Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Langsam langsam besinnt man sich in der katholischen Kirche wieder auf Apostolicae Curae
http://www.kath.net/detail.php?id=24666
vor ein paar jahren währe so etwas als Ökumenisches Großereignis
begangen worden
http://www.kath.net/detail.php?id=24666
vor ein paar jahren währe so etwas als Ökumenisches Großereignis
begangen worden
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Ich glaube, dass die Betroffenen nicht nur ihre Kirche renovieren, sondern darin auch Frauen weihen können.
Es ist richtig, dass die katholische Kirche an der Einheit in der Vielfalt festhält und dem Wunsch nach ausgeprägter Vielfalt auch auf ihre Weise Folge leistet.
Es ist richtig, dass die katholische Kirche an der Einheit in der Vielfalt festhält und dem Wunsch nach ausgeprägter Vielfalt auch auf ihre Weise Folge leistet.
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Wie aufschlussreich...
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
-
Ralf
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Soso.overkott hat geschrieben:Ich glaube, ...
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Naja, die Anglikaner sind ja zum Glück nicht drauf angewiesen.ottaviani hat geschrieben:Langsam langsam besinnt man sich in der katholischen Kirche wieder auf Apostolicae Curae
http://www.kath.net/detail.php?id=24666
vor ein paar jahren währe so etwas als Ökumenisches Großereignis
begangen worden
Warum kath.net allerdings das CofE-Logo zu einem Bericht über die Anglican Church of Australia setzt, ist mir ein Rätsel. Naja, die journalistischen Standards der Selbstverwirklichungsseite von Herrn Noe waren immer schon eher ein "hit and miss"...
Schön war, als er vor einigen Wochen groß die geplante Konversion des Bischofs von Chichester in die Welt posaunte, zwei Tage nachdem sich das bereits international als eine Zeitungsente entpuppt hatte.
Als vor wenigen Wochen die Reliquien der Heiligen Therese von Lisieux durch England reisten, haben sich die Anglikaner nicht so angestellt. Eine der Stationen war York Minster.
If only closed minds came with closed mouths.
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
In Köln wartet man nicht auf das Ordinariat, da übernimmt man jetzt schon anglikanische Traditionen:
http://www.domradio.de/gottesdienste/artikel_5889.html

Cantus: Mal dort gewesen?
http://www.domradio.de/gottesdienste/artikel_5889.html
Cantus: Mal dort gewesen?
If only closed minds came with closed mouths.
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Wo? In der Chorvesper? Ja, öfters. Gibt es auch schon länger. Eine hervorragende Sache! Abwechselnd als römische Vesper oder als Evensong nach anglikanischem Vorbild gefeiert. Ich werde seit über 10 Jahren nicht müde zu predigen, dass die Westkirche einen gewaltigen Nachholbedarf hat, was das Offizium angeht. Ich finde es wunderbar, dass in England und Frankreich so regelmäßig Stundengebet mit der Gemeinde gefeiert wird. Hierzulande vernachlässigen ja sogar Orden das Stundengebet sträflich.
(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?
)
(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Mehrfach!cantus planus hat geschrieben:Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?![]()
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Vielleicht gibt es im neuen Ordinariat ein paar freie Kirchenmusikerstellen?cantus planus hat geschrieben:(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?)
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Da wir hier ja manchmal Worte sehr genau nehmen, möchte ich nicht versäumen, darauf hinzuweisen, daß die Ordinariate nach CA im Plural auftreten.Stephen Dedalus hat geschrieben:Vielleicht gibt es im neuen Ordinariat ein paar freie Kirchenmusikerstellen?cantus planus hat geschrieben:(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?)
Das ist nicht nur Formsache, sondern für die praktische Umsetzung der Konstitution von größter Bedeutung: Gäbe es nur ein Ordinariat, müßten sich die interessierten Gruppen und Personen vielleicht weltweit auf ein gemeinsames Vorgehen einigen - und das würde ihnen angesichts der extrem unterschiedlichen Herkünfte, die nun mal ihr anglikanisches Erbe ausmachen, recht schwer fallen.
