Kurze Fragen - kurze Antworten

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von ad-fontes »

Galilei hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Darf das Brautamt weiterhin nur außerhalb der geschlossenen Zeiten gefeiert werden?
Was ist unter "geschlossenen Zeiten" zu verstehen?
Die "gepägten Zeiten": Advent und Weihnachtzeit; Fastenzeit und Osterzeit.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Galilei
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Galilei »

ad-fontes hat geschrieben:
Galilei hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Darf das Brautamt weiterhin nur außerhalb der geschlossenen Zeiten gefeiert werden?
Was ist unter "geschlossenen Zeiten" zu verstehen?
Die "gepägten Zeiten": Advent und Weihnachtzeit; Fastenzeit und Osterzeit.
Die Regelung scheint nicht fortzubestehen. Über die Ritualmesse "In celebratione Matrimonii" steht im Messbuch:
MR 2002 hat geschrieben:Quoties Matrimonium intra Missam celebratur, adhibetur hæc Missa ritualis, cum colore albo vel festivo.
Occurrentibus vero diebus, qui sub nn. 1-4 tabulæ dierum liturgicorum recensentur, adhibetur Missa de die, retentis in ea benedictione nuptiali, atque, pro opportunitate, formula benedictionis finalis propria.
Si tamen, tempore Nativitatis et per annum, Missa, in qua dominica die Matrimonium celebratur, a communitate parœciali participatur, adhibetur Missa de dominica.
Unter die Nummern 1 bis 4 der Tafel der liturgischen Tage fallen dabei alle Hochfeste und Allerseelen, die Sonntage der Advents-, Fasten- und Osterzeit, der Aschermittwoch, die Karwoche und die Osteroktav.

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von ad-fontes »

Immerhin gibt es überhaupt Restriktionen. Das ist doch schon was. :roll:
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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

Benötigen Priester, um in deutschen Diozösen eingesetzt werden zu können, eigentlich die deutsche Staatsbürgerschaft? Mir geht diese Frage nur gerade durch den Kopf, weil wir gerade bei uns (Berliner) Neos sehr viele Priester ausländischer Herkunft haben.

Christiane
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Niels
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Niels »

Christiane hat geschrieben:Benötigen Priester, um in deutschen Diözesen eingesetzt werden zu können, eigentlich die deutsche Staatsbürgerschaft? Mir geht diese Frage nur gerade durch den Kopf, weil wir gerade bei uns (Berliner) Neos sehr viele Priester ausländischer Herkunft haben.

Christiane
Aufgrund vieler aus eigener Anschauung bekannter Gegenbeispiele: Wohl nicht.
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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von taddeo »

Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:Benötigen Priester, um in deutschen Diözesen eingesetzt werden zu können, eigentlich die deutsche Staatsbürgerschaft? Mir geht diese Frage nur gerade durch den Kopf, weil wir gerade bei uns (Berliner) Neos sehr viele Priester ausländischer Herkunft haben.

Christiane
Aufgrund vieler aus eigener Anschauung bekannter Gegenbeispiele: Wohl nicht.
Normalerweise wohl nur eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis - und das auch nur wegen der staatlichen Vorschriften.

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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

Danke. :)
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holzi
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von holzi »

taddeo hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:Benötigen Priester, um in deutschen Diözesen eingesetzt werden zu können, eigentlich die deutsche Staatsbürgerschaft? Mir geht diese Frage nur gerade durch den Kopf, weil wir gerade bei uns (Berliner) Neos sehr viele Priester ausländischer Herkunft haben.
Aufgrund vieler aus eigener Anschauung bekannter Gegenbeispiele: Wohl nicht.
Normalerweise wohl nur eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis - und das auch nur wegen der staatlichen Vorschriften.
Arbeitserlaubnis wird seit 2005 direkt im Aufenthaltstitel erteilt. Und die EU-Ausländer kriegen das Pickerl sowieso automatisch in den Paß.

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Robert Ketelhohn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Wichtiger dürfte die Inkardinierung sein, sonste bleibste Kaplan.
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rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.

michaelis
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von michaelis »

Niels hat geschrieben:
Christiane hat geschrieben:Benötigen Priester, um in deutschen Diözesen eingesetzt werden zu können, eigentlich die deutsche Staatsbürgerschaft? Mir geht diese Frage nur gerade durch den Kopf, weil wir gerade bei uns (Berliner) Neos sehr viele Priester ausländischer Herkunft haben.

