Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

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Linus
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Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Linus »

Christ86 hat geschrieben:Die Gotte meiner Schwester ist an einem Stück Essen erstickt. Sie hinterlässt drei volljährige Kinder und einen Ehemann. Sie war erst kurz über 50. Bitte betet für sie, ihre Kinder, ihren Gatten und ihren Vater (der nach der Frau nun auch die Tochter verloren hat) zur Mutter Gottes und allen Heiligen um Gottes Beistand.

Ich kann's immer noch nicht so recht glauben :glubsch:

Gerne, nur eine Verständnisfrage: Gotte =Gödi/Godi/Godl/Pate?
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Christ86
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Christ86 »

Linus hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:Die Gotte meiner Schwester ist an einem Stück Essen erstickt. Sie hinterlässt drei volljährige Kinder und einen Ehemann. Sie war erst kurz über 50. Bitte betet für sie, ihre Kinder, ihren Gatten und ihren Vater (der nach der Frau nun auch die Tochter verloren hat) zur Mutter Gottes und allen Heiligen um Gottes Beistand.

Ich kann's immer noch nicht so recht glauben :glubsch:

Gerne, nur eine Verständnisfrage: Gotte =Gödi/Godi/Godl/Pate?
Gotte/Gotti = Patentante, Götti = Patenonkel. Hab' vergessen, dass man das im Deutschen nicht verwendet :breitgrins:
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Raphaela
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Raphaela »

Christ86 hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: Gerne, nur eine Verständnisfrage: Gotte =Gödi/Godi/Godl/Pate?
Gotte/Gotti = Patentante, Götti = Patenonkel. Hab' vergessen, dass man das im Deutschen nicht verwendet :breitgrins:
Doch! :ja:
-> Im Badischen, nahe der schweizer Grenze.
(Wenn da jemand so richtig im Dialekt loslegt, kann man nicht erkennen, ob dies ein Schweizer, oder ein Badener ist.)
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Christ86
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Christ86 »

Raphaela hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: Gerne, nur eine Verständnisfrage: Gotte =Gödi/Godi/Godl/Pate?
Gotte/Gotti = Patentante, Götti = Patenonkel. Hab' vergessen, dass man das im Deutschen nicht verwendet :breitgrins:
Doch! :ja:
-> Im Badischen, nahe der schweizer Grenze.
(Wenn da jemand so richtig im Dialekt loslegt, kann man nicht erkennen, ob dies ein Schweizer, oder ein Badener ist.)
Ja, mein Grossvater ist von da :breitgrins:
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Nassos
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Nassos »

Debora hat geschrieben:Ich bitte um das Gebet für den kleinen Leo, er ist 7 Monate alt und hatte epileptische Anfälle. Jetzt hat die Kinderärztin festgestellt, dass er in der Entwicklung weit zurückliegt, er kann noch nicht einmal seinen Kopf halten. Die Ärztin sagt, es kann sein, dass dies eine Nachwirkung der Anfälle ist, es kann aber auch sein, dass etwas zurückgeblieben ist, man weiß nichts genaues und so müssen wir beten und abwarten
Mögen es nur Nachwirkungen sein!

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Niels
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Niels »

Raphaela hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
Linus hat geschrieben: Gerne, nur eine Verständnisfrage: Gotte =Gödi/Godi/Godl/Pate?
Gotte/Gotti = Patentante, Götti = Patenonkel. Hab' vergessen, dass man das im Deutschen nicht verwendet :breitgrins:
Doch! :ja:
-> Im Badischen, nahe der schweizer Grenze.
(Wenn da jemand so richtig im Dialekt loslegt, kann man nicht erkennen, ob dies ein Schweizer, oder ein Badener ist.)
Ich hab's auch sofort verstanden. :ja:
Die Saarländer sagen Gode (mit langem o) statt Gotte.
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taddeo
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von taddeo »

Das gibt's auch in Niederbayern, da heißt es der/die (bzw. da/d') God (mit langem "o").
Wird aber praktisch nur noch von Leuten verwendet, die ausgeprägt Dialekt sprechen.
Aus der Oberpfalz kenn ich es hingegen nicht, was aber nicht heißen muß, daß es dort nicht auch vorkommt.

