Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
-
Ralf
Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
(Da hier die Frage bislang unbeantwortet blieb und es auch mehrere Fragethreads zur Orthodoxie gibt, bringe ich es noch einmal)
Hallo.
Ich habe gelesen, daß die Orthodoxie auch nach dem Tod eines Ehepartners dem oder der Überlebenden von einer weiteren Heirat abrät, um damit die Treue zu dem bei Christus Lebenden auszudrücken.
Stimmt das?
Und wenn ja, gilt dann eine erneute Heirat als "erste Heirat", also ohne Bußritus, oder erfolgt das ganze wie bei einer zweiten Heirat nach Scheidung?
Hallo.
Ich habe gelesen, daß die Orthodoxie auch nach dem Tod eines Ehepartners dem oder der Überlebenden von einer weiteren Heirat abrät, um damit die Treue zu dem bei Christus Lebenden auszudrücken.
Stimmt das?
Und wenn ja, gilt dann eine erneute Heirat als "erste Heirat", also ohne Bußritus, oder erfolgt das ganze wie bei einer zweiten Heirat nach Scheidung?
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Lieber Ralf,
ich bitte um Entschuldigung. Ich hatte es mir auf die Fahnen geschrieben da nochmal nachzuschauen, aber mir ist immer meine Frau dazwischengekommen
Ich werde zuschauen zumindest ein paar Sätze hier demnächst abgeben zu können.
Gruß,
Nassos
ich bitte um Entschuldigung. Ich hatte es mir auf die Fahnen geschrieben da nochmal nachzuschauen, aber mir ist immer meine Frau dazwischengekommen
Ich werde zuschauen zumindest ein paar Sätze hier demnächst abgeben zu können.
Gruß,
Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Jaja, das Weib.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
-
Ralf
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Nassos hat geschrieben:Ich werde zuschauen zumindest ein paar Sätze hier demnächst abgeben zu können.
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Sungul? Hilfe!
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
deeply sorry. Bekomme ich noch etwas Zeit?Ralf hat geschrieben:Nassos hat geschrieben:Ich werde zuschauen zumindest ein paar Sätze hier demnächst abgeben zu können.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Nassos hat geschrieben:deeply sorry. Bekomme ich noch etwas Zeit?Ralf hat geschrieben:Nassos hat geschrieben:Ich werde zuschauen zumindest ein paar Sätze hier demnächst abgeben zu können.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Danke. Werde ich nachher als Gute-Nacht-Lektüre lesen. Heligenkranz König muss warten.
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Eine Wiederheirat nach dem Tod eines Ehepartners wird erstmal nicht gern gesehen; wenn es denn unbedingt sein muss - da es ja erlaubt ist - dann geschieht es auch nur mit den Bussgebeten, selbst wenn es für einen der beiden Hochzeiter die erste Ehe sein sollte.Ralf hat geschrieben:(Da hier die Frage bislang unbeantwortet blieb und es auch mehrere Fragethreads zur Orthodoxie gibt, bringe ich es noch einmal)
Hallo.
Ich habe gelesen, daß die Orthodoxie auch nach dem Tod eines Ehepartners dem oder der Überlebenden von einer weiteren Heirat abrät, um damit die Treue zu dem bei Christus Lebenden auszudrücken.
Stimmt das?
Und wenn ja, gilt dann eine erneute Heirat als "erste Heirat", also ohne Bußritus, oder erfolgt das ganze wie bei einer zweiten Heirat nach Scheidung?
LG Songul
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Die orthodoxe Trauung wird Krönung genannt. Einer christlichen Lebensabschnittsgemeinschaft käme somit einer Kaiserkrönung auf Probe gleich.
Wenn aber die Kirche den Ehebund segnet, greift sie nicht in eine biologisch-soziologische Gesellschaftsform ein, die auf eine bestimmte zeit, sei es auch bis zum Tod es einen Partners, begrenzt ist, sondern sie tut es in der Intention, einer gottgestifteten Institution (Gen 2,24 = Mt 19,5) eine ekklesiologische Dimension zu verleihen, die den Ehebund in den Horizont der Ewigkeit stellt. Die Ehe ist kein Vertrag, der nur das irdische Leben betrifft und daher mit dem Tod des Ehepartners erlisch, sondern als Mysterium der Liebe ein ekklesiologisches Ereignis, das eine irdische Gemeinschaft transzendiert. Daher gilt auch für die orthodoxe Kirche das Gebot Christi: "Was nun Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen"(Mt, 19,6)
Der Schlüssel zum Verständnis der orthodoxen Ehetheologie bzw. Wiederheirat Geschiedener liegt in der Interpretation des Postulates "soll", das den Willen Gottes ausdrückt. Die Vereinigung von Mann und Frau gehört zum schöpferischen Akt Gottes, der in der Ehe fortgeführt wird. Doch das Ehesakrament ist weder ein Ereignis, das die Freiheit der Partner aufhebt, noch eine magische Handlung, die das Scheitern der Gemeinschaft verhidert, sondern ein Geschenk der Gnade Gottes, das der Mensch annehmen und aktivieren, aber auch zurückweisen kann.
