Amtsverständnis der frühen Kirche
Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Warum eigentlich diese an Archäologismen erinnernden Versuche?
+L.
+L.
Christus mein Leben, Maria meine Hoffnung, Don Bosco mein Ideal!
- Robert Ketelhohn
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Was für Versuche? Was für Archäologismen?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Irrtum im Fixen.ad-fontes hat geschrieben:Fixed it.berneuchen hat geschrieben:Wo wurden die Apostel angewiesen, auf welche Weise sie das "Priesteramt" weiterzugeben hätten- sie handelten bei der Einsetzung von Ältesten und Episkopen nach jüdischem Vorbild: durch Handauflegung. Dass sie jemals "die Messe gelesen " hätten, ist schlichtwegad_hoc hat geschrieben:Gregorio Magno hat u. a. geschrieben:Wir sind uns aber doch darüber im Klaren, dass dieser Satz nichts aussagt, weder zur einen Seite hin noch zu anderen.Eine geregelte Liturgie kannst du leider nicht feststellen, da bis zum 6. Jhd. keine eindeutigen Zeugnisse vorhanden sind (hier Liturgiebücher).
Andererseits ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Apostel sehr genau an die Weisungen unsereres Herrn Jesus Christus gehalten haben und die Hl. Messe genauestens und in der gleichen Intention gelesen haben, wie dies Herr sie gelehrt hatte. Und daraus wiederum ist einzig und allein zu schließen, dass auch die Apostel das Priesteramt genau so weitergegeben haben, wie sie selbst von unserem Herrn angewiesen wurden, und dass sie eben aus diesem Grund auf die peinlich genaue Einhaltung der 'Liturgie' achteten. Insofern gab es von Anfang an eine geregelte Liturgie.
Was in den darauf folgenden Jahrhunderten, bis hin zum Konzil von Trient, erfolgte, sollte als nichts anderes gewes
Gruß, ad_hocungeschichtlichunkatholisch gedacht. Die Messe in ihrer abendländischen Form ist nicht im Hl Land entstanden.
Es ist schlechterdings unkatholisch zu behaupten, die Apostel hätten etwas anderes gemacht als die Hl. Messe zu lesen, wenn sie die hl. Eucharistie darbrachten. (Natürlich nicht nach dem Meßbuch Pius V.). Aber es gibt nur eine Hl. Messe für alle Zeiten und an allen Orten, das ist die vom Herrn gestiftete.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Also, heute die Auskunft vom Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg. Dort sind alle Restbestände der Gamber-Bücher in Verwahrung; die meisten Bände sind noch erhältlich, einige wenige allerdings vergriffen.taddeo hat geschrieben:Klaus Gamber, BERACHA. Eucharistiegebet und Eucharistiefeier in der Urkirche, Regensburg (Kommissionsverlag Pustet) 1986 (= Studia Patristica et Liturgica 16).
Der o. g. Band "Beracha" ist in broschierter Ausgabe (also nicht fest gebunden) noch verfügbar und wird vom Archiv zum Preis von 13,- Euro/Stück zzgl. Versandkosten gegen Rechnung abgegeben. Bei Interesse bitte an folgende Anschrift wenden:
Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg
St. Petersweg 11-13, 93047 Regensburg
Telefon: 0941/597-2520
Fax: 0941/597-2521
E-Mail: archiv@bistum-regensburg.de
Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Dort finden sich dann also die gesammelten Adressen der Staatsfeinde; wird den Verfassungschutz freuen :lach:taddeo hat geschrieben:Also, heute die Auskunft vom Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg. Dort sind alle Restbestände der Gamber-Bücher in Verwahrung; die meisten Bände sind noch erhältlich, einige wenige allerdings vergriffen.taddeo hat geschrieben:Klaus Gamber, BERACHA. Eucharistiegebet und Eucharistiefeier in der Urkirche, Regensburg (Kommissionsverlag Pustet) 1986 (= Studia Patristica et Liturgica 16).
