Empfang der hl. Eucharistie

Ostkirchliche Themen.
Miserere Nobis Domine
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Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Miserere Nobis Domine »

Gibt es Fälle, wo Heterodoxe zur orthodoxen Eucharistie zugelassen wurden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?

Stimmt es, dass zu Sowietzeiten das Moskauer Patriarchat römische Katholiken zuliess?

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Linus
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Linus »

Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Gibt es Fälle, wo Heterodoxe zur orthodoxen Eucharistie zugelassen wurden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
Natürlich. unter der Voraussetzung der Eingliederung in die orthodoxe Kirche. bis 1627 wimRe war das aber anders.
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Joseph
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Joseph »

Linus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Gibt es Fälle, wo Heterodoxe zur orthodoxen Eucharistie zugelassen wurden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
Natürlich. unter der Voraussetzung der Eingliederung in die orthodoxe Kirche. bis 1627 wimRe war das aber anders.
Linus, wenn jemand in die OK "eingegliedert" ist dann ist er ja Orthodox und nicht mehr Heterodox.... No kapisch was Du damit meinst.
Was bedeutet "wimRe"?
Was ist so besonders an 1627? Ich weiß nur das 1627 der Ming Tianqui Emperor vom Chongzhen Emperor abgelöst wurde ;D

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songul
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von songul »

Linus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Gibt es Fälle, wo Heterodoxe zur orthodoxen Eucharistie zugelassen wurden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
Natürlich. unter der Voraussetzung der Eingliederung in die orthodoxe Kirche. bis 1627 wimRe war das aber anders.
Ich habe das erlebt, in der russisch-orthodoxe Kirche.
Man hatte mir erklärt, dass diese Leute nach dem Vatikanum II nicht mehr in ihre Kirche gehen wollten und nachdem sie immer zur Liturgie gekommen waren, hat man sie dann auch irgendwann ebenso zur Kommunion gelassen.
Natürlich mit dem Segen des Bischofs.
Diese Leute sind aber mittlerweile verstorben.

Sonst wäre wohl nur der Umstand ein Grund, dass wenn es weit und breit keine röm. kath. Kirche gäbe, solche Gläubigen auch in einer orth. Kirche zur Kommunion könnten.
Bei Protestanten, was ich weiss, geht's nicht.

LG Songul

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Niels
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Niels »

Joseph hat geschrieben: Was bedeutet "wimRe"?
Das ist die Kurzform von "wenn ich mich recht erinnere".
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Joseph
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Joseph »

Niels hat geschrieben:
Joseph hat geschrieben: Was bedeutet "wimRe"?
Das ist die Kurzform von "wenn ich mich recht erinnere".
Danke Niels, manche von diesen deutschen "Acronyms" sind mir unbekannt....

Gruß
Joseph
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Linus
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Linus »

Joseph hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:
Miserere Nobis Domine hat geschrieben:Gibt es Fälle, wo Heterodoxe zur orthodoxen Eucharistie zugelassen wurden? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen?
Natürlich. unter der Voraussetzung der Eingliederung in die orthodoxe Kirche. bis 1627 wimRe war das aber anders.
Linus, wenn jemand in die OK "eingegliedert" ist dann ist er ja Orthodox und nicht mehr Heterodox.... No kapisch was Du damit meinst.
Was bedeutet "wimRe"?
Was ist so besonders an 1627? Ich weiß nur das 1627 der Ming Tianqui Emperor vom Chongzhen Emperor abgelöst wurde ;D

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Bis 1627 (irgendwo un den weiten des Kreuzgangs hat Robert genaueres dazu geschrieben) gab es gegenseitige Zulassung zu den Sakramenten, was dann unser Patriarch euch untersagt hat, worauf ihr ebenso unfreundlich wart. Seitdem ist der Bruch "vollkommen"

wimRe=IIRC also Wenn ich mich Recht erinnere...
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Robert Ketelhohn
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Linus hat geschrieben:Bis 1627 …
1729 war das ominöse Jahr.
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incarnata
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von incarnata »

Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende
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taddeo
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von taddeo »

incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Pauschal zugelassen wird das vorerst sicher nicht werden. Allerdings besteht m. W. in sowohl in der Orthodoxie als auch in den katholischen Kirchen die Möglichkeit, daß Gläubige, die ansonsten keinerlei Möglichkeiten hätten, wenigstens gelegentlich zu kommunizieren (wegen extremer Diaspora), im Einzelfall zur Kommunion zugelassen werden können. Allerdings nur unter strikten Voraussetzungen - etwa die, daß der Priester im Vorhinein über diese Einzelfälle genau informiert ist, und daß ein echtes geistliche Bedürfnis vorliegt und die Person den eucharistischen Glauben der Kirche teilt.

