Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

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Ilija
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Ilija »

Naja, wenn jemand aus seiner Kirche austrit dann kehrt er doch auch seinem Glauben den Rücken, oder? Bei uns gehört beides zusammen denn die Kirche ist sein Leib. Bist du ausgetreten dann bist du auch ausserhalb seines Leibes....

Ich meinte aber aus der wahren "Evangelischen" kirche

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Sempre
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Sempre »

Ilija hat geschrieben:Naja, wenn jemand aus seiner Kirche austrit dann kehrt er doch auch seinem Glauben den Rücken, oder?
Es mag sein, dass die Gemeinschaft, aus der er austritt, ihrem Glauben den Rücken gekehrt hat. Dann mag er seinem Glauben nur insoweit den Rücken kehren, als er geglaubt haben mag, dies sei unmöglich.

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SpaceRat
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von SpaceRat »

Ilija hat geschrieben:Naja, wenn jemand aus seiner Kirche austrit dann kehrt er doch auch seinem Glauben den Rücken, oder? Bei uns gehört beides zusammen denn die Kirche ist sein Leib. Bist du ausgetreten dann bist du auch ausserhalb seines Leibes....

Ich meinte aber aus der wahren "Evangelischen" kirche
Katholischerseits tritt man übrigens durch den bürgerlichen Akt des Kirchenaustritts auch nicht aus der Kirche aus, dazu müsste man seinem Bischof schon separat mitteilen, man sei auch gleichzeitig vom falschen Glauben ab :)

Evangelischerseits sieht es noch etwas anders aus: Die (üblichen) ev. Kirchen definieren sich als "Teil der einen [unsichtbaren] Kirche", nicht aber als die eine, allein seligmachende und exklusiv heilsvermittelnde Kirche, man verläßt durch Austritt also auch nur diesen Teil, um z.B. einem anderen beizutreten.
Diese Sicht erlaubt natürlich auch zu einem gewissen Grade, aus der weltlichen Organisation auszutreten, sich aber weiterhin als Teil der unsichtbaren Kirche zu betrachten auch ohne einem anderen weltlichen Verein oder Körperschaft beizutreten.
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Joseph
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

SpaceRat hat geschrieben: Diese Sicht erlaubt natürlich auch zu einem gewissen Grade, aus der weltlichen Organisation auszutreten, sich aber weiterhin als Teil der unsichtbaren Kirche zu betrachten auch ohne einem anderen weltlichen Verein oder Körperschaft beizutreten.
Oder man gründet seinen eigenen Club.... hier in NA gibt es schon über 10,000 davon, und alle sind Steuerbegünstigt... Man kann sich ja dann so ungefähr nennen:

Temple der wirklich Allerletzten Heiligen der sieben Adventswochen und katholisch-apostolischen Wiedertäufer und Jehovas Tabernacle Holiness Luthero-copalian Unitarisch-Calvinistische Bibelgemeinschafts Kirche .

Des weiteren viel Spass mit diesem sinnlosen Thread. Talk about the kettle calling the pot black...
Joseph
PS: Lutheranus, das Motto der Orthodoxen Kirche ist "Come and See".... wenn Du daher genaueres, unpolemisch, erfahren willst, dann come and see.... hier wirst Du immer frustriert weggehen da Du nicht "sehen" kannst. Orthodoxie ist nicht eine Religion es ist vielmehr eine vollkommene Weise in Gott zu Leben, sie ist "Der Weg...".
Zuletzt geändert von Joseph am Donnerstag 27. August 2009, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Lutheraner
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

Ilija hat geschrieben:Naja, wenn jemand aus seiner Kirche austrit dann kehrt er doch auch seinem Glauben den Rücken, oder? Bei uns gehört beides zusammen denn die Kirche ist sein Leib. Bist du ausgetreten dann bist du auch ausserhalb seines Leibes....
Zum Christ sein gehört die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft einer Gemeinde. Man kann schwerlich langfristig für sich alleine Christ sein. Insofern hast Du recht. Mein "Austritt" war aber nur Teil eines Übertritts. Ich versuche es mal mit einem Beispiel: Du bist doch Glied der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland? Wie ich hier im Kreuzgang gelernt habe, ist Deine Kirche aus Orthodoxer Sicht häretisch (womit wir wieder beim Thema wären ;-)). Wenn es also eine Art offizielle Orthodoxe Kirche in Deutschland gäbe, dann würdest Du vielleicht aus Deiner jetzigen Kirche (als Körperschaft) austreten und dieser beitreten. Damit würdest Du ja nicht Deinen Glauben hinter Dir lassen. So ähnlich verhält es sich bei mir.
Ilija hat geschrieben:Ich meinte aber aus der wahren "Evangelischen" kirche
Aus der kann man nicht austreten. Kirche ist die Gemeinschaft derjenigen, die durch ihre Taufe zu Christus gehören.
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Joseph
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

