Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Ich stimme der FSSPX soweit zu dass es eine Lehre vor V2 und eine nach V2 gibt. Dass also definitiv eine Änderung stattfand.
ja, es hat sich geändert, aber nicht so, dass das Neue dem Alten widerspricht. Die Kunst besteht darin, das Neue mit dem Alten zu vereinen. Die FSSPX will das nicht, obwohl sie es könnte.
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Was ich hingegen nicht teile ist ihr Vulgärtraditionalismus der dir Kirche auf die Zeit zwischen Konzil von Trient und Pius XII verkürzt.
das sehe ich ähnlich.
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Der Katholizismus ist meiner Meinung nach nicht identisch mit der Lehre der ersten 1000 Jahre und daher nicht Kirche. Kirche ist aus orthodoxer sicht eben nur die Orthodoxie.
also ist Deine Meinung die Meinung der Orthodoxie. Muss man die Meinung der Orthodoxie 100%-ig teilen, wenn man orthodox ist oder sein will?
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Nach dem Abfall von der Kirche entwickelten sich die Lehren welche heute Orthodoxie und Katholizismus trennen. Von daher ist es eigentlich auch egal ob man mit V2 die Lehre änderte oder nicht, denn falsch ist beides.
und nur die Orthodoxie ist nicht falsch - das musst Du folgerichtig so glauben, denken und schreiben, weil Du orthodox bist.
Wenn Du das nicht glauben würdest, hättest Du dich fragen müssen, warum Du das bist, was Du bist. Kann ich verstehen, aber so wie Du glaubst/denkst, glaubt/denkt auch die FSSPX (zumindest nach dem gleichen Prinzip).
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Liturgisch sehe ich die FSSPX bei der Frage der Zelebrationsrichtung im Recht. Ich finde die alte Messe deutlich Ehrfürchtiger als die Neue.
hast Du die Neue min. ein (1) Mal besucht? Ich glaube nicht. Und wenn ja, dann hast du dem beigewohnt, was ich „Laientheater“ nenne. Mit „Ehrfurcht“ hat das tatsächlich nicht viel zu tun. Aber für mich ist das "Ehrfürchtig", was korrekt ist - Gott hat den Aposteln die Vollmacht überlassen, sich zu verwalten, strukturieren. Diese haben diese Vollmachten ihren Nachfolgern (den Bischöfen) übertragen - bis heute. So bestimmt die Kirche, was und wie gefeiert wird - in der Orthodoxie die Orthodoxen, in der RKK die Katholiken und bei der FSSPX die FSSPX - weil für sie nur das Kirche ist, was zwischen dem Tridentinum und Pius XII gesagt, bestimmt und aufgeschrieben wurde.
Was die Protestanten, Anglikaner, Altkatholiken oder andere Möchtegern..... feiern, spielt keine Rolle (zumindest für mich nicht).
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Ob der NOM generell ein Fehler war kann ich nicht sagen.
nein, war/ist er nicht – er wurde zum Fehler gemacht – sowohl von den Modernisten, als auch von der FSSPX - durch die Projektion auf den NOM dessen, was der Modernismus für richtig hält. Hätte das Tridentinum den NOM "erfunden“ hätte heute die FSSPX den NOM gefeiert und verteidigt und den "vetus ordo“ (falls dieser am V2 "erfunden“ worden wäre), abgelehnt - nicht nur aus dem selben Prinzip, sondern auch mit theologischer Begründung.
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Die Landessprache ist aber definitiv ein Fortschritt. Als Altenpfleger führte ich immer wieder Gespräche mit Leuten welche damals noch das Latein erlebten und meinten man hätte keine Ahnung gehabt was der da vorne murmelt.
Latein ist heutzutage kein Problem, da es 2-sprachige Gebet-/Gesangbüchlein gibt.
Sascha B. hat geschrieben: ↑Dienstag 23. Juni 2026, 19:30
Bei der Pastoral sind sie meiner Meinung nach konsequenter. Sünde wird als Sünde benannt, auch unbequeme Inhalte des Glaubens werden verkündet. Man passt sich nicht dem Zeitgeist an. Die Gläubigen die ich aus dem Umfeld kenne unterscheiden sich extrem von denen aus der normalen Pfarrei hier. Schon bei der Ernsthaftigkeit wenn es um den Glauben geht. Da werden keine Witze über Heilige Dinge gemacht, da wird nicht ständig alles als falsch und veraltet bezeichnet.
ja, das sehe ich auch so, aber Du urteilst nur nach dem, was Du in deiner Umgebung erfährst und das ist die Pastoral der Kirche in Deutschland, aber nicht die der ganzen Kirche. Auch wenn Du ganz Deutschland meinen würdest, bilden die deutschen Katholiken nicht mal 2% der gesamten Weltkirche und haben deshalb nicht viel zu melden. Dass sie so tun und reden (die Modernisten und Synodalen), als ob sie der Nabel der Welt wären, liegt in der deutschen Mentalität aus der Vergangenheit.
