Heilige des Tages [1]

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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

10. Juni: Sel. Eustachius Kugler, Ordensmann
Wikipedia hat geschrieben:Frater Eustachius Kugler (* 15. Januar 1867 in Neuhaus bei Nittenau; † 10. Juni 1946 in Regensburg; eigentlich Josef Kugler) war Ordensbruder der Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott und Erbauer des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Regensburg. Sein Engagement galt in besonderer Weise den Kranken und Behinderten. [...]
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Hl. Barnabas, Apostel
Wikipedia hat geschrieben:Barnabas war aus dem israelitischen Stamm Levi, stammte aber aus Zypern. Nach dem gesicherten Text von Apg 4,36 EU hieß er auch Josef (in einigen Handschriften Joses). Er wird in der Bibel mehrfach erwähnt (Apostelgeschichte, 1. Korintherbrief, Galaterbrief) und nach späten Traditionen zu den Jüngern Jesu, jedoch nicht zu den innersten Zwölf Aposteln gezählt. Er soll in Rom gepredigt, in Mailand als Bischof amtiert und Clemens von Rom getauft haben.

Barnabas soll den apokryphen Barnabasakten zufolge als Märtyrer auf Zypern gestorben sein, wo er als Nationalheiliger gilt.[...]
Gott, du hast den heiligen Barnabas, einen Mann voll des Glaubens und des Heiligen Geistes, als Boten des Evangeliums zu den Heiden gesandt. Berufe auch heute Männer und Frauen, die in Wort und Tat die Botschaft Jesu Christi verkünden, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Deus, qui nos beáti Bárnabæ Apóstoli tui méritis et intercessióne lætíficas: concéde propítius; ut, qui tua per eum benefícia póscimus, dono tuæ grátiæ consequámur.
Per Dominum.
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Hl. Johannes von Sahagún, Priester, Prior, Mystiker
Wikipedia hat geschrieben:Johannes González (* um 1430 in Sahagún, Spanien; † 11. Juni 1479 in Salamanca) ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche.

Johannes Gonzáles trat in Erfüllung eines Gelübdes im Jahre 1463 in den Orden der Augustinereremiten ein und erhielt dort eine theologische Ausbildung. Er leitete viele Jahre lang als Prior die Geschicke seines Klosters in Salamanca. Der Überlieferung nach soll er immer wieder mit mystischen Erlebnissen begnadet worden sein und Tote auferweckt haben. Er wurde im Jahre 1690 von Papst Alexander VIII. heilig gesprochen. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Hl. Paula Frassinetti, Ordensgründerin
Wikipedia hat geschrieben:Paula Frassinetti, andere Schreibweise Paola Frassinetti (* 3. März 1809 in Genua; † 11. Juni 1882 in Rom) war eine Ordensschwester und Gründerin der Frauenkongregation Congregatio Sororum a Sancta Dorothea (Schwestern von der Heiligen Dorothea) (italienisch: Suore di Dorotea della Frassinetti). Als klösterliches Institut der Dorothea in Genua gegründet, wurde 1841 der Hauptsitz nach Rom verlegt. Die päpstliche Bestätigung erfolgte 1863. Paula Frassinetti wurde am 8. Juni 1930 selig- und am 11. März 1984 heiliggesprochen. [...]
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Hl. Rosa Francisca Maria von den Schmerzen, Ordensgründerin
Wikipedia hat geschrieben:Rosa Molas y Vallvé (* 24. März 1815 in Reus, Spanien; † 11. Juni 1876 in Tortosa) war eine spanische Ordensschwester und Ordensgründerin der Hermanas de Nuestra Señora de la Consolación (dt: Dienerinnen Unserer Lieben Frau vom Trost). Der Orden verfügte 2010 über 16 Niederlassungen auf vier Kontinenten. [...]

Rosa Molas y Vallvé war bereits als Kind an den Werken der Nächstenliebe interessiert, nach dem Tod der Mutter kümmerte sie sich jedoch zunächst um den Haushalt der Familie. Sie schloss sich einer der Krankenpflege gewidmeten Schwesterngemeinschaft in Reus an, verließ diese aber nach Streitigkeiten. Sie gründete im Jahre 1857 in Tortosa mit gleichgesinnten Frauen die Kongregation der „Hermanas de Nuestra Señora de la Consolación“. Besonderes Anliegen der Gemeinschaft sollte die Pflege von Kranken und Kindern sein. Aus der Gemeinschaft entwickelten sich in den Folgejahren zahlreiche Niederlassungen.

Rosa Molas y Vallvé stand schon zu Lebzeiten durch ihr unermüdliches Engagement und ihre tiefe Frömmigkeit im Rufe der Heiligkeit. Ihre Seligsprechung erfolgte am 8. Mai 1977 durch Papst Paul VI., die Heiligsprechung durch Johannes Paul II. am 11. Dezember 1988. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Sel. Hildegard Burjan
Wikipedia hat geschrieben:Hildegard Burjan geborene Freund (* 30. Jänner 1883 in Görlitz, Oberlausitz; † 11. Juni 1933 in Wien) war eine österreichische Sozialpolitikerin und die Ordensgründerin der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis. 2012 wurde sie von der römisch-katholischen Kirche selig gesprochen.

Sie entstammte einer jüdisch-liberalen Familie und studierte in Zürich Literatur und Philosophie, promovierte 1908 mit magna cum laude zum Dr. phil. und studierte dann in Berlin Sozialwissenschaft. 1907 heiratete sie den Ungarn Alexander Burjan (* 26. November 1882; † 6. November 1973), den sie in Zürich kennengelernt hatte. 1908 erkrankte sie schwer und wurde von den Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus gepflegt. Diese beeindruckten sie mit ihrer aufopfernden Hingabe an andere Menschen aus dem Glauben heraus sehr.

1909 konvertierte sie vom jüdischen zum katholischen Glauben, nachdem sie unerwartet aus schwerer Krankheit geheilt worden war. Sie übersiedelte nach Wien und brachte dort ihre einzige Tochter Elisabeth zur Welt, obwohl ihr die Ärzte dringend zu einer Abtreibung geraten hatten.

Sie setzte sich besonders intensiv für Frauen ein. 1912 gründete sie den „Verband der christlichen Heimarbeiterinnen“, um diese ausgebeutete und rechtlose Bevölkerungsgruppe zu unterstützen, 1918 den Verein „Soziale Hilfe“ und am 4. Oktober 1919 die religiöse Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis (CS), die sich bis heute karitativen Aufgaben widmet, u.a. Pflegeheime und ein Hospiz führt und sich für die Ausbildung von Sozialberufen engagiert. Sie forderte die Frauen zum Boykott von Waren auf, die von Firmen stammen, die Frauen ausbeuten.

