Deutschschule

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Hubertus
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Re: Deutschschule

Beitrag von Hubertus »

Tja, und mittlerweile ist der Deppenapostroph teilw. sogar zulässig.
Merke: Schreibe solange falsch, bis es richtig ist! :breitgrins:
(Ob das auch für 'das vs. dass' gilt? :umkuck: )
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Ich bin gerade etwas ratlos. Ich habe ein Buch vor mir liegen, aus dem Jahr 1914.

Es nennt sich "Beßler's Illustriertes Lehrbuch der Bienenzucht". :auweia:
:hmm: What’s your problem, man?
Vielleicht der Apoſtroph?
Ach so. Ja, der Apostroph zwischen Namen und Suffixen ist immer mehr oder weniger üblich gewesen. Auch etwa beim »Ohm’schen Gesetz« usw.

Hierzu ein lesenswerter Aufsatz (PDF, 28 Seiten): http://www.opus.ub.uni-erlangen.de/opus ... 2009/1240/
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Vulpius Herbipolensis
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Re: Deutschschule

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:(Hiermit widerrufe ich meine Kapitulation)
lifestylekatholik hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Wie ſprecht ihr eigentlich "Chirurgie" aus? Wie ſchaut's mit China, Chemie, ... aus?
/ç/
In allen Fällen? Alſo [çɪrʊr'ɡi:], ['çi:na] und [çe'mi:]?
Ja. Auch in »Chile«.
Gehe ich recht in der Annahme, daß du damit einem feſten Regelwerk folgſt? Wenn ja, welchem?
Weil's dazupaßt: Ich komme gerade aus einer Vorleſung, in der der Profeſſor konſequent vom "Katekismus" geſprochen hat. :panisch:
Domum superborum demolietur Dominus.

Vulpius Herbipolensis
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Re: Deutschschule

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

overkott hat geschrieben:Beknackt: zu Mütter zentriert
Stimmt. :tuete:
Domum superborum demolietur Dominus.

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:Nur die Bilder öſtlicher Ikonen zu kopieren ohne die dahinter ſtehende Theorie, ſcheint mir nicht ſinnvoll.
Biſt du wirklich verpflichtet, das ſo zu ſchreiben?
Nein. Das war ein Tippfehler.
Beruhigend. Mir iſt dabei eingefallen, daß du, wie du geſagt haſt, in deinem Beruf mit Ausnahme der Kommaſetzung die deformierte Rechtſchreibung verwenden mußt.
Mir iſt gerade aufgefallen, daß ich zwar einerſeits dahinterſtehend zuſammenſchreiben, aber andererſeits dahin gehend getrennt ſchreiben muß.
:hmm:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Niels
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Re: Deutschschule

Beitrag von Niels »

Das ist eine von vielen Ungereimtheiten... :roll:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

Niels hat geschrieben:Das ist eine von vielen Ungereimtheiten... :roll:
Die neue Rechtschreibung ließe ja durchaus »dahingehend« zu, der Duden empfiehlt allerdings die Getrenntschreibung
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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ChrisCross
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Re: Deutschschule

Beitrag von ChrisCross »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Das ist eine von vielen Ungereimtheiten... :roll:
Die neue Rechtschreibung ließe ja durchaus »dahingehend« zu, der Duden empfiehlt allerdings die Getrenntschreibung
Die Betonung ist auch nicht ganz unwichtig. Daran kann man getrennt oder zusammengeschriebene / zusammen geschriebene Wörte auch erkennen.
Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

ChrisCross hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Das ist eine von vielen Ungereimtheiten... :roll:
Die neue Rechtschreibung ließe ja durchaus »dahingehend« zu, der Duden empfiehlt allerdings die Getrenntschreibung
Die Betonung ist auch nicht ganz unwichtig. Daran kann man getrennt oder zusammengeschriebene / zusammen geschriebene Wörte auch erkennen.
Nicht in dem in Rede stehenden Fall. :roll:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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ChrisCross
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Re: Deutschschule

Beitrag von ChrisCross »

lifestylekatholik hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Das ist eine von vielen Ungereimtheiten... :roll:
Die neue Rechtschreibung ließe ja durchaus »dahingehend« zu, der Duden empfiehlt allerdings die Getrenntschreibung
Die Betonung ist auch nicht ganz unwichtig. Daran kann man getrennt oder zusammengeschriebene / zusammen geschriebene Wörte auch erkennen.
Nicht in dem in Rede stehenden Fall. :roll:
Doch.
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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

ChrisCross hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:Die Betonung ist auch nicht ganz unwichtig. Daran kann man getrennt oder zusammengeschriebene / zusammen geschriebene Wörte auch erkennen.
Nicht in dem in Rede stehenden Fall. :roll:
Doch.
Kannst du das bitte näher erläutern?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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ChrisCross
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Re: Deutschschule

