FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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cantus planus
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FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 6. August 2009, 09:51

Deutliche Worte von Bischof Fellay: http://www.kath.net/detail.php?id=23592
Die Piusbruderschaft ist zu keinen Zugeständnissen in Fragen des Zweiten Vatikanischen Konzils bereit. Das erklärte der Generalobere der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur „Apcom“ am vergangenen Freitag. „Die Wahrheit erträgt keine Kompromisse“, so der Generalobere. „Wir fordern, dass Licht in die Sache mit dem Konzil kommt.“
Dennoch gab sich Fellay zuversichtlich über eine Einigung mit dem Vatikan. „Wir sehen beim Papst einen wirklichen Willen, bis zum Grund des Problems zu gehen“, so der Obere der traditionalistischen Bruderschaft. Im Herbst werden in Rom Gespräche zwischen den Piusbrüdern und dem Vatikan stattfinden. Außerdem äußerte Fellay Unverständnis über das Verhalten von Juden, die sich „in Angelegenheiten der katholischen Kirche einmischen“. Die Juden sollten sich um ihre eigene Religion kümmern, sagte der Obere der Piusbruderschaft. Er räumte allerdings ein, dass er die Wut der Juden über die Vorfälle zu Beginn des Jahres verstehe. Damals war bekannt geworden, dass der Pius-Bischof Richard Williamson das Ausmaß des Holocaust geleugnet hatte.
Diese Worte klingen mutmachend! Wir sollten das Gebet um Einheit intensivieren. Auf eine klare Auslegung und Beachtung des Konzils warten die konservativen Katholiken auch seit Jahrzehnten.
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Maurus
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Maurus » Donnerstag 6. August 2009, 14:25

„Wir fordern, dass Licht in die Sache mit dem Konzil kommt.“
Was ist denn damit gemeint?

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ottaviani
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von ottaviani » Donnerstag 6. August 2009, 14:54

ganz einfach wie lassen sie vorkonziliare Äusserungen des lehramtes mit nachkonziliaren aüsserungen unter einen hut bringen die genau das lehren was das vorkonziliare Lehramt verurteilt hat

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Jacinta
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Jacinta » Donnerstag 6. August 2009, 15:53

ottaviani hat geschrieben:ganz einfach wie lassen sie vorkonziliare Äusserungen des lehramtes mit nachkonziliaren aüsserungen unter einen hut bringen die genau das lehren was das vorkonziliare Lehramt verurteilt hat
Wie denn? :tuete:
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Marion
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Marion » Donnerstag 6. August 2009, 15:57

Genau, die richtige Interpretation des Konzils fehlt.

Es scheint ja so, daß so gut wie keiner das Konzil verstanden hat (weder die einen noch die andern, die sich grad etwas bekämpfen und zum Teil böse beschimpfen). Also momentan noch Dunkelheit in diesem Punkt herrscht. Ich freu mich auf dieses Licht und hoffe, daß da keiner stark genug ist um das weiterhin zu verdunkeln.
Lieber Papst, liebe Piusbrüder und liebe Glaubenskongregation haltet durch :)
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cantus planus
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 6. August 2009, 16:04

Jacinta hat geschrieben:
ottaviani hat geschrieben:ganz einfach wie lassen sie vorkonziliare Äusserungen des lehramtes mit nachkonziliaren aüsserungen unter einen hut bringen die genau das lehren was das vorkonziliare Lehramt verurteilt hat
Wie denn? :tuete:
Das ist die Frage aller Fragen. Der Papst betont, dass es keinen Bruch gegeben habe. Das ist theologisch auch gar nicht anders möglich. Praktisch ist dieser Bruch allerdings nicht zu übersehen. Er - und zwar er! - wird also erklären müssen, wie das zu bewerkstelligen ist.

Das Problem drängt ganz unabhängig von der FSSPX-Frage. Solange man tridentinisch zelebrieren, modernistisch lehren, buddhistisch meditieren und anthroposophisch erziehen kann und sie mit diesem Kuddelmuddel ständig auf Bruchstücke irgendwelcher Konzilsdokumente beruft, ist keine Klarheit gegeben. Der Riss in der Kirche besteht längst nicht mehr nur zwischen den Konfessionen. Das ist schon fast das kleinere Übel im Vergelich zum inneren Riss.

Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. Dazu kommen die Schwierigkeiten mit tatsächlichen Widersprüchen in den Dokumenten.

Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Wim1964 » Donnerstag 6. August 2009, 19:52

cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
:achselzuck:

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Christiane
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Christiane » Donnerstag 6. August 2009, 20:19

Wim1964 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
:achselzuck:
Ich würde dann eher von "Abspaltung" sprechen. Denn jene, die an einer falschen Auslegung von VII festhalten würden, können dann de facto als abgefallen betrachtet werden. "Spaltung" klingt so nach einer Gleichwertigkeit beider Seiten, die ja nicht gegeben ist. Was eine Einigung zwischen Rom und der FSSPX betrifft, so würde ich das natürlich auch sehr begrüßen. Dann allerdings bitte eine echte Einigung, keine übers Knie gebrochene (nach dem Motto "Wir müssen jetzt irgendwelche Ergebnisse präsentieren") und auch kein fauler Kompromiss.

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Wim1964 » Donnerstag 6. August 2009, 20:29

Christiane hat geschrieben:
Wim1964 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
:achselzuck:
Ich würde dann eher von "Abspaltung" sprechen. Denn jene, die an einer falschen Auslegung von VII festhalten würden, können dann de facto als abgefallen betrachtet werden. "Spaltung" klingt so nach einer Gleichwertigkeit beider Seiten, die ja nicht gegeben ist. Was eine Einigung zwischen Rom und der FSSPX betrifft, so würde ich das natürlich auch sehr begrüßen. Dann allerdings bitte eine echte Einigung, keine übers Knie gebrochene (nach dem Motto "Wir müssen jetzt irgendwelche Ergebnisse präsentieren") und auch kein fauler Kompromiss.

Christiane
Ja - aber wenn man die Presse und Kommentare (gegen den Heiligen Vater und die FSSPX) als Gradmesser nimmt, wäre die Abspaltung deulich größer als der glaubenstreue Rest, der übrig bleibt....

Gruß
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von cantus planus » Donnerstag 6. August 2009, 20:56

Die Abspaltung ist latent schon lange vorhanden. Sie ist nur noch nicht sichtbar. Linz ist doch nur die traurige Spitze des Eisbergs. Der Papst soll keine Spaltung herbeiführen. Aber er - oder ein neues Konzil - muss definieren, was katholisch ist und was nicht. Sieht danach jemand ein, dass er der Lehre der Kirche nicht folgen will, muss er die Kirche eben verlassen. Der Weg zurück steht immer offen. Aber wir dürfen es nicht mehr zulassen, dass Personen, die der Kirche nicht folgen wollen, diese infiltrieren und nach ihrem Willem umgestalten.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Wim1964 » Donnerstag 6. August 2009, 21:41

cantus planus hat geschrieben:Die Abspaltung ist latent schon lange vorhanden. Sie ist nur noch nicht sichtbar. Linz ist doch nur die traurige Spitze des Eisbergs. Der Papst soll keine Spaltung herbeiführen. Aber er - oder ein neues Konzil - muss definieren, was katholisch ist und was nicht. Sieht danach jemand ein, dass er der Lehre der Kirche nicht folgen will, muss er die Kirche eben verlassen. Der Weg zurück steht immer offen. Aber wir dürfen es nicht mehr zulassen, dass Personen, die der Kirche nicht folgen wollen, diese infiltrieren und nach ihrem Willem umgestalten.
:ja:

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Jacinta » Donnerstag 6. August 2009, 22:07

cantus planus hat geschrieben:Er - und zwar er! - wird also erklären müssen, wie das zu bewerkstelligen ist.
Und auch nur er ist intellektuell seitens der Amtskirche in der Lage dazu. Im Grunde kann man nur dafür beten, dass er uns noch so lange erhalten bleibt, bis er das Problem einer dauerhaften Lösung zugeführt hat.

