Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Allgemein Katholisches.
Raphaela
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Raphaela »

Vir Probatus hat geschrieben:
Erschreckend, und bei manchen Szenen in dem Film könnte man sich auch FSSPX, KLB, Opus Dei, und wie die katholischen Rattenfänger sonst noch so heißen mögen, auch problemlos vorstellen.
Wenn Josef Bordat das nicht sehen will, dann kann ich mir auch gut erklären, warum.
Ich hatte lange Zeit einen Beichtvater des Opus Dei- Aber er hat mich nie zu Opus Dei überreden wollen.

Und: Was verstehst du unter "katholische Rattenfänger"?
Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

Lilaimmerdieselbe
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

Warum in aller Welt muß JoBo über etwas schreiben, das er nicht gesehen hat und den Machern auch noch Manipulation unterstellen? Es war eindeutig, dass es nicht um Religion als solche, "die Christen", die Freikirchen, noch nicht mal um die Charimatiker oder Evangelikalen ging.
Thema waren ein paar konkrete Gruppen mit namentlichen Verantwortlichen.

Man muß sich die Maßstäbe der Journalisten, die Religion am liebsten als harmloses
Freizeitvergnügen sehen wollen, ja nicht zu eigen machen. Aber auch nach meinen Maßstäben war dort einiges, was durchaus öffentlich praktiziert wird und auch Stellungnahmen dazu sehr kritikwürdig. Wenn man nicht in Bausch und Bogen jedwedes evangelikales oder charismatisches Christentum ablehnt, sollte man schon wissen, mit wem man es zu tun hat und mit wem man sich ganz bestimmt nicht solidarisieren möchte.

heiliger_raphael
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

Raphaela hat geschrieben: Ich hatte lange Zeit einen Beichtvater des Opus Dei- Aber er hat mich nie zu Opus Dei überreden wollen.
Wahrscheinlich wird diese Zurückhaltung des OD als perfide Strategie verstanden, um bei Leuten Interesse zu wecken. :breitgrins:

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martin v. tours
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von martin v. tours »

Vir Probatus hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
JosefBordat hat geschrieben:Zugegeben: Ich habe die Sendung „Mission unter falscher Flagge“ nicht gesehen. Nach dem, was ich nun darüber erfahre, will ich sie auch nicht sehen. Ich kann mir auch so ganz gut vorstellen, wie eine investigative Sendung über „Religion“ heutzutage läuft:
Wer nichts gesehen hat, kann gut darüber fabulieren........
Erschreckend, und bei manchen Szenen in dem Film könnte man sich auch FSSPX, KLB, Opus Dei, und wie die katholischen Rattenfänger sonst noch so heissen mögen, auch problemlos vorstellen.
Wenn Josef Bordat das nicht sehen will, dann kann ich mir auch gut erklären, warum.
@ Wirr Probatus
In der Sendung geht es doch um Evangelikale und Freikirchen und nicht um die katholische Kirche?
Dir ist offensichtlich kein Vorwand zu blöd um einen unfairen Seitenhieb auf Katholiken, die nicht in dein Weltbild passen, abzulassen !

Die genannten Organisationen als "Rattenfänger" zu bezeichnen ist eine bodenlose Gemeinheit und zeugt von Ahnungslosigkeit oder Bosheit, wobei ich bei Dir auf Zweiteres tippe.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Exilfranke
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Exilfranke »

Hat jemand die "Doku" über die Päpstin Johanna auf Phoenix gesehen? Mit Petra Gerster als Moderatorin? Ich bin immer sprachlos und entsetzt...
„Was du in anderen entzünden willst, muss in dir selbst brennen.“ - Aurelius Augustinus.

Bitt Gott für uns, Maria.

