Problematische Bibelstellen
Re: Problematische Bibelstellen
Danke für deine gründlichen Argumente.
Ich bin noch nicht wirklich überzeugt, werde jetzt aber nicht einfach nur aus Prinzip dagegenhalten.
Vielleicht gelingt es mir mal, eine ordentliche Begründung für die gängige Qumrangestützte These zu finden.
Wenn ich mal wieder an der Uni bin ...
Ich bin noch nicht wirklich überzeugt, werde jetzt aber nicht einfach nur aus Prinzip dagegenhalten.
Vielleicht gelingt es mir mal, eine ordentliche Begründung für die gängige Qumrangestützte These zu finden.
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Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.
- Robert Ketelhohn
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Re: Problematische Bibelstellen
Ich wollte dich natürlich nicht totreden …
Es ist in diesem Fall übrigens auch kein so dogmatisch-brisantes Thema,
anders als bei jener oben von mir angeführten Philipperstelle.

Es ist in diesem Fall übrigens auch kein so dogmatisch-brisantes Thema,
anders als bei jener oben von mir angeführten Philipperstelle.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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- Robert Ketelhohn
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Re: Problematische Bibelstellen
109:1 Τῷ Δαυιδ ψαλμός. Εἶπεν ὁ κύριος τῷ κυρίῳ μου Κάϑου ἐκ δεξιῶν μου, ἕως ἂν ϑῶ τοὺς ἐχϑρούς σου ὑποπόδιον τῶν ποδῶν σου.
109:2 ῥάβδον δυνάμεώς σου ἐξαποστελεῖ κύριος ἐκ Σιων, καὶ κατακυρίευε ἐν μέσῳ τῶν ἐχϑρῶν σου.
109:3 μετὰ σοῦ ἡ ἀρχὴ ἐν ἡμέρᾳ τῆς δυνάμεώς σου ἐν ταῖς λαμπρότησιν τῶν ἁγίων· ἐκ γαστρὸς πρὸ ἑωσϕόρου ἐξεγέννησά σε.
109:4 ὤμοσεν κύριος καὶ οὐ μεταμεληϑήσεται Σὺ εἶ ἱερεὺς εἰς τὸν αἰῶνα κατὰ τὴν τάξιν Μελχισεδεκ.
109:5 κύριος ἐκ δεξιῶν σου συνέϑλασεν ἐν ἡμέρᾳ ὀργῆς αὐτοῦ βασιλεῖς·
109:6 κρινεῖ ἐν τοῖς ἔϑνεσιν, πληρώσει πτώματα, συνϑλάσει κεϕαλὰς ἐπὶ γῆς πολλῶν.
109:7 ἐκ χειμάρρου ἐν ὁδῷ πίεται· διὰ τοῦτο ὑψώσει κεϕαλήν.
109:1 David psalmus dixit Dominus Domino meo sede a dextris meis donec ponam inimicos tuos scabillum pedum tuorum
109:2 virgam virtutis tuæ emittet Dominus ex Sion dominare in medio inimicorum tuorum
109:3 tecum principium in die virtutis tuæ in splendoribus sanctorum ex utero ante luciferum genui te
109:4 juravit Dominus et non pænitebit eum tu es sacerdos in æternum secundum ordinem Melchisedech
109:5 Dominus a dextris tuis confregit in die iræ suæ reges
109:6 judicabit in nationibus implebit cadavera conquassabit capita in terra multorum
109:7 de torrente in via bibet propterea exaltabit caput
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Problematische Bibelstellen
"Es sprach der Herr zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich dir deine Feinde als Schemel unter deine Füße stelle."Robert Ketelhohn hat geschrieben:
109:1 David psalmus dixit Dominus Domino meo sede a dextris meis donec ponam inimicos tuos scabillum pedum tuorum
oder:
"...bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache"?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Problematische Bibelstellen
Wie haben ihn denn die Väter verstanden? Ich denke anagogisch, auf Christus hin.Peregrin hat geschrieben:Wer versteht Psalm 109?
