Konrad Zdarsa, Bischof von Augsburg

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cantus planus
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von cantus planus »

civilisation hat geschrieben:Aus diesem Kommentar:
Irgendwann wird der Skandal samt Skandalberichterstattung enden.
Man sollte mal die Frage stellen: Was war zuerst da: Die Henne oder das Ei?
Auch dazu können wir die "Süddeutsche" wörtlich zitieren. Als Bischof Mixa um Rücknahme seines Rücktrittsgesuches bat, titelte die SZ: "Die Medien sind sich einig, dass das nicht passieren darf".
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Bernado
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Bernado »

Der von CP zitierte Artikel in der Süddeutschen schrieb:
Die Ernennung des künftigen Augsburger Bischofs zeigt aber auch, dass schnell entscheiden nicht immer bedeutet, gut zu entscheiden. Der Papst hat in einer offenbar recht einsamen Prozedur Konrad Zdarsa erwählt und dabei die deutschen Bischöfe ebenso wie das Augsburger Domkapitel brüskiert
Redakteur Achenbach vom DLF stößt in seinem heutigen Abendkommentar ins gleiche Horn. Er gesteht zu, der Papst habe zwar schnell entschieden - um die Frage anzuschließen, ob er denn auch richtig entschieden habe. Die Antwort läuft darauf hinaus, daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.

Bischof Zdarsa wird auf keine Schonfrist hoffen dürfen - gönnen wir ihm die drei Monate Fristaufschub, bevor er in die Löwengrube muß.
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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

cantus planus hat geschrieben:Ein Kommentar aus der SZ: http://www.sueddeutsche.de/bayern/mixa- ... e-1.972216
Der Vatikan hat angeblich nichts gelernt. Und die "Süddeutsche" hat weder Ahnung, wie man einen Bischof ernennt, noch, was im Bayerischen Konkordat steht.

"Kirchenkrise, nächste Folge" scheint nicht nur eine Überschrift, sondern auch ein Wunsch der "Süddeutschen" zu sein. Ich begreife nicht, wie diese Hass-Postille immer noch so viele Abonnenten haben kann.
Daraus:
Raus aus der Krise, das müsste für die katholische Kirche bedeuten: demütig werden
Ha! ha! Demütig vor dem Herrn und dem Nächsten, aber aufrecht in der Wahrheit und erhobenen Hauptes vor Arschgesichtern à la Freisler, Streicher, Rosenberg, oder wie die Kerle heißen.
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Juergen
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Juergen »

Bernado hat geschrieben:...daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.
Demokratie bei Bischofsernennungen? :vogel:

Ich gehe schon davon aus, daß der Papst jemanden genommen hat, der auf irgendeiner Liste stand. Dafür gibt es ja genug Listen. :)
Gruß Jürgen

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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Ich kotze geradwe. Zweimal hintereinander Text durch wurschtfingergriffe weg, weg, qweggescvheißdreckkacckgelöschtg :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz:
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Bernado hat geschrieben:Antwort läuft darauf hinaus, daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.
- Wahl vort Ort + Gmeinschaftgewährung durch Episkopat = trafiotion der kirche
- jedoch entscheiderebene vor Ort überwiegend heterodox
- alles unterm walrten des römischen zentralismus passiert
- heterodoxe oligarchie muß weg
- zentralismus muß weeg
lösung:
- demokratisches prinzip grundsätzlich und vollständig verdammen. das ist vom teufel
- dafür sorgen, daß vo0r ort kleine orthodoxe kerne neue, rechtgläubige hirten wählen
- deren wahl als wahl der sanioris partis anerkennen, den erwählten gemeinschaft gewähren
- der parti infirmiori vor den koffer scheißen, und sei sie noch so groß => schismatiker = > jwd
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Jacinta
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Jacinta »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ich kotze geradwe. Zweimal hintereinander Text durch wurschtfingergriffe weg, weg, qweggescvheißdreckkacckgelöschtg :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz: :ikb_taz:
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Bernado hat geschrieben:Antwort läuft darauf hinaus, daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.
- Wahl vort Ort + Gmeinschaftgewährung durch Episkopat = trafiotion der kirche
- jedoch entscheiderebene vor Ort überwiegend heterodox
- alles unterm walrten des römischen zentralismus passiert
- heterodoxe oligarchie muß weg
- zentralismus muß weeg
lösung:
- demokratisches prinzip grundsätzlich und vollständig verdammen. das ist vom teufel
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- deren wahl als wahl der sanioris partis anerkennen, den erwählten gemeinschaft gewähren
- der parti infirmiori vor den koffer scheißen, und sei sie noch so groß => schismatiker = > jwd
Tut mir leid, aber ein stinknormaler Abteilungsleiter in einem Unternehmen oder einer Behörde wird auch vom Vorgesetzten bestimmt und nicht von seinen zukünftigen Untergebenen demokratisch gewählt. Verwaltungstechnisch ist ein Bischof nichts anderes. Demokratie ist da ausgesprochen schädlich, wenn der Chef, vor allem der Oberboss, seinen Unternehmenspolitik bis hin zum letzten Hilfsarbeiter durchsetzen will. Dass da natürlich auch gewisse Befindlichkeiten Einzelner fürs Unternehmensklima eine Rolle spielen, ist klar.
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.

