Orthodoxe Gottesdienste

Ostkirchliche Themen.
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Linus
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Beitrag von Linus »

Alexander hat geschrieben:
Wie soll ich antworten? Es läuft eben anders, als im lateinischen Ritus.
No na, das hätt ich jetzt nicht gemerkt :D .Ich wollt wissen: Was macht er am Altar? Denn zum Opfern gabs ja nichts, was man auf den Altar legen könnte, schließlich wars eine Vesper und keine Messliturgie
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Linus hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:
Wie soll ich antworten? Es läuft eben anders, als im lateinischen Ritus.
No na, das hätt ich jetzt nicht gemerkt :D .Ich wollt wissen: Was macht er am Altar? Denn zum Opfern gabs ja nichts[...]
Er betet.
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Lieber Alexander,
Alexander hat geschrieben:Beichte (Polen)

Bild
zu dem Foto hätte ich eine Frage: In der ersten Zeit nach meinem Übertritt (und auch schon davor) zur Orthodoxie hatte ich einen polnischen Beichtvater. Es war für mich "normal" , dass die Stola (wie oben zu sehen ist) auf meinem Haupt während der gesamten Beichte lag und man sich leicht gebeugt dem Kreuz und der Hl. Schrift zuwendet. Später bei "den Russen" und noch später bei "den Serben" war dieser Vorgang in dieser Form unbekannt; man beichtet aufrecht (z.T. auch mit Blickkontakt zum Beichtvater) und erst beim Absolutionsgebet des Priesters wird die Stola auf den Kopf des Beichtenden gelegt.

Gibt es die oben zu sehende Beichttradition einzig in der (orthodoxen) Tradition polnischer Prägung, oder finden wir dies noch woanders ?

Einen schönen Sonntag wünschend !

Sebastian
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Athanasius2
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Beitrag von Athanasius2 »

Sebastian hat geschrieben:Lieber Alexander,
zu dem Foto hätte ich eine Frage: In der ersten Zeit nach meinem Übertritt (und auch schon davor) zur Orthodoxie hatte ich einen polnischen Beichtvater. Es war für mich "normal" , dass die Stola (wie oben zu sehen ist) auf meinem Haupt während der gesamten Beichte lag und man sich leicht gebeugt dem Kreuz und der Hl. Schrift zuwendet. Später bei "den Russen" und noch später bei "den Serben" war dieser Vorgang in dieser Form unbekannt; man beichtet aufrecht (z.T. auch mit Blickkontakt zum Beichtvater) und erst beim Absolutionsgebet des Priesters wird die Stola auf den Kopf des Beichtenden gelegt.

Gibt es die oben zu sehende Beichttradition einzig in der (orthodoxen) Tradition polnischer Prägung, oder finden wir dies noch woanders ?

Einen schönen Sonntag wünschend !

Sebastian
Könnte es nicht ein lokaler Brauch der Orthodoxen Weissruthenier sein? Polnisch kann man diese Praxis ja historisch nicht nennen.

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Alexander
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Beitrag von Alexander »

@Linus: wie Sebastian geschrieben hat, betet er. Und räuchert. Der Altar ist nämlich der Thron des Herrn (man bedenke auch, daß der Tabernakel darauf steht). Die Russen nennen ihn sogar Thron ("престол"); mit dem Wort "Altar" bezeichnen sie den Altarraum. Darum wird ihm besondere Ehre erwiesen: die Geistlichen küssen ihn, beräuchern ihn und beten vor ihm zum Herrn.
Herr Gott,
großes Elend ist über mich gekommen.
Meine Sorgen wollen mich erdrücken,
ich weiß nicht ein noch aus.
Gott, sei gnädig und hilf.
Gib Kraft zu tragen, was du schickst,
laß die Furcht
nicht über mich herrschen.
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Alexander
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Beitrag von Alexander »

@Sebastian @Athanasius2

Es ist auch in der Russischen Orthodoxen Kirche anzutreffen, aber meist in den Klöstern.
Herr Gott,
großes Elend ist über mich gekommen.
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Alexander hat geschrieben:@Linus: wie Sebastian geschrieben hat, betet er. Und räuchert. Der Altar ist nämlich der Thron des Herrn (man bedenke auch, daß der Tabernakel darauf steht). Die Russen nennen ihn sogar Thron ("престол"); mit dem Wort "Altar" bezeichnen sie den Altarraum. Darum wird ihm besondere Ehre erwiesen: die Geistlichen küssen ihn, beräuchern ihn und beten vor ihm zum Herrn.
Kurze (ergänzende) Anmerkung meinerseits:

Das Beweihräuchern, und hier im besonderem Maße das Beweihräuchern des Altartisches (Thrones), ist ja auch ein besonderer, symbolisch ehrfürchtiger Ausdruck des Gebets gem. Psalm 140 -41
"Aufsteige mein Gebet wie Weihrauch vor Dein Angesicht".

