Terrorismus bekämpfen
Terrorismus bekämpfen
Bush will uns weismachen, man könne den Terrorismus eines Tages ausschalten. Dass der Terrorismus Ursachen hat, die u.a. auch in vielen Ungerechtigkeiten der Welt liegen, begreift er nicht und tut so, als ob man mit Wachsamkeit, Geheimdiensten usw. schliesslich alles ausschalten könne.
Dabei kann heute ein entsprechend disponierter Mensch zusammen mit wenigen Fachleuten z.B. Bioterror betreiben, dass sich Bush und viele andere wundern würden. Mit relativ kleinen Mitteln könnte man da viele Menschen umbringen. Ich will gar nicht Näheres oder Konkretes dazu sagen oder gar Rezepte bieten.
Es gilt, die Ursachen des Terrors mehr anzugehen und nicht nur die Symptome.
Dabei kann heute ein entsprechend disponierter Mensch zusammen mit wenigen Fachleuten z.B. Bioterror betreiben, dass sich Bush und viele andere wundern würden. Mit relativ kleinen Mitteln könnte man da viele Menschen umbringen. Ich will gar nicht Näheres oder Konkretes dazu sagen oder gar Rezepte bieten.
Es gilt, die Ursachen des Terrors mehr anzugehen und nicht nur die Symptome.
- Fichtel-Wichtel
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Und was wären die Ursachen /Symptome des Terrors?
Einige fallen mir auch schon ein!
#schlechte Lebensbedingungen, wozu auch mangelhafte und oder gar keine Schulbildung,gesundheitl.Versorgung gehören, unter Umständen kein reines Wasser, schlechte Berufsausbildung oder gar keine gehört.
Dann kämen wir nun zu den möglichen Lösungsvorstellungen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen, auf das der Zulauf zu den Terrororgs sich verringert.
Betätigen wir uns ein wenig als kath.Denkfabrik?
Andererseits ist zu bedenken, das auch viele Terroristen der Vergangenheit und der Gegenwart eben nicht aus armen Familien stammen.
Man erinnere sich nur an die Mitglieder der RAF,Rote Brigaden.
Auch der Terroristen von NY stammten nicht aus den arabischen Slums.
Und Osama Bin Laden scho erst recht net.
So ganz ohne Gewalt wird es wohl kaum abgeben. Ghandi-Strategien sind bestimmt unbedingt auf diese Menschen anwendbar!
Wer hat andere bessere Vorschläge?
Gruß,
Elisabeth
Einige fallen mir auch schon ein!
#schlechte Lebensbedingungen, wozu auch mangelhafte und oder gar keine Schulbildung,gesundheitl.Versorgung gehören, unter Umständen kein reines Wasser, schlechte Berufsausbildung oder gar keine gehört.
Dann kämen wir nun zu den möglichen Lösungsvorstellungen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen, auf das der Zulauf zu den Terrororgs sich verringert.
Betätigen wir uns ein wenig als kath.Denkfabrik?
Andererseits ist zu bedenken, das auch viele Terroristen der Vergangenheit und der Gegenwart eben nicht aus armen Familien stammen.
Man erinnere sich nur an die Mitglieder der RAF,Rote Brigaden.
Auch der Terroristen von NY stammten nicht aus den arabischen Slums.
Und Osama Bin Laden scho erst recht net.
So ganz ohne Gewalt wird es wohl kaum abgeben. Ghandi-Strategien sind bestimmt unbedingt auf diese Menschen anwendbar!
Wer hat andere bessere Vorschläge?
Gruß,
Elisabeth
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Uwe Schmidt
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Re: Terrorismus bekämpfen
Edi hat geschrieben:Bush will uns weismachen, man könne den Terrorismus eines Tages ausschalten. Dass der Terrorismus Ursachen hat, die u.a. auch in vielen Ungerechtigkeiten der Welt liegen, begreift er nicht und tut so, als ob man mit Wachsamkeit, Geheimdiensten usw. schliesslich alles ausschalten könne.
Dabei kann heute ein entsprechend disponierter Mensch zusammen mit wenigen Fachleuten z.B. Bioterror betreiben, dass sich Bush und viele andere wundern würden. Mit relativ kleinen Mitteln könnte man da viele Menschen umbringen. Ich will gar nicht Näheres oder Konkretes dazu sagen oder gar Rezepte bieten.
Es gilt, die Ursachen des Terrors mehr anzugehen und nicht nur die Symptome.
