Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

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Libertas Ecclesiae
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Montag 6. November 2023, 12:20
Pilger hat geschrieben:
Montag 6. November 2023, 11:16
... aber das wichtigste von allen ist, dass die Katholische Kirche in Deutschland wieder missionarisch werden muss.
missionarisch? - Du meinst also der Klerus (die Diözesan- und Ordenspriester) sollen in Deutschland missionieren? :breitgrins:
Die müssten doch zuerst selbst missioniert werden (aber von wem?), bevor sie missionieren könnten.
Das Problem ist, dass der Klerus in weiten Teilen bereits missionierungsresistent geworden ist. :|
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

Dr.Hackenbush

Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Dr.Hackenbush »

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:
Mittwoch 8. November 2023, 17:20
Das Problem ist, dass der Klerus in weiten Teilen bereits missionierungsresistent geworden ist. :|
ja, aber wieso eigentlich?

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

Laodizea ist nicht weit weg (Off 3, 14 ff.)! :hmm:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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Fuchsi
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Fuchsi »

Ist heute nicht mehr so aktuell wie gestern, aber gestern konnte ich mal wieder nicht editieren...
Dr.Hackenbush hat geschrieben:
Montag 6. November 2023, 12:20
Pilger hat geschrieben:
Montag 6. November 2023, 11:16
... aber das wichtigste von allen ist, dass die Katholische Kirche in Deutschland wieder missionarisch werden muss.
missionarisch? - Du meinst also der Klerus (die Diözesan- und Ordenspriester) sollen in Deutschland missionieren? :breitgrins:
Die müssten doch zuerst selbst missioniert werden (aber von wem?), bevor sie missionieren könnten.
Dazu passt ja ein heutiger Zeitungsartikel:

da fragte ein aus dem Bistum Speyer augetretener Diözesanpriester, warum Leute, die tiefgläubig sind aus der Kirche austreten... :D er meinte da selbstverständlich bekannte Pappenheimer... der Ex-Priester sei jetzt altkatholisch...

Kirchenaustritt, tiefgläubig lässt seine Kirchensteuer lieber den Piusbrüdern zukommen...

Wieviele tiefgläubige praktizierende Altkatholiken gibt es im Vergleich zu Messzentren der Piusbrüder, Petrusbrüder?? :detektiv: :narr:

Man könnte ja gerne die Johanneskapelle und die Aegiddiikirche in der Stadt besuchen, wo diese Zeitung herkommt... und vergleichen...

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

„In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?

>>Doch „nüchtern betrachtet geht es um die Macht und das Geld“, so Meuser, denn „die Strategen der Machtübernahme der Laien haben bereits die Mehrheit der deutschen Bischöfe auf ihre Seite gezogen; nun betteln sie in Rom noch um den päpstlichen Segen“, also „um irgendeine Kompromissformel, die sich triumphierend präsentieren lässt“. Die Menschen sollen Glauben, dass der Papst nun ebenfalls den deutschen ‚Synodalen Weg‘ befürworte“ Aber in Wirklichkeit gebe beim deutschen „Synodalen Weg“ keinerlei Überlegungen, „wieder in das Boot der universalen Kirche einzusteigen, die neu eingeführte Sexualethik zu widerrufen oder sich wieder am Lehramt der Kirche zu orientieren“.<< (Quelle)

Eigentlich hat die deutsche Kirche genug Geld. In den 90-er Jahren war sie nach meinen Informationen der zweit größte Arbeitgeber in Deutschland. Deshalb glaube ich nicht, dass es primär ums Geld geht. Es geht um die Macht – das Sagen zu haben! Und keiner will es wahrhaben und auch bestätigen (die Synodalen sowieso nicht!), dass sich die deutsche Kirche als Opposition versteht.

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Sascha B.
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Sascha B. »

Das Schisma dürfte daran scheitern dass die Konkordate mit der RKK geschlossen wurden und die DBK-Sekte sicherlich nicht auf die Bezahlung ihrer Führungskräfte durch den Staat verzichten möchte.

Sollte hingegen der Staat die weitere Bezahlung von Bischöfen und Domklerus zusichern, sollte das Schisma binnen kürzester Zeit verwirklicht sein.
Die linksgrünwoke Pseudokirche die niemand braucht und die nur Existiert damit ein paar Versager einen Job haben.

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 21. Januar 2026, 12:12
„In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?

>>Doch „nüchtern betrachtet geht es um die Macht und das Geld“, so Meuser, denn „die Strategen der Machtübernahme der Laien haben bereits die Mehrheit der deutschen Bischöfe auf ihre Seite gezogen; nun betteln sie in Rom noch um den päpstlichen Segen“, also „um irgendeine Kompromissformel, die sich triumphierend präsentieren lässt“. Die Menschen sollen Glauben, dass der Papst nun ebenfalls den deutschen ‚Synodalen Weg‘ befürworte“ Aber in Wirklichkeit gebe beim deutschen „Synodalen Weg“ keinerlei Überlegungen, „wieder in das Boot der universalen Kirche einzusteigen, die neu eingeführte Sexualethik zu widerrufen oder sich wieder am Lehramt der Kirche zu orientieren“.<< (Quelle)

