asderrix hat geschrieben:Das widerlegt eigentlich diese Theorie ganz klar, wenn ich die Aussage der Bibel verbiegen muss, um meine Lehre zu untermauern ist das immer falsch.
asderrix, hier verbiegt keiner etwas. Katholiken glauben nicht was sie selber aus der Hl. Schrift rauslesen, sondern sie glauben das was die Kirche (also dem der die Hl. Schrift aufgeschrieben, kanonisiert etc. hat) sagt, was das bedeutet.
Niemand interpretiert selber und biegt sich was zusammen. Wir glauben nicht, daß die Einzige Quelle der Offenbarung die hl. Schrift ist. Es wurde damals eben nicht alles aufgeschrieben was der Herr offenbarte. Der Rest (also das nicht aufgeschriebene) ist aber nicht verschütt gegangen, sodaß nun fehlbare Menschen sich irgendwas passendes ausdenken müssen.
Hier
http://www.catena-aurea.de/ixbiblia.html allerdings finde ich nur die stelle von Markus:
28 Amen, das sage ich euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
3 Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen.
Jedem Menschen werden alle seine Sünden und Gotteslästerungen vergeben werden, aber nicht unterschiedslos, sondern nur demjenigen, der in diesem Leben eine seinen Vergehen angemessene Buße tut. Das läßt keinen Raum für die Meinung des Novatus, der denen, die sich dem Martyrium verweigert haben, aber Buße tun, die Vergebung verweigern möchte. Es ist aber auch kein Raum für die Ansicht des Origenes, der behauptet, daß nach dem allgemeinen Gericht, wenn die Zeit an ihr Ende gekommen ist, alle Sünder die Vergebung ihrer Sünden erlangen werden. Die Worte des Herrn widersprechen diesem Irrtum, denn er sagte: "Wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung." (Beda)
Er sagt in der Tat, daß eine Gotteslästerung, die gegen ihn selbst gerichtet ist, entschuldigt werden kann, denn er schien ja [nur] ein Mensch, verachtungswürdig und von niedrigster Herkunft, zu sein. Eine Beleidigung Gottes dagegen kann keine Vergebung finden und eine Lästerung des Heiligen Geistes ist [immer] gegen Gott gerichtet. Denn das Wirken des Heiligen Geistes ist die Herrschaft Gottes, und deswegen ist die Lästerung des Heiligen Geistes nicht zu verzeihen. [...] Wer also Wunder und die Austreibung von Dämonen, die allein der Heilige Geist bewirkt, den Dämonen zuschreiben möchte, der hat keine Entschuldigung für seine Gotteslästerung und eine solche Gotteslästerung kann offenbar auch nicht vergeben werden, denn sie richtet sich gegen den Heiligen Geist. Und so deutet das auch [der Evangelist], wenn er hinzufügt: "Sie hatten nämlich gesagt: Er ist von einem unreinen Geist besessen." (Pseudo-Chrysostomus)
Das muß so verstanden werden, daß sie keine Verzeihung [für ihre Gotteslästerung] erfahren, wenn sie nicht Buße tun. Hätten sie nämlich nur am Fleisch Christid.h. an seiner menschlichen Natur Anstoß genommen, dann hätten sie in gewisser Hinsicht eine Entschuldigung gehabt und ihnen wäre teilweise verziehen worden. (Theophylactus)
Oder er spricht so, weil derjenige, der Christus erkannt hat und trotzdem sagt, er sei der Fürst der Dämonen, es nicht verdient, eine Buße auferlegt zu bekommen, so daß er danach wieder [in die kirchliche Gemeinschaft] aufgenommen wird. (Hieronymus)
Dieses Vergehen einer unverzeihlichen Gotteslästerung legt man freilich nicht denjenigen zur Last, die nicht glauben, daß der Heilige Geist Gottd. h. eine göttliche Person ist, denn nicht teuflischer Haß, sondern menschliche Unwissenheit veranlaßte sie zu solcher Rede. (Beda)
Oder aber: die Unbußfertigkeit selbst ist diese Beleidigung des Heiligen Geistes, die nicht vergeben werden kann. Denn wer in seinem Herzen nicht zur Buße bereit ist, der beleidigt den Heiligen Geist, durch den die Sünden vergeben werden, (einerlei, ob er das tatsächlich ausspricht oder ob er [nur] so denkt). [...] (Augustinus, De Verb. Dom.)