In den Wirren der Nachkriegszeit war sie 1918 für die Christlichsoziale Partei aktiv im Wiener Gemeinderat und wurde eine wichtige Persönlichkeit in Politik und Kirche. Mit dem Übergang von der Monarchie zur Republik wurde das Frauenwahlrecht eingeführt. 1919 zog sie als erste weibliche christlichsoziale Abgeordnete der Ersten Republik in den Nationalrat ein. Politische Verbündete suchte sie über alle Parteigrenzen hinweg. Burjan wurde später „Gewissen des Parlaments“ und „Heimarbeiterinnenmutter von Wien“ genannt. Sie kämpfte für die Rechte und die Gleichberechtigung der Frauen. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ zählte zu ihren wichtigsten politischen Forderungen. 1920 schied sie aus der Politik aus und widmete sich sozialen Aufgaben und setzte unorthodoxe Lösungswege für die materiellen Nöte ihrer Zeit um. Sie wirkte an der Neubildung der österreichischen Bahnhofsmission und Einrichtungen der Familienpflege wie der Mittelstandsküchen mit. Sie errichtete in der Pramergasse ein Heim für Mütter mit ledigen Kindern und einem schwierigen sozialen Umfeld sowie eine Ausgabestelle für kostenlose Kleidung. Damit wurde sie die Wegbereiterin moderner Sozialarbeit.

Mit dem Prälaten und langjährigen christlichsozialen Bundeskanzler Ignaz Seipel war sie sehr verbunden. Er begleitete einerseits ihre Aktivitäten als Geistlicher und machte andererseits als Politiker viele ihrer Projekte möglich. Nach seinem Tod im Jahr 1932 initiierte sie den Bau der Christkönigskirche in Wien als Gedächtniskirche für Seipel im 15. Wiener Gemeindebezirk. Hildegard Burjan war, bedingt auch durch die berufliche Stellung ihres Mannes, dem Generaldirektor der Österreichischen Telephonfabriks AG, Engelbert Dollfuß, näher bekannt. So nahm dieser während ihrer letzten schweren Krankheit regen Anteil an ihrem Befinden und ließ ihr einen vom Papst persönlich gewidmeten Rosenkranz zukommen. 1933 starb sie erst fünfzigjährig, trotz Operation an einer Nierenerkrankung, an der sie schon als Jugendliche gelitten hatte. Die Auswirkungen des Austrofaschismus erlebte sie nicht mehr. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

11. Juni: Sel. Ignatius Maloyan, Mönch, Erzbischof von Mardin, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Ignatius (Choukrallah) Maloyan (armenisch Իգնատիոս (Շուրալլահ) Մալոյեան; * 19. April 1869 in Mardin, Türkei; † 11. Juni 1915 beim Dorf Kara-Köprü in der Nähe von Diyarbakır, Türkei) war armenisch-katholischer Erzbischof von Mardin. Er starb durch Gewalt im Alter von 46 Jahren und wird als christlicher Märtyrer und Seliger verehrt.

Choukrallah wurde am 19. April 1869 in Mardin als Sohn des Melkon und der Faridé geboren. Er war das vierte von acht Kindern (sieben Knaben und ein Mädchen). 1883 sandte Bischof Melkon Nazarian den Vierzehnjährigen an das Priesterseminar von Bzommar (Libanon).
Am 6. August 1896 anlässlich seiner Priesterweihe 1896 nahm er den Namen Ignatius an aus Verehrung gegenüber dem Märtyrerbischof Ignatius von Antiochia. 1897 wurde Ignatius Maloyan nach Alexandria versetzt, später nach Kairo, wo er sich den Ruf eines vorbildlichen Geistlichen erwarb und Kontakte mit anderen christlichen Konfessionen pflegte. Patriarch Boghos Bedros XII. Sabbaghian erkannte seine Qualitäten und machte ihn 1904 zu seinem Privatsekretär in Konstantinopel (Istanbul).

Als ein Nachfolger für den aus Altersgründen zurückgetretenen Erzbischof Houssig Gulian der Diözese Mardin bestimmt werden musste, wurde Ignatius am 22. Oktober 1911 während der Synode der armenisch-katholischen Bischöfe in Rom zum Erzbischof von Mardin gewählt und von Patriarch Boghos Bedros XIII. Terzian geweiht.

In Mardin nahm sich Erzbischof Maloyan der materiellen, spirituellen und sozialen Probleme seiner Gläubigen an. 1911 erlitt die Provinz eine Hungersnot. Im Jahre 1913 visitierte Maloyan die Gemeinden der Nachbarorte, so Tal Arman, Deir Bakr, Wayranshar, Nessibian, Dabarka, El Sur und Torabin.

Maloyan unterhielt gute Beziehungen zu hohen osmanischen Staatsvertretern. Der Sultan ehrte ihn mit einem Ferman („El-Shahani“), der ihm am 20. April 1915 von Hilmi Bey feierlich überreicht wurde. Nach Ausbruch des ersten Weltkrieges umzingelten am 30. April 1915 türkische Soldaten die armenische Kirche und die Residenz des Erzbischofes von Mardin unter dem Vorwand, Waffenverstecke zu suchen. Waffen wurden keine gefunden, die Archive und Dossiers des Erzbistums hingegen vernichtet und Geistliche wie Gläubige verhaftet und gefoltert.

Anfang Mai versammelte Maloyan seine Priester, warnte sie vor der aufziehenden Gefahr und rief sie zu Standhaftigkeit im Glauben auf. Schließlich vertraute er sie der Fürsorge des syrisch-katholischen Erzbischofs Gabriel Tappouni an.

Am 3. Juni wird Erzbischof Maloyan zusammen mit seinem Sekretär Pater Paul Sanyoor und 27 Mitgliedern der Gemeinde festgenommen und vor Gericht gestellt. Memdouh Bey, der Hauptkommissar der Polizei von Mardin, forderte die Herausgabe angeblich versteckter Waffen. Maloyan bekräftigte seine Treue zu Regierung und Sultan und verweigerte den von Memdouh Bey vorgeschlagenen Übertritt zum Islam, der sein Leben gerettet hätte. Er wurde geschlagen, gefoltert und am 11. Juni 1915 zum Todesmarsch mit 417 Geistlichen und Gläubigen gezwungen. Memdouh Bey warf den Deportierten in Chikhane Undankbarkeit gegenüber dem Staat vor und bot erneut die Möglichkeit zur Annahme des Islam an. Im Namen aller bestritt Maloyan die Untreue zum Staat. Memdouh Bey erschoss daraufhin den betenden Erzbischof Maloyan. Am selben Tag wurde auch sein leiblicher Bruder Malallah getötet. Beider Mutter Faridé (Taufname: Teresia) wurde einen Monat später deportiert und umgebracht. Der Vater war bereits vor Maloyans Priesterweihe gestorben. [...]