Eigentlich hat die deutsche Kirche genug Geld. In den 90-er Jahren war sie nach meinen Informationen der zweit größte Arbeitgeber in Deutschland. Deshalb glaube ich nicht, dass es primär ums Geld geht. Es geht um die Macht – das Sagen zu haben! Und keiner will es wahrhaben und auch bestätigen (die Synodalen sowieso nicht!), dass sich die deutsche Kirche als Opposition versteht.
Eigentlich ist in dem Artikel alles mit der erforderlichen Deutlichkeit angesprochen! :daumen-rauf:
Was die vom Synodalen Weg wollen, und Herr Meuser leider nicht beantwortete (bzw. nicht beantworten wollte! :hmm: :hmm: :hmm: ), liegt auf der Hand:
Die Umsetzung der 68-er-Revolution innerhalb der Strukturen der katholischen Kirche.
Es begann bereits in den 70-er-Jahren in der Jugendarbeit ............
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

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nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Sascha B. hat geschrieben:
Mittwoch 21. Januar 2026, 15:15
Das Schisma dürfte daran scheitern dass die Konkordate mit der RKK geschlossen wurden und die DBK-Sekte sicherlich nicht auf die Bezahlung ihrer Führungskräfte durch den Staat verzichten möchte.
vielleicht, aber das ist nicht der eigentliche Grund. Der eigentliche Grund ist – getrennt von der RK-Kirche, die für Katholiken die Kirche Christi ist, sind sie Abtrünnige, die nicht das sind, was sie sein sollen – 500 Jahre nach Luthers „Reformation“ dürften das mittlerweile auch die Synodalen kapiert haben.

Sascha B. hat geschrieben:
Mittwoch 21. Januar 2026, 15:15
Sollte hingegen der Staat die weitere Bezahlung von Bischöfen und Domklerus zusichern, sollte das Schisma binnen kürzester Zeit verwirklicht sein.
Die linksgrünwoke Pseudokirche die niemand braucht und die nur Existiert damit ein paar Versager einen Job haben.
So einfach ist das nicht, denn nicht jeder, deutsche Katholik wird bei der neuen DK-„Kirche“ (deutschen-katholischen Kirche) bleiben – d.h. noch weniger Kirchgänger und noch weniger Geld (Kirchensteuer). Zwar werden die Bischöfe vom Staat bezahlt, aber alle anderen Mitarbeiter der Kirche von der Kirchensteuer. Auch das wissen die Synodalen und ihre Mitläufer.

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 21. Januar 2026, 15:33
Was die vom Synodalen Weg wollen, und Herr Meuser leider nicht beantwortete (bzw. nicht beantworten wollte! :hmm: :hmm: :hmm: ), liegt auf der Hand:
Die Umsetzung der 68-er-Revolution innerhalb der Strukturen der katholischen Kirche.
Es begann bereits in den 70-er-Jahren in der Jugendarbeit ............
die Frage ist nur, was das der Kirche bringen soll?

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Donnerstag 22. Januar 2026, 10:13
Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 21. Januar 2026, 15:33
Was die vom Synodalen Weg wollen, und Herr Meuser leider nicht beantwortete (bzw. nicht beantworten wollte! :hmm: :hmm: :hmm: ), liegt auf der Hand:
Die Umsetzung der 68-er-Revolution innerhalb der Strukturen der katholischen Kirche.
Es begann bereits in den 70-er-Jahren in der Jugendarbeit ............
die Frage ist nur, was das der Kirche bringen soll?
In früheren Zeiten habe ich, wenn die Sprache auf dieses Thema gekommen ist, gerne den Judas-Brief zitiert:
Ich, Judas, ein Knecht Jesu Christi und ein Bruder des Jakobus (Mt 13,55), sende meinen Gruß den Berufenen, die in Gott, dem Vater, geliebt und für Jesus Christus bewahrt sind. Barmherzigkeit, Friede und Liebe mögen euch immer reichlicher zuteil werden! Geliebte! Da es mein Herzenswunsch ist, euch über unsere gemeinsame Rettung zu schreiben, fühle ich mich gedrungen, in meiner Zuschrift die Mahnung an euch zu richten, für den Glauben zu kämpfen, der den Heiligen ein für allemal übergeben worden ist. Es haben sich nämlich gewisse Leute nebenbei eingeschlichen, die schon längst für folgendes Verdammungsurteil aufgeschrieben sind: »Gottlose Leute, welche die Gnade unsers Gottes zur Ausschweifung verkehren und unsern alleinigen Gebieter und Herrn Jesus Christus verleugnen.«
Das Problem ist nicht neu, sondern existiert seit der konstantinischen Wende, die nicht die kopernikanische Wende ist ( :blinker: ) . Die Motivation, sich kirchlich zu engagieren, wurde - ich sage es 'mal freundlich - erweitert. Die der Kirche staatlicherseits verliehenen Privilegien ziehen Glücksritter an wie Motten vom Licht angezogen werden.

Gott sei's gedankt, daß jedoch immer dann, wenn's erforderlich war, Heilige aufgetreten sind, die der zerstörerischen Wirkung von Häresien entgegengetreten sind.
Hierbei gibt es übrigens eine Ähnlichkeit zum Alten Bund:
Dort waren es die Propheten, die dafür sorgten, daß die Glut des Glaubens nicht erstickt werden konnte!
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
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nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:14
Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
schade nur, dass die Mühlen im Vatikan so langsam mahlen. :blinker:
Der ganze destruktive Prozess in der Kirche Deutschlands fing schon mit Hans Küng, Eugen Drewermann und Uta Ranke-Heinemann an - das sind ca. 50 Jahre oder sogar länger.