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cantus planus
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von cantus planus »

Ich als Norddeutscher habe gedacht, es handle sich um den Gatten mit einem Rechtschreibfehler. :tuete:
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HeGe
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von HeGe »

cantus planus hat geschrieben:Ich als Norddeutscher habe gedacht, es handle sich um den Gatten mit einem Rechtschreibfehler. :tuete:
Ich würde mich zwar nicht als "Norddeutscher" bezeichnen, habe aber dasselbe gedacht. ;)
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taddeo
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von taddeo »

Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".

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Christ86
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Christ86 »

taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
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taddeo
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von taddeo »

Christ86 hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
Nachdem wir eh schon völlig OT sind (vielleicht hab ich noch Zeit, aus diesem Thema einen eigenen Strang zu machen):
Ich kenne es von meinem eigenen Patenkind, in dessen (schwäbisch eingeheirateter) Familie der "Götte" gebräuchlich ist, so, daß es ganz drauf ankommt, wer der Pate ist. Wenn es zB die Tante oder der Onkel ist, dann ist nichts dabei, weiterhin "Tante X" oder "Onkel Y" zu sagen. Oma und Opa bleiben auch das, was sie biologisch schon immer waren (wobei die eigentlich ja nicht unbedingt ein Patenamt übernehmen sollten). Bei nichtfamiliären Paten wie mir ist dann die Anrede "Götte" üblich. Die Regel wäre demnach, daß die "höherwertige" Funktion die Anrede bestimmt: also zunächst kommt die verwandtschaftliche Beziehung, dann erst die des Patenamtes.

HeGe
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von HeGe »

Christ86 hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
Die heutigen Kinder? Im Zweifel: "Ey, Alte, ..." oder "Du da,...". :roll:
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cantus planus
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von cantus planus »

Zumindest in meiner Heimatregion gibt es für Paten keine Anrede. Man nimmt die Anrede, die sonst zutrifft: Cousine, Tante, Onkel, Opa etc. Evtl. kombiniert zum Patenonkel.
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Linus
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Linus »

taddeo hat geschrieben:Das gibt's auch in Niederbayern, da heißt es der/die (bzw. da/d') God (mit langem "o").
Wird aber praktisch nur noch von Leuten verwendet, die ausgeprägt Dialekt sprechen.
Aus der Oberpfalz kenn ich es hingegen nicht, was aber nicht heißen muß, daß es dort nicht auch vorkommt.
Nachdem ich ungefähr 5 verschiedene gesprochene Versionen des Godi kenn, war ich mir nicht ganz sicher, obs das wirklich ist, da ich diese Version nicht kannte.

Linus, ab heute (16 Uhr) zweifacher Göd. Bitte ums Gebet für Pippo äh Phillipp (Neri)

Zur Anrede: ich kenns teilweise als "Onkel Göd" ggf vom Vornamen gefolgt
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Nassos
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Nassos »

Alles Gute und herzlichen Glückwunsch, Onkel Linus. :nuckel:
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Nassos
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Nassos »

Christ86 hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
So muss es auch sein, der Taufpate ist nicht [Punkt]

Gibt es zwischen Eltern und Taufpaten eine spezielle Bezeichnung? Bzw. zum Trauzeugen? Immerhin ist das auch nicht [Punkt] :regel:

Bravo, Christ86!
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Nassos
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Nassos »

Hm, ich fürchte, hier sollten ein paar Beiträge umgetopft werden... Entschuldigung.

Nachtrag: nachdem der Taufpatenstrang angelegt worden ist (Niels, vielen Dank hierfür :huhu: ) ist der Satz oben nun gegenstandslos.
Zuletzt geändert von Nassos am Samstag 24. Juli 2010, 20:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Niels
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Niels »