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Hubertus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Hubertus »

Exilfranke hat geschrieben:Hat jemand die "Doku" über die Päpstin Johanna auf Phoenix gesehen? Mit Petra Gerster als Moderatorin? Ich bin immer sprachlos und entsetzt...
Man bekommt Lebenszeit nicht zurückerstattet. :unbeteiligttu:
Die allgemeine Lebenserfahrung und einschlägige Fernseherlebnisse haben mich gelehrt, solche Sendungen von vornherein zu meiden: Zeitersparnis, Nervenschonung.
Allerdings darf ich dafür zahlen. Danke übrigens! :ikb_notworthy:
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

Vir Probatus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Vir Probatus »

martin v. tours hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
JosefBordat hat geschrieben:Zugegeben: Ich habe die Sendung „Mission unter falscher Flagge“ nicht gesehen. Nach dem, was ich nun darüber erfahre, will ich sie auch nicht sehen. Ich kann mir auch so ganz gut vorstellen, wie eine investigative Sendung über „Religion“ heutzutage läuft:
Wer nichts gesehen hat, kann gut darüber fabulieren........
Erschreckend, und bei manchen Szenen in dem Film könnte man sich auch FSSPX, KLB, Opus Dei, und wie die katholischen Rattenfänger sonst noch so heissen mögen, auch problemlos vorstellen.
Wenn Josef Bordat das nicht sehen will, dann kann ich mir auch gut erklären, warum.
@ Wirr Probatus
In der Sendung geht es doch um Evangelikale und Freikirchen und nicht um die katholische Kirche?
Dir ist offensichtlich kein Vorwand zu blöd um einen unfairen Seitenhieb auf Katholiken, die nicht in dein Weltbild passen, abzulassen !

Die genannten Organisationen als "Rattenfänger" zu bezeichnen ist eine bodenlose Gemeinheit und zeugt von Ahnungslosigkeit oder Bosheit, wobei ich bei Dir auf Zweiteres tippe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schmidberger
Stellung zur Gesellschaftsordnung[Bearbeiten]
Schmidberger lehnt eine religiöse Neutralität des Staates ab und plädiert für eine „christliche Gesellschaftsordnung“, in welcher beispielsweise die Todesstrafe gälte, „keine zivile Ehescheidung“ vorgesehen sei, eine „Unauflöslichkeit der Ehe“ als „einer ihrer Grundpfeiler“ bestehe, „den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen“ der Kampf angesagt werde und der „Vertrieb von empfängnisverhütenden Mitteln“ verboten werde, ebenso wie Zinsspekulation, Großbanken, Abtreibung, „Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie“.[47] Dazu sollten, wie bereits erwähnt, Vertreter von „falschen religiösen Überzeugungen“ daran gehindert werden, „durch Missionsarbeit, öffentliche Kundgebungen, Errichtung von Gebäuden für ihren falschen Kult“ zu werben[48] Ihm schwebt eine Gesellschaft vor, in welcher die „Gewalt in Staat und Gesellschaft“ „nicht vom Volke“, nicht „von der Basis aus[geht], sondern von Gott.“[49] Er lehnt den Grundsatz „one man one vote“ ab.[50] Statt eines Parteiensystems empfiehlt er, dass an deren „Stelle jene christlichen Männer treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen“.[51]

Das macht Keine Angst ? Mir schon.
Was ISIS will, will der Herr Schmidberger letztlich auch, nur in dem Glauben, den er für den richtigen hält.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Lilaimmerdieselbe
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Lilaimmerdieselbe »

Man darf Herrn Schmidberger aber unterstellen, dass er andere Mittel zur Erreichung seiner Gesellschaftsordnung befürwortet.

Raphaela
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Raphaela »

Ich bin gerne katholisch, mit Leib und Seele!

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martin v. tours
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von martin v. tours »

Vir Probatus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:
gc-148 hat geschrieben:
JosefBordat hat geschrieben:Zugegeben: Ich habe die Sendung „Mission unter falscher Flagge“ nicht gesehen. Nach dem, was ich nun darüber erfahre, will ich sie auch nicht sehen. Ich kann mir auch so ganz gut vorstellen, wie eine investigative Sendung über „Religion“ heutzutage läuft:
Wer nichts gesehen hat, kann gut darüber fabulieren........
Erschreckend, und bei manchen Szenen in dem Film könnte man sich auch FSSPX, KLB, Opus Dei, und wie die katholischen Rattenfänger sonst noch so heissen mögen, auch problemlos vorstellen.
Wenn Josef Bordat das nicht sehen will, dann kann ich mir auch gut erklären, warum.
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In der Sendung geht es doch um Evangelikale und Freikirchen und nicht um die katholische Kirche?
Dir ist offensichtlich kein Vorwand zu blöd um einen unfairen Seitenhieb auf Katholiken, die nicht in dein Weltbild passen, abzulassen !