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:34
Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:14
Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
schade nur, dass die Mühlen im Vatikan so langsam mahlen. :blinker:
Der ganze destruktive Prozess in der Kirche Deutschlands fing schon mit Hans Küng, Eugen Drewermann und Uta Ranke-Heinemann an - das sind ca. 50 Jahre oder sogar länger.
Wenn man eine Veranlagung zu Depressionen hat, sollte man aber keinesfalls die Youtube-Videos vom Eugen schauen, die dort reichlich vorhanden sein. :auweia: :auweia: :auweia:

Die können eine ähnliche Wirkung wie Nietzsche-Lektüre haben ..................
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ottaviani
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von ottaviani »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:14
Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
der Nuntius im Baltikum hat halt wie wir alle seine Privat Meinung

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

ottaviani hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:09

der Nuntius im Baltikum hat halt wie wir alle seine Privat Meinung
ja, wissen wir.
Schön wäre es, wenn Du etwas zum Inhalt schreiben würdest.



Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:14
Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
Erzbischof Gänswein nennt den Synodalen Weg zu recht "Irrweg" und auf die Frage des Fragenden, dass es im Synodalen Weg auch legitime Anliegen gibt, findet der Erzbischof nur schwer eine Antwort und ich frage entgegen, welche Anliegen des Synodalen Weges sind legitim?

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:19
ottaviani hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:09

der Nuntius im Baltikum hat halt wie wir alle seine Privat Meinung
ja, wissen wir.
Schön wäre es, wenn Du etwas zum Inhalt schreiben würdest.



Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 11:14
Erzbischof Gänswein kritisiert "Synodalen Weg": Brauchen Brandmauer gegen Verwässerung des Glaubens

Erzbischof Gänswein ist zwar nicht mehr im Vatikan tätig, aber offenbar gibt es Leute in Führungspositionen der Kirche, die die Unwucht in den Bestrebungen des "Synodalen Weges" erkannt haben! :ja: :ja: :ja:
Erzbischof Gänswein nennt den Synodalen Weg zu recht "Irrweg" und auf die Frage des Fragenden, dass es im Synodalen Weg auch legitime Anliegen gibt, findet der Erzbischof nur schwer eine Antwort und ich frage entgegen, welche Anliegen des Synodalen Weges sind legitim?
Man darf vermuten, die Zögerlichkeit ist darauf zurückzuführen, daß die Antwort eine länger andauernde und darüber hinaus komplexe Darlegung erfordert hätte. Ein Interview ist nun 'mal kein anthropologisches Proseminar. 8) 8) 8)

Darüber hinaus ist EB Gänswein kirchenpolitisch erfahren genug, um zu wissen, was er wann und wo sagen kann/darf. :maske: :maske: :maske:
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nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:38
Man darf vermuten, die Zögerlichkeit ist darauf zurückzuführen, daß die Antwort eine länger andauernde und darüber hinaus komplexe Darlegung erfordert hätte. Ein Interview ist nun 'mal kein anthropologisches Proseminar. 8) 8) 8)

Darüber hinaus ist EB Gänswein kirchenpolitisch erfahren genug, um zu wissen, was er wann und wo sagen kann/darf. :maske: :maske: :maske:
ja, das sehe ich auch so, aber genau diese, umgängliche Art - wie auch beim BXVI - lässt die Synodalen immer und aggressiver weitermachen. Der Vatikan sollte dem Gejaule und dem Treiben der Synodalen ein Ende setzen - nach dem Motto: "Besser ein Ende mit Krach, als Krach ohne Ende".

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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:45
Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 12:38
Man darf vermuten, die Zögerlichkeit ist darauf zurückzuführen, daß die Antwort eine länger andauernde und darüber hinaus komplexe Darlegung erfordert hätte. Ein Interview ist nun 'mal kein anthropologisches Proseminar. 8) 8) 8)

Darüber hinaus ist EB Gänswein kirchenpolitisch erfahren genug, um zu wissen, was er wann und wo sagen kann/darf. :maske: :maske: :maske:
ja, das sehe ich auch so, aber genau diese, umgängliche Art - wie auch beim BXVI - lässt die Synodalen immer und aggressiver weitermachen. Der Vatikan sollte dem Gejaule und dem Treiben der Synodalen ein Ende setzen - nach dem Motto: "Besser ein Ende mit Krach, als Krach ohne Ende".
Man kann das Verhalten der "Synodalen" unter psychologischen Gesichtspunkten betrachten:
Sie benehmen sich wie das sprichwörtliche enfant terrible. Einerseits um Aufmerksamkeit zu erregen, selbst wenn diese von negativer Art ist, und andererseits um gegebenenfalls Überreaktionen zu provozieren. * Die sakramentale Ordnung der Kirche jedoch ist stabiler als es nach außen hin und für Außenstehende aussieht. Selbst binnenkirchlich ist da das Unwissen größer als das Wissen.
Die "Synodalen" haben mit voller Absicht einen Prozeß in Gang gesetzt, der innerhalb der kirchenrechtlichen Strukturen nicht gangbar ist. Dabei haben sie sich sogar Unterstützung von "Hirten" sichern können, die lieber von ihren Schafen geführt werden wollten als diese selber zu führen. Nicht umsonst kennt man in katholischen Kreisen den Aphorismus "Der Weg zur Hölle ist mit den Schädeln von Bischöfen gepflastert!". Als Polemik ausgesprochen hat dieser Aphorismus etwas Wahres.
Und ein großer Teil des Problem mit dem traditionalistischen "Lager" baut auf ähnlichen psychologischen Strukturen auf: Während die "Synodalen" zu lax sind, sind die "Tradis" zu rigoros.