Der o. g. Band "Beracha" ist in broschierter Ausgabe (also nicht fest gebunden) noch verfügbar und wird vom Archiv zum Preis von 13,- Euro/Stück zzgl. Versandkosten gegen Rechnung abgegeben. Bei Interesse bitte an folgende Anschrift wenden:
Bischöfliches Zentralarchiv Regensburg
St. Petersweg 11-13, 93047 Regensburg
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Wenn wir jetzt da alle gleich bestellen..taddeo hat geschrieben:![]()
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Dann muß ich morgen nochmal anrufen und eine gute Provision aushandeln.ad-fontes hat geschrieben:Wenn wir jetzt da alle gleich bestellen..taddeo hat geschrieben:![]()
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- berneuchen
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Lieber ad-hoc,
Ich fürchte , wir reden aneinander vorbei. Was ich meine, ist : Die Redewendung " eine Messe lesen " ist eine spätmittelalterliche Schöpfung ( wie die missa lecta auch) von den Zeiten der Apostel an war der christliche Gottesdienst mit der Eucharistie eine Feier, bei der z. B der Gesang nicht wegzudenken war - damit ist auch klar, dass es keine " stillen Messen" ohne Volk gab.
Die Frage danach, was man noch alles weglassen kann, damit es gerade noch Messe ist, ist dem biblischen Denken und dem der Väter völlig fremd. Der urchristlichen Eucharistie ging es darum, die Fülle des Heiles zu feiern. Insofern haben die Eucharistiefeiern der Frühen Kirche und der Väterzeit ein deutlich anderes Gepräge gehabt als der ausserordentliche Ritus oder manche " Kreationen " der Postmoderne.
PS
Damit der Herr mit dem blutroten Buchstaben nich wieder den mahnenden Finger hebt: die Art wie Eucharistie gefeiert wird und das sog. Amtsverständnis hängen unlösbar zusammen.
Ich fürchte , wir reden aneinander vorbei. Was ich meine, ist : Die Redewendung " eine Messe lesen " ist eine spätmittelalterliche Schöpfung ( wie die missa lecta auch) von den Zeiten der Apostel an war der christliche Gottesdienst mit der Eucharistie eine Feier, bei der z. B der Gesang nicht wegzudenken war - damit ist auch klar, dass es keine " stillen Messen" ohne Volk gab.
Die Frage danach, was man noch alles weglassen kann, damit es gerade noch Messe ist, ist dem biblischen Denken und dem der Väter völlig fremd. Der urchristlichen Eucharistie ging es darum, die Fülle des Heiles zu feiern. Insofern haben die Eucharistiefeiern der Frühen Kirche und der Väterzeit ein deutlich anderes Gepräge gehabt als der ausserordentliche Ritus oder manche " Kreationen " der Postmoderne.
PS
Damit der Herr mit dem blutroten Buchstaben nich wieder den mahnenden Finger hebt: die Art wie Eucharistie gefeiert wird und das sog. Amtsverständnis hängen unlösbar zusammen.
Zuletzt geändert von berneuchen am Donnerstag 24. Februar 2011, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
- Robert Ketelhohn
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Bestellt.
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Ein etwas anderes Gepräge, das gebe ich gerne zu. Die Papstmesse um 500 "fühlte sich anders an" als eine Winkelmesse um 1500. Aber Messe ist Messe, gleich in welcher Form, ob als Stille Messe oder als Pontifikalamt.berneuchen hat geschrieben:Lieber ad-hoc,
Ich fürchte , wir reden aneinander vorbei. Was ich meine, ist : Die Redewendung " eine Messe lesen " ist eine spätmittelalterliche Schöpfung ( wie die missa lecta auch) von den Zeiten der Apostel an war der christliche Gottesdienst mit der Eucharistie eine Feier, bei der z. B der Gesang nicht wegzudenken war - damit ist auch klar, dass es keine " stillen Messen" ohne Volk gab.
Die Frage danach, was man noch alles weglassen kann, damit es gerade noch Messe ist, ist dem biblischen Denken und dem der Väter völlig fremd. Der urchristlichen Eucharistie ging es darum, die Fülle des Heiles zu feiern. Insofern haben die Eucharistiefeiern der Frühen Kirche und der Väterzeit ein deutlich anderes Gepräge gehabt als der ausserordentliche Ritus oder manche " Kreationen " der Postmoderne.