Papst Johannes Paul II. hat Ignatius Maloyan in Anwesenheit einer armenisch-apostolischen Delegation des Katholikos Karekin II. Nersissian auf dem Petersplatz am Sonntag, dem 7. Oktober 2001, selig gesprochen. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

12. Juni: Hl. Basilides und Gefährten, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Basilides (griechisch Βασίλιδης, Königsgleicher) war ein römischer Märtyrer und Heiliger. Als römischer Soldat war er zum Christentum übergetreten und wurde deshalb möglicherweise um das Jahr 304 unter Kaiser Diokletian enthauptet, zusammen mit mehreren Gefährten, deren Namen teilweise abweichend mit Cyrinus, Nabor, Nazarius und Celsus angegeben werden. Ihre Grabeskirche lag an der Via Aurelia in Rom. [...]
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

12. Juni: Hl. Eskil, Glaubensbote in Södermanland, Bischof von Strängnäs, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Der heilige Eskil war ein englischer Mönch, der vom heiligen Siegfried (Sigfrid) von Växjö als Bischof zur Missionierung „in alle schwedischen Nordwälder“ gesandt wurde. Sein Bischofssitz wurde Tuna - heute Eskilstuna. Als er versuchte, ein heidnisches Opferfest in Strängnäs zu verhindern, wurde er gesteinigt. Das soll sich etwa im Jahr 1080 ereignet haben. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

12. Juni: Hl. Leo III., Papst
Wikipedia hat geschrieben:Leo III. (um 750 in Rom; † 12. Juni 816) war Papst von 795 bis 816. Nur einen Tag nach dem Tod seines Vorgängers Hadrian I. wurde er am 26. Dezember 795 gewählt.

Leo entstammte nicht dem römischen Adel und hatte sich in der Kirchenhierarchie hochgearbeitet. So war er vor seiner Wahl Presbyter in Santa Susanna.

Sein Papstname bedeutet: der Löwe (latein). Da sein Vorgänger im Amt, Hadrian I., gute Beziehungen zwischen Rom und dem Frankenreich hergestellt hatte, sandte Leo III. nach seiner Wahl die Schlüssel zum Grab des Heiligen Petrus als Zeichen eines Treueides an König Karl den Großen. Diesem wurde das Amt eines patricius Romanorum zugesprochen und er war somit Schutzherr über Rom.

Diesen Schutz hatte Leo auch dringend nötig, da er vom römischen Adel wegen seiner Herkunft und Lebensweise stark angefeindet wurde. Als sich der Papst am 25. April 799 auf der Litania-maior-Prozession befand, stürzten ihn seine Gegner (Optimaten) anscheinend vom Pferd und versuchten, ihn zu blenden und ihm die Zunge abzuschneiden. Er wurde von den Angreifern um Paschalis und Campulus in ein nahes Kloster gebracht, aus welchem ihm jedoch mit Hilfe seiner Diener die Flucht gelang. Mit der Hilfe von fränkischen Großen kam er nach Paderborn, wo sich zu diesem Zeitpunkt Karl der Große aufhielt, der sich in einem erneuten Krieg gegen die Sachsen befand. Karl ließ auch Leos Gegner kommen und hörte sie an. In Paderborn kam es aber zu keiner Entscheidung und der Papst wurde mit fränkischen Missi nach Rom zurückgeschickt, denn die Vorwürfe und die Gefangennahme des Papstes sollten vor Ort geklärt werden. Als jedoch diese Untersuchungen dort nicht vorankamen, entschloss sich Karl, im Jahre 800 nach Rom zu ziehen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. (Eventuell wurde die Kaiserkrönung auch schon in Paderborn besprochen, als beste Lösung zur Klärung der Vorwürfe gegen Papst Leo III.)

In Rom konnte keiner der Papstgegner gegen Leo III. ausreichende Beweise erbringen und so kam es auch nicht zu einer Verurteilung Leos wegen Ehebruches. Leo III. musste jedoch seine Unschuld durch einen Reinigungseid am 23. Dezember 800 beweisen. Während der Weihnachtsmesse am 25. Dezember 800 krönte Leo Karl den Großen dann zum Kaiser. Konstantinopel sah diesen Akt als Usurpation an, doch Irene von Athen war innenpolitisch zu schwach um gegen Karl vorzugehen. Wenige Tage später hielt Karl über die Gegner des Papstes wegen Majestätsverbrechen Gericht. Er verurteilte sie zum Tode. Auf Bitten Papst Leos wurden sie aber zu lebenslänglichem Exil begnadigt. Nach Leos Tod kehrten sie jedoch wieder nach Rom zurück.

Bei der Kaiserkrönung von Ludwig dem Frommen in Aachen 813 war Leo nicht anwesend. Offenbar wollte er die Macht der fränkischen Kaiser über Rom nicht uneingeschränkt anerkennen. Am 12. Juni 816 starb Leo. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

12. Juni: Hl. Odulf, Priester, Mönch
Wikipedia hat geschrieben:Der Heilige Odulf von Utrecht (auch Odulphus, Olof, Oelbert) (* unbekannt; † in Utrecht um 854) war ein Benediktiner und Missionar in Friesland. Er gilt als „Apostel der Friesen“. [...]

Odulfs Vater Ludgis besaß eine Eigenkirche in Oirschot in Nordbrabant. Dort wirkte Odulf zunächst nach seiner Priesterweihe und seiner Ausbildung an der Utrechter Domschule. Später wirkte er als Missionar und Seelsorger in Friesland. Vor seinem Tod kehrte er wieder nach Utrecht zurück. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

12. Juni: Hl. Onuphrios "der Große", Mönch, Lehrer der kappadokischen Kirche
Wikipedia hat geschrieben:Onuphrius der Große (* um 320 in Äthiopien; † um 400 vermutlich in Syrien) ist ein Heiliger, sein Gedenktag ist der 12. Juni.

Onuphrius stammte aus einer angesehenen, vielleicht fürstlichen, Familie. Er soll nach der Legende von seinem Vater verstoßen worden sein. Nach einer Zeit im Kloster Hermopolis in der Thebais ging er als Anachoret in die Wüste, wohl nach Göreme in Kappadokien, vielleicht aber auch nach Ägypten, wo er noch 70 Jahre lebte. Paphnutius von Ägypten suchte ihn auf und schrieb seine Vita. [...]
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taddeo
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von taddeo »

(Die Heiligen Onuphrius und Paphnutius waren die Lieblingsbeispielsheiligen meines Kirchenrechtsprofessors. Sie mußten u. a. immer für fiktive Pfarreinamen herhalten ... daß es die beiden wirklich gab, war mir lange Zeit nicht klar. :pfeif: ;D )

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Protasius
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von Protasius »

taddeo hat geschrieben:(Die Heiligen Onuphrius und Paphnutius waren die Lieblingsbeispielsheiligen meines Kirchenrechtsprofessors. Sie mußten u. a. immer für fiktive Pfarreinamen herhalten ... daß es die beiden wirklich gab, war mir lange Zeit nicht klar. :pfeif: ;D )
Das konnte mein Lateinlehrer an der Schule auch, fiktive Personen hießen immer Hugo und Thusnelda. :breitgrins:
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009

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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

13. Juni: Hl. Antonius von Padua, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Wikipedia hat geschrieben:Antonius von Padua (lat. Antonius Patavinus, Geburtsname Fernando Martim de Bulhões e Taveira Azevedo oder Ferdinand Martin von Bulhon und Tavera Azevedo; * 15. August 1195 in Lissabon; † 13. Juni 1231 in Arcella bei Padua), oft auch Antonius von Lissabon genannt, war ein portugiesisch-italienischer Franziskaner, Theologe und Prediger. [...]