Mann und frau können halt auf zwei Seiten vom rechten Weg abkommen! :pfeif: :pfeif: :pfeif:



* Ähnlichkeiten mit Foranten wie dem fake-ottaviani sind nicht zufällig! :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:17
Man kann das Verhalten der "Synodalen" unter psychologischen Gesichtspunkten betrachten:
Sie benehmen sich wie das sprichwörtliche enfant terrible. Einerseits um Aufmerksamkeit zu erregen, selbst wenn diese von negativer Art ist, und andererseits um gegebenenfalls Überreaktionen zu provozieren. ...
Die "Synodalen" haben mit voller Absicht einen Prozeß in Gang gesetzt, der innerhalb der kirchenrechtlichen Strukturen nicht gangbar ist.
Dabei haben sie sich sogar Unterstützung von "Hirten" sichern können, die lieber von ihren Schafen geführt werden wollten als diese selber zu führen.
genau! Aber wie bescheuert, besessen oder krank man sein muss (oder vielleicht alles auf ein mal), um etwas zu fordern, was dem Glauben der Kirche, der Exegese (dem Willen Gottes) wiederspricht?
Erzbischof Gänswein nennt es zu recht "Irrweg"! Anders kann man es nicht bezeichnen. Die Duldung der Synodalen in der Kirche Deutschlands verdanken die Synodalen vor allem der Ignoranz der deutschen Katholiken - Ich kenne viele Katholiken, die darauf angesprochen reagieren wie "am Bahnhof". Aber über Verblödung und Intelligenz wurde hier schon im Thema "Bildungspolitik" genung geschrieben. :blinker: :breitgrins:



Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:17
Und ein großer Teil des Problem mit dem traditionalistischen "Lager" baut auf ähnlichen psychologischen Strukturen auf: Während die "Synodalen" zu lax sind, sind die "Tradis" zu rigoros.
es kommt mir vor wie ein Kreis, an dessen Spitze sich beide Lager nach V2 getroffen haben und sich systematisch voneinander entfernen, um sich wieder unten - nach180°- wieder zu treffen. :blinker:

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:49
Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:17
Man kann das Verhalten der "Synodalen" unter psychologischen Gesichtspunkten betrachten:
Sie benehmen sich wie das sprichwörtliche enfant terrible. Einerseits um Aufmerksamkeit zu erregen, selbst wenn diese von negativer Art ist, und andererseits um gegebenenfalls Überreaktionen zu provozieren. ...
Die "Synodalen" haben mit voller Absicht einen Prozeß in Gang gesetzt, der innerhalb der kirchenrechtlichen Strukturen nicht gangbar ist.
Dabei haben sie sich sogar Unterstützung von "Hirten" sichern können, die lieber von ihren Schafen geführt werden wollten als diese selber zu führen.
genau! Aber wie bescheuert, besessen oder krank man sein muss (oder vielleicht alles auf ein mal), um etwas zu fordern, was dem Glauben der Kirche, der Exegese (dem Willen Gottes) wiederspricht?
Übermut tut selten gut! :/ :/ :/

Oder um es mit Goethe zu sagen:
Uns ist ganz kannibalisch wohl,
Als wie fünf hundert Säuen.
nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:49
Erzbischof Gänswein nennt es zu recht "Irrweg"! Anders kann man es nicht bezeichnen. Die Duldung der Synodalen in der Kirche Deutschlands verdanken die Synodalen vor allem der Ignoranz der deutschen Katholiken - Ich kenne viele Katholiken, die darauf angesprochen reagieren wie "am Bahnhof". Aber über Verblödung und Intelligenz wurde hier schon im Thema "Bildungspolitik" genung geschrieben. :blinker: :breitgrins:
Die Verbindung von Dummheit und Dreistheit kann man mit dem alten jiddischen Begriff Chuzpe bezeichnen! :/ :/ :/
nomads hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:49
Peduli hat geschrieben:
Freitag 23. Januar 2026, 13:17
Und ein großer Teil des Problem mit dem traditionalistischen "Lager" baut auf ähnlichen psychologischen Strukturen auf: Während die "Synodalen" zu lax sind, sind die "Tradis" zu rigoros.
es kommt mir vor wie ein Kreis, an dessen Spitze sich beide Lager nach V2 getroffen haben und sich systematisch voneinander entfernen, um sich wieder unten - nach180°- wieder zu treffen. :blinker:
Uns Annalena, also die, die aus dem Völkerrecht kommt, hätte da von 360° gesprochen! :narr: :narr: :narr:
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

Bischof Oster zieht ein Fazit zur letzten Synodalversammlung:
Die Selbstsäkularisierung setzt sich fort - Über den Synodalen Weg