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Korrekt. So gestellt, ist die Frage unsinnig, ja anstößig. Hintergrund entsprechender Überlegungen ist allerdings die Frage, was zu tun sei, wenn bei der Messe irgend was schiefgegangen ist. Dafür gibt es entsprechende Regeln de defectibus missæ. Wann sind die eucharistischen Gestalten als konsekriert anzusehen? – Wenn den Zelebranten „mittendrin“ Freund Hein ereilt, fragt sich auch, was mit ihnen zu tun sei. Und dergleichen noch viel mehr. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Frage berechtigt und wichtig.berneuchen hat geschrieben:Die Frage danach, was man noch alles weglassen kann, damit es gerade noch Messe ist, ist dem biblischen Denken und dem der Väter völlig fremd.
Die Anweisungen für den Umgang mit solchen Defekten nun aber umzudrehen und etwa zu sagen, für die gültige Messe seien die Wandlungsworte oder meinetwegen der Kanon oder die Anaphora hinreichend: das ist in der Tat absurd und anstößig.
Soweit völlig richtig, aber ich bitte doch die Themen der Stränge zu beachten. Hier geht es ums Amtsverständnis. Auf einen sehr interessanten Strang zur frühkirchlichen Liturgie habe ich oben hingewiesen.berneuchen hat geschrieben:Der urchristlichen Eucharistie ging es darum, die Fülle des Heiles zu feiern. Insofern haben die Eucharistiefeiern der Frühen Kirche und der Väterzeit ein deutlich anderes Gepräge gehabt als der ausserordentliche Ritus oder manche " Kreationen der Postmoderne.
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Ukas:
Ab sofort zur Messe der frühen Kirche nur noch da:
viewtopic.php?f=4&t=7914
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viewtopic.php?f=4&t=7914
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Senats-Ukas?Robert Ketelhohn hat geschrieben:Ukas:
Ab sofort zur Messer der frühen Kirche nur noch da:
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
senatoris edictum
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- berneuchen
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Messe ist Messe, gleich in welcher Form, ob als Stille Messe oder als Pontifikalamt.
So isch' nachad au!

So isch' nachad au!
Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
Ja und egal, ob um im Jahre 50, 500 oder 1500 gefeiert; ebenfalls egal, ob der zelebrierende Priester "Padre" oder "Pope", "Gebieter" oder "Hochwürdigster Herr" genannt wird: es ist und bleibt die Messe egal in welcher Form oder in welchem Ritus, solange sie stiftungsgemäß gefeiert wird, sprich solange es sich um eine legitime Eucharistie handelt.berneuchen hat geschrieben:Messe ist Messe, gleich in welcher Form, ob als Stille Messe oder als Pontifikalamt.
Ist das Berneucher Dialekt? Wer ist so freundlich das zu übersetzen?berneuchen hat geschrieben: So isch' nachad au!
(Bitte verschieben wegen Ukas!)
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Re: Amtsverständnis der frühen Kirche
ad-fontes hat geschrieben:Ja und egal, ob um im Jahre 50, 500 oder 1500 gefeiert; ebenfalls egal, ob der zelebrierende Priester "Padre" oder "Pope", "Gebieter" oder "Hochwürdigster Herr" genannt wird: es ist und bleibt die Messe egal in welcher Form oder in welchem Ritus, solange sie stiftungsgemäß gefeiert wird, sprich solange es sich um eine legitime Eucharistie handelt.berneuchen hat geschrieben:Messe ist Messe, gleich in welcher Form, ob als Stille Messe oder als Pontifikalamt.
Ist das Berneucher Dialekt? Wer ist so freundlich das zu übersetzen?berneuchen hat geschrieben: So isch' nachad au!
(Bitte verschieben wegen Ukas!)
S ' isch schwäbisch und moint :jedes Ding hat mehrere Seiten. Sprech ich manchmal [Punkt]