Jedenfalls ein ganz wunderbarer Psalm.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Problematische Bibelstellen
ad-fontes hat geschrieben:Wie haben ihn denn die Väter verstanden? Ich denke anagogisch, auf Christus hin.Peregrin hat geschrieben:Wer versteht Psalm 109?
Jedenfalls ein ganz wunderbarer Psalm.

Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Problematische Bibelstellen
Das läßt sich flockig sagen. Dann wäre der angesprochene "Herr" Christus und der Sprecher der Vater? Da würde einiges passen, das Sitzen zur Rechten, der Tag der Macht, der Glanz der Heiligen, auch der Melchisedek-Vergleich. (Andereseits ist der "Herr", der spricht, sonst immer JHWH. Eine Fußnote in der deutschen Septuaginta behauptet auch, es sei da ein König angesprochen.) Dann muß in Vers 5 offenbar David sprechen, weil da werden ja nicht Herren zur Rechten sitzen wie die russischen Puppen, aber die apokalyptische Prophezeihung in Vers 6 kann wiederum nicht von David sein. Und wer wird am Schluß aus einem Bach trinken und warum?ad-fontes hat geschrieben: Wie haben ihn denn die Väter verstanden? Ich denke anagogisch, auf Christus hin.
Er ist hochinteressant wegen der apokalyptischen Motive und der Melchisedek-Referenz. Ich wünschte, er wäre ein bißchen besser verständlich.Jedenfalls ein ganz wunderbarer Psalm.
Edit: Und was bedeutet
für die Christologie?ἐκ γαστρὸς πρὸ ἑωσϕόρου ἐξεγέννησά σε
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Problematische Bibelstellen
Daß Christus wahren Gott und wahrer Mensch ist, hervorgegangen aus dem Mutterschoße, einem Uterus mit Nachgeburt (Plazenta), Gekreische (Wehen) und allem drum und dran.Peregrin hat geschrieben: Edit: Und was bedeutetfür die Christologie?ἐκ γαστρὸς πρὸ ἑωσϕόρου ἐξεγέννησά σε
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Re: Problematische Bibelstellen
Na moment, Maria kommt hier nicht ins Spiel. Der Herr, der da plötzlich mit Gebärmutter auftritt, müßte wohl jener sein, der sonst "gezeugt, nicht geschaffen" hat.ad-fontes hat geschrieben:Daß Christus wahren Gott und wahrer Mensch ist, hervorgegangen aus dem Mutterschoße, einem Uterus mit Nachgeburt (Plazenta), Gekreische (Wehen) und allem drum und dran.Peregrin hat geschrieben: Edit: Und was bedeutetfür die Christologie?ἐκ γαστρὸς πρὸ ἑωσϕόρου ἐξεγέννησά σε
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Re: Problematische Bibelstellen
@Peregrin: Vgl. Ps. 138 (139):
Siehe, Herr, alles hast du erkannt, das Neueste und das Alte; du hast mich gebildet und deine Hand auf mich gelegt. [...]
Denn du hast meine Nieren in Besitz genommen, du hast mich im Schoße meiner Mutter angenommen.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Problematische Bibelstellen
Die gängige Meinung der Exegeten ist etwa folgende:Peregrin hat geschrieben:Und wer wird am Schluß aus einem Bach trinken und warum?
Folgende Deutung finde ich äußerst interessant:Hans Brandenburg hat geschrieben:V. 7. Kraus weist darauf hin, daß der Trunk aus dem Bach zum
alten israelitischen Krönungsritus gehörte. Unter „dem Bach" ist
offenbar die Gihonquelle am Fuße des alten Stadthügels Jerusalems
gemeint. Sie ist ein Bild der Lebensquelle. Man lese dazu über Salo=
mos Krönung (1. Kön. 1, 38—40), wo der junge König vom Hohen=
priester Zadok und dem Propheten Nathan, vom Feldherrn Benaja
und der Palastwache („Krether und Plether") auf Davids Maultier
zum Gihonbach geführt wird. Hier wird Salomo vom Hohenpriester
gesalbt und hernach als König ausgerufen. Wahrscheinlich hat Salomo
hier einen Trunk aus dem „Bach am Wege" trinken müssen, um dann
hochgemut erhobenen Hauptes seinen königlichen Weg zu ziehen.
