Typisch britisch!
Papstbesuch in England und Schottland
- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Typisch britisch!
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Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Stimmt.cantus planus hat geschrieben:Typisch britisch!
Fr. Longenecker ist wirklich Brite, obwohl er schon lange in den USA lebt.
Vor allem das "mind the gap" zeugt von einer prägenden Zeit in der londoner U-Bahn.
- Berolinensis
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Nein, Hw. Longenecker ist - wie man auch am Namen unschwer erkennen kann - Amerikaner, auch wenn er lange in England gelebt hat. (Im übrigen finde ich den Text ganz amüsant, aber durchaus nicht britisch, dafür ist er viel zu "heavy-handed").
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Stimmt. Er ist wirklich Amerikaner.
Allerdings hat er in England studiert und war dann anschließend dort auch als anglikanischer Geistlicher tätig. Erst nach seiner Konversion ist er in die USA zurückgekehrt.
Allerdings hat er in England studiert und war dann anschließend dort auch als anglikanischer Geistlicher tätig. Erst nach seiner Konversion ist er in die USA zurückgekehrt.
- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Sowas prägt. 
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- Berolinensis
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Wie gesagt, ich finde nicht.cantus planus hat geschrieben:Sowas prägt.
- lutherbeck
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
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- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Demagogie in Reinform.
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- lutherbeck
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Vom Focus?cantus planus hat geschrieben:Demagogie in Reinform.
Auf der außereuropäischen Insel ist man sich ja wohl einig...
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- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Ja. Den meisten Briten ist es schlicht wurscht, ob der Papst nun komm, oder nicht. Der Artikel liest sich ja so, als sei das ganze Vereinigte Königreich bereits geschlossen dabei, mit Äxten und Knüppel an der Kanalküste von Dover auf und ab zu laufen und den Papst zu erwarten.lutherbeck hat geschrieben:Vom Focus?cantus planus hat geschrieben:Demagogie in Reinform.
Außerdem werden in diesem Artikel einmal mehr Äpfel und Birnen zusammengerührt.
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- Dottore Cusamano
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Die Reise des Hl. Vaters nach England und Schottland ist ein echtes Ärgernis und eine große Torheit. Leider wurde unser gutmütiger Hl. Vater einmal mehr schlecht beraten, diesen Völkern einen Besuch abzustatten. Das Ergebnis der Reise wird keine Verbesserung des Images unserer hl. Kirche insgesamt und der dortigen Ortskirchen sein, sondern - im Gegenteil - eine massive Verschlechterung bedingt durch bereits vorher geplante Angriffe der britischen Massenmedien.
"Da erhob sich ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen, und auch der Drache und seine Engel kämpften. Doch sie richteten nichts aus und es blieb kein Platz mehr für sie im Himmel." (Offb 12, 7-8)
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Aber wäre es klug, die Reise abzusagen, nur weil die Medien vorher so einen Zirkus machen? Ich meine, der Heilige Vater sollte selbst über seinen Kalender verfügen. Er hat sich bisher von den Medien wenig beeinflussen lassen, und das sollte so bleiben.
Zur Frage der Auswirkung: das ist immer eine Frage, die man durchaus stellen kann. Allzu hohe Erwartungen sollte man wohl nicht haben. Aber wenn die wenigen Katholiken auf der Insel dadurch im Glauben gestärkt werden, sollte er diese Reise antreten. Die Wirkung der drei englischen Oratorien ist nicht zu unterschätzen, und ich freue mich, dass Kardinal Newman ausgerechnet dort seliggesprochen wird.
Leider scheint die Reise teilweise schlecht vorbereitet zu sein, siehe den unsäglichen "Glossar" und das Theater um den "Eintrittpreis" zur Papstmesse. Das hätte man geschickter anfangen müssen, und die Verantwortlichen vor Ort scheinen mir da etwas überfordert zu sein.