So aber zielt AC auf die Bildung mehrerer Ordinariate ab, die vielleicht einen Kontinent oder ein größeres Land umfassen - vielleicht in einem größeren Land mit schwer harmonisierbaren Traditionen aber auch nur eine Region, während in einer anderen Region ein anderes Ordinariat entsteht. In jedem Fall werden also mehrere Ordinariate entstehen und das auch zu verschiedenen Zeitpunkten und mit gewissen unterschiedlichen Prägungen.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Mh ich hab heute von einer Organistin erfahren, daß eine Kollegin nach Norwegen (zu protestanten) abgerauscht ist....Stephen Dedalus hat geschrieben:Vielleicht gibt es im neuen Ordinariat ein paar freie Kirchenmusikerstellen?cantus planus hat geschrieben:(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
nichts gegen protestanten die die nächstenliebe lebenLinus hat geschrieben:Mh ich hab heute von einer Organistin erfahren, daß eine Kollegin nach Norwegen (zu protestanten) abgerauscht ist....Stephen Dedalus hat geschrieben:Vielleicht gibt es im neuen Ordinariat ein paar freie Kirchenmusikerstellen?cantus planus hat geschrieben:(P.S.: Von der Kirchenmusik dabei mal ganz zu schweigen. Erwähnte ich jemals meinen Neid auf die englische Kirchenmusik?)
- cantus planus
- Beiträge: 24273
- Registriert: Donnerstag 20. Juli 2006, 16:35
- Wohnort: Frankreich: Département Haut-Rhin; Erzbistum Straßburg
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Das machen viele: Verbeamtung in der skandinavischen Nationalkirche - oder im deutschen Schuldienst. Jedenfalls Massenflucht aus dem Kirchendienst.
Nutzer seit dem 13. September 2015 nicht mehr im Forum aktiv.
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Tradition ist das Leben des Heiligen Geistes in der Kirche. — Vladimir Lossky
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Die Schweizer zahlen auch recht gut. Die Reformierten am meisten!cantus planus hat geschrieben:Das machen viele: Verbeamtung in der skandinavischen Nationalkirche - oder im deutschen Schuldienst. Jedenfalls Massenflucht aus dem Kirchendienst.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Sie hielten fest an der Lehre der Apostel und am Brotbrechen.Robert Ketelhohn hat geschrieben:Es fehlt weiter der Nachweis der Kirchlichkeit
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Die Reformierten sind aber etwas schwierig, wenn es um deutsche PfarrerInnen bzw. sonstige Kirchenangestellte gehtholzi hat geschrieben:Die Schweizer zahlen auch recht gut. Die Reformierten am meisten!cantus planus hat geschrieben:Das machen viele: Verbeamtung in der skandinavischen Nationalkirche - oder im deutschen Schuldienst. Jedenfalls Massenflucht aus dem Kirchendienst.
Guckst du hier
Bleibt die Frage: Woher kommt der Trend zur Wiedereinführung eines Bekenntnisses im Gottesdienst? Könnte das der Einfluss einiger Theologen aus Deutschland, dem Lande Luthers, sein, die seit Jahren und Jahrzehnten an Schlüsselstellen in der reformierten Zürcher Kirche und Fakultät wirken und uns – bewusst oder unbewusst – ihre eigene Tradition überstülpen? Warum sollten wir uns von ihnen unsere eigene Tradition der Bekenntnisfreiheit in Frage stellen lassen?
http://www.ref.ch/index.php?id=256
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
User hat sich vom KG verabschiedet
User hat sich vom KG verabschiedet
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Zum ursprünglichen Thema ein Interview mit GeLuMü:
Freilich muss ich (Clemens) traurig konstatieren, dass ich nirgends in Deutschland eine Gemeinde kenne, die zu einem solchen Schritt bereit sein könnte.
