Mission...mit toten deutschen Frauen?
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
NEIN! NEIN! NEIN!
Ich darf hier nochmals lautstark einwerfen, dass ich das Gefasel vom angeblichen Martyrium der Damen für abwegig halte, solange die genauen Umstände ihrer Ermordung nicht geklärt sind.
Ein Martyrium ist nur dann anzunehmen, wenn jemand ausdrücklich wegen seines Glaubens getötet wurde. Es ist immer noch nicht klar, ob die jungen Damen nicht nur rein caricativ tätig waren. Von einem ausdrücklichen Missionseinsatz ist nichts - NICHTS! - bekannt.
Ferner ist festzuhalten, dass das bewusste und fahrlässige Herbeiführen des Martyriums Sünde ist. Insofern wären auch da erstmal die genauen Hintergründe zu prüfen.
Damit ich nicht gleich gesteinigt werde: mir tut es um die jungen Frauen und ihre Hinterbliebenen leid. Ich bedauere die sinnlose Tötung der beiden. Ich lehne es aber entschieden ab, hier in einer trunkenen Gefühlduselei jemanden heiligzusprechen, über den wir nichts wissen.
Religiosität verlangt manchmal auch ein gesundes Maß an Nüchternheit. Und ebenso wie "Holocaust" sollte man auch den Begriff "Martyrium" sehr vorsichtig verwenden.
Ich darf hier nochmals lautstark einwerfen, dass ich das Gefasel vom angeblichen Martyrium der Damen für abwegig halte, solange die genauen Umstände ihrer Ermordung nicht geklärt sind.
Ein Martyrium ist nur dann anzunehmen, wenn jemand ausdrücklich wegen seines Glaubens getötet wurde. Es ist immer noch nicht klar, ob die jungen Damen nicht nur rein caricativ tätig waren. Von einem ausdrücklichen Missionseinsatz ist nichts - NICHTS! - bekannt.
Ferner ist festzuhalten, dass das bewusste und fahrlässige Herbeiführen des Martyriums Sünde ist. Insofern wären auch da erstmal die genauen Hintergründe zu prüfen.
Damit ich nicht gleich gesteinigt werde: mir tut es um die jungen Frauen und ihre Hinterbliebenen leid. Ich bedauere die sinnlose Tötung der beiden. Ich lehne es aber entschieden ab, hier in einer trunkenen Gefühlduselei jemanden heiligzusprechen, über den wir nichts wissen.
Religiosität verlangt manchmal auch ein gesundes Maß an Nüchternheit. Und ebenso wie "Holocaust" sollte man auch den Begriff "Martyrium" sehr vorsichtig verwenden.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
roger 
Dann nehmen wir halt 2 andere Damen (die es gar nicht gibt - alles nur hypothetisch!) die nun wegen ihrem Glauben an Christus irgendwo vielleicht umgebracht werden!
Trotzdem,gibts da Quellen?
fahrlässig?
Bedeutet das, daß ein Christ nicht in Gegenden missionieren darf wo es gefährlich ist? Kann ich mir nicht vorstellen!
Dann nehmen wir halt 2 andere Damen (die es gar nicht gibt - alles nur hypothetisch!) die nun wegen ihrem Glauben an Christus irgendwo vielleicht umgebracht werden!
bewusst o.kFerner ist festzuhalten, dass das bewusste und fahrlässige Herbeiführen des Martyriums Sünde ist.
fahrlässig?
Bedeutet das, daß ein Christ nicht in Gegenden missionieren darf wo es gefährlich ist? Kann ich mir nicht vorstellen!
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Ein recht guter Text dazu: http://www.zenit.org/article-1613?l=german
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Wem bekannt? Dir? Was spielt das für eine Rolle?cantus planus hat geschrieben: Ein Martyrium ist nur dann anzunehmen, wenn jemand ausdrücklich wegen seines Glaubens getötet wurde. Es ist immer noch nicht klar, ob die jungen Damen nicht nur rein caricativ tätig waren. Von einem ausdrücklichen Missionseinsatz ist nichts - NICHTS! - bekannt.