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Linus
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Linus »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:
Linus hat geschrieben:Bis 1627 …
1729 war das ominöse Jahr.
Tja Zahlendreher. Deswegen ist aus mir kein guter Buchhalter geworden :D
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
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Mary
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Mary »

incarnata hat geschrieben:Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Wie meinst Du das? Kannst Du den Zusammenhang nochmal erklären, bitte?
Lg Maria
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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

taddeo hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Pauschal zugelassen wird das vorerst sicher nicht werden. Allerdings besteht m. W. in sowohl in der Orthodoxie als auch in den katholischen Kirchen die Möglichkeit, daß Gläubige, die ansonsten keinerlei Möglichkeiten hätten, wenigstens gelegentlich zu kommunizieren (wegen extremer Diaspora), im Einzelfall zur Kommunion zugelassen werden können. Allerdings nur unter strikten Voraussetzungen - etwa die, daß der Priester im Vorhinein über diese Einzelfälle genau informiert ist, und daß ein echtes geistliche Bedürfnis vorliegt und die Person den eucharistischen Glauben der Kirche teilt.
Ist das beider Einstellung??? Weißt Du mehr dazu oder sprichst Du für die RKK?

Gruß,
Nassos
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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

Mary hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Wie meinst Du das? Kannst Du den Zusammenhang nochmal erklären, bitte?
Lg Maria
Wahrscheinlich ist gemeint, man kann sich gegenseitig Vorbild sein, eventuell sogar die Orthodoxen für die Katholiken.

Aber Du hast Recht zu fragen, Mary. Den Satz kann man tatsächlich auch anders auffassen... incarnata?

LG,
Nassos
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taddeo
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von taddeo »

Nassos hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Pauschal zugelassen wird das vorerst sicher nicht werden. Allerdings besteht m. W. in sowohl in der Orthodoxie als auch in den katholischen Kirchen die Möglichkeit, daß Gläubige, die ansonsten keinerlei Möglichkeiten hätten, wenigstens gelegentlich zu kommunizieren (wegen extremer Diaspora), im Einzelfall zur Kommunion zugelassen werden können. Allerdings nur unter strikten Voraussetzungen - etwa die, daß der Priester im Vorhinein über diese Einzelfälle genau informiert ist, und daß ein echtes geistliche Bedürfnis vorliegt und die Person den eucharistischen Glauben der Kirche teilt.
Ist das beider Einstellung??? Weißt Du mehr dazu oder sprichst Du für die RKK?

Gruß,
Nassos
Hör mal, Nassos, ich bin weder der Heilige Geist noch der Papst noch Pater Lombardi - also FÜR die Kirche sprechen kann ich überhaupt nicht ... ;D :pfeif:

Was die Orthodoxie angeht, so finde ich gerade das Buch nicht mehr, in dem ich meinte etwas in dieser Richtung gelesen zu haben. Was die katholische Kirche angeht, so gilt hier die Aussage des CIC (Hervorhebung von mir):
Can. 844 — § 1. Katholische Spender spenden die Sakramente erlaubt nur katholischen Gläubigen; ebenso empfangen diese die Sakramente erlaubt nur von katholischen Spendern; zu beachten sind aber die Bestimmungen der §§ 2, 3 und 4 dieses Canons sowie des can. 861, § 2.

§ 2. Sooft eine Notwendigkeit es erfordert oder ein wirklicher geistlicher Nutzen dazu rät und sofern die Gefahr des Irrtums oder des Indifferentismus vermieden wird, ist es Gläubigen, denen es physisch oder moralisch unmöglich ist, einen katholischen Spender aufzusuchen, erlaubt, die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung von nichtkatholischen Spendern zu empfangen, in deren Kirche die genannten Sakramente gültig gespendet werden.

§ 3. Katholische Spender spenden erlaubt die Sakramente der Buße, der Eucharistie und der Krankensalbung Angehörigen orientalischer Kirchen, die nicht die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche haben, wenn diese von sich aus darum bitten und in rechter Weise disponiert sind; dasselbe gilt für Angehörige anderer Kirchen, die nach dem Urteil des Apostolischen Stuhles hinsichtlich der Sakramente in der gleichen Lage sind wie die genannten orientalischen Kirchen.

§ 4. Wenn Todesgefahr besteht oder wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs bzw. der Bischofskonferenz eine andere schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Spender diese Sakramente erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind.

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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

Oh, sorry, so meinte ich das nicht (wollte dies nochmal betonen).

Ich konkretisiere mal:

Ich weiß nun, was die RKK sagt, bezüglich "heterodoxen Inputs" und "homodoxen Outputs".
Das ist jetzt die Sicht der RKK.