Das Modnernismusproblem ist in meinen Augen vor allem eines der Kirchenfunktionäre und ganz besonders der Laien-Funktionäre. Mit ein paar hundert guten Priestern in Deutschland und Österreich wäre das Thema bald gegessen.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Sempre » Freitag 7. August 2009, 07:58

cantus planus hat geschrieben:
Jacinta hat geschrieben: Wie denn [vorkonziliare Äusserungen des lehramtes mit nachkonziliaren Äusserungen unter einen hut bringen] ? :tuete:
Das ist die Frage aller Fragen. Der Papst betont, dass es keinen Bruch gegeben habe. Das ist theologisch auch gar nicht anders möglich. Praktisch ist dieser Bruch allerdings nicht zu übersehen. Er - und zwar er! - wird also erklären müssen, wie das zu bewerkstelligen ist.
Jacinta hat geschrieben: Und auch nur er ist intellektuell seitens der Amtskirche in der Lage dazu. Im Grunde kann man nur dafür beten, dass er uns noch so lange erhalten bleibt, bis er das Problem einer dauerhaften Lösung zugeführt hat.
Ich denke nicht, dass das ein Frage intellektueller Fähigkeiten ist. Ich meine, das ließe sich nur mittels modernistischer Schaumsprache unter einen Hut packen.

Der Papst hat ja schon vor einiger Zeit recht klar gesagt, dass sich die Konzilstexte streckenweise wie eine Verurteilung früherer Verurteilungen lesen. Ihm gefällt der/ein Bruch nicht, weil die Kirche tot ist, soweit sie nicht nur mit der Tradition die Wahrhaftigkeit aufgibt, sondern die Zeugen, die uns den Glauben überbracht haben, die Laien, die Apostel, die Heiligen eines falschen Glaubens bezichtigt. Im Kommunismus mag solches unumgänglich sein, in der Kirche, die die Wahrheit überbringt, ist das tödliches Gift.

Gemäß dem Duktus Benedikts XVI. wird wohl zu klären sein, welche vorkonziliaren Lehren sowie welche konziliaren Lehren vom Zeitgeist und welche vom heiligen Geist inspiriert sind.

Ich hoffe auf einen Disput, der für hinreichend starken Wirbel sorgt, so dass nachkonziliare Lehren aus dem Blickwinkel (und später dann gänzlich in Vergessenheit) geraten. Mehr zu erwarten, scheint mir vermessen. Ich teile die Kritik der Piusbruderschaft am Konzil und tippe, dass Rom dafür nicht reif ist.

Gruß
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von ottaviani » Freitag 7. August 2009, 10:34

Wim1964 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
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was währe so schlimm wenn eine spaltung die längst besteht sichtbar würde

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von cantus planus » Freitag 7. August 2009, 12:29

Sempre hat geschrieben:Ich hoffe auf einen Disput, der für hinreichend starken Wirbel sorgt, so dass nachkonziliare Lehren aus dem Blickwinkel (und später dann gänzlich in Vergessenheit) geraten. Mehr zu erwarten, scheint mir vermessen. Ich teile die Kritik der Piusbruderschaft am Konzil und tippe, dass Rom dafür nicht reif ist.
Dem schließe ich mich an, verorte aber das Problem weniger in Rom, denn in den Diözesen. Würde die Deutsche Bischofskonferenz folgen, wenn es zur Einigung mit der FSSPX kommt und mißverständliche Konzilsdokumente im Licht der Tradition überarbeitet werden?

Der Heilige Stuhl ist offensichtlich nicht mehr in der Lage, auch nur einfachste Entscheidungen durchzusetzen. Die Entwicklung der letzten zwei Jahre, insbesondere in Österreich ist bedrohlich. Dagegen ist die Abspaltung der Schweiz nachgerade harmlos.

Wenn es zur Einigung mit Rom kommt, wird die FSSPX einen vom Papst garantierten Status erwarten. Kann der Papst überhaupt noch Garantien geben? Im Moment bin ich sehr skeptisch, zumal nicht absehbar ist, was in Rom derzeit überhaupt los ist.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von taddeo » Freitag 7. August 2009, 12:31

cantus planus hat geschrieben:... zumal nicht absehbar ist, was in Rom derzeit überhaupt los ist.
Momentan gar nix. Da ist Ferragosto, zu Deutsch "Tote Hose".

