Anstößiges und Absunderliches
Re: Anstößiges und Absunderliches
Dieser Beitrag von Nassos scheint mir ein guter Abschluss für die Hundedebatte. Es finden sich sicher bald neue Kuriositäten und Scheußlichkeiten, über die hier diskutiert werden kann. Die Diskussion zur Realpräsenz habe ich in einen bereits bestehenden Strang verschoben.
Guckstu
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Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Das absunderlich kommt bei Wilhelm Busch im Huckebein vor:Christ86 hat geschrieben:Wer hat den Thread-Titel eigentlich kreiert? Absunderlich, herrlich
Jetzt aber naht sich das Malör,
Denn dies Getränke ist Likör.
Es duftet füß.--Hans Huckebein
Taucht seinen Schnabel froh hinein.
Und läßt mit stillvergnügtem Sinnen
Den ersten Schluck hinunterrinnen.
Nicht übel!--Und er taucht schon wieder
Den Schnabel in die Tiefe nieder.
Er hebt das Glas und schlürft den Rest,
Weil er nicht gern was übrig läßt.
Ei, ei! Ihm wird so wunderlich,
So leicht und doch absunderlich.
Re: Anstößiges und Absunderliches
[Punkt]
Wilhelm Busch- Verse sind bei unseren Senioren beliebt. Ein alter Herr, der inzwischen verstorben ist, konnte z. B. Plisch und Plum fast ganz mitsprechen.
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M. v. Ebner- Eschenbach
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Genau, und ausgerechnet ein Schweizer (die sich redlich Mühe geben, gutes Deutsch zu sprechen!) macht sich darüber lustig.... Herrlich.
*duckundwiederweghusch*
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Ich glaube; hilf meinem Unglauben
Re: Anstößiges und Absunderliches
Er wollte sich wohl nicht lustig machen, ihm war bloss die Quelle nicht bekannt.

Ist ja auch schon ein bisschen älter, das Werk. 1867!
Hans Huckebein

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Re: Anstößiges und Absunderliches
Nassos hat geschrieben:Genau, und ausgerechnet ein Schweizer (die sich redlich Mühe geben, gutes Deutsch zu sprechen!) macht sich darüber lustig.... Herrlich.
![]()
*duckundwiederweghusch*
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
User hat sich vom KG verabschiedet
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
http://www.churchtimes.co.uk/content.asp?id=9836
Ich finde die Aussage zum Thema interessant:
Ich finde die Aussage zum Thema interessant:
The Revd Professor Andrew Linzey, Director of the Oxford Centre for Animal Ethics and the author of Animal Rites, said it did not make sense theologically to give communion to animals, as humans needed moral regeneration in a way that animals did not, as “animals can’t sin, and are therefore morally blameless. Humans, on the other hand, need sacramental grace so they might, inter alia, stop being so cruel and selfish to God’s other creatures.”
If only closed minds came with closed mouths.
- cantus planus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Ich würde allerdings auch nicht davon ausgehen, dass in diesem Fall der Hund gesündigt habe... 
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Nee, gesündigt hat hier derjenige, der die Perlen vor die Säue geworfen hat. Der Mensch ist im Gegensatz zum Hund zur Sünde fähig, aber anders als der Hund ist er a) nach dem Abbild Gottes geschaffen und b) durch die Taufe ein Tempel des heiligen Geistes. Alle anderen Gefäße, in denen der Leib des Herren sich befinden darf, sind edelsten Materialien gefertigt und geweiht — und dennoch sind sie Hilfsgefäße, denn im alten, dreibändigen Katechismus hieß es sinngemäß: "Wo weilt der Herr noch lieber als in einem goldenen Kelch? Antwort: Im Herzen des Menschen." Die Eucharistie einem Hund hingegen zu geben, ist dasselbe wie sie in eine Klomuschel zu werfen. Die ist übrigens auch nicht zur Sünde fähig.
???