Die genannten Organisationen als "Rattenfänger" zu bezeichnen ist eine bodenlose Gemeinheit und zeugt von Ahnungslosigkeit oder Bosheit, wobei ich bei Dir auf Zweiteres tippe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Schmidberger
Stellung zur Gesellschaftsordnung[Bearbeiten]
Schmidberger lehnt eine religiöse Neutralität des Staates ab und plädiert für eine „christliche Gesellschaftsordnung“, in welcher beispielsweise die Todesstrafe gälte, „keine zivile Ehescheidung“ vorgesehen sei, eine „Unauflöslichkeit der Ehe“ als „einer ihrer Grundpfeiler“ bestehe, „den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen“ der Kampf angesagt werde und der „Vertrieb von empfängnisverhütenden Mitteln“ verboten werde, ebenso wie Zinsspekulation, Großbanken, Abtreibung, „Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie“.[47] Dazu sollten, wie bereits erwähnt, Vertreter von „falschen religiösen Überzeugungen“ daran gehindert werden, „durch Missionsarbeit, öffentliche Kundgebungen, Errichtung von Gebäuden für ihren falschen Kult“ zu werben[48] Ihm schwebt eine Gesellschaft vor, in welcher die „Gewalt in Staat und Gesellschaft“ „nicht vom Volke“, nicht „von der Basis aus[geht], sondern von Gott.“[49] Er lehnt den Grundsatz „one man one vote“ ab.[50] Statt eines Parteiensystems empfiehlt er, dass an deren „Stelle jene christlichen Männer treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen“.[51]

Das macht Keine Angst ? Mir schon.
Was ISIS will, will der Herr Schmidberger letztlich auch, nur in dem Glauben, den er für den richtigen hält.
Hallo Vir Probatus

Vermutlich ist Dir selber klar, das Du mit deiner Bezeichnung der von Dir genannten Organisationen als "Rattenfänger" weit über das Ziel hinausgeschossen bist (zumindest hoffe ich das ).
Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen. Ich denke die Befürworter dieser Aussagen bewegen sich im Promillebereich. Realistischer ist es da schon wenn einem die Anhänger der "Religion des Friedens" , Angst machen, die bewegen sich in Deutschland schon eher im Prozentbereich.
Das glaube ich Dir sofort das Pater Schmidberger das selbe will wie ISIS :vogel:
Seine Aufrufe im Internet allen Nichtkatholiken die nicht konvertieren wollen, die Gurgel durchzuschneiden, sind ja allgemein bekannt. :nuckel:

Aber hier geht es ja nicht nur um die fsspx, Du hast zum Beispiel das Opus Dei auch als Rattenfänger bezeichnet. Das solltest Du mal näher erklären.

Aber, es ging in der Fernseh- Dokumentation ja nicht um Katholiken, sondern um Evangelikale. Für dich war das aber nur ein Aufhänger um wieder einmal einen völlig unprovozierten Seitenhieb auf Katholiken abzulassen die nicht in dein Weltbild passen.
Oder gehörst Du auch zu den Katholiken, für die die "richtige und gute Katholische Kirche" erst mit dem 2 VK begonnen hat ?
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Maurus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Maurus »

martin v. tours hat geschrieben: Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen.
Die eckigen Klammern in dem Zitat verweisen im Original auf die entsprechende Referenz. Dabei handelt es sich um einen Artikel der Zeitschrift "Einsicht aktuell", die vom "Freundeskreis der Una Voce e.V." herausgegeben wird. Dort wiederum wird als Quelle der Schmidberger'schen Äußerungen dessen "Brief an die Freunde und Wohltäter" Nr. 45 vom 7. Oktober 1993" angegeben. Daher kann man von der Korrektheit der Zitate ausgehen.