:hutab: :hutab: :hutab:
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 12:33
Bischof Oster zieht ein Fazit zur letzten Synodalversammlung:
Die Selbstsäkularisierung setzt sich fort - Über den Synodalen Weg :hutab: :hutab: :hutab:
Hier verweise ich auf den Kommentar von einem User namens „barbaletta“
unter dem Artikel auf kath.net
:breitgrins:
So sehr ich Bischof Oster schätze..., wenn er alles meint, wie er es sagt, dann musste er nicht seinen Vortrag damit anfangen, zu erwähnen, dass die positiven Seiten des Synodalen Weges überwiegen - das kauft ihm nicht mal der Synodaler Weg selbst ab. :breitgrins:

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 14:14
...............
So sehr ich Bischof Oster schätze..., wenn er alles meint, wie er es sagt, dann musste er nicht seinen Vortrag damit anfangen, zu erwähnen, dass die positiven Seiten des Synodalen Weges überwiegen - das kauft ihm nicht mal der Synodaler Weg selbst ab. :breitgrins:
Da scheinst Du etwas mistverstanden zu haben. :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck:

Er sagt doch am Anfang, daß die problematischen Auswirkungen die positiven Ansätze deutlich überwiegen.
In Kürze: Mehr schlecht als recht!

Er will also - im besten Pastoralsprech :tuete: - nicht allen Protagonisten des "Synodalen Weges"
gleichsam a priori eine miese Motivation unterstellen ............
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 15:03
Da scheinst Du etwas mistverstanden zu haben. :achselzuck: :achselzuck: :achselzuck:

Er sagt doch am Anfang, daß die problematischen Auswirkungen die positiven Ansätze deutlich überwiegen.
In Kürze: Mehr schlecht als recht!
hast Recht!
ich habe mir das noch mal angehört und Bischof Oster sagt:
daß die problematischen Auswirkungen... dessen positiven Ansätze deutlich überwiegen.
ich habe beim ersten mal verstanden: ... und die positiven Ansätze deutlich überwiegen.


Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 4. Februar 2026, 15:03
Er will also - im besten Pastoralsprech :tuete: - nicht allen Protagonisten des "Synodalen Weges" gleichsam a priori eine miese Motivation unterstellen ............
das mag sein, aber... ehrlich gesagt, ich sehe im Synodalen Weg nichts, aber auch gar nichts positives.

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Im Bezug auf eine Nachricht auf „katholisch.de“:
Bischof Johan Bonny:
Möchte bis 2028 verheiratete Männer zu Priestern weihen

Wieso schlugen das die „ZdK“, „Wir sind Kirche“ und die „Synodalen“ bis jetzt nicht vor?
Wieso schlagen diese Gruppierungen in Deutschland nur: Frauenordination, Priesterehe (durch Abschaffung des Zölibates) und Homoehe vor, aber keine Weihe für verheiratete Männer?

Übrigens, es gibt keinen Priestermangel im Westen Europa – das sollen einfache Berechnungen zeigen: je mehr Kirchgänger ein (1) Priester zu betreuen hat, umso größer der Priestermangel.
Und umgekehrt: je weniger Kirchgänger ein (1) Priester zu betreuen hat, umso weniger kann man vom Priestermangel sprechen.

In Belgien gibt es 7800000 Katholiken.
4% davon sind Kirchgänger, also = 312000
Es gibt in Belgien schätzungsweise 3000 Priester – d.h. ein Priester hat 104 Kirchgänger zu betreuen. Das ist doch sehr wenig, also: paradiesische Zustände (für den Priester), möchte man sagen.
Warum redet man in Belgien vom Priestermangel?

In Deutschland gibt es 19770000 Katholiken. 8% (durchschnittlich) davon sind Kirchgänger, also = 1581600
Es gibt in Deutschland gibt 11417 Priester – d.h. ein Priester hat 138 Kirchgänger zu betreuen. Das ist doch ebenfalls sehr gut für den Priester.
Warum redet man in Deutschland vom Priestermangel?

Schauen wir nach Osten:
In Polen gibt es ca. 28000000 Katholiken.
29% davon sind Kirchgänger, also = 8120000
Es gibt in Polen 34700 Priester (kaum ständige Diakone und kaum Gemeine-/Pastoralreferenten) – d.h. ein Priester hat 234 Kirchgänger zu betreuen. Das bedeutet, dass ein Priester in Polen viel mehr zu tun hat, als einer in Belgien oder Deutschland, weil er nicht nur das „erledigen“ muss, was auch ein Priester in Westeuropa, sondern mehr Kirchgänger zu betreuen hat - und dennoch schicken die Polen Priester nach Deutschland und in die ganze Welt, um zu missionieren. Wie geht das? Was macht die Kirche in Polen anders (um nicht „besser“ schreiben zu müssen), als die im Westen Europa und jammern (noch) nicht vom Priestermangel? Oder - besser/andersrum gefragt - was machen wir in Deutschland (machen wir überhaupt irgendetwas?) anders/schlechter (obwohl die finanzielle Absicherung dank der Kirchensteuer gesichert ist)??
Und warum reden wir im Westen Europa in Anbetracht dieser einfachen Rechnungen vom Priestermangel?

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

gefunden auf WELT.de:
Warum die Kirchen immer leerer werden

Das liegt nicht nur an den Missbrauchsskandalen, deren systematische Aufarbeitung noch immer aussteht. Insbesondere die evangelische Kirche hat sich durch ihre starke Politisierung und gleichzeitige inhaltliche Aushöhlung mittlerweile so sehr von ihrem Glaubensauftrag entfernt, dass sie sich als Institution selbst überflüssig macht.