Nun, die offizielle Bush-Doktrin (eigentlich ist es die seiner neokonservativen Berater mit WOLFOWITZ an der Spitze) geht ja gerade dahin, die Ursachen des Terrorismus auszutrocknen: Durch 30-40-jährige Besetzung islamischer Länder soll sich langsam Bildung, Fortschritt, Wohlstand und Demokratie entwickeln, sodass der Neid als Triebfeder des islamischen Terrorismus ausgeschaltet wäre.
Da aber so superintelligente Geostrategen wie Prof. WOLFOWITZ natürlich unmöglich daran glauben können, dass diese Strategie eines Tages aufgehen würde (wir sehen ja jetzt schon, dass die ganzen Erniedrigungen die muslimische Straße nur noch rachsüchtiger und erboster machen als sie jetzt schon ist), kann ich persönlich nur den Schluss daraus ziehen: Die Neocons reizen den Islam absichtlich. Wollen sie den totalen Religionskrieg zwischen Christen und Muslimen (etwa damit sich nach 30-40 Jahren beide Religionen disqualifiziert und kompromittiert haben - dann könnte man mit Leichtigkeit eine neue Zivilreligion durchsetzen, die Menschheit wird danach lechzen.....und das alles auch noch in schönster Harmonie mit den Vorstellungen und Plänen des großen Meister der Neokonservativen LEO STRAUSS)???
Bevor jemand nachschlagen muß, wer Leo Strauß ist …
- Robert Ketelhohn
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Die Leo-Strauß-Debatte ist in den USA in den letzten Monaten sehr intensiv geführt worden. Ein beachtlicher – und mich überraschender – Erfolg jenes Außenseiter der Demokratischen Partei, der sie angestoßen hat: Lyndon LaRouche. Mir persönlich war das ganze etwas zu monokausalistisch angelegt, wenngleich in vielem richtig und sehr aufschlußreich. Aber gewählt wurde am Ende nun doch Bush jun.
Petra hat geschrieben:»Uwe Schmidt, deine Beiträge zu Politik und speziell Islam sind mittlerweile aufgrund ihrer Polemik und Undifferenziertheit für mich unlesbar geworden!«
Liebe Petra, ich verstehe nicht, was du meinst. Polemik gegen den Islam lese ich in Uwes Beitrag ja überhaupt nicht, im Gegenteil. Vielmehr wendet er sich – gar nicht mal so polemisch, finde ich – gegen jene Gruppierung in der amerikanischen Politik, für die er stellvertretend die Namen von Paul Wolfowitz und seines geistigen Ziehvaters Leo Strauß nennt. Was stört dich daran?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Solange der israelisch-palästinensische Konflikt nicht gelöst ist und dafür hat Bush ja fast nichts getan, wird eine von vielen Ursachen des Terrors weiterhin bestehen bleiben.
Auf der andern Seite wird es in der Welt immer wieder Konflikte geben und auch Menschen, die bereit sind Terror auszuüben. Ich halte es für mehr als dumm zu meinen, mit Gewalt liesse sich das alles bekämpfen. Gewalt erzeugt Gegengewalt wie wir jetzt im Irak wieder sehen. Jeder Einsichtige hat gewusst, dass die Amerkaner im Irak nicht mit Jubelgesängen begrüsst werden würden, auch wenn viele Menschen nun froh sind Saddam los zu haben.
Bush ,der immer so fromm tut, müsste wissen, was Paulus gesagt hat, nämlich dass der gläubige Mensch nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen hat, sondern mit den Geistern in den Lüften (so etwa seine Aussage).
Pauli Aussage bedeutet nicht, dass man sich im Notfall nicht gegen Menschen zu wehren habe, setzt aber andere Prioritäten.
Ich wollte nur nochmals darauf hinweisen, dass ein Terrorist es recht leicht erreichen könnte, z.B. eine Stadt zu vergiften. Da ist es doch Illusion, was Bush uns vorgaukelt. Mit recht geringen Mitteln liessen sich viele Menschen umbringen. Dass das bisher nicht passiert ist, ist nicht den Terrorbekämpfern zuzuschreiben.
Auf der andern Seite wird es in der Welt immer wieder Konflikte geben und auch Menschen, die bereit sind Terror auszuüben. Ich halte es für mehr als dumm zu meinen, mit Gewalt liesse sich das alles bekämpfen. Gewalt erzeugt Gegengewalt wie wir jetzt im Irak wieder sehen. Jeder Einsichtige hat gewusst, dass die Amerkaner im Irak nicht mit Jubelgesängen begrüsst werden würden, auch wenn viele Menschen nun froh sind Saddam los zu haben.