Auf diesen Brauch wird dieser letzte Vers unseres Psalms hinweisen.
Übrigens kommt das Wort cheimarros im NT nur an einer einzigen Stelle vor, nämlich in Joh 18,1:Quelle hat geschrieben:Der Zug ging mit eilenden Schritten und wendete sich, da er den Weg zwischen dem Oelgarten und dem Lustgarten von Gethsemani verlassen hatte, rechts eine Strecke an der Abendseite dieses Lustgartens hin nach einer Brücke, welche dort über den Bach Kidron führt. Ueber diese Brücke war Jesus mit den Aposteln nach dem Oelberge gehend nicht gekommen; er hatte auf Umwegen durch das Thal Josaphat wandelnd den Kidron auf einer südlicher gelegenen Brücke überschritten. Die Brücke, über welche er jetzt gefangen geführt wurde, war sehr lang, indem sie nicht nur den Kidron, der hier dichter am Oelberge hinfloß, sondern auch eine Strecke der ungleichen Thalhöhen als ein fahrbarer Steinweg überschritt. Schon ehe der Zug an die Brücke kam, sah ich Jesum zweimal durch das unbarmherzige Führen und das Zerren der Schergen an den Stricken zur Erde niederfallen. Als sie aber auf die Mitte der Brücke gekommen waren, übten sie ihre Büberei mit größerer Bosheit an ihm aus. Die Schergen stießen den armen gefesselten Jesus, den sie an den Stricken hielten, über mannshoch von der Brücke in den Bach Kidron nieder, wobei sie mit Scliimpfworten sprachen, da könne er sich satt trinken. Nur durch göttlichen Beistand beschädigte er sich nicht tödtlich. Er fiel auf die Kniee und dann auf das Angesicht nieder, das er auf dem mit wenigem Wasser bedeckten Felsenboden schwer würde verletzt haben, wenn er seine zusammengeschnürten Hände nicht unterstützend vorgehalten hatte. Sie waren von dem Gürtelbande tos, ich weiß nicht, ob durch göttliche Hülfe, oder ob die Schergen sie ihm erst aufgelößt hatten (...)
Ich hatte Jesum nach seiner schweren Angst am Oelberge in seinem heftigen Durste nicht trinken sehen, nun aber in den Kidron gestoßen sah ich ihn mühsam trinken, Und hörte ihn dabei die Erfüllung einer prophetischen Psalmenstelle vom Trinken aus dem Bache am Wege aussprechen. (Psalm 109. V. 7.)
tauta eipon o iesous exelthen sun tois mathetais autou peran tou cheimarrou ton kedron opou en kepos eis on eiselthen autos kai oi mathetai autou
Haec cum dixisset Iesus egressus est cum discipulis suis trans torrentem Cedron ubi erat hortus in quem introivit ipse et discipuli eius
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Re: Problematische Bibelstellen
Von einem Herrn mit Gebärmutter lese ich da nichts:Peregrin hat geschrieben: Na moment, Maria kommt hier nicht ins Spiel. Der Herr, der da plötzlich mit Gebärmutter auftritt, müßte wohl jener sein, der sonst "gezeugt, nicht geschaffen" hat.
aus dem Mutterschoße habe ich dich hervorgebracht noch vor dem Morgenstern.
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Re: Problematische Bibelstellen
Ja, damit müssen wir uns wohl bescheiden. Herzlichen Dank für die Mühe.Robert Ketelhohn hat geschrieben: Ich fasse zusammen: Es gibt zwei parallele Textüberlieferungen, über welche hin-
sichtlich der Prioritätsfrage keine Entscheidung möglich ist. Die eine hat εὐδοκίας
und verkündet die Ehre Gottes und den Frieden auf Erden für Menschen von Wohl-
wollen; die andere verkündet die Ehre Gottes, Frieden auf Erden und Wohlwollen
für die Menschen.
