MONITOR Nr. 539 am 13. Oktober 2005Geldgeber der Initiative sind die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie. Die Initiative sitzt im gleichen Haus wie das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Ihr Ziel: Die Menschen für Reformen gewinnen, offenbar für Reformen im Sinne der Arbeitgeber. Aber man sei ganz transparent. Ein fest zugesagtes Interview wird allerdings kurz vor der Sendung wieder abgesagt. Die Initiative hat viel Geld, 8,8 Millionen Euro im Jahr. Geld, das vor allem für die PR-Arbeit ausgegeben wird. Höchstes Glück: Slogans, die in aller Munde sind.
Angela Merkel: "Sozial ist, was Arbeit schafft."
Guido Westerwelle: "Sozial ist das, was Arbeitsplätze schafft."
Jürgen Rüttgers: "Sozial ist, was Arbeit schafft."
Edmund Stoiber: "Sozial ist in erster Linie, was Arbeit schafft!"
Diesen Slogan reklamiert die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft für sich.
Besonders interessant sind für mich die Kuratoren und Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
Kuratoren, Botschafter, Unterstützer
Kurator
Prof. Dr. Hans Tietmeyer
Botschafter
Prof. Dr. Paul Kirchhof
Diese beiden Herrn waren Mitverfasser des Sozialwortes der deutschen Bischöfe Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen "Das Soziale neu denken Für eine langfristig angelegte Reformpolitik" vom 12. Dezember 2003.
Wir danken herzlich folgenden Persönlichkeiten, die an der Erarbeitung des vorliegenden Impulstextes mitgewirkt haben: Dr. Warnfried Dettling, Prof. Dr. Franz-Xaver Kaufmann, Prof. Dr. Paul Kirchhof, Prof. Dr. Gerhard Kruip, Prof. Dr. Stefan Leibfried, Renate Müller, Prof. Dr. Michael Schramm, Prof. Dr. Heinrich M. Stindt,Prof. Dr. Hans Tietmeyer, Prof. Dr. Hans F. Zacher.
http://dbk.de/schriften/DBK1b.Kommissionen/Ko_28.pdf
Ich denke eine unheilige Allianz zwischen Arbeitgeberverbänden Wirtschaftsprofessoren und kath. Kirche in Deutschland.