Bush ,der immer so fromm tut, müsste wissen, was Paulus gesagt hat, nämlich dass der gläubige Mensch nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen hat, sondern mit den Geistern in den Lüften (so etwa seine Aussage).
Pauli Aussage bedeutet nicht, dass man sich im Notfall nicht gegen Menschen zu wehren habe, setzt aber andere Prioritäten.
Ich wollte nur nochmals darauf hinweisen, dass ein Terrorist es recht leicht erreichen könnte, z.B. eine Stadt zu vergiften. Da ist es doch Illusion, was Bush uns vorgaukelt. Mit recht geringen Mitteln liessen sich viele Menschen umbringen. Dass das bisher nicht passiert ist, ist nicht den Terrorbekämpfern zuzuschreiben.
- Fichtel-Wichtel
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Ich war sehr angenehm überrascht,daß die Mutter des letzten Sucide-Bombers gegen Israel, der bekanntlich erst 16 Jahre alt war, die Tat ihres Sohnes verurteilt hat,und auch die Verantwortlichen im Hintergrund mit einigen entsprechenden Worten bedacht hat.
Auf Phoenix konnte man sich vor einigen Tagen einiger solcher Möchtegernkinderterroristen in israelischem Gewahrsam anschauen.
Und diejenigen auch die solche Kinder und Jugendliche zu solchen Taten verführen.
Was diese bärtigen Heinis dazu sagten ,konnte einen schon ziemlich auf die Palme treiben.
Gruß,
Elisabeth
Auf Phoenix konnte man sich vor einigen Tagen einiger solcher Möchtegernkinderterroristen in israelischem Gewahrsam anschauen.
Und diejenigen auch die solche Kinder und Jugendliche zu solchen Taten verführen.
Was diese bärtigen Heinis dazu sagten ,konnte einen schon ziemlich auf die Palme treiben.
Gruß,
Elisabeth
Uwe Schmidt, entschuldige bitte, da habe ich erst schlampig gelesen und dann auch noch zu heftig geantwortet.
Es war dieser Passus >>wir sehen ja jetzt schon, dass die ganzen Erniedrigungen die muslimische Straße nur noch rachsüchtiger und erboster machen als sie jetzt schon ist<<
Dazu hätte eine gesetzte Meinungsäußerung eigentlich lauten müssen:
Die „muslimische Straße“ ist nicht von Natur aus rachsüchtig und erbost (was du ja auch nicht behauptet hast), sondern wird durch manche Politiker und Religionsführer dahingehend informiert, dass eine Verbesserung ihrer Lage von großen westlichen Staaten bewusst verhindert wird. Die derart erzeugten Ohnmachtsgefühle führen zu Kundgebungen auf der Straße, und auf die wiederum die Kameras der westlichen Medien gehalten werden, um die Zuschauer im Westen auf die „Unruheherde“.
PS. Dies ist ein freies Forum, und jeder darf sich auf seine ureigene Weise selbst blamieren. Heute früh habe ich mal wieder von diesem Recht Gebrauch gemacht.
Es war dieser Passus >>wir sehen ja jetzt schon, dass die ganzen Erniedrigungen die muslimische Straße nur noch rachsüchtiger und erboster machen als sie jetzt schon ist<<
Dazu hätte eine gesetzte Meinungsäußerung eigentlich lauten müssen:
Die „muslimische Straße“ ist nicht von Natur aus rachsüchtig und erbost (was du ja auch nicht behauptet hast), sondern wird durch manche Politiker und Religionsführer dahingehend informiert, dass eine Verbesserung ihrer Lage von großen westlichen Staaten bewusst verhindert wird. Die derart erzeugten Ohnmachtsgefühle führen zu Kundgebungen auf der Straße, und auf die wiederum die Kameras der westlichen Medien gehalten werden, um die Zuschauer im Westen auf die „Unruheherde“.
PS. Dies ist ein freies Forum, und jeder darf sich auf seine ureigene Weise selbst blamieren. Heute früh habe ich mal wieder von diesem Recht Gebrauch gemacht.
- Fichtel-Wichtel
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Im Grunde genommen können die Menschen im Nahen Osten eigentlich gar nichts dafür,daß sie sich so von einigen terroristischen Rattenfängern einfangen,verführen, und dann für Gewaltackte missbrauchen lassen.
Wenn man sich das gesellschaftl.System,das Bildungssystem und noch so einiges anschaut, dann kann man nur traurig sein .