Die derzeit üblichen, modernen volkssprachlichen Übersetzungen gehen syntak-
tisch von jener aus, unterlegen sie aber mit dem Sinn dieser. Das ist verfehlt.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Problematische Bibelstellen
Doch, da hat Peregrin sicher recht - nur müssen wir "uterus" hier nicht einfach mit "uterus" übersetzen. Gott Vater wird hier nicht direkt der Besitz eines weiblichen Uterus unterstellt - das griechische "gaster" ist da soweit ich weiß auch nicht so präzise. Gemeint ist wohl "Schoß", wie auch immer der beschaffen sein mag, und so wird das "genui te" aus Psalm 2 aufgegriffen und unterstrichen: gezeugt, nicht geschaffen, aus IHM selbst hervorgebracht vor aller Zeit.ad-fontes hat geschrieben:Von einem Herrn mit Gebärmutter lese ich da nichts:Peregrin hat geschrieben: Na moment, Maria kommt hier nicht ins Spiel. Der Herr, der da plötzlich mit Gebärmutter auftritt, müßte wohl jener sein, der sonst "gezeugt, nicht geschaffen" hat.aus dem Mutterschoße habe ich dich hervorgebracht noch vor dem Morgenstern.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
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Re: Problematische Bibelstellen
Genau. Darum geht man mit Gastritis auch nicht zum Gynäkologen. Der
Übersetzer hätte auch ex/de ventre schreiben können, de visceribus o. ä.
Übersetzer hätte auch ex/de ventre schreiben können, de visceribus o. ä.
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Re: Problematische Bibelstellen
Vielen Dank für den historischen Hintergrund und Anna Catharina Emmerichs Vision. Siehe dazu auch Augustins allegorische Auslegung:Niels hat geschrieben:Die gängige Meinung der Exegeten ist etwa folgende:Peregrin hat geschrieben:Und wer wird am Schluß aus einem Bach trinken und warum?Folgende Deutung finde ich äußerst interessant:Hans Brandenburg hat geschrieben:V. 7. Kraus weist darauf hin, daß der Trunk aus dem Bach zum
alten israelitischen Krönungsritus gehörte. …Übrigens kommt das Wort cheimarros im NT nur an einer einzigen Stelle vor, nämlich in Joh 18,1:Quelle hat geschrieben:Der Zug ging mit eilenden Schritten und wendete sich, da er den Weg zwischen dem Oelgarten und dem Lustgarten von Gethsemani verlassen hatte …
tauta eipon o iesous exelthen sun tois mathetais autou peran tou cheimarrou ton kedron opou en kepos eis on eiselthen autos kai oi mathetai autou
Haec cum dixisset Iesus egressus est cum discipulis suis trans torrentem Cedron ubi erat hortus in quem introivit ipse et discipuli eius
s. Augustinus ([url=http://www.augustinus.it/latino/esposizioni_salmi/esposizione_salmo_134_testo.htm#E_134_020_020]en. in ps. cix,20[/url]) hat geschrieben:20. [v 7.] De torrente in via bibet; propterea exaltabit caput. Videamus et in via bibentem de torrente. Primo quis est torrens? Profluxio mortalitatis humanae. Sicut enim torrens pluvialibus aquis colligitur, redundat, perstrepit, currit, et currendo decurrit, id est, cursum finit; sic est omnis iste cursus mortalitatis. Nascuntur homines; vivunt, moriuntur; et, aliis morientibus, alii nascuntur, rursusque, illis morientibus, alii oriuntur: succedunt, accedunt, decedunt, nec manebunt. Quid hic tenetur? quid non currit? quid non quasi de pluvia collectum it in abyssum? Quomodo enim fluvius repente collectus de pluvia, de guttis imbrium, it in mare, nec apparet; nec apparebat, antequam de pluvia colligeretur: sic hoc genus humanum de occultis colligitur, et profluit; morte rursum in occultum pergit; medium hoc sonat, et transit. De hoc torrente bibit ille; non est dedignatus bibere de hoc torrente. Bibere enim de hoc torrente, illi erat nasci et mori. Hoc habet torrens iste, nativitatem et mortem: suscepit hanc Christus; natus est, mortuus est: ita de torrente in via bibit. Exsultavit enim sicut gigas ad currendam viam. De torrente ergo in via bibit; quia in via peccatorum non stetit. Quia ergo de torrente in via bibit; propterea exaltavit caput: id est, quia humiliatus est, "et factus est subditus usque ad mortem, mortem autem crucis; propterea eum Deus exaltavit a mortuis, et donavit ei nomen quod est super omne nomen, ut in nomine Iesu omne genu flectatur, coelestium, terrestrium, et infernorum, et omnis lingua confiteatur, quia Dominus Iesus Christus in gloria est Dei Patris.