Nassos hat geschrieben:Entschuldigung.
Du hast ja recht. :ja:
Hab's abgetrennt und verschoben.
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Christ86
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von Christ86 »

taddeo hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
Nachdem wir eh schon völlig OT sind (vielleicht hab ich noch Zeit, aus diesem Thema einen eigenen Strang zu machen):
Ich kenne es von meinem eigenen Patenkind, in dessen (schwäbisch eingeheirateter) Familie der "Götte" gebräuchlich ist, so, daß es ganz drauf ankommt, wer der Pate ist. Wenn es zB die Tante oder der Onkel ist, dann ist nichts dabei, weiterhin "Tante X" oder "Onkel Y" zu sagen. Oma und Opa bleiben auch das, was sie biologisch schon immer waren (wobei die eigentlich ja nicht unbedingt ein Patenamt übernehmen sollten). Bei nichtfamiliären Paten wie mir ist dann die Anrede "Götte" üblich. Die Regel wäre demnach, daß die "höherwertige" Funktion die Anrede bestimmt: also zunächst kommt die verwandtschaftliche Beziehung, dann erst die des Patenamtes.
:hmm: Bei uns ist umgekehrt: eine Tante, die gleichzeitig Patin ist, spricht man mit "Gotti" an, nicht mit Tante xy. Tanten und Onkel spricht man hingegen zumeist nur mit dem Vornamen an, ohne Zusatz Tante oder Onkel.

Bei uns in der Familie sprechen wir die Geschwister der Mutter nur mit Vornamen an, aber ihre eigenen Tanten (also unsere Grosstanten) mit "Tante xy" :kugel:
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ad-fontes
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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von ad-fontes »

cantus planus hat geschrieben:Ich als Norddeutscher habe gedacht, es handle sich um den Gatten mit einem Rechtschreibfehler. :tuete:
Vgl. engl. godfather.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Bitten und Fürbitten - Gebetsanliegen!

Beitrag von ad-fontes »

Nassos hat geschrieben:
Christ86 hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Der Begriff stammt noch aus dem Althochdeutschen ("gote"), schreibt Schmeller in seinem "Bayerischen Wörterbuch".
Wie spricht man die Paten denn in Deutschland an? Bei uns spricht man sie als Gotti oder Götti an und die meisten finden es höchst ungehörig, sie mit dem Vornamen anzusprechen. Das ist wie bei den Eltern und Grosseltern, die spricht man auch nicht mit dem Vornamen an.
So muss es auch sein, der Taufpate ist nicht [Punkt]

Gibt es zwischen Eltern und Taufpaten eine spezielle Bezeichnung? Bzw. zum Trauzeugen? Immerhin ist das auch nicht [Punkt] :regel:

Bravo, Christ86!
:daumen-rauf:
Finde ich auch.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Clemens
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Re: Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Clemens »

Im schwäbischen heißen die Paten übrigens: Dede/Dette (Pate) und Dode/Dotte (Patin).

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Nassos
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Re: Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Nassos »

Der Taufpate wird vom Täufling Nonó (nein, nicht no go) genannt, die -patin noná. Offiziell heißt der Taufpate anádochos, aber niemand spricht ihn so an.

Als Eltern des Kindes nennen wir die Paten kumbáre/kumbára, und diese uns auch. So werden auch die Trauzeugen genannt.
Die zwei Funktionen sind miteinander verknüpft:

Der Trauzeuge der die Hände bei Aufsetzen der Kronen kreuzt (bindet), löst diese mit der Taufe.

Der Trauzeuge/Taufpate meines Kindes hat für mich einen weitaus höheren Stellenwert als die Verwandschaft.
Zwar rufen sich heute alle beim Vornamen :kotz: aber das ist nicht in Ordnung. Das wäre so, wie wenn ich meine Eltern mit Namen anreden würde. :vogel:

Mir gefällt auch der slawische Ausdruck hierfür: kum(e).
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Christ86
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Re: Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Christ86 »

Nassos hat geschrieben: Mir gefällt auch der slawische Ausdruck hierfür: kum(e).
:neinfreu: Kum/a :ja:
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104

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Re: Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Nassos »

Ah, kuma ist weiblich.

Aber kume ist die Anrede?
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Re: Regionale Bezeichnungen für die Taufpaten

Beitrag von Christ86 »

Nassos hat geschrieben:Ah, kuma ist weiblich.

Aber kume ist die Anrede?
Für einen Mann ja, kume.

Für eine Frau kumo. Das ist der Vokativ :ja:
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