In Vorfreude auf das anstehende Fest der Entschlafung der Gottesmutter alle grüssend

Sebastian
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Willy
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Beitrag von Willy »

Alexander hat geschrieben:@Sebastian @Athanasius2

Es ist auch in der Russischen Orthodoxen Kirche anzutreffen, aber meist in den Klöstern.
Hallo Alexander,
ich kenne diese Praxis aus meiner Gemeinde auch.
Schlußendlich ist es aber nicht sooo wichtig.
L.G. aus Mopshausen

Tatiana
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Beitrag von Tatiana »

Bild

"Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht;
denn solchen gehört das Reich Gottes".

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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Ein Beispiel dafür, daß der orthodoxe Gottesdienst nicht überall so streng vollzogen wird, wie es in den Büchern klingt. Ich hatte auch mal gelesen: "Alle weiblichen Personen, außer Kindern, die noch auf dem Arm der Mutter sind, müssen ein Kopftuch tragen. Schleier, Hüte oder Mützen sind nicht angemessen."

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Alexander
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Beitrag von Alexander »

anneke6 hat geschrieben: "Alle weiblichen Personen, außer Kindern, die noch auf dem Arm der Mutter sind, müssen ein Kopftuch tragen. Schleier, Hüte oder Mützen sind nicht angemessen."
Was Du da gelesen hast, ist Unsinn. Aber kein Wunder -- das ist die übliche Ömchenorthodoxie. Solcher quasitalmudischen Vorschriften kennen manche Ömchen Legion. Vor allem jetzt nach der Kommunistenherrschaft in Rußland. Denn bei den Nichtrussen werden es auch die Ömchen nicht sagen --- auf dem Balkan etwa wird selbst das grundsätzliche biblische Gebot, daß die Frauen sich den Kopf bedecken sollen (genaue Modevorschriften dazu enthält die Heilige Schrift nicht :) ) , selten eingehalten.
Herr Gott,
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anneke6
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Beitrag von anneke6 »

Als langjährige Baskenmützenträgerin (ca 20 Jahre) beruhigt mich das, denn ich finde, das ist eine sehr angemessene Kopfbedeckung. :mrgreen:
Ich bin immernoch nicht in einem orthodoxen Gottesdienst gewesen, obwohl ich das schon seit längerem will. Es gibt hier zwar eine registrierte orthodoxe Gemeinde im Norden der Stadt, aber das ist eine Privatadresse… :|

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Alexander
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Beitrag von Alexander »

Das Mysterium der Handauflegung (Cheirotonie)

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Linus
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Beitrag von Linus »

Alexander hat geschrieben:Das Mysterium der Handauflegung (Cheirotonie)
Weihe? Oder Firmung ? (wohl eher nicht) Und welche Weihe? Diakon, Priester oder Bischof?
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Alexander
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Beitrag von Alexander »

Eine Priesterweihe. Bei einer Bischofsweihe legen in der orthodoxen Kirche ja immer mehrere Bischöfe zugleich die Hand auf.

Bild
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Linus
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Beitrag von Linus »

:jump: Man sieht den unterschied.

kannst du um das Bild noch zu komplettieren eine Diakonenweihe einstellen? :freude:
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Alexander
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Beitrag von Alexander »

Bitte sehr:

Bild
Weihe zum Diakon (das Bild ist so klein, weil ein Diakon unter dem Priester ist :P)
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Tatiana
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Beitrag von Tatiana »

Die göttliche Liturgie in der Münchner Kathedrale der Auslandskirche zelebrieren die
Erzbischöfe Mark (Russische Orthodoxe Kirche im Ausland) und Feofan (Patriarchat von Moskau).


Bild

Tatiana
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Beitrag von Tatiana »

Offizium der Haussegnung

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Peregrin
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Beitrag von Peregrin »

Mit Wasser wird da anscheinend nicht gespart.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Linus
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Beitrag von Linus »

Nein, aber in gut katholischen Haushalten geht auch schon ein Liter Pro Woche weg...
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Linus hat geschrieben:Nein, aber in gut katholischen Haushalten geht auch schon ein Liter Pro Woche weg...
:hmm: ... und wohin ?
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)

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Linus
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Beitrag von Linus »

auf die Stirn, und in den Mund, zum trinken.

Meine Schwiegermutter ist so ein Fall.
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Raimund J.
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Beitrag von Raimund J. »

Linus hat geschrieben:auf die Stirn, und in den Mund, zum trinken.

Meine Schwiegermutter ist so ein Fall.
In Luft auflösen wird sich auch ein gewisser Teil, vor allem wenn das Weihwasserschälchen in der Küche und in gut beheizten Räumen hängt.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

Jonathan
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Registriert: Donnerstag 14. Februar 2008, 21:35

Kathisma

Beitrag von Jonathan »

Liebe Diskussionsfreunde,

zum Thema der orthodoxen Liturgie habe ich folgende Frage, bei der mir hier sicher jemand weiterhelfen kann, obwohl sie eigentlich banal ist:

Ich möchte gerne wissen, welche Psalmen jeweils ein Kathisma bilden. Über google konnte ich diese Frage leider nicht klären. Wenn jemand eine Seite im Internet kennt, auf der eine Zusammenstellung bzw. Zuordnung der jeweilgen Psalmen zu finden ist, wäre ich für einen Link dankbar.