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Re: Problematische Bibelstellen
Der wird sich aber schon was gedacht haben, zB den Spöttern gewisse Interpretationen zu verunmöglichen, die sich bei Herkunft aus Darm oder Magen anböten. Es scheint mir klar, daß hier die Innerei gemeint sein muß, aus der Kinder anständigerweise immer kommen. Natürlich wird es hier nicht um die technischen Details gehen, aber es scheint mir im Lichte der sonstigen Gottesvorstellung interessant, daß dieser Halbsatz viel besser auf eine Frau paßt als auf einen Mann.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Genau. Darum geht man mit Gastritis auch nicht zum Gynäkologen. Der
Übersetzer hätte auch ex/de ventre schreiben können, de visceribus o. ä.
PS. Niels, danke für den Hinweis auf das Krönungsritual. Interessant ist das auch in Bezug auf den Einzug Jesu in Jerusalem, wo manche ja die Verwendung eines Esels als Selbsterniedrigung deuten wollen. Wenn allerdings die davidischen Könige auf Maultieren oder -eseln gekrönt wurden (ημιονος sollte wohl beides hergeben), dann ergibt sich hier auch ein neuer Aspekt.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Problematische Bibelstellen
Einerseits volle Zustimmung. Andererseits leichte Relativierung in dem Sinne, daß die Schreiber der Evangelien, Übersetzer der Psalmen usw. bei weitem nicht so präzise mit der Sprache umgegangen sind, wie wir das nach zwei Jahrtausenden analytischen Zergliederns dieser Sprache gerne hätten. Außerdem besteht "diese Sprache" ja immer aus den verschiedensten zeitlich und lokal unterschiedlichen Zuständen der jeweiligen Sprache - da kommen auch Bedeutungsunterschiede vor.Peregrin hat geschrieben:Der wird sich aber schon was gedacht haben, zB den Spöttern gewisse Interpretationen zu verunmöglichen, die sich bei Herkunft aus Darm oder Magen anböten. Es scheint mir klar, daß hier die Innerei gemeint sein muß, aus der Kinder anständigerweise immer kommen. Natürlich wird es hier nicht um die technischen Details gehen, aber es scheint mir im Lichte der sonstigen Gottesvorstellung interessant, daß dieser Halbsatz viel besser auf eine Frau paßt als auf einen Mann.
Bei "viscera" (Eingeweide) ist m. W. die übertragene Bedeutung häufig: "Das Innere", sogar "das Herz", "aus dem tiefsten Inneren heraus". Das hat soweit ich weiß auch eine Stütze in dem zugrunde liegenden hebräischen Wortgebrauch. Ich kann aber kein Hebräisch, deshalb zurück zum Latein. "Venter" wird z.B. im englischen Gruß durchaus auch für den Ort gebraucht, aus dem anständigerweise die Kinder kommen: "benedictus fructus ventris tui". Aber Venter ist doch eher "Bauch" allgemein - kann bei uns ja ebenfalls für Magen, Darm und "Reproduktionsbereich" stehen. Uterus ist schon sehr speziell für die Reproduktion zuständig: "in utero concepisse" heißt "empfangen" und ist gleichsam das weibliche Gegenstück zu "zeugen".