Quelle: http://www.kath.net/detail.php?id=24585"18. November 29, 13:23
'Kontinuierliche Weiterentwicklung hinein in eine größere Einheit'
"Der widernatürliche Zustand, in dem die volle Einheit im Glauben und im sakramentalen Leben nicht
gegeben ist, wie sie eigentlich sein sollte, muss überwunden werden." Bischof Müller zu
„Anglicanorum coetibus“. Von Regina Einig/Die Tagespost.
Regensburg (kath.net/DT) "Es ist sicher auch denkbar, dass in Analogie zu den Anglikanern eben
auch größere Gemeinschaften einerseits ihre bisherige spirituelle Tradition wahren, aber darüber
hinaus eben auch die ganze katholische Lehre anerkennen und dies nicht verstehen als einen Bruch
mit ihrer Vergangenheit, sondern als eine kontinuierliche Weiterentwicklung hinein in eine größere
Einheit." Bischof Gerhard Ludwig Müller von Regensburg, Mitglied der Glaubenskongregation und
Vorsitzender der Ökumenekommission der deutsche Bischöfe, nimmt Stellung zu „Anglicanorum
coetibus“ und den möglichen Folgen.
[...]
Freilich muss ich (Clemens) traurig konstatieren, dass ich nirgends in Deutschland eine Gemeinde kenne, die zu einem solchen Schritt bereit sein könnte.
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Welche Konsequenzen hätte es für Dich, wenn es eine solche Gemeinde in Deutschland gäbe?Clemens hat geschrieben:Freilich muss ich (Clemens) traurig konstatieren, dass ich nirgends in Deutschland eine Gemeinde kenne, die zu einem solchen Schritt bereit sein könnte.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß der Bischof der Diocese in Europe der C of E einer der Übertrittskandidaten wäre.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Denkt er darüber nach?Stephen Dedalus hat geschrieben:Welche Konsequenzen hätte es für Dich, wenn es eine solche Gemeinde in Deutschland gäbe?Clemens hat geschrieben:Freilich muss ich (Clemens) traurig konstatieren, dass ich nirgends in Deutschland eine Gemeinde kenne, die zu einem solchen Schritt bereit sein könnte.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, daß der Bischof der Diocese in Europe der C of E einer der Übertrittskandidaten wäre.
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Ich nehme das an.Petur hat geschrieben:Denkt er darüber nach?
Er ist Anglokatholik, Gegner der Frauenweihe und lebt zölibatär, d.h. er könnte in der römischen Kirche noch was werden...
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Uups, dann wäre er wohl in seiner bisherigen Kirche wohl ohne weitere Karrierechancen?!Stephen Dedalus hat geschrieben:Ich nehme das an.Petur hat geschrieben:Denkt er darüber nach?
Er ist Anglokatholik, Gegner der Frauenweihe und lebt zölibatär, d.h. er könnte in der römischen Kirche noch was werden...
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Nein, nicht unbedingt. Es gibt ja eine Reihe von Diözesanbischöfen (sic!), die die Weihe von Frauen ablehnen. Bishop Richard of London, Bishop John of Chichester und Bishop Geoffrey of Gibraltar gehören dazu. Und Richard Chartres in London ist immerhin nach den beiden Erzbischöfen die Nummer drei in der C of E-Hierarchie.holzi hat geschrieben:Uups, dann wäre er wohl in seiner bisherigen Kirche wohl ohne weitere Karrierechancen?!Stephen Dedalus hat geschrieben:Ich nehme das an.Petur hat geschrieben:Denkt er darüber nach?
Er ist Anglokatholik, Gegner der Frauenweihe und lebt zölibatär, d.h. er könnte in der römischen Kirche noch was werden...
(Wobei zu sagen ist, daß nicht alle eine identische Haltung vertreten. Bischof Richard weiht keine Frauen, um die Gegner nicht zu verschrecken und die Einheit in seiner Diözese zu wahren, weshalb Forward in Faith in der Diözese London auch nicht stark ist, aber er selbst gibt zu, daß er theologisch keine Probleme mit der Weihe von Frauen hat - daher gibt es in seiner Diözese viele Priesterinnen, u.a. auch an St. Paul's Cathedral Canon Lucy Winkett. Bischof John Hind in Chichester hingegen lehnt die Weihe von Frauen in seiner Diözese gänzlich ab. Die einzige Möglichkeit, dort als Priesterin zu arbeiten, ist der Zuzug aus einer anderen Diözese. In diesem Fall erhält man auch in der Diözese Chichester eine Lizenz zum Zelebrieren.)