heiliger_raphael
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

Vir Probatus hat geschrieben: Das macht Keine Angst ? Mir schon.
Hat er wirklich die Todesstrafe als Modell für seine Vorstellung eines Gottesstaates in Erwähnung gezogen?
Das beißt sich doch schlichtweg mit dem katholischen Denken. Aber ich glaube auch, dass man über die merkwürdigen ideologischen Verirrungen der Piusbruderschaft nicht diskutieren braucht. Wenn diese Typen auch nur ansatzweise repräsentativ für eine katholische Strömung wären, würde es mir auch Angst machen. Hier setzt der Unterschied doch an. Kürzlich gab es eine Umfrage in Saudi-Arabien: 60% aller muslimischen Jugendliche können sich vorstellen ISIS-Militanten zu werden. Hingegen wirst Du wohl nicht einmal 1% aller Katholiken finden, die sich für eine Todesstrafe aussprechen oder gar keinen Gotteskrieg für Jesus anzetteln wollten, bei denen sie Grundwerte wie Freiheit oder "den Sünder lieben" einfach mit Füßen treten.
Dass bei diesem "den Sünder lieben" so viele Leute ihre Probleme haben, ja gar einen blinden Fleck, bedeutet doch nicht, dass sie diesen Menschen aktiv Schaden zufügen wollen. Und das unterscheidet sie von ISIS, Hamas & Co, für die nur ein toter Ungläubiger ein guter Ungläubiger ist.
Religion kann aber insgesamt immer zu Fundamentalismus neigen, dessen muss man sich bewusst sein und damit bewusst umgehen.
Wieso Du das Opus Dei allerdings in eine Ecke mit den Piusbrüdern wirfst, ist mir nach wie vor unklar und hast Du leider auch noch nicht begründet, bzw. diese Aussage zurückgenommen. Von der böswilligen Unterstellung der Rattenfängerei mal ganz abgesehen.
Zuletzt geändert von heiliger_raphael am Freitag 22. August 2014, 11:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Exilfranke
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Exilfranke »

Danke martin für diese besonnenen Worte. Es ist erschütternd, wieviel Hass gerade aus den Mündern kommt, die anderen den Vorwurf des Hassens machen.
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martin v. tours
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von martin v. tours »

Maurus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben: Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen.
Die eckigen Klammern in dem Zitat verweisen im Original auf die entsprechende Referenz. Dabei handelt es sich um einen Artikel der Zeitschrift "Einsicht aktuell", die vom "Freundeskreis der Una Voce e.V." herausgegeben wird. Dort wiederum wird als Quelle der Schmidberger'schen Äußerungen dessen "Brief an die Freunde und Wohltäter" Nr. 45 vom 7. Oktober 1993" angegeben. Daher kann man von der Korrektheit der Zitate ausgehen.
Danke Maurus für die Info.
Mag ja sein, das dies Originalaussagen von ihm sind, aber sie stehen sicher nicht für die Mehrheit der Kirchenbesucher bei der fsspx (zumindest bei denen die ich persönlich kenne).
Und selbst wenn dies so ist, heisst das jetzt, weil Pater Schmidberger dies so gesagt hat, sind alle in der fsspx, Rattenfänger ?
Wenn so manches was ein hier im Forum schreibender Priester von sich gibt, repräsentativ für die katholische Kirche wäre, was wäre die katholische Kirche dann? Auch Rattenfänger ?

So einfach sollte man es sich nicht machen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
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taddeo
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von taddeo »

heiliger_raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben: Das macht Keine Angst ? Mir schon.
Hat er wirklich die Todesstrafe als Modell für seine Vorstellung eines Gottesstaates in Erwähnung gezogen?
Das beißt sich doch schlichtweg mit dem katholischen Denken.
Nein, in der klassischen katholischen Moraltheologie ist die Todesstrafe ebensowenig grundsätzlich "verboten" wie im KKK (Nr. 2266, dort mit ausdrücklichem Verweis auf die traditionelle Moraltheologie, aber ohne ausdrückliche Distanzierung für die Gegenwart).

