sofaklecks hat geschrieben:Vielleicht sollte man im Vatikan zwei chinesische Weisheiten überlegen. Die erste stammt von Sun Tse, dem Militärtaktiker. Danach beginnt man nie einen Krieg, wenn man nicht sicher ist, ihn gewinnen zu können. Mit Dr. Schwarz war er nicht zu gewinnen. Also war es ein Fehler, ihn zu beginnen.
Das ist wahr. Man hätte wohl gleich Wagner zum Ortsbischof erwählen sollen, nicht Schwarz.
sofaklecks hat geschrieben:Die andere Weisheit ist von Konfuzius. Danach begeht ein Weiser einen Fehler nicht zweimal. Derzeit wäre eine erneute Ernennung alio loco sicher nicht sinnvoll. Ich bin insofern anderer Auffassung. Dr. Schwarz ist eben nicht episcopabilis. Nicht mehr.
Schwarz war noch nie wirklich episkopabel. Für andere seiner österreichischen Kollegen gilt das aber noch verstärkt.
sofaklecks hat geschrieben:Nun, es wäre von ihm zu erwarten gewesen, dass er durchhält. Wenn ich zu diesem Amt vom Papst berufen bin, kneife ich nicht vor der Dechantenkonferenz.
Sag mal, hast du eventuell die Personen verwechselt?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
(Eigentlich steht die Besetzung von Feldkirch und Graz-Seckau dem Salzburger Erzbischof zu. Das hat sich der Heilige Stuhl im erwähnten Konkordat in einem unbewachten Moment nur unter den Nagel gerissen.)
Der Text des Konkordats zeigt aber deutlich, daß das rumfabulieren der österr. Bischöfe bezüglich der Wahl eines Bischofs oder auch die Ausfälle von Zulehner nebst seiner kopfnickenden Wir-sind-Kirche-Begleitung imTV jeglicher rechlichen Grundlage entbehren.
Da kann man bewußte!! Desinformationstaktik vermuten.
Gruß Jürgen
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr. - Offline -
maliems hat geschrieben:sagt mal, wegen der ernennungen in österreich in den nächsten jahren: gibt´s da auch einen 3er-vorschlag, oder ernennt der papst frei?
Den Erzbischof von Salzburg wählt das Domkapitel aus einem päpstlichen Dreiervorschlag, Eisenstadt, Graz-Seckau und Feldkirch weiß ich nicht.
Hab's ergänzt.
Salzburg scheint mit dem Wahlrecht ein Sonderfall zu sein.
Salzburg ist der Sonderfall. Ansonsten direkt aus Rom
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr. - Offline -
Was dieser Hurka und seine Spießgesellen noch nicht ganz verstanden haben, ist, daß eine Kirche, die sich etwa auf eine Volkswahl der Bischöfe einließe, geradezu gezwungen wäre, Typen wie ihn und seine Freunde sofort zu exkommunizieren - denn sonst übernähmen diese Wichtigmacher ja gleich die Kirche. Daß man ihn so relativ tolerieren kann, liegt nur daran, daß er eben nichts zu reden hat.
Nä Werner ist unpackbar. Wie leider der großteil der Militärdiözesanen - inklusive meinem Ortspfarrer.
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Es ist einfach nur noch zum Kopfschütteln.Laut Radiomeldungen hatten auch die zusammengekommenen Bischöfe nichts anderes im Sinn,als gegenüber dem Vatikan über nicht wie üblich erfolgte Auswahlkriterien und Vorprüfungen zu klagen..Die weltliche Presse wirft genussvoll mit Andeutungen zu irgendwelchen Äusserungen über Homosexuelle und Harry Potter des Geächteten um sich, auf Grund welcher Qualitäten er in die Wahl kam-davon spricht niemand.Scheinbar ist es all den offiziellen Amtsträgern in Österreich peinlich dass hier jemand wider den Zeitgeist die volle katholische Lehre ohne neumodische Uminterpretationen vertritt.So jemanden kann man der Welt in den Pfarreien und ausserhalb offenbar nicht mehr zumuten.