Und in Peterborough ist grade ein neuer Diözesanbischof ernannt worden, der sich zumindest früher gegen die Weihe von Frauen ausgesprochen hat. Mittlerweile sagt er das ein bißchen differenzierter, aber manche glauben nicht an seine "Bekehrung" in dieser Frage. Er ist allerdings extrem low church, kein Anglokatholik.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Soweit ich weiß, ist in der Kirche von England seit Jahrzehnten kein unverheirateter Bischof mehr ernannt worden. Es kursieren sogar Witze in der Art, daß die wichtigste Voraussetzung zur Verleihung eines Bischofssitzes eine herzeigbare Bischofsgattin darstelle.holzi hat geschrieben:Uups, dann wäre er wohl in seiner bisherigen Kirche wohl ohne weitere Karrierechancen?!Stephen Dedalus hat geschrieben:Ich nehme das an.Petur hat geschrieben:Denkt er darüber nach?
Er ist Anglokatholik, Gegner der Frauenweihe und lebt zölibatär, d.h. er könnte in der römischen Kirche noch was werden...
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Manchmal ist schon lustig, was für Vorstellungen außerhalb der C of E über diese so herrschen...Bernado hat geschrieben:Soweit ich weiß, ist in der Kirche von England seit Jahrzehnten kein unverheirateter Bischof mehr ernannt worden. Es kursieren sogar Witze in der Art, daß die wichtigste Voraussetzung zur Verleihung eines Bischofssitzes eine herzeigbare Bischofsgattin darstelle.
Bischof Geoffrey wurde erst 2001 zum Diözesanbischof, also vor 8 Jahren (zuvor war er Suffraganbischof in Basingstoke, Diocese of Guildford).
Auch Erzbischof David Hope von York war unverheiratet.
Gerade wurde Kanonikus Martin Warner von St. Paul's zum Bischof von Whitby ernannt (noch nicht geweiht). Auch er lebt zölibatär. Und das sind nur die Beispiele, die mir auf Anhieb einfallen.
Auch unter Priestern ist der zölibatäre Lebensstil gar nicht so selten wie viele meinen...
Zuletzt geändert von Stephen Dedalus am Freitag 27. November 2009, 14:26, insgesamt 2-mal geändert.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Auch Bischof Lindsay Urwin ist zölibatär, ein früherer "suffragan bishop", 1993 geweiht.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Eine Frauenbuchhandlung?cantus planus hat geschrieben:Vielleicht nehmen wir mal ganz entspannt zur Kenntnis, dass diese Damen schlicht und ergreifend ihren eigenen Laden aufgemacht haben
(Für die Pneumatikerinnen)
Ein Frauenfitnesscenter?
(Für die Hylikerinnen)
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Der frühere episcopale "Bischof" von Southwest Florida, John Lipscomb (59), ist am 3. Dezember von Erzbischof Favalora von Miami zum Priester geweiht worden. Lipscomb, der verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, hatte sich vor 2 Jahren aus Gesundheitsgründen (Malaria) pensionieren lassen und war kurz danach mit seiner Frau konvertiert. Er stammt aus einer Baptistenfamilie, in der er auch getauft worden war.
Die St. Petersburg Times hat einen ausführlicheren Bericht.

Die St. Petersburg Times hat einen ausführlicheren Bericht.

„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Nachtrag: Wie ich soeben bei Rocco Palmo lese, war einer der Ehrengäste bei der Priesterweihe von Fr. Lipscomb ein gewissen Fr. Jeffrey Steenson - das ist der frühere Bischof der Episkopal-Diözese von Rio Grande in New Mexiko, der bereits im Februar die Priesterweihe erhalten hatte.