Natürlich wird in der Öffentlichkeit nicht bekanntgegeben, dass die beiden Frauen leidenschaftliche Missionarinnen waren. DAS wäre fahrlässig gegenüber allen anderen ausländischen Christen, die zum Teil unter recht schwierigen Umständen in islamischen Ländern leben und ihren Missionseinsatz stets als humanitäre, wissenschaftliche oder technische Hilfe deklarieren müssen.
Was glaubst du, warum sich 2 Bibelschülerinnen dazu entschließen, ein Praktikum in einem gefährlichen, islamischen, bettelarmen Land zu machen? Weil sie einfach mal Lust hatten auf Abenteuer? Oder dem Helfersyndrom erlegen sind??
Was hätten sie deiner Meinung nach tun müssen, damit du sie als Missionare und Märtyrer anerkennst? Christus predigen und Bibelstunden halten?? Du führst deine eigenen Argumente (bzgl. Fahrlässigkeit) ad absurdum!
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Nein, der zuständigen kirchlichen Autorität.Clemens hat geschrieben:Wem bekannt? Dir?cantus planus hat geschrieben: Ein Martyrium ist nur dann anzunehmen, wenn jemand ausdrücklich wegen seines Glaubens getötet wurde. Es ist immer noch nicht klar, ob die jungen Damen nicht nur rein caricativ tätig waren. Von einem ausdrücklichen Missionseinsatz ist nichts - NICHTS! - bekannt.
Warum qualifizierst du humanitäre Hilfe ab? Können sie nicht einfach helfen wollen? Dazu braucht man keinen christlichen Hintergrund.Clemens hat geschrieben:Was glaubst du, warum sich 2 Bibelschülerinnen dazu entschließen, ein Praktikum in einem gefährlichen, islamischen, bettelarmen Land zu machen?
Natürlich können sie durch ihr Verhalten Zeugnis geben von Christus. Ich hoffe sogar, dass sie das getan haben. Aber es ist eben die Frage, ob sie genau dafür getötet wurden. Wenn nicht, kann man von Martyrium nicht sprechen. Du selbst führst deine Argumente ad absurdum. Haben sie ihren Glauben nur im Privaten gelebt: wie sollten ihre Mörder wissen, dass sie Christen waren? Waren sie unauffällig, warum wurden sie ermordet?
Haben sie aber aktiv missioniert, Bibelstunden gehalten und auf den Straßen gepredigt, war ihr Verhalten unter den bekannten Umständen leichsinnig und gefährlich. Unter diesen Umständen wäre ebenfalls nicht von einem Martyrium im eigentlichen Sinne auszugehen.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Nein das ist das Ergebnis, wenn das Christentum auf eine andere Religion trifft, die für sich nicht in Anspruch nehmen kann dass sie „Die Wahrheit - Jesus Christus" erkannt hat, das ist Provokation, und um das Gesicht nicht zu verlieren, greift man zur Gewalt. (du musst mir jetzt nicht sagen, dass es im Christentum auch Gewalt gibt, die ist aber durch das Christlichen Glauben nicht legitimiert.pierre10 hat geschrieben:
Das ist das Ergebnis, wenn 2 Religionen (Christentum und Islam) aufeinander treffen, die beide für sich in Anspruch nehmen, den einzigen wahren Glauben zu verbreiten.
Wenn Christen Toleranz predigen können sie sich nicht auf die Bibel und die Lehre Christi und der Apostel beziehen.Auf der einen Seite predigt das Christentum Toleranz, auf der anderen ..........
Ja Piere, auch traurig den Kopf schüttl, so viel hast du schon erlebt und noch nicht begriffen das nur in Christus das Heil istIch denke, dass Mensch noch sehr viel lernen muss.
