Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

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holzi
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von holzi » Freitag 7. Mai 2010, 20:50

new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Keine Angst! Die Russisch Orthodoxe Kirche im Ausland wird wohl kaum für den Evangelischen Katholikentag sammeln. Ich geh dann in die Liturgie um 10:00 Uhr, danach "kommt die Kurskaja dran".
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Lutheraner
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Lutheraner » Samstag 8. Mai 2010, 13:10

holzi hat geschrieben:
new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Keine Angst! Die Russisch Orthodoxe Kirche im Ausland wird wohl kaum für den Evangelischen Katholikentag sammeln.
Wer weiß ;)
Die Orthodoxen nehmen ja sehr aktiv mit zahlreichen Veranstaltungen am ÖKT teil (Du kannst ja mal in der Programmdatenbank suchen, vielleicht findest Du was interessantes).
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songul
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von songul » Samstag 8. Mai 2010, 13:25

Er hat schon recht, diese Kirche wäre wohl die letzte die dafür Geld sammeln würde. Eigentlich sind die vollkommen anti-ökumenistisch eingestellt.
Ich bin wirklich gespannt was dabei heraus kommt, und das ist auch der Hauptgrund für meine Anwesenheit dort und es ist ja bequem - denn in München.

LG Songul

Raimund J.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Raimund J. » Samstag 8. Mai 2010, 13:27

Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
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Niels
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Niels » Samstag 8. Mai 2010, 13:35

Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
:ja: Und evtl. den Altlutheranern (SELK).
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civilisation
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von civilisation » Samstag 8. Mai 2010, 13:36

Diverse antikirchliche Kreise wie z.B. die Aktion "Wir sind Kirche" sind sehr wohl auf dem "ökumensichen" Kirchentag in München vertreten.

Und die werden natürlich durch die Statuten dieses Spektakels auch noch großzügig gefördert.


Aber natürlich gibt es noch radikalere Kreise, die von vorne herein gesagt haben: Uns geht der ÖKT nicht weit genug.

Dazu gehört auch der Herr Breitenbach aus Schweinfurt:
Nach einem gemeinsamen Abendmahl, das zum 1. Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin angeboten wurde, bekamen die beiden Theologen Bernhard Kroll und Gotthold Hasenhüttel die ganze katholische Strenge zu spüren. Der eine wurde „strafversetzt“, der andere verlor Priesteramt und Lehrerlaubnis. Bis zum heutigen Tag.

Auf dem Kirchentag in München wird es von vorneherein keine ökumenische Gastfreundschaft geben, wie sie in unserer Gemeinde selbstverständlich ist. Mündige Christen werden nach wie vor in ihrer Freiheit beschnitten.

Wir sind noch nicht soweit! Diese Behauptung ist vor allem aus katholischen Kirchenkreisen ständig zu hören. Dabei nehmen die Verantwortlichen nicht wahr, dass viele evangelische und katholische Christen längst so weit sind. Sie haben erkannt, dass die beiden Kirchen weit mehr verbindet als was sie trennt. Höchste Zeit, die fragwürdigen Streitigkeiten und Machtkämpfe eines 16. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert zu beenden.
Quelle:

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http://www.stmichael.de/gemeinde/index.htm

civilisation
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von civilisation » Samstag 8. Mai 2010, 13:38

Das sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen:

"Fragwürdige Streitigkeiten und Machtkämpfe ..."

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von songul » Samstag 8. Mai 2010, 13:47

Niels hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
:ja: Und evtl. den Altlutheranern (SELK).
Genau; aber nur wenn die (Alt)Lutheraner mal ein bisschen nett sind. :P :kussmund:

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Gamaliel
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Gamaliel » Samstag 8. Mai 2010, 13:54

civilisation hat geschrieben:Dazu gehört auch der Herr Breitenbach aus Schweinfurt:
Wir sind noch nicht soweit! Diese Behauptung ist vor allem aus katholischen Kirchenkreisen ständig zu hören. Dabei nehmen die Verantwortlichen nicht wahr, dass viele evangelische und katholische Christen längst so weit sind. Sie haben erkannt, dass die beiden Kirchen weit mehr verbindet als was sie trennt. Höchste Zeit, die fragwürdigen Streitigkeiten und Machtkämpfe eines 16. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert zu beenden.
Zur Erinnerung (auch für eventuell irenisch gesinnte Mitleser) wieder einmal Papst Pius XII. in der Instruktion "Ecclesia catholica":
In bezug auf die zu befolgende Arbeitsmethode werden die Bischöfe vorschreiben, was zu tun und was zu unterlassen ist, und sich vergewissern, dass jedermann ihren diesbezüglichen Vorschriften nachkommt. Ferner werden sie darüber wachen, dass nicht unter dem falschen Vorwande, man müsse eher auf das achten, was uns eint, als auf das, was uns trennt, ein gefährlicher Indifferentismus gefördert werde, besonders bei jenen, die in theologischen Belangen weniger erfahren sind und deren religiöse Praxis eher schwach ist.