Antonius entstammte einer portugiesischen Adelsfamilie. Sein Namenspatron ist der spätantike Wüstenvater Antonius der Große. Mit 15 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. 1220 trat er in den Franziskanerorden über und ging als Missionar nach Marokko. Wegen einer Krankheit musste er Marokko wieder verlassen; durch einen Sturm gelangte er nach Sizilien, lebte dann einige Zeit als Einsiedler bei Assisi, wo er auch 1221 am Generalkapitel der Franziskaner teilnahm. Hier traf er den Ordensgründer Franz von Assisi. Antonius fiel durch seine außergewöhnliche Redebegabung auf. Daher wurde er beauftragt, in Italien den Albigensern und Waldensern und in Südfrankreich den Katharern zu predigen.

1227 kehrte er nach Oberitalien zurück, wo er als Bußprediger, Ordensprovinzial und an der Universität Bologna als Lektor der Theologie für die Franziskaner wirkte.

Von seinen zahlreichen Aufgaben und Reisen erschöpft, zog er sich 1230 von seinen Ämtern zurück. Er starb am 13. Juni 1231 bei Padua. [...]

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast deiner Kirche im heiligen Antonius von Padua einen machtvollen Verkünder des wahren Glaubens und einen Helfer in der Not geschenkt. Gib, dass wir nach seinem Vorbild ein christliches Leben fuhren und in allen Nöten deine Hilfe erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Ecclésiam tuam, Deus, beáti Antónii Confessóris tui sollémnitas votiva lætíficet: ut spirituálibus semper muniátur auxíliis et gáudiis pérfrui mereátur ætérnis.
Per Dominum.
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

13. Juni: Hl. Achillas von Alexandria, Bischof von Alexandria
Wikipedia hat geschrieben:Der Heilige Achillas war im Jahr 311 (Januar bis 13. Juni) für wenige Monate Bischof von Alexandria und damit der nach dem Bischof von Rom ranghöchste Kirchenführer der Christenheit. Der aus dem alexandrinischen Patriarchat hervorgegangenen Koptischen Kirche gilt er als ihr 18. Papst auf dem Stuhl des Evangelisten Markus, des Begründers des ägyptischen und afrikanischen Christentums.

Wie sein Vorgänger Petros I. war er Leiter der einflussreichen alexandrinischen Katechetenschule. Achillas' Amtszeit fiel in eine kirchenpolitisch sehr bewegte Zeit. Am 30. April 311 beendete Kaiser Galerius durch das Toleranzedikt von Nikomedia die Christenverfolgung im Römischen Reich. Gleichzeitig kam es zu ernsthaften theologischen Spannungen innerhalb der soeben legalisierten Kirche. Achilla weihte den von seinem Vorgänger Petros exkommunizierten Diakon Arius zum Priester. Unter Achillas' Nachfolger Alexander von Alexandria eskalierte der Arianische Streit zwischen Arianern und Trinitariern über das Verhältnis zwischen Gottvater und Gottessohn. Im ebenfalls zum Ende der Christenverfolgungen geführten Streit um die Meletianer war Achillas ein entschiedener Gegner dieser Gruppierung. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

14. Juni: Elischa, Prophet
Wikipedia hat geschrieben:Elischa (auch Elisa; Elisäus; hebräisch אֱלִישַׁע auf Deutsch "Gott hilft") war ein Prophet im Nordreich Israel. Die Geschichten über ihn sind in der Bibel im 2. Buch der Könige enthalten, verstreut zwischen 2 Kön 2 EU und 2 Kön 14 EU. Somit wirkte Elischa während der Regierungszeit von drei Königen: Joram, Jehu und seines Sohnes Joahas. [...]

Elischa gilt in der biblischen Geschichtsschreibung des Deuteronomistischen Geschichtswerks als der legitime Nachfolger des Propheten Elija, der die königliche Dynastie der Omriden kritisch begleitete.

In der biblischen Erzählung wurde Elischa von Elija nach dem Gottesurteil auf dem Berg Karmel vom Feld geholt und zu seinem Diener und Nachfolger bestimmt (1 Kön 19,19-21). Sein eigenes Wirken beginnt jedoch erst mit der wunderbaren Entrückung Elijas in den Himmel, deren Zeuge er wurde (2 Kön 2,1-18). Die Erzählung betont, dass Gottes Geist von Elija auf Elischa überging, so dass er zu Wundertaten ähnlich denen des Moses (Teilung des Flusses) fähig wurde. Doch während Elija ein einsamer Einzelkämpfer gegen den Baalskult und Synkretismus war, der damals in Israel verbreitet war, erscheint Elischa bereits als Haupt von Prophetenschulen, die offenbar an einigen JHWH-Heiligtümern wie Bethel, Gilgal und Jericho existierten. [...]

Ein Hauptstrang der volkstümlichen Elischa-Überlieferung erzählt von Wundern, die die hebräische Bibel sonst von keinem anderen Propheten kennt. [...] Dazu zählen:

das Spalten des Jordans durch Elijas Mantel (2 Kön 2,14 EU)
die Heilung einer Quelle von ungesundem Wasser (2 Kön 2,19-22 EU)
die Verfluchung einer respektlosen Knabenhorde (2 Kön 2,23-24 EU)
die Rettung einer mittellosen Witwe durch wunderbare Öl-Vermehrung (2 Kön 4,1-7 EU)
die Heilung ungenießbaren Essens (2 Kön 4,38-41 EU)
die wunderbare Brotvermehrung (2 Kön 4,42-44 EU) während einer Hungersnot
die Heilung des aussätzigen Generals Naeman (2 Kön 5 EU)
das Schwimmenlassen eines im Jordan verlorenen Eisenbeils (2 Kön 6,1-7 EU) [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

14. Juni: Hl. Gottschalk der Wende, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Gottschalk der Wende (* etwa um 1000; † 7. Juni 1066 in Lenzen) war ein abodritischer Fürst und Märtyrer aus der Dynastie der Nakoniden.

Der Sohn des christlichen Abodritenfürsten Udo wurde im Kloster Sankt Michael in Lüneburg erzogen. 1028 wurde Udo erschlagen, worauf Gottschalk das Kloster verließ. Unklar ist, ob er tatsächlich einen Rachefeldzug wegen der Ermordung seines Vaters führte, wie Helmold von Bosau behauptet. 1030 geriet er in die Gefangenschaft des Billungers Bernhard II. Er wurde 1030 verbannt und ging nach England, wo er Gefolgsmann von König Knut dem Großen von England und Dänemark wurde. Nach dessen Tod 1035 wurde er Gefolgsmann von Sven Estridsson, dem späteren König von Dänemark (1047–1076).

