Die Zeitschrift "Theologisches" - lesenswert!

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Robert Ketelhohn
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Stephen Dedalus hat geschrieben:Nun, kath.net kann wohl kaum zu deutlich gegen Herrn Dr. Berger schreiben,
ohne sich selbst dabei bloßzustellen.
Ja, richtig. Das Überraschende ist vor allem, daß kreuz.net Bergers Selbstentblößung
nicht aufgreift, um noch mal draufzuhauen. Zumal sie gerade erst noch sogar gegen
Hauke ausgeteilt hatten. Als ob jemand, auf den sie hören, ihnen gesagt hätte, nun end-
lich einmal Ruhe zu geben. Oder eigene Einsicht? – Wer weiß. Wunder geschehen.
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ottaviani
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von ottaviani »

ich könnte mir vorstellen kreuznet macht einen Sonntag Nachmittag Artikel daraus wenn sonst nix los ist

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overkott
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von overkott »

Die schrecken vor nichts zurück. Das etwas neurotische Verhältnis mancher Autoren zur Leiblichkeit wirkt maladif. Das betrifft weniger die Wertung als die Intensität.

Petra
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Petra »

ottaviani hat geschrieben:ich könnte mir vorstellen kreuznet macht einen Sonntag Nachmittag Artikel daraus wenn sonst nix los ist
Zurzeit schreiben sie von der "feigen Flucht des Bischofs" und dass er ein "Mietling" sei. - Unmögliche Artikel!

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Robert Ketelhohn
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

overkott hat geschrieben:maladif
Äh was? Ist das “malattivo” = morboso?
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ottaviani
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von ottaviani »

Kreuznet konnte nicht widerstehen
http://www.kreuz.net/article.1154.html

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Libertas Ecclesiae
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Libertas Ecclesiae »

ottaviani hat geschrieben:Kreuznet konnte nicht widerstehen
http://www.kreuz.net/article.1154.html
Damit ist die Frage von Niels beantwortet: :breitgrins:
Niels hat geschrieben:Die Frage ist auch, wer das Rennen macht... :schnarch:
P. S.: Auf der Internetseite von "Theologisches" firmiert David Berger immer noch als Herausgeber. Und schaut euch mal die letzten Einträge des dazugehörigen Gästebuchs an. Das sollte der Förderverein so schnell wie möglich vorstellig werden: :auweia:

http://www.freeguestbook.de/readbook.cgi?17746
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)

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Niels
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Niels »

Ja, jetzt wissen wir's endlich ;D ...

Gamaliel hat es zwar im Nachbarstrang gepostet, aber doppelt hält besser: viewtopic.php?p=378658#p378658
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Gamaliel
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Gamaliel »

Nichts inhaltlich Neues, aber der Vollständigkeit halber:

Das Schicksal des David Berger

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Bernado
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Bernado »

Gamaliel hat geschrieben:Nichts inhaltlich Neues, aber der Vollständigkeit halber:

Das Schicksal des David Berger
Ja. Und dieses wird uns wohl moch zu schaffen machen, wenn die Auseinandersetzung über die Liturgie wieder stärker in den vordergrund tritt:
Die Liebe zur alten Liturgie sei in seinem Fall sublimierte Homosexualität gewesen, eine Faszination für „prachtvolle Barockgewänder und edle Brüsseler Spitze, klassische Kirchenmusik, Weihrauchschwaden, eine großartige Inszenierung, vor der jeder Opernregisseur neidvoll erblassen muss, und das alles fest in männlicher Hand“
Perfide ausgedacht.
„DIE SORGE DER PÄPSTE ist es bis zur heutigen Zeit stets gewesen, dass die Kirche Christi der Göttlichen Majestät einen würdigen Kult darbringt.“ Summorum Pontificum 2007 (http://www.summorum-pontificum.de/)

civilisation
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von civilisation »

Bernado hat geschrieben: ... Perfide ausgedacht.

Finde ich auch. Denn der "Mann der Diskretion" hatte genügend Zeit dafür, seine Intriegen zu schmieden.

Daniel75
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Daniel75 »

... nach meiner bescheidenen Meinung ist das Ganze einfach eine eskalierte Auseinandersetzung zwischen ehem. Arbeitgeber und ehem. Arbeitnehmer, die - wie oft in diesen Fällen - bizarre Züge angenommen hat ... :ikb_smoke:

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Gamaliel
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Gamaliel »

@Bernado

Das ist mir auch schon aufgefallen (Schlußabsatz).

Diese unverschämten Aussagen über die hl. Liturgie, sowie die Vereinnahmung des hl. Thomas von Aquin hinsichtlich der Qualifizierung der Homosexualität, stören mich am meisten am Artikel in der FR.