Zur Frage der Auswirkung: das ist immer eine Frage, die man durchaus stellen kann. Allzu hohe Erwartungen sollte man wohl nicht haben. Aber wenn die wenigen Katholiken auf der Insel dadurch im Glauben gestärkt werden, sollte er diese Reise antreten. Die Wirkung der drei englischen Oratorien ist nicht zu unterschätzen, und ich freue mich, dass Kardinal Newman ausgerechnet dort seliggesprochen wird.
Leider scheint die Reise teilweise schlecht vorbereitet zu sein, siehe den unsäglichen "Glossar" und das Theater um den "Eintrittpreis" zur Papstmesse. Das hätte man geschickter anfangen müssen, und die Verantwortlichen vor Ort scheinen mir da etwas überfordert zu sein.
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Dottore Cusamano hat geschrieben:Die Reise des Hl. Vaters nach England und Schottland ist ein echtes Ärgernis und eine große Torheit. Leider wurde unser gutmütiger Hl. Vater einmal mehr schlecht beraten, diesen Völkern einen Besuch abzustatten. Das Ergebnis der Reise wird keine Verbesserung des Images unserer hl. Kirche insgesamt und der dortigen Ortskirchen sein, sondern - im Gegenteil - eine massive Verschlechterung bedingt durch bereits vorher geplante Angriffe der britischen Massenmedien.
Das erinnert mich an einen ähnlichen Fall aus der Geschichte:
Die Reise des Heilands nach Jerusalem war ein echtes Ärgernis und eine große Torheit. Leider wurde unser gutmütiger Heiland einmal mehr schlecht beraten, diesem störrischen Volk einen Besuch abzustatten. Das Ergebnis der Reise war keine Verbesserung des Images des Gottessohns und der dortigen Jünger, sondern – im Gegenteil – eine massive Verschlechterung bedingt durch bereits vorher geplante Angriffe der jüdischen Hohenpriester.
- Berolinensis
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Grundfalsch. Vor fast allen Reisen (Türkei, Frankreich etc.), hieß es, das werde ganz, ganz schwierig, und siehe da, wenn der Papst da war, brach das ganze Pressegeschreibsel in sich zusammen, und es war ein großer Erfolg. Genauso wird es auch diesmal sein. Wieso es das "Image" der Kirche verschlechtern sollte, kann ich überhaupt nicht verstehen, aber es ist auch völlig egal, da die Kirche nicht ihr "Image" zu pflegen, sondern das Evangelium zu verkünden hat, gelegen oder ungelegen.Dottore Cusamano hat geschrieben:Die Reise des Hl. Vaters nach England und Schottland ist ein echtes Ärgernis und eine große Torheit. Leider wurde unser gutmütiger Hl. Vater einmal mehr schlecht beraten, diesen Völkern einen Besuch abzustatten. Das Ergebnis der Reise wird keine Verbesserung des Images unserer hl. Kirche insgesamt und der dortigen Ortskirchen sein, sondern - im Gegenteil - eine massive Verschlechterung bedingt durch bereits vorher geplante Angriffe der britischen Massenmedien.
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Ein Rückzieher wäre jetzt auch kaum möglich. Stellt euch die Konsequenzen davon mal vor.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
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- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Es gibt auch keinen Grund dafür, wie ich oben darzustellen versuchte.Lioba hat geschrieben:Ein Rückzieher wäre jetzt auch kaum möglich.
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Da haben doch nur einige Leute Angst,es könnten nach dem Besuch noch ein paar Anglikaner mehr wieder
römisch katholisch werden bzw. Glaubensfragen könnten in der säkularen Gesellschaft wieder diskussions
würdig werden.
römisch katholisch werden bzw. Glaubensfragen könnten in der säkularen Gesellschaft wieder diskussions
würdig werden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
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- lutherbeck
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Kann ich mir kaum vorstellen...incarnata hat geschrieben:Da haben doch nur einige Leute Angst,es könnten nach dem Besuch noch ein paar Anglikaner mehr wieder
römisch katholisch werden bzw. Glaubensfragen könnten in der säkularen Gesellschaft wieder diskussions
würdig werden.