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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

nix verstahn
mach nix
brauchs nix
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cantus planus
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von cantus planus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:nix verstahn
mach nix
brauchs nix
Vielleicht war's jetzt für einige etwas zu knapp formuliert, um folgen zu können (ich hab's verstanden). Andererseits verstehen wir die schwierigen Umstände, unter denen dieser Beitrag entstanden ist. :breitgrins:
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Juergen
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Juergen »

Was mir so gerade einfällt: Wollte man nicht in Augsburg, daß schnell ein neuer Bischof ernannt wird?

Nun wird innerhalb kürzester Zeit einer ernannt und was macht man in Augsburg?
Man braucht mehr Zeit für die Planung der Einführung als Rom für die Ernennung.

Wo mahlen also die Mühlen langsam?
Gruß Jürgen

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Raimund J.
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Raimund J. »

Ach Leute, wir haben Juli, d.h. jetzt so kurz vor dem Urlaub geht gar nichts mehr. August ist Urlaubsmonat, also bitte, man wird ja wohl
Urlaub machen dürfen, na und September, also gleich nach dem Urlaub, das geht ja wohl auch nicht. 8)
Also bleibt logischerweise der Oktober als frühestmöglicher Termin!
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

Raimund J.
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Raimund J. »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wie auch immer, Bischof Konrad bräuchte sich darum nicht zu scheren. Er
könnte einfach hinfahren und Besitz von der Diözese ergreifen.
Au weia, "Besitzergreifung", das wenn die einschlägigen Kreise hören, dann ist wieder high life.
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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

cantus planus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:nix verstahn
mach nix
brauchs nix
Vielleicht war's jetzt für einige etwas zu knapp formuliert, um folgen zu können (ich hab's verstanden). Andererseits verstehen wir die schwierigen Umstände, unter denen dieser Beitrag entstanden ist. :breitgrins:
Inzwischen weiß ich sogar, was passiert ist. Irgendwie war Numlock weg. Dann bei gedrückter ALT-Taste auf die 7 des Nummernblocks, und schon ist es passiert. :motz:
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ar26
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von ar26 »

Das ist doch mal ein Thema, zu dem sich ar26 aus seinem Hochzeitsurlaub zurückmelden kann. Ich denke mal, B. Zdarsa näher zu kennen, als die übrigen Nutzer. Er ist quasi in meiner Nachbarschaft geboren und war in Sachsen lange Jahre als Gemeindepfarrer eingesetzt, so in meiner Nachbargemeinde in Chemnitz sowie in der Gemeinde eines sehr guten Freundes von mir (dort Oberministrant gewesen) in Freital bei Dresden.

Erinnerlich ist mir noch, wie er Anfang der 90iger Jahre von der Kanzel über die Notwendigkeit katholischen Religionsunterrichtes dozierte, oder besser donnerte. Diesen Religionsunterricht habe ich als Abiturient (er sorgte dafür, daß seine Kapläne bis zum Abitur in Kooperation mit der Schulverwaltung alle Chemnitzer Schüler unterrichten durfte) selbst genossen. Zwischenzeitlich gab er diesen Unterricht in der Abiturstufe sogar selbst. Positiv in Erinnerung ist mir, daß er differenziert benotete, mich übrigen sehr gut, andere schlecht.

Zdarsa ist m.W. nur Österreicher und hat das während der DDR-Zeit zu nutzen gewußt.

