lifestylekatholik hat geschrieben: Meinst du, wenn die Öffentlichkeit jemanden zum Buhmann gemacht hat, darf man ohne Bedenken mit auf ihn eindreschen? Lethe, erkenne Christus auch in dem geringsten Menschen und gib acht, dass du nicht mit in der johlenden Menge vor Pilatus stehst.

At illi succlamabant, dicentes: Crucifige, crucifige eum!
Also, mit Verlaub: Nur weil die Öffentlichkeit auf W. eindrischt, heißt das noch nicht, daß er jeder Kritik von "unserer" Seite entzogen wäre. Er kann hier genauso heftig kritisiert werden, wie es anderen Personen hier auch schon passiert ist, mochten sie nun Hans Küng, Karl Lehmann, Wolfgang Huber oder Clemens Bittlinger heißen.

Wenn jemand im öffentlichen Kreuzfeuer steht, kann das eine Ecce-Homo-Situation sein. Muß aber nicht.

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lifestylekatholik
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von lifestylekatholik »

Kilianus hat geschrieben:Also, mit Verlaub: Nur weil die Öffentlichkeit auf W. eindrischt, heißt das noch nicht, daß er jeder Kritik von "unserer" Seite entzogen wäre. Er kann hier genauso heftig kritisiert werden, wie es anderen Personen hier auch schon passiert ist, mochten sie nun Hans Küng, Karl Lehmann, Wolfgang Huber oder Clemens Bittlinger heißen.
Richtig, volle Zustimmung. Ich habe auch in keiner Weise behauptet, es dürfe ihn keiner kritisieren. Bitte genau lesen.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Aletheia
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Aletheia »

Kilianus hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben: Ein interessantes Interview - ich schlage vor sie suchen sich eine Insel und gründen einen katholischen Staat. Das was sie da sich ausdenken ist mit dem GG nicht vereinbar und auch nicht mit der EU.
Was er da zum Verhältnis von Staat und Kirche sagt, löst bei mir auch keine Jubelstürme aus. Trotzdem würde ich für eine differenzierte Sicht plädieren. Mit Deiner brüsken Bewertung hast Du jedenfalls die Orthodoxie auch zum Verfassungsfeind erklärt.

Mit seinem Burka-Kreuz-Vergleich weist Williamson ja auf ein reales Problem hin. Lassen wir mal das Kreuz außen vor: Wer in staatlichen Einrichtungen die Burka verbietet, muß - bei völliger Neutralität - eben auch die Kippa verbieten.
Zunächst haben wir hinsichtlich der Schulen die Länderverantwortung und auch da sind die Landesverfassungen zu beachten. In NRW sind religiöse Symbole für öffentliche Schulen und für die Lehrer verboten - Kopftuch, Kippa etc. Da gibt es auch bereits Urteile. Das müsste ich jetzt nachprüfen.
Burka ist da gar kein Thema - das könnte auch bald im Rahmen eines generellen Vermummungsverbotes verboten werden.
Dagegen kann natürlich für jede Religionsgemeinschaft eine private Schule gegründet werden, die dann auch finanziell durch den Staat unterstützt wird - allerdings kann das auch zu Problemen führen, wenn da bestimmte Lehrplan-Vorstellungen nicht beachtet werden.
Gegenwärtig haben wir z.B. eine Auseinandersetzung wegen Schwimmen und Schulfahrten und diese werden wohl auch durchgesetzt, so dass muslimische Mädchen schwimmen lernen müssen - gemeinsam mit allen.
Dann haben wir eine Klage wegen eines Schulgebets, gegen das sich Eltern zur Wehr setzen. Man muss auch sehen, dass die Schulversammlung diese Fragen von Kleidung der Schüler regeln kann und da wird hier immer häufiger auf Schuluniformen ausgewichen. Da müssen dann die Burka-Mädchen eben auch diese Uniform tragen.