Jedoch:

- was sagt die OK zu ihren Leuten, die zu den Katholiken hingehen würden (Kat' oikonomian oder kat' akribeian?)

- was sagt die OK zu Katholiken, die zur OK kommen würden?

Das war meine Frage oben.

Gruß,
Nassos
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taddeo
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von taddeo »

Nassos hat geschrieben:Oh, sorry, so meinte ich das nicht (wollte dies nochmal betonen).

Ich konkretisiere mal:

Ich weiß nun, was die RKK sagt, bezüglich "heterodoxen Inputs" und "homodoxen Outputs".
Das ist jetzt die Sicht der RKK.

Jedoch:

- was sagt die OK zu ihren Leuten, die zu den Katholiken hingehen würden (Kat' oikonomian oder kat' akribeian?)

- was sagt die OK zu Katholiken, die zur OK kommen würden?

Das war meine Frage oben.

Gruß,
Nassos
Hey, Mann, mach mal den Buckel grade - Du brauchst Dich doch nicht wegen jedem kleinem Scherz gleich entschuldigen ... :huhu: :blinker: was die Orthodoxie sagt, weiß ich leider nicht. Ich hoffe sehr, daß sie in solchen Ausnahmefällen (und nur um die geht es ja) kat' oikonomian handelt. Alles andere wäre unverständlich und würde dieses Prinzip konterkarieren. (Ich könnte mir allerdings vorstellen, daß ein Orthodoxer vom Schlage Josephs da eine andere Auffassung vertritt - "die können schon kommunizieren, wenn sie zuvor konvertieren" oder so ...).

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songul
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von songul »

Es ist, vor allem in der russ. orth. Kirche (MP) möglich unter Diasporabedingungen zur Kommunion zugelassen zu werden.
Sicher gibt es eine Belehrung zuvor und in der Regel wird auch die Erlaubnis des Bischofs eingeholt.
Es gibt da Abkommen zwischen der römischen Kirche und dem Moskauer Patriarchat.
Die Leute müssen sich in gewisser Weise schon auch darauf vorbereiten. Vielleicht nicht so umfangreich wie orth. Gläubige, aber als Minimum nüchtern sein.
Diese Lösung ist nicht für den Urlaub vorgesehen.
Umgekehrt gilt das auch für orthodoxe Gläubige.
Ich weiß allerdings nicht wie's in den anderen Kirchen der Orthodoxie aussieht.

Was ich gehört habe, tut man sich in Griechenland schwerer damit und die anderen orthodoxen Länder haben oder hatten immer schon röm. kath. oder unierte Gemeinden, sodass eine solche Not wie in diesem riesigen Land Russland nicht wirklich gegeben ist.
Ich glaube einfach aufgrund dieser Größe war man immer schon geneigter auf die Not des anderen einzugehen, zumal das gegenseitige Anerkennen der Sakramente ja besteht.
Protestanten, so viel ich weiß, nein.

LG Songul

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songul
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von songul »

incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
Ich vermute und fürchte erst wenn Rom und die orthodoxen Kirchen sich in den noch übrig gebliebenen Fragen einig geworden sind.
Die Bereitschaft, aufeinander zu zugehen wird ja, wenn auch, immer wieder mal von der einen oder anderen Seite verhalten, größer.

Was die Belebung der Beichtpraxis durch die orthodoxe Kirche betrifft: kann das wohl nur in Form eines guten Ratschlags geschehen, denn auch bei einer Kommunionsgemeinschaft wird die orth. Kirche ihren Gläubigen sicher nicht gewähren, diese, die in ihren Augen sehr nachlässige röm. Kommunionpraxis, wie bei der Beichte ja auch, Ausüben zu lassen.
Umgekehrt, werden Gläubige die es wünschen zur Kommunion in einer der orth. Kirchen gehen zu können, gebeten sich der dort üblichen Orthopraxie anzupassen.

Denn, wenngleich auch die Gestalt der Darreichung in beiden Kirchen, zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls, unterschiedlich sind, ist es doch der göttliche Leib und das kostbare Blut Christi.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass, zumindest in den Kirchen zu denen ich hingehe, es für die dortigen Gläubigen erlaubt wäre, die kath. Kommunion- und Beichtpraxis einfach so zu übernehmen, wenn man mal dort zur Messe geht.