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- Berolinensis
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Nicht den geringsten.cantus planus hat geschrieben:Es gibt auch keinen Grund dafür, wie ich oben darzustellen versuchte.Lioba hat geschrieben:Ein Rückzieher wäre jetzt auch kaum möglich.
-
Stephen Dedalus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Nein zu Teil eins, ja zu Teil zwei.incarnata hat geschrieben:Da haben doch nur einige Leute Angst,es könnten nach dem Besuch noch ein paar Anglikaner mehr wieder
römisch katholisch werden bzw. Glaubensfragen könnten in der säkularen Gesellschaft wieder diskussions
würdig werden.
Die Rolle der Anglikaner wurde m. E. im Vorfeld des Papstbesuches in Deutschland ganz falsch dargestellt. Da wurde häufig berichtet, daß es großen Widerstand gegen den Besuch im UK gebe und auch die Anglikaner wenig erfreut seien. In Deutschland kam dies so an, als gebe es eine breite Front gegen Papst Benedikt, von der die Anglikanische Kirche ein Teil sei. Das ist aber falsch.
Natürlich gibt es Spannungen im Verhältnis, die sind ja bekannt. Das trübt aber nicht den positiven Empfang, den die Kirche von England und der Erzbischof von Canterbury dem Papst bereiten werden. Der "brüderliche Besuch", wie es offiziell heißt, wird den Papst nach Lambeth Palace und in die Westminsterabtei führen. Da wird man wohl kaum von Widerstand sprechen dürfen. Ich denke, wir dürfen von Erzbischof Rowan Williams einige bedeutsame Worte erwarten - und vom Papst ebenso.
Die Masse der Anglikaner steht dem Besuch entweder recht neutral gegenüber oder eher positiv. Der Papst ist ein wichtiger Repräsentant des Christentums, und als solcher für sie eine Identifikationsfigur.
Auch die Beatifikation John Henry Newmans ist kein so großes Problem für die Anglikaner, da Newman in der Kirche von England bereits ein ähnlicher Status zukommt. Er ist bereits jetzt in den Heiligenkalender aufgenommen und wird verehrt. In der anglikanischen Pfarrkirche von Littlemore bei Oxford, in der Newman wirkte, gibt es seit langem seine Ikone. Insofern zieht hier die römische Kirche mit etwas nach, das in der C of E bereits vollzogen wurde.
Die aggressiven Äußerungen der Presse und sonstiger Medien sind hingegen Ausdruck eines radikal antichristlichen Kurses, mit dem die Anglikaner nichts zu tun haben.
If only closed minds came with closed mouths.
- cantus planus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Ich darf mich ergänzend noch einmal selbst verlinken: viewtopic.php?p=37356#p37356
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Gibt es dort,wo du in England tätig bist( ist das nicht sogar ein Oratorium ?) spezielle Vorbereitungen auf den Papstbesuch ?Wirst Du dabei sein ?cantus planus hat geschrieben:Ich darf mich ergänzend noch einmal selbst verlinken: viewtopic.php?p=37356#p37356
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Heute habe ich im Internet auf einer englischsprachigen Seite gelesen, über 50% der Briten interessieren sich nicht für den Besuch und nur ca. 14% freuen sich darauf. Es gibt 10% Katholiken in UK. Leider kann ich den Artikel nicht mehr finden. 
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Petra hat geschrieben:Heute habe ich im Internet auf einer englischsprachigen Seite gelesen, über 50% der Briten interessieren sich nicht für den Besuch und nur ca. 14% freuen sich darauf. Es gibt 10% Katholiken in UK. Leider kann ich den Artikel nicht mehr finden.
Bei nur 10 % Romkatholiken wäre es sinnvoller, wenn der Papst eine Pastoralreise zu seinen Leuten in England und Schottland unternehmen würde. Denen kann er berechtigterweise sagen, wie sie leben und was sie glauben sollen.
