Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Rund um den traditionellen römischen Ritus und die ihm verbundenen Gemeinschaften.
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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 10:19
eine Frage die damit zusammenhängt - vielleicht kann das jemand beantworten:
warum hat die FSSPX noch keinen (eigenen/privaten) Fernsehen-Kanal?
Liegt es (mangelt es) am Geld? oder sind die verwaltungstechnischen Hürden (Genehmigungsverfahren) zu groß?
Es gibt keinen nennenswerten Bedarf dafür, dann ist es viel zu teuer und es fehlen auch die personellen Kapazitäten.
Außerdem was willst du dort den ganzen Tag lang senden und in welcher Sprache? Und wenn hier in Europa warum nicht auch in Asien oder Amerika, damit es nicht ungerecht wird.

Das Internet ist dafür erheblich besser geeignet. Ein Smartphone hat heute fast jeder und wenn man ein grüßeres Bild will, kann man es mit seinem TV koppeln. (Für die 98-jährige Omi muß das halt der Urenkel vor Ort durchführen. :emil: )

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Waterplanet
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 09:27
Im Internet oder im Fernsehen?
warum hat die FSSPX noch keinen (eigenen/privaten) Fernsehen-Kanal?
Zumindest in den 70ern noch war die FSSPX ein strikter Gegner des Fernsehens! 8)

Ich denke eher, es ist zu aufwendig, Sendungen für die weltweit verstreute Gemeinde anzubieten, in mehreren Sprachen/Zeitzonen etc. Da bietet sich Internet mehr an, weil flexibler handhabbar, frei von staatlichen Vorgaben usw. Sowas bindet Personal und Kapazitäten (und natürlich auch $$$), die man lieber in andere Projekte investiert.
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:50
FSSPX-TV
...zwei Tradis, ein Gedanke... ;-)
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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 10:46
Hauptsache mit deutschem Kommentar.
Dein Wunsch in Gottes Ohr, aber ich fürchte da könntest du enttäuscht werden.

Zum Glück bist du für Meß- und Weihezeremonien nicht auf modernistische Spontaneität und Kreativität angewiesen, sondern kannst alle Gebete in Deutsch mitlesen oder sogar während der kommenden 14 Tage sogar schon vorbereiten.


Vom Weiheritus gibt es übrigens bei Google-Bücher eine sehr brauchbare lateinisch-deutsche Ausgabe:

Ignaz Stahl - Die heilige Weihe des Bischofes nach dem römischen Pontificalbuch

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Gamaliel
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Waterplanet hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 12:01
Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:50
FSSPX-TV
...zwei Tradis, ein Gedanke... ;-)
:D
(Setz diesen Floh ja nicht P. Schmidberger ins Ohr)

nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:36
Ganz so einfach ist es nicht. Du vergißt das Konzil. Dessen Neuerungen, soweit sie modernistisch sind, sind das eigentliche Problem.
ich habe weder das V2 vergessen noch die Neurungen, deshalb habe ich weiter oben geschrieben:
nomads hat geschrieben:
Montag 15. Juni 2026, 20:20
Es ging und es geht nicht nur um den NOM oder eine einzige NOM-Zelebration des Erzbischofs, es geht um viel mehr.
also bitte meine Beiträge genauer lesen! :breitgrins: :blinker:

Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:36
Die neue Messe kam erst danach als zusätzliches Problem bzw. als in Gebetsform gegossener Konzilsungeist dazu.
kann es sein, dass die FSSPX in den NOM etwas projiziert, womit sie ihre Ablehnung des V2 und ihre Existenz im Nachhinein rechtfertigen könnte? Das wäre doch absurd und dennoch "sehe" ich die Gefahr. :blinker:





Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:50
nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 10:19
eine Frage die damit zusammenhängt - vielleicht kann das jemand beantworten:
warum hat die FSSPX noch keinen (eigenen/privaten) Fernsehen-Kanal?
Liegt es (mangelt es) am Geld? oder sind die verwaltungstechnischen Hürden (Genehmigungsverfahren) zu groß?
Es gibt keinen nennenswerten Bedarf dafür, dann ist es viel zu teuer und es fehlen auch die personellen Kapazitäten.
kann ich verstehen.

Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:50
Außerdem was willst du dort den ganzen Tag lang senden und in welcher Sprache?
man muss nicht den ganzen Tag senden - vormittags und abends eine Heilige Messe mit Kurznachrichten, Religionsunterricht, Aufklärung: z.B. warum Abtreibung Mord ist und Homosexuelle nicht nur im Diesseits sondern auch im Jenseits exkommuniziert wurden/werden/sind... :)
und da fast die ganze Welt englisch lernt, könnte man auf Englisch senden.

Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:50
Und wenn hier in Europa warum nicht auch in Asien oder Amerika, damit es nicht ungerecht wird.

Das Internet ist dafür erheblich besser geeignet. Ein Smartphone hat heute fast jeder und wenn man ein grüßeres Bild will, kann man es mit seinem TV koppeln. (Für die 98-jährige Omi muß das halt der Urenkel vor Ort durchführen. :emil: )
ist mir schon klar, aber das Internet kommt mir vor wie das Medium der Jugend und mit der Jugend ist das so ne Sache - heute sind sie für Fußball morgen für die Kirche und übermorgen für Cannabis. :blinker:

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »


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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

The Pope is not amused! :zirkusdirektor: :zirkusdirektor: :zirkusdirektor:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

soll nix schlimmeres passieren

Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

ottaviani hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 10:55
soll nix schlimmeres passieren
Was kümmert's Dich? :detektiv: :detektiv: :detektiv:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

kein Kommentar

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

Leo XIV. hat geschrieben: Leo XIV. sagte zu diesen Plänen: "Ich will ihnen sagen, dass sie das nicht tun sollten; wir sollten versuchen, in der kirchlichen Gemeinschaft zu bleiben. Aber es ist ihre Entscheidung, man muss sich klar machen, was es für sie und für die Kirche bedeutet. Eine Spaltung ist für Christen immer schmerzhaft." Weiter führte er aus: "Sie weigern sich, einige fundamentale Elemente der Kirche zu akzeptieren, angefangen mit mehreren Punkten des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das finde ich schade, aber wir müssen unseren Weg fortsetzen."
Leider verabsäumte es unser glorreich regierender Heiliger Vater näher darzulegen, was denn seiner Meinung nach die "fundamentalen Elemente der Kirche" seien, die die FSSPX angeblich nicht akzeptiert.

Kleiner Tipp für den Heiligen Vater: Vaticanum 2 ist immer noch kein Superdogma!
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Waterplanet hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 12:36
Kleiner Tipp für den Heiligen Vater: Vaticanum 2 ist immer noch kein Superdogma!
na wenn das so ist, wo liegt das Problem (für die FSSPX)?
Dank der Aussage in "DIGNITATIS HUMANAE":
So steht also die Freiheit der Kirche im Einklang mit jener religiösen Freiheit, die für alle Menschen und Gemeinschaften als ein Recht anzuerkennen und in der juristischen Ordnung zu verankern ist.
- darf selbst die FSSPX machen und sagen was sie will. :breitgrins:

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 13:46
Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:36
Die neue Messe kam erst danach als zusätzliches Problem bzw. als in Gebetsform gegossener Konzilsungeist dazu.
kann es sein, dass die FSSPX in den NOM etwas projiziert, womit sie ihre Ablehnung des V2 und ihre Existenz im Nachhinein rechtfertigen könnte? Das wäre doch absurd und dennoch "sehe" ich die Gefahr. :blinker:
Manche Leute sehen auch eine Fata Morgana... :turban:

Im Ernst: Es genügt sich mit den Anfängen der FSSPX zu beschäftigen, um einer solchen These oder Befürchtung die Grundlage zu entziehen
Wie ich vor einger Zeit bereits erähnt habe, hat der Erzbischof "das Konzil" (also bestimmte Texte und Vorgänge) bereits am Konzil kritisiert. Da war noch überhaupt keine Rede vom NOM.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Waterplanet hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 12:36
Leo XIV. hat geschrieben: Leo XIV. sagte zu diesen Plänen: "Ich will ihnen sagen, dass sie das nicht tun sollten; wir sollten versuchen, in der kirchlichen Gemeinschaft zu bleiben. Aber es ist ihre Entscheidung, man muss sich klar machen, was es für sie und für die Kirche bedeutet. Eine Spaltung ist für Christen immer schmerzhaft." Weiter führte er aus: "Sie weigern sich, einige fundamentale Elemente der Kirche zu akzeptieren, angefangen mit mehreren Punkten des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das finde ich schade, aber wir müssen unseren Weg fortsetzen."
Leider verabsäumte es unser glorreich regierender Heiliger Vater näher darzulegen, was denn seiner Meinung nach die "fundamentalen Elemente der Kirche" seien, die die FSSPX angeblich nicht akzeptiert.