1043 wurde der Polabenfürst Ratibor, der im Stammesverband der Abodriten die Stellung des Gesamtherrschers errungen hatte und Dänemark aktiv bedrohte, von König Magnus geschlagen. Daraufhin verließ Gottschalk Sven Estridsen, verständigte sich mit Magnus und ging in seine Heimat zurück. Er konnte sich dort durchsetzen und das Abodritenland und darüber hinausgehende Gebiete beherrschen.

Um sich gegenüber dem überwiegend heidnischen Stammesadel zu behaupten, lehnte sich Gottschalk ebenso wie seine nakonidischen Vorfahren an den Sachsenherzog Bernhard II. und den Erzbischof Adalbert von Bremen an und unterstützte deren Missionsbemühungen im slawischen Raum, nicht zuletzt weil er nach dem Vorbild der deutschen Nachbarn und Polens auf die Kirche als künftige Stütze seiner Herrschaft hoffte. So entstanden in seinen Ländern die Bistümer Oldenburg für Wagrien, Ratzeburg für Polabien und Mecklenburg für die Abodriten im engeren Sinne.

Nachdem Erzbischof Adalbert 1066 gestürzt worden war, brach ein von der heidnischen Adelsschicht getragener Aufstand aus, in dessen Verlauf Gottschalk erschlagen wurde. Seine Witwe Sigrid floh mit dem gemeinsamen Sohn, dem späteren Fürsten Heinrich, zu ihrem königlichen Vater Sven Estridsson nach Dänemark. Gottschalks anderer Sohn Budivoj floh zum Billungerherzog und wurde schließlich vom Haupt des heidnischen Adels Kruto in Plön in eine tödliche Falle gelockt.

Gottschalks Vision eines christlichen elbslawischen Staates nach dem Modell Polens versuchte schließlich sein am Ende über Kruto siegreicher Sohn Heinrich nochmals zu verwirklichen. [...]
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Raphaela
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von Raphaela »

HeGe, an dich mal an dieser Stelle ein ganz großes Lob und vielen Dank, dass du jeden Tag einen Heiligen vorstellst.
:daumen-rauf: :klatsch: :huhu:
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

Raphaela hat geschrieben:HeGe, an dich mal an dieser Stelle ein ganz großes Lob und vielen Dank, dass du jeden Tag einen Heiligen vorstellst.
:daumen-rauf: :klatsch: :huhu:
Gerne. Bild Ich lerne dabei selbst eine Menge, wobei man die Informationen aus Wikipedia natürlich immer mit einer gewissen Grundskepsis lesen sollte.
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Gallus
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von Gallus »

Raphaela hat geschrieben:HeGe, an dich mal an dieser Stelle ein ganz großes Lob und vielen Dank, dass du jeden Tag einen Heiligen vorstellst.
:daumen-rauf: :klatsch: :huhu:
Da schließe ich mich an! :ikb_thumbsup:

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lifestylekatholik
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von lifestylekatholik »

Raphaela hat geschrieben:HeGe, an dich mal an dieser Stelle ein ganz großes Lob und vielen Dank, dass du jeden Tag einen Heiligen vorstellst.
:daumen-rauf: :klatsch: :huhu:
:daumen-rauf: Manchen Tages sogar mehrere. :)
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Juergen
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von Juergen »

HeGe hat geschrieben:13. Juni: Hl. Antonius von Padua, Ordenspriester, Kirchenlehrer
Die Aufschraubung der Reliquien
http://www.kathtube.com/player.php?id=16352
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

Sanctissimi Cordis Domini Nostri Jesu Christi
(Quelle: kathpedia.com)
En ut superba criminum
Et saeva nostrorum cohors
Cor sauciavit innocens
Merentis haud tale Dei!

Vibrantis hastam militis
Peccata nostra dirigunt:
Ferrumque dirae cuspidis
Mortale crimen acuit.

Ex Corde scisso Ecclesia
Christo iugata nascitur:
Hoc ostium arcae in latere est
Genti ad salutem positum.

Ex hoc perennis gratia,
Ceu septiformis fluvius,
Stolas ut illic sordidas
Lavemus Agni in sanguine.

Turpe est redire ad crimina,
Quae Cor beatum lacerent
Sed aemulemur cordibus
Flammas amoris indices.

Iesu, tibi sit gloria,
Qui Corde fundis gratiam,
Cum Patre, et almo Spiritu,
In sempiterna saecula.
Amen.
Barmherziger Gott, du öffnest uns den unendlichen Reichtum der Liebe im Herzen deines Sohnes, das unsere Sünden verwundet haben. Gib, dass wir durch aufrichtige Umkehr Christus Genugtuung leisten und ihm mit ganzer Hingabe dienen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Deus, qui nobis in Corde Fílii tui, nostris vulneráto peccátis, infinítos dilectiónis thesáuros misericórditer largíri dignáris: concéde, quaesumus; ut, illi devótum pietátis nostræ præstántes obséquium, dignæ quoque satisfactiónis exhibeámus offícium.
Per eundem Dominum nostrum Iesum Christum filium tuum, qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti, Deus, per omnia saecula saeculorum.
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

15. Juni: Hl. Bernhard von Aosta, Archidiakon, Glaubensbote in den Alpen, Klostergründer
Wikipedia hat geschrieben:Bernhard von Menthon (auch Bernhard von Aosta und Bernhard von Mont-Joux; * 983 (oder 923) in Menthon-Saint-Bernard, Frankreich; † 15. Juni 1081 (oder 1086), nach einigen Quellen am 28. Mai 1007 oder 1008 in Novara) ist ein Heiliger der katholischen Kirche und seit 1923 Schutzpatron der Alpenbewohner und Bergsteiger. Bernhard von Menthon gründete das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard, eine der ersten Einrichtungen zum Zwecke der Rettung aus Bergnot.

Bernhard war Abkömmling einer Adelsfamilie und verwandt mit der burgundischen Königin Ermengarde. Er studierte in Paris Philosophie und Rechtswissenschaft. Sein Vater, Ritter Richard von Menthon, hatte vor, ihn adelig zu verloben. Dem wollte Bernhard jedoch nicht Folge leisten und floh nach Aosta zum Archidiakon Peter. Bernhard wurde durch ihn zum Priester geweiht und zu dessen Nachfolger ernannt. Bernhard trat als Wanderprediger im Aostatal und der Diözese Novara auf.

Bernhard von Menthon gründete um 1050 das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard; einige Zeit später auch das auf dem Kleinen Sankt Bernhard. Grund dafür war, dass der Alpenübergang des Mont-Joux zwischen dem Wallis und dem Aostatal gefährlich war, aber dennoch von vielen Reisenden und auch vielen Pilgern genutzt wurde.

Bernhard versuchte im April 1081 in Pavia Kaiser Heinrich IV. von seinem Kampf gegen Papst Gregor VII. abzuhalten. Heinrich wollte Papst Gregor absetzen und an seiner Stelle Clemens III. auf den Thron bringen. Auf der Rückreise von Pavia starb Bernhard von Menthon in Novara. [...]
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HeGe
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

15. Juni: Hl. Landelin von Crespin, Abt
Wikipedia hat geschrieben:Landelin von Crespin, auch Lando, Landolin, Landolinus und von Lobbes, († 15. Juni 686), war Klostergründer und Abt im Hennegau. [...]