Aber überhaupt, anstatt immer nur auf die ostkirchliche Praxis zu schauen, lohnt es sich allemal auch westkirchliche Tradition wieder für sich zu entdecken.(Zumal wenn man jetzt nicht gerade orthodox ist.)
Es gibt immerhin innerhalb der, vornehmlich russischen Kirche - aber inzwischen auch andere, Gemeinden, die machen alles nach dem westlichen Ritus (dazu gehören auch Mönchsgemeinschaften) vom Stundengebet angefangen bis zur Heiligen Messe.
Dazu gehört eben auch die Beichte und Kommunion mit Gebeten und allem anderen wie sie in der alten westlichen Kirche Usus war. Und dafür muss man nicht mal bis tief ins Mittelalter reingreifen.

LG Songul

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Bernado
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Bernado »

songul hat geschrieben: Es gibt immerhin innerhalb der, vornehmlich russischen Kirche - aber inzwischen auch andere, Gemeinden, die machen alles nach dem westlichen Ritus (dazu gehören auch Mönchsgemeinschaften) vom Stundengebet angefangen bis zur Heiligen Messe.
Dazu gehört eben auch die Beichte und Kommunion mit Gebeten und allem anderen wie sie in der alten westlichen Kirche Usus war. Und dafür muss man nicht mal bis tief ins Mittelalter reingreifen.
Nein. Ich habe hier ein kleines Buch mit Buß, Beicht- und Kommunionandachten von etwa 1790 - das würde vermutlich auch vor Orthodoxen Augen Gnade finden - ein paar theologische Feinheiten ausgenommen.

Bild

Der Witz bei der Sache: Es ist ein evangelisches Buch, wie man bei genauerem Hinsehen, aber fast nur am Titelblatt merkt.

Es ist unglaublich, welchen Substanzverlust die westliche Christenheit in den letztern beiden Jahrhunderten erlitten hat.

Ich bin übrigens nicht sicher, daß die Orientalen davon auf Dauer verschont bleiben. Die säkularistische Modernisierung wird zum Weltphänomen - da heißt es denn wohl, etwas enger zusammenrücken.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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incarnata
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von incarnata »

incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
ad mary:Ich meinte damit dass in der Tat-und sei es durch Vorbild der Orthodoxie oder auch Rückbesinnung auf die vor dem zweiten vaticanum geübte Praxis im Westen es wieder ins Bewusstsein gerufen wird,dass eine gute Beichte die optimale Vorbereitung für den Kommunionempfang ist.Man sollte doch im Stande der "heiligmachenden Gnade" sein bevor man die Eucharistie empfängt.Bei seltener Beichtpraxis kann es allzuleicht geschehen,dass das Bewusstsein dafür schwindet,was eine Todsünde ist;so kommt es zu vielen unwürdigen Kommunionen und letztlich wird das Bewusstsein für das Wesen der Eucharistie als solcher verdunkelt.Bei der früheren stringenteren Verbindung zwischen Kommunion und Beicht gab es zwar wohl einige zu skrupulöse Gläubige und andere,die, da sie nicht wirklich umkehren wollten allenfalls ein mal im Jahr zur Kommunion gingen;aber der Sinn für das Mysterium dieses Sakraments war auch bei diesen "letzte-Bank-Christen"vorhanden,was man von den vielen nicht-natürliche Familienplanung betreibenden oder an der Börse herumzockenden Handkommunikanden von heute nicht behaupten kan
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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

Betrachten die westlichen Denominationen - trotz der Unterschiede - die orthodoxe Kirche als Wahrer der alten Traditionen? Wenn ja, ist dies ihnen wichtig?

Das Vergessen wird es eventuell schwerer haben, wenn ihr hier im Westen uns helft und eine Stimme diesbezüglich erhebt. Ich weiß, dass es viele sind, die zumindest davon wissen. Und auch, dass es nicht einfach ist.

Eine Kommunionsgemeinschaft kann ich mir ohne das Zurückkehren zum Ausgangszustand (Blut und Leib Christi, Brot und Wein) nur sehr schwer vorstellen...

OT, aber das muss ich hier auch noch loswerden: wenn der Osten ein Wahrer ist, dann darf man nicht zu weit östlich gehen. Der Hinduismus und Zen-Buddhismus, so uralt sie sind, haben nichts aber auch gar nichts damit zu tun. Diese Krebsgeschwüre müssen rausgeschnitten werden.
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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