Wie es aussieht, stehen also zumindest in USA leitungserfahrene Anglikaner bereit, die, da verheiratet, zwar nicht Bischöfe werden können, aber doch als "Ordinarius" amtieren könnten.
Wie es aussieht, stehen also zumindest in USA leitungserfahrene Anglikaner bereit, die, da verheiratet, zwar nicht Bischöfe werden können, aber doch als "Ordinarius" amtieren könnten.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Daran ist nicht zu zweifeln. Die viel spannendere Frage ist, ob sich außer Priestern und einigen Bischöfen auch Laien in den neuen Ordinariaten finden werden, für die sie sorgen können... Abgesehen von den üblichen Gerüchten über einzelne Kleriker ist es zumindest in England an dieser Front erstaunlich still.Bernado hat geschrieben:Wie es aussieht, stehen also zumindest in USA leitungserfahrene Anglikaner bereit, die, da verheiratet, zwar nicht Bischöfe werden können, aber doch als "Ordinarius" amtieren könnten.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Still würde ich nicht sagen - aber von tosender Begeisterung, die die Massen erfasst, kann man auch nicht sprechen. Das Problem ist, daß bei den Anglikanern oft eine stärkere Bindung an die Gemeinde und deren sichtbaren Ausdruck - our church, our rectory, our school - besteht als bei Katholens. Wenn eine Gruppe Tiberschwimmer groß genug wird, kann es sein, daß sie fast alle anderen mitzieht, aber solange das noch nicht der Fall ist...Stephen Dedalus hat geschrieben:Daran ist nicht zu zweifeln. Die viel spannendere Frage ist, ob sich außer Priestern und einigen Bischöfen auch Laien in den neuen Ordinariaten finden werden, für die sie sorgen können... Abgesehen von den üblichen Gerüchten über einzelne Kleriker ist es zumindest in England an dieser Front erstaunlich still.Bernado hat geschrieben:Wie es aussieht, stehen also zumindest in USA leitungserfahrene Anglikaner bereit, die, da verheiratet, zwar nicht Bischöfe werden können, aber doch als "Ordinarius" amtieren könnten.
Deshalb ist es wichtig, daß AC auch vorsieht, daß katholisch gewordene ex-anglikanische Geistliche auch einem Brotberuf nachgehen können, solange sie a) mit der Fürsorge für eine sehr kleine Gemeinde nicht ausgelastet sind und b) von deren bescheidenen Zuwendungen nicht leben können - vom Ernähren einer Familie ganz zu schweigen.
Zumindest in den USA steigt auch der Leidensdruck, den die Zerrissenheit der Episkopalkirche auf die glaubenstreuen Mitglieder ausübt, unaufhörlich. Der Vorsitz von Jefferts-Schori erweist sich als kontraproduktiv: die sehr forsch agierende Dame
hat die schlimmsten Befürchtungen konservativer Episcopalians gegenüber einer liberalen Frau als Bischöfin bestätigt und übertroffen. Wie die meisten "Liberalen" ist sie nämlich sehr autoritär und scheint es fast darauf anzulegen, so viele Konservative wie möglich aus ihrem Verein herauszudrängen - solange es ihr nur gelingt, den Kirchenbesitz für ECUSA zu behalten.