Beitrag von ChrisCross »

lifestylekatholik hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
ChrisCross hat geschrieben:Die Betonung ist auch nicht ganz unwichtig. Daran kann man getrennt oder zusammengeschriebene / zusammen geschriebene Wörte auch erkennen.
Nicht in dem in Rede stehenden Fall. :roll:
Doch.
Kannst du das bitte näher erläutern?
Erstmal aus Wikipedia über Leerzeichen in Komposita:
Die Schreibweise mit Leerzeichen kann zu veränderter Betonung führen. Der Hauptakzent eines zusammengesetzten Wortes liegt im Deutschen normalerweise auf dem ersten Teilwort. Beispielsweise liegt der Hauptakzent bei Stadtbahnwagen auf Stadt- ([ˈʃtatbaːnˌvaːgn̩]). Ein Leerzeichen führt hingegen zu einem weiteren Hauptakzent, beispielsweise in Stadtbahn Wagen auf Wagen ([ˌʃtatbaːnˈvaːgn̩]). Auf diese Weise entstehen in gesprochener Sprache häufig sogenannte Holzwegsätze. Deutlich wird der Bedeutungsunterschied auch in den Satzanfängen „Meine kranken Schwestern“ bzw. „Meine Krankenschwestern“.
Lies mal wirklich bewusst "dahin gehend" und "dahingehend". Zwar ist beides erlaubt, es entsteht aber ein Lautunterschied, der beim bewussten Schreiben eben durch die Betonung eine Bedeutung verstärken oder schwächen kann.

Bild

Hier entscheiden Bindestrich, oder ein womöglich fehlendes Komma auch über die Bedeutung :)
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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

ChrisCross, du sitzt einem Missverständnis auf. Es ging darum, wie ich im Dienst zu schreiben verpflichtet bin. Da habe ich mich nach den Dudenempfehlungen zu richten. Der Duden bevorzugt (in seiner 25. Auflage) bei »dahin gehend« die Getrenntschreibung ohne weitere Differenzierungen, während er bei »dahinterstehend« durchaus differenziert.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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ChrisCross
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Re: Deutschschule

Beitrag von ChrisCross »

lifestylekatholik hat geschrieben:ChrisCross, du sitzt einem Missverständnis auf. Es ging darum, wie ich im Dienst zu schreiben verpflichtet bin. Da habe ich mich nach den Dudenempfehlungen zu richten. Der Duden bevorzugt (in seiner 25. Auflage) bei »dahin gehend« die Getrenntschreibung ohne weitere Differenzierungen, während er bei »dahinterstehend« durchaus differenziert.
OK, ich dachte es ginge um den Grundsatz. Aber natürlich kann man den Duden fragen. Es ist aber auch nicht unerheblich, zu wissen, wonach man grundsätzlich entscheidet. Bei diversen Rechtschreibverstümmelungen der letzten Jahre schreibe ich in meinen Arbeiten recht erfolgreich nach eben diesen Grundsätzen.
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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

ChrisCross hat geschrieben:OK, ich dachte es ginge um den Grundsatz.
Ja. Dass es nicht darum ging, wurde aus meinen letzten Beiträgen nicht recht klar.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

Vulpius Herbipolensis
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Re: Deutschschule

Beitrag von Vulpius Herbipolensis »

Zitat von einem ehemaligen Klaſſenkameraden im Deutſch-LK (!): "Sein Satzbau in dieſer Rede iſt ſyntaktiſch."
Domum superborum demolietur Dominus.

iustus
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Re: Nachrichten aus den Bistümern III

Beitrag von iustus »

Raimund Josef H. hat geschrieben:Bitte hier keine weiteren ausufernden Diskussionen, sondern entsprechend des Strangtitels. Nachrichten aus den Bistümern! Danke!
Nicht zuviel Genitiv! Es heißt immer noch "entsprechend dem Strangtitel" und "gegenüber dem Bahnhof". ;)

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Robert Ketelhohn
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Re: Deutschschule

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Auch „gemäß“ regiert allein den Dativ, nebenbei bemerkt.
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

iustus
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Re: Deutschschule

Beitrag von iustus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Auch „gemäß“ regiert allein den Dativ, nebenbei bemerkt.
:daumen-rauf:

iustus
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Re: Deutschschule

Beitrag von iustus »

lifestylekatholik hat geschrieben:ChrisCross, du sitzt einem Missverständnis auf. Es ging darum, wie ich im Dienst zu schreiben verpflichtet bin. Da habe ich mich nach den Dudenempfehlungen zu richten. Der Duden bevorzugt (in seiner 25. Auflage) bei »dahin gehend« die Getrenntschreibung ohne weitere Differenzierungen, während er bei »dahinterstehend« durchaus differenziert.
Du bist echt angewiesen, im Dienst den Empfehlungen des Duden ("dahin gehend") folgen, auch wenn er ausdrücklich Alternativen zulässt ("dahingehend")?