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von cantus planus » Samstag 8. Mai 2010, 14:33

Man sollte auch darauf hinweisen, dass die uns trennenden Punkte genau die neuralgischen Stellen sind. Dort ist der Graben in den letzten Jahren durch die Prinzipienlosigkeit der evangelischen Kirchen noch deutlich unüberwindbarer geworden. Es gibt derzeit keinen Anlaß zum Optimismus im ökumenischen Dialog.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Niels » Samstag 8. Mai 2010, 14:39

cantus planus hat geschrieben:Man sollte auch darauf hinweisen, dass die uns trennenden Punkte genau die neuralgischen Stellen sind. Dort ist der Graben in den letzten Jahren durch die Prinzipienlosigkeit der evangelischen Kirchen noch deutlich unüberwindbarer geworden. Es gibt derzeit keinen Anlaß zum Optimismus im ökumenischen Dialog.
Gruppen wie die SEKLies ausgenommen.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Lutheraner » Sonntag 9. Mai 2010, 12:25

new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Ich war heute in München in einem Gottesdienst der Landeskirche (Mitgastgeberin des ÖKT). Dort hat man für die evang.-luth. Kirche von El Salvador gesammelt. :daumen-rauf:
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Raimund J. » Sonntag 9. Mai 2010, 12:34

Lutheraner hat geschrieben:
new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Ich war heute in München in einem Gottesdienst der Landeskirche (Mitgastgeberin des ÖKT). Dort hat man für die evang.-luth. Kirche von El Salvador gesammelt. :daumen-rauf:
ich war heute in einem Kirchweihgottesdienst in einem kleinen Kuhdorf. Dort hat man für die Kirche (=Gotteshaus=Kapelle) der Ortschaft gesammelt. ;D
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Quasinix » Sonntag 9. Mai 2010, 17:22

Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Leider ist es damit nicht getan - vorige Woche kam mein Kirchensteuerbescheid aus München, und ein Teil davon fließt mit Sicherheit in dieses glaubenszerstörerische Spektakel. Die Frage ist nur: Wie wehrt man sich dagegen? Oder drastischer formuliert: Darf man da als Katholik überhaupt noch Kirchensteuer zahlen? Ich habe einen Brief an Kirchensteuerstelle bzw. Ordinariat MF geschrieben, in dem ich die Nutzung der von mir gezahlten Kirchensteuer für derartige Zwecke aus Gewissensgründen untersage und um eine entsprechende Bestätigung bitte. Andernfalls (so mein Brief) erwäge ich einen Austritt aus der Körperschaft öffentlichen Rechts und werde den bisher als Kirchensteuer fälligen Betrag zukünftig an die FSSPX spenden (in der Realität ginge mein Geld ans Institut St. Philipp Neri in Berlin und ans Institut Christus König und Hoherpriester, aber die FSSPX zieht hier vielleicht mehr). Eine etwaige Antwort werde ich hier mitteilen.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 9. Mai 2010, 21:00

Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
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overkott
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von overkott » Sonntag 9. Mai 2010, 21:02

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
Wieso?

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Robert Ketelhohn
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 9. Mai 2010, 21:10

overkott hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
Wieso?
Wenn in einem Boot mit überwiegend blinden oder lahmen Schiffbrüchigen alle sich zanken und die Krüppel einen Gesunden nach dem andern über Bord werfen, während gerade eine stattliche Fregatte vorüberfährt, anstatt daß sie lauthals bäten, ihnen von dort ein Rettungstau herüberzuwerfen – tja, dann wird die Fregatte vorüberfahren und werden die Krüppel allesamt ebenso ersaufen wie die über Bord Geworfenen. Höchstens daß die Fregatte noch den einen oder andern aus dem Wasser fischt.
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overkott
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von overkott » Sonntag 9. Mai 2010, 21:13

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
Wieso?
Wenn in einem Boot mit überwiegend blinden oder lahmen Schiffbrüchigen alle sich zanken und die Krüppel einen Gesunden nach dem andern über Bord werfen, während gerade eine stattliche Fregatte vorüberfährt, anstatt daß sie lauthals bäten, ihnen von dort ein Rettungstau herüberzuwerfen – tja, dann wird die Fregatte vorüberfahren und werden die Krüppel allesamt ebenso ersaufen wie die über Bord Geworfenen. Höchstens daß die Fregatte noch den einen oder andern aus dem Wasser fischt.
Johannes, hast du eine Albvision gehabt?