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Nein. Es besteht ein Unterschied zwischen Materie und Geschöpf.anneke6 hat geschrieben:Die Eucharistie einem Hund hingegen zu geben, ist dasselbe wie sie in eine Klomuschel zu werfen. Die ist übrigens auch nicht zur Sünde fähig.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Nein, beides ist Kreatur, das eine belebte, das andere unbelebte.Stephen Dedalus hat geschrieben:Nein. Es besteht ein Unterschied zwischen Materie und Geschöpf.anneke6 hat geschrieben:Die Eucharistie einem Hund hingegen zu geben, ist dasselbe wie sie in eine Klomuschel zu werfen. Die ist übrigens auch nicht zur Sünde fähig.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
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Re: Anstößiges und Absunderliches
ad-fontes hat geschrieben:Nein, beides ist Kreatur, das eine belebte, das andere unbelebte.
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Bezeichnest Du Deine Kloschüssel als Geschöpf?ad-fontes hat geschrieben:Nein, beides ist Kreatur, das eine belebte, das andere unbelebte.Stephen Dedalus hat geschrieben:Nein. Es besteht ein Unterschied zwischen Materie und Geschöpf.anneke6 hat geschrieben:Die Eucharistie einem Hund hingegen zu geben, ist dasselbe wie sie in eine Klomuschel zu werfen. Die ist übrigens auch nicht zur Sünde fähig.
Und willst Du sagen, daß zwischen belebter und unbelebter Materie kein Unterschied besteht?
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Im engeren Sinne ist sie Geschöpf menschlicher Arbeit.
Das, aus was sie gefertigt wurde, Teil der Schöpfung (= Materie).
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Und die zweite Frage?ad-fontes hat geschrieben:Im engeren Sinne ist sie Geschöpf menschlicher Arbeit.
Das, aus was sie gefertigt wurde, Teil der Schöpfung (= Materie).
Ich schrieb bewußt nicht Kreatur, sondern Geschöpf, da im dt. Sprachgebrauch ein Geschöpf immer belebt ist. Anneke schrieb, es sei egal, ob man die geweihte Hostie in die Kloschüssel werfe oder einem Hund gebe. Natürlich ist beides unziemlich, aber es besteht zwischen beiden ein grundsätzlicher Unterschied. Willst Du das verneinen oder nur spielen?
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Ja, das würde ich verneinen. Natürlich besteht ein Unterschied zwischen einer Kloschüssel und einem Hund. Aber die sakrilegische Handlung bleibt dieselbe. Da würde ich keinen qualitativen Unterschied sehen.Stephen Dedalus hat geschrieben:Anneke schrieb, es sei egal, ob man die geweihte Hostie in die Kloschüssel werfe oder einem Hund gebe. Natürlich ist beides unziemlich, aber es besteht zwischen beiden ein grundsätzlicher Unterschied. Willst Du das verneinen [...]?
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Beide Handlungen sind sakrilegisch, jedoch besteht ein Unterschied. Die irrige Priesterin hat im Falle des Hundes aus dem (fehlgeleiteten) Wunsch gehandelt, das Geschöpf nicht aus der Gemeinschaft am Altar auszuschließen.cantus planus hat geschrieben:Ja, das würde ich verneinen. Natürlich besteht ein Unterschied zwischen einer Kloschüssel und einem Hund. Aber die sakrilegische Handlung bleibt dieselbe. Da würde ich keinen qualitativen Unterschied sehen.Stephen Dedalus hat geschrieben:Anneke schrieb, es sei egal, ob man die geweihte Hostie in die Kloschüssel werfe oder einem Hund gebe. Natürlich ist beides unziemlich, aber es besteht zwischen beiden ein grundsätzlicher Unterschied. Willst Du das verneinen [...]?
Wer eine Hostie in die Kloschüssel wirft, kann keine andere Intention haben, als sie zu schänden oder zu desekrieren. Diese Intention lag aber bei der Priesterin erkennbar nicht vor.
Diesen Unterschied gilt es zu beachten.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Sie ist - nach Selbstaussage - von dem Wunsch fehlgeleitet worden, das Herrchen in der Runde angemessen zu begrüßen. Aber du hast recht: so gesehen mag es einen Unterschied geben.Stephen Dedalus hat geschrieben:Beide Handlungen sind sakrilegisch, jedoch besteht ein Unterschied. Die irrige Priesterin hat im Falle des Hundes aus dem (fehlgeleiteten) Wunsch gehandelt, das Geschöpf nicht aus der Gemeinschaft am Altar auszuschließen.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Tja, das müsste man die gute Dame mal selbst fragen. Im günstigsten Fall war das ein momentaner Blackout. Ich befürchte freilich einen eklatanten theologischen Mangel.anneke6 hat geschrieben:Wie kann man denn so fehlgeleitet sein?!