Der Westen ist das eigentlich kaum Schuld.Die Schuld und die Verantwortung für diese umfassende Misere in der Mehrzahl der muslimischen Staaten hat ihr Ursache in dem feudalistischen Gesellschaftssystem,der Clanwirtschaft,und die findet sich nicht nur in den Ölstaaten, sei es Saudi-Arabien, oder die diversen Emirate, sondern auch in den von Nichtpotentaten regierten arabischen Staaten,egal ob es nun Ägypten, Syrien,das syrische Protektorat Libanon,Lybien, oder der Iran ist.
Wer sich ein wenig mit dem Thema befassen möchte ,dem sei folgendes Buch empfohlen:
Abdelwahab Meddeb
Die Krankheit des Islam
Abdelwahab entstammt einer Familie von Theologen und Schriftstellern und wurde 1946 in tunis geboren
Er lebt heute in Paris und istHochschullehrer,Lyriker und Essayist.
Das Buch ist von bemerkenswerter Offeneheit, und hat meine Meinung siehe oben seinerseits nur bestätigt.
Das Buch fängt mit dem 11.September 2001 an.
Gruß,
Elisabeth
Wenn man sich das gesellschaftl.System,das Bildungssystem und noch so einiges anschaut, dann kann man nur traurig sein .
Der Westen ist das eigentlich kaum Schuld.Die Schuld und die Verantwortung für diese umfassende Misere in der Mehrzahl der muslimischen Staaten hat ihr Ursache in dem feudalistischen Gesellschaftssystem,der Clanwirtschaft,und die findet sich nicht nur in den Ölstaaten, sei es Saudi-Arabien, oder die diversen Emirate, sondern auch in den von Nichtpotentaten regierten arabischen Staaten,egal ob es nun Ägypten, Syrien,das syrische Protektorat Libanon,Lybien, oder der Iran ist.
Wer sich ein wenig mit dem Thema befassen möchte ,dem sei folgendes Buch empfohlen:
Abdelwahab Meddeb
Die Krankheit des Islam
Abdelwahab entstammt einer Familie von Theologen und Schriftstellern und wurde 1946 in tunis geboren
Er lebt heute in Paris und istHochschullehrer,Lyriker und Essayist.
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Uwe Schmidt
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Fichtel-Wichtel hat geschrieben:Im Grunde genommen können die Menschen im Nahen Osten eigentlich gar nichts dafür,daß sie sich so von einigen terroristischen Rattenfängern einfangen,verführen, und dann für Gewaltackte missbrauchen lassen.
Wenn man sich das gesellschaftl.System,das Bildungssystem und noch so einiges anschaut, dann kann man nur traurig sein .
Der Westen ist das eigentlich kaum Schuld.Die Schuld und die Verantwortung für diese umfassende Misere in der Mehrzahl der muslimischen Staaten hat ihr Ursache in dem feudalistischen Gesellschaftssystem,der Clanwirtschaft,und die findet sich nicht nur in den Ölstaaten, sei es Saudi-Arabien, oder die diversen Emirate, sondern auch in den von Nichtpotentaten regierten arabischen Staaten,egal ob es nun Ägypten, Syrien,das syrische Protektorat Libanon,Lybien, oder der Iran ist.
Wer sich ein wenig mit dem Thema befassen möchte ,dem sei folgendes Buch empfohlen:
Abdelwahab Meddeb
Die Krankheit des Islam
Abdelwahab entstammt einer Familie von Theologen und Schriftstellern und wurde 1946 in tunis geboren
Er lebt heute in Paris und istHochschullehrer,Lyriker und Essayist.
Das Buch ist von bemerkenswerter Offeneheit, und hat meine Meinung siehe oben seinerseits nur bestätigt.
Das Buch fängt mit dem 11.September 2001 an.
Gruß,
Elisabeth
Ganz genau, Elisabeth, zu dér Erkenntnis bin ich auch gelangt: Es stimmt nicht, dass die muslimischen Länder wegen der Kolonisierung so rückständig sind; die Probleme liegen in der eigenen Kultur: Feudalsystem, unvorstellbare Korruption, Clanwirtschaft und natürlich Islam (entschuldige, Petra!).
Aber gibt denn das den USA das Recht, all diese Länder zu besetzen? Im übrigen werde ich den Verdacht nicht los, dass den Neocons ganz besonders der Fortbestand Israel in der Region am Herzen liegt.