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Bernado » Sonntag 9. Mai 2010, 21:33

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
Nach "unseren" Orthos hat es ihn nie gegeben, konnte es ihn nicht geben. Das mag eine Minderheitsmeinung sein - aber keine Kleine Minderheit. Und was die stolze Fregatte betrifft, so erscheint mir manchmal eher eine Korsarenflotille.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Robert Ketelhohn » Sonntag 9. Mai 2010, 21:55

overkott hat geschrieben:Johannes, hast du eine Albvision gehabt?
Meines Wissens war Johannes nie auf der Alb.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Raphael » Sonntag 9. Mai 2010, 22:35

new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Das wurde in meiner Gemeinde heute auf sehr elegante Weise gelöst, denn daß die Kollekte für den ÖKT in München bestimmt war, wurde erst kurz vor dem Schlußsegen bekannt gegeben. Man hätte also nach vorne gehen müssen, um das Gegebene wieder zu entnehmen. :/
Wenn der Humanismus den Menschen an die erste Stelle setzt,
dann ist der Anti-Humanismus eine gerechtfertigte Ideologie!

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von cantus planus » Sonntag 9. Mai 2010, 22:38

Ich würde sagen, es ist in diesem Fall ausnahmesweise sogar Christenpflicht, den durch die Reihen wandernden Korb zu beschlagnahmen und den Inhalt z. B. in den Opferstock für die Weltmission zu entleeren. :breitgrins:

Ich war heute in einer tridentinischen Messe (Diözesanpriester). Da kommt man gar nicht erst auf die Idee, für solches Teufelswerk eine Kollekte zu halten.
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songul
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von songul » Sonntag 9. Mai 2010, 22:44

Raphael hat geschrieben:
new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Das wurde in meiner Gemeinde heute auf sehr elegante Weise gelöst, denn daß die Kollekte für den ÖKT in München bestimmt war, wurde erst kurz vor dem Schlußsegen bekannt gegeben. Man hätte also nach vorne gehen müssen, um das Gegebene wieder zu entnehmen. :/
Die haben wohl die Warnung hier im KG gelesen und wohlweislich ( :aergerlich: ) so gehandelt. 8)

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Maurus » Montag 10. Mai 2010, 00:15

cantus planus hat geschrieben:Ich würde sagen, es ist in diesem Fall ausnahmesweise sogar Christenpflicht, den durch die Reihen wandernden Korb zu beschlagnahmen und den Inhalt z. B. in den Opferstock für die Weltmission zu entleeren. :breitgrins:

Ich war heute in einer tridentinischen Messe (Diözesanpriester). Da kommt man gar nicht erst auf die Idee, für solches Teufelswerk eine Kollekte zu halten.
War das eigentlich eine von der Diözese angeordnete Kollekte? Dann müsste eine Personalpfarrei die doch auch durchführen oder? (Ist ne theoretische Frage, da es ja hier keine Personalpfarrei für den alten Ritus gibt.)

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Miserere Nobis Domine » Montag 10. Mai 2010, 05:57

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
overkott hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Raimund Josef H. hat geschrieben:Falls Ökumene eine realistische Chance hat, dann die Ökumene zwischen der Orthodoxie und der katholischen Kirche.
Der Kairos ist im Vorübergehen.
Wieso?
Wenn in einem Boot mit überwiegend blinden oder lahmen Schiffbrüchigen alle sich zanken und die Krüppel einen Gesunden nach dem andern über Bord werfen, während gerade eine stattliche Fregatte vorüberfährt, anstatt daß sie lauthals bäten, ihnen von dort ein Rettungstau herüberzuwerfen – tja, dann wird die Fregatte vorüberfahren und werden die Krüppel allesamt ebenso ersaufen wie die über Bord Geworfenen. Höchstens daß die Fregatte noch den einen oder andern aus dem Wasser fischt.
Sollten nicht die Gesunden lauthals rufen, um selbst aus dem Wasser gefischt zu werden, wenn schon die Blinden untergehen müssen?