incarnata hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
ad mary:Ich meinte damit dass in der Tat-und sei es durch Vorbild der Orthodoxie oder auch Rückbesinnung auf die vor dem zweiten vaticanum geübte Praxis im Westen es wieder ins Bewusstsein gerufen wird,dass eine gute Beichte die optimale Vorbereitung für den Kommunionempfang ist.Man sollte doch im Stande der "heiligmachenden Gnade" sein bevor man die Eucharistie empfängt.Bei seltener Beichtpraxis kann es allzuleicht geschehen,dass das Bewusstsein dafür schwindet,was eine Todsünde ist;so kommt es zu vielen unwürdigen Kommunionen und letztlich wird das Bewusstsein für das Wesen der Eucharistie als solcher verdunkelt.Bei der früheren stringenteren Verbindung zwischen Kommunion und Beicht gab es zwar wohl einige zu skrupulöse Gläubige und andere,die, da sie nicht wirklich umkehren wollten allenfalls ein mal im Jahr zur Kommunion gingen;aber der Sinn für das Mysterium dieses Sakraments war auch bei diesen "letzte-Bank-Christen"vorhanden,was man von den vielen nicht-natürliche Familienplanung betreibenden oder an der Börse herumzockenden Handkommunikanden von heute nicht behaupten kan
Das ist ein sehr wichtiger Beitrag. Auch sehe ich wieder das Thema Wahrung der Tradition vs. Vergessen hier auftreten, um was es hier eigentlich geht. In einem anderen Strang haben wir uns mit Bernado ausgetauscht zu den zeitgemäßen Häresien und ich freue mich persönlich sehr, dass das Bewusstsein - unabhängig von der Denomination - da ist.
Das ist in meinen Augen eine nicht ganz uwichtige Grundlage. Im Film "Illuminati" (ja, ich weiß, ist nur ein Film) wird dem Modernismus gehuldigt, indem ein "moderner" Papst gewählt wird. Lasst Euch nicht einschüchtern von jenen, die Euch als vertrocknet sehen.
Und hoffen wir, dass die richtige Besinnung in der Orthodoxie so stark drin ist, dass sich ihre Gegner die Zähne daran ausbeißen.

(Ich bin gerade selber überrascht, dass mir das so zu Herzen geht. :glubsch: )
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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

songul hat geschrieben:Es ist, vor allem in der russ. orth. Kirche (MP) möglich unter Diasporabedingungen zur Kommunion zugelassen zu werden.
Sicher gibt es eine Belehrung zuvor und in der Regel wird auch die Erlaubnis des Bischofs eingeholt.
Es gibt da Abkommen zwischen der römischen Kirche und dem Moskauer Patriarchat.
Die Leute müssen sich in gewisser Weise schon auch darauf vorbereiten. Vielleicht nicht so umfangreich wie orth. Gläubige, aber als Minimum nüchtern sein.
Diese Lösung ist nicht für den Urlaub vorgesehen.
Umgekehrt gilt das auch für orthodoxe Gläubige.
Ich weiß allerdings nicht wie's in den anderen Kirchen der Orthodoxie aussieht.

Was ich gehört habe, tut man sich in Griechenland schwerer damit und die anderen orthodoxen Länder haben oder hatten immer schon röm. kath. oder unierte Gemeinden, sodass eine solche Not wie in diesem riesigen Land Russland nicht wirklich gegeben ist.
Ich glaube einfach aufgrund dieser Größe war man immer schon geneigter auf die Not des anderen einzugehen, zumal das gegenseitige Anerkennen der Sakramente ja besteht.
Protestanten, so viel ich weiß, nein.

LG Songul
Ich könnte mir gut vorstellen, dass es da durchaus Unterschiede gibt und hängt davon ab, ob eine Ortskirche selber in einem entsprechenden Gebiet wohnt, wo die Leute keine Alternative haben oder ob sie "nur" viele Kilometer zurücklegen müssen... Da unterscheiden sich so manche Praktiken sogar innerhalb der griechisch-orthodoxen Kirche zum Beispiel hier in Deutschland und der in Griechenland.

Wenn mir meine eigene Meinung hierzu gestattet ist: Der Dreh- und Angelpunkt ist der Fall des Menschen und dessen Erlösung. Ohne dieses Bewußtsein kannste alles in der Pfeiffe rauchen. Die Grundlage ist jedoch die Philanthropie, die Menschenliebe Gottes. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese in solchen Extremfällen bei den "eigenen Leuten" aufhört, deren Seele nach der Beichte und Kommunion schreit.
Es gibt ja immerhin Regelungen zur Ehe mit Nichtorthodoxen und der Ehe mit Andersgläubigen. Basis für das kat' oikonomian ist hier die Liebe zwischen den Menschen...