De facto haben wir in Deutschland aber nach wie vor eine "hinkende Trennung" von Staat und Kirche (Stichwort: Kirchensteuer; Religionsunterricht; theologische Fakultäten) und damit einige privilegierte Religionsgemeinschaften.
Richtig - und wenn man hier eine gleichere Verteilung der Privilegien anstrebt, seitens z.B. der Muslime, dann wird das eben für alle weniger Privilegien geben. Wir haben ja auch Diskussionen, ob man nicht statt der Kirchensteuer eine Kultursteuer einführt, für alle unabhängig der Religionszugehörigkeit.
In anderen EU-Staaten ist die Lage ähnlich, wenn auch in etwas anderer Ausgestaltung. Ich verweise nur auf die Stellung der anglikanischen Kirche im Vereinigten Königreich. Der Verweis auf GG und EU greift damit zu kurz.
In England gibt es kein GG und in der EU auch nicht. Die Kirche von England ist Staatskirche, aber die Schulen sind entweder öffentliche, ohne religiösen Bezug oder private. Und dazu gehören eben auch die Schulen der anglikanischen Kirche.
Da diese Schulen nicht gerade billig sind, gibt es daher auch nur bestimmte soziale Strukturen.
Die EU habe ich nur hinsichtlich der Beitrittsfrage der Türkei erwähnt. Da hatten wir ja den Verfassungsstreit über den Bezug zum Christentum.
"Saubere" Lösungen für das Problem gibt es nicht. Jedenfalls nicht vor dem Hintergrund der berühmten Voraussetzungen, auf die eine freiheitlich-demokratische Grundordnung aufbaut, ohne sie selbst schaffen zu können. Es gibt sie auch deshalb nicht, weil der Gedanke einer Trennung von Staat und Kirche - bzw. die Zuweisung der jeweiligen Aufgabenbereiche - selbst schon wieder nur auf dem Boden einer Kultur funktioniert, die von einer bestimmten Religion geprägt ist. Wie schwierig die Abgrenzung ist, sehen wir in Deutschland schon bei der Frage nach der Zuständigkeit für die Eheschließung.
Die Frage ist doch wohin die Richtung gehen wird - und die kann nur zu einer stärkeren Trennung von Staat und Religion führen. Das lehrt uns der Islam, das zeigt das Judentum und die USA.
Deinen Pkt mit der Eheschließung verstehe ich nicht.
Die Orthodoxie ist auch ein sehr interessantes Beispiel, denn einerseits ist es ja gelungen gewissermaßen zu "überwintern" , in dem sie sich in einem fremden bzw. feindlichen Umfeld sehr stark auf die Liturgie konzentriert und hier die Kraft gewonnen haben weiter zu bestehen.
Mir hat aber auch jemand erzählt, dass es in Russland vielen Christen gibt, die als Laienkirche leben. Das kenne ich auch von einer Freundin aus Japan, die auch davon erzählte, dass in Japan, nach den brutalen Verfolgungen Christen als geheime Gemeinden von Laien überlebten.
Dabei spielte hier die Volksfrömmigkeit und die Frauen offenbar auch eine besondere Rolle.
Ich kann von daher intuitiv die Pius-Bruderschaft mit ihren Ansätzen der Liturgie, der Gebetstradition und Frömmigkeitsformen schon nachvollziehen. Aber wir müssen sehen, dass wir in EINER Welt leben, in der wir nur friedlich und ohne Vorbehalte zusammen leben sollten und so - im zusammen sein und leben - Christus verkünden durch uns, aber nicht wegen uns. Wir sind nichts besonderes.
Das Besondere ist Christus in uns - das ist aber nicht unser Verdienst, sonder eher unser Kreuz.

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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von maliems »

Aletheia hat geschrieben:Die DBK hat sich von kreuz.net entschieden distanziert.
logisch. glücklicherweise interessiert das die kreuz-netler wenig. ich bin froh, einen schnellen zugriff auf kirchliche presse zu haben, die nicht abhängig von lehmann u co ist. mir ist es völlig egal, wenn ich ein drittel der "berichte" in den müll werfen kann. das geht mir bei jeder tageszeitung ebenso.

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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von maliems »

Aletheia hat geschrieben:ich schlage vor sie suchen sich eine Insel und gründen einen katholischen Staat. Das was sie da sich ausdenken ist mit dem GG nicht vereinbar
bin kein verfassungsrechtler, aber da sie sich an das traditionelle staatskrichenrecht anlehnen, vermute ich, dass z.b. adenauer diese deine einschätzung nicht teilen würde.

das wort "ausdenken" scheint mir billige polemik zu sein.

maliems
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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von maliems »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Aletheia hat geschrieben:und da er wusste, was er da dann zum Besten gegeben hatte in seinem Interview, tja, da fehlte ihm seither die Bereitschaft zu sagen - es tut mir Leid.
Bischof Williamson hat gesagt, es tut ihm Leid. Noch Ende Januar.

Staubkorn, bitte informiere dich, bevor du jemanden öffentlich verurteilst.
staubkorn und aletheia ist eins? oje, jetzt wird mir einiges klar.

Anm.: Nein, sind sie nicht.
cantus planus, Mod.

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Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Leguan »

Raphael hat geschrieben:Einst schrieb von Bischof Fulton Sheen † diesen offenen Brief:
An die Modernen
[...]
Oscar Wilde sagte einmal:
The Catholic Church is for saints and sinners. For respectable people, the Anglican Church will do.
If any stupid priest or bishop in Nigeria feels he wants to copy the American model, then there is something wrong with his head. --Olubunmi Anthony Kardinal Okogie

Raphael

Re: Vatikan: Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe aufgehoben!

Beitrag von Raphael »

Leguan hat geschrieben:
Raphael hat geschrieben:Einst schrieb von Bischof Fulton Sheen † diesen offenen Brief:
An die Modernen
[...]
Oscar Wilde sagte einmal:
The Catholic Church is for saints and sinners. For respectable people, the Anglican Church will do.
Ich gestehe: Es ist für mich neu, daß Oscar Wilde verläßliche Kriterien für die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche benennen kann bzw. konnte!

Aber als Engländer kannte er sich wahrscheinlich bei den Anglikanern besser aus ................

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