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Ich möchte Stephen wirklich nicht zunahe treten, aber mein Bild vom Anglikanismus hat sich durch diese Geschichte und vor allem die vielen positiven Beurteilungen dieses Verhaltens unter den Kommentaren ("Awful act…as in aaaaaaw") hat sich dadurch nicht gebessert.
???
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Stephen Dedalus
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Ich habe keine einzige positive Beurteilung dieses Vorgehens gesehen oder gelesen, eher blöde Kalauer wie den von Dir zitierten (der ja auch keinerlei positiven Aspekt enthält). Es bestand nirgendwo ein Zweifel daran, daß dies keinesfalls mit anglikanischer Lehre und Praxis zu vereinbaren ist.anneke6 hat geschrieben:Ich möchte Stephen wirklich nicht zunahe treten, aber mein Bild vom Anglikanismus hat sich durch diese Geschichte und vor allem die vielen positiven Beurteilungen dieses Verhaltens unter den Kommentaren ("Awful act…as in aaaaaaw") hat sich dadurch nicht gebessert.
Natürlich steht es Dir frei, diesen Vorfall auf die Gesamtheit der Anglikaner zu beziehen. Das wurde ja von bestimmten Medien auch bewußt so lanciert. Beim kath.net hat man sich sogar nicht entblödet, den Bericht zunächst mit "Die spinnen, die Anglikaner" zu übertiteln. Selbst Herrn Noe fiel aber dann irgendwann auf, daß man das Fehlverhalten einer einzelnen Priesterin nicht den Anglikanern als Ganzes anlasten kann, zumal sie dafür ja gemaßregelt wurde und sich entschuldigt hat. Man hat dann die Überschrift geändert.
Aber was soll's. Die Leute glauben, was sie glauben wollen. Das machen die meisten mit der katholischen Kirche und den Kinderschändern ja auch so.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Naja, es dürfte schon eine ganze Menge Anglikaner geben, denen nur beim Gedanken an so etwas die Haare zu Berge stehen. Mit den "Kommentaren" wäre ich immer vorsichtig: überlege nur mal, was so alles in deutschen Zeitungen unter den Mißbrauchsberichten etc. stand.anneke6 hat geschrieben:Ich möchte Stephen wirklich nicht zunahe treten, aber mein Bild vom Anglikanismus hat sich durch diese Geschichte und vor allem die vielen positiven Beurteilungen dieses Verhaltens unter den Kommentaren ("Awful act…as in aaaaaaw") hat sich dadurch nicht gebessert.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Eigentlich geht es mir nicht wirklich um Anglikaner-Bashing, sondern um die ewige Frage, ob man den katholischen Glauben ohne Papst bewaren kann, etwas das Heinrich XVIII ja wohl glaubte zu können. Zum Hintergrund möchte ich etwas weiter ausholen.
In der Agape der diesjährigen Osternacht wurde ich von einem älteren Mann angesprochen, der zu mir sagte: "Die beste Stimme in der ganzen Kirche. Wenn ich einmal eine Rede schreibe, möchte ich, daß sie sie vortragen." Er hatte einen starken, nicht-deutschen Akzent. Er outete sich schließlich als Nordire. "Wenn Sie katholisch sind", so sagte ich, "stammen Sie dann ursprünglich aus der Republik Irland?" "Ich bin nicht katholisch", antwortete er, "Ich gehöre der 'Church of Ireland' and." — "Die gehört zur 'Anglican Communion', oder?" Er bejahte. Seine Frau mischte ein: "Damals, der alte Pfarrer, der damals hier war, als wir gekommen sind, hat gesagt, da ist so gut wie gar kein Unterschied zwischen der katholischen Kirche und der Church of Ireland." Ich dachte den ganzen Abend über das Thema nach, während ich mit Mr. S. parlierte und derweil Gerstensaft konsumierte. Ich gab vor, den subtilen britischen Humor kennenlernen zu wollen, dachte aber auch viel über mich selber nach. Als das Bier anfing zu wirken, kam gerade der Kaplan um die Ecke, und ich rief aus: "Behold…Rod [Punkt]" Mr. S. fing an zu wiehern.