Die restlichen 90 % der Briten empfinden es jedoch als ein Affroint, wenn das Oberhaupt eines ausländischen Staates und einer Minderheitenkirche kommt und ihnen sagen will, was richtig und was falsch ist (z.B. zu den Themen FO und Homosexualität).
Wir würde das ja auch so empfinden, wenn der Dalai Lama uns Deutschen oder Schweizern sagen wollte, was richtig und was falsch ist.
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Auch deutschsprachige Medien sind krampfhaft auf der Suche nach Skandalen und auflagensteigernden Märchengeschichten. Beispiel:
Äußerungen eines Kardinals überschatten Großbritannien-Reise
Daraus:

Äußerungen eines Kardinals überschatten Großbritannien-Reise
Daraus:
Skandal!! Oder doch nicht? ...Kurienkardinal Walter Kasper verzichtete am Mittwoch auf seine Teilnahme an der Reise. Anfang der Woche hatte er dem Magazin „Focus“ gesagt, Großbritannien ähnele einem Land der Dritten Welt. England sei „heute ein säkularisiertes, pluralistisches Land“, hatte Kasper erklärt. „Wenn Sie am Flughafen Heathrow landen, denken Sie manchmal, Sie wären in einem Land der Dritten Welt gelandet.“
Na, dann:Der Vatikan erklärte, der Kardinal nehme aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem Besuch in Großbritannien teil. Sprecher Federico Lombardi sagte, Kaspers Äußerungen seien nicht als Beleidigung des Vereinigten Königreichs zu verstehen, sondern hätten die kulturelle Vielfalt widergespiegelt, der man bei der Landung in der britischen Hauptstadt begegne. Kasper habe Bezug genommen auf „eine kosmopolitische Realität“ mit all ihrer Vielfalt und ihren Problemen, sagte Lombardi.
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Heilige sind doch Vorbilder, denen man es gleich tun sollte.Stephen Dedalus hat geschrieben:da Newman in der Kirche von England bereits ein ähnlicher Status zukommt. Er ist bereits jetzt in den Heiligenkalender aufgenommen und wird verehrt. In der anglikanischen Pfarrkirche von Littlemore bei Oxford, in der Newman wirkte, gibt es seit langem seine Ikone.
Wenn nun die C o E Neman wie einen Heiligen verehrt, warum tut sie es ihm nicht gleich und kehrt zur römischen Mutter zurück, wie er es getan hat?
Irgendwie seltsam inkonsequent, diese Anglikaner. Soll ja auch welche geben, die sich nach ihm nennen...
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Was hat denn die Frauenordination in deinem Rant verloren? Selbstverständlich betrifft das Thema nur die Kirche und nicht die restlichen 90 % Häretiker oder Heiden.Amandus2 hat geschrieben:Die restlichen 90 % der Briten empfinden es jedoch als ein Affroint, wenn das Oberhaupt eines ausländischen Staates und einer Minderheitenkirche kommt und ihnen sagen will, was richtig und was falsch ist (z.B. zu den Themen FO und Homosexualität).
Im Übrigen räsonierst du unmenschlich: Du verlangst vom Stellvertreter Christi, er solle die 90 % unbehelligt in die Hölle marschieren lassen, wo Heulen und Zähneklappern sein wird, und ihnen die Mittel zu ihrer Rettung vorenthalten.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Nein, nicht wenn er recht hat.Amandus2 hat geschrieben: Wir würde das ja auch so empfinden, wenn der Dalai Lama uns Deutschen oder Schweizern sagen wollte, was richtig und was falsch ist.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Ob die Verkündigung der Wahrheit irgendjemandem ein Ärgernis ist oder nicht, ist völlig uninteressant.Amandus2 hat geschrieben:Die restlichen 90 % der Briten empfinden es jedoch als ein Affroint, wenn das Oberhaupt eines ausländischen Staates und einer Minderheitenkirche kommt und ihnen sagen will, was richtig und was falsch ist (z.B. zu den Themen FO und Homosexualität).