Kilianus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Kilianus »

1. Selbst wenn man die führenden FSSPX-Repräsentanten für engstirnige, verbohrte und intolerante Dumpfbacken hält, ist es unter aller Kanone, sie mal eben mit IS-Mörderbanden gleichzusetzen.
2. Die angeführten Zitate bzw. Verweise dürften die offiziellen FSSPX-Positionen zu den jeweiligen Fragen summa summarum schon korrekt abbilden. In manchen Punkten, zum Beispiel bei der Todesstrafe, zeigen sie wunderbar das intellektuelle Problem des Traditionalismus: daß er überlieferte kirchliche Positionen kontextlos betrachtet und sie somit musealisiert.
3. martin v. tours‘ Beobachtung mit Blick auf die der FSSPX verbundenen Laien dürfte zumindest für den deutschsprachigen Raum zutreffend sein. Daß ihre Schäfchen auch nur bedingt auf sie hören, entläßt die FSSPX-Hirten aber nicht aus der Verantwortung für ihre Positionen.
4. Trotzdem verbietet sich ein allzu dünkelhafter Umgang mit ihren Argumentationsmustern. Redlicherweise muß man eingestehen, daß es insbesondere für das Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften nirgendwo völlig stringente Lösungen gibt - abgesehen vielleicht von totalitären Staatssystemen, die sich selbst an Stelle der Religion setzen. Das ist dann in sich schlüssig.

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martin v. tours
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von martin v. tours »

Mir geht es hier nicht darum, die FSSPX völlig kritiklos zu verteidigen. Ich kann auch mit den üblichen abwertend gemeinten Bezeichnungen ( Tradi / Ewiggestrige/ u.ä.) leben, schliesslich teile ich auch selber manchmal aus.
Aber wenn man andere Katholiken als Rattenfänger bezeichnet, hört für mich der Spass auf.
Damit das nicht zu einer FSSPX - Diskussion ausartet, möchte ich nochmal auf das genannte Opus Dei verweisen, da bin ich wirklich auf die Erklärung gespannt, warum dies Rattenfänger sein sollen.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

taddeo hat geschrieben:Nein, in der klassischen katholischen Moraltheologie ist die Todesstrafe ebensowenig grundsätzlich "verboten" wie im KKK (Nr. 2266, dort mit ausdrücklichem Verweis auf die traditionelle Moraltheologie, aber ohne ausdrückliche Distanzierung für die Gegenwart).
Wie lässt sich das mit den Geboten in Einklang bringen?

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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von taddeo »

heiliger_raphael hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:Nein, in der klassischen katholischen Moraltheologie ist die Todesstrafe ebensowenig grundsätzlich "verboten" wie im KKK (Nr. 2266, dort mit ausdrücklichem Verweis auf die traditionelle Moraltheologie, aber ohne ausdrückliche Distanzierung für die Gegenwart).
Wie lässt sich das mit den Geboten in Einklang bringen?
Kompendium des KKK hat geschrieben:469. Welche Strafe darf verhängt werden?

2266-2267

Die verhängte Strafe muss der Schwere der Straftat angemessen sein. Infolge der Möglichkeiten, über die der Staat verfügt, um das Verbrechen zu unterdrücken und den Täter unschädlich zu machen, sind heute die Fälle, in denen die Todesstrafe absolut notwendig ist, „schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben“ (Enzyklika Evangelium vitae). Wenn unblutige Mittel hinreichend sind, hat sich die Autorität an diese Mittel zu halten, denn sie entsprechen besser den konkreten Bedingungen des Gemeinwohls, sind der Würde der Person angemessener und nehmen dem Schuldigen nicht endgültig die Möglichkeit der Besserung.

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Maurus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Maurus »

martin v. tours hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben: Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen.
Die eckigen Klammern in dem Zitat verweisen im Original auf die entsprechende Referenz. Dabei handelt es sich um einen Artikel der Zeitschrift "Einsicht aktuell", die vom "Freundeskreis der Una Voce e.V." herausgegeben wird. Dort wiederum wird als Quelle der Schmidberger'schen Äußerungen dessen "Brief an die Freunde und Wohltäter" Nr. 45 vom 7. Oktober 1993" angegeben. Daher kann man von der Korrektheit der Zitate ausgehen.
Danke Maurus für die Info.
Mag ja sein, das dies Originalaussagen von ihm sind, aber sie stehen sicher nicht für die Mehrheit der Kirchenbesucher bei der fsspx (zumindest bei denen die ich persönlich kenne).
Das kann sein, hinsichtlich der FSSPX behaupte ich allerdings eine inhaltliche Übereinstimmung.
martin v. tours hat geschrieben:Und selbst wenn dies so ist, heisst das jetzt, weil Pater Schmidberger dies so gesagt hat, sind alle in der fsspx, Rattenfänger ?
Damit kann man wohl keine Ratten fangen. Ich wollte mir auch nicht die Aussagen von vir probatus zu eigen machen, sondern auf den Ursprung der Schmidberger-Zitate hinweisen.