Seit diesem Abend habe ich regelmäßig über die Aussage dieses "alten Pfarrers" nachgedacht und bin zu keinem Ergebnis gekommen.
In der Agape der diesjährigen Osternacht wurde ich von einem älteren Mann angesprochen, der zu mir sagte: "Die beste Stimme in der ganzen Kirche. Wenn ich einmal eine Rede schreibe, möchte ich, daß sie sie vortragen." Er hatte einen starken, nicht-deutschen Akzent. Er outete sich schließlich als Nordire. "Wenn Sie katholisch sind", so sagte ich, "stammen Sie dann ursprünglich aus der Republik Irland?" "Ich bin nicht katholisch", antwortete er, "Ich gehöre der 'Church of Ireland' and." — "Die gehört zur 'Anglican Communion', oder?" Er bejahte. Seine Frau mischte ein: "Damals, der alte Pfarrer, der damals hier war, als wir gekommen sind, hat gesagt, da ist so gut wie gar kein Unterschied zwischen der katholischen Kirche und der Church of Ireland." Ich dachte den ganzen Abend über das Thema nach, während ich mit Mr. S. parlierte und derweil Gerstensaft konsumierte. Ich gab vor, den subtilen britischen Humor kennenlernen zu wollen, dachte aber auch viel über mich selber nach. Als das Bier anfing zu wirken, kam gerade der Kaplan um die Ecke, und ich rief aus: "Behold…Rod [Punkt]" Mr. S. fing an zu wiehern.
Seit diesem Abend habe ich regelmäßig über die Aussage dieses "alten Pfarrers" nachgedacht und bin zu keinem Ergebnis gekommen.
???
Re: Anstößiges und Absunderliches
Ja, sicher - wenn auch auf der disziplinären Ebene etwas fehlt - das zeigen ja die Orthodoxen.anneke6 hat geschrieben:die ewige Frage, ob man den katholischen Glauben ohne Papst bewaren kann,
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Anstößiges und Absunderliches
In welchen Bereichen?
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Das war mißverständlich ausgedrückt. Es fehlt der römische Bischof im Reigen der Bischöfe.Lioba hat geschrieben:In welchen Bereichen?
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Verstehe ich nicht ganz. Seit dem Schisma fehlen je nach Standpunkt ja ziemlich viele Bischöfe.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Als Person: sowieso. Bekehren soll ich mich. Was geht mich dabei ein Papst an? Oder einen Papst meine Bekehrung? – Über anderthalb Jahrtausende hatten 99 % der Gläubigen zeit ihres Lebens nicht die geringste Berührung mit einem Papst.anneke6 hat geschrieben:Eigentlich geht es mir … um die ewige Frage, ob man den katholischen Glauben ohne Papst bewahren kann
Als Ortskirche: offenbar auch. Schau auf die Ostkirchen. Da steht es um den Glauben besser als im Westen. Das gilt für Klerus & Volk gleichermaßen.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Wieso fehlt der? – Rom liegt doch nicht im Osten.ad-fontes hat geschrieben:Das war mißverständlich ausgedrückt. Es fehlt der römische Bischof im Reigen der Bischöfe.Lioba hat geschrieben:In welchen Bereichen?
(Was tatsächlich fehlt, ist die Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom.
Ausdrücklich sei’s gesagt, damit Sempre und Berolinensis nicht schon
wieder einen Herzinfarkt kriegen.)
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Anstößiges und Absunderliches
Da muss man wohl auch unterscheiden zwischen der Funktion des Papstamtes bzgl der Lehre und der allgemeinen Kirchenpolitik und seiner Rolle als Identifikationsfigur für den einzelnen Gläubigen.Über anderthalb Jahrtausende hatten 99 % der Gläubigen zeit ihres Lebens nicht die geringste Berührung mit einem Papst.
Ist das eine neuere Entwicklung, begünstigt durch die Medien einerseits, andererseits durch die schwindende Bindung der Menschen an das Bodenpersonal vor Ort? Unser Pfarrer, unserBischof, dieses Gefühl geht zumindest hierzulande doch immer mehr verloren.
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