(Insofern ist die geläufige Ansicht, die orthodoxe Kirche erlaube die Ehescheidung, nicht korrekt, "denn nicht die Ehescheidungserklärung löst die Ehe bei Gott auf, sondern die Verfehlung".)
Da es hier um die "Scheidung durch den Tod" (absichtlich in Anführungszeichen) ging, werde ich mich nicht in die premortale Scheidung vertiefen, außer es wird explizit gewünscht.
Oder über die Ehe an sich.
Was oben steht, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ich habe nochmal nachgelesen.
Ich hoffe, ich konnte die Eingangsfrage zufriedenstellend beantworten.
Gruß,
Nassos
Wenn aber die Kirche den Ehebund segnet, greift sie nicht in eine biologisch-soziologische Gesellschaftsform ein, die auf eine bestimmte zeit, sei es auch bis zum Tod es einen Partners, begrenzt ist, sondern sie tut es in der Intention, einer gottgestifteten Institution (Gen 2,24 = Mt 19,5) eine ekklesiologische Dimension zu verleihen, die den Ehebund in den Horizont der Ewigkeit stellt. Die Ehe ist kein Vertrag, der nur das irdische Leben betrifft und daher mit dem Tod des Ehepartners erlisch, sondern als Mysterium der Liebe ein ekklesiologisches Ereignis, das eine irdische Gemeinschaft transzendiert. Daher gilt auch für die orthodoxe Kirche das Gebot Christi: "Was nun Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen"(Mt, 19,6)
Der Schlüssel zum Verständnis der orthodoxen Ehetheologie bzw. Wiederheirat Geschiedener liegt in der Interpretation des Postulates "soll", das den Willen Gottes ausdrückt. Die Vereinigung von Mann und Frau gehört zum schöpferischen Akt Gottes, der in der Ehe fortgeführt wird. Doch das Ehesakrament ist weder ein Ereignis, das die Freiheit der Partner aufhebt, noch eine magische Handlung, die das Scheitern der Gemeinschaft verhidert, sondern ein Geschenk der Gnade Gottes, das der Mensch annehmen und aktivieren, aber auch zurückweisen kann.
(Insofern ist die geläufige Ansicht, die orthodoxe Kirche erlaube die Ehescheidung, nicht korrekt, "denn nicht die Ehescheidungserklärung löst die Ehe bei Gott auf, sondern die Verfehlung".)
Da es hier um die "Scheidung durch den Tod" (absichtlich in Anführungszeichen) ging, werde ich mich nicht in die premortale Scheidung vertiefen, außer es wird explizit gewünscht.
Oder über die Ehe an sich.
Was oben steht, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ich habe nochmal nachgelesen.
Ich hoffe, ich konnte die Eingangsfrage zufriedenstellend beantworten.
Gruß,
Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
-
Ralf
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Wie wird denn die Schriftstelle in der Orthodoxie interpretiert, daß wir nach dem Tod nicht mehr verheiratet sind?
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Genau gelesen steht da nur, dass wir nicht mehr heiraten werden, ...Ralf hat geschrieben:Wie wird denn die Schriftstelle in der Orthodoxie interpretiert, daß wir nach dem Tod nicht mehr verheiratet sind?
Neben den theologischen Erklärungen, denke ich mir ganz praktisch auch, dass in der Empfehlung zum Ausdruck kommt, dass die Ehe zwischen Mann und Frau eine sehr einmalige Verbindung AUCH DER SEELEN ist, und dass es kaum eine zweite, so enge Beziehung geben kann. Immer ist ja in der neuen Beziehung auch der frühere Partner noch vorhanden, als Erinnerung, im Guten oder Schlechten. Auch könnte die Empfehlung, nicht mehr zu heiraten, ein Schutz für die "umgebenden Beziehungen" sein (Kinder, Kindeskinder...)Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Mt 22, 30
Die orthodoxe Kirche hält es aber mit Paulus, der den jungen Witwen (und wohl auch Witwern) empfiehlt, wieder zu heiraten, wenn sie die Enthaltsamkeit und Einsamkeit nicht leben können oder wollen.
Ich denke, dass in diesem Zusammenhang auch der Halt in der Gemeinde, in der Grossfamilie und ähnlichem eine Rolle spielt.
