Hä? Genau das hab ich doch geschrieben?!cantus planus hat geschrieben:Da hast du zwar recht, dennoch stimme ich auch dante zu. Gerade in Traditionalistenkreisen gibt es sehr viele, die sich an der äußeren Form ergötzen (oder sich über deren Mängel aufregen), die alle offiziellen "liturgischen Pflichten" absolvieren - aber der persönliche Bezug zu Christus und der Heiligen Schrift ist äußerst verkümmert. Extreme gibt es in beide Richtungen. So irrig die Fehlentwicklungen nach dem Konzil waren, so gefährlich ist ein fehlverstandener reiner Traditionalismus.lifestylekatholik hat geschrieben:Erstens. Die Bezeichnung "diese zur Leere verkommene Tradition" trifft nicht zu. Gerade nach dem Rumms des Ikonoklasmus der letzten vierzig Jahre ist uns der Wert und Gehalt der Tradition, um die wir ja seit Jahren aktiv ringen müssen!, sehr bewusst.dante hat geschrieben:Jesus hätte sich beim Anblick dieser zur Leere verkommenen Tradition im Grabe herumgedreht, wenn er denn da noch läge.
Allerdings habe ich darüberhinaus darauf hingewiesen, dass die schon ritualisierte Ablehnung und bedenkenlose Bedenkenträgerei gegen alles, was auch nur entfernt danach aussieht, als stamme es aus der 1900-jährigen Geschichte der Kirche vor dem Zweiten Vatikanum und nicht aus dem 40-jährigen Geschichtchen nach ihm ebenfalls ein reines Ergötzen an bestimmten äußeren Formen ist, nur dass der Formenkanon ein anderer ist. Vernünftig ist doch dieses aggressive Ablehnen aller überkommenen Formen nicht, und dass den Konzilskatholen Schaum vor den Mund tritt, wenn sie eine Cappa magna sehen, ist doch wirklich nur noch mit anerzogener und internalisierter Dressur zu erklären.Genau auf diesem Niveau liegen ja auch Dantes Einlassungen, notdürftig rationalisiert mit dem Mantra, wer gestehe, die überkommenen Formen schön zu finden, sei schon fast Häretiker, weil er dazu tendiere, die Form über den Inhalt zu stellen. So ein Dummquatsch und was für eine Unterstellung und Frechheit.
Ohne Grund beleidigt er und spricht davon, dass Leute "sich in ihrer Intellektualität wälzen". -- Dabei ist er es, der sich in seinen Vorurteilen suhlt! Das ist zu erkennen, dass die Kritik an der Anbetung der Form genauso jene trifft, die diese Form so strikt ablehnen und dafür eben eine andere Form anbeten. Und die sind es, die seit Jahrzehnten den Ton angeben!
Dass im jahrzehntelangen Kampf gegen diese Zerstörungswut auch auf Seiten der Tradis Verhärtungen auftreten -- das hat hier nicht einer bestritten. Aber daraus, dass ein Nichtkatholik seinen Manipelfimmel hier auslebt, schlusszufolgern, dass die Katholiken hier alle nur die vorkonziliare Form anbeten und keine Beziehung zu Christo hätten -- und diese Beleidigung auch noch in seinen Begrüßungbeitrag zu schreiben -- erlaube mal, das ist so was von ungehörig! -- Ich hör hier wohl besser auf, sonst ...