Landelin kam zu Vaux bei Bapaume im Pas-de-Calais als Spross einer fränkischen Adelsfamilie, der der Herren von Vaulx, zur Welt. Seine Eltern sahen für ihn, als nachgeborenen Sohn, eine kirchliche Laufbahn vor. Wohl bereits im Alter von sieben Jahren kam er in die Obhut des Bischofs Autbert von Cambrai, der ihn getauft hatte und ihn nun auf den Priesterberuf vorbereiten sollte. Kurz vor seiner Weihe lief er, den Einflüsterungen zwielichtiger Verwandten folgend, jedoch davon und schloss sich einer Räuberbande an, deren Anführer er unter dem Namen „Maurosus“ schon bald wurde und fünf Jahre lang blieb.

Erst nachdem einer seiner engsten Gefährten bei einem nächtlichen Überfall getötet worden war, kam es zur Bekehrung. Im Traum soll er gesehen haben, wie böse Geister die Seele seines Kumpans in die Hölle führten, während ein Engel Landelin zur Umkehr und Buße ermahnte. Daraufhin verließ er seine Spießgesellen und kehrte reumütig zu seinem Erzieher Autbert zurück. Dieser nahm ihn wieder bei sich auf und unterwarf ihn einem rigorosen Bußregiment. Bald darauf wurde Landelin Mönch. Er unternahm drei Pilgerreisen nach Rom und wurde nach der ersten zum Diakon und nach der zweiten zum Priester geweiht.

Nach der Rückkehr von der dritten Romreise, bei der ihn seine beiden Gefährten Adelin (Adelinus, Adelenus) und Domitian (Domitianus, Domitien, Deumianus) begleitet hatten, erhielten die drei von Bischof Autbert die Erlaubnis, in den Hennegau zu ziehen, um dort in der Abgeschiedenheit zu beten und zu büßen. Landelin wählte eine öde Stelle an der Sambre, die nach dem dort mündenden Bach Laubach (Laubac, Laubacus) früher den Namen „Labieni Castra“ gehabt haben soll, nunmehr den Namen „Laubacum“ (Laubium, Laubiae, Lobias, Lobbes) erhielt und heute ein Dorf in Belgien ist. Dort strömten ihm jedoch immer mehr Schüler zu, darunter viele seiner ehemaligen Bandenmitglieder, so dass er sich schließlich um 650 gezwungen sah, erst eine feste Gemeinde und dann ein Kloster nach den Regeln des Hl. Benedikt zu gründen, das er mit Ländereien, die seine Familie von den fränkischen Königen erhalten hatte, ausstattete. Die Anlage wuchs schnell, und im Jahre 654 wurde die Abtei Lobbes formell geweiht. Da Landelin sich für unwürdig hielt, Abt zu sein, und lieber in der Einsamkeit leben wollte, bestimmte er einen seiner ersten Schüler, den später heilig gesprochenen Ursmar (Ursmer, Ursmarus), zum Abt; dieser vollendete die begonnenen Konventsgebäude, baute die Klosterkirche und die Kirche Notre Dame, und widmete sich der Missionsarbeit im heutigen Belgien.

Landelin blieb bis 654 in Lobbes. Dann zog er in den Weiler Aulne (Aune, Alna), heute Teil der Gemeinde Thuin in der Provinz Hainaut in Belgien, wenige Kilometer von Lobbes entfernt, und stiftete dort im Jahre 656 an der Sambre ein zweites Benediktiner-Kloster, die Abtei Aulne, das er ebenfalls mit von den Frankenkönigen geschenktem Grundbesitz ausstattete.

Schon ein Jahr später, 657, gründete er auf Besitz, den seine Familie von König Dagobert I. geschenkt bekommen hatte, ein drittes Kloster, die Abtei Waslere, einige Kilometer südlich von Aulne, in Wallers-en-Fagne, die er den Aposteln Petrus und Paulus widmete und seinem Schüler Dodo als Abt unterstellte.

Getrieben vom Wunsch nach Einsamkeit zog er schon bald darauf mit Adelin und Domitian in den Wald von Amblise im Hennegau zwischen Valenciennes und Mons und errichtete dort eine hölzerne Zelle am Ufer der Haine, die bei Condé-sur-l’Escaut in die Schelde mündet. Als der Besitzer des Waldes als Preis für das unerlaubte Absägen von Ästen ihnen ihre Kleider nehmen wollte, wurde er gelähmt; erst nach Herausgabe der Kleidung wurde er von Landelin wieder geheilt. Auch soll nach seinem Gebet an der Stelle, an der Landelin seinen Stab auf die Erde stieß, eine starke Quelle hervorgetreten sein, deren kräuselnde Wellen („crispantibus undis“) ihn dazu bewegten, den Ort „Crispinium“ (Crespin) zu nennen. Der Ruf der drei Eremiten und die Erzählungen von Landelins wundersamen Taten lockten zunehmend neue Schüler herbei, so dass Landelin eine Kapelle bauen ließ, die dann zur Keimzelle des wohl um 670 geweihten und dem Apostel Petrus gewidmeten Benediktiner-Klosters Crespin wurde. Landelin wurde sein erster Abt, baute sich aber in der Nähe eine eigene kleine Klause, wo er sich gewöhnlich aufhielt, um in der Abgeschiedenheit zu beten. Auch seine beiden Getreuen Adelin und Domitian zogen in abseits gelegene Hütten. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

15. Juni: Hl. Lothar von Séez, Bischof
Wikipedia hat geschrieben:Lothar von Séez (* um 685 im Moselgau; † 15. Juni 756 bei Argentan) war ein katholischer Bischof und Heiliger.

Der heilige Lothar, der wohl aus Lothringen stammte, war der Legende nach zunächst Adliger und Soldat, bevor er sich in ein von ihm gegründetes Kloster bei Argentan zurückzog. 725 wurde er von Papst Gregor II. zum Bischof von Séez (heute: Sées) in der Normandie berufen und stand dieser Diözese für mehr als 30 Jahre vor. Nach seinem Tod wurde das Kloster ihm zu Ehren Saint-Loyer-des-Champs benannt. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

15. Juni: Hl. Veit, Märtyrer, Nothelfer, Hl. Crescentia, Märtyrerin und Hl. Modestus, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Der Heilige Veit (Sankt Vitus) (* in Mazara, Sizilien; † um 304 in Lukanien, Süditalien) starb unter Diokletian als Märtyrer und ist einer der Vierzehn Nothelfer. Er ist der Schutzpatron der Apotheker, Gastwirte, Bierbrauer, Winzer, Kupferschmiede, Tänzer und Schauspieler, der Jugend, der Haustiere, von Böhmen, Prag, Mönchengladbach, Sachsen und Sizilien, also vor allem von Gebieten mit (ehemals) slawischer Bevölkerung; Missionare brachten die Gebeine des Heiligen angeblich dorthin mit. Er wird angerufen, um Krämpfe, Epilepsie, Tollwut, Veitstanz, Bettnässen und Schlangenbiss zu heilen. Der Tag dieses Heiligen hat als Vidovdan eine besondere Bedeutung für das serbische Volk.