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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

taddeo hat geschrieben: Die verhängte Strafe muss der Schwere der Straftat angemessen sein. Infolge der Möglichkeiten, über die der Staat verfügt, um das Verbrechen zu unterdrücken und den Täter unschädlich zu machen, sind heute die Fälle, in denen die Todesstrafe absolut notwendig ist, „schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben“ (Enzyklika Evangelium vitae). Wenn unblutige Mittel hinreichend sind, hat sich die Autorität an diese Mittel zu halten, denn sie entsprechen besser den konkreten Bedingungen des Gemeinwohls, sind der Würde der Person angemessener und nehmen dem Schuldigen nicht endgültig die Möglichkeit der Besserung.
[/quote]

Das verstehe ich eher als Aussage, dass die Todesstrafe heutzutage weitgehend überholt sein sollte. Das ist schon etwas anderes als eine Gesellschaftsordnung anzustreben, in der die Todesstrafe gelten soll.

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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von taddeo »

heiliger_raphael hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Die verhängte Strafe muss der Schwere der Straftat angemessen sein. Infolge der Möglichkeiten, über die der Staat verfügt, um das Verbrechen zu unterdrücken und den Täter unschädlich zu machen, sind heute die Fälle, in denen die Todesstrafe absolut notwendig ist, „schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben“ (Enzyklika Evangelium vitae). Wenn unblutige Mittel hinreichend sind, hat sich die Autorität an diese Mittel zu halten, denn sie entsprechen besser den konkreten Bedingungen des Gemeinwohls, sind der Würde der Person angemessener und nehmen dem Schuldigen nicht endgültig die Möglichkeit der Besserung.
Das verstehe ich eher als Aussage, dass die Todesstrafe heutzutage weitgehend überholt sein sollte. Das ist schon etwas anderes als eine Gesellschaftsordnung anzustreben, in der die Todesstrafe gelten soll.
Ja, "weitgehend", aber eben nicht grundsätzlich. Der KKK spricht von "schwerwiegendsten Fällen", in denen sie "nicht ausgeschlossen" sei.
Solche schwerwiegendsten Fälle, in denen eine andere Strafe nicht zur Verhindung weiteren Unheils ausreicht, sind aber zB in Mitteleuropa eigentlich nicht vorstellbar - vorausgesetzt, die jeweiligen Rechtssysteme sehen auch die Möglichkeit vor, einen Täter tatsächlich bis zu seinem Tod an weiteren Straftaten zu hindern (und zB einzusperren). Was in keinem Fall mit der Moraltheologie vereinbar wäre, ist eine Todesstrafe als "Buße" oder gar "Rache" für die Tat.

heiliger_raphael
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

Was wiederum auch voraussetzt, dass ein Staat sämtliche Möglichkeiten ausgenutzt hat, bis er notgedrungen zu der Überlegung kommt, dass er manchen Situationen nur dann Herr werden kann, wenn er die Todesstrafe wieder einführt. Vielleicht vergleichbar mit der Situation der Kurden zur Zeit: Ohne militärische Interventionen oder die Tötung von Menschen legitim zu halten, sehe ich in einem militärischen Vorgehen gegen die IS derzeit die einzige Möglichkeit, das Treiben dieser Verbrecherbande zu beenden. Da aber eine Situation, die zur Einführung der Todesstrafe führen könnte, in Mitteleuropa gar nicht gegeben ist, wie Du sagst, und wir zum Zeitpunkt des Interviews auch in keiner innerstaatlichen Konfliktsituation standen, die eine Todesstrafe notwendig gemacht hätte, finde ich es befremdlich, wenn ein Kirchenmann eine "christliche Gesellschaftsordnung mit Todesstrafe" ersehnt. Fairerweise muss ich natürlich zugeben, dass mir weder genauer Wortlaut noch Gesamtaussage bekannt sind, aber wenn es in der gerade von mir geschilderten Form geäußert wurde, habe ich da Bauchschmerzen.

