ad_hoc hat geschrieben:Auf welchem Planeten hast Du Dich niedergelassen, aletheia?
Sie lebt in dieser Welt, da habe ich keine Zweifel. Aber sie hat ein verändertes Weltbild und vermutlich nicht zufällig entspricht es der politischen und religiösen correctness, dem also, was der trägen gesteuerten Masse entspricht, die sich gerne steuern läßt und ohne zu prüfen, wer diese sind, die da steuern. Wobei ich ihr gar nicht den guten Willen absprechen will, der bei aller erkennbaren Bildung und sonstiger Wissensinhalte zumindest nicht das eigentliche Wesen des Glaubens erkannt zu haben scheint.
Danke. Ich bin genau deswegen hier - um das eigentliche Wesen des Glaubens zu erkennen.
In diesem Zusammenhang hat conscientia einen sehr schönen Satz gesagt, der hier wiederholt sei:
"Fürs erste möchte ich die am Forum Teilnehmenden einladen, lediglich zu beten - für Papst, Bischöfe, Pfarrer, die ganze Kirche - ohne dem großen Gott vorzuschreiben, was er zu tun hat. Wer weiß, wohin er uns führt...."
Und ich schließe auch Williamson ganz bewußt in mein Gebet ein.
Williamson übrigens, wird in seinen verhängnisvollen und unbedachten Äußerungen tatsächlich zu Recht von niemandem verteidigt. Es ist ja auch richtig: Jemand, der im öffentlichen Leben steht und eine Funktion inne hat, muß ständig überlegen, was und wie er der Öffentlichkeit herüberbringt.
Wenn man 1970 katholisch wird und 1972 dann zur Pius-Bruderschaft kommt, dann vier Jahre dort studiert und DANN zum Bischof geweiht wird, wundere ich mich nicht mehr über sein Verständnis. Aber über Hoyos.
Lehmann, der sich in der Sendung gestern Abend bei Beckmann köstlich darüber amüsierte, als er mit den Aussagen der Piusbruderschaft bzgl. seiner "veränderten Kirche" und des Zufriedenseins über sein Abtreten als Vorsitzender der DBK konfrontiert wurde (er hat sich übrigens die ersten 20 Minuten ganz manierlich ausgedrückt, bevor er dann zur Polemik zurückfand), gab seinem Entsetzen darüber schließlich doch Ausdruck, als er sich über die Aussage des Bischofs Williamson mokierte, der zunächst weitere Quellen studieren wollte, bevor er seine Aussage zurücknehmen könne.
Ja was denn: Wie man es macht, ist es falsch. Hätte er seine Äußerungen sofort zurückgenommen, würde man ihn beschuldigt haben, nur einer Pflicht nachgekommen zu sein, im Innersten würde er aber bei seiner Meinung verbleiben. Jetzt, da er Informationen einholen will, wird ihm auch das nachgetragen.
Aber - weshalb musste er das in die Welt hinausposaunen? Weshalb hat er ein internet-blog? Kann man denn so - überhaupt eine Umkehr einleiten?
Ein weiterer Bonmot in dieser Runde war auch die Antwort Lehmanns, als er feststellte, dass Bischof Williamson mit seiner erneuten Exkommunikation rechnen müsse, würde er seine Aussagen nicht widerrufen. Auf die erweiterte Frage Beckmanns, ob dies denn tatsächlich möglich sei, antworte Lehmann sinngemäß etwa: Aber klar doch, das ist überhaupt kein Problem.
Dass andererseits Williamson ein vorbildlicher Mann des Glaubens ist, ist vollkommen nebensächlich. In dieser Eigenschaft, des Glaubens also, ist er mir lieber als die DBK einschl. 125 Lehmanns und Zollitschs.
Kennst du dich da im Kirchenrecht aus, dass eine erneute Exkommunikation ausgeschlossen ist?
Und wieso glaubst du, du wüsstest was Williamson glaubt? Niemand kann ihm ins Herz sehen. Ich kann ihn nach dem was er geäußert hat, also bekannt hat, nicht als vorbildlich ansehen. Ihm fehlt da schon mal die nötige Zurückhaltung, das Feingefühl und Fingerspitzengefühl, und da er wusste, was er da dann zum Besten gegeben hatte in seinem Interview, tja, da fehlte ihm seither die Bereitschaft zu sagen - es tut mir Leid.
Was ich interessant finde ist das Bild von Jona - er scheint sich wohl als der von Gott berufene Prophet zu halten - aber Jona verweigerte sich ja zunächst und wurde deshalb zur Gefahr - also irgendwas ist an diesem Bild merkwürdig.
Jona erhält einen Auftrag, die Leute von Ninive zur Umkehr aufzurufen - .
( Williamsons Berufung zur Pius-Bruderschaft?)
Jona weigert sich und versucht zu fliehen -
( weigert sich Williamson zur Kirche zurück zu kehren - ist das die Botschaft?)
Gott hindert ihn daran, in dem er einen Sturm schickt -
Jona erkennt die Vergeblichkeit seiner Flucht und fordert den Kapitän auf, ihn ins Meer zu schmeissen -
Er wird verschluckt und bleibt eine Weile in einem Wal -
(die Phase der Umkehr - jetzt bis x )
dann wird er wieder frei gelassen und geht nach Ninive.
(da werden wir aber alle das sehen .....)
Dann bekehren sich die Leute von Ninive und das prophezeite Unheil bleibt aus.
Jona ärgert sich, (weil die Leute jetzt glauben, er sei ein totaler Fehlgriff als Prophet ). Gott erklärt ihm die Sache
( der arme Jona-Williamson - hätte er doch einfacher haben können )