Kleiner Tipp für den Heiligen Vater: Vaticanum 2 ist immer noch kein Superdogma!
Das von mir blau Markierte gefällt mir.
Die Hermeneutiker der Kontinuität wollten den traditionstreuen Katholiken ja vorlügen, daß es keinen Bruch zwischen der Lehre vor und nach dem Konzil gäbe.
Papst Leo XIV., offensichtlich ein Hermeneutiker des Bruchs, sagt dagegen ganz ehrlich: Wer wie die FSSPX am vorkonziliaren Glauben festhält, dem fehlen "fundamentale Elemente der Kirche", näherhin jene Delirien die seither in der Konzilskirche verbreitet werden.
Für diese klare Feststellung kann man dem Papst nur danken. Die FSSPX wird dies als zusätzliche Ermutigung verstehen, die Bischofsweihen am 1. Juli unbedingt vorzunehmen.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Waterplanet »

ja, die Fronten klären sich so langsam. Zwar nicht in der erhofften Art, aber immerhin. Nun weiß man, was man von Leo XIV. zu erwarten hat.

Nun bin ich trotzdem mal gespannt,

1. ob Leo sich noch zu einer genaueren Definition der blau markierten Punkte herablässt und

2. ob und wie eine Erwiderung der FSSPX stattfindet. Vielleicht hüllt man sich aber auch in beredtes Schweigen und konsekriert erstmal ein paar Bischöfe. Alles weitere kann man ja dann sehen.
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Zeno Kortin
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 20:23
nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 13:46
Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:36
Die neue Messe kam erst danach als zusätzliches Problem bzw. als in Gebetsform gegossener Konzilsungeist dazu.
kann es sein, dass die FSSPX in den NOM etwas projiziert, womit sie ihre Ablehnung des V2 und ihre Existenz im Nachhinein rechtfertigen könnte? Das wäre doch absurd und dennoch "sehe" ich die Gefahr. :blinker:
Manche Leute sehen auch eine Fata Morgana... :turban:

Im Ernst: Es genügt sich mit den Anfängen der FSSPX zu beschäftigen, um einer solchen These oder Befürchtung die Grundlage zu entziehen
Wie ich vor einger Zeit bereits erähnt habe, hat der Erzbischof "das Konzil" (also bestimmte Texte und Vorgänge) bereits am Konzil kritisiert. Da war noch überhaupt keine Rede vom NOM.
Dem kann ich nur zustimmen. Was mich allerdings noch beschäftigt ist das Verhältnis von Lefebvre zu seinen deutschen Kollegen. Ich kann mir gut vorstellen, daß ein Franzose sich zu dieser Zeit ungern etwas von einem Deutschen etwas sagen läßt, wenn es z B. um die Ökumene geht.
Sicher, für einen Deutschen ist die Ökumene ein Hauptanliegen nach Stalingrad aber nicht für einen Franzosen oder Italiener etc.
Die Gutmeinenden sind unberechenbar, und von daher Allgemeingefährlich.
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Peduli
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 20:31
Waterplanet hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 12:36
Leo XIV. hat geschrieben: Leo XIV. sagte zu diesen Plänen: "Ich will ihnen sagen, dass sie das nicht tun sollten; wir sollten versuchen, in der kirchlichen Gemeinschaft zu bleiben. Aber es ist ihre Entscheidung, man muss sich klar machen, was es für sie und für die Kirche bedeutet. Eine Spaltung ist für Christen immer schmerzhaft." Weiter führte er aus: "Sie weigern sich, einige fundamentale Elemente der Kirche zu akzeptieren, angefangen mit mehreren Punkten des Zweiten Vatikanischen Konzils. Das finde ich schade, aber wir müssen unseren Weg fortsetzen."
Leider verabsäumte es unser glorreich regierender Heiliger Vater näher darzulegen, was denn seiner Meinung nach die "fundamentalen Elemente der Kirche" seien, die die FSSPX angeblich nicht akzeptiert.

Kleiner Tipp für den Heiligen Vater: Vaticanum 2 ist immer noch kein Superdogma!
Das von mir blau Markierte gefällt mir.
Die Hermeneutiker der Kontinuität wollten den traditionstreuen Katholiken ja vorlügen, daß es keinen Bruch zwischen der Lehre vor und nach dem Konzil gäbe.
Papst Leo XIV., offensichtlich ein Hermeneutiker des Bruchs, sagt dagegen ganz ehrlich: Wer wie die FSSPX am vorkonziliaren Glauben festhält, dem fehlen "fundamentale Elemente der Kirche", näherhin jene Delirien die seither in der Konzilskirche verbreitet werden.
Für diese klare Feststellung kann man dem Papst nur danken. Die FSSPX wird dies als zusätzliche Ermutigung verstehen, die Bischofsweihen am 1. Juli unbedingt vorzunehmen.
Lieber bemühter Gamaliel,

wer sich nach dem Vaticanum II ins Delirium verabschiedet hat, wird sich zeigen! 8) 8) 8)
Und ich fürchte, daß Du den langen Atem des Vatikans da etwas unterschätzt! :huhu: :huhu: :huhu:

Konzilien hatten schon in der Vergangenheit häufig den Effekt, daß sich bestimmte Gruppierungen nach den Konzilien in Sektierische verabschiedet haben. Und eine neue Denomination, die sich dann unter dem Oberbegriff "FSSPX" herausbildet, wird angesichts der Vielzahl der mittlerweile vorhandenen christlichen Denominationen zwar Exklusivität beanspruchen, aber nicht innehaben. :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
Wer nicht weiß, wo er herkommt, weiß auch nicht, wo er hinwill.
Schauen wir dankbar zurück, mutig vorwärts und gläubig aufwärts!