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Hubertus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Hubertus »

Zur Übersicht vllt. mal ein Art. aus einem Fachlexikon: Karl Hörmann, Art. "Todesstrafe", in: LChM (1976) Sp. 1583-1589
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)

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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von heiliger_raphael »

Hubertus hat geschrieben:Zur Übersicht vllt. mal ein Art. aus einem Fachlexikon: Karl Hörmann, Art. "Todesstrafe", in: LChM (1976) Sp. 1583-1589
Danke! werde ich lesen.

Vir Probatus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Vir Probatus »

martin v. tours hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben: Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen.
Die eckigen Klammern in dem Zitat verweisen im Original auf die entsprechende Referenz. Dabei handelt es sich um einen Artikel der Zeitschrift "Einsicht aktuell", die vom "Freundeskreis der Una Voce e.V." herausgegeben wird. Dort wiederum wird als Quelle der Schmidberger'schen Äußerungen dessen "Brief an die Freunde und Wohltäter" Nr. 45 vom 7. Oktober 1993" angegeben. Daher kann man von der Korrektheit der Zitate ausgehen.
Danke Maurus für die Info.
Mag ja sein, das dies Originalaussagen von ihm sind, aber sie stehen sicher nicht für die Mehrheit der Kirchenbesucher bei der fsspx (zumindest bei denen die ich persönlich kenne).
Ganz sicher würde darüber demokratisch abgestimmt.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Raphael

Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Raphael »

Vir Probatus hat geschrieben:Ganz sicher würde darüber demokratisch abgestimmt.
Glaubst Du ernsthaft, daß es sinnvoll wäre, für die Klärung von moralischen Fragen demokratische Entscheidungsprozesse in Gang zu setzen? :auweia:

Vir Probatus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Vir Probatus »

Raphael hat geschrieben:
Vir Probatus hat geschrieben:Ganz sicher würde darüber demokratisch abgestimmt.
Glaubst Du ernsthaft, daß es sinnvoll wäre, für die Klärung von moralischen Fragen demokratische Entscheidungsprozesse in Gang zu setzen? :auweia:
Ich hatte eigentlich gedacht, das ginge ohne Ironie-Smiley. Aber es überrascht mich doch nicht wirklich.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Raphael

Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Raphael »

Vir Probatus hat geschrieben:Ich hatte eigentlich gedacht, das ginge ohne Ironie-Smiley. .........
Wie war das noch mit den Pferden und den größeren Köpfen? :hmm:

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martin v. tours
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von martin v. tours »

Vir Probatus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben:
Maurus hat geschrieben:
martin v. tours hat geschrieben: Deswegen jetzt dieses zitieren dieser Zeilen aus Lügopedia.
Selbst wenn dies alles so stimmen würde, Angst würde mir das nicht machen.
Die eckigen Klammern in dem Zitat verweisen im Original auf die entsprechende Referenz. Dabei handelt es sich um einen Artikel der Zeitschrift "Einsicht aktuell", die vom "Freundeskreis der Una Voce e.V." herausgegeben wird. Dort wiederum wird als Quelle der Schmidberger'schen Äußerungen dessen "Brief an die Freunde und Wohltäter" Nr. 45 vom 7. Oktober 1993" angegeben. Daher kann man von der Korrektheit der Zitate ausgehen.
Danke Maurus für die Info.
Mag ja sein, das dies Originalaussagen von ihm sind, aber sie stehen sicher nicht für die Mehrheit der Kirchenbesucher bei der fsspx (zumindest bei denen die ich persönlich kenne).
Ganz sicher würde darüber demokratisch abgestimmt.
Warum sollte man das machen ??
Es handelt sich dabei um seine Privatmeinung oder die irgendeines Vereins. Ein Glück das wir alle oft nicht die Privatmeinung jedes Priesters zu Gesellschaftspolitischen Themen kennen. Da würde sich mancher erschrecken.
Was den Glauben betrifft, so kannst Du zumindest davon ausgehen das sich Pater Schmidberger strikt an die vorkonziliare Lehre hält.
Bei vielen jener "modernen" Priester die Ihn verurteilen würde ich mir wünschen, sie würden sich so strikt an die Konzilsbeschlüsse halten, auf die sie dann so gerne pochen.
Falls dies halt so gar nicht geht, muss man sich eben mit diesem ominösen Geist des Konzils behelfen.