Wäre nicht auch das Protestantismus und gegen den Papst,den man ja eigentlich stützen will-dann wäre
es jetzt an der Zeit zu den Piusbrüdern über-oder zumindest aus der österreichischen Kirche als Steuergemeinschaft wegzulaufen !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
Angesichts solcher modernistischer Verirrungen kann man nur begrüßen, dass der Papst das rechte Standbein der Kirche, die Piusbrüder, wieder in die Kirche hineingeholt hat.
In dem Hirtenbrief der Bischöfe bezeichnend finde ich den Hinweis auf die Diskussion betreffend" das Weihesakrament der Priester und Diakone im Verhältnis zum allgemeinen Priestertum der Getauften" mit dem Nachfolgesatz:"der pastorale Weg" könne nur "im Einklang mit der Weltkirche"begangen werden(was iss denn das für´n Sozialverein-jedenfalls nicht die Kirche Jesu Christi !?) Im Vergleich zu dem Geschwafel lohnt es sich den Vortrag des Geächteten ,den er zum Priestereinkehrtag am 21.5.2007 in Scheffau gehalten hat und der auf seiner Windischgarstener Pfarrei-website verlinkt ist(Adresse steht in dem ernennungs-Strang ziemlich vorn) zu lesen.Da vertritt er die traditionelle Lehre zum Wesen des Priestertums in seiner ganzen Fülle.Eben da liegt meines Erachtens der Hase im Pfeffer.All die aufmüpfenden Dechanten und ihre klein beigebenden oder heimlich Beifall klatschenden Hirten können wohl mit dieser Lehre nicht mehr so recht was anfangen.Und deshalb wollten sie ihn schnell weghaben-er hätte sie ja allzu deutlich an ihre eigentliche Berufung erinnern können.
Über Abstrafung der österreichischen Kirche als Steuerbehörde via Zahlung der Kirchensteuer auf ein Sperrkonto mit Begleitbrief an den Ortsbischof,dass die Sperre erst wieder aufgehoben wird,wenn auch die Bischöfe und Dechanten wieder die ganze Fülle der katholischen Lehre vertreten sollten -bei gleichzeitigem Treueversprechen an den Papst-oesterreichische Katholiken durchaus
nachdenken !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
Licht aus der Höhe.......(Lk1,76)
Als Petrus noch jung war, hat er aus nächster Nähe - live sozusagen - miterleben müssen, wie unser Herr, von den eigenen Leuten aufs Kreuz gelegt wurde (für den Rest seines Lebens).
Als guter Hirte hütete er die Herde. Alt geworden flüchtet er die Via Appia hinunter ...bis zu jenem Moment des "Quo Vadis"... und auch jetzt erweist er sich als der gute Hirte. Gott sei Dank!
maliems hat geschrieben:ich weiß, Linus, trotzdem möchte ich mal rückfragen: inwiefern unpackbar? da ich ihn persönlich nicht kenne.
ich sag nur, sämtliche Priester in Wiener Neustadt kommen mit dem Hochaltar aus, selbst wenn sie in der o.Form zelebrieren. Nur für Werner muß ein Volksbeistelltisch her. Die Predigten (ich hab noch nie ne andere gehört) sämtlich im "Liebe Kinderchen, Der liebe Gott hat euch lieb" Stil, Anfragen durch das Militärordinariat bezüglich Adjustuierung, wie Werner irgendwo aufzukreuzen habe. (Beantwortung des Anfragebeantworters Zitat: "Militärschlafanzug ist unerwünscht."), etc, etc.
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
In den nächsten zwanzig Jahren wird es keinen katholischen Bischof mehr in Österreich geben. Die Kirche wird in Spaltung
und Schisma untergehen.
[...]
Sie alle haben „Wagner“ verhindert, den sie - die meisten, ohne ihn zu kennen - nun über Wochen Spießruten laufen ließen. Faschismus - von ital. fasces, das Rutenbündel. So hat einst meine Geschichtslehrerin die Wortwurzel der unseligen politischen Bewegung aus dem Italienischen hergeleitet.
[...]
Was sind die Früchte des Linzer Weges - außer einigen fragwürdigen ideologischen Errungenschaften, wie der ersten Donaudampfschifffahrtsfrauenpriesterweihe?