(F.J.S.)

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 21:16
Was mich allerdings noch beschäftigt ist das Verhältnis von Lefebvre zu seinen deutschen Kollegen. Ich kann mir gut vorstellen, daß ein Franzose sich zu dieser Zeit ungern etwas von einem Deutschen etwas sagen läßt, wenn es z B. um die Ökumene geht.
Sicher, für einen Deutschen ist die Ökumene ein Hauptanliegen nach Stalingrad aber nicht für einen Franzosen oder Italiener etc.
Das ist eine super Frage. Ich tu mir allerdings schwer Belege für das eine oder andere beizubringen. Soweit ich den Erzbischof kenne, hat er nie irgendwelche Vorbehalte oder Animositäten gezeigt, die mit der Nationalität zu tun haben.
Während seiner ganzen kirchlichen Laufbahn hatte er stets mit unterschiedlichsten Nationalitäten zu tun, ob beim Studium in Rom, als Missionar und Missionsbischof in Afrika, als Generaloberer eines Missionsordens und dann natürlich als Oberer der FSSPX mit Seminaristen aus aller Welt.
Hinsichtlich der Deutschen würde ich vor allem darauf verweisen, daß der mit P. Schmidberger ausgerechnet einen Deutschen zu seiner rechten Hand und zu seinem Nachfolger als Generaloberer der FSSPX gemacht hat (1982).
Natürlich hat er deutsche Theologen und Bischöfe (Kasper, Lehmann,...) kritisiert, aber nicht aus persönlichen oder nationalistischen Gründen, sondern es war immer eine sachliche Kritik auf theologischer Ebene.
Am Konzil selbst ging es immer um Inhalte. Eine spezielle Aversion gegen Deutsche ist nicht zu erkennen. Er hätte im übrigen viel mehr Gründe gehabt gegen seine französischen Mitbischöfe vorzugehen, die ihm wirklich übel mitgespielt haben (z.B. nach seiner Rückkehr aus der Mission) und ihn nicht leiden konnten.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Zeno Kortin »

Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 22:02
Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 21:16
Was mich allerdings noch beschäftigt ist das Verhältnis von Lefebvre zu seinen deutschen Kollegen. Ich kann mir gut vorstellen, daß ein Franzose sich zu dieser Zeit ungern etwas von einem Deutschen etwas sagen läßt, wenn es z B. um die Ökumene geht.
Sicher, für einen Deutschen ist die Ökumene ein Hauptanliegen nach Stalingrad aber nicht für einen Franzosen oder Italiener etc.
Das ist eine super Frage. Ich tu mir allerdings schwer Belege für das eine oder andere beizubringen. Soweit ich den Erzbischof kenne, hat er nie irgendwelche Vorbehalte oder Animositäten gezeigt, die mit der Nationalität zu tun haben.
Während seiner ganzen kirchlichen Laufbahn hatte er stets mit unterschiedlichsten Nationalitäten zu tun, ob beim Studium in Rom, als Missionar und Missionsbischof in Afrika, als Generaloberer eines Missionsordens und dann natürlich als Oberer der FSSPX mit Seminaristen aus aller Welt.
Hinsichtlich der Deutschen würde ich vor allem darauf verweisen, daß der mit P. Schmidberger ausgerechnet einen Deutschen zu seiner rechten Hand und zu seinem Nachfolger als Generaloberer der FSSPX gemacht hat (1982).
Natürlich hat er deutsche Theologen und Bischöfe (Kasper, Lehmann,...) kritisiert, aber nicht aus persönlichen oder nationalistischen Gründen, sondern es war immer eine sachliche Kritik auf theologischer Ebene.
Am Konzil selbst ging es immer um Inhalte. Eine spezielle Aversion gegen Deutsche ist nicht zu erkennen. Er hätte im übrigen viel mehr Gründe gehabt gegen seine französischen Mitbischöfe vorzugehen, die ihm wirklich übel mitgespielt haben (z.B. nach seiner Rückkehr aus der Mission) und ihn nicht leiden konnten.
Du hast mich vielleicht mißverstanden.
Mein persönlicher Ansatz war immer ein politisch-historischer, hängt auch mit meinem ehemaligen Studium zusammen Das heißt konkret für mich, daß ich mir auch die Zeit anschaue, die Entwicklungen vor dem Konzil etc.
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 20:23
nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 13:46
Gamaliel hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 11:36
Die neue Messe kam erst danach als zusätzliches Problem bzw. als in Gebetsform gegossener Konzilsungeist dazu.
kann es sein, dass die FSSPX in den NOM etwas projiziert, womit sie ihre Ablehnung des V2 und ihre Existenz im Nachhinein rechtfertigen könnte? Das wäre doch absurd und dennoch "sehe" ich die Gefahr. :blinker:
Manche Leute sehen auch eine Fata Morgana... :turban:

Im Ernst: Es genügt sich mit den Anfängen der FSSPX zu beschäftigen, um einer solchen These oder Befürchtung die Grundlage zu entziehen
Wie ich vor einger Zeit bereits erähnt habe, hat der Erzbischof "das Konzil" (also bestimmte Texte und Vorgänge) bereits am Konzil kritisiert. Da war noch überhaupt keine Rede vom NOM.
Richtig - deshalb habe ich in meinem Text nicht den Erzbischof erwähnt, sondern nur die FSSPX.

Wenn die „Alte Messe“ vom Heiligen Geist „erfunden“ worden wäre und den Aposteln, als den für alle Zeiten (bis zum Wiederkommen Jesu Christi) zu feiernden Ritus „übergeben“ worden wäre, dann gäbe es keine Diskussionen darüber und die Kirche hätte diesen Ritus bis zur Parusie feiern müssen.
Dem war es aber nicht so (zumindest wurde mir nichts desgleichen offenbart oder übermittelt). ;)
Ich frage mich, was hätte die FSSPX gemacht, wenn 1570 der NOM in die Kirche eingeführt worden wäre und 1969 der „Tridentinische Ritus“ ?
Dann hätte EB Lefebvre und die FSSPX den NOM gefeiert und den "Tridentinischen Ritus", den wir heute "Vatikanischen Ritus" genannt hätten, abgelehnt.
Und die Streitgespräche gingen auch heute weiter :blinker:

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Peduli »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 22:14
...........
Mein persönlicher Ansatz war immer ein politisch-historischer, hängt auch mit meinem ehemaligen Studium zusammen Das heißt konkret für mich, daß ich mir auch die Zeit anschaue, die Entwicklungen vor dem Konzil etc.
Das Vaticanum II ist selbstredend ohne den historischen Kontext nicht verstehbar! :huhu: :huhu: :huhu:

Allerdings ist es auch nicht nur auf ein politisch-historisches Phänomen reduzierbar.

Man sollte keinesfalls dem Irrtum anhängen, daß die Welt sich über den Hegelianismus erklären läßt.
Der Weltgeist dieser Ideologie ist rein immanentistisch und damit defizitär. :doktor: :doktor: :doktor:
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 22:14
Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 22:02
Zeno Kortin hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 21:16
Was mich allerdings noch beschäftigt ist das Verhältnis von Lefebvre zu seinen deutschen Kollegen. Ich kann mir gut vorstellen, daß ein Franzose sich zu dieser Zeit ungern etwas von einem Deutschen etwas sagen läßt, wenn es z B. um die Ökumene geht.
Sicher, für einen Deutschen ist die Ökumene ein Hauptanliegen nach Stalingrad aber nicht für einen Franzosen oder Italiener etc.
Das ist eine super Frage. Ich tu mir allerdings schwer Belege für das eine oder andere beizubringen. Soweit ich den Erzbischof kenne, hat er nie irgendwelche Vorbehalte oder Animositäten gezeigt, die mit der Nationalität zu tun haben.
Während seiner ganzen kirchlichen Laufbahn hatte er stets mit unterschiedlichsten Nationalitäten zu tun, ob beim Studium in Rom, als Missionar und Missionsbischof in Afrika, als Generaloberer eines Missionsordens und dann natürlich als Oberer der FSSPX mit Seminaristen aus aller Welt.
Hinsichtlich der Deutschen würde ich vor allem darauf verweisen, daß der mit P. Schmidberger ausgerechnet einen Deutschen zu seiner rechten Hand und zu seinem Nachfolger als Generaloberer der FSSPX gemacht hat (1982).
Natürlich hat er deutsche Theologen und Bischöfe (Kasper, Lehmann,...) kritisiert, aber nicht aus persönlichen oder nationalistischen Gründen, sondern es war immer eine sachliche Kritik auf theologischer Ebene.
Am Konzil selbst ging es immer um Inhalte. Eine spezielle Aversion gegen Deutsche ist nicht zu erkennen. Er hätte im übrigen viel mehr Gründe gehabt gegen seine französischen Mitbischöfe vorzugehen, die ihm wirklich übel mitgespielt haben (z.B. nach seiner Rückkehr aus der Mission) und ihn nicht leiden konnten.
Du hast mich vielleicht mißverstanden.
Mein persönlicher Ansatz war immer ein politisch-historischer, hängt auch mit meinem ehemaligen Studium zusammen Das heißt konkret für mich, daß ich mir auch die Zeit anschaue, die Entwicklungen vor dem Konzil etc.
Wenn meine Antwort den Inhalt deiner Frage verfehlt hat, dann müßtest du diesen für mich bitte noch konkreter machen. Von welchen "deutschen Kollegen" sprichst du? Was ist mit "dieser Zeit" genau gemeint? Auf welche möglichen Ansagen der Deutschen spielst du an?
(Wenn es nur um fiktive Annahmen geht, dann läßt sich diese Frage allerdings grundsätzlich nicht beantworten, denn wie könnten reale Reaktionen auf inexistente Gegebenheiten beschrieben werden?)

