Ralf hat geschrieben:Die Kirche hat sich immer mit fraglichen Irrlehren in ihr beschäftigt - und das Aufkommen des filioque hatte über Jahrhunderte keinen schismatischen Effekt, war über Jahrhunderte nicht kirchentrennend. Haben die östlichen Bischöfe damals alle gepennt? Oder haben sie es nicht verstanden, waren sie theologisch zu ungebildet? Oder haben sie es einfach anders eingeordnet?
Nun Ralf, damals gab es weder Internet, Foren, Blogs, Telefon, Fax, Zeitungen, air travel und die Leute lebten in ihrer anatolischen Gemeinde ziemlich unbeleckt davon was in Spanien oder Frankfurt-Sachsenhausen geschah. Wenn Kunde von filoquen usw. in den zuständigen Kreisen auftauchte dann geschah das alle Jubeljahre und meist in fraglichen Übersetzungen. Daher ist es ziemlich vermessen festzustellen die Väter hätten "geschlafen".... Im Gegenteil, es ist erstaunlich und bewundernswert wie schnell und gründlich auf Häresien reagiert wurde.
Man sollte nicht so schnell sein in der, doch ziemlich modernistisch vermessenen, Meinung, daß unsere Altvorderen von geringerer Intelligenzoder langsamerem Verstehen waren als wir heute, welche, als Hobby, in einem Forum posten und meinen ein Jahrhunderte altes (ich bin mal höflich) Theologumenon eben dort lösen zu können. Ich habe die Grundhaltung der meisten Orthodoxen hier schon oben festgestellt, es ist nun an Dir und Deinen Compatriotes, ein NEIN als solches zu akzeptieren... Ansonsten ist das hier, wie ich nach 50+ Seiten vermute, ein Spielchen welches auch mein Hund liebt, wie fange meinen meinen Schwanz.
Ich empfehle
Atheist Delusions, The Christian Revolution and its Fashionable Enemies by David Bentley Hart, Yale University Press. Es ist ein brandneues Buch welches sich mit den ersten Jahrhunderten des Christentums und "todays myopic caricature of the culture and religion that existed in previous centuries" befaßt.
Gruß
von Joseph der sich wegen der "futility" der Debatte ausklinkt