Der Heide aus Tibet hat auch auf religiösem Gebiet objektiv nichts zu sagen. Auf dieser Ebene ist er mit dem Papst nicht vergleichbar. Wenn er aber z.B. das Naturrecht korrekt wiedergäbe, täten auch die Deutschen und Schweizer (u.a.) gut daran, seine Ausführungen zu beobachten.Amandus2 hat geschrieben:Wir würde das ja auch so empfinden, wenn der Dalai Lama uns Deutschen oder Schweizern sagen wollte, was richtig und was falsch ist.
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Das ist natürlich eine falsche Aussage in der Überschrift. Der Kardinal hat nicht gesagt, UK ähnle einem Drittweltland, sondern dass man sich auf dem Flughafen so vorkomme. Das ist doch ein großer Unterschied.Gamaliel hat geschrieben:Auch deutschsprachige Medien sind krampfhaft auf der Suche nach Skandalen und auflagensteigernden Märchengeschichten. Beispiel:
Äußerungen eines Kardinals überschatten Großbritannien-Reise
Daraus:
Skandal!! Oder doch nicht? ...Kurienkardinal Walter Kasper verzichtete am Mittwoch auf seine Teilnahme an der Reise. Anfang der Woche hatte er dem Magazin „Focus“ gesagt, Großbritannien ähnele einem Land der Dritten Welt. England sei „heute ein säkularisiertes, pluralistisches Land“, hatte Kasper erklärt. „Wenn Sie am Flughafen Heathrow landen, denken Sie manchmal, Sie wären in einem Land der Dritten Welt gelandet.“
Überschriften sollen seit einigen Jahren nicht mehr den Inhalt wiedergeben, sondern sind nur noch zu Werbezwecken da. Und wie bei der Werbung ist der Wahrheitsgehalt irrelevant. Und das selbst bei den (früher) seriösesten Blättern.
(Dritter Abschickversuch)
Re: Papstbesuch in England und Schottland
Wir vielleicht, aber der Rest der Deutschen geilt sich voll auf an dem was der "Ozean der Weisheit" so rausplätschern lässt.Amandus2 hat geschrieben:Wir würde das ja auch so empfinden, wenn der Dalai Lama uns Deutschen oder Schweizern sagen wollte, was richtig und was falsch ist.
-
Stephen Dedalus
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Re: Papstbesuch in England und Schottland
Tja, das zeigt die Unterschiede.ad-fontes hat geschrieben: Wenn nun die C o E Neman wie einen Heiligen verehrt, warum tut sie es ihm nicht gleich und kehrt zur römischen Mutter zurück, wie er es getan hat?
Irgendwie seltsam inkonsequent, diese Anglikaner. Soll ja auch welche geben, die sich nach ihm nennen...Habe ich noch nie verstanden.
Oder ob sie nur den Newman bis zu seiner Konversion verehren? Oder wie geht das: Den ganzen Newman annehmen, aber in dem Zustand verharren, der euch von ihm trennt, im Schisma bleiben?
Die Anglikaner haben die Freiheit, diesen großen Mann und seinen Glauben zu verehren und ihm für das dankbar zu sein, was er in ihrer Kirche mit seinen Freunden ins Werk gesetzt hat. Wir haben sogar die Größe, ihn wegen seiner Konversion nicht mit dem Anathema zu belegen. Für uns ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar, aber sie tut seinem Werk und seiner Hinterlassenschaft keinen Abbruch.
Schade ist, daß man Newman von römisch-katholischer Seite nicht nur instrumentalisiert, sondern mitunter auch noch in kleinlicher Weise versucht, ihn ganz für sich zu reklamieren.
Wie Bischof Koch kürzlich so treffend sagte: Newman und seine Botschaft gelten allen Christen.
Zuletzt geändert von Stephen Dedalus am Mittwoch 15. September 2010, 23:40, insgesamt 2-mal geändert.
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