Christiane
Aufgrund vieler aus eigener Anschauung bekannter Gegenbeispiele: Wohl nicht.
Das Reichskonkordat sieht das aber anders:
KONKORDAT ZWISCHEN DEM HEILIGEN STUHL UND DEM DEUTSCHEN REICH hat geschrieben:ARTIKEL 14
Die Kirche hat grundsätzlich das freie Besetzungsrecht für alle Kirchenämter und Benefizien ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinden, soweit nicht durch die in Artikel 2 genannten Konkordate andere Vereinbarungen getroffen sind. (...) Außerdem besteht Einvernehmen über folgende Punkte:
1.Katholische Geistliche, die in Deutschland ein geistliches Amt bekleiden oder eine
seelsorgerliche oder Lehrtätigkeit ausüben, müssen:
a.deutsche Staatsangehörige sein,
b.ein zum Studium an einer deutschen höheren Lehranstalt berechtigendes Reifezeugnis
erworben haben,
c.auf einer deutschen staatlichen Hochschule, einer deutschen kirchlichen akademischen
Lehranstalt oder einer päpstlichen Hochschule in Rom ein wenigstens dreijähriges
philosophisch-theologisches Studium abgelegt haben.

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ad-fontes
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von ad-fontes »

Wie ist das in der Schweiz?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

michaelis hat geschrieben: Das Reichskonkordat sieht das aber anders:
KONKORDAT ZWISCHEN DEM HEILIGEN STUHL UND DEM DEUTSCHEN REICH hat geschrieben:ARTIKEL 14
Die Kirche hat grundsätzlich das freie Besetzungsrecht für alle Kirchenämter und Benefizien ohne Mitwirkung des Staates oder der bürgerlichen Gemeinden, soweit nicht durch die in Artikel 2 genannten Konkordate andere Vereinbarungen getroffen sind. (...) Außerdem besteht Einvernehmen über folgende Punkte:
1.Katholische Geistliche, die in Deutschland ein geistliches Amt bekleiden oder eine
seelsorgerliche oder Lehrtätigkeit ausüben, müssen:
a.deutsche Staatsangehörige sein,
b.ein zum Studium an einer deutschen höheren Lehranstalt berechtigendes Reifezeugnis
erworben haben,
c.auf einer deutschen staatlichen Hochschule, einer deutschen kirchlichen akademischen
Lehranstalt oder einer päpstlichen Hochschule in Rom ein wenigstens dreijähriges
philosophisch-theologisches Studium abgelegt haben.
Gilt das heute noch oder wurde dran rumgewerkelt?
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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wichtiger dürfte die Inkardinierung sein, sonste bleibste Kaplan.
Oh ja, und da besteht immer die Gefahr der Versetzung sonstwohin. Unsere Gemeinschaft war dadurch schon zwischendurch mal ihren Priester los. :aergerlich:
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michaelis
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von michaelis »

Christiane hat geschrieben:Gilt das heute noch oder wurde dran rumgewerkelt?
Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem "Konkordatsurteil" höchstrichterlich festgestellt, daß dieses Konkordat rechtmäßig zustandegekommen ist und damit fortbesteht.
Allerdings dürfen die Bundesländer aufgrund ihrer alleinigen "Kultur-Kompetenz" eigene Verträge mit dem hl. Stuhl abschließen. Darin dürfen auch abweichende Regelungen enthalten sein (siehe z.B. einzelne Regelungen zum Religionsunterricht in den Staatskirchenverträgen der neBuLä).


Für unsere Frage wichtiger ist allerdings der letzte Satz dieses Artikels, den ich oben nicht mitkopiert hatte:
Reichskonkordat Art. 14 hat geschrieben:(...)Bei kirchlichem und staatlichem Einverständnis kann von den im Absatz 2, Ziffer 1 a, b und c genannten Erfordernissen abgesehen werden.
Dies dürfte heutzutage in aller Regel vorausgesetzt werden.


@Robert:
Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.

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anneke6
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von anneke6 »

Und was ist mit den Seelsorgern der Polnischen Katholischen Mission? Deutsche Staatsbürger sind einige von ihnen bestimmt, aber ich glaube nicht, daß die alle in Deutschland oder in Rom studiert haben…
???

michaelis
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von michaelis »

Wie (nachträglich) schon zitiert:
Wenn keiner was dagegen hat, kann sowohl auf die deutsche Staatsbürgerschaft, als auch auf das deutsche oder römische Studium verzichtet werden.

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Robert Ketelhohn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
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iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von iustus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
Nicht immer. Manche Bischöfe, die kirchenrechtlich wenig versiert oder schlecht beraten sind, ernennen sie nur zu "Pfarradministratoren mit dem Titel Pfarrer". Deren Denken stammt noch aus dem alten Kirchenrecht, als die ganze Pfarrei dem Orden anvertraut wurde. Heute gibt es jedenfalls keinen überzeugenden Grund mehr, Ordenspriester nicht zu Pfarrern zu ernennen.

