Beruf nach Theologiestudium

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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Nicht nur in diesem Punkt. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird die Kirche sogar auf einer Abschaffung des Religionsunterrichts bestehen müssen.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Sowas weiss man doch vorher. Jeder kirchliche Dienstnehmer unterschreibt mit seinem Dienstvertrag auch eine eigene Treueklausel, die u. a. sowas beinhaltet.
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ad-fontes
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von ad-fontes »

Niels hat geschrieben:Böse Kirche:
Katrin H.
Ist die so doof oder tut sie nur so?
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

Raimund J.
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Raimund J. »

ad-fontes hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Böse Kirche:
Katrin H.
Ist die so doof oder tut sie nur so?
Manche sind so doof, manche tun nur so, für die Zeitungen ist es in jedem Fall ein gefundenes Fressen.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Wobei mir das Portal "Der Westen" auch schon mehrfach durch unterirdischen Journalismus und blanke Ahnungslosigkeit aufgefallen ist. Offenbar gibt es dort keinen ausgebildeten Journalisten. Ich vermute, einige Praktikanten der WAZ müssen das Internetportal nebenher mitbetreuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zeitung auf dem gleichen Niveau ist.
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Pit
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Pit »

Viele, sie sind
- Pastoralreferenten und -innen ( ;) )
- Diplomtheologen
- Wissenschaftler
usw.
azs hat geschrieben:Salvete,

was für Berufe (inner- wie auch außerkirchlich) üben römisch-katholische Theologen aus, die nicht in den Klerikerstand eintreten?

Liebe Grüße
azs
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Diplomtheologe ist kein Beruf, sondern eine Qualifikation. Und daraus muss erstmal etwas gemacht werden.
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Bernado
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Bernado »

cantus planus hat geschrieben:Wobei mir das Portal "Der Westen" auch schon mehrfach durch unterirdischen Journalismus und blanke Ahnungslosigkeit aufgefallen ist. Offenbar gibt es dort keinen ausgebildeten Journalisten. Ich vermute, einige Praktikanten der WAZ müssen das Internetportal nebenher mitbetreuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zeitung auf dem gleichen Niveau ist.
Als jemand, der eine zeitlang im Verbreitungsgebiet der WAZ gelebt und gelitten hat, kann ich Dir versichern: Deine Vorstellungskraft ist unzureichend für die Realität.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Bernado hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Wobei mir das Portal "Der Westen" auch schon mehrfach durch unterirdischen Journalismus und blanke Ahnungslosigkeit aufgefallen ist. Offenbar gibt es dort keinen ausgebildeten Journalisten. Ich vermute, einige Praktikanten der WAZ müssen das Internetportal nebenher mitbetreuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zeitung auf dem gleichen Niveau ist.
Als jemand, der eine zeitlang im Verbreitungsgebiet der WAZ gelebt und gelitten hat, kann ich Dir versichern: Deine Vorstellungskraft ist unzureichend für die Realität.
Dann habe ich mir das also nicht eingebildet. :auweia:
Es ist mir unbegreiflich, dass so ein Machwerk überhaupt noch verkauft wird.
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Juergen
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Juergen »

Pit hat geschrieben:Viele, sie sind
- Pastoralreferenten und -innen ( ;) )
- Diplomtheologen
- Wissenschaftler
usw.
ad 1
Einige Bistümer stellen grundsätzlich keine Pastoralreferenten ein; in anderen werden die Stellen teilweise abgebaut.

ad 2
Das ist ein akademischer Abschluß aber kein Beruf, wie hier schon richtig gesagt wurde.

ad 3
Eine Stelle als "Wissenschaftler" bekommt man an der Uni nur mit Promotion oder ggf. als Promotionsstelle.
Gruß Jürgen

Dieser Beitrag kann unter Umständen Spuren von Satire, Ironie und ähnlich schwer Verdaulichem enthalten. Er ist nicht für jedermann geeignet, insbesondere nicht für Humorallergiker. Das Lesen erfolgt auf eigene Gefahr.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Es gibt allerdings eine Beschäftigungstherapie, wo man auch "Diplomtheologe" als Beruf vor sich hertragen kann:

Bild

Sonst kenne ich niemanden, der bei Beruf "Dipl.-Theol." angeben würde.
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Juergen
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Juergen »

Den Angehörigen dieser Gruppe ist es nicht zu verdenken.
Da hört sich die Bezeichnung "Dipl. Theol." besser an
als die eigentliche Berufsbezeichnung:
"Rentner".
:D
Gruß Jürgen

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Niels
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Niels »

cantus planus hat geschrieben:
Bernado hat geschrieben:
cantus planus hat geschrieben:Wobei mir das Portal "Der Westen" auch schon mehrfach durch unterirdischen Journalismus und blanke Ahnungslosigkeit aufgefallen ist. Offenbar gibt es dort keinen ausgebildeten Journalisten. Ich vermute, einige Praktikanten der WAZ müssen das Internetportal nebenher mitbetreuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zeitung auf dem gleichen Niveau ist.
Als jemand, der eine zeitlang im Verbreitungsgebiet der WAZ gelebt und gelitten hat, kann ich Dir versichern: Deine Vorstellungskraft ist unzureichend für die Realität.
Dann habe ich mir das also nicht eingebildet. :auweia:
Es ist mir unbegreiflich, dass so ein Machwerk überhaupt noch verkauft wird.
:achselzuck:
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Raimund J.
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Raimund J. »

Gibts mit der Bologna-Reform überhaupt noch Diplom-Theologen oder nur noch Bätscheler und Maaaster?
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Letzteres. Gilt übrigens auch für Kirchenmusiker (abgesehen von Weimar. Die Hochschule vergibt aus Organisationsgründen vorübergehend wieder die alten A- und B-Abschlüsse).
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taddeo
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von taddeo »

Ich begreife bis heute nicht, warum man dann nicht wenigstens die alten akademischen Titel auf Latein belassen hat. An den römischen päpstlichen Unis gab es zu meiner Zeit auch kein Vordiplom und Diplom, sondern den Baccalaureus (= Bachelor) und dann den Licentiatus, und für die Überflieger noch den Doctor. Magister (= Master) war m. W. in der Theologie noch nie ein üblicher Grad, sondern nur in den weltlichen Disziplinen.

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Peregrin
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Peregrin »

ad-fontes hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Böse Kirche:
Katrin H.
Ist die so doof oder tut sie nur so?
Katrin H. hat geschrieben:„Ich kann das überhaupt nicht verstehen“, sagt Katrin H. „Alle Welt will, dass sich die Kirche aus der Schule heraushält. Zudem haben die Kinder Anspruch auf einen Religionsunterricht, in dem Toleranz gegenüber anderen Konfessionen und Religionen gelehrt wird – und in dem auch Kritik an der katholischen Kirche ihren festen Platz erhält.“
Wie auch immer, jedenfalls braucht die keiner als "katholische" Religionslehrerin.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Ich bin geneigt, den ganzen Artikel für ein Fake zu halten. So blöd kann ein normaler Mensch nicht sein (obwohl ich auch schon in einem Internetforum auf eine Kirchenmusikerin stieß, die fragte, was man nach dem Studienabschluss eigentlich mit dem Beruf werden könne...).

Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um einen gezielten Presseangriff auf die Kirche handelt.
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Christ86
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Christ86 »

Peregrin hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:
Niels hat geschrieben:Böse Kirche:
Katrin H.
Ist die so doof oder tut sie nur so?
Katrin H. hat geschrieben:„Ich kann das überhaupt nicht verstehen“, sagt Katrin H. „Alle Welt will, dass sich die Kirche aus der Schule heraushält. Zudem haben die Kinder Anspruch auf einen Religionsunterricht, in dem Toleranz gegenüber anderen Konfessionen und Religionen gelehrt wird – und in dem auch Kritik an der katholischen Kirche ihren festen Platz erhält.“
Wie auch immer, jedenfalls braucht die keiner als "katholische" Religionslehrerin.
So ist's. Ich weiss sowieso nicht, was aus dem heutigen Religionsunterricht geworden ist. Wenn man nicht mehr die Lehre eigenen Kirche weitervermittelt, dann wird der Religionsunterricht an Schulen überflüssig und sollte abgeschafft und durch rein kirchlichen ersetzt werden.