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Wim1964 » Freitag 7. August 2009, 15:41

ottaviani hat geschrieben:
Wim1964 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
:achselzuck:
was währe so schlimm wenn eine spaltung die längst besteht sichtbar würde
Nichts - das wäre durchaus zu begrüßen - dann ist wenigstens röm.-kath. "drin", wenn röm.-kath. "draufsteht"....

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Marion » Freitag 7. August 2009, 15:55

Ich glaube nicht daran, daß viele Bischöfe, Priester und Gläubige abhauen oder was anderes auf ihre Kirche schreiben nur weil der Papst was sagt oder entscheidet was ihnen nicht passt. Wieso sollten sie das so plötzlich?

Ich denke die meisten werden einfach weitermachen wie bisher.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Lioba » Freitag 7. August 2009, 17:17

Was sind eigentlich die Punkte des Vat. II, die fehlinterpretiert werden? Unereins denkt bei Konzilstheologie höchstens an Lumen Gentium, Nostra Aetate und Novus Ordo. Kann es nicht sein, dass es gar nicht am Konzil selbst liegt sondern daran, dass ein paar Spinnerte auf Teufel komm raus modern sein wollen?
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Christiane » Freitag 7. August 2009, 17:20

ottaviani hat geschrieben:
Wim1964 hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. (...)
Ich hoffe sehr, dass der Dialog mit der Bruderschaft - unabhängig vom Ergebnis - mindestens einen Klärungsprozess in Rom und den Diözesen auslöst.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht.... Irgendwie sehe ich keinen Weg, dass Papst Benedikt die irrigen Auslegungen des VII korrigiert ohne sich in eine massive Gefahr begibt eine Spaltung auszulösen. Wer von den Bischöfen und Priestern wäre denn bereit dem Heiligen Vater hierbei treu zur Seite zu stehen?
...aber vielleicht muss die heimliche Spaltung auch endlich offen zu Tage treten?
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was währe so schlimm wenn eine spaltung die längst besteht sichtbar würde
Du hast recht. Manchmal hilft halt nur noch eine Radikalkur. Das wäre auch für die Gläubigen von Vorteil, denn dann wissen sie wenigstens klar, woran sie sind.

Nicht das ich diese Situation so sehr herbei sehne. Aber wenn es nicht anders geht, dann muss es eben so sein.

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Beitrag von Marion » Freitag 7. August 2009, 19:04

Lioba hat geschrieben:Was sind eigentlich die Punkte des Vat. II, die fehlinterpretiert werden? Unereins denkt bei Konzilstheologie höchstens an Lumen Gentium, Nostra Aetate und Novus Ordo. Kann es nicht sein, dass es gar nicht am Konzil selbst liegt sondern daran, dass ein paar Spinnerte auf Teufel komm raus modern sein wollen?
Schau mal da
Insbesondere soll zu den umstrittenen Konzilsdokumenten „Gaudium et spes“ (Verhältnis der Kirche zur Moderne), „Nostra aetate“ (Verhältnis der Kirche zur Ökumene, zu anderen Religionen und zu den Juden) und „Dignitatis humanae“ (Religionsfreiheit) vorgedrungen und auch die Liturgiereform thematisiert werden.
http://www.piusbruderschaft.de/componen ... oder-fluch
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Bernado » Freitag 7. August 2009, 22:04

cantus planus hat geschrieben: Es reicht nicht, zu betonen, dass das Konzil nur im Licht der Tradition zu verstehen sei, wenn offenbar kein Bischof dazu bereit ist. Dazu kommen die Schwierigkeiten mit tatsächlichen Widersprüchen in den Dokumenten.
Beides sehe ich nicht ganz so pessimistisch. Als Erzbischof Zollitzsch zu seiner häretischen Interviewäußerung, die das Erlösungsopfer Christi nicht wahrhaben wollte, ordentlich Druck bekam, ist er wahrnehmbar zurückgerudert. In anderen Fällen war es ähnlich. Für viele Bischöfe und fast alle Theologie-Professoren ist die Frage der Treue zum Lehramt eine Sache opportunistischer Erwägungen: Sie gehen in die Richtung, in der sie den geringsten Druck erwarten. Deshalb ist eine klare Sprache der römischen Kongregationen so wichtig.