Lutheraner hat geschrieben:Du bist doch Glied der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland? Wie ich hier im Kreuzgang gelernt habe, ist Deine Kirche aus Orthodoxer Sicht häretisch
Lutheraner, da ist kompletter hog wash, balder dash und Unsinn... Du hast etwas "gelesen," hast aber "nichts verstanden".... nein ich erkläre es nicht noch einmal (sieh unter Phyletismus).

Du wirst zu keinem Verständnis der Orthodoxie kommen wenn Du hier im Forum versuchst, uns in eine westliche Auslegung östlicher Ideen zu zwingen oder adverserielle Postings als semi-Katechese interpretierst ... So funktioniert das nicht. Solltest Du wirklich an der Orthodoxie interessiert sein, dann bleibt Dir kein anderer Weg offen als Ilijas Rat zu folgen und in eine Orthodoxe Kirche zu gehen um an der Göttlichen Liturgie teilzunehmen und danach mit dem Priester eine Aussprache zu suchen...

Gruß
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Ilija
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Ilija »

Lutheraner hat geschrieben: Deine Kirche aus Orthodoxer Sicht häretisch (womit wir wieder beim Thema wären ;-)). Wenn es also eine Art offizielle Orthodoxe Kirche in Deutschland gäbe, dann würdest Du vielleicht aus Deiner jetzigen Kirche (als Körperschaft) austreten und dieser beitreten. Damit würdest Du ja nicht Deinen Glauben hinter Dir lassen. So ähnlich verhält es sich bei mir.
Moment, ich wollte mich ja hier nicht mehr melden weil es euer Treat ist, aber Verstanden hast du nix! Da lohnt sich das Antworten ja nicht....Wir sind mit Sicherheit nicht Häretisch und dein Vergleich mit dem Austreten um in die andere einzutreten hingt sehr. Wir sind keine Kirche, die viele verschiedenen Kirchen (Wie die EKD oder die Römisch Katholische Kirche) in sich vereinen sondern wir sind nur die EINE KIRCHE.

Halte dich an unserem Joseph: Er hat es wunderbar ausgedrückt...
Joseph hat geschrieben: PS: Lutheranus, das Motto der Orthodoxen Kirche ist "Come and See".... wenn Du daher genaueres, unpolemisch, erfahren willst, dann come and see.... hier wirst Du immer frustriert weggehen da Du nicht "sehen" kannst. Orthodoxie ist nicht eine Religion es ist vielmehr eine vollkommene Weise in Gott zu Leben, sie ist "Der Weg...".
Wie heißt denn eigentlich deine neue Gemeinschaft?

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anneke6
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von anneke6 »

Seit wann vereint die römisch-katholische Kirche mehrere Kirchen? :glubsch:
???

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Ilija
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Ilija »

anneke6 hat geschrieben:Seit wann vereint die römisch-katholische Kirche mehrere Kirchen? :glubsch:
In der Römischen Kirche gibt es doch 24 Teilkirchen (Darunter z.b die Uniaten u.s.w) oder? :hae?:

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ad-fontes
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Joseph hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Du bist doch Glied der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland? Wie ich hier im Kreuzgang gelernt habe, ist Deine Kirche aus Orthodoxer Sicht häretisch
Lutheraner, da ist kompletter hog wash, balder dash und Unsinn... Du hast etwas "gelesen," hast aber "nichts verstanden".... nein ich erkläre es nicht noch einmal (sieh unter Phyletismus).

Du wirst zu keinem Verständnis der Orthodoxie kommen wenn Du hier im Forum versuchst, uns in eine westliche Auslegung östlicher Ideen zu zwingen oder adverserielle Postings als semi-Katechese interpretierst ... So funktioniert das nicht. Solltest Du wirklich an der Orthodoxie interessiert sein, dann bleibt Dir kein anderer Weg offen als Ilijas Rat zu folgen und in eine Orthodoxe Kirche zu gehen um an der Göttlichen Liturgie teilzunehmen und danach mit dem Priester eine Aussprache zu suchen...