Pierre, kopfschüttelnd und traurig
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Nicht notwendig, da der Herr der Kirche diesen Auftrag ausgesprochen hat.Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Generell ist zu sagen, daß Mission in partibus infidelium problematisch ist:
• ohne den Auftrag der Kirche,
Das kann alles sein zwischen dem Bürgermeister oder meine Frau• gegen die örtlichen Autoritäten,
grins, ja die bösen Imperialisten, meinst du doch, oder?• Seit’ an Seite mit den Waffen auswärtiger Mächte,
also, sollen sie Zeltmacher werden, aber Paulus hat auch nicht überall gearbeitet, er hat sich auch unterstützen lassen.• von auswärtigem Geld (und sei’s „Hilfsgeld“) unterhalten.
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
noiram hat geschrieben:bewusst o.kFerner ist festzuhalten, dass das bewusste und fahrlässige Herbeiführen des Martyriums Sünde ist.Trotzdem,gibts da Quellen?
fahrlässig?
Bedeutet das, daß ein Christ nicht in Gegenden missionieren darf wo es gefährlich ist? Kann ich mir nicht vorstellen!
Ich find da nichts woraus hervorgeht, daß "fahrlässiges" ne Sünde ist. (nicht mal das ansichreißen - nur, daß es nicht möglich ist)cantus planus hat geschrieben:Ein recht guter Text dazu: http://www.zenit.org/article-1613?l=german
bis auf das vielleicht. Meinst du das?
Das Martyrium ist eine Gabe Gottes und eine eigene Berufung – man kann es nicht an sich reißen. So verbietet sich auch die Provokation des Verfolgers. Christen, die in Kreuzzügen und Glaubenskriege ihr Leben ließen, waren daher für die Kirche nie automatisch Kandidaten für Selig- und Heiligsprechungen. Hier denkt und urteilt die Kirche anders als das Judentum (Stichwort: „Mas’ada“) und der Islam (Stichwort: „Heiliger Krieg“).
Allerdings steht da auch:
was m.E. bedeutet, daß wir heutztage von den Mördern kein Tatmotivgeständnis mehr brauchen.Aber auch die Rechtslage des Martyriums hat sich gewandelt, denn die modernen Christenverfolger der Neuzeit geben den Christen oft gar keine Gelegenheit mehr, ihren Glauben im alten Stil der ersten christlichen Jahrhunderte zu bekennen und den Tod durch Gerichtsbeschluss anzunehmen. Die Kirche sah sich gezwungen, auch auf diese geänderte Situation einzugehen; der Dominikanerpater Ambrosius Eßer, Offizial der Kongregation für die Heiligsprechungsverfahren, bemerkt daher zu recht, dass sie „die Argumente Krimineller nicht akzeptieren darf. Wir können nicht beim Prozess zurückstecken und Lügner bevorzugen, bloß weil diese sagen, dass sie nichts gegen die Religion haben.“
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Viele solcher Geschichten kenne ich, was wurde nicht alles geschrieben um dies und das zu beweisen.noiram hat geschrieben: Pierre, schau mal ob du an die Legende von dem Heiligen Adrianus und seiner Gesellschaft kommst (wenn de magst such ichs dir raus) , um nachvollziehen zu können, wie das bei Christens ist
Da wird nicht geweint, da wird gefeiert. Die Ehefrau schimpft sogar, wenn sie meint, der Gatte wolle sich davor drücken!
Aber ich denke einfacher. Warum soll jemand einem anderen, der in seinem Glauben lebt, nun einen neuen Glauben bringen? Nur weil da steht, wie z.B. Niemand kommt zum Vater denn durch mich....
Die Welt wäre ohne militante Religionen wie Christentum und Islam viel friedlicher.
Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Ziemlicher U...., einfach seine Meinung kundtun hat mit Mission nichts zu tun.Kilianus hat geschrieben:Ach Pierre, es läuft mit so relativistischen Positionen immer aufs gleiche raus: Widerspruch in sich. Du verkündest, daß Du gegen Mission bist - natürlich letztlich mit dem Ziel, andere von dieser Haltung zu überzeugen. Indem Du Deine Ablehnung formuliert, tust Du, was abzulehnen Du behauptest.pierre10 hat geschrieben: Ich lehne jede Mission auf der Glaubensebene ab. Sie ist ein ungerechtfertigter Eingriff in das ganz persönliche Leben des Einzelnen.