Ich bin gespannt, was die anderen dazu schreiben werden...
Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!
-
Ralf
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Nun, ich kann kenne aus der Tradition keine Engel, die verheiratet sind, aber gut ...
Was mich wundert, ist, daß eine solche "zweite" Ehe genauso gewertet wird wie nach einer irdischen Scheidung.
Und Nassos: Du schreibst:
Was mich wundert, ist, daß eine solche "zweite" Ehe genauso gewertet wird wie nach einer irdischen Scheidung.
Und Nassos: Du schreibst:
Wird das beiden Zehn Geboten genauso gesehen? Auch da steht ja "soll". Die Westkirche interpretiert das ja meistens (nicht immer) kategorischer im Sinne von "darf".Der Schlüssel zum Verständnis der orthodoxen Ehetheologie bzw. Wiederheirat Geschiedener liegt in der Interpretation des Postulates "soll", das den Willen Gottes ausdrückt.
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Ich habe zum Thema Ehe auch ziemlich viel gelesen…einige Jurisdiktionen (zum Beispiel in Amerika) praktizieren tatsächlich eine "kirchliche Scheidung " (ecclesiastical divorce)…also trifft diese Sicht
Und in die POK (Polnisch-Orthodoxe Kirche
) verwendet (zumindest in der Praxis) auch "irdisch" geschiedenen Leuten den normalen Hochzeitsritus (+ Krönung - Bußakt) wenn nur ein Partner geschieden ist. Das wird dann wohl auch nicht anders sein, wenn ein Partner verwitwt ist.
nicht auf alle Orthodoxen zu.(Insofern ist die geläufige Ansicht, die orthodoxe Kirche erlaube die Ehescheidung, nicht korrekt, "denn nicht die Ehescheidungserklärung löst die Ehe bei Gott auf, sondern die Verfehlung".)
Und in die POK (Polnisch-Orthodoxe Kirche
???
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Lieber Ralf,
ich habe versucht, hier eine Antwort auf Deine Eingangsfrage zu geben.
Details zum Geschriebenen kann ich Dir leider nicht geben, weil dies ja jemand anders geschrieben hat, der darauf antworten sollte.
Deine Frage zu dem Engelhaften (man könnte sich jetzt wieder seitenlang über das "wie" streiten) erscheint mir berechtigt. Ich weiß es leider nicht. Ich glaube da müsste jetzt ein guter Theologe was dazu sagen. Sorry.
Aber wie ist es bei den Katholiken? Wieso ist der Tod ein Scheider? Ist er mächtiger als das Sakrament? Die Mt 22,20 bezieht sich - wenn ich das richtig verstanden habe - darauf, wenn wir alle dieses irdische Leben hinter uns gelassen haben.
Der Unterschied zwischen "soll" und "darf" ist tatsächlich nicht so groß. Im Altgriechischen gibt es nicht mal das Modalverb, es heißt einfach "Töte nicht! Ehebreche nicht! ...". Doch gleichzeitig heißen diese Weisungen "Gebote", nicht "Verbote". Ich denke, das basiert auch auf die selbstveranwortliche Entscheidungsfreiheit des Menschen.
Nochmals sorry, aber ich betrachte mich als zu klein, um hier sagen zu können, was Sache ist. Aber vielleicht lese ich noch was, was mir erlaubt, ein kleines Puzzleteil hinzuzufügen.
Ich lerne auch viel hierduch!
Gruß,
Nassos
ich habe versucht, hier eine Antwort auf Deine Eingangsfrage zu geben.
Details zum Geschriebenen kann ich Dir leider nicht geben, weil dies ja jemand anders geschrieben hat, der darauf antworten sollte.
Deine Frage zu dem Engelhaften (man könnte sich jetzt wieder seitenlang über das "wie" streiten) erscheint mir berechtigt. Ich weiß es leider nicht. Ich glaube da müsste jetzt ein guter Theologe was dazu sagen. Sorry.
Aber wie ist es bei den Katholiken? Wieso ist der Tod ein Scheider? Ist er mächtiger als das Sakrament? Die Mt 22,20 bezieht sich - wenn ich das richtig verstanden habe - darauf, wenn wir alle dieses irdische Leben hinter uns gelassen haben.
Der Unterschied zwischen "soll" und "darf" ist tatsächlich nicht so groß. Im Altgriechischen gibt es nicht mal das Modalverb, es heißt einfach "Töte nicht! Ehebreche nicht! ...". Doch gleichzeitig heißen diese Weisungen "Gebote", nicht "Verbote". Ich denke, das basiert auch auf die selbstveranwortliche Entscheidungsfreiheit des Menschen.