Dass auch Teile der katholischen Kirche, der einstmals eine starke Nähe zur CDU nachgesagt wurde, solchem Zeitgeist nacheifern, demonstrierte ihr gemeinsamer Protest mit der evangelischen Kirche gegen die migrationspolitischen Vorhaben der Union kurz vor der Bundestagswahl. Die Kritik an solchen Interventionen der Kirche entzündet sich nicht an der Frage, ob man einer bestimmten Partei zustimmt oder nicht. Natürlich haben auch Kirchenvertreter das Recht auf freie Meinungsäußerung – sie sind jedoch zu parteipolitischer Neutralität aufgefordert, wenn sie ihren Auftrag noch ernst nehmen, eine Institution zu repräsentieren, die für alle Christen offen ist.


So finden Gläubige, die andere Anschauungen haben, die ihren Glauben ernst nehmen und in der Kirche einen Ort suchen, der frei ist von den politisierten Debatten und Verwerfungen der Gesellschaft, in ihren Gemeinden oftmals keine Heimat mehr.

Gerade auf sie aber müsste es Katholiken und Protestanten ankommen. Denn wenn sogar die Kirche den Glauben geringer schätzt als politische Parteinahme und seichte Wohlfühlspiritualität, wird sie noch schneller untergehen, als die jetzigen Austrittszahlen prognostizieren.
(Quelle)
Außerdem:
https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... ieder.html

und außerdem:
Demgegenüber gelte mangelnde Rechtgläubigkeit der kirchlichen Obrigkeit – wie auch heute wieder – als Petitesse. Häresien gebe es keine mehr. Am Dogma der leiblichen Himmelfahrt Mariens zu zweifeln, führe lediglich zu leisen Ermahnungen. Zweifel am „Dogma von der Unfehlbarkeit der CDU“ zu äußern, provoziere jedoch unsubtile Reaktionen seitens der Hierarchien. (Quelle)

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 09:24
gefunden auf WELT.de:
Warum die Kirchen immer leerer werden

Das liegt nicht nur an den Missbrauchsskandalen, deren systematische Aufarbeitung noch immer aussteht. Insbesondere die evangelische Kirche hat sich durch ihre starke Politisierung und gleichzeitige inhaltliche Aushöhlung mittlerweile so sehr von ihrem Glaubensauftrag entfernt, dass sie sich als Institution selbst überflüssig macht.


Dass auch Teile der katholischen Kirche, der einstmals eine starke Nähe zur CDU nachgesagt wurde, solchem Zeitgeist nacheifern, demonstrierte ihr gemeinsamer Protest mit der evangelischen Kirche gegen die migrationspolitischen Vorhaben der Union kurz vor der Bundestagswahl. Die Kritik an solchen Interventionen der Kirche entzündet sich nicht an der Frage, ob man einer bestimmten Partei zustimmt oder nicht. Natürlich haben auch Kirchenvertreter das Recht auf freie Meinungsäußerung – sie sind jedoch zu parteipolitischer Neutralität aufgefordert, wenn sie ihren Auftrag noch ernst nehmen, eine Institution zu repräsentieren, die für alle Christen offen ist.


So finden Gläubige, die andere Anschauungen haben, die ihren Glauben ernst nehmen und in der Kirche einen Ort suchen, der frei ist von den politisierten Debatten und Verwerfungen der Gesellschaft, in ihren Gemeinden oftmals keine Heimat mehr.

Gerade auf sie aber müsste es Katholiken und Protestanten ankommen. Denn wenn sogar die Kirche den Glauben geringer schätzt als politische Parteinahme und seichte Wohlfühlspiritualität, wird sie noch schneller untergehen, als die jetzigen Austrittszahlen prognostizieren.
(Quelle)
Außerdem:
https://www.welt.de/regionales/hamburg/ ... ieder.html
Diese Beschreibung erinnert an die prophetischen Worte von Papst Paul VI., der einst die Diagnose abgab, daß „der Rauch Satans durch irgendeinen Spalt in den Tempel Gottes eingedrungen“ eingedrungen sei! :auweia: :auweia: :auweia:
Umso wichtiger ist die Ermahnung eines seiner Nachfolger, nämlich von Papst Benedikt XVI., insbesondere an die deutsche "Fraktion" der Kirche, daß eine Entweltlichung angesagt sei. :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

Der LOGOS bestimmt das Sein!
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nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 09:45
Diese Beschreibung erinnert an die prophetischen Worte von Papst Paul VI., der einst die Diagnose abgab, daß „der Rauch Satans durch irgendeinen Spalt in den Tempel Gottes eingedrungen“ eingedrungen sei! :auweia: :auweia: :auweia:
Umso wichtiger ist die Ermahnung eines seiner Nachfolger, nämlich von Papst Benedikt XVI., insbesondere an die deutsche "Fraktion" der Kirche, daß eine Entweltlichung angesagt sei. :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Ja, und:
„Der größte Trick, den der Teufel je vollbracht hat, war,
die Welt davon zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.“

– ein Zitat, das angeblich von dem Dichter Charles Baudelaire stammt und im Film „Die üblichen Verdächtigen“ verwendet wurde.