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Rätst du zur Beobachtung der Arkandisziplin, sprich zum Verlassen vor der Liturgie der Gläubigen?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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ad-fontes
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Ilija hat geschrieben:Wir sind mit Sicherheit nicht Häretisch
Das käme mir auch nicht in den Sinn zu behaupten, aber wie steht's um die Beantwortung meiner Anfrage bzgl. einiger mariologischer Formulierungen?

Fühlt sich jemand von orthodoxer Seite bemüßigt?
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Lioba
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lioba »

Also- Ankündigung meinerseits. Ich werde pünktlich zum Beginn unseres Gedenktags der Heilgen einen neuen Trööt eröffnen, wo die, welche sich mit dem Thema bis dahin ernsthaft befasst haben, sich in einer sinnvollen Diskussion versuchen mögen. Zur Verfeinerung des Kommunikationsstils und zur Selbstprüfung schlage ich als begleitende Lektüre Piepers Quadriga vor.
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M. v. Ebner- Eschenbach

Mary
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Mary »

ad-fontes hat geschrieben: Rätst du zur Beobachtung der Arkandisziplin, sprich zum Verlassen vor der Liturgie der Gläubigen?
Frag den Priester vor Beginn, ob Du bleiben darfst oder nicht... in den meisten Fällen wirst Du dürfen.

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Nassos
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Nassos »

Dieser Thread erinnert mich an die Diskussionen im griechischen Fernsehen... ;D

Ich bitte meine orthodoxen Geschwister hier bitte aufzuhören, sich zu verteidigen. Die Frage ist nicht an uns gerichtet, Ihr verunreinigt den Thread nur (mit der Wahrheit :breitgrins: ).
Wir geben auch keine Info. Wichtig ist ja, was die Leute denken zu wissen, oder sie schauen nach (Sakristei, Web, ...)

Ich würde echt gerne wissen, was genau die Heterodoxen über uns sagen bzw. wie sie uns sehen. Das können Sie aber nicht, wenn man sich gleich angegriffen fühlt und abweichende Diskussionen anfängt, um etwas zurechtzurücken. Das wird man aber bei dieser Fragestellung über sich ergehen lassen müssen.

Bitte nicht "provozieren" lassen. In diesem Thread werden (in unseren Augen) Provokationen wie Hagel fallen. Cool bleiben.

Übt Euch darin, der Versuchung zu widerstehen, ist gutes Training.

(Und lasst dann am Ende das Jüngste Gericht hereinbrechen :breitgrins: )

Alles klar?

Nassos
Ich glaube; hilf meinem Unglauben

TillSchilling

Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von TillSchilling »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben: Ist die Orthodoxie so ursprünglich und unverfälscht, wie sie sagt? Wo könnten Probleme liegen? Mir persönlich würde neben dem Phyletismus auch einfallen, dass der Pazifismus des Urchristentums ab Konstantin aufgegeben wurde.

Und wie ist das mit dem sola scriptura der Lutheraner? Seht ihr orthodoxe Lehren oder Praktiken, die mit der Schrift völlig unvereinbar sind?
Häretiker, werte(r) MND, sind wir alle. Das sollten wir nie vergessen. Der grösste Lehrer der christlichen Kirche seit Paulus, Doktor Martin Luther, schrieb vor seinem Tod auf einen Zettel: "Wir sein Bettler. Hoc est verum." So ist es und so ist es natürlich auch mit unserer Erkenntnis. Rechtgläubigkeit im Sinne der wahren, theologischen Reflexion gibt es nicht. Rechtgläubigkeit im Sinne des Festhaltens an Jesus schon und darauf kommt es an erster Stelle an. Ins Herz können wir aber nicht hineinschauen.