In der Schweiz gibt es in einigen Kantonen seit einigen Jahren "ökumenischen Religionsunterricht" - da müssen die römisch-katholischen und evangelisch-reformierten Kinder teilnehmen. Die christkatholische Kirche (=altkath.) war in mehreren Kantonen zwar an den Beratungen über einen solchen Unterricht beteiligt, lehnte es aber schliesslich ab und blieb beim eigenen Unterricht. Begründung: die kirchliche Identität werde so verwässert oder ganz zerstört. (Diese Ansicht gehört zum wenigen Vernünftigen, was in den letzten Jahren aus der CKK gekommen ist.)

Dasselbe ist das hier oben: die Dame spricht von Toleranz gegenüber anderen Religionen und Kritik an der römischen Kirche, die ihren Platz haben sollen. Wo bleibt aber die Vermittlung der römischen Lehre? Wenn diese nicht im Mittelpunkt steht, kann man den Rel-Unti an Schulen absetzen und durch Ethikunterricht ersetzen.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Interessant finde ich vor allem die Unterteilung an "katholischen" und "staatlichen" Schulen... als ob sich durch die Schulform die Religion ändern würde. :vogel:
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Raimund J.
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Raimund J. »

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Christ86
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Christ86 »

cantus planus hat geschrieben:Interessant finde ich vor allem die Unterteilung an "katholischen" und "staatlichen" Schulen... als ob sich durch die Schulform die Religion ändern würde. :vogel:
Ja :patsch: . Und da sie ja katholischen Religionsunterricht erteilen will, sollte sie ja eigentlich wissen, dass die Lehre der katholischen Kirche über nicht-eheliche Beziehungen sowieso gilt, sei eine Person nun von der Kirche angestellt oder nicht. Die Kirche kann in ihrem konkreten Fall aber direkt fordern, denn wer die Lehre vermitteln will, der soll sie ja auch einhalten.
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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Danke für den Link, Raimund. Da sieht man mal wieder die geballte Ahnungslosigkeit und das Halbwissen im Internet. :nein:
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Clemens
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Clemens »

taddeo hat geschrieben:Ich begreife bis heute nicht, warum man dann nicht wenigstens die alten akademischen Titel auf Latein belassen hat. An den römischen päpstlichen Unis gab es zu meiner Zeit auch kein Vordiplom und Diplom, sondern den Baccalaureus (= Bachelor) und dann den Licentiatus, und für die Überflieger noch den Doctor. Magister (= Master) war m. W. in der Theologie noch nie ein üblicher Grad, sondern nur in den weltlichen Disziplinen.
Die evangelischen Theologen haben früher IMMER den Magister (als Abschluss des Grundstudiums) gemacht und selbigen dann auch als Titel vor dem Namen geführt.
Also M. Soundso war Pfarrer in Daundda.
Von allen Gottesgaben ist die Intelligenz am gerechtesten verteilt. Jeder ist zufrieden mit dem, was er hat und freut sich sogar, dass er mehr hat, als die anderen.

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Bernado
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Bernado »

Peregrin hat geschrieben:Wie auch immer, jedenfalls braucht die keiner als "katholische" Religionslehrerin.
Ich denke, die gute Frau reproduziert nur das, was sie in einem zweifellos bischöflich anerkannten Studiengang gelernt hat. Insoweit ist das wohl auch weder ein Fake, noch ein außengesteuerter Angriff, sondern eine schlichte Momentaufnahme der kirchlichen Realität.
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von HeGe »

taddeo hat geschrieben:Ich begreife bis heute nicht, warum man dann nicht wenigstens die alten akademischen Titel auf Latein belassen hat. An den römischen päpstlichen Unis gab es zu meiner Zeit auch kein Vordiplom und Diplom, sondern den Baccalaureus (= Bachelor) und dann den Licentiatus, und für die Überflieger noch den Doctor. Magister (= Master) war m. W. in der Theologie noch nie ein üblicher Grad, sondern nur in den weltlichen Disziplinen.
Du kannst mir gerne glauben, dass ich mir zu diesem Thema während meiner Zeit in der Hochschulpolitik den Mund fusselig geredet hat. :kotz: Aber leider haben weder Ochs noch Esel geholfen. Keine Ahnung, was sich die "Experten" in den Ministerien und von der HRK von diesen beknackten englischen Bezeichnungen erhoffen.