Was meinst Du mit "Differenzierung" bei "dahinterstehend"? Das wird nach http://www.duden.de immer zusammengeschrieben, wenn es nicht im wörtlichen Sinne (als Ortsbeschreibung) gemeint ist.

civilisation
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Re: Deutschschule

Beitrag von civilisation »


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Lupus
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Re: Deutschschule

Beitrag von Lupus »

bei richtiger Betonung kann man oft von selbst herausfinden, ob getrennt oder
zusammen:

dahínterstehend und dahinter stéhend

+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

unser Prior ist ein PC Experte
Ich weiß wirklich nicht, wie so die Leute zusammen gesetzte Wörter so häufig aus einander schreiben. :achselzuck:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Griechisch ἅπτω heißt aktivisch zunächst „heften (etwas woran)“, wobei das deutsche und griechische Wort urverwandt sein dürften.
Mit heften, das von heben abgeleitet ist, ist das griechische κάπτω (und das lateinische capio) verwandt. Wie würdest du die Anlautvariation in ἅπτω erklären?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Bernado
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Re: Deutschschule

Beitrag von Bernado »

lifestylekatholik hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Griechisch ἅπτω heißt aktivisch zunächst „heften (etwas woran)“, wobei das deutsche und griechische Wort urverwandt sein dürften.
Mit heften, das von heben abgeleitet ist, ist das griechische κάπτω (und das lateinische capio) verwandt. Wie würdest du die Anlautvariation in ἅπτω erklären?
Die Artikulationsstelle im Mund ist die gleiche - damit handelt es sich entwicklungsmorphologisch um den gleichen Konsonanten, der in verschiedenen Dialekten / Sprachen in unterschiedlicher Färbung auftritt und durch Wanderung / Rückwanderung zur Ausbildung von Phonemvarianten führt, die dann teilweise auch semantisch auseinandergehen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

Bernado hat geschrieben:
lifestylekatholik hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Griechisch ἅπτω heißt aktivisch zunächst „heften (etwas woran)“, wobei das deutsche und griechische Wort urverwandt sein dürften.
Mit heften, das von heben abgeleitet ist, ist das griechische κάπτω (und das lateinische capio) verwandt. Wie würdest du die Anlautvariation in ἅπτω erklären?
Die Artikulationsstelle im Mund ist die gleiche - damit handelt es sich entwicklungsmorphologisch um den gleichen Konsonanten, der in verschiedenen Dialekten / Sprachen in unterschiedlicher Färbung auftritt und durch Wanderung / Rückwanderung zur Ausbildung von Phonemvarianten führt, die dann teilweise auch semantisch auseinandergehen.
Öh. Nur leider wird anlautendes k-, soweit ich weiß, im Griechischen aber nicht zu h-. Anlautendes h- vor Vokalen geht dort i. d. R. auf debukkalisiertes s- zurück.
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Robert Ketelhohn
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Re: Deutschschule

Beitrag von Robert Ketelhohn »

lifestylekatholik hat geschrieben:Wie würdest du die Anlautvariation in ἅπτω erklären?
Gar nicht. Meine diesbezügliche Bemerkung war ganz unüber-
legt, du hast natürlich recht, cf. ἑπτὰ, septem und sanskr. sapta.
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ad-fontes
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Re: Deutschschule

Beitrag von ad-fontes »

Selbst oder selber?

Gibt es hierfür eine Hilfestellung, wann das eine, wann das andere?

z.B.
Ich selbst bin (oder: Ich bin selber) in ... geraten.
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Juergen
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Re: Deutschschule

Beitrag von Juergen »

Ist das nun eigene Faulheit - oder was?
Gib einfach mal „selbst oder selber“ bei google ein und klick einen der beiden ersten Treffer an:
http://sprachen-blog.de/selbst-oder-selber/
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfis ... 42,.html
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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Robert Ketelhohn
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Re: Deutschschule

Beitrag von Robert Ketelhohn »

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lifestylekatholik
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Re: Deutschschule

Beitrag von lifestylekatholik »

WELT-online hat geschrieben:Wie Hamburger den Ostfriesen den Burgenbau lehrten

In Leerort am Staatrand von Leer graben Archäologen eine gewaltige Festungsanlage aus.
:bedrippelt:
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Beitrag von taddeo »

lifestylekatholik hat geschrieben:
WELT-online hat geschrieben:Wie Hamburger den Ostfriesen den Burgenbau lehrten

In Leerort am Staatrand von Leer graben Archäologen eine gewaltige Festungsanlage aus.
:bedrippelt:
Zumindest in der Überschrift haben sie schon verbessert.

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