Ad Petra: Vor ein paar Jahren habe ich mal mit eigenen Ohren gehört, wie der Vorbeter in Mekka im Ramadan gebetet hat, Gott möge die "bösen Juden" strafen.......und Rache ist sowohl im Islam, als auch im Judentum erlaubt.
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Uwe Schmidt
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Robert Ketelhohn hat geschrieben:Die Leo-Strauß-Debatte ist in den USA in den letzten Monaten sehr intensiv geführt worden. Ein beachtlicher – und mich überraschender – Erfolg jenes Außenseiters der Demokratischen Partei, der sie angestoßen hat: Lyndon LaRouche. Mir persönlich war das ganze etwas zu monokausalistisch angelegt, wenngleich in vielem richtig und sehr aufschlußreich. Aber gewählt wurde am Ende nun doch Bush jun.Petra hat geschrieben:»Uwe Schmidt, deine Beiträge zu Politik und speziell Islam sind mittlerweile aufgrund ihrer Polemik und Undifferenziertheit für mich unlesbar geworden!«Liebe Petra, ich verstehe nicht, was du meinst. Polemik gegen den Islam lese ich in Uwes Beitrag ja überhaupt nicht, im Gegenteil. Vielmehr wendet er sich – gar nicht mal so polemisch, finde ich – gegen jene Gruppierung in der amerikanischen Politik, für die er stellvertretend die Namen von Paul Wolfowitz und seines geistigen Ziehvaters Leo Strauß nennt. Was stört dich daran?
Oh, herrlich, Lyndon LaRouche....könntest du genauer erklären, was LaRouche mit Leo Strauß zu tun hat?
(Übrigens hat Lyndon mittlerweile gut 1/3 der polnischen Gesellschaft im Griff, weil Pater RYDZYK von Radio Maria Polen im SCHILLERINSTITUT Stuttgart mehr oder weniger dessen Weltsicht eingesogen zu haben scheint und diese nun über Radio, Fernsehen (TV Trwam) und Zeitung ("Nasz Dziennik") mit großem Erfolg unter die Leute bringt. Meine Neigung zu Verschörungstheorien kommt übrigens auch von RYDZYK: dér hat mir echt die Augen geöffnet - auch wenn PETRA das gar nicht gefällt......).
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Bernd Heinrich Stein
Re: Terrorismus bekämpfen
Extrem lächerliche Einschätzung in meinen Augen!!Uwe Schmidt hat geschrieben:
.......sodass der Neid als Triebfeder des islamischen Terrorismus ausgeschaltet wäre.
Bernd Heinrich
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Uwe Schmidt
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Re: Terrorismus bekämpfen
Bernd Heinrich Stein hat geschrieben:Extrem lächerliche Einschätzung in meinen Augen!!Uwe Schmidt hat geschrieben:
.......sodass der Neid als Triebfeder des islamischen Terrorismus ausgeschaltet wäre.
Bernd Heinrich
Och, lächerlich finde ich das nicht, Bernd Heinrich, der Neid der Muslime (sowohl in wirtschaftlicher wie in zivilisatorisch-wissenschaftlicher Hinsicht) auf den Westen ist mit Sicherheit eine ganz wichtige Triebfeder für den Terorismus. Was siehst du denn als Hauptgrund für islamischen Terrorismus an?
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Bernd Heinrich Stein
Re: Terrorismus bekämpfen
Das ist m.E. zu undifferenziert, um sich damit ernsthaft auseinander zu setzen! Es gibt keine homogene Gruppe "der Muslime". Ebenso wenig, wie es "die Christen", "die Skandinavier" oder "die Amerikaner" gibt.Uwe Schmidt hat geschrieben:Bernd Heinrich Stein hat geschrieben:Extrem lächerliche Einschätzung in meinen Augen!!Uwe Schmidt hat geschrieben:
.......sodass der Neid als Triebfeder des islamischen Terrorismus ausgeschaltet wäre.
Bernd Heinrich
........ der Neid der Muslime
Was Du mit "zivilisatorisch-wissenschaftlicher Hinsicht" meinst, erschließt sich mir nicht. Vielleicht könntest Du das mal erklären?Uwe Schmidt hat geschrieben:.........(sowohl in wirtschaftlicher wie in zivilisatorisch-wissenschaftlicher Hinsicht) auf den Westen ist mit Sicherheit eine ganz wichtige Triebfeder für den Terorismus. Was siehst du denn als Hauptgrund für islamischen Terrorismus an?