Aus seiner Zeit als GV in Dresden ist mir tätsächlich erinnerlich, daß er mit dem alten Ordo Probleme hatte. Als in Dresden die Bestrebungen zur Etablierung der FSSPX begangen, ortete er in meiner Studentenverbindung (zu Unrecht) das Nest, und bot an, einen "Vortrag" hierzu zu halten. Das war übrigens vor SP. Ich gehe aber davon aus, daß er hier nicht gegen bereits etabliertes ankämpfen wird, aber auch nicht großartig fördern. Er ist vom ostdeutschen Gemeindekatholizismus geprägt, da gibt es keine Extrawürste. In Görlitz ist mW aber vor allem die Suche nach Zelebranten das Problem. Zeitweise hat sogar der Pater vom IDP aus Breslau ausgeholfen, ob es derzeit einen Neuen gibt, weiß ich nicht.

Ob B. Zdarsa mit den Nattern in Augsburg zu Recht kommt (das Zeug dazu hätte er), wird sich zeigen. Bezeichnend an der Ernennung ist für mich, wie dünn die Personaldecke in Deutschland ist, wenn man die Diözesen nicht gleich vom Satan persönlich verwalten lassen will.
...bis nach allem Kampf und Streit wir dich schaun in Ewigkeit!

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cantus planus
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von cantus planus »

ar26 hat geschrieben:Bezeichnend an der Ernennung ist für mich, wie dünn die Personaldecke in Deutschland ist, wenn man die Diözesen nicht gleich vom Satan persönlich verwalten lassen will.
Ich erlebe es in letzter Zeit immer wieder so: Klöster haben größte Schwierigkeiten, überhaupt noch einen Abt zu wählen, ernannte Domkapitulare sind von einer Qualität, dass sie früher nicht einmal Pfarrer geworden wären, Bischöfe werden hin- und hergerückt, Bischöfe plagen sich mit der Pfarrersuche, etc.etc.

Der Zusammenbruch ist nicht mehr lange zu übersehen. Es geht schon längst los.
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TomS
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von TomS »

Hier noch eine weitere Einschätzung zu Bf. Zdarsa:
Zdarsa ist ein gottesfürchtiger und konservativer Theologe. [...]

So unnahbar und ernst Zdarsa als Bischof wirkt, so freundlich und offen agiert er, wenn er nicht den Bischofsstab in der Hand hält. Dann kann er herzlich sein, den Sorgen und Wünschen der Gläubigen aufgeschlossen gegenüberstehen.

Doch findet das alles seine Grenzen, wenn es um das Wesen oder den Kern der katholischen Kirche geht: den Glauben selbst. Seine Predigten wirken oftmals wie Bibelarbeit, ganz eng ans Evangelium gebunden. Davon macht er keine Ausnahme, auch nicht, wenn das ZDF den Gottesdienst überträgt wie im November vergangenen Jahres und Zdarsa das bundesweite Podium auch für prononcierte Äußerungen hätte nutzen können. Die Konzentration auf das Geistlich-Geistige, auf das, was den Glauben ausmacht, führte auch dazu, dass er den Blumenschmuck in der Görlitzer St. Jakobus-Kathedrale, der Bischofskirche der Stadt, reduzieren ließ oder keine Konzerte über den engen Rahmen von Kirchenmusik hinaus mehr in dieser Kirche wünschte.

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Edi
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Edi »

Juergen hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:...daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.
Demokratie bei Bischofsernennungen? :vogel:
Bei den Medien wird ja auch nicht demokratisch abgestimmt, wer der Redaktionsleiter wird, denn das bestimmt der Besitzer.

Als ob Demokratie besser oft Dummokratie gesagt, ein Wert an sich wäre. Wo ausser bei Wahlen von Parteien gibt es denn Demokratie, vielleicht noch Vereinen? In Firmen etwa am Arbeitsplatz oder in Familien?
Es lebt der Mensch im alten Wahn.
Wenn tausend Gründe auch dagegen sprechen,
der Irrtum findet immer freie Bahn,
die Wahrheit aber muss die Bahn sich brechen.

Die meisten Leute werden immer schmutziger je älter sie werden, weil sie sich nie waschen.