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Ecce Homo » Montag 10. Mai 2010, 06:06

Raphael hat geschrieben:
new hat geschrieben:Vergess aber nicht am Sonntag in Regensburg NICHTS in den Klingelbeutel zu werfen, weil die machen wohl eine Sonderkollekte für dieses widerliche Ereigniss in München
Das wurde in meiner Gemeinde heute auf sehr elegante Weise gelöst, denn daß die Kollekte für den ÖKT in München bestimmt war, wurde erst kurz vor dem Schlußsegen bekannt gegeben. Man hätte also nach vorne gehen müssen, um das Gegebene wieder zu entnehmen. :/
Hey, stell dir das mal vor: Nach der Ansage stehen einige Leute auf, gehen nach vorne, machen Kniebeuge vor dem Tabernakel. Die Körbchen stehen vor dem Volksaltar, werden aufgehoben und dann beginnt das Wühlen... 8) ;D :blinker:
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Niels » Montag 10. Mai 2010, 10:26

Surrexit Christus spes mea

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Bernado » Montag 10. Mai 2010, 11:08

Niels hat geschrieben:"Lassen wir den Geist wirken": http://www.christ-in-der-gegenwart.de/a ... tikel_html
Zitat daraus:
Wir sehen überhaupt nicht mehr ein, dass ein nach den neuen Agenden gefeierter lutherischer Abendmahlsgottesdienst himmelweit verschieden sein soll von einer nachkonziliaren katholischen Eucharistiefeier, wo alle Teilnehmer jeweils bis in die Einzelheiten die Gleichheiten in der Liturgie erleben, einschließlich der Melodien der Gesänge des Liturgen.
Im Übrigen enthält der Artikel einen Aufruf zu schlangenmäßiger Klugheit (keine demonstrativen Konflikte suchen) und die Proklamationdes Primats der "Fachtheologie" vor dem kirchlichen Lehramt.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von new » Montag 10. Mai 2010, 14:30

Ok, meine Frau und ich werden am K TV Stand u.a. Gratisschriften auf Lager haben.

Wir dachten uns:

- Laien bekommen den "Beichtspiegel"
- widersexuell angehauchte Personen bekommen das Heft "Keuschheit"
- Priester bekommen den "Ordo Missae"
- Bischöfe bekommen den "Katechismus"
- meine Frau und ich bekommen täglich je 2 Aspirin und eine "Missa Tridentina"

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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von cantus planus » Montag 10. Mai 2010, 14:31

Das klingt hervorragend. Aspirin wird aber wohl nicht reichen. Nimm Baldrian und Herztropfen mit!
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Stephen Dedalus » Montag 10. Mai 2010, 14:31

Niels hat geschrieben:"Lassen wir den Geist wirken": http://www.christ-in-der-gegenwart.de/a ... tikel_html
Zitat daraus:
Otto Hermann Pesch hat geschrieben:Wir sehen überhaupt nicht mehr ein, dass ein nach den neuen Agenden gefeierter lutherischer Abendmahlsgottesdienst himmelweit verschieden sein soll von einer nachkonziliaren katholischen Eucharistiefeier, wo alle Teilnehmer jeweils bis in die Einzelheiten die Gleichheiten in der Liturgie erleben, einschließlich der Melodien der Gesänge des Liturgen.
Das ist nicht ganz falsch.
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Re: Ökumenischer Kirchentag 2010 in München

Beitrag von Florianklaus » Montag 10. Mai 2010, 14:54

Stephen Dedalus hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:"Lassen wir den Geist wirken": http://www.christ-in-der-gegenwart.de/a ... tikel_html
Zitat daraus:
Otto Hermann Pesch hat geschrieben:Wir sehen überhaupt nicht mehr ein, dass ein nach den neuen Agenden gefeierter lutherischer Abendmahlsgottesdienst himmelweit verschieden sein soll von einer nachkonziliaren katholischen Eucharistiefeier, wo alle Teilnehmer jeweils bis in die Einzelheiten die Gleichheiten in der Liturgie erleben, einschließlich der Melodien der Gesänge des Liturgen.
Das ist nicht ganz falsch.

Aber auch nicht ganz richtig.

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