Die Ursachen von Terrorismus im Umfeld islamischer Teilgruppen und eines Terrorismus, der sich religiös motiviert darstellt (vielleicht ohne es wirklich zu sein?) ist m.E. wesentlich komplexer. als Du es darstellst. Ich werde daher nur auf einen Aspekt des "Nahen Osten" eingehen, der mit der "Aufteilung" des ehemals britischen Mandatsgebietes in den 30er/40er-Jahren zu tun hat.
Bereits 1939 entwirft die Regierung Großbrittaniens ein „Weißbuch“, das den Arabern Palästinas die Unabhängigkeit in Aussicht stellt und die jüdische Einwanderung einschränkt. Im Verlauf des 2. Weltkrieges werden durch zionistische Organisationen mehr als 100.000 Juden nach Palestina "illegal eingeschleusst". Diese entgehen damit den Deutschen Vernichtungslagern.
1947 beschließen die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat.
Ursprünglich war eine Aufteilung von 55 : 45 % des Gebietes zwischen Juden und Arabern vorgesehen.
Nachdem Ben Gurion 1948 den unabhängigen Israelischen Staat proklamiert kommt es zu einem Angriff der "Arabischen Liga". Israel weitet seinen Macht- und Herrschaftsbereich auf 80 % der zu teilenden Fläche aus. Natürlich gehen die Auseiunandersetzungen danach weiter. Darauf will ich hier nicht eingehen; dafür gibt es Geschichtsbücher. Fakt ist jedoch:
Wir haben in den 20er - 40er Jahren einen Nahen Osten, der durch die Kolonial-/Besatzungsmächte Großbrittanien und Frankreich geprägt wird. Insbesondere England hält die Zusagen gegenüber den Palistinensern nicht ein. Der Israelische Staat wird international anerkannt, ein Palestinensischer Staat jedoch nicht!
Hier liegen die Wurzeln des arabischen Widerstandes/Terrorismus! Erst zu einem späteren Zeitpunkt werden von Teilen der Araber politische Forderungen mit dem Islam verschmolzen.
Übrigens, die ernstzunehmenden terroristischen Organisationen werden immer durch gebildete, charismatische Persönlichkeiten geprägt. Insbesondere in der heutigen Form sind die Ausführenden gebildete Menschen (ansonsten könnte eine notwendige Strategie und Logistik nicht aufrecht erhalten werden). Insofern zieht das Argument des "Bildungsgefälles" nicht.
Wenn größere Bevölkerungsgruppen -aufgrund von Machtinteressen- ungleich behandelt werden, muss mit Widerstand und ggf. mit terrorismus gerechnet werden. Das hat also kaum bis gar nichts mit Neid zu tun.
Bernd Heinrich
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Uwe Schmidt
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Das stimmt natürlich, Bernd Heinrich, Israel ist ein ganz wesentlicher Punkt. Ussâmah bin Lâdin hat nach dem Sechstagekrieg, den die Araber verloren hatten, begonnen, ägyptische apokalyptische Literatur zu lesen.
Mit Neid meinte ich aber mehr das Ohnmachtsgefühl der muslimischen Völker und speziell der Araber gegenüber einer nie gekannten Stärke der christlichen Völker, die durch bessere Waffen und Bildung eigentlich alle muslimischen Völker beherrschen, eben kolonisieren, wie du schreibst, konnten. Die Situation ist heute fast noch schlimmer: Europäer und Amerikaner halten mit großzügigsten Geldspenden relativ genehme Königshäuser, Despoten und andere Herrscher am Leben, damit es in diesen Ländern nicht zu einem islamistischen Flächenbrand kommt. Gäbe es in Ägypten freie Wahlen, würden die Muslimbrüder das Rennen machen. Die dortigen Gefängnisse sind jetzt schon voll von ihnen.
Also von Neid oder einem Gefühl tiefer Verletztheit als Letztursache des islamischen Terrorismus möchte ich nicht abgehen. Man muss ja schließlich auch daran denken, dass der Muslim jede Sekunde um seine Ehre bedacht ist (Ehre gilt ja im Christentum nichts - wir verstehen das einfach nicht....) - und wenn man über Jahrhunderte so von seinen Feinden gedemütigt wird wie Muslime (beispielsweise erwirtschaften alle arabischen Länder zusammen nur soviel wie Spanien! In Marokko gibt es 60% Arbeitslose!), dann ist es klar, dass ganz extreme, vielleicht besonders gerade in Europa verletzte, Heißsporne zurückschlagen. Dass sie das terroristisch tun, liegt ja nun daran, dass eben Geld und Technologie fehlt, um es mit westlichen Waffen aufnehmen zu können.