Der Legende nach gaben seine Eltern ihn als Kind der Amme Crescentia und deren Mann Modestus zur Erziehung, die ihn im christlichen Glauben unterrichteten. Als sein Vater davon erfuhr, wollte er seinen Sohn vom Glauben abbringen und später umbringen, Veit aber blieb standhaft. Veit floh mit Crescentia und Modestus nach Lukanien, wo ihnen ein Adler Brot brachte und er allerlei Wunder wirkte.

Als Kaiser Diokletian von dem Jungen hörte, holte er ihn nach Rom, weil Veit seinen Sohn, der von einem bösen Geist befallen war, heilen sollte. Obwohl Veit dies gelang, sollte er seinen Glauben aufgeben und den heidnischen Göttern opfern. Als Veit sich wieder weigerte, wurde er vor die Löwen geworfen, damit diese ihn zerfetzten. Die Löwen aber legten sich vor ihm nieder, leckten seine Füße und taten ihm nichts. Schließlich wurde Veit zusammen mit Modestus und Crescentia in siedendes Öl geworfen. Engel retteten sie daraus und brachten sie zurück nach Lukanien, wo sie starben. Adler bewachten ihre Körper, bis die Witwe Florentia sie fand und begrub. [...]
Wikipedia hat geschrieben:Crescentia († 304 in Lucanien) war eine Heilige und christliche Märtyrin. [...]

Der legendarischen Überlieferung nach war Crescentia die Amme des hl. Vitus (Veit). Gemeinsam mit diesem und seinem Erzieher Modestus, ihrem späteren Mann, floh sie während der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian nach Lucanien. Dort wurde sie gefangen genommen und in siedendes Öl geworfen. Ein Engel rettete sie jedoch und trug sie nach Hause. Dort erst starb das Ehepaar dann gemeinsam. [...]
Wikipedia hat geschrieben:Modestus (* Geburtsjahr nicht genau bekannt; † 304 in Lucanien) war ein Heiliger und Märtyrer. [...]

Modestus war der Erzieher und Begleiter von Vitus (Veit). Er war verheiratet mit dessen Amme Crescentia. Aufgrund der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian soll das Ehepaar gemeinsam mit Vitus nach Lukanien geflohen sein. Dort wurden alle drei gefangen genommen und in siedendes Öl geworfen. Sie wurden der Überlieferung nach von einem Engel herausgeholt und nach Hause gebracht. Erst dort soll das Ehepaar dann zusammen gestorben sein. [...]

Barmherziger Gott, mit deiner Kraft hat der heilige Vitus in jugendlichem Alter die Qualen des Martyriums bestanden. Wir ehren sein Andenken und empfehlen dir alle, deren Glaube bedroht ist. Stärke sie in der Hoffnung und festige sie in der Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Da Ecclésiæ tuæ, quaesumus, Dómine, sanctis Martýribus tuis Vito, Modésto atque Crescéntia intercedéntibus, supérbe non sápere, sed tibi plácita humilitáte profícere: ut, prava despíciens, quæcúmque recta sunt, libera exérceat caritáte.
Per Dominum.
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

16. Juni: Hl. Aureus von Mainz, Bischof, Märtyrer
Wikipedia hat geschrieben:Der Heilige Aureus (* ? im Rhône-Loire-Gebiet; † um 436 oder 451 in Mainz) soll in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts Bischof von Mainz gewesen sein.

Nach der ältesten überlieferten Mainzer Bischofsliste aus dem 10. Jahrhundert ist er der erste mit Namen bekannte Bischof. [...]

Das älteste Zeugnis über Aureus stammt aus einem Werk des späteren Mainzer Erzbischofs Rabanus Maurus, das dieser anlässlich der Weihe der Fuldaer Klosterkirche geschrieben hat. Danach gab es in dieser Kirche auf der Südseite einen Altar, der unter anderem dem Hl. Aureus geweiht war.

843 schrieb Rabanus außerdem ein Martyrologium, das für den 16. Juni den Tod des Aureus und seiner Schwester bezeugt. Sie wurden demnach bei einem Überfall der Hunnen in der Kirche ermordet. Eine Jahresangabe fehlt jedoch. Spätere Quellen geben das Jahr 454 an, was aber wenig wahrscheinlich ist, da der Überfall der Hunnen auf das Jahr 451 zu datieren ist. Wenn Aureus bei einem der Überfälle der Völkerwanderungszeit das Martyrium erlitten hat, so kommen neben 451 auch 436, 406/7 und sogar 368 in Frage. 406/7 gilt als Jahr, in dem der in Mainz später ebenfalls als Heiliger verehrte Alban das Martyrium erlitt. Einer Überlieferung zufolge wurde Alban enthauptet, weil er in Mainz gegen den Arianismus predigte. Dieselbe Überlieferung spricht von einem vor der Zeit des Alban vertriebenen Bischof Aureus.

Demnach wäre Aureus schon vor 406 Bischof von Mainz gewesen. Weil er gegen den Arianismus eintrat, wurde er von Mainzer Bürgern vertrieben. Während seiner Abwesenheit wirkten der offenbar aus Italien stammende Bischof Theomast/Theonestus und sein Schüler Alban in der Stadt. Nach 406 kehrte er wohl wieder in die nunmehr zerstörte Stadt zurück und übte sein Bischofsamt wieder aus. Dagegen, dass er erst 451 das Martyrium erlitt, spricht die ungewöhnlich lange Amtszeit von 50 Jahren und die dann schwierige zeitliche Einordnung des nachfolgenden Bischofs Maximus. Vermutlich hat Aureus daher schon 436 zusammen mit seiner Schwester Justina das Martyrium erlitten. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

16. Juni: Hl. Benno von Meißen, Bischof von Meißen, Glaubensbote bei den Wenden
Wikipedia hat geschrieben:Benno (* um 1010 in Hildesheim; † 16. Juni 1106 in Meißen) war von 1066 bis 1106 Bischof von Meißen und wird als Heiliger verehrt.