Man verstehe mich nicht falsch. Es gibt viele nette Menschen in Linz. Ich will auch meinen, es gibt nur wenige wirklich böse. Aber nett sein und katholisch sein sind zwei verschiedene Dinge. Was nützen der Kirche „lebendige“ Pfarreien - mit vielen zweifellos netten Menschen, in denen fast keiner mehr das Glaubensbekenntnis beten darf, weil jeder Satz gelogen wäre.
Wagner hat keine Spaltung gebracht - seine Person hat sie nur sichtbar werden lassen. Ein großer Teil der Linzer Priester und Laien lebt - wie es scheint - im Schisma. Aber sind sie nicht die heldenhaften Verteidiger des Zweiten Vatikanischen Konzils? Behaupten kann dies nur, wer die Konzilstexte nie gelesen hat.
[...]
Aber noch ist es nicht soweit. Noch hat man in der „Causa Wagner“ einen Sieg zu feiern. Und in Rausch und Taumel schwört man, dass kein Kandidat mehr auf die Kathedra steigen wird, der nicht dem Herzen nach dem Linzer Weg entspricht. Dafür wird man sorgen.
Man hat seine Macht an Wagner demonstriert und ein Exempel statuiert. Darum wird es keinen „katholischen“ Bischof in Österreich mehr geben. Man weiß nun, wie man einen solchen erfolgreich verhindert.
[...]
User inaktiv seit dem 05.06.2018.
Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
ottaviani hat geschrieben:
die beste Ernennung seit Krenn
Ein Witz? Krenn ist bekanntlich gescheitert und musste aus dem Amt entfernt werden. Wagner hat schon vor seiner Weihe und Einsetzung den Schwanz eingezogen - ein wahrlich standhafter Hirte...! - oder wurde abserviert.
Ich vermute, dass letztlich alle glücklich sein können, dass ein Weihbischof Wagner im letzten Moment verhindert werden konnte. Die weltoffenen, zukunftsgerichteten ("liberalen") Katholiken ohnehin. Aber auch die traditionalistischen, denn sie werden sich über diese schwächliche Windfahne, welche ihre Glaubenspositionen hätte mitzuvertreten sollen, nicht weiter ärgern müssen. Und zuletzt auch Wagner selbst, dem eine Prüfung erspart wurde und der jetzt wieder Dorfpfarrer sein darf.
Ich finde es unangemessen, ohne genaue Kenntnis der wahren Hintergründe, solch ein abfälliges Urteil über Pfarrer Wagner zu fällen. Niemand hat das Recht, von einem Priester zu verlangen oder zu erwarten, ein Bischofsamt gegen den Willen des fast vollständigen Diözesanklerus zu übernehmen.
Der Kommentar zeigt, dass eine Promotion nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal für gute Theologie ist. Johannes Schwarz hat Pfarrer Wagner entweder einen Bärendienst erwiesen oder bestätigt, dass er zu sehr für Schisma und Trennung steht, als dass er in der Diözese Linz das Amt des Weihbischofs als Dienst an der Einheit bekleiden könnte. Gute Theologie nimmt Maß am Evangelium und bedeutet immer Nachfolge Christi. Jesu Theologie ist katholisch nicht im Sinn einer selbstgerechten Elite, sondern im Sinn allgemeiner Versöhnung. Daher hat er auch keine Heiligen berufen, sondern Sünder wie Petrus und Judas, Marta und Maria, Franziskus und Bonaventura. Er wollte Barmherzigkeit, keine Opfer, Vergebung statt Steinigung, Versöhnung statt Ausgrenzung. Als Sohn Davids hat seinem auserwählten Volk den Barmherzigen Samariter als Vorbild gegeben. Daher gibt es auch keinen Linzer Sonderweg, sondern nur ein katholisches Bistum in der Vielfalt der Spiritualitäten. Dazu gehört auch, dass Pfarrer Wagner in seiner Pfarrei der richtige Mann am richtigen Ort ist. Das bestätigen seine Pfarrkinder.
overkott hat geschrieben:Daher gibt es auch keinen Linzer Sonderweg, sondern .......................