Mit Neid meinte ich aber mehr das Ohnmachtsgefühl der muslimischen Völker und speziell der Araber gegenüber einer nie gekannten Stärke der christlichen Völker, die durch bessere Waffen und Bildung eigentlich alle muslimischen Völker beherrschen, eben kolonisieren, wie du schreibst, konnten. Die Situation ist heute fast noch schlimmer: Europäer und Amerikaner halten mit großzügigsten Geldspenden relativ genehme Königshäuser, Despoten und andere Herrscher am Leben, damit es in diesen Ländern nicht zu einem islamistischen Flächenbrand kommt. Gäbe es in Ägypten freie Wahlen, würden die Muslimbrüder das Rennen machen. Die dortigen Gefängnisse sind jetzt schon voll von ihnen.
Also von Neid oder einem Gefühl tiefer Verletztheit als Letztursache des islamischen Terrorismus möchte ich nicht abgehen. Man muss ja schließlich auch daran denken, dass der Muslim jede Sekunde um seine Ehre bedacht ist (Ehre gilt ja im Christentum nichts - wir verstehen das einfach nicht....) - und wenn man über Jahrhunderte so von seinen Feinden gedemütigt wird wie Muslime (beispielsweise erwirtschaften alle arabischen Länder zusammen nur soviel wie Spanien! In Marokko gibt es 60% Arbeitslose!), dann ist es klar, dass ganz extreme, vielleicht besonders gerade in Europa verletzte, Heißsporne zurückschlagen. Dass sie das terroristisch tun, liegt ja nun daran, dass eben Geld und Technologie fehlt, um es mit westlichen Waffen aufnehmen zu können.
- Fichtel-Wichtel
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Und die Saudis , zahlen nach eigenem Bekunden etliche Millionen Dollar an die Palestinenser.Dieser Tatbestand wurde vo einiger Zeit von einem Familienmitglied der Familie Saud und Regierungsmitglied der saudiarabischen Regierung zugegeben.
Das die übrigen Emirate verfahren bestimmt genauso,vermute ich mal.
Andererseits wird den Saudis immer wieder vorgeworfen,daß sie die Unruhestifte im Irak massiv unterstützen.
Ein amerikanisch befreiter,sich ziemlich demokratisch entwickelnder Irak,ist der Schrecken so ziemlich aller Regierungschefs in der arabischen,sogar in der gesamten muslimischen Welt.Denn das wäre das Ende des feudalen Systems in der muslimischen Welt schlechthin.Es käme auch einer Kulturevolution gleich,weil die Folgen bis in jede arabische Familie zu spüren und zu sehen wären.
Bereits die Intifada hat nach mir bekannten Berichten,ziemliche Auswirkungen auf die Situation und die Rangordnung innerhalb der palestinensischen Familien.Die Rolle der Frauen wurde wesentlich gestärkt,leider wurden dann die Kinder häufig zu Kämpfern, den bekannten Steinewerfern.
Wie die dt.Ehefrauen von Palestinensern ,die in Jordanien leben, ihrem dt. evang.Seelsorger in Amman erzählten,ist auch die TV-Berichterstattung der Israelis über Ereignisse in den palestinensichen Gebieten wesentlich offener ,ehrlicher,als bei ähnlichen Ereignissen in den arabischen Staaten.Die Darstellung, Opferzahlen entsprechen wohl bei den Israelis der Wahrheit,während die Angaben in den arabischen TV-Sendern wohl eher in den Bereich der Märchenwelt gehören.
Gruß,
Elisabeth
Das die übrigen Emirate verfahren bestimmt genauso,vermute ich mal.
Andererseits wird den Saudis immer wieder vorgeworfen,daß sie die Unruhestifte im Irak massiv unterstützen.
Ein amerikanisch befreiter,sich ziemlich demokratisch entwickelnder Irak,ist der Schrecken so ziemlich aller Regierungschefs in der arabischen,sogar in der gesamten muslimischen Welt.Denn das wäre das Ende des feudalen Systems in der muslimischen Welt schlechthin.Es käme auch einer Kulturevolution gleich,weil die Folgen bis in jede arabische Familie zu spüren und zu sehen wären.
Bereits die Intifada hat nach mir bekannten Berichten,ziemliche Auswirkungen auf die Situation und die Rangordnung innerhalb der palestinensischen Familien.Die Rolle der Frauen wurde wesentlich gestärkt,leider wurden dann die Kinder häufig zu Kämpfern, den bekannten Steinewerfern.