Benno wird in Quellen erstmals als Stiftsherr in Goslar erwähnt. 1028 wurde er Mönch, 1040 weihte man ihn zum Priester. Dass er 1042 Abt in St. Michael in Hildesheim gewesen sein soll, beruht auf späterer Legende. 1066 wurde er Bischof von Meißen. Er wurde 1073 in den Sachsenkrieg hineingezogen. Benno versuchte zwar, sich aus dem Streit herauszuhalten, doch gerade dafür beschuldigte ihn König Heinrich IV. des Hochverrats, denn „er habe ihm während des ganzen Sachsenkrieges … keinen Beweis seiner ungebrochenen Treue … gegeben“, und setzte ihn fest. 1076 erklärte Heinrich IV. den Papst für abgesetzt, nachdem er im Investiturstreit mit ihm über das Vorrecht zur Ernennung der Bischöfe in Streit geraten war. Benno, von dem nicht überliefert ist, wie er wieder freikam, soll sich nun auf die Seite des Papstes und der Sachsenfürsten gestellt und 1077 an der Wahl des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden beteiligt haben. Nach Rudolfs Tod wandte er sich dem neuen Gegenkönig Hermann von Salm zu. Dafür wurde er von Heinrich IV. zusammen mit den anderen Bischöfen, die von ihm abgefallen waren, exkommuniziert und andere Bischöfe wurden ernannt. Auch einen Gegenpapst setzte Heinrich IV. ein – Clemens III. Benno bat um des Friedens willen Letzteren um Verzeihung, und dieser ließ ihn in sein Bistum zurückkehren. Obwohl es ja inzwischen einen anderen Meißner Bischof gab, gelangte Benno anscheinend ohne Aufsehen wieder in sein Amt. 1084 wurde Heinrich IV. zum Kaiser gekrönt und nahm 1103 den Gottesfriedensgedanken, den sein Vater Heinrich III. bereits stark unterstützt hatte, wieder auf und verkündete einen reichsweiten Landfrieden, wobei er in Benno einen Unterstützer fand. Im Zuge der deutschen Ostexpansion konnte Benno durch Landschenkungen in den Jahren 1090, 1091 und 1095 den Besitz seines Bistums unblutig mehren. Seine Reisen sollen ihn bis nach Bautzen im Milzenerland geführt haben. Ihm werden Ortsgründungen wie zum Beispiel Bischofswerda und Bischheim zugeschrieben, aber auch der Beginn des Weinanbaus im Elbtalkessel. Die Via Regia, in der Oberlausitz auch „Bischofsweg“ genannt, soll er, meist zu Fuß, bis ins hohe Alter bereist haben. Er muss zwischen 1105 und 1107 gestorben sein. [...]

Die Überlieferung, dass Benno ein unehelicher Sohn der Frau Derksen und des Grafen Friedrich von Woldenburg (Sachsen) war, wird durch Quellen nicht bestätigt. Die Vita Bennonis (1512) von Hieronymus Emser enthält einige legendenhafte Berichte aus dem Leben Bennos. So werden ihm verschiedene Wunder zugeschrieben, beispielsweise habe er durch einen Schlag mit seinem Krummstab eine Quelle hervorspringen lassen. Markgraf Heinrich I. von Eilenburg, der ihn beleidigte, soll, wie Benno ihm prophezeite, nach einem Jahr tot umgefallen sein. Ein Schlüssel, den er in die Elbe warf, soll von einem Fisch verschluckt und nach Rückkehr des Bischofs im Fischbauch gefunden worden sein. Daraus entstand das Wappen des Bistums Meißen: ein Schlüssel und ein Fisch, die sich kreuzen. [...]

Treuer Gott, du hast dem heiligen Bischof Benno den Mut gegeben, in den Wirren seiner Zeit unbeirrt den Weg des Glaubens zu gehen. Zeige auch uns deine Wege und stärke unser Vertrauen auf deine Hilfe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

16. Juni: Hl. Kunigunde von Rapperswil, Jungfrau
Wikipedia hat geschrieben:Kunigunde von Rapperswil († 4. Jh. in Rapperswil) soll der Legende nach eine Begleiterin der Heiligen Ursula von Köln gewesen sein und bei der Rückreise von Rom in Rapperswil gestorben sein. [...]

Kunigunde soll im 4. Jahrhundert in Eichsel bei Rheinfelden gelebt haben. [...] Kunigunde wird als Patronin der Blinden und der Lahmen verehrt.

Nach der Legenda aurea sollte die bretonische Königstochter Ursula von Köln den Aetherius heiraten, Sohn des heidnischen Königs von England. Sie willigt ein, stellt allerdings drei Bedingungen, die der Bräutigam auch erfüllt: Innerhalb einer Frist von drei Jahren soll Prinz Aetherius getauft werden; eine Schar von zehn Gefährtinnen und 11'000 weiteren Jungfrauen soll zusammengestellt und eine gemeinsame Wallfahrt nach per Schiff Rom unternommen werden. Dort schließen sich ihnen der (nicht historisch belegte) Papst Cyriacus sowie (in einigen Versionen der Legende) einige Bischöfe und Kardinäle an. In einem Traum wird Ursula das Martyrium verkündigt. In Köln werden alle Pilger von den Hunnen getötet, die die Stadt belagern. Der Prinz der Hunnen verliebt sich allerdings in Ursula und bietet ihr an, sie zu verschonen und zu heiraten. Als sie ablehnt, tötet er sie durch einen Pfeilschuss. Zu ihren Begleiterinnen zählt die heilige Cordula, die sich beim Angriff der Hunnen zunächst versteckt, sich dann jedoch auch dem Martyrium stellt. [...]
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Re: Heilige des Tages

Beitrag von HeGe »

16. Juni: Hl. Luitgard von Tongern, Nonne, Mystikerin
Wikipedia hat geschrieben:Lutgard (Luitgard, Lutgard, Lutegarde) von Tonger(e)n OCist (* 1182 in Tongern; † 16. Juni 1246 in Aywières in Belgien) war eine flämische Zisterzienserin und Mystikerin.

Die Lebensgeschichte Lutgards ist bekannt durch eine mittelalterliche Vita, verfasst von dem Dominikaner Thomas von Cantimpré. Thomas kannte Lutgard persönlich und versichert, das meiste, was er in seiner Lebensbeschreibung festgehalten hat, unmittelbar von ihr erfahren zu haben. Lutgard wurde als Zwölfjährige den Nonnen der Benediktinerinnen-Abtei St. Katharina bei Sint-Truiden im Bistum Limburg zur Erziehung übergeben. Nach einer Christusvision trat sie dort mit 20 Jahren ins Noviziat ein. Nur ein Jahr später wurde sie trotz ihrer Jugend zur Priorin des Konvents gewählt. Sie folgte jedoch dem Rat einer Freundin, der heiligen Christina, und trat zu den Zisterzienserinnen von Aywières bei Brüssel über, da diese eine strengere Ordensregel haben. Hier lebte Lutgard bis zu ihrem Tode, berühmt für ihre Visionen, ein asketisches Leben der Sühne und Abtötung. 16 Jahre vor ihrem Tod erblindete sie.

Lutgard hatte nach Angabe ihres Biographen zahlreiche mystische Erlebnisse, am häufigsten Christuserscheinungen, Begegnungen mit den Armen Seelen sowie daneben auch Visionen der Gottesmutter und anderer Heiliger. Man kann sie als die erste Herz-Jesu-Mystikerin des Spätmittelalters ansehen. Es wird von ihr berichtet, dass sie die Gabe hatte, Kranke zu heilen. Lutgard ist die Schutzpatronin für eine glückliche Entbindung, der Blinden und Behinderten. In der Kunst wird sie oft während einer Vision dargestellt, bei der ihr Christus seine geöffnete Seite zeigt oder sie vom Glanz des Herzens Jesu geblendet wird. [...]
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