Nun ja, die Welt geht zugrunde und dass nicht nur an dieser Stelle. Jetzt macht man an der Uni eben seinen Gesellen und Meister. Sind ja auch ehrbare Berufsabschlüsse.
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Maurus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Maurus »

Bernado hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Wie auch immer, jedenfalls braucht die keiner als "katholische" Religionslehrerin.
Ich denke, die gute Frau reproduziert nur das, was sie in einem zweifellos bischöflich anerkannten Studiengang gelernt hat. Insoweit ist das wohl auch weder ein Fake, noch ein außengesteuerter Angriff, sondern eine schlichte Momentaufnahme der kirchlichen Realität.
Nur das in diesem Fall eben kein Pardon gegeben wird: Wer geschieden und wiederverheiratet ist, muss gehen (oder wird zurückgestuft). Zurückgestuft wird auch, wer jemanden heiratet, der bereits geschieden ist. Einerseits konsequent, nur leider fehlt es an viel entscheidenderen Stellen an derselben Konsequenz. Während Kindergärtnerinnen gefeuert werden, weil sie in wilder Ehe oder dergleichen leben, dürfen Theologieprofessoren jahrzehntelang häretische Lehren weitererzählen, ohne dass den Ortsbischof das kümmern würde. Da fehlt es mir einfach am rechten Maß. Es ist viel schlimmer, wenn ein Theologieprofessor Generationen von Religionslehrern in einem häretischen Geist ausbildet, als wenn irgendeine Lehrerin (das betrifft ja nicht nur Religionslehrer, sondern auch jeden anderen Lehrer, der an einer kirchlichen Schule unterrichtet) ihr Privatleben konträr zur kirchlichen Lehre führt. Letzteres ist einfach das Problem der Betreffenden, ersteres eine Katastrophe für die Kirche.

Also: Wenn schon konsequent, denn überall konsequent. Und falls man nur die halbe Konsequenz will, dann lieber an wichtiger Stelle konsequent sein, als an nebensächlicher.

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cantus planus
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Erneut ist der Zustand der theologischen Fakultäten und der Seminare zu beklagen. Die Untätigkeit der Bischöfe ist eine Katastrophe!
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Peregrin
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Peregrin »

Bernado hat geschrieben:
Peregrin hat geschrieben:Wie auch immer, jedenfalls braucht die keiner als "katholische" Religionslehrerin.
Ich denke, die gute Frau reproduziert nur das, was sie in einem zweifellos bischöflich anerkannten Studiengang gelernt hat.
Ja, das ist mir gestern auch noch in den Sinn gekommen. Natürlich weist diese Aktion auf ein tieferliegendes Problem in jenem Bistum hin.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von cantus planus »

Ich befürchte, das "tieferliegende Problem in jenem Bistum" erstreckt sich auf den gesamten deutschen Sprachraum.
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Peregrin
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Re: Beruf nach Theologiestudium

Beitrag von Peregrin »

Maurus hat geschrieben:[Während Kindergärtnerinnen gefeuert werden, weil sie in wilder Ehe oder dergleichen leben, dürfen Theologieprofessoren jahrzehntelang häretische Lehren weitererzählen, ohne dass den Ortsbischof das kümmern würde. Da fehlt es mir einfach am rechten Maß.
Dem stimme ich voll zu. Wer unkeusche Kindergärtnerinnen schlachtet, aber häretischen oder kirchenfeindlichen Theologieprofessoren freie Hand läßt, setzt sich dem Vorwurf übler Heuchelei aus.
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.

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