Und daher denke ich auch, daß der Übersetzer diesen Begriff sehr bewußt gewählt hat, um zu unterstreichen, daß es sich bei der Hervorbringung des Sohnes nicht um einen Akt der Schöpfung und der Produktion, sondern um einen quasi "sexuellen" Akt der Hervorbringung handelt. Und dazu hat der Übersetzer nicht das männliche Organ, die Testes gewählt, sondern den weiblichen Uterus - das war sicher keine Gedankenlosigkeit. Die Schöpfertätigkeit Gottes betont seine männliche Seite, das Machen. Für die Hervorbringung des Sohnes stellt sich der Übersetzung eher etwas wie eine Geburt vor. Das macht zwar noch kein androgynes Gottesbild, alludiert aber doch die allumfassende Wesenheit des Vaters aller Dinge, der alles, was sonst getrennt erscheinen mag, in sich vereinigt.
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Re: Problematische Bibelstellen
Joel 2.13
Schottmessbuch:
Lasst uns umkehren zum Herrn, unserem Gott,
denn er ist gnädig und barmherzig und langmütig.
Groß ist seine Güte,
und es reut ihn, dass er Unheil verhängt hat.
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/fa ... ermittwoch
Alliolo:
Zerreißet eure Herzen, und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist gütig und barmherzig, geduldig und von großer Erbarmung, und überwindet das Böse.
Luther 1912
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem HERRN, eurem Gott! denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und ihn reut bald der Strafe.
Wie ist denn das Gott reut es zu verstehen?
Schottmessbuch:
Lasst uns umkehren zum Herrn, unserem Gott,
denn er ist gnädig und barmherzig und langmütig.
Groß ist seine Güte,
und es reut ihn, dass er Unheil verhängt hat.
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Alliolo:
Zerreißet eure Herzen, und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist gütig und barmherzig, geduldig und von großer Erbarmung, und überwindet das Böse.
Luther 1912
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem HERRN, eurem Gott! denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und ihn reut bald der Strafe.
Wie ist denn das Gott reut es zu verstehen?
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
- lutherbeck
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Re: Problematische Bibelstellen
Mitleid?
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".
Re: Problematische Bibelstellen
Reue ist was anderes als Mitleid (Bei Mitleid braucht es weder eigenes fehlerhaftes Tun, noch Wille zur Besserung):
wikiReue ist das Gefühl – in besonderen Fällen ein Affekt – der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über das eigene fehlerhafte Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
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Re: Problematische Bibelstellen
Allioli übersetzt nach der Vulgata, die andern nach den LXX. Alles recht frei undMarion hat geschrieben:Joel 2.13
Schottmessbuch:
Lasst uns umkehren zum Herrn, unserem Gott,
denn er ist gnädig und barmherzig und langmütig.
Groß ist seine Güte,
und es reut ihn, dass er Unheil verhängt hat.
http://www.erzabtei-beuron.de/schott/fa ... ermittwoch
Alliolo:
Zerreißet eure Herzen, und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem Herrn, eurem Gott; denn er ist gütig und barmherzig, geduldig und von großer Erbarmung, und überwindet das Böse.
Luther 1912
Zerreißet eure Herzen und nicht eure Kleider, und bekehret euch zu dem HERRN, eurem Gott! denn er ist gnädig, barmherzig, geduldig und von großer Güte, und ihn reut bald der Strafe.
Wie ist denn das Gott reut es zu verstehen?
einigermaßen „bemüht“.
Wörtlich juxta LXX ungefähr: „… weil er erbarmend und mitleidend ist, langmü-
tig und vielerbarmend und den Sinn wandelnd hinsichtlich der Übel“ (… ὅτι ἐλε-
ήμων καὶ οἰκτίρμων ἐστίν, μακρόϑυμος καὶ πολυέλεος καὶ μετανοῶν ἐπὶ ταῖς
κακίαις).