In gewissem Sinn gilt hier: "Corruptio optimi pessima".

civilisation
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von civilisation »

Daniel75 hat geschrieben:... nach meiner bescheidenen Meinung ist das Ganze einfach eine eskalierte Auseinandersetzung zwischen ehem. Arbeitgeber und ehem. Arbeitnehmer, die - wie oft in diesen Fällen - bizarre Züge angenommen hat ... :ikb_smoke:
Deine Aussagen sind dahingehend zu interpretieren, daß Du die ganze Angelegenheit auf eine Ebene herunterspielst, die sich so nicht darstellt. Berger geht es - nicht zuletzt durch sein Outing - um die Zerstörung der Kirche.

Daniel75
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Daniel75 »

civilisation hat geschrieben:Deine Aussagen sind dahingehend zu interpretieren, daß Du die ganze Angelegenheit auf eine Ebene herunterspielst, die sich so nicht darstellt. Berger geht es - nicht zuletzt durch sein Outing - um die Zerstörung der Kirche.
Ich würde eher sagen, dass da offenbar jmd in einer Lebenskrise steckt (in die wir alle geraten können), in der derjenige jedoch das Problem bei der Kirche sucht und nicht bei sich.

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overkott
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von overkott »

Daniel75 hat geschrieben:
civilisation hat geschrieben:Deine Aussagen sind dahingehend zu interpretieren, daß Du die ganze Angelegenheit auf eine Ebene herunterspielst, die sich so nicht darstellt. Berger geht es - nicht zuletzt durch sein Outing - um die Zerstörung der Kirche.
Ich würde eher sagen, dass da offenbar jmd in einer Lebenskrise steckt (in die wir alle geraten können), in der derjenige jedoch das Problem bei der Kirche sucht und nicht bei sich.
Berger denkt vielleicht zu schwarz-weiß. Dann nimmt er seine vergangene Herausgeberschaft und seine Empfindsamkeit zu wichtig und hat anders als Bonaventura die befreiende Botschaft des Herrn zu wenig durchdacht und verstanden.

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cantus planus
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von cantus planus »

civilisation hat geschrieben:
Daniel75 hat geschrieben:... nach meiner bescheidenen Meinung ist das Ganze einfach eine eskalierte Auseinandersetzung zwischen ehem. Arbeitgeber und ehem. Arbeitnehmer, die - wie oft in diesen Fällen - bizarre Züge angenommen hat ... :ikb_smoke:
Deine Aussagen sind dahingehend zu interpretieren, daß Du die ganze Angelegenheit auf eine Ebene herunterspielst, die sich so nicht darstellt. Berger geht es - nicht zuletzt durch sein Outing - um die Zerstörung der Kirche.
Das sehe ich in diesem Fall nicht so. Hier hat der seit Jahren zunehmende äußere Druck - das Fehlen einer langfristigen beruflichen Perspektive und die Gerüchte um seine sexuelle Orientierung - zu einer Kurzschlußreaktion geführt.

Solche Generalabrechnungen dienen immer der eigenen Befreiung und Selbstrechtfertigung (das kann man dem Artikel Bergers auch sehr schön entnehmen), zerschlagen aber zugleich noch mehr Porzellan und zerreißen die letzten noch verbliebenen Bande.

Ich bezweifle, dass Dr. Berger im Augenblicklogisch oder systematisch denkt, bewusst handelt oder gar einen gezielten Plan verfolgt. Er richtet sich auch nicht besonders gegen die Kirche, sondern richtet sich gerade selbst zugrunde.

Im Gegensatz zu (früher) großen Namen wie Küng, Vorgrimler etc. hat sich Dr. Berger mittlerweile in fast allen innerkirchlichen Lagern unglaubwürdig gemacht. Seine Aktivitäten auf kreuts.net und der unsägliche Streit mit Dr. Lindemann setzen dem die Krone auf.

Es gibt auch niemanden, der aus Bergers rhetorischem Amoklauf Kapital schlagen könnte. Selbst "Wir sind Kirche" nicht.

Wie ich bereits vorne weiter sagte: ein tragischer Fall. Sogar ein sehr tragischer. Mehr nicht.
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Gamaliel
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Gamaliel »

Schwule Liebe "verdient Rückhalt"

Moraltheologe Eberhard Schockenhoff im FR-Interview über das Verhältnis der katholischen Kirche zur Homosexualität.

Daraus:
Der homosexuelle Theologe David Berger hat sich am 23. April in der FR geoutet und der katholischen Kirche Bigotterie vorgeworfen: Nach außen bekämpfe sie Homosexualität, nach innen würden homosexuelle Geistliche und Mitarbeiter mit subtilem Druck gefügig gemacht. Teilen Sie seine Beobachtung?

In extrem konservativen Kreisen mag das so sein. Die Pfarrgemeinden sind zumeist durchaus aufgeschlossen gegenüber Homosexuellen.