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Bernado
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Bernado »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:telegrammstil
Bernado hat geschrieben:Antwort läuft darauf hinaus, daß jede Entscheidung fragwürdig sei, die von Rom aus und nicht auf demokratische Weise vor Ort getroffen werde.
- Wahl vort Ort + Gmeinschaftgewährung durch Episkopat = trafiotion der kirche
- jedoch entscheiderebene vor Ort überwiegend heterodox
- alles unterm walrten des römischen zentralismus passiert
- heterodoxe oligarchie muß weg
- zentralismus muß weeg
lösung:
- demokratisches prinzip grundsätzlich und vollständig verdammen. das ist vom teufel
- dafür sorgen, daß vo0r ort kleine orthodoxe kerne neue, rechtgläubige hirten wählen
- deren wahl als wahl der sanioris partis anerkennen, den erwählten gemeinschaft gewähren
- der parti infirmiori vor den koffer scheißen, und sei sie noch so groß => schismatiker = > jwd
Das ist eine ziemliche Mischung von romantischen Vorstellungen und Archäologismen, die so in der Westkirche keine Tradition haben - so was läßt sich weder von oben verordnen noch von unten aufbauen, es gibt keine Kräfte, die das durchsetzen könnten (und ich würde noch nicht einmal alles durchsetzen wollen)

Man muß schauen, welche Kräfte real am Werk sind. Viele meinen, die ausschlaggebende Kraft wäre die "aufgeklärte Demokratisierung". Ich sehe eher eine Entfeudalisierung am Werk, auch den Verlust von Reichtum und (immer noch) Verbindung mit staatlicher Herrschaft. Da wird in den nächsten Jahrzehnten viel grundlegend anders werden.

Ich denke, die Verwaltungsaufgaben werden in armen Diözesen abnehmen - und die Territorien auch. Der Gedanke der großen Verwaltungseinheiten hat sich überlebt - warum sind Stadtpfarrer und Dekane (vorausgesetzt, sie wären rechtgläubig) nicht Bischöfe mit überschaubarem Verantwortungsbereich? Ich kenne die Meinen, und die meinen kennen mich. Und klassischer Zentralismus würde dort auch nicht gedeihen - aber dafür wären Metropoliten wieder Metropoliten.

Das ist natürlich auch eine romantische und archäologistische Vorstellung, aber ich denke, die tatsächliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung drängt in diese Richtung.
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incarnata
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Re: Die Causa Walter Mixa geht weiter

Beitrag von incarnata »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Jacinta hat geschrieben:Ja, wenn man man bei introibo.net unter seinem bisherigen Bistum nachschaut, siehts sehr, sehr düster aus.
Mußt schon richtig schauen. Erstens findest du da:
D-02829 Jauernick
St. Wenzeslaus, Am Kreuzberg 10
verschiedene Sonntage: 11:30 Uhr
Termine bitte unter 035828/72727 erfragen
Zweitens sind in der Standortkarte darüber hinaus auch Wittichenau und Kolkwitz nahe Cottbus eingetragen.

Ferner hast du gar keine Ahnung, ob es in der Diözese Görlitz, Gott erhalte sie, überhaupt Gruppen von Gläubigen gibt, welche die Meßfeier nach traditionellem Ritus erbeten hätten. (Ich weiß es auch nicht.) Also bitte immer langsam mit den Urteilen.
Die Ehefrau des Herausgebers der in Görlitz erscheinenden Zeitschrift "Schlesien heute",Frau Eva Theisen organisiert immer wieder mal in einer grossen Görlitzer Kirche Hl. Messen in der ausserordentlichen Form.Das wird dann auch bei pro missa tridentina bekanntgegeben.Dass sie dabei von Bischof Zdarsa behindert worden sei,ist mir nicht bekannt. Theisens kennen allerdings auch einige
FSSPX-Priester.Vielleicht haben sie mal blauäugig versucht zu einer Hl. Messe mit einem solchen einzuladen.Dass da der Ortsbischof "warnen muss" als Amtsträger ist verständlich .Jedenfalls hat
Zdarsa laut Artikel auf"Katholisch.de" Papst Benedikt bezüglich der Aufhebung der Exkommunikation von Bischof Williamson gegen das allgemeine Gebrüll verteidigt.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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incarnata
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von incarnata »