Die wirklichen Widersprüche in den Konzilsdokumenten sind eher selten. Häufiger ist der Fall, daß Formulierungen so wolkig sind, daß man sie auch widersprüchlich auslegen kann. Auch hier läge es an den Dikasterien, mehr Klarheit zu schaffen. Benedikt XVI. wirkt, soweit es seine Kräfte erlauben, darauf hin.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Raimund J. » Freitag 7. August 2009, 22:17

cantus planus hat geschrieben:Die Abspaltung ist latent schon lange vorhanden. Sie ist nur noch nicht sichtbar. Linz ist doch nur die traurige Spitze des Eisbergs. Der Papst soll keine Spaltung herbeiführen. Aber er - oder ein neues Konzil - muss definieren, was katholisch ist und was nicht. Sieht danach jemand ein, dass er der Lehre der Kirche nicht folgen will, muss er die Kirche eben verlassen. Der Weg zurück steht immer offen. Aber wir dürfen es nicht mehr zulassen, dass Personen, die der Kirche nicht folgen wollen, diese infiltrieren und nach ihrem Willem umgestalten.
:klatsch: Genial. In wenigen Zeilen auf den Punkt gebracht!
cantus planus hat geschrieben: er - oder ein neues Konzil -
:panisch:

Lieber er.
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
Nec laudibus, nec timore

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von cantus planus » Samstag 8. August 2009, 15:56

Raimund Josef H. hat geschrieben:Lieber er.
Bild
- Er ist großartig!
- Wer?
- Na, Ihr!
- Ach, er!
:breitgrins:
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Dienstag 18. August 2009, 15:47

17. August
Leere Worthülsen?

Benedikt XVI. betont die Priorität der Lehre und lehnt es ab, mit leeren Worthülsen wie “das II. Vatikanische Konzil akzeptieren” um sich zu werfen - und er weist als Lehrer die anderen auf die Absurdität eines derartigen Ansinnens hin. Denn: Was soll das heißen - “das Konzil zu akzeptieren”? Noch dazu ein Konzil, das mehr Text produziert hat als jedes seiner Vorgänger, das noch dazu de facto relativ unbekannt ist? Ist es denn nicht so, dass es erst das viel zitierte Internet allen ermöglicht hat, auf diese Texte zurückzugreifen, die ihnen bisher nur bröckchenweise und oft unter einer ideologischen Vorgabe serviert worden sind?

Aus: Prof. Dr. Armin Schwibach, Der Adler fliegt. Brief an die Galater, Neuausgabe 29, in: Komma 59/29, S. 65.
Quelle: http://www.kath-info.de
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von cantus planus » Dienstag 18. August 2009, 17:34

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Libertas Ecclesiae » Mittwoch 19. August 2009, 08:18

"Nicht zurück zu Pius! WIR SIND [Punkt]"

Pater Andreas Steiner FSSPX, der Medienreferent der Piusbruderschaft, scheint ein echter Witzbold zu sein.
Galt doch die Bezeichnung "Piusbruder" bislang als eher despektierlich, muss man nun feststellen, dass er sich selbst so nennt:

http://piusbruderschaft.de/component/co ... -sind-pius

Zum Thema "Pius-Humor" siehe auch diess Video:

http://piusbruderschaft.de/multimedia/video/humor
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Maurus » Mittwoch 19. August 2009, 20:00

Libertas Ecclesiae hat geschrieben:"Nicht zurück zu Pius! WIR SIND [Punkt]"

Pater Andreas Steiner FSSPX, der Medienreferent der Piusbruderschaft, scheint ein echter Witzbold zu sein.
Galt doch die Bezeichnung "Piusbruder" bislang als eher despektierlich, muss man nun feststellen, dass er sich selbst so nennt:

http://piusbruderschaft.de/component/co ... -sind-pius

Zum Thema "Pius-Humor" siehe auch diess Video:

http://piusbruderschaft.de/multimedia/video/humor
Ich musste lachen :D

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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von azs » Mittwoch 19. August 2009, 21:22