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Re: Problematische Bibelstellen
Dankeschön
Mich hats fast vom Hocker gehauen als ich das las:
Gott reut es
Das ist ein völlig anderes Gottesbild

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Gott reut es

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Re: Problematische Bibelstellen
Marion hat geschrieben:Reue ist was anderes als Mitleid (Bei Mitleid braucht es weder eigenes fehlerhaftes Tun, noch Wille zur Besserung):wikiReue ist das Gefühl – in besonderen Fällen ein Affekt – der Unzufriedenheit, der Abscheu, des Schmerzes und Bedauerns über das eigene fehlerhafte Tun und Lassen, verbunden mit dem Bewusstsein (oder der Empfindung) von dessen Unwert und Unrecht sowie mit dem Willensvorsatz zur eventuellen Genugtuung und Besserung.
Vielleicht erzeugt Mitleid Reue - unser bemitleidenswerter menschlicher Zustand erzeugt in Gott ein Gefühl der Reue über evtl. Vergeltungsgedanken?
Lutherbeck

"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".
Re: Problematische Bibelstellen
Man kann nur Sünden bereuen. Meinst du Gott hatte jemals sündhafte Gedanken?
Oder ist bei dir das Mitleid schon mal zur Reue gewechselt ohne daß du eine Schuld deinerseits an irgendeinem Leid erkannt hast?
Oder ist bei dir das Mitleid schon mal zur Reue gewechselt ohne daß du eine Schuld deinerseits an irgendeinem Leid erkannt hast?
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- lutherbeck
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Re: Problematische Bibelstellen
Marion hat geschrieben:Man kann nur Sünden bereuen. Meinst du Gott hatte jemals sündhafte Gedanken?
Oder ist bei dir das Mitleid schon mal zur Reue gewechselt ohne daß du eine Schuld deinerseits an irgendeinem Leid erkannt hast?
Ich kenne Mitleid mit und Reue über böse Gedanken gegenüber Menschen...
Das AT ist voll mit Vergeltungsaktionen Gottes gegen den ungehorsamen Menschen; kann es nicht sein, daß Gott derartige Gedanken aus Mitleid mit uns schwachen Menschen reut?
Lutherbeck
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".
Re: Problematische Bibelstellen
Nein, das kann nicht sein.lutherbeck hat geschrieben:Marion hat geschrieben:Man kann nur Sünden bereuen. Meinst du Gott hatte jemals sündhafte Gedanken?
Oder ist bei dir das Mitleid schon mal zur Reue gewechselt ohne daß du eine Schuld deinerseits an irgendeinem Leid erkannt hast?
Ich kenne Mitleid mit und Reue über böse Gedanken gegenüber Menschen...
Das AT ist voll mit Vergeltungsaktionen Gottes gegen den ungehorsamen Menschen; kann es nicht sein, daß Gott derartige Gedanken aus Mitleid mit uns schwachen Menschen reut?
Lutherbeck
Gott hat immer das beste getan und auch gedacht (Er hat keine sündhaften Gedanken wie wir). Er weiß schon seit immer was passieren wird. Er denkt nicht mal so und guckt was dann passiert und sagt dann: Upps, nein so wollte ich es doch nicht, das tut mir nun aber Leid. Das nächste mal mach ich es besser ...
Gott ist das Gute und zwar 100%ig - Da gibts keinen Platz mehr für Besserung.
Das mit der Vergeltung wird schon seinen Sinn haben auch wenn es vielen von uns böse erscheint.
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- lutherbeck
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Re: Problematische Bibelstellen
Wenn es so steht - ist dann nicht etwas an der Schrift falsch?Marion hat geschrieben:Nein, das kann nicht sein.lutherbeck hat geschrieben:Marion hat geschrieben:Man kann nur Sünden bereuen. Meinst du Gott hatte jemals sündhafte Gedanken?
Oder ist bei dir das Mitleid schon mal zur Reue gewechselt ohne daß du eine Schuld deinerseits an irgendeinem Leid erkannt hast?
Ich kenne Mitleid mit und Reue über böse Gedanken gegenüber Menschen...
Das AT ist voll mit Vergeltungsaktionen Gottes gegen den ungehorsamen Menschen; kann es nicht sein, daß Gott derartige Gedanken aus Mitleid mit uns schwachen Menschen reut?