Noch´ne landsmannschaftliche Nebenbemerkung:Der Name Zdarsa klingt schlesisch oder böhmisch.
War sein Herr Papa Österreich-Schlesier ?Der kam schon vor dem zweiten Weltkrieg nach Sachsen. Ist also nicht auf der Flucht wie so viele in Sachsen hängengeblieben.
Er soll auch in Erfurt gewesen sein,als Kardinal Meissner noch dort war,bevor er nach Berlin kam als
Bischof. Gibt´s da Verbindungen?Bischof Hanke,auch ein "Österreich-Schlesier" war einer der ersten Gratulanten.
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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Bernado hat geschrieben:Das ist eine ziemliche Mischung von romantischen Vorstellungen und Archäologismen, die so in der Westkirche keine Tradition haben - so was läßt sich weder von oben verordnen noch von unten aufbauen, es gibt keine Kräfte, die das durchsetzen könnten
Romantisch ist das nun überhaupt nicht – und auch nicht traditionslos, sondern in der abendländischen Kirchengeschichte reichlich belegt.

Daß das eintritt, glaube ich natürlich selber nicht, eben weil es »keine Kräfte« gibt, »die das durchsetzen« wollten. An sich wäre es aber ganz leicht. Angenommen, die Mehrheit unseres Domkapitels wählte (lassen wir die Frage der Liste mal außen vor) Ordinariatsrat Msgr. Dr. Hans-Peter Piependeckel zum neuen Erzbischof. Der Bischof von Rom verweigerte Prälat Piependeckel die Gemeinschaft. Großes Geschrei. Aber kein Bischof. Das Kapitel träfe sich erneut. Die Mehrheit wählte diesmal den Prälaten Dr. Rupert Zehnagel. Eine Minderheit widersetzte sich und wählte Pfr. Thorstein Faust. Beide Parteien meldeten ihre Wahl nach Rom. Der Bischof von Rom anerkennte die Minderheitswahl als die des gesünderen Teils und gewährte Erzbischof Thorstein die Gemeinschaft. Zack-bumm. Der Zehnagel kann sich krümmen, aber Faust ist Bischof.

Bloß mit Weicheiern geht das nicht …

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incarnata
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von incarnata »

:kugel: über die Namenswahl Deiner Bischofspraetendenten !
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taddeo
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von taddeo »

Eine Randnotiz aus der heutigen Ausgabe der Passauer Neuen Presse:

„Mein Bruder war schon immer ein Brückenbauer“
Der Bruder des neuen Bischofs von Augsburg lebt seit 1969 in Regensburg und war dort 22 Jahre lang Mesner der Stadtpfarrei St. Anton - so ganz fremd ist Konrad Zdarsa das Bayernland wohl nicht. Zur oben schon mal angeschnittenen Frage nach der Bekanntschaft zwischen Papst Benedikt und Bischof Zdarsa steht dort auch folgendes:
Bei seiner Wahl musste sich Papst Benedikt XVI. nicht allein auf Zeugnisse anderer verlassen, sondern konnte sich auf eigene Erfahrungen stützen. Vor rund 30 Jahren lernten sich der damalige Kardinal Joseph Ratzinger und Zdarsa kennen: „Ich habe ein Jahr lang mit Kardinal Ratzinger im Deutschen Kolleg in Rom gelebt. Daher kennen wir uns.“

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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Peti »

Bayerische Wurzeln:
"Der etwas sächselnde neue Bischof von Augsburg hat sogar bayerische Wurzeln: Seine Mutter Liesel war die ältere Schwester des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel. "Ja, er ist ein Cousin", bestätigte der CSU Landtagsabgeordnete und frühere Wissenschaftsminister Thomas Goppel unserer Zeitung. Er bezeichnete seinen Verwandten als "glaubwürdig, authentisch, solide, und kerzengerade".
Münchner Merkur, 9.07.
Was für ein Glück für uns, dass wir wissen können, dass die Barmherzigkeit Gottes unendlich ist.
Johannes Maria Vianney

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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von taddeo »

Peti hat geschrieben:Bayerische Wurzeln:
"Der etwas sächselnde neue Bischof von Augsburg hat sogar bayerische Wurzeln: Seine Mutter Liesel war die ältere Schwester des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Alfons Goppel. "Ja, er ist ein Cousin", bestätigte der CSU Landtagsabgeordnete und frühere Wissenschaftsminister Thomas Goppel unserer Zeitung. Er bezeichnete seinen Verwandten als "glaubwürdig, authentisch, solide, und kerzengerade".
Münchner Merkur, 9.07.
Der Mann wird mir immer sympathischer. :daumen-rauf:
Darum also die Verbindung nach Regensburg ... die Familie Goppel stammt ja aus Reinhausen (heute ein Stadtteil von Regensburg).