Für England rechne ich zunächst nur damit, daß die meisten TAC Gemeinden, die ja ohnehin schon die Verbindung zu COE gekappt haben, das Angebot annehmen - das sind ja nicht so viele. Bei FiF rechne ich damit, daß man die Bischöfinnen-Problematik zunächst doch noch durch einen der beliebten Formelkompromisse entschärft. Die Engländer sind da erstaunlich leidensfähig (und wohl auch historisch noch gründlicher antipapistisch grundiert als die Amerikaner), aber irgendwann kommt das wohl auch an sein Ende.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)
-
Stephen Dedalus
- Beiträge: 5449
- Registriert: Dienstag 7. September 2004, 15:28
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Die TAC ist in England nur durch die winzige "Traditional Anglican Church (England)" vertreten, die laut ihrer Website ca. 15 Gottesdienstorte in betreut.Bernado hat geschrieben:Für England rechne ich zunächst nur damit, daß die meisten TAC Gemeinden, die ja ohnehin schon die Verbindung zu COE gekappt haben, das Angebot annehmen - das sind ja nicht so viele. Bei FiF rechne ich damit, daß man die Bischöfinnen-Problematik zunächst doch noch durch einen der beliebten Formelkompromisse entschärft. Die Engländer sind da erstaunlich leidensfähig (und wohl auch historisch noch gründlicher antipapistisch grundiert als die Amerikaner), aber irgendwann kommt das wohl auch an sein Ende.
Wie die FiF-Gemeinden sich entscheiden werden, ist nicht genau abzusehen. Auch hier wird es wohl dazu kommen, daß es eher die Priester als die Laien sind, die nach Rom drängen. Einen "Formelkompromiß" wird es wohl nicht mehr geben. Die jüngsten Entscheidungen aus dem Arbeitsausschuß haben ja die Entscheidung der Generalsynode, keine weiteren Zugeständnisse zu machen, bestätigt.
Die Gegner der Bischofsweihe für Frauen haben ihre zunächst nicht ganz ungünstige Ausgangsposition mittlerweile komplett verspielt. Die Lippenbekenntnisse zur anglikanischen Tradition und zum Verbleib in der Church of England wurden durch allzu offensichtliche Anbandlungsversuche mit Rom konterkariert. Da das Angebot von Rom jetzt auf dem Tisch liegt und gerade von FiF doch recht deutlich begrüßt wurde, gibt es in den höheren Kreisen der Church of England wenig Freudigkeit, den konservativen Anglokatholiken noch entgegenzukommen. "Rome is taking care of them", hört man jetzt hinter vorgehaltener Hand. Die Tür ist offen, wer gehen will, mag gehen. Der Rest wird mit den Entscheidungen leben müssen, die gefällt werden.
Für die FiF-Gemeinden und die konservativen Anglokatholiken könnte sich all das als fatal erweisen, vor allem, wenn die Gemeinden nicht mit dem gleichen Enthusiasmus in den Tiber springen wie ihre Vorsteher. Die Kirchengebäude verlieren sie ohnehin, ihr Einkommen auch. Anders als 1994, als die C of E großzügig Abfindungen zahlte, wird es diesmal kein Geld für die geben, die meinen, ihr Heil andernorts suchen zu müssen. Sollten also nur Bruchteile der Gemeinden in das Ordinariat wechseln (womit zu rechnen ist), dann wird es für die übertretenden Priester nicht genug Stellen geben. Ganz abgesehen von den zusätzlichen finanziellen Belastungen durch neu zu erwerbende Gebäude oder Raummieten.
Der Vorschlag, die Priester noch einen "Brotberuf" ausüben zu lassen, könnte sich als bittere Notwendigkeit erweisen... Und die Frage ist auch diesmal: Wieviele werden zurückkommen? 1994 waren es 10%, die ihre Entscheidung, zur römischen Kirche zu wechseln, bereuten und den Tiber wieder in die andere Richtung durchquerten.
If only closed minds came with closed mouths.
Re: Personalordinariate für übertrittswillige Anglikaner
Dann müssen die Glaubenstreuen jetzt also auch schon in der Church of England den Neuerern weichen?Stephen Dedalus hat geschrieben:Die Tür ist offen, wer gehen will, mag gehen. Der Rest wird mit den Entscheidungen leben müssen, die gefällt werden.
Man bedenke: diese Personen halten nur das fest, was immer geglaubt wurde. Es sind die Neuerer, die den Glauben verändern. Sollen doch sie gehen.
Wie bewundernswert sind deine Werke, o Herr, alles hast du mit Weisheit gemacht! Ps 104
User hat sich vom KG verabschiedet
User hat sich vom KG verabschiedet