Gruß,
Nassos
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Mary
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Mary »

incarnata hat geschrieben:
incarnata hat geschrieben:Was glaubt Ihr,bestehen Chancen,dass das wieder rückgängig gemacht werden kann ?Also die
Gläubigen der jeweils anderen Kirche wieder zugelassen werden können.Würde vielleicht auch die Beichtpraxis in der r. kath. Kirche wieder beleben !
ad mary:Ich meinte damit dass in der Tat-und sei es durch Vorbild der Orthodoxie oder auch Rückbesinnung auf die vor dem zweiten vaticanum geübte Praxis im Westen es wieder ins Bewusstsein gerufen wird,dass eine gute Beichte die optimale Vorbereitung für den Kommunionempfang ist.Man sollte doch im Stande der "heiligmachenden Gnade" sein bevor man die Eucharistie empfängt.Bei seltener Beichtpraxis kann es allzuleicht geschehen,dass das Bewusstsein dafür schwindet,was eine Todsünde ist;so kommt es zu vielen unwürdigen Kommunionen und letztlich wird das Bewusstsein für das Wesen der Eucharistie als solcher verdunkelt.Bei der früheren stringenteren Verbindung zwischen Kommunion und Beicht gab es zwar wohl einige zu skrupulöse Gläubige und andere,die, da sie nicht wirklich umkehren wollten allenfalls ein mal im Jahr zur Kommunion gingen;aber der Sinn für das Mysterium dieses Sakraments war auch bei diesen "letzte-Bank-Christen"vorhanden,was man von den vielen nicht-natürliche Familienplanung betreibenden oder an der Börse herumzockenden Handkommunikanden von heute nicht behaupten kan
Danke incarnata, für die Präzisierung.

Ich gebe Dir dahingehend Recht, dass das Bewusstsein der eigenen Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit vielerorts geschwunden ist. Dadurch, dass Beichte vor der Kommunion nicht mehr zwingend gefordert ist, sind ja sehr viele Katholiken dazu übergegangen, nicht mehr persönlich zu beichten oder allenfalls an gemeinschaftlichen Bussfeiern teilzunehmen. Das war in meiner früheren Gemeinde genauso, und ich war als "Viermaljährlichbeichtende" schon ziemlich die Ausnahme. Hab jedenfalls selten vorm Beichtstuhl anstehen müssen :unbeteiligttu:

Jedoch: Es ist nicht in allen orthodoxen Traditionen so, dass man vor JEDER Kommunion beichtet. (Ein Grieche aus meinem Bekanntenkreis geht alle paar Monate, kommuniziert aber 1-2 mal im Monat. Joseph vom Forum hat es ähnlich erzählt von der OCA...)
Die doch aufwändige Vorbereitung zur Kommunion kann leider auch dazu führen, dass Gläubige diese Mühen nur selten auf sich nehmen. Oder es kann dazu führen, dass man es kaum wagt, zum Kelch zu gehen.

Die Beichte direkt vor der Kommunion, am liebsten direkt vor der Liturgie, kann dazu verleiten, dass man glaubt, nur so würdig zu sein. Aber: Ist ein Mensch JE würdig, zum Kelch der Herrn zu kommen??

Mir scheint auch, dass bei einer zu engen Verbindung von Beichte und Kommunion das Sakrament der Umkehr und Versöhnung geschmälert werden kann. Es verkommt zur "Vorbereitung" auf das grösser empfundene. Doch erfahren wir in der Beichte und in der Kommunion die liebende Nähe und das Wirken Gottes, auf je andere Weise. Persönlich würde ich es vorziehen, dann zu beichten, wenn es "dran" ist (vielleicht mit einer Obergrenze von 2 Monaten oder so). Ich möchte mich auch auf die Beichte vorbereiten, nicht nur mit Erforschung des Gewissens, sondern mit Fasten und Gebeten.

Lg, Maria (die auch schon gebeichtet hat, ohne nachher zu kommunizieren )
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songul
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von songul »

Ich möchte zum Beichten und Kommunizieren auch was sagen:

Ich war doch vor kurzem in Montenegro; da haben wir auch über dieses Thema diskutiert.
Die Nonnen haben mir erklärt, dass auf dem platten Land und eben früher vor allem, die Leute oft eine ängstliche Ehrfurcht vor der Hl Kommunion hatten (haben) und deswegen sehr selten daran teilnahmen.
Alle möglichen abergläubischen Vorstellungen dahingehend existierten, dass wenn jemand etwa, auch wenn nur versehentlich, was falsch gemacht hatte, er verflucht sei und so weiter.
Auch viele Priester waren der Meinung, das sei Lehre der Kirche.
Jahrzehnte war durch die Unterdrückung des Kommunismus keine vernünftige Katechese möglich.
Heutzutage aber wird viel getan, den Leuten klar zu machen, dass des Herrn vor allem die Kranken bedürfen und nicht nur die Gesunden.
Viele engagierte Bischöfe befürworten heute die häufige Kommunion.
Auch in diesem Kloster, in dem ich war, dass direkt dem Metropoliten untersteht gehen die Nonnen wann immer sie können (das ist bei Frauen nicht ständig der Fall) zur Kommunion.
Sie sagen einfach in der Küche Bescheid das sie am Vortag strenges Fasten einlegen und wenn Liturgien die ganze Woche über statt finden gehen, die die können auch mal jeden Tag zur Kommunion.
Zur Beichte können sie aber nur zwei, drei mal im Jahr, denn sie beichten beim Metropoliten selbst.
Was ich erzähle, ist aus der serbischen Kirche.