Wie die dt.Ehefrauen von Palestinensern ,die in Jordanien leben, ihrem dt. evang.Seelsorger in Amman erzählten,ist auch die TV-Berichterstattung der Israelis über Ereignisse in den palestinensichen Gebieten wesentlich offener ,ehrlicher,als bei ähnlichen Ereignissen in den arabischen Staaten.Die Darstellung, Opferzahlen entsprechen wohl bei den Israelis der Wahrheit,während die Angaben in den arabischen TV-Sendern wohl eher in den Bereich der Märchenwelt gehören.
Gruß,
Elisabeth
Fichtel-Wichtel hat geschrieben:Im Grunde genommen können die Menschen im Nahen Osten eigentlich gar nichts dafür,daß sie sich so von einigen terroristischen Rattenfängern einfangen,verführen, und dann für Gewaltackte missbrauchen lassen.
Wenn man sich das gesellschaftl.System,das Bildungssystem und noch so einiges anschaut, dann kann man nur traurig sein .
Der Westen ist das eigentlich kaum Schuld.Die Schuld und die Verantwortung für diese umfassende Misere in der Mehrzahl der muslimischen Staaten hat ihr Ursache in dem feudalistischen Gesellschaftssystem,der Clanwirtschaft,und die findet sich nicht nur in den Ölstaaten, sei es Saudi-Arabien, oder die diversen Emirate, sondern auch in den von Nichtpotentaten regierten arabischen Staaten,egal ob es nun Ägypten, Syrien,das syrische Protektorat Libanon,Lybien, oder der Iran ist.
Ein Gast [url=http://www.ard-digital.de/programmvorschau/sendung.php?eventID=72368811]soeben bei Maischberger[/url] hat geschrieben:Die Menschen in Nahost könnten viel friedlicher leben, wenn sie unser Öl nicht hätten.
γενηθήτω το θέλημά σου·
Zum Terrorismus fällt mir auf, seit dem 11.Sept. gehört anscheinend jede Terrorgruppe prinzipiell schon zu Osama, früher sprach man da viel differnzierter
Ich glaub diesen Schmafu nicht, wären die Gruppen so zentral organisiert mit einer Zentralen Dachgruppe wie uns Amis und Co weismachen wollen, wäre der Westen ein Schalchtfeld.
Diese ganze El Kaida Schimäre dient doch nur als Schreckgespenst für die Massen um isie zu paralysieren, die Kontrolle auszuüben und zu entmündigen.
Die einen haben die jüdische Finanzwelt als Feindbild und SChreckensbild, die anderen die Freimaurer und die heutige Masse die El Kaida.
Ein Grund mehr für die Betreiber des Kriegs gegen den Terror ihn nicht der Gerichtsbarkeit zuzuführen, ohne Feindbild eben kein Krieg.
LG
Fiore
Ich glaub diesen Schmafu nicht, wären die Gruppen so zentral organisiert mit einer Zentralen Dachgruppe wie uns Amis und Co weismachen wollen, wäre der Westen ein Schalchtfeld.
Diese ganze El Kaida Schimäre dient doch nur als Schreckgespenst für die Massen um isie zu paralysieren, die Kontrolle auszuüben und zu entmündigen.
Die einen haben die jüdische Finanzwelt als Feindbild und SChreckensbild, die anderen die Freimaurer und die heutige Masse die El Kaida.
Ein Grund mehr für die Betreiber des Kriegs gegen den Terror ihn nicht der Gerichtsbarkeit zuzuführen, ohne Feindbild eben kein Krieg.
LG
Fiore
Einer ist Gesetzgeber und Richter, er, der die Macht hat, zu retten oder zu verderben. Wer aber bist du, daß du den Nächsten richtest? (Jak4,12)
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas
- Ewald Mrnka
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- Registriert: Dienstag 30. November 2004, 11:06
Terrorismus ist die Waffe der Schwachen gegen einen (scheinbar) übermächtigen Gegner.
Moderne Kriege werden eben bei Bedarf mit allen Mitteln und Methoden geführt.
Wir leben eben in fortschrittlichen, modernen Zeiten.
Moderne Kriege werden eben bei Bedarf mit allen Mitteln und Methoden geführt.
Wir leben eben in fortschrittlichen, modernen Zeiten.
Wer die wirklichen Herrschenden identifizieren will, braucht sich nur zwei Fragen zu stellen:
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?
WEN und WAS darfst Du NICHT kritisieren?
WESSEN INTERESSEN verfolgt das System?