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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Bernado »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:. An sich wäre es aber ganz leicht. Angenommen, die Mehrheit unseres Domkapitels wählte (lassen wir die Frage der Liste mal außen vor) Ordinariatsrat Msgr. Dr. Hans-Peter Piependeckel zum neuen Erzbischof. Der Bischof von Rom verweigerte Prälat Piependeckel die Gemeinschaft. Großes Geschrei. Aber kein Bischof. Das Kapitel träfe sich erneut. Die Mehrheit wählte diesmal den Prälaten Dr. Rupert Zehnagel. Eine Minderheit widersetzte sich und wählte Pfr. Thorstein Faust. Beide Parteien meldeten ihre Wahl nach Rom. Der Bischof von Rom anerkennte die Minderheitswahl als die des gesünderen Teils und gewährte Erzbischof Thorstein die Gemeinschaft. Zack-bumm. Der Zehnagel kann sich krümmen, aber Faust ist Bischof.

Bloß mit Weicheiern geht das nicht …
Herzlichen Glückwunsch - Du hast soeben zwei Medienkampagnen mit internationaler Beachtung angestoßen und ein lokales Schisma ausgelöst, von dem man noch nicht weiß, ob es lokal bleibt.

Dr. Zehnagel und seine Anhänger haben die Nichtanerkennung seiner Wahl durch Rom für irrelevant erklärt und den Prälaten zum 17. Bischof von Augsteinshausen ausgerufen; vor dem Landgericht läuft gerade die Hauptverhandlung über die einstweilige Verfügung, mit der seine Anhänger sich den exklusiven Zugang zur Bischofskirche sichern wollten. Nach einer von Gewaltakten begleiten Demonstration von 21 faustianischen Extremisten hat die Polizei den Zugang zu Dom und Vorplatz aus Sicherheitsgründen allgemein untersagt.

Das Landesparlament diskutiert derzeit einen Antrag des kleineren Koalitionspartners, das Vereinsgesetz dahingehend zu ändern, daß die von dem ehemaligen Pfarrer Faust angeführte Minderheitsgruppe die Gemeinnützigkeit verliert und als auf Gewinnerzielung orientierte sektenähnliche Verinigung einem erhöhten Steuersatz unterworfen wird. Die größere Oppositionspartei hat in diesem Zusammenhang den Vorschlag eingebracht, dem sog. Bischof von Rom wegen erwiesenen und wiederholten Verstoßes gegen demokratische Grundprinzipien künftig die Einreise zu verweigern und ihn im Falle des Zuwiderhandelns als Rädelsführer einer antidemokratischen Vereinigung vor Gericht zu bringen.
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Gamaliel
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Gamaliel »

Unter den "Aufräumarbeiten" die laut SZ vom neuen Bischof zu erledigen seien, wird neben dem Problem "Voß" auch angeführt:
Aufräumen I

Mixa wohnt nach wie vor im Bischofspalais. 'Spätestens bis 1. August wird er das Haus verlassen', sagt Weihbischof Josef Grünwald. Mixa müsse auf jeden Fall das Bistum verlassen, darf also nicht in seine Sommerresidenz nach Weßling ziehen - auch auf Intervention der dortigen Pfarrgemeinde, die ihr Veto einlegte.
Hat das der Vatikan in Rom oder der der Kirche von Augsburg bestimmt? :hmm:

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Robert Ketelhohn
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Bernado hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:. An sich wäre es aber ganz leicht. Angenommen, die Mehrheit unseres Domkapitels wählte (lassen wir die Frage der Liste mal außen vor) Ordinariatsrat Msgr. Dr. Hans-Peter Piependeckel zum neuen Erzbischof. Der Bischof von Rom verweigerte Prälat Piependeckel die Gemeinschaft. Großes Geschrei. Aber kein Bischof. Das Kapitel träfe sich erneut. Die Mehrheit wählte diesmal den Prälaten Dr. Rupert Zehnagel. Eine Minderheit widersetzte sich und wählte Pfr. Thorstein Faust. Beide Parteien meldeten ihre Wahl nach Rom. Der Bischof von Rom anerkennte die Minderheitswahl als die des gesünderen Teils und gewährte Erzbischof Thorstein die Gemeinschaft. Zack-bumm. Der Zehnagel kann sich krümmen, aber Faust ist Bischof.