Einen Sonderweg ist das Bistum Linz, und hier insbesondere die Versammlung seiner derzeit im Amt befindlichen Dechanten, sehr wohl gegangen:
Die Aktion gegen den ernannten Weihbischof ist beispiellos!
Es fügt sich Mosaiksteinchen zu Mosaiksteinchen zusammen, wobei zugegebenermaßen das Bild noch nicht komplett ist ....................
Die Stellungnahme von Dr. theol. Johannes M. Schwarz ist sicherlich pointiert, aber man darf wohl davon ausgehen, daß er "näher dran" ist am Geschehen als man das nur per Internet sein kann.
overkott hat geschrieben:Jesu Theologie ist katholisch nicht im Sinn einer selbstgerechten Elite, sondern im Sinn allgemeiner Versöhnung.
„Jesu Theologie“ (aua! aua!) ist so versöhnend, alle Spaltungen und Risse
zukleisternd und -schmierend wie ein zweischneidiges Schwert, welches
aus dem Munde dessen hervorgeht, dessen Antlitz leuchtet wie die Sonne
in ihrer Kraft.
»Auf daß sie alle eins seien!« – Wer?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Das Bild ist schon recht deutlich und es besagt, dass sich die Kräfte nicht durchgesetzt haben, die eine Kirche gegen die Menschen wollen.
Wagner hat ein Bild von Glauben im Kopf, das mag irgendwie "katholisch" sein, aber das trennt und spaltet. Es ist nicht die Aufgabe eines Hirten, die ihm anvertraute Herde nach seinen Vorstellungen auszusortieren. Das macht der Herr der Herde am Ende der Zeiten.
Aletheia hat geschrieben:Das Bild ist schon recht deutlich und es besagt, dass sich die Kräfte nicht durchgesetzt haben, die eine Kirche gegen die Menschen wollen.
Wagner hat ein Bild von Glauben im Kopf, das mag irgendwie "katholisch" sein, aber das trennt und spaltet. Es ist nicht die Aufgabe eines Hirten, die ihm anvertraute Herde nach seinen Vorstellungen auszusortieren. Das macht der Herr der Herde am Ende der Zeiten.
Dazu noch eins. Dies Wort an die Adresse derer, welche – nicht
selten beinahe schon verzweifelt – an dem einzigen Strohhalm
festhalten, der ihnen gegeben ist, darauf vertrauend, daß der
Mächtige, welcher ihn ihnen reicht, sie daran aus dem tödlichen
Fiebersumpf zu ziehen vermag, und welche nicht auf die Stim-
men hören, welche ihnen zurufen: Steh doch selber! steh doch
selber! ist nicht gar so schlimm, der Sumpf, und schau: unser
lieber Helfer fächelt uns mit seinem Strohhälmchen auch noch
frische Lüftchen zu! – dies Wort an die Adresse jener also kehrt
die Dinge um und stellt die wahren Verhältnisse auf den Kopf.
Wie kann es geschehen, daß einer die Dinge derart kopfstehend
wahrnimmt, ohne daß er sie in arger Absicht selbst verkehrt?
Wer hat die Prägemale der Wahrheit von dessen Hirnes Tafel
radiert und seine Sinne – nicht vernebelt, nein: sondern schwarz
für weiß und falsch für wahr, gesund für siech und nein für ja
vermeldend?
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Aletheia hat geschrieben:Das Bild ist schon recht deutlich und es besagt, dass sich die Kräfte nicht durchgesetzt haben, die eine Kirche gegen die Menschen wollen.
Wagner hat ein Bild von Glauben im Kopf, das mag irgendwie "katholisch" sein, aber das trennt und spaltet.
Die Stellungnahmen aus seiner Pfarrei (siehe Homepaitsch) sprechen eine andere Sprache als Du ihm hier unterstellst.
Aletheia hat geschrieben:Es ist nicht die Aufgabe eines Hirten, die ihm anvertraute Herde nach seinen Vorstellungen auszusortieren. Das macht der Herr der Herde am Ende der Zeiten.
Dann laß doch den Dr. Wagner sein Amt als Weihbischof versehen, wenn für die Endsortierung sowieso ein Anderer zuständig ist!