Pierre
Grenzen im Kopf sind sehr hinderlich
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Wenn du noch nicht mitgekommen hast, dass das Christentum keine militante Religion ist, kann man dich eigentlich nur bedauern, so viele Jahre um sonst gelebtpierre10 hat geschrieben:Die Welt wäre ohne militante Religionen wie Christentum und Islam viel friedlicher.
Pierre
Jedes Gedächtnismahl sagt: Das Beste kommt noch!
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Das Christentum in einem katholischen Forum in einem Atemzug
zusammen mit dem Islam als "militante Religion" zu bezeichnen
zeugt entweder von ziemlicher Dummheit oder Dreistigkeit.
Pierre,das haben Sie nicht nötig,das ist nicht Ihr Niveau.
zusammen mit dem Islam als "militante Religion" zu bezeichnen
zeugt entweder von ziemlicher Dummheit oder Dreistigkeit.
Pierre,das haben Sie nicht nötig,das ist nicht Ihr Niveau.
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Du tust Deine Meinung nicht etwa kund, um in anderen etwas zu bewirken, sondern nur um sie kundzutun? Du könntest sie also ebenso gut der nächstbesten Straßenlaterne kundtun? Oder einer hübschen elsässischen Kuh mit großen Kulleraugen?pierre10 hat geschrieben: Ziemlicher U...., einfach seine Meinung kundtun hat mit Mission nichts zu tun.
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Och... Ein bißchen mehr ecclesia militans wäre mir als Katholik manchmal gar nicht so unlieb.obsculta hat geschrieben:Das Christentum in einem katholischen Forum in einem Atemzug
zusammen mit dem Islam als "militante Religion" zu bezeichnen
zeugt entweder von ziemlicher Dummheit oder Dreistigkeit.
Übrigens: Emprisch betrachtet gibt es den Islam nicht. Das Christentum übrigens auch nicht.
Zuletzt geändert von Kilianus am Dienstag 30. Juni 2009, 22:45, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Nein es geht hier nicht darum etwas zu beweisen. Mir gings darum, daß du vielleicht etwas nachvollziehen könntest.pierre10 hat geschrieben:Viele solcher Geschichten kenne ich, was wurde nicht alles geschrieben um dies und das zu beweisen.
Was ist am Christentum militant?pierre10 hat geschrieben:Die Welt wäre ohne militante Religionen wie Christentum und Islam viel friedlicher.Pierre
Aber selbst wenn das Christentum hier auf Erden manchen Streit oder auch Krieg provozieren würde (was das Christentum an sich nicht tut, nur manch Missbrauch den es überall gibt wo es Menschen gibt). Um das gehts nicht - Hier gehts um einen wertvolleren Schatz
Was stellst du dir unter Mission vor?pierre10 hat geschrieben: Ziemlicher U...., einfach seine Meinung kundtun hat mit Mission nichts zu tun.
Pierre
Evangelium vorlegen ist Mission
Und wer nicht will der hat, denn wer nicht frisst ist satt.
Ist nicht mehr als das was du tust, bis auf die Kleinigkeit, daß das Evangelium keine persönliche Meinung von jemand ist sondern die offenbarte Wahrheit.
Mehr als du macht ein Missionar auch nicht. Er erzählt halt was los ist
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Jo,da sind wir uns wohl einigKilianus hat geschrieben:Och... Ein bißchen mehr ecclesia militans wäre mir als Katholik manchmal gar nicht so unlieb.obsculta hat geschrieben:Das Christentum in einem katholischen Forum in einem Atemzug
zusammen mit dem Islam als "militante Religion" zu bezeichnen
zeugt entweder von ziemlicher Dummheit oder Dreistigkeit.![]()
Übrigens: Emprisch betrachtet gibt es den Islam nicht. Das Christentum übrigens auch nicht.
sagen wollte!