Mit Sicherheit, um auf deine Fragen zurückzukommen, wird die eine oder andere theologisch and vielleicht auch allgemein wenig gebildete Babutschka in den Weiten Sibiriens Vorstellungen von Gott und dem christlichen Leben haben, die irrig sind. Aber ist sie deswegen eine Ketzerin? Sind Gott und der Sache seines Reiches treu hingegebene Baptisten Ketzer weil sie irrigerweise annehmen, dass die Gültigkeit der Taufe vom Menschen abhängt? Ich finde den Ausdruck Ketzer furchbar und ich möchte ihn nicht verwenden. Beurteilen können wir letztendlich nur, ob die Lehre einer Gruppe oder Kirche oder auch einzelner Menschen gemessen an unserem Maßstab falsch und häretisch ist. Und irgenwo müssen wir dann auch eine Grenze ziehen und sagen: "Diese und jene Gruppe gehört nicht zum Christentum. Die lehren zu viel falsch." Festzulegen wo diese Grenze zu ziehen ist, finde ich sehr, sehr schwierig. Auf die orthodoxen Kirchen trifft diese Bezeichnung "nicht christlich" aber nicht zu. Die orthodoxen Kirchen bekennen im - bei ihnen wörtlich verstandenen - Glaubensbekenntnis den trinitarischen Glauben und gehören mit zur sichtbaren Kirche Jesu Christi.

ABER: An der orthodoxen Kirche gibt es soweit ich das beurteilen kann doch manches zu kritisieren und mit Vorsicht zu geniessen. In erster Linie ist das aus reformatorischer Sicht natürlich die Haltung zur Frage welches die Quellen unserer Theologie und unserer Glaubenssätze sind. Uns ist die Schrift zwar nicht einzige Quelle der Praxis aber doch einzige Quelle verbindlicher Glaubenssätze. Die orthodoxen Kirchen scheinen mir den Schriften der Patristik zuviel Gewicht und zuviel "Unfehlbarkeit" beizumessen. Ausserdem gilt uns auch: "Wovon die Schrift viel spricht, damit wollen wir uns viel beschäftigen. Wovon die Schrift wenig oder gar nicht spricht, damit wollen wir uns wenig beschäftigen". Vor dem Hintergrund dieses Gedankens sind mir manche, theologische Themen der Orthodoxen schlicht unverständlich und ich kann das Interesse daran nicht nachvollziehen bzw. halte es auch für ungesund.

Konkret befürchte ich, dass Orthodoxe in Gefahr stehen im Nachdenken über die Freiheit des menschlichen Willens von der pelagianischen Seite vom Pferd zu fallen. Nicht zuletzt durch eine falsche Einordnung der Schriften der Väter, welche vor dem Hintergrund des religiösen Determinismus der heidnischen Welt der Antike zu verstehen sind. Daneben kritisieren wir aus reformatorischer Sicht an der orthodoxen Kirche natürlich genauso wie an der römisch-katholischen Kirche die uns nicht deutlich genug werdende Unterscheidung von Rechtfertigung und Heiligung bzw. anders gesagt die Vermischung von Gesetz und Evangelium. Wobei die orthodoxe Lehre hier gegenüber der der RKK den Vorteil hat, mit dem ganzen mittelalterlichen Kram von Fegefeuer, Sünden nur zur Hälfte vergeben, für die andere Hälfte braucht es Ablässe und was da an antichristlichen Lügen noch rumfleucht, nicht belastet zu sein.

Was die Orthopraxis speziell die Liturgie der Orthodoxen angelangt - und ja, ich war in orthodoxen Gottesdiensten. Auch finden sich in meinem Freundes- sowie engstem Familienkreis Mitglieder bzw. ehemalige Mitglieder der orthodoxen Kirche - so fallen zwei Dinge sofort auf. Angenehm, ja sehr angenehm die Schönheit und Ernsthaftigkeit des Ritus und des Gesangs. Unangehem und sehr unangenehm die Verwendung von, den Gläubigen nicht verständlichen Sprachen, die dieselben zu unbeteiligten Zuschauern degradieren. Das ist für mich ein schlimmer, durch nichts zu rechtfertigender Mangel, dem schleunigst Abhilfe geschaffen werden muss. Was nutzen die herrlichsten Formulierungen des Evangeliums Christi Jesu wenn sie keiner versteht. Was für die Litugie gilt, gilt natürlich genauso für die Katechese. Sicherlich muss man Verständnis haben für die schwere Situation der Orthodoxie unter dem Kommunismus bzw. früher auf dem Balkan unter den Türken. Aber diese Zeit ist vorbei und heute ist es nicht mehr zu entschuldigen, wenn Gläubigen nicht Angebote der Glaubensbelehrung gemacht werden. Sehr sauer stösst es einem dann auf, wenn genauso diese Popen, denen die spirituelle Not des Volkes egal zu sein scheint, dann heftig gegen die protestantischen "Sekten" wettern, die "in ihren Bereich vordringen". Wie gesagt bin ich mit einigen Ex-Orthodoxen bekannt und die hatten gute Gründe sich protestantischen Kirchen anzuschliessen. Dort erst haben sie den christlichen Glauben kennengelernt. Dies lässt sich nicht und will ich auch nicht verallgemeinern aber es existiert.