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taddeo
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von taddeo »

iustus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
Nicht immer. Manche Bischöfe, die kirchenrechtlich wenig versiert oder schlecht beraten sind, ernennen sie nur zu "Pfarradministratoren mit dem Titel Pfarrer". Deren Denken stammt noch aus dem alten Kirchenrecht, als die ganze Pfarrei dem Orden anvertraut wurde. Heute gibt es jedenfalls keinen überzeugenden Grund mehr, Ordenspriester nicht zu Pfarrern zu ernennen.
Doch. Einen installierten Pfarrer wieder loszuwerden, ist kanonistisch eine aufwendige Sache (vor allem, wenn er selber nicht will). Einen Administrator versetzt bzw. enthebt man einfach. Und da ein Ordensmann immer noch einen anderen Oberen hat als den Bischof, ist das auch äußerst sinnvoll.

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Robert Ketelhohn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

iustus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
Nicht immer.
Na – und? Manche doch? Wie denn? wo denn? wer denn?
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Robert Ketelhohn
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Robert Ketelhohn »

taddeo hat geschrieben:Doch. Einen installierten Pfarrer wieder loszuwerden, ist kanonistisch eine aufwendige Sache (vor allem, wenn er selber nicht will). Einen Administrator versetzt bzw. enthebt man einfach. Und da ein Ordensmann immer noch einen anderen Oberen hat als den Bischof, ist das auch äußerst sinnvoll.
Das meine ich auch.
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Raimund J.
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Raimund J. »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
Ja, das ist nichts ungewöhnliches.

http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites ... xt_page=11
18.03.2009
Pfarreibesetzung
Erzbischof Ludwig Schick ernennt auf Vorschlag der Ordensoberen Herrn P. Richard Winter OCarm. mit Wirkung vom 1. Mai 2009 zum Pfarrer der Pfarrei Erlangen Heilig Kreuz.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

Christiane hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:Wichtiger dürfte die Inkardinierung sein, sonste bleibste Kaplan.
Oh ja, und da besteht immer die Gefahr der Versetzung sonstwohin. Unsere Gemeinschaft war dadurch schon zwischendurch mal ihren Priester los. :aergerlich:
taddeo hat geschrieben:Einen Administrator versetzt bzw. enthebt man einfach.
Und dazu könnte ich auch eine Geschichte erzählen. :roll:
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iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von iustus »

taddeo hat geschrieben:
iustus hat geschrieben:
Robert Ketelhohn hat geschrieben:
michaelis hat geschrieben:Das kann SO nicht ganz stimmen. Denn ansonsten könnten ja auch keine Ordenspriester Pfarrer werden.
Werden denn Ordenspriester Pfarrer?
Nicht immer. Manche Bischöfe, die kirchenrechtlich wenig versiert oder schlecht beraten sind, ernennen sie nur zu "Pfarradministratoren mit dem Titel Pfarrer". Deren Denken stammt noch aus dem alten Kirchenrecht, als die ganze Pfarrei dem Orden anvertraut wurde. Heute gibt es jedenfalls keinen überzeugenden Grund mehr, Ordenspriester nicht zu Pfarrern zu ernennen.
Doch. Einen installierten Pfarrer wieder loszuwerden, ist kanonistisch eine aufwendige Sache (vor allem, wenn er selber nicht will). Einen Administrator versetzt bzw. enthebt man einfach.
Warum dann nicht gleich nur Administratoren ernennen?

iustus
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von iustus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Doch. Einen installierten Pfarrer wieder loszuwerden, ist kanonistisch eine aufwendige Sache (vor allem, wenn er selber nicht will). Einen Administrator versetzt bzw. enthebt man einfach. Und da ein Ordensmann immer noch einen anderen Oberen hat als den Bischof, ist das auch äußerst sinnvoll.
Das meine ich auch.
Wieso?