Lutherbeck
Gott hat immer das beste getan und auch gedacht (Er hat keine sündhaften Gedanken wie wir). Er weiß schon seit immer was passieren wird. Er denkt nicht mal so und guckt was dann passiert und sagt dann: Upps, nein so wollte ich es doch nicht, das tut mir nun aber Leid. Das nächste mal mach ich es besser ...
Gott ist das Gute und zwar 100%ig - Da gibts keinen Platz mehr für Besserung.
Das mit der Vergeltung wird schon seinen Sinn haben auch wenn es vielen von uns böse erscheint.
Joel 2.13
Schottmessbuch:
Lasst uns umkehren zum Herrn, unserem Gott,
denn er ist gnädig und barmherzig und langmütig.
Groß ist seine Güte,
und es reut ihn, dass er Unheil verhängt hat.
Lutherbeck
"Ich bin nur ein einfacher demütiger Arbeiter im Weinberg des Herrn".
Re: Problematische Bibelstellen
Nein die Schrift ist nicht falsch, nur die Übersetzung ist daneben.lutherbeck hat geschrieben: Wenn es so steht - ist dann nicht etwas an der Schrift falsch?
Robert hat ein paar Beiträge weiter oben erklärt was in der Schrift wirklich steht.
viewtopic.php?p=354682#p354682
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Problematische Bibelstellen
Und noch etwas: Die Juden beachteten zwar mit großem Eifer das Gebot "Du sollst Dir kein Bildnis" machen - aber das verstanden sie ihrer Zeit entsprechend nur für Plastik und wohl auch Malerei. Die Sprache des AT, der Psalmen zumal, ist voll von bildhaften Ausdrücken zur Beschreibung Gottes und seines Handelns. Trotz allen Bemühens, diese Gefahr zu vermeiden, gibt es im AT immer wieder die Tendenz, Göttliches Agieren und "die Gedanken Gottes" in der einzigen Perspektive darzustellen, die uns zur Verfügung steht: In einer menschlichen Perspektive. Bis hin zu Jakobs Ringen mit Gott.Marion hat geschrieben:Nein die Schrift ist nicht falsch, nur die Übersetzung ist daneben.lutherbeck hat geschrieben: Wenn es so steht - ist dann nicht etwas an der Schrift falsch?
Robert hat ein paar Beiträge weiter oben erklärt was in der Schrift wirklich steht.
viewtopic.php?p=354682#p354682
Die Vorstellung, daß Gott einen Plan macht wie ein menschlicher Herrscher und dann durch die Bitten seiner Untertanen davon abgebracht wird, diesen Plan zu Ende zu bringen, ist dem AT nicht fremd. Aber es gibt eben auch genug andere Stellen, die ganz deutlich machen, daß damit nur eine Seite im Handeln und Wesen Gottes angesprochen ist. Da steht vieles etwas unverbunden nebeneinander und muß in seinem schwierigen Zusammenhang gesehen werden.
Und ehrlich gesagt, das ist mir manchmal lieber als manche späteren Versuche, die widersprüchlichen Zusammenhäng in Formeln zu fassen - obwohl die natürlich auch ihre Berechtigung haben.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
- Robert Ketelhohn
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Re: Problematische Bibelstellen
Als anthropomorphe Redeweise kann man das schon recht verstehen,Marion hat geschrieben:Dankeschön![]()
Mich hats fast vom Hocker gehauen als ich das las:
Gott reut es![]()
Das ist ein völlig anderes Gottesbild
wie auch den Zorn Gottes, beispielshalber.
Nein.Marion hat geschrieben:Man kann nur Sünden bereuen.
Genau.Bernado hat geschrieben:Die Sprache des AT, der Psalmen zumal, ist voll von bildhaften Ausdrücken zur Beschreibung Gottes und seines Handelns. Trotz allen Bemühens, diese Gefahr zu vermeiden, gibt es im AT immer wieder die Tendenz, Göttliches Agieren und "die Gedanken Gottes" in der einzigen Perspektive darzustellen, die uns zur Verfügung steht: In einer menschlichen Perspektive.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.