Aber auch in anderen Kirchen gibt ähnliche Bestrebungen; allerdings gibt da auch welche die immer noch sehr streng dahin gehend sind.

LG Songul

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taddeo
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von taddeo »

Nassos hat geschrieben:Betrachten die westlichen Denominationen - trotz der Unterschiede - die orthodoxe Kirche als Wahrer der alten Traditionen? Wenn ja, ist dies ihnen wichtig?
Nassos, ich glaube, mit dieser Frage hast Du einen ganz wichtigen Punkt angeschnitten. Für viele von uns Lateinern sind die orthodoxen Kirchen gewissermaßen ein Rettungsanker, der noch schlimmere Schiffbrüche in den letzten Jahrzehnten verhindert hat. Weil dort bestimmte "alte Traditionen" der einen Kirche bis heute absolut unverbrüchlich bewahrt werden, um die in der Westkirche erbittert gestritten wird. Das Bewußtsein der Katholiken, mit den orthodoxen Kirchen in fundamentalen Angelegenheiten auf einer Linie zu liegen, und das Bemühen um eine "ökumenische Annäherung" an die Orthodoxie haben uns Lateiner bisher noch vor manchem endgültigen Traditionsbruch bewahren können - nur als ein Stichwort will ich die Frauenordination nennen. Ohne diese "Ökumene" würden wir wahrscheinlich noch viel älter aussehen.

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Bernado
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Bernado »

Nassos hat geschrieben:Betrachten die westlichen Denominationen - trotz der Unterschiede - die orthodoxe Kirche als Wahrer der alten Traditionen? Wenn ja, ist dies ihnen wichtig?

Eine Kommunionsgemeinschaft kann ich mir ohne das Zurückkehren zum Ausgangszustand (Blut und Leib Christi, Brot und Wein) nur sehr schwer vorstellen...
Sollte das wirklich so wesentlich sein? In den vereinigten Staaten ist die Kommunion unter beiden Gestalten weit verbreitet - auch und ganz besonders bei ultra-liberalen Gemeinden, die meinen, zu einem ordentlichen Bruder-und-Schwestern-Mahl zur Erinnerung an den gütigen Rabbi namens Jesus gehöre nun mal Essen und Trinken.

An solchen Dingen sollte man sich nicht gegenseitig abarbeiten wollen - das verrät letztlich einen Mangel an Respekt vor der unterschiedlichen Entwicklung, die ja schließlich ihre Gründe gehabt hat.

Ich will jetzt gar nicht näher von den Schwierigkeiten reden, die es bedeutet, tatsächliche "Ausgangszustände" ausfindig zu machen und dann auch noch 1000 Jahre später "wiederherzustellen". Da machen es sich die Orthos manchmal zu leicht - die Geschichte der zweifelhaften Liurgiereform von Patriarch Nikon und ihren folgen spricht Bände.

Reiches Anschauungsmaterial bietet auch die verunglückte westliche Liturgiereform nach dem 2. Vatikanum: Fast alles, was da 1970 dekretiert wurde, wurde als Wiederherstellung urchristliche Gewohnheiten mit dem Ziel einer Wiederheranführung der Gläubigen an das Mysterium begründet. Heute wissen wir, daß vieles ganz und gar nicht urchristlich zu begründen ist bzw. daß alte Elemente willkürlich aus ihrem damaligen Gesamtzusammenhang gelöst wurde - ohne den sie heute aber nicht wirklich bestehen können, der aber heute nicht reproduziert werden kann. Außerdem sehen wird, daß die Gläubigen immer weiter vom Mysterium weggetrieben sind. Trotz massenhafter Archäologismen.
OT, aber das muss ich hier auch noch loswerden: wenn der Osten ein Wahrer ist, dann darf man nicht zu weit östlich gehen. Der Hinduismus und Zen-Buddhismus, so uralt sie sind, haben nichts aber auch gar nichts damit zu tun. Diese Krebsgeschwüre müssen rausgeschnitten werden.
Das ist richtig. Und ich wundere mich auch immer wieder, daß die dortigen "Inkulturierer" immer auf diese beiden Richtungen abfahren - vielleicht, weil sie so synkretismus-anfällig sind. Dabei gäbe es im fernsten Osten interessantere Objekte - etwa die Shingon-"Kirche", die zwar im wesentlichen buddhistisch ist, aber einige Elemente aus dem bis ins 8. Jh. in Ostasien verbreiteten nestorianischen Christentum aufgenommen hat.
Bild
Eine Art Chorgebet (Texte rein buddhistisch) an einem Shingon-Feiertag.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

