Nach dieser Predigt habe ich mich gewundert, daß gleich darauf eine Fürbitte kam mit:ad-fontes hat geschrieben:S.H. Papst Benedikt XVI. hat geschrieben:Das Weihnachtsevangelium erzählt uns am Ende, daß ein großes himmlisches Heer von Engeln Gott lobte und sprach: „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede den Menschen seiner Gnade.“ (Lk 2, 14). Die Kirche hat im Gloria diesen Lobpreis, den die Engel angesichts des Ereignisses der Heiligen Nacht angestimmt haben, zu einem Hymnus der Freude über Gottes Herrlichkeit ausgeweitet. „Wir danken dir für deine Herrlichkeit.“ Wir danken dir für die Schönheit, für die Größe, für deine Güte, die uns in dieser Nacht sichtbar werden. Das Erscheinen der Schönheit, des Schönen, macht froh, ohne daß wir nach seiner Nützlichkeit fragen müßten. Gottes Herrlichkeit, aus der alle Schönheit stammt, läßt uns in Staunen und Freude ausbrechen. Wer Gottes ansichtig wird, wird froh, und in dieser Nacht sehen wir etwas von seinem Licht. Aber auch von den Menschen spricht das Engelswort der Heiligen Nacht: „Pace agli uomini che egli ama“ [„Friede den Menschen, die er liebt“]. Die lateinische Übersetzung des Engelsworts, die wir in der Liturgie gebrauchen und die auf Hieronymus zurückgeht, lautet anders: „Friede den Menschen, die eines guten Willens sind.“ Das Wort von den Menschen des guten Willens ist gerade in den letzten Jahrzehnten auf besondere Weise in den kirchlichen Sprachschatz eingegangen. Welche Übersetzung aber ist richtig? Wir müssen beide Texte zusammenlesen; nur so verstehen wir das Engelswort recht. Falsch wäre eine Auslegung, die nur Gottes alleiniges Wirken gelten läßt, als ob er den Menschen nicht zu einer freien Antwort der Liebe gerufen hätte. Falsch wäre aber auch eine moralisierende Auslegung, nach der der Mensch sich gleichsam mit seinem guten Willen erlösen könnte. Beides gehört zusammen: Gnade und Freiheit; Gottes zuvorkommende Liebe, ohne die wir ihn nicht lieben könnten, und unsere Antwort, auf die er wartet, um die er uns in der Geburt seines Sohnes förmlich bittet. Das Ineinander von Gnade und Freiheit, das Ineinander von Ruf und Antwort können wir nicht in voneinander getrennte Teile auseinandernehmen. Beides ist unlösbar ineinander verwoben. So ist dieses Wort Verheißung und Anruf zugleich.
Wir bitten für die Christen und die Menschen guten Willens.
Außerdem, daß die Päpste in den Enzyklika ihre Leser (seit dem letzten Jahrhundert), ähnlich ansprechen.
[...]AN DIE CHRISTGLÄUBIGEN LAIEN
UND AN ALLE MENSCHEN
GUTEN WILLENS
Menschen mit guten Willens dürften (nach seiner Erklärung) dann nämlich keine 2. andere Gruppe Menschen sein die zusätzlich angesprochen wird. (Menschen die die Gnade Gottes angenommen haben müssen ja katholisch geworden sein, sonst haben sie sie nicht angenommen). Außerdem spricht er falls er hier wirklich 2 verschiedene Gruppen der Menschhheit anspricht Christgläubigen den guten Willen ab und den "Menschen gutem Willens" die dazugehörige Gnade. Wie er aber in der Predigt erklärt kann es das eine ohne das andere nicht geben und gehört zusammen.
Interessant ist auch, daß er die Menschhheit damit automatisch in 3 (nicht wie der Herr in 2) Gruppen teilt (es gibt ja auch noch die, die er gar nicht anspricht, also die weder Christen, noch guten Willens sind)
Was meint ihr, was der Papst uns hier rüberbringen will?