Nochmals sorry, aber ich betrachte mich als zu klein, um hier sagen zu können, was Sache ist. Aber vielleicht lese ich noch was, was mir erlaubt, ein kleines Puzzleteil hinzuzufügen.
Ich lerne auch viel hierduch!
Gruß,
Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Ähem, lies doch noch mal die Frage, auf welche das antwortet …Mary hat geschrieben:Genau gelesen steht da nur, dass wir nicht mehr heiraten werden, ...Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Mt 22, 30
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Re ähem...Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ähem, lies doch noch mal die Frage, auf welche das antwortet …Mary hat geschrieben:Genau gelesen steht da nur, dass wir nicht mehr heiraten werden, ...Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Mt 22, 30
Ich bin grad nicht sicher, worauf Du anspielst.
Ralf schrieb: "dass wir im Himmel nicht mehr verheiratet sind"
Zwischen verheiratet sein, auch nach dem Tode, mit dem Partner aus der Erdenzeit....
und heiraten und sich heiraten lassen, auch noch nach dem Tod....
besteht ein Unterschied.
finde ich jedenfalls
Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Naja einen Scheidungsrichter Tod ham wir noch nicht eingeführt. Ist eher metaphernhaft-spaßig zu verstehen. Aber nach dem Tod des Partners kann wieder geheiratet werden, weil das Ehesakrament anders als Weihe und Taufe und Firmung keinen Charakter indelebilis "einschreibt"Aber wie ist es bei den Katholiken? Wieso ist der Tod ein Scheider?
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Hm, noch mal das "schwache" Argument: die Ehe ist eine kleine Kirche.
Wir sind uns zumindest einig, dass die Kirche ewig ist? (Keine [Punkt])
Wir sind uns zumindest einig, dass die Kirche ewig ist? (Keine [Punkt])
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Die Familie ist eine kleine Kirche, eine ecclesiola.Nassos hat geschrieben:Hm, noch mal das "schwache" Argument: die Ehe ist eine kleine Kirche.
Wir sind uns zumindest einig, dass die Kirche ewig ist? (Keine [Punkt])
Mit der Wiederkunft Christi hört die irdische Kirche auf zu bestehen, weil dann keine Mittlerin mehr benötigt wird.
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Yep, aber ich bezog mich nicht (nur) auf die irdische Kirche.
Kann man das Reich Gottes auch Kirche nennen?
Kann man das Reich Gottes auch Kirche nennen?
Ich glaube; hilf meinem Unglauben
- Robert Ketelhohn
- Beiträge: 26022
- Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 09:26
- Wohnort: Velten in der Mark
- Kontaktdaten:
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
Auf die Frage der Sadduzäer, Maria:Mary hat geschrieben:Re ähem...Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ähem, lies doch noch mal die Frage, auf welche das antwortet …Mary hat geschrieben:Genau gelesen steht da nur, dass wir nicht mehr heiraten werden, ...Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. Mt 22, 30![]()
Ich bin grad nicht sicher, worauf Du anspielst.
Daraus ergibt sich von selbst der Sinn der Antwort Jesu.An jenem Tage traten Sadduzäer zu ihm, die da sagen, es gebe keine Auferstehung, fragten ihn und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: «Wenn jemand ohne Kinder stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.» Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder. Desgleichen auch der andere und der dritte, bis zum siebenten. Zuletzt, nach allen, starb auch die Frau. In der Auferstehung nun, wem von den Sieben wird sie als Frau angehören? Denn alle haben sie zur Frau gehabt.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Re: Bis daß der Tod Euch scheidet - oder nie?
§ 313 BGB:
(1) Haben sich Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert und hätten die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, so kann Anpassung des Vertrags verlangt werden, soweit einem Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann.
(3) Ist eine Anpassung des Vertrags nicht möglich, oder einem Teil nicht zumutbar, so kann der benachteiligte Teil vom Vertrag zurücktreten. An die Stelle des Rücktritts tritt für ein Dauerschuldverhältnis das Recht zur Kündigung.
Vulgo: Wegfall der Geschäftsgrundlage - Soll keiner sagen, wir hätten kein inspiriertes BGB
HG, Allons!
(1) Haben sich Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert und hätten die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, so kann Anpassung des Vertrags verlangt werden, soweit einem Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann.
(3) Ist eine Anpassung des Vertrags nicht möglich, oder einem Teil nicht zumutbar, so kann der benachteiligte Teil vom Vertrag zurücktreten. An die Stelle des Rücktritts tritt für ein Dauerschuldverhältnis das Recht zur Kündigung.
Vulgo: Wegfall der Geschäftsgrundlage - Soll keiner sagen, wir hätten kein inspiriertes BGB