Aber dennoch schön für Dich, das Du deine Feinde so klar im Blick hast.
Nach dem sie nicht erreicht hat, daß die Menschen praktizieren, was sie lehrt, hat die gegenwärtige Kirche beschlossen, zu lehren, was sie praktizieren.
Nicolás Gómez Dávila

Vir Probatus
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Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Vir Probatus »

Was soll eigentlich dieses verdrehen meiner Äusserungen bis hin zur Unterstellung von Feindschaften?

Ich hatte gesagt, daß ganz offenkundig die ISIS einen Gottesstaat will, den Herr Pater Schmidberger wohl auch will.
Und offenkundig stellen sich das beide einigermaßen ähnlich vor: Nämlich mit z.B. einem eingeschränkten Wahlrecht (nur für Männer oder nur für einen Teil der Männer), Todesstrafe und einigen anderen Dingen die man da so findet.

Daß Herr Pater Schmidberger Katholizismus aus vorkonziliarer Zeit vertritt, daß dagegen als solches auch gar nichts einzuwenden ist, hatte ich nicht erwähnt, muss ich auch nicht.

Ich bezweifle aber schon, daß man das eine vom anderen im eigenen Handeln trennen kann und komme dabei zu dem Schluss, daß wenn ihm die Macht gegeben wäre, seine Wünsche in die Tat umzusetzen, er wohl nicht zögern würde dies auch zu tun. (warum sollte er sonst solche Gedanken bzw. Forderungen überhaupt äussern ?)
Natürlich ist es besser, die gesellschaftlichen Ansichten eines Priesters nicht zu kennen, zu dem man in die Messe oder zur Beichte gehen will.
Nur dieser Priester drängt mir diese seine Ansichten doch auf, warum sollte ich also so tun, als gäbe es die Äusserungen nicht oder warum sollte ich sie nicht zur Kenntnis nehmen ?
Also nehme ich sie erst einmal zur Kenntnis und damit ist dann aber das Thema "Geistliche Führung" als Oberbegriff eben abgehakt. Es wäre bei einem Priester mit Freundin oder Missbrauch ja auch nicht anders.

Ich hatte gerade DIr Martin, mal ausführlich dargelegt, was sich da sonst noch abgespielt hat, in meiner nur kurzen Erfahrung mit einem weiteren Priester aus dieser FSSPX.

Aber von mir aus nenne es Feindschaft, wenn Du meinst, hier polarisieren zu müssen: Ich nenne es negative Erfahrung und darf auch anmerken, daß es solche Negativerfahrungen durchaus mit einzelnen Priestern des gesamten Spektrums gibt. Insoweit hat das mit Tradi /Nichttradi, Vorkonziliar/Nachkonziliar etc. gar nichts zu tun. Dieses Feindbild willst Du hier erst erschaffen.
„Die Kirche will herrschen, und da muss sie eine bornierte Masse haben, die sich duckt und die geneigt ist, sich beherrschen zu lassen. Die hohe, reich dotierte Geistlichkeit fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.“ (J.W. von Goethe)

Raphael

Re: Medien und ihr Bild von Kirche und Katholiken

Beitrag von Raphael »

Vir Probatus hat geschrieben:Was soll eigentlich dieses verdrehen meiner Äusserungen bis hin zur Unterstellung von Feindschaften?
An Deinen Aussagen wird nichts verdreht, denn Du hast ja die FSSPX et al. als Rattenfänger bezeichnet! 8)
Mithin empfindest Du feindliche Gefühle gegenüber etlichen von diesen Gruppierungen aus dem eher katholisch-konservativen Spektrum ...........

Daher ist es eine Verdrehung, wenn eine Verdreher wie Du Deinem Gegenüber Verdrehung vorwirft. :gaehn:

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