Was meinst Du mit dem letzten Satz?
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Als gläubiger Christ kann ich Aussagen darüber treffen, was zum unaufgebbaren und letztlich auch unveränderlichen Kern meiner Religion gehört. Ich werde allerdings feststellen, daß viele andere Christen da anderer Meinung sind. Von außen kann daher niemand sagen, was das Christentum als solches zu bestimmten Dingen sagt. Man kann letztlich nur sagen: Manche Christen sehen das soundso und andere soundso.obsculta hat geschrieben: Was meinst Du mit dem letzten Satz?
Genauso geht es mir als Christ, wenn ich Muslime betrachte. Ich kann nur sagen: Die einen sagen so und die anderen so. Aber ich kann nicht sagen, wer von ihnen nun den wahren Islam vertritt. Ich kann mir allenfalls anschauen, welchen Quellen im Islam gemeinhin eine relativ hohe Verbindlichkeit zukommt. Und dann kann ich sagen, was sich relativ gut damit vereinbaren läßt und was nicht.
Am Beispiel: Ich kann sagen, daß der Koran, aber auch das Beispiel Mohammeds für Muslime gemeinhin eine hohe Bedeutung haben. Dann kann ich schauen, was sich daraus zum Thema gewaltsame Glaubensverbreitung ergibt - und dann sagen, daß ein grundsätzliches Nein zu gewaltsamer Glaubensverbreitung für Muslime aus meiner Sicht kaum möglich sein wird. Ich muß aber zur Kenntnis nehmen, daß es Muslime gibt, die das ganz anders sehen.
Im Fall des Islams wird das Problem dadurch verschärft, das er - anders als viele Untergruppen des Christentums - im Allgemeinen keine religiösen Autoritäten kennt, die (unabhängig vom persönlichen Glauben der Gläubigen) bestimmen könnten, was nun offizielle Linie sei.
Konsequenz: Ich kann nicht als muslimische Glaubenskongregation auftreten und sagen "Der Islam lehrt XY." Allenfalls kann ich sagen: Der Islam hat eine Neigung dazu, bei seinen Anhängern die Überzeugung XY einzupflanzen. (Umgekehrt ausgedrückt: Wenn ein Muslim zur Überzegung käme, der Koran lehre die Existenz unsichtbarer schwarzer Katzen, dann könnte ich das zwar nicht nachvollziehen. Aber ich könnte nicht sagen, dies sei eine falsche Interpretation des Islam.
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Nein, die Kirche. Die ist nicht nur römisch.TillSchilling hat geschrieben:Womit du wohl die römisch-katholische Kirche meinstRobert Ketelhohn hat geschrieben:Generell ist zu sagen, daß Mission in partibus infidelium problematisch ist:
• ohne den Auftrag der Kirche
Falsch. Paulus ist nun gerade das Paradebeispiel für das, was ich geschrieben habe; von Petrus und Johannes wissen wir diesbezüglich nichts. Ach übrigens, wieso »später auch Paulus«?TillSchilling hat geschrieben:War Petrus und Johannes und später auch Paulus ziemlich egal.Robert Ketelhohn hat geschrieben:• gegen die örtlichen Autoritäten
Ich auch nicht. Ich sehe in diesem Fall noch nicht mal die Mission.TillSchilling hat geschrieben:Das kann natürlich ein Problem sein. Sehe ich in diesem Fall überhaupt nicht.Robert Ketelhohn hat geschrieben:• Seit’ an Seite mit den Waffen auswärtiger Mächte
Im Mangel an Glaubwürdigkeit. Entsprechend lockt dann oft auch mehr der Mammon Proselyten an denn das Evangelium.TillSchilling hat geschrieben:Wo ist das Problem?Robert Ketelhohn hat geschrieben:• von auswärtigem Geld (und sei’s „Hilfsgeld“) unterhalten
Nein, seine Mission ist mit „meinen Kriterien“ völlig konform. Oder besser andersrum.TillSchilling hat geschrieben:Also, wenn Paulus oder andere frühe Christen sich an alle deine Kriterien gehalten hätte, dann wäre das Christentum heute noch eine rein jüdische Sache.