Am Sonntag habe ich die Gebetsstätte in Wigratzbad besucht, wo die Patres der Petrusbruderschaft den Tridentinischen Ritus feiern und die Patres von Opus JSS den NOM als „ad orientem“ und nicht "versus populum", wie üblich. Ich fahre nach Wigratzbad min. ein mal im Jahr und konnte auch dort den Schwund der Kirchenbesucher im NOM beobachten. Zum Tridentinischen Ritus will ich hier nichts schreiben, aber am Beispiel des dort als „ad orientem“ gefeierten NOMs, möchte ich etwas erläutern:
Würden die Patres von Opus JSS den NOM so feiern, wie er gefeiert werden soll, dann wäre alles perfekt! (und mit „perfekt“ meine ich „bestmöglich“ = wie der „Istwert“ der sich kontinuierlich dem „Sollwert“ nähert) - dabei ist die Zelebrationsrichtung irrelevant. In dem dort, als „ad orientem“ gefeiertem NOM gibt es keine Kommunionhelfer/innen und die Kommunion wird dort vor dem Altar nur knieend mit dem Mund empfangen – so weit so gut! Was fehlt, um perfekt zu sein?
– das große Credo (wird nicht gebetet)
- die Wandlungsworte "für alle" statt "für viele" (wie im neuen Gotteslob bereits korrekt übersetzt wurde)
Warum kommen die Opus JSS Patres nicht darauf? Weil sie glauben, dass alles so ist, wie es sein soll und den zuständigen Bischof interessiert das eh nicht.

manchmal glaube ich, die Kirchen werden immer leerer, weil sich Gott und seine Transzendenz zurückgezogen hat - und zwar deshalb, weil sich die Kirche in Deutschland selber nicht mehr treu ist. Sie ist sich nur in dem selber treu, was sie unerlaubt in die Liturgie einführt und im Nachhinein von Vatikan hinterlistig erpresst und erlauben lässt.

Dabei möchte ich mich wiederholen:
Der korrekt gefeierter NOM – wie ich ihn hier beschrieben habe: viewtopic.php?p=949083#p949083 ist keine Utopie.
So wurde er in Osteuropa bis in die 90-er Jahre und in den meisten osteuropäischen Kirchen immer noch so gefeiert. Also, nicht der NOM selbst ist die Ursache des Zerfalls der Kirche, sondern die westliche „Yes We Can“ Mentalität, die bereits in den Kirchen Deutschlands Einzug gefunden hat, lange bevor Barack Obama diesen Spruch in seinem Wahlkampf benutzte.
Zuletzt geändert von nomads am Dienstag 7. April 2026, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.

Peduli
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Peduli »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 10:14
Peduli hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 09:45
Diese Beschreibung erinnert an die prophetischen Worte von Papst Paul VI., der einst die Diagnose abgab, daß „der Rauch Satans durch irgendeinen Spalt in den Tempel Gottes eingedrungen“ eingedrungen sei! :auweia: :auweia: :auweia:
Umso wichtiger ist die Ermahnung eines seiner Nachfolger, nämlich von Papst Benedikt XVI., insbesondere an die deutsche "Fraktion" der Kirche, daß eine Entweltlichung angesagt sei. :daumen-rauf: :daumen-rauf: :daumen-rauf:
Ja, und:
„Der größte Trick, den der Teufel je vollbracht hat, war,
die Welt davon zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.“

– ein Zitat, das angeblich von dem Dichter Charles Baudelaire stammt und im Film „Die üblichen Verdächtigen“ verwendet wurde.
Er hat noch einen zweiten Trick auf Lager:
Er läßt katholische Theologen lehren, daß die Hölle leer sei!

Der österreichische Priester Johannes Schwarz, der zum Dunstkreis von kath.net gehört, hat dafür den passenden sprachlichen Ausdruck "Theolügen" gefunden und verwendet.

Dabei muß man einräumen, daß diese Lehre schon in der frühen Christenheit eine gewisse Verbreitung gefunden hatte und sogar Kirchenväter in ihren Bann gezogen hat; und zwar unter dem Namen Apokatastasis. Ich müßte es nochmal genau heraussuchen, aber ich meine es wäre einer der Gregoriusse gewesen. :hmm: :hmm: :hmm:

Meiner Meinung nach ist da eher dem Hl. Augustinus zu folgen, der von der massa damnata sprach. Diese Rede ist zwar weniger erfreulich, aber deutlich realistischer; beispielsweise wenn man sich die derzeitige Weltlage anschaut. :auweia: :auweia: :auweia:
nomads hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 10:14
Am Sonntag habe ich die Gebetsstätte in Wigratzbad besucht, wo die Patres der Petrusbruderschaft den Tridentinischen Ritus feiern und die Patres von Opus JSS den NOM als „ad orientem“ und nicht "versus populum", wie üblich. Ich fahre nach Wigratzbad min. ein mal im Jahr und konnte auch dort den Schwund der Kirchenbesucher im NOM beobachten. Zum Tridentinischen Ritus will ich hier nichts schreiben, aber am Beispiel des dort als „ad orientem“ gefeierten NOMs, möchte ich etwas erläutern:
Würden die Patres von Opus JSS den NOM so feiern, wie er gefeiert werden soll, dann wäre alles perfekt! (und mit „perfekt“ meine ich „bestmöglich“ = wie der „Istwert“ der sich kontinuierlich dem „Sollwert“ nähert) - dabei ist die Zelebrationsrichtung irrelevant. In dem dort, als „ad orientem“ gefeiertem NOM gibt es keine Kommunionhelfer/innen und die Kommunion wird dort vor dem Altar nur knieend mit dem Mund empfangen – so weit so gut! Was fehlt, um perfekt zu sein?
– das große Credo (wird nicht gebetet)
- die Wandlungsworte "für alle" statt "für viele" (wie im neuen Gotteslob bereits korrekt übersetzt wurde)
Warum kommen die Opus JSS Patres nicht darauf? Weil sie glauben, dass alles so ist, wie es sein soll und den zuständigen Bischof interessiert das eh nicht.