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von Gamaliel »

nomads hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 23:27
Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 20:23
nomads hat geschrieben:
Dienstag 16. Juni 2026, 13:46
kann es sein, dass die FSSPX in den NOM etwas projiziert, womit sie ihre Ablehnung des V2 und ihre Existenz im Nachhinein rechtfertigen könnte? Das wäre doch absurd und dennoch "sehe" ich die Gefahr. :blinker:
Manche Leute sehen auch eine Fata Morgana... :turban:

Im Ernst: Es genügt sich mit den Anfängen der FSSPX zu beschäftigen, um einer solchen These oder Befürchtung die Grundlage zu entziehen
Wie ich vor einger Zeit bereits erähnt habe, hat der Erzbischof "das Konzil" (also bestimmte Texte und Vorgänge) bereits am Konzil kritisiert. Da war noch überhaupt keine Rede vom NOM.
Richtig - deshalb habe ich in meinem Text nicht den Erzbischof erwähnt, sondern nur die FSSPX.
Damit deine Frage und obige Betonung einen Sinn ergeben, müßtest du zuerst drei Dinge zeigen:

1) Du müßtest zeigen, daß es inhaltlich oder argumentativ irgendeinen Unterschied gab, zwischen der Position des Erzbischofs und der Position der FSSPX (deren Gründer und Generaloberer er war)

2) Du müßtest zeigen, daß die FSSPX ihre Existenz jemals auf den NOM bzw. dessen Ablehnung zurückgeführt hat

3) Du müßtest zeigen, daß es einen direkten Zusammenhang zwischen NOM und Konzil gibt, sodaß die Kritik am Ritus zur Kritik am Konzil wird (Ich hatte weiter oben schon darauf hingewiesen, daß der Ritus von 1965 in etwa den Reformwünschen des Konzils entsprach, nicht aber der von 1969 = NOM)


nomads hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 23:27
Ich frage mich, was hätte die FSSPX gemacht, wenn 1570 der NOM in die Kirche eingeführt worden wäre und 1969 der „Tridentinische Ritus“ ?
Dann hätte EB Lefebvre und die FSSPX den NOM gefeiert und den "Tridentinischen Ritus", den wir heute "Vatikanischen Ritus" genannt hätten, abgelehnt.
Und die Streitgespräche gingen auch heute weiter :blinker:
Bei "Glaskugel-Theologie" muß ich leider passen. :ikb_surrender: :erschrocken:

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

Waterplanet hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 21:13
ja, die Fronten klären sich so langsam. Zwar nicht in der erhofften Art, aber immerhin. Nun weiß man, was man von Leo XIV. zu erwarten hat.

Nun bin ich trotzdem mal gespannt,

1. ob Leo sich noch zu einer genaueren Definition der blau markierten Punkte herablässt und

2. ob und wie eine Erwiderung der FSSPX stattfindet. Vielleicht hüllt man sich aber auch in beredtes Schweigen und konsekriert erstmal ein paar Bischöfe. Alles weitere kann man ja dann sehen.
Leo XIV ist ein Papst mit Benehmen und normal angezogen sonst gibt keinen Unterschied zu Papst Franziskus

nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 08:03
Damit deine Frage und obige Betonung einen Sinn ergeben, müßtest du zuerst drei Dinge zeigen:

1) Du müßtest zeigen, daß es inhaltlich oder argumentativ irgendeinen Unterschied gab, zwischen der Position des Erzbischofs und der Position der FSSPX (deren Gründer und Generaloberer er war)
warum sollte ich das tun? Ich habe keine Probleme mit den Positionen des Erzbischofs und der FSSPX – ich Teile nur diese nicht, die dem V2 und dem NOMs ihre Legitimität absprechen. Und außerdem hätte ich zuerst die Geschichte der FSSPX präzise studieren müssen – aber egal wessen schriftliche Abhandlungen ich dazu „studieren“ würde – es wäre sowieso nur so, wie Du bereits selbst geschrieben hast:
Gamaliel hat geschrieben:
Montag 23. Februar 2026, 17:19
Ich unterscheide stillschweigend zwischen subjektiv und objektiv. Soll heißen: Die subjektive Unterstellung wird niemals zur erwiesenen Tatsache werden, weil es objektiv keine Belege dafür gibt.
– also, solange Gott objektiv Sein letztes Wort darüber nicht gesprochen hat, ist für mich auch die Argumentation und Theologie der FSSPX subjektiv.

Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 08:03
2) Du müßtest zeigen, daß die FSSPX ihre Existenz jemals auf den NOM bzw. dessen Ablehnung zurückgeführt hat.
ich glaube nicht, dass ich hier im Forum geschrieben habe, dass der NOM allein zur Gründung und Existenz der FSSPX geführt hat. Wenn ja, dann habe ich mich falsch ausgedrückt.

Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 08:03
3) Du müßtest zeigen, daß es einen direkten Zusammenhang zwischen NOM und Konzil gibt, sodaß die Kritik am Ritus zur Kritik am Konzil wird (Ich hatte weiter oben schon darauf hingewiesen, daß der Ritus von 1965 in etwa den Reformwünschen des Konzils entsprach, nicht aber der von 1969 = NOM)
das kann ich nicht, weil ich damals zu jung war und kann mich nicht an die Zeit genau erinnern. Und auch Deine Argumentation resultiert nicht aus Deinen Erinnerungen (es sein denn Du bis 80 oder älter), sondern aus dem, was Dir beigebracht wurde – und auch das ist nur subjektiv.

Gamaliel hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 08:03
nomads hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 23:27
Ich frage mich, was hätte die FSSPX gemacht, wenn 1570 der NOM in die Kirche eingeführt worden wäre und 1969 der „Tridentinische Ritus“ ?
Dann hätte EB Lefebvre und die FSSPX den NOM gefeiert und den "Tridentinischen Ritus", den wir heute "Vatikanischen Ritus" genannt hätten, abgelehnt.
Und die Streitgespräche gingen auch heute weiter :blinker:
Bei "Glaskugel-Theologie" muß ich leider passen. :ikb_surrender: :erschrocken:
ich auch.
Auch die Theologie des Erzbischofs war zu seiner Zeit eine „Glaskugel-Theologie“ – zu seinem Glück aber, ist viel von dem was er vorausgesehen und befürchtet hat (Neuerungen, liturgischer Missbrauch), tatsächlich eingetreten und gibt ihm in dieser Hinsicht recht. Diese Neuerungen fanden aber nicht gleichzeitig in der ganzen Weltkirche Einzug, sondern zuerst im Westen Europa – sie sind das Resultat des Modernismus, der schon viel früher sein Unwesen trieb – wie Du hier geschrieben hast.
Aber auch der Erzbischof war ein Kind seiner Zeit und konnte sich in seinen Annahmen/Vermutungen irren.
Verbindlich ist nur das, was die allg. Offenbarung überliefert – z.B. das - Mt 5,17-20:
„Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.“

Weder Gott selbst noch die Apostel haben einen Ritus erfunden/definiert, der bis zur Parusie gelten und gefeiert werden müsste.
Außerdem beschließt die Kirche was verbindlich ist und was nicht – warum sollte das Tridentinum und der damals beschlossene Ritus verbindlich sein und das Vatikanum II und der NOM nicht? Auch wenn dem Erzbischof Lefebvre privat offenbart wurde, das dem so ist, sind wir nicht verpflichtet das zu glauben, weil Privatoffenbarungen nicht zum „depositum fidei“ dazugehören.
Am Ende bleibt alles subjektiv und hätte die FSSPX das auch so gesehen und dementsprechend argumentiert, wäre sie viel mehr glaubwürdiger, auch wenn sie dabei nicht zur Kirche gehören würde. Nicht die Exkommunikation der Bischöfe trägt maßgeblich zur Situation der FSSPX bei, sondern ihre "Argumentation", die niemals als objektiv wahrgenommen werden kann.
Es gab in der Geschichte der Kirche mehrere, die glaubten die Wahrheit gefunden und für sich gepachtet zu haben: die Orthodoxen, M. Luther, Heinrich der VIII, die Altkatholiken und haben viele Anhänger gefunden. Warum bin ich kein Anhänger dieser Gemeinschaften? Weil sie der biblischen Offenbarung letztendlich doch nicht folgen. Folgt die FSSPX der biblischen Offenbarung? Aus meiner subjektiven Sicht – ja, sogar besser als die heutige Kirche. Aber sie folgt nicht der Kirche, aus der sie selbst abstammt. Gibt es die Gefahr nicht, dass sich der Erzbischof irrte und die FSSPX irrt? Ja, die gibt es, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Hauptbegründung der Existenz der FSSPX darin besteht, diese Gefahr zu leugnen.
Zuletzt geändert von nomads am Donnerstag 18. Juni 2026, 10:03, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