Bloß mit Weicheiern geht das nicht …
Herzlichen Glückwunsch - Du hast soeben zwei Medienkampagnen mit internationaler Beachtung angestoßen und ein lokales Schisma ausgelöst, von dem man noch nicht weiß, ob es lokal bleibt.

Dr. Zehnagel und seine Anhänger haben die Nichtanerkennung seiner Wahl durch Rom für irrelevant erklärt und den Prälaten zum 17. Bischof von Augsteinshausen ausgerufen; vor dem Landgericht läuft gerade die Hauptverhandlung über die einstweilige Verfügung, mit der seine Anhänger sich den exklusiven Zugang zur Bischofskirche sichern wollten. Nach einer von Gewaltakten begleiten Demonstration von 21 faustianischen Extremisten hat die Polizei den Zugang zu Dom und Vorplatz aus Sicherheitsgründen allgemein untersagt.

Das Landesparlament diskutiert derzeit einen Antrag des kleineren Koalitionspartners, das Vereinsgesetz dahingehend zu ändern, daß die von dem ehemaligen Pfarrer Faust angeführte Minderheitsgruppe die Gemeinnützigkeit verliert und als auf Gewinnerzielung orientierte sektenähnliche Verinigung einem erhöhten Steuersatz unterworfen wird. Die größere Oppositionspartei hat in diesem Zusammenhang den Vorschlag eingebracht, dem sog. Bischof von Rom wegen erwiesenen und wiederholten Verstoßes gegen demokratische Grundprinzipien künftig die Einreise zu verweigern und ihn im Falle des Zuwiderhandelns als Rädelsführer einer antidemokratischen Vereinigung vor Gericht zu bringen.
:ja: :ja: :ja: :ja: :ja: :ja:
:klatschhops: :klatsch: :klatschhops: :klatsch: :klatschhops:
Auf in den Kampf! :ritter:
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

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ottaviani
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Re: Die Causa Walter Mixa geht weiter

Beitrag von ottaviani »

cantus planus hat geschrieben:Ich nehme alles zurück! Nun hab' ich doch glatt Zdarsa mit Feige verwechselt! :patsch: :ikb_shy: :tuete:
eben ich hatte mich schon gewundert..........

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cantus planus
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von cantus planus »

Kinder, mir sagt's ja auch keiner. :achselzuck: :pfeif:
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ottaviani
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von ottaviani »

Die ganze Geschichte ist typisch für den Zustand der Kirche:
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Niels
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von Niels »

Quelle hat geschrieben: (...) Die jetzt bereits eingesetzte Diskussion, ob »der Neue« nun ein »ausgewiesener Konservativer« – so die Katholische Nachrichtenagentur – oder ein Altliberaler, Gegner der Alten Messe und erbitterter Feind der Piusbruderschaft – so die katholischen Rechtsaußen – ist, ist im Moment eigentlich Nebensache. Eine Bewährungsfrist sollte man ihm einräumen.
Positiv ist sicherlich zu bewerten, dass Benedikt XVI. so schnell über die Mixa–Nachfolge entschieden hat, weil dadurch eventuelle monatelange Schlammschlachten eingedämmt werden. Positiv auch, dass er sich für jemanden entschieden hat, der sowohl als Generalvikar in der kirchlichen Verwaltung tätig war als auch eine langjährige Seelsorge-Erfahrung – neben dem Studium des Kirchenrechts in Rom – vorzuweisen hat. In der verfahrenen Situation im Augsburger Bistum ist es aber auch gut, dass er sich in diesem Fall nicht an die Vorschlagsliste von dort gehalten, sondern auf einen Externen zurückgegriffen hat.
Andererseits bleibt es ein Ärgernis, dass sich in der Grundsatzfrage des Verfahrens bei Bischofsernennungen nichts geändert hat. Von einer Strukturänderung, von einer Beteiligung der Betroffenen, also der Gläubigen, von Mitsprache auf breiter Ebene kann nach wie vor keine Rede sein. Der Papst ernennt und damit basta. Wie lange noch?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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taddeo
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Re: Konrad Zdarsa, der neue Bischof von Augsburg

Beitrag von taddeo »

Niels hat geschrieben:
Quelle hat geschrieben:Wie lange noch?
... et in saecula saeculorum. Amen!

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