Nietenolaf hat geschrieben:
Ich meinte eher ein paar andere Leute hier, die einem schlaue Tipps geben und sich wahrscheinlich selbst nicht daran halten.
Would you care to explain? Ist das so wie: kein Wasser auf Gurkensalat trinken? Nicht mit einer offenen Schere rennen? Oder gar beim Schluckauf drei Minuten die Luft anhalten?
Und wer sind wohl diese geheimnisvollen "ein paar andere(n) Leute?"
Fragen über Fragen....
Joseph
We are drowning in information and starving for knowledge.
Nassos hat geschrieben:sorry, dass ich mich nochmal einschalte.
Lieber ad-fontes, Deine Fragen gehören doch eigentlich in die Sakristei? Ich dachte, Ihr wolltet darüber diskutieren, ob Orthodoxe Ketzer sind. Dann macht mal, Menschenskinder, und diskutiert nicht um den heißen Brei herum.
Okay, werde meinen ersten Beitrag in diesem Strand "umtopfen" und mich hier zurückziehen.
Paradoxer geht's nimmer: orthodox = heterodox.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
anneke6 hat geschrieben:Ein Homodoxer ist ein die Orthodoxie imitierender Heterodoxer. Soll ja solche Katholiken geben…
Gibt auch evangelisch(-hochkirchlich)e, die sich orthodox verkleiden..
Ich find's skuril. Petur hat dazu mal was gepostet.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Kannst dir auch einen basteln: http://www.simpsonizeme.com
Cantus, Niels, Hege und Heike haben mich schon in Natura gesehen, die können am ehesten beurteilen, ob er mir ähnlich sieht.
Kannst dir auch einen basteln: http://www.simpsonizeme.com
Cantus, Niels, Hege und Heike haben mich schon in Natura gesehen, die können am ehesten beurteilen, ob er mir ähnlich sieht.
Holzi, dein Avantar finde ich auch klasse Danke für den Link!
p.s Hat jemand Bilder über die Leute, die sich wie Orthodoxe Verkleiden? Ich habe glaube ich mal ein Foto gesehen
Nassos hat geschrieben:ach, übrigens, wir sind schon seit 7 Seiten "Thema verfehlt, setzen".
Wenn bis Seite 10 nichts kommt, dann wird der Strang mit "keine Ahnung, scheint eigentlich niemanden zu interessieren" zugemacht.
In diesem Strang findet sich schon einiges an Kritik an der orthodoxen Kirche. Was erwartest du? Den Streit welche Organisation jetzt die wahre Kirche Christi ist und welche die ketzerische, schismatische, überlassen wir euch und den Katholiken. Wir sehen das anders und kritisieren immer nur bestimmte Aspekte der Theologie und Praxis, welche wir nicht in Übereinstimmung mit der Schrift sehen. Willst du dazu noch mehr lesen?
Es sollte ja nicht um Streit gehen. Dat war doch gerade mein Punkt. Es sollte richtig einseitig sein. Deshalb bat ich die Orthodoxen, sich hier zurückzuhalten.
Ob ich mehr lesen will? Wenn konstruktiv, dann bitte sehr.
TillSchilling hat geschrieben:
In diesem Strang findet sich schon einiges an Kritik an der orthodoxen Kirche. Was erwartest du? Den Streit welche Organisation jetzt die wahre Kirche Christi ist und welche die ketzerische, schismatische, überlassen wir euch und den Katholiken. Wir sehen das anders und kritisieren immer nur bestimmte Aspekte der Theologie und Praxis, welche wir nicht in Übereinstimmung mit der Schrift sehen. Willst du dazu noch mehr lesen?
Nietenolaf hat geschrieben:Zu diesem Thema sehr lesenswert: "Der ungetaufte Pope" von Nikolai Lesskow.[/color]
Die Erzählung steht bei mir im Bücherregal, wie ich eben festgestellt habe. Ich hätte aber nicht erwartet, dass Du mir Lesskow empfiehlst.
Ich war übrigens am Wochenende in Dresden und habe mir am Samstag Deine Kirche von außen angeschaut. Sie sieht wirklich sehr schön aus. Rein gehen konnte ich leider nicht, da gerade Gottesdienst war.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"
Lutheraner hat geschrieben:Ich war übrigens am Wochenende in Dresden und habe mir am Samstag Deine Kirche von außen angeschaut. Sie sieht wirklich sehr schön aus. Rein gehen konnte ich leider nicht, da gerade Gottesdienst war.
Ah, das kenne ich, nur andersrum! Wollte vor kurzem meinem Priester, die (wie ich finde wunderschöne) St. Petri Hauptkirche in Buxtehude zeigen. Alle Türen waren waren jedoch verschlossen. An der Haupttür war ein Plakat geklebt, darauf stand: "Offene Kirche!"
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)
Lutheraner hat geschrieben:Reingehen konnte ich leider nicht, da gerade Gottesdienst war.
Ich gehe meist gerade dann in Kirchen rein, wenn Gottesdienst ist.
(Du hättest dich ja zur Sicherheit dreimal bekreuzigen können, damit
ggf. fremdsprachige Zaubersprüche oder Verwünschungen dir nichts
hätten anhaben können.)