Peduli hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 21:50
Gamaliel hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 20:31
Waterplanet hat geschrieben:
Mittwoch 17. Juni 2026, 12:36

Leider verabsäumte es unser glorreich regierender Heiliger Vater näher darzulegen, was denn seiner Meinung nach die "fundamentalen Elemente der Kirche" seien, die die FSSPX angeblich nicht akzeptiert.

Kleiner Tipp für den Heiligen Vater: Vaticanum 2 ist immer noch kein Superdogma!
Das von mir blau Markierte gefällt mir.
Die Hermeneutiker der Kontinuität wollten den traditionstreuen Katholiken ja vorlügen, daß es keinen Bruch zwischen der Lehre vor und nach dem Konzil gäbe.
Papst Leo XIV., offensichtlich ein Hermeneutiker des Bruchs, sagt dagegen ganz ehrlich: Wer wie die FSSPX am vorkonziliaren Glauben festhält, dem fehlen "fundamentale Elemente der Kirche", näherhin jene Delirien die seither in der Konzilskirche verbreitet werden.
Für diese klare Feststellung kann man dem Papst nur danken. Die FSSPX wird dies als zusätzliche Ermutigung verstehen, die Bischofsweihen am 1. Juli unbedingt vorzunehmen.
Lieber bemühter Gamaliel,

wer sich nach dem Vaticanum II ins Delirium verabschiedet hat, wird sich zeigen! 8) 8) 8)
Und ich fürchte, daß Du den langen Atem des Vatikans da etwas unterschätzt! :huhu: :huhu: :huhu:

Konzilien hatten schon in der Vergangenheit häufig den Effekt, daß sich bestimmte Gruppierungen nach den Konzilien in Sektierische verabschiedet haben. Und eine neue Denomination, die sich dann unter dem Oberbegriff "FSSPX" herausbildet, wird angesichts der Vielzahl der mittlerweile vorhandenen christlichen Denominationen zwar Exklusivität beanspruchen, aber nicht innehaben. :unbeteiligttu: :unbeteiligttu: :unbeteiligttu:
was die FSSPX von anderen Abspaltungen nach Konzilien unterscheidet sie haben strikt an der vorkonziliaren Praxis und Glauben festgehalten das hat bis dahin nur die Utrechter Klerisei geschafft bis sie sich mit den Altkatholiken eingehalten diese war aber keine Abspaltung nach einem Konzil

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

ottaviani hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 09:09
Leo XIV ist ein Papst mit Benehmen und normal angezogen sonst gibt keinen Unterschied zu Papst Franziskus
na wenn das so ist, warum hast Du hier schriftlich behauptet, dass Franziskus die Bischofsweihen sicher zugelassen hätte?

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

ja was hat das Eine mit dem anderen zu tun das heißt ja nicht sie sind in allen Entscheidungen gleich und in dem angesprochenen Punkt kann ich mich irren habe ich hier ja auch geschrieben

nomads
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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

ottaviani hat geschrieben:
Donnerstag 18. Juni 2026, 09:23
ja was hat das Eine mit dem anderen zu tun das heißt ja nicht sie sind in allen Entscheidungen gleich und in dem angesprochenen Punkt kann ich mich irren habe ich hier ja auch geschrieben
Nach meinem Empfinden irrst Du zu oft. :breitgrins:
Hier aber hast Du ausnahmsweise recht gehabt. :blinker:
Meiner Meinung nach (und auch diese ist rein subjektiv) war Papst Franziskus unberechenbar wie der amerikanische Präsident und vielleicht hätte er die Bischofsweihen tatsächlich zugelassen, um letztendlich nach seinem Tod noch das zu retten, was er zu seiner Lebenszeit verbockt hat – seine Pastoral.

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von ottaviani »

Im Weltbild eines typischen nachkonziliaren Neokons mag das so erscheinen muss es sogar so sein dass dieser denkt ich irre oft aus meiner Sicht trifft dass auf die gesamte Weltsicht eines Nachkonziliaren Neokons zu

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Re: Erneute Bischofsweihen bei FSSPX

Beitrag von nomads »

und jetzt die Übersetzung bitte! :breitgrins:

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