Danke für Eure Antworten.

Jonathan

Germanus
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Beitrag von Germanus »

Lieber Jonathan,
habe gerade Deine Frage gelesen. Unter dem folgenden Link findest Du eine Aufstellung der Kathismata (in engl. Sprache) mit den dazugehörigen Psalmen:
http://www.pomog.org/index.html?http:// ... lter.shtml

Herzl. Grüße, Germanus

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Nietenolaf
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Registriert: Donnerstag 23. Oktober 2003, 14:26
Wohnort: Blasegast

Beitrag von Nietenolaf »

http://en.wikipedia.org/wiki/Kathisma

Eine Stasis wird abgeschlossen durch eine kleine Doxologie, 3x Alleluja, Kyrie eleison, kleine Doxologie.

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Alexander
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Re: Orthodoxe Gottesdienste

Beitrag von Alexander »

Der große Einzug. Was der Diakon in der Mitte in den Händen hält, die der Diskos (= die Patene)

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Joseph
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Re: Orthodoxe Gottesdienste

Beitrag von Joseph »

Schönes Bild, danke....
Joseph
We are drowning in information and starving for knowledge.

Mary
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Registriert: Mittwoch 29. Juli 2009, 06:58

Re: Kathisma

Beitrag von Mary »

Jonathan hat geschrieben:Liebe Diskussionsfreunde,

zum Thema der orthodoxen Liturgie habe ich folgende Frage, bei der mir hier sicher jemand weiterhelfen kann, obwohl sie eigentlich banal ist:

Ich möchte gerne wissen, welche Psalmen jeweils ein Kathisma bilden. Über google konnte ich diese Frage leider nicht klären. Wenn jemand eine Seite im Internet kennt, auf der eine Zusammenstellung bzw. Zuordnung der jeweilgen Psalmen zu finden ist, wäre ich für einen Link dankbar.

Danke für Eure Antworten.

Jonathan
Hallo Jonathan,

Im Psalter, (Deutsch, aus dem Griechischen übersetzt von Dorothea Schütz herausgegeben vom Kloster des Hl Hiob von Pocaev, München ISBN 3-926165-85-5) findest Du die Kathismeneinteilungen, dazu die Einleitungs- und Schlussgebete, und Angaben, wann welche Kathismen in den Klöstern gebetet werden.

Ich persönlich mag diese Hilfe zum Beten der Psalmen, wenn auch die Worte manchmal ungewohnt klingen (war bisher die Lutherübersetzung gewohnt :-) ) Aber das ist garnicht schlecht, die Psalmen so "neu" zu entdecken.

Lg Maria
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!

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songul
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Re: Orthodoxe Gottesdienste

Beitrag von songul »

Es gibt auch noch den Buchhagener Psalter:

Format 12 / 18,5 cm, 288 Seiten, gebunden, Leder mit Blind- und Goldprägung.
ISBN 978-3-926236-07-4
Einführungspreis bis 31. März 2010 € 24,-. Danach € 27,-

"Zur Übersetzung

Ziel war es, einen Psalter auf der Grundlage der Septuaginta zu gewinnen, der nicht nur „übersetztes Griechisch“ ist, sondern nach den großen Vorbildern eines Luther oder Guardini als deutscher Text aus sich selbst heraus überzeugt, der aus dem Ureigensten der deutschen Sprache schöpft, und ihre verdrängte Eigenschaft als heilige Sprache neu zum Tragen kommen lässt.

Sprache ist gestaltgewordener Geist, Abglanz und Widerhall des Ewigen Wortes. Dieser Urquell von Sprache tritt exemplarisch im Bereich des Heiligen hervor.

Liturgische Sprache gründet im Gebet. Sie darf und soll aus Allem schöpfen, alle Farb-, Licht- und Schattenwerte aus dem blutvollen, herrlichen und schrecklichen Erdenleben kennen, aber sie darf niemals profan, darf nicht Sprache des Alltags sein. Sprache kann, jenseits rationaliter fassbarer Gedanken, erheben oder herunterziehen. Sie kann den Sinn verflachen oder fälschen, wie sie ihn umgekehrt mit Wendungen, die durch Klang und Rhythmus, Spannung und Weite in der Zielsprache den Sinn stützen und stimmige Assoziationen anregen, klarzulegen, zu durchlichten und zu erheben vermag. "

Quelle:

Was mir persönlich aufgefallen war damals als ich drin herumblätterte war die Änlichkeit der Sprache mit dem Psalter Romano Guardinis, den ich persönlich sehr gerne habe, und als ich gefragt hatte, wurde mir bestätigt,dass dieser Psalter auch grossen Respekt geniesst bei den Mönchen.

LG Songul

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Niels
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Registriert: Donnerstag 2. Oktober 2003, 11:13

Re: Orthodoxe Gottesdienste

Beitrag von Niels »

Gerade entdeckt: http://www.newliturgicalmovement.org/2 ... t-2nd.html
(dort findet man schöne Ikonen der Propheten Nahum, Habakuk und Zefanja :daumen-rauf: )
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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