Kilianus
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Kilianus »

TillSchilling hat geschrieben: Unangehem und sehr unangenehm die Verwendung von, den Gläubigen nicht verständlichen Sprachen, die dieselben zu unbeteiligten Zuschauern degradieren.
Jetzt unterläufst Du Dein eigenes Niveau.

1. Zuschauer ist gerade derjenige, an dessen Horizont alles ausgerichtet wird. Guckst Du nachmittags Gerichtssendung auf RTL: Wenn alles verständlich ist, dann ist es nur Show - für Zuschauer. Im richtigen Gericht interessiert es die Juristen einen Scheißdreck, ob sie für Nichtjuristen (einschließlich Verfahrensbeteiligter) verständlich sind. Eben weil es keine Show ist. Und deshalb hat der Angeklagte/Beklagte/Kläger ja auch einen Anwalt, der diese Sprache beherrscht.

2. Wenn die Verständlichkeit das einzige Kriterium ist, dann ist das ein Killer-Argument für die Lutherbibel (auch in modernisierter Fassung). Ausgenommen: Gemeinden, in denen nur Akademiker die Kirchenbänke drücken.

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Joseph
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben: Rätst du zur Beobachtung der Arkandisziplin, sprich zum Verlassen vor der Liturgie der Gläubigen?
Was soll denn das, ad fontes? Niemand wird Dich rausschmeissen.... wenn im Zweifel, bleib im Narthex oder besser noch sprich mit dem Priester oder Diakon (In einigen Kirchen, vornehmlich auf Athos, bleiben nicht-Orthodoxe im Narthex und können dort an der gesamten Liturgie teilnehmen).

Ich habe aber nun genug von diesem Thread und verabschiede mich...

Gruß
Joseph
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Lutheraner
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

Ilija hat geschrieben: (...) aber Verstanden hast du nix! Da lohnt sich das Antworten ja nicht....Wir sind mit Sicherheit nicht Häretisch und dein Vergleich mit dem Austreten um in die andere einzutreten hingt sehr. Wir sind keine Kirche, die viele verschiedenen Kirchen (Wie die EKD oder die Römisch Katholische Kirche) in sich vereinen sondern wir sind nur die EINE KIRCHE.
Der einzige, der hier offensichtlich nichts versteht, bist Du. Jetzt habe ich Dir einen Vergleich geliefert und Du hast es immer noch nicht kapiert.

Also: Die Nordelbische evang.-luth. Kirche und die evang.-luth. Kirche in Bayern sehen sich genauso als Teile der einen Kirche wie aus Orthodoxer Sicht die Russisch-Orthodoxe Kirche und die Serbisch-Orthodoxe Kirche. Dasselbe nach Auffassung der Katholischen Kirche für ihre Teilkirchen.
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

Nassos hat geschrieben:Ich würde echt gerne wissen, was genau die Heterodoxen über uns sagen bzw. wie sie uns sehen. Das können Sie aber nicht, wenn man sich gleich angegriffen fühlt und abweichende Diskussionen anfängt, um etwas zurechtzurücken. Das wird man aber bei dieser Fragestellung über sich ergehen lassen müssen.
Danke. Da war ich fast dabei die Hoffnung aufzugeben, da kam dann doch noch ein Vernünftiger. :-)
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Lutheraner
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