manchmal glaube ich, die Kirchen werden immer leerer, weil sich Gott und seine Transzendenz zurückgezogen hat - und zwar deshalb, weil sich die Kirche in Deutschland selber nicht mehr treu ist. Sie ist sich nur in dem selber treu, was sie unerlaubt in die Liturgie einführt und im Nachhinein von Vatikan hinterlistig erpresst und erlauben lässt.
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

Der LOGOS bestimmt das Sein!
Das Sein definiert das Nicht-Sein!

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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Peduli hat geschrieben:
Dienstag 7. April 2026, 10:57
Der österreichische Priester Johannes Schwarz, der zum Dunstkreis von kath.net gehört, hat dafür den passenden sprachlichen Ausdruck "Theolügen" gefunden und verwendet.
Jetzt will die DBK noch Laienpredigt erlauben und die Erlaubnis dafür vom Vatikan wieder erschmeicheln, weil Laien eh schon in Deutschland predigen.
Viel wichtiger wäre das zu korrigieren, was bei gesundem Verstand zu korrigieren wäre – z.B.:
Can. 230 — § 1, §2, §3
Hier steht nichts davon das mit „Laien“ auch Frauen als Kommunionhelferinnen gemeint sind.
Im Gegenteil – hier sind „männliche Laien“ gemeint und im §3 steht: „Wo es ein Bedarf der Kirche nahelegt…“
Wo bitte schön besteht in Deutschland bei 5-9% Katholiken, die noch zur Kirche gehen, Bedarf für Kommunionhelfer/innen??? Vor und kurz nach V2 gingen 40-60% Katholiken zur Kirche am Sonntag und es gab keine Kommunionhelfer/innen - warum beschließt die DBK die Entlassung der Kommunionhelfer/innen nicht, zumal die Zahl der ständigen Diakone steigt und mittlerweile hat fast jede Kirchengemeinde einen ständigen Diakon? Sind sich die ständigen Diakone zu schade, die Kommunion zu spenden, oder wären die Kommunionhelferinnen zu tiefst enttäuscht, wenn man sie in den Ruhestand entlassen würde, weil ihre Aufdringlichkeit nicht mehr gebraucht wird?
Wenn man die Arbeitsphilosophie der DBK analysiert, kommt man unweigerlich zu einem Ergebnis – die DBK wird sich eher die Zunge abbeißen, als zugeben, dass alle die „Maßnahmen“ der letzten 50 Jahre (Handkommunion, Mädchenministrantur, Kommunionhelfer/innen, Laienpredigt), die dazu führen sollten, die Kirche für die Menschen weiter zu öffnen und die Menschen in die Kirche einzuladen, das Gegenteil bewirkt haben.
Wieso kommen die deutschen, leitenden Bischöfe nicht auf die Idee, alles richtig zu machen und auf das Laientheater zu verzichten? – würde sich in der Kirche nichts bessern, könnten die Bischöfe am Ende dennoch sagen: „Wir haben alles so gemacht, wie wir es machen sollten“
Und jetzt? Jetzt können sie das nicht sagen, weil sie das machen, was die Laien („ZdK“, „Wir sind Kirche“, „Synodaler Weg“) fordern.

Caviteño
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von Caviteño »

Mehr Gott, weniger Polit-Aktivismus: Papst will deutsche Bischöfe bändigen

Man darf gespannt sein, ob der neue Nuntius erfolgreich sein wird.

nomads
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Re: Deutsche Katholische Kirche - was müsste geschehen?

Beitrag von nomads »

Caviteño hat geschrieben:
Sonntag 12. April 2026, 16:43
Man darf gespannt sein, ob der neue Nuntius erfolgreich sein wird.
der neue Nuntius ist bereits erfolgreich - die DBK wird niemals zugeben, dass in Deutschland irgendein Bischof gebändigt werden muss. Sie glaubt und wird behaupten, dass in Deutschland alles in bester Ordnung sei und alle Bemühungen der deutschen Kirche dazu dienen, Gott und die Kirche den Menschen näher zu bringen.
Also, alles wie gehabt – Laienpredigt war schon immer verboten, wurde ausdrücklich vor fast 30 Jahren vom Vatikan verboten und selbst im deutschen Messbuch verbietet die DBK die Laienpredigt, aber die deutsche Kirche wäre nicht das, was sie ist, wenn sie nicht gegen Regularien, kirchliche Gesetze und Bestimmungen verstoßen würde – Frauen werden weiter predigen dürfen, die "Lizenz zum Töten" wird weiter vergeben, Homosexuelle werden weiter zu Priestern geweiht, die Kommunion bleibt „für alle“ und die Forderung nach der Frauenordination wird weiter heuchlerisch mit dem Priestermangel begründet.

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