Pilgerer hat geschrieben:Pilgerer hat geschrieben:overkott hat geschrieben:Wo und wie wird die Theologie durch empirische Naturwissenschaft gestützt oder falsifiziert?
Zum Beispiel durch Methoden beim Bestimmen des Alters von Dokumenten.
Die empirische Naturwissenschaft kann hier jedoch nur die vorhandenen Dokumente überprüfen. Sie kann nicht feststellen, ob es im Jahr 40 n. Chr. eine Evangeliumsschriftrolle (z.B. von Markus) gab, die später verloren gegangen ist.
Sie wird theologisch dafür in Anspruch genommen, was sie kann, nicht dafür, was sie nicht kann.
Wenn Menschen jedoch beim Lesen eines Evangeliums diese eigenartige Anziehungskraft spüren, die den biblischen Texten innewohnt, dann können sie subjektiv und metaphysisch zu einem Wissen darüber kommen, ob dieses Evangelium von Gott oder von Menschen ist.
Vor allem darüber, dass Jesus sich mit Gott identifiziert. In Christus gibt es keinen Unterschied zwischen Gott und Mensch. Gott wohnt nicht etwa in Tempeln, die von Menschen gemacht sind, sondern in der Welt, vor allem aber im Herzen des Menschen guten Willens [bonae voluntatis].
Pilgerer hat geschrieben:Die moderne Wissenschaft hat einen Verdienst: den Aberglauben des Volkes weitgehend zu überwinden, der als Relikt der heidnischen Zeiten noch im christlichen Abendland überlebt hat.
Praktisch ist es ein Fortschritt, wenn Schulmedizinern gelingt, was Schamanen versagt bleibt. Bei Aberglauben aber muss man differenzieren in das, was der Religionsfreiheit entspricht, und das, was nicht dem Guten dient. Gute Wünsche und Segnungen sind also kein Aberglaube, aber Flüche und Schadenzauber, also alles, was der Liebe und dem Frieden widerspricht.
Sie kann auch bestimmte esoterische Weltbilder falsifizieren.
Auf dieses weltanschaulich-philosophische Niveau werden sich Forscher kaum begeben, ohne ihre selbstgesteckten Forschungsgrenzen zu überschreiten.
Um über bestimmte Dinge, Wesen oder die Menschen sprechen zu können, bedürfte es einer Definition derselben. Wenn diese Dinge, Wesen oder die Menschen aber nicht "sie selbst" sind, sondern Materieklumpen, dann ist die Benamung der Dinge, Wesen und Menschen immer willkürlich.
Relativ willkürlich. Wenn man sich verständigen will, ist das natürlich nicht mehr ganz so willkürlich.
Es gibt in der naturalistischen Wissenschaft keine echten Individuen (=unteilbare Einheiten), sondern alles setzt sich aus untergeordneten Teilen zusammen.
Seltsam, seltsam, diese Ansicht.
Eine christliche Naturwissenschaft ... Eine christliche Wirtschaftswissenschaft ... Eine christliche Pädagogik ...
Gibt es im Fachbereich Theologie unter anderer Bezeichnung.