Der Stein des Anstoßes sind die Aussagen Tipherets in dessen von mir angesprochenen Beitrag.
Zitat:
....Mir scheint, dies passiert immer dann, wenn Religionen für sich in Anspruchnehmen das GESAMTE Leben der Menschen bestimmen zu wollen.
Der Islam ist dafür ein treffendes Beispiel.
Gebetsaufrufe bestimmen den Tagesablauf; religiöse Vorschriften reglementieren Essen, Trinken, Sexualität und das Staatsrecht wird durch Religion dominiert.
Solche Staatsformen waren vor der Aufklärung auch in Mitteleuropa die Regel, heute aber - Gott sei Dank - Vergangenheit!
Der Zusammenprall solcher alter "Staatsvorstellungen" mit den Lebensgewohnheiten aufgeklärter Menschen kann zu Exzessen der Art, die wir leider am Wochenende erleben mussten, führen....
Für mich liest sich das derart, als wäre früher - je weiter in den Jahrhunderten zurück um so nachhaltiger - alles schlimm gewesen und heute, unter all den aufgeklärten Bürgern (es fragt ich allerdings in welchem Sinne diese aufgeklärt sind) alles unbezweifelbar besser, sofern man von den Unaufgeklärten absieht, die eben noch nicht das persönliche Erlebnis einer Aufklärung erhalten haben und sich deshalb noch in den Niederungen der tiefen und tiefsten Vergangenheit befinden, aus denen heraus sie ihren religiös fundierten Urinstikten nachgeben, die sich dann in "Exzessen" gegen die lebensgewohnheitlichen aufgeklärten Menschen entladen, gegen diejenigen also, welche derartige religiöse Abhängigkeiten - Mensch sei Dank - nicht mehr besitzen.
Passend zum Kampf gegen religiöse Umtriebigkeiten, welche sich der Aufklärung vehement entgegenstemmen, auch die Klage der "Aufgeklärten" gegenüber "alten Staatsvorstellungen", die anscheinend den Unaufgeklärten immer noch innewohnen.
Ist der Kampf der "Aufgeklärten von damals" mit dem Kampf der "Aufgeklärten von heute"" gegen "Altar und Thron" noch immer akut? Ist dieser Kampf sogar noch wichtiger geworden für Leute Deiner Vorstellungswelt? Nimmt man jetzt fanatische Islamisten und deren Religions- Staats- und Lebensverständnis als willkommenen Anlass, den christlichen Restbeständen im so genannten christlichen Abendland restlos den Garaus zu machen?
Jetzt wendest Du Dich gegen islamische und islamistische Exzesse; verbunden mit indirekter Kritik an Christen, die später dann immer deutlicher kundgetan werden.
Die deutschen Aufgeklärten, als die sich die 'deutschen Freimaurer' ja bezeichnen, haben nunmehr nur noch die Fähigkeit, endlos salbadernd inhaltsfrei zu quatschen. Sie sind nicht mehr gefährlich, sie sind langweilig geworden, u. a. auch, weil sie von den eigenen Führern hingehalten werden und ihnen das Geheimnisvolle, das Spannende, das Geheimbündlerische abhanden gekommen ist. Sie ahnen bereits, dass sie nie diejenige Erfüllung innerhalb ihrer Gruppierung finden werden, weshalb sie sich diesem komischen Verein eigentlich angeschlossen haben. So gibt es nur eine Art von Ersatzbefriedigung in gleichgelagerten Geschäftsinteressen, in entsprechenden freimaurerischen Social-Networks und in wohlformulierten Kritiken gegenüber allem, was dem eigenen Ungeist widerspricht, in scheingutgemeinten Ratschlägen gegenüber denjenigen, welche die Aufgeklärtheit eben noch nicht in dem Ausmaß besitzen, wie man sie - Mensch sei Dank - selbst bereits besitzt.
Deine Reden und Argumente, Tipheret, deine selbstdarstellende und selbstgerechte Salbaderei, diese entsprechen dem typischen freimaurerischen Ungeist und sie sind in diesem Forum bereits hinlänglich bekannt. Wie erwähnt, Du bist nicht der erste derjenigen Brüder, die sich ab und zu hierher verirren, und Du wirst auch nicht der letzte sein. Gemein ist allen, dass sie unversehends hier auftauchen, und nach einiger Zeit sang- und klanglos wieder verschwunden sind.
Es gibt auch hier User, die herumschwafeln und nicht verstehen, worüber sie hier schreiben. Es sind in diesem Fall solche, die meinen, dass es einem Katholiken nicht gut anstehen würde, wenn er "verbittert" agiert oder reagiert.
Beileibe nicht. Wenn Leute meines Schlages mitbekommen, wie bestimmte einzelne Menschen oder Gruppierungen sich auf Kosten von Menschen, hier Katholiken, amüsieren, die sie als rückständig, als lebensfremd oder gar schon deshalb als Glaubensfanatiker bezeichnen, nur weil sich diese eingehender mit ihrem Glauben identifizieren als andere, dann nehme ich mir eben heraus, entsprechend entschieden zu antworten. Das hat nichts mit Verbitterung oder fehlender Lebensfreude zu tun, sondern es hat damit zu tun, das Oberflächlichkeit, Mittelmäßigkeit, vorwerfbare Unkenntnis und Dummheit in aller Entschiedenheit bekämpft werden muss. Dabei verliere ich nicht einen Milligramm meiner Lebensfreude. Man muss nur zu unterscheiden wissen, wann was zu welcher Zeit unumgänglich ist.
ad_hoc
quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur (n. Thomas v. Aquin)