Propter Sion non tacebo, | ſed ruinas Romę flebo, | quouſque juſtitia
rurſus nobis oriatur | et ut lampas accendatur | juſtus in eccleſia.
Im Ernst: Respektvoll wäre das nicht möglich gewesen. Der Gottesdienst hatte wohl schon vor einiger Zeit begonnen und direkt an der Tür (der Kirchraum scheint nicht besonders groß zu sein) standen Gläubige. Da kann ich schlecht mit Rucksack und umgehängter Kamera reinmarschieren und wie ein Pferd gucken.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"
In der katholischen Hofkirche war gerade kein Gottesdienst, daher konnte ich sie besichtigen. Aber ob das eine gute Idee war? Dort habe ich so etwas zu Gesicht bekommen:
Lutheraner hat geschrieben:In der katholischen Hofkirche war gerade kein Gottesdienst, daher konnte ich sie besichtigen. Aber ob das eine gute Idee war? Dort habe ich so etwas zu Gesicht bekommen:
Lutheraner hat geschrieben:In der katholischen Hofkirche war gerade kein Gottesdienst, daher konnte ich sie besichtigen. Aber ob das eine gute Idee war? Dort habe ich so etwas zu Gesicht bekommen:
Falls sich irgendwer fragt, was diese Betonblöcke darstellen: das ist eine Pietà. Wir haben dann halt vor ein paar Jahren versucht, da unsererseits einen kleinen Beitrag zur Ausgestaltung der Kathedrale zu leisten.
Sehr löblich, Nietenolaf. Zur Pieta sag´ich lieber nix.
Und nun zurück zum Thema.Was mir bis jetzt immer noch fehlt- klare Definition was ist ein Ketzer, ab wann ist jemand Ketzer.
Ein Evangelischer gebraucht den Begriff Ketzer nicht so schnell .Was sind für uns wirklich wichtige Kriterien.
Für Evangelische steht die Rechtfertigungslehre stark im Vordergrund, mit ihr verbunden die Frage nach den Folgen des Sündenfalls.
Hier ergibt sich das Problem der verschiedenen Herangehensweise von Ost und West an die Sache. Ausnahmsweise fand ich einen recht nützlichen Gedanken bei Wikipedia:
Die Ostkirche sieht den Sündenfall und die Erlösung mit den Augen eines Arztes, die Westkirche mit den Augen eines Juristen.
Für mich allerdings schliesst sich das nicht aus, sondern ergänzt sich.
Auch in der Heiligen Schrift werden Bilder aus beiden Bereichen gebracht.Da bin ich persönlich noch nicht zu einem abschliessenden Urteil gekommen.
Die Herrschaft über den Augenblick ist die Herrschaft über das Leben.
M. v. Ebner- Eschenbach
Lutheraner hat geschrieben:In der katholischen Hofkirche war gerade kein Gottesdienst, daher konnte ich sie besichtigen. Aber ob das eine gute Idee war? Dort habe ich so etwas zu Gesicht bekommen:
Das zeigt einmal mehr, wie sehr sich die Wenden noch immer von ihren Götzen inspirieren lassen:
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Lioba hat geschrieben:Ein Evangelischer gebraucht den Begriff Ketzer nicht so schnell.
Ketzer klingt doch irgendwie nach dunklem Mittelalter. Ich würde den Begriff ernsthaft gar nicht verwenden. Ich würde eher sagen, dass jemand "Irrlehren" oder einem "Aberglauben" anhängt. Das läßt sich meist auch nicht pauschal für ganze christliche Gemeinschaften sagen. Glaube ist ja eine sehr persönliche Sache. Es gibt Katholiken, die sind lutherischer als viele Lutheraner und es gibt welche, bei deren Glaube sich einem die Fußnägel aufrollen. Das wird bei den Orthodoxen auch nicht anders sein.
"Ta nwi takashi a huga bakashi. Ta nwi takashi maluka batuka"
Lioba hat geschrieben:Ein Evangelischer gebraucht den Begriff Ketzer nicht so schnell.
Ketzer klingt doch irgendwie nach dunklem Mittelalter. Ich würde den Begriff ernsthaft gar nicht verwenden. Ich würde eher sagen, dass jemand "Irrlehren" oder einem "Aberglauben" anhängt. Das läßt sich meist auch nicht pauschal für ganze christliche Gemeinschaften sagen. Glaube ist ja eine sehr persönliche Sache. Es gibt Katholiken, die sind lutherischer als viele Lutheraner und es gibt welche, bei deren Glaube sich einem die Fußnägel aufrollen. Das wird bei den Orthodoxen auch nicht anders sein.
Vielleicht darf ich die Frage an die Orthodoxen mal auf einer informellen Ebene stellen;
untereinander redet ihr euch ja gerne mit Bruder oder Schwester an:
Ist für euch ein Rom- oder Altkatholik oder ein Lutheraner ein (getrennter) Bruder oder ein Irrgläubiger?
P.S. Für mich sind Orthodoxe ohne wenn und aber Brüder und Schwestern in Christo (aber ob sie sich auch so anreden lassen möchten, entzieht sich meiner Kenntnis). Wie weit oder wie geschlossen ist die Familie? Wo verläuft die Trennlinie (bei der vollen Gemeinschaft, noch bei der zerbrochenen Gemeinschaft oder erst bei Häresie, die außerhalb der Kirche ist)?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)