Ich stelle mir auch folgendes Problem vor:

Wir haben im Moment (ich kann nur von Dtl. sprechen) einen Klerus (Großteil der Bischöfe), der dem Papst mitunter offen gegenübertritt. Ich würde meine Hand für deren Treue nicht ins Feuer legen. Wenn der Papst das Konzil richtig auslegt und vorgibt, wie es zu verstehen ist, würde das eine Bombenwirkung haben. Der modernistische Schwachsinn wäre nicht mehr zu rechtfertigen. Die modernistische Konzils"kirche" würde gesprengt. Ich denke nicht, dass die Bischöfe da so mir nichts - dir nichts mitmachen würden. Sehr gut könnte ich mir vorstellen, wie es zu einer Art Parallelkirche kommt, die nach diesem Schritt mehr Abtrünnige als Mitglieder hat, als die einzig wahre Kirche.

Das Problem, dass man sich immer wieder entscheiden muss, ob man dem Klerus oder der Tradition folgt würde dann erst recht zutage treten. Und diese Situation will ich mir als Katholik nicht vorstellen, wenn man plötzlich ohne wirkliche Hirten dasteht.

Ist nur ein Gedanke, aber in meinen Augen nicht abwegig. Das könnte enorm heiter werden :umkuck:

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass da endlich mal Klärung reinkommt. Mir ist eine reine wahre Lehre mit wenigen Anhängern lieber, als das was heute passiert.
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Niels
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von Niels » Mittwoch 19. August 2009, 21:43

azs hat geschrieben: Und diese Situation will ich mir als Katholik nicht vorstellen, wenn man plötzlich ohne wirkliche Hirten dasteht.
Eine solche Situation besteht leider de facto mancherorts schon seit Jahren.
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azs
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von azs » Mittwoch 19. August 2009, 22:10

Niels hat geschrieben:
azs hat geschrieben: Und diese Situation will ich mir als Katholik nicht vorstellen, wenn man plötzlich ohne wirkliche Hirten dasteht.
Eine solche Situation besteht leider de facto mancherorts schon seit Jahren.
Ja keine Frage. Nur nicht in dem Maße wie es wäre wenn es soweit kommen würde wie ich es schrieb. Das wäre dann noch einen Zacken schärfer. Dann wäre es nicht mehr "mancherorts" sondern "deutschlandweit". Und die treuen Katholiken mit Sicherheit die Buhmänner und -frauen.
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Re: FSSPX & Rom: Auf dem Weg zur Einheit?

Beitrag von ottaviani » Donnerstag 20. August 2009, 10:58

azs hat geschrieben:Ich stelle mir auch folgendes Problem vor:

Wir haben im Moment (ich kann nur von Dtl. sprechen) einen Klerus (Großteil der Bischöfe), der dem Papst mitunter offen gegenübertritt. Ich würde meine Hand für deren Treue nicht ins Feuer legen. Wenn der Papst das Konzil richtig auslegt und vorgibt, wie es zu verstehen ist, würde das eine Bombenwirkung haben. Der modernistische Schwachsinn wäre nicht mehr zu rechtfertigen. Die modernistische Konzils"kirche" würde gesprengt. Ich denke nicht, dass die Bischöfe da so mir nichts - dir nichts mitmachen würden. Sehr gut könnte ich mir vorstellen, wie es zu einer Art Parallelkirche kommt, die nach diesem Schritt mehr Abtrünnige als Mitglieder hat, als die einzig wahre Kirche.

Das Problem, dass man sich immer wieder entscheiden muss, ob man dem Klerus oder der Tradition folgt würde dann erst recht zutage treten. Und diese Situation will ich mir als Katholik nicht vorstellen, wenn man plötzlich ohne wirkliche Hirten dasteht.

Ist nur ein Gedanke, aber in meinen Augen nicht abwegig. Das könnte enorm heiter werden :umkuck:

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass da endlich mal Klärung reinkommt. Mir ist eine reine wahre Lehre mit wenigen Anhängern lieber, als das was heute passiert.
ich erhoffe diesen tag seit 20 jahren anders geht es nicht

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