Clemens hat geschrieben:Aber wie sind diese vier Punkte, bei denen du bei a-c zweifellos recht hast, im konkreten Fall zu beurteilen?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Zu solchen Urteilen kann ich mich nicht versteigen, da ich von dem FallTillSchilling hat geschrieben:So wie es diese jungen Frauen auf bewundernswerte Weise gemacht haben.
noch immer praktisch gar nichts weiß.
Generell ist zu sagen, daß Mission in partibus infidelium problematisch ist:
a) ohne den Auftrag der Kirche,
b) gegen die örtlichen Autoritäten,
c) Seit’ an Seite mit den Waffen auswärtiger Mächte,
d) von auswärtigem Geld (und sei’s „Hilfsgeld“) unterhalten.
a) Welche Kirche? Muss es die katholische sein?
b) welche Autoritäten. Der örtliche Hodscha? Christen gibt es dort ja außer den Missionaren keine.
c) trifft hier ganz klar nicht zu
d) wie meinst du das? Sind alle Gaben für christliche (auch katholische) Missionen überflüssig?
a) Es kann nur eine geben.
b) Hingehen, kucken, fragen, je nach Antwort sich niederlassen oder weiterziehen (»Staub von den Füßen schütteln«). Wen du fragst, wird sich schon zeigen. Tendenziell lieber den Häuptling als den Medizinmann.
c) »Hier« wissen wir noch gar nichts, ich habe von Mission gesprochen, nicht vom undurchsichtigen aktuellen Mordfall.
d) Gaben sind nicht überflüssig, ich habe auch Spenden zu solchen Zwecken nicht verworfen. Das Problem besteht da, wo die Missionare komplett von auswärtigen Geldern unterhalten werden. Noch schlimmer, wenn sie ihre Mission als „Praktikum“ ausüben und anschließend wieder heimkehren (wie z. B. bei den Mormonen).
b) Hingehen, kucken, fragen, je nach Antwort sich niederlassen oder weiterziehen (»Staub von den Füßen schütteln«). Wen du fragst, wird sich schon zeigen. Tendenziell lieber den Häuptling als den Medizinmann.
c) »Hier« wissen wir noch gar nichts, ich habe von Mission gesprochen, nicht vom undurchsichtigen aktuellen Mordfall.
d) Gaben sind nicht überflüssig, ich habe auch Spenden zu solchen Zwecken nicht verworfen. Das Problem besteht da, wo die Missionare komplett von auswärtigen Geldern unterhalten werden. Noch schlimmer, wenn sie ihre Mission als „Praktikum“ ausüben und anschließend wieder heimkehren (wie z. B. bei den Mormonen).
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
-
TillSchilling
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Falsch. Paulus ist nun gerade das Paradebeispiel für das, was ich geschrieben habe; von Petrus und Johannes wissen wir diesbezüglich nichts. Ach übrigens, wieso »später auch Paulus«?TillSchilling hat geschrieben:War Petrus und Johannes und später auch Paulus ziemlich egal.Robert Ketelhohn hat geschrieben:• gegen die örtlichen Autoritäten
Du wirst jetzt wahrscheinlich argumentieren wollen, dass es hier nicht um die örtlichen Autoritäten in einem anderen Land geht, ja?Act 4:18 Und sie riefen sie und geboten ihnen, daß sie sich allerdinge nicht hören ließen noch lehrten in dem Namen Jesu.
Act 4:19 Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet ihr selbst, ob es vor Gott recht sei, daß wir euch mehr gehorchen denn Gott.
Act 4:20 Wir können's ja nicht lassen, daß wir nicht reden sollten, was wir gesehen und gehört haben.
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Re: Mission...mit toten deutschen Frauen?
Genau. Ich sprach von der Mission in partibus infidelium, und
ohnedies in der Fremde. Das ist eine völlig andere Situation.
ohnedies in der Fremde. Das ist eine völlig andere Situation.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.