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Bernado
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Bernado »

taddeo hat geschrieben: Für viele von uns Lateinern sind die orthodoxen Kirchen gewissermaßen ein Rettungsanker, der noch schlimmere Schiffbrüche in den letzten Jahrzehnten verhindert hat. Weil dort bestimmte "alte Traditionen" der einen Kirche bis heute absolut unverbrüchlich bewahrt werden, um die in der Westkirche erbittert gestritten wird..... Ohne diese "Ökumene" würden wir wahrscheinlich noch viel älter aussehen.
Volle Zustimmung - mit einem dicken ABER:
Bei den Ostkirchen haben bisher gesellschaftliche Sonderbedingungen geherrscht, die den Einfluß der Moderne auf die Kirchen zurückgedrängt haben. Zumindest in Rußland und natürlich auch in Griechenland werden diese Sonderbedingungen jedoch in schnellem Tempo abgebaut, und man weiß nicht, ob dann nicht etwas ähnliches passiert wie hier in der 2. Hälfte des 20. Jh. Gerade deshalb wäre es so wichtig, genauer herauszuarbeiten, wo wirklich Gemeinsamkeiten bzw. auch Trennendes vorliget - und daß z.B. die unterschiedliche Praxis im Kommunionempfang nie und nimmer etwas wirklich Trennendes darstellen kann.

Da braucht es - und gibt es - stärkere Kaliber, mit denen muß man sich auseinandersetzen.

Ich habe den Eindruck, daß man sich in Rom und in Moskau (zumindest unter dem gegenwärtigen Führungspersonal) auch in großen Schritten in dieser Richtung bewegt.
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songul
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von songul »

Bernado hat geschrieben: Ich habe den Eindruck, daß man sich in Rom und in Moskau (zumindest unter dem gegenwärtigen Führungspersonal) auch in großen Schritten in dieser Richtung bewegt.
Wollen wir's hoffen.

LG Songul

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Niels
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Niels »

songul hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben: Ich habe den Eindruck, daß man sich in Rom und in Moskau (zumindest unter dem gegenwärtigen Führungspersonal) auch in großen Schritten in dieser Richtung bewegt.
Wollen wir's hoffen.

LG Songul
:ja:
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta

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Nassos
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Re: Empfang der hl. Eucharistie

Beitrag von Nassos »

Bernado hat geschrieben:
taddeo hat geschrieben: Für viele von uns Lateinern sind die orthodoxen Kirchen gewissermaßen ein Rettungsanker, der noch schlimmere Schiffbrüche in den letzten Jahrzehnten verhindert hat. Weil dort bestimmte "alte Traditionen" der einen Kirche bis heute absolut unverbrüchlich bewahrt werden, um die in der Westkirche erbittert gestritten wird..... Ohne diese "Ökumene" würden wir wahrscheinlich noch viel älter aussehen.
Volle Zustimmung - mit einem dicken ABER:
Bei den Ostkirchen haben bisher gesellschaftliche Sonderbedingungen geherrscht, die den Einfluß der Moderne auf die Kirchen zurückgedrängt haben. Zumindest in Rußland und natürlich auch in Griechenland werden diese Sonderbedingungen jedoch in schnellem Tempo abgebaut, und man weiß nicht, ob dann nicht etwas ähnliches passiert wie hier in der 2. Hälfte des 20. Jh. Gerade deshalb wäre es so wichtig, genauer herauszuarbeiten, wo wirklich Gemeinsamkeiten bzw. auch Trennendes vorliget - und daß z.B. die unterschiedliche Praxis im Kommunionempfang nie und nimmer etwas wirklich Trennendes darstellen kann.

Da braucht es - und gibt es - stärkere Kaliber, mit denen muß man sich auseinandersetzen.

Ich habe den Eindruck, daß man sich in Rom und in Moskau (zumindest unter dem gegenwärtigen Führungspersonal) auch in großen Schritten in dieser Richtung bewegt.
Nicht nur Moskau... ;D

Aber die Befürchtungen habe ich auch. Aber noch ist die Religion (auf welchem Bewusstseinsniveau auch immer) im alltäglichen Leben spürbar (ich rede jetzt von Griechenland...)

Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Zuletzt geändert von Nassos am Mittwoch 23. Dezember 2009, 03:10, insgesamt 1-mal geändert.
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