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Niels
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Niels »

Hat jemand schon hiervon gehört bzw. etwas gelesen?:
"Leitlinien zur Gestaltung und Ausstattung ökumenisch genutzter gottesdienstlicher Räume"
http://www.bistum-osnabrueck.de/downloa ... chuere.pdf
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Bernado
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Bernado »

Niels hat geschrieben:Hat jemand schon hiervon gehört bzw. etwas gelesen?:
"Leitlinien zur Gestaltung und Ausstattung ökumenisch genutzter gottesdienstlicher Räume"
http://www.bistum-osnabrueck.de/downloa ... chuere.pdf
Ein schönes Grundlagendokument der künftigen Einheitskonfession aus dem Geist der Neuschöpfung.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

Niels hat geschrieben:Hat jemand schon hiervon gehört bzw. etwas gelesen?:
"Leitlinien zur Gestaltung und Ausstattung ökumenisch genutzter gottesdienstlicher Räume"
http://www.bistum-osnabrueck.de/downloa ... chuere.pdf
Auwei, auwei. Ein paar Gedanken sind ja ganz brauchbar, aber wenn ich schon das rosa Ökumene-Logo ganz oben sehe... Und dann geht auch gleich das übliche Gemeinsames-Ringen-um-die Wahrheit-Gesabbel los. Pfff! Reden wir doch mal Tacheles. Die Protestanten sollen zum wahren katholischen Glauben zurückkehren oder, wenn'se keinen Bock haben, halt machen was'se wollen. Aber stellen wir doch mal endlich diese Konferenztischökumene ab, die immer so tut, als gäbe es irgendwas zu verhandeln.

Dann zum Text. Beim Begriff "Abendmahlstisch" stellen sich mir schon die Haare auf. Aber so richtig schön ist das hier:
Katholischerseits wird in diesem Raum auch die Eucharistie im
Tabernakel aufbewahrt
, zunächst mit dem Zweck der Krankenkommunion,
dann aber auch zur persönlichen Anbetung 5. Der
Tabernakel sollte so angebracht sein, dass Menschen, die davor
beten wollen, einen geschützten Raum haben, der nicht von allen
Seiten einsehbar ist. Die Ausstattung sollte eher zurückhaltend sein
und eine zu zentrale Aufstellung vermieden werden.
Uiuiui! Den gegenwärtigen Herrn müssen wir natürlich rücksichtsvoll verschämt in einer kleinen Ecke unterbringen, damit kein Proti verwirrt wird. Was soll man dazu noch sagen? :daumen-runter:

Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von anneke6 »

Ich halte das aber für richtig. Der Tabernakel muß, wenn er nun tatsächlich in einer "ökumenischen Kirche" ist (ist das noch schlimmer als gemischte Toilette?) möglichst weit entfernt sein von einem Altar, auf dem das ev. Abendmahl gefeiert wird.
???

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Christiane
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Christiane »

anneke6 hat geschrieben:"ökumenischen Kirche" ist (ist das noch schlimmer als gemischte Toilette?)
Gute Frage. Laß mich nachdenken........ ja.

"Altar und Abendmahl" ist hierbei ein weiterer Punkt, der mir zuwider läuft. Ich will nicht, dass ein protestantischer Laien-Prediger am selben Altar (oder "Abendmahlstisch". Wat denn nu?), an dem zuvor ein katholischer Priester die Eucharistie gefeiert hat, irgendein Mahl veranstaltet. Das ist eine unzulässige Relativierung.

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overkott
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von overkott »

Christiane hat geschrieben:
anneke6 hat geschrieben:"ökumenischen Kirche" ist (ist das noch schlimmer als gemischte Toilette?)
Gute Frage. Laß mich nachdenken........ ja.

"Altar und Abendmahl" ist hierbei ein weiterer Punkt, der mir zuwider läuft. Ich will nicht, dass ein protestantischer Laien-Prediger am selben Altar (oder "Abendmahlstisch". Wat denn nu?), an dem zuvor ein katholischer Priester die Eucharistie gefeiert hat, irgendein Mahl veranstaltet. Das ist eine unzulässige Relativierung.

Christiane
In welcher Welt lebst du eigentlich? Das war doch schon vor dem Konzil üblich.

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Bernado
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Re: Kurze Fragen - kurze Antworten

Beitrag von Bernado »

Christiane hat geschrieben: Ich will nicht, dass ein protestantischer Laien-Prediger am selben Altar (oder "Abendmahlstisch". Wat denn nu?), an dem zuvor ein katholischer Priester die Eucharistie gefeiert hat, irgendein Mahl veranstaltet. Das ist eine unzulässige Relativierung.
Aber genau das ist doch gewollt. Nach 40 Jahren der Un-Katechese glaubt heute schon eine Mehrheit der verbliebenen katholischen Kirchgänger, daß in ihrem Gottesdienst und dem bei den Protestanten nebenan im Prinzip das gleiche geschieht. Mit solchen Papieren bereitet man jetzt die nächsten Schritte der Verschmelzung auf niedrigstem Niveau vor.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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