Joseph hat geschrieben:
Lutheraner hat geschrieben:Du bist doch Glied der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland? Wie ich hier im Kreuzgang gelernt habe, ist Deine Kirche aus Orthodoxer Sicht häretisch
Lutheraner, da ist kompletter hog wash, balder dash und Unsinn... Du hast etwas "gelesen," hast aber "nichts verstanden".... nein ich erkläre es nicht noch einmal (sieh unter Phyletismus).
Du hat recht, es gehört nicht hierher, aber ich bilde mir ein verstanden zu haben, dass National-Phyletismus für Euch eine Häresie ist. Egal, darum ging es nicht. Ich wollte nur ein Beispiel liefern, warum man wegen einer (kleinen?) Häresie sich entschließt von einer Teilkirche zur anderen überzutreten. Aber das hat nichts mit dem Thema zu tun und gebracht hat der Vergleich ja auch nichts.
Joseph hat geschrieben:Solltest Du wirklich an der Orthodoxie interessiert sein, dann bleibt Dir kein anderer Weg offen als Ilijas Rat zu folgen und in eine Orthodoxe Kirche zu gehen um an der Göttlichen Liturgie teilzunehmen und danach mit dem Priester eine Aussprache zu suchen...
Mein Interesse hält sich in Grenzen, aber eine Frage stellt sich mir bei diesem Tipp: Wieso maßt Ihr Euch an uns permanent als Häretiker zu beschimpfen oder uns sonstwie zu be- und verurteilen? Habt Ihr alle einen evang.-luth. Gottesdienst besucht und danach das Gespräch mit dem Pfarrer gesucht?
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Nietenolaf
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Nietenolaf »

Lutheraner hat geschrieben:Mein Interesse hält sich in Grenzen, aber eine Frage stellt sich mir bei diesem Tipp: Wieso maßt Ihr Euch an uns permanent als Häretiker zu beschimpfen oder uns sonstwie zu be- und verurteilen? Habt Ihr alle einen evang.-luth. Gottesdienst besucht und danach das Gespräch mit dem Pfarrer gesucht?
Luthi, ich glaube nicht, daß Du oder ihr hier als Häretiker beschimpft wurde(s)t oder verurteilt wurde(s)t. Wenn Du Dir die Mühe machst, aus dem analogen Thread in der "Sakristei" (Altkatholiken) die sachlichen Texte herauszunehmen, so sind da durchaus konstruktive Dinge dabei und auch das Resultat. Der Rest sind Einlassungen der Altkatholiken selber und mancher Kommentar dazu. Oder meinst Du was anderes?
Klar hab' ich schon diverse ev.-luth. Gottesdienste besucht. Habe mit vielen Pfarrern und Pfarrerinnen gesprochen. Das tue ich gar ziemlich oft, weil wir mit den diversen Religionslehrern (die oft nebenbei eben noch ein geistliches Amt haben) kooperieren. Da kommste hier ja nicht drumrum. Ich schätze, gerade das ist einer der Gründe, daß die Orthodoxen in der Diaspora ein im Verhältnis zu denen in den traditionellen Gebieten doch verfeinertes Gefühl für ihren Glauben haben.
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von TillSchilling »

Nietenolaf hat geschrieben: Luthi, ich glaube nicht, daß Du oder ihr hier als Häretiker beschimpft wurde(s)t oder verurteilt wurde(s)t.
Ilija hat geschrieben: Achja, ich finde es schon Lustig, das Ketzer darüber Urteilen wollen ob Orthodoxe Ketzer seien :patsch: :gaehn:

Nassos hat geschrieben: Ihr [seine orthodoxen Glaubensgeschwister] verunreinigt den Thread nur (mit der Wahrheit :breitgrins: ).

Ich würde echt gerne wissen, was genau die Heterodoxen über uns sagen bzw. wie sie uns sehen.

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ad-fontes
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

So wird das aber nix mit der Wiedervereinigung der Christenheit.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Lutheraner
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

Nietenolaf hat geschrieben: Klar hab' ich schon diverse ev.-luth. Gottesdienste besucht. Habe mit vielen Pfarrern und Pfarrerinnen gesprochen.
Bei Dir ist mir das klar :) . Ich meinte eher ein paar andere Leute hier, die einem schlaue Tipps geben und sich wahrscheinlich selbst nicht daran halten.
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lutheraner »

ad-fontes hat geschrieben:So wird das aber nix mit der Wiedervereinigung der Christenheit.
Eigentlich haben wir uns doch alle ganz lieb. Aber Liebe heißt halt nicht immer kuscheln. Wie hieß es früher: "wer sein Kind liebt, der schlägt es". ;D
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von ad-fontes »

Joseph hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben: Rätst du zur Beobachtung der Arkandisziplin, sprich zum Verlassen vor der Liturgie der Gläubigen?
Was soll denn das, ad fontes? Niemand wird Dich rausschmeissen.... wenn im Zweifel, bleib im Narthex oder besser noch sprich mit dem Priester oder Diakon (In einigen Kirchen, vornehmlich auf Athos, bleiben nicht-Orthodoxe im Narthex und können dort an der gesamten Liturgie teilnehmen).

Ich habe aber nun genug von diesem Thread und verabschiede mich...

Gruß
Joseph
Was das soll? Eine Frage nach dem richtigen Benehmen? Ich hätte auch eine restriktivere, altkirchliche Antwort akzeptiert.

Ich würde zudem gerne wissen, ob es orthodoxe Christen in irgendeiner Weise als anmaßend oder befremdlich empfinden, wenn jemand, der nicht in Gemeinschaft mit der Orthodoxie steht, sich "orthodox" im Gottesdienst verhält (die Weise der Bekreuzigung, Metanien bei den Einzügen, Verehren der hl. Bilder etc.).
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Joseph »

ad-fontes hat geschrieben: Ich würde zudem gerne wissen, ob es orthodoxe Christen in irgendeiner Weise als anmaßend oder befremdlich empfinden, wenn jemand, der nicht in Gemeinschaft mit der Orthodoxie steht, sich "orthodox" im Gottesdienst verhält (die Weise der Bekreuzigung, Metanien bei den Einzügen, Verehren der hl. Bilder etc.).
NEIN.....
Sie sollten auch mitsingen. Das ist ganz einfach da wir eh alles dreimal wiederholen.... ;D
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Nassos
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Nassos »

sorry, dass ich mich nochmal einschalte.

Lieber ad-fontes, Deine Fragen gehören doch eigentlich in die Sakristei? Ich dachte, Ihr wolltet darüber diskutieren, ob Orthodoxe Ketzer sind. Dann macht mal, Menschenskinder, und diskutiert nicht um den heißen Brei herum.
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Ilija
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Ilija »

Lutheraner hat geschrieben:
Nietenolaf hat geschrieben: Klar hab' ich schon diverse ev.-luth. Gottesdienste besucht. Habe mit vielen Pfarrern und Pfarrerinnen gesprochen.
Bei Dir ist mir das klar :) . Ich meinte eher ein paar andere Leute hier, die einem schlaue Tipps geben und sich wahrscheinlich selbst nicht daran halten.

Wieso, Luthi...ich besuche immer einen Orthodoxen Gottesdienst, heute, morgen und übermorgen, jeden Feiertag, also eigentlich immer, da ich zum niederen Klerus gehöre. Ja, natürlich habe ich auch schon Ev. und Römisch Katholische Gottesdienste besucht. Wenn man für die SOK bei ACK mitwirkt, bei Ökumenischen Veranstantung dabei ist, scheint es eher normal zu sein...Im übriegen, habe ich hier keinen als Ketzer oder Häretiker beleidigt, so etwas käme mir nie in den Sinn! Was ich gemacht habe ist nur eine witzige Bemerkung zum Titel dieses Treats :freude:

Und noch etwas Luthi, ich habe Dich sehr wohl verstanden aber ich habe dich darauf aufmerksam machen wollen das solche Formalen Sachen zwischen einen Wechsel nicht statt findet ausser es handelt sich um Kleriker, die ihre Jurisdikation wechseln wollen aus welchen Gründen auch immer

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Sebastian
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Sebastian »

Nassos hat geschrieben:sorry, dass ich mich nochmal einschalte.

Lieber ad-fontes, Deine Fragen gehören doch eigentlich in die Sakristei? Ich dachte, Ihr wolltet darüber diskutieren, ob Orthodoxe Ketzer sind. Dann macht mal, Menschenskinder, und diskutiert nicht um den heißen Brei herum.
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
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Lioba
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Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von Lioba »

Ganz ehrlich- ich sehe hier niemanden als Ketzer. Alle hier erfüllen für mich das Minimum, das einen Christen ausmacht- sie bekennen Jesus Christus als wahren Menschen und wahren Gott und zweite Person der Trinität. Ausnahmen bei den Foris derzeit- Pierre und Nemesis, welche aber einen grundsätzlich anderen religiösen Hintergrund haben.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach

TillSchilling

Re: Sind Orthodoxe aus ... Sicht Ketzer?

Beitrag von TillSchilling »

Ilija hat geschrieben: Im übriegen, habe ich hier keinen als Ketzer oder Häretiker beleidigt, so etwas käme mir nie in den Sinn!
Da hätte man dich ja glatt misverstehen können. Liegt vielleicht auch an deiner, ähm, lockeren Art.

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