Berger spricht ausdrücklich von den Bischöfen. Manche sollen gar behaupten, homosexuelle Priester gebe es in ihren Bistümern nicht. Ein "Programm der Unehrlichkeit" nennt Berger das.

Sicher erhöhen Bischöfe mit einer solchen Position die Gefahr, dass die Betroffenen sich verstellen und verstecken müssen. Manche in der Bischofskonferenz sagen, homosexuelle Männer könnten nicht zu Priestern geweiht werden, weil die ehelose Lebensform im Zölibat für sie ja kein Verzicht sei. Die meisten Bischöfe dagegen sehen - wie ich finde, zu Recht - im Zölibat eine Form des Einsatzes für die Glaubensverkündigung, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Enthaltsam leben, ohne Sex - damit tun sich Homosexuelle genauso leicht oder schwer wie Heterosexuelle.
Einen besonderen Lacher verdient:
...ich bezweifle, dass es das letzte Wort der Kirche sein kann, alle homosexuellen Handlungen gleich zu beurteilen, unabhängig vom Kontext. Wenn homosexuell empfindende Menschen eine feste, auf Solidarität und Dauer angelegte Beziehung eingehen, dann ist das ethisch wertvoll. Ihr Bemühen verdient Rückhalt und ein positives Echo der Kirche. Ich denke, in solchen Fällen muss das Urteil über homosexuelle Handlungen in den Hintergrund treten.
Bei Duldung/Förderung(?) solcher Professoren kann sich Papst Benedikt sein neues Dikasterium gleich sparen.

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Niels
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Niels »

:patsch: :vogel:
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Bernado
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Bernado »

Gamaliel hat geschrieben:Bei Duldung/Förderung(?) solcher Professoren kann sich Papst Benedikt sein neues Dikasterium gleich sparen.
Ja, natürlich. Den einzigen Wert dieser Ankündigung sehe ich darin, daß sie einen weiteren Schritt auf dem schmerzhaften Weg darstellt, zu sagen, was ist. Und während diese Sorte Theologen noch vom neuen Frühling faselt, spricht der Papst von Neuevangelisation - das hat schon was.
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cantus planus
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von cantus planus »

Bernado hat geschrieben:Und während diese Sorte Theologen noch vom neuen Frühling faselt, spricht der Papst von Neuevangelisation - das hat schon was.
Diese Tatsache muss man mal deutlich hervorheben!!
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ad-fontes
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von ad-fontes »

@Gamaliel:
Das ist aber - etwas böse gesagt - der Köder, mit dem für HS geworben wird, nicht mit Fetischparties und Sadomasoorgien.

"Seht, wie sie sich lieben. Wie können wir da ihnen als Christen Gottes guten Segen vorenthalten?", höre ich die Mehrheit rufen. Es ist eine Logik, die sich der "Christ in der Gegenwart" nicht verschließen kann und die Zistimmung, Akzeptanz und Wohlwollen einfordert. Ist es nur ein Mechanismus, ein sentimentaler Hebel, der da bedient wird, um den an sich kirchlich gesinnten Christen zu manipulieren oder sind wir rückständig, nicht mehr auf der Höhe der Zeit?

Auf das Liebes-Argument vermisse noch eine Antwort, die es vermag hier fundiert zu entgegnen.

In einem anderen Forum (Mensch und Kirche) schrieb ein die HS propagierender Priester aus Schweden bzgl. einiger konservativer Äußerungen: "You will lead us back to the Middle Ages. But you won't suceed!"
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Gamaliel
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Gamaliel »

ad-fontes hat geschrieben:Auf das Liebes-Argument vermisse noch eine Antwort, die es vermag hier fundiert zu entgegnen.
Auf der Ebene der Theorie scheint mir das nicht sonderlich schwierig zu beantworten zu sein. Spontan fiele mir ein:

- Man könnte rein philosophisch zeigen was "Liebe" überhaupt heißt, bedeutet und umschließt (z.B. gestützt auf Th. v. Aquin). Mit diesem philosophischen/metaphysischen Begriff der Liebe, gereinigt von allen sentimentalen Schlacken, könnte man sehr leicht zeigen, daß die Homoperversion nichts mit Liebe zu tun hat.
- Aus religiöser Sicht könnte man ausgehend von Gott dem Schöpfer der Natur und damit alles Guten und aller Werte (=> Liebe) zeigen, daß die Homoperversion kein Wert ist, denn Maßstab alles Geschaffenen ist der Schöpfer.

Beide Punkte sind gegenwärtig nicht mehr klar, weder der Begriff der Liebe, noch der Umstand, daß Gott einziges Richtmaß für alle Werte ist. Daher haben die Homos auch leichtes Spiel, indem sie - wie auch sonst jedermann - den überkommenen Begriffen einen neuen Inhalt verpassen und sich selbst zum Maßstab aller Dinge machen.

Eine ganz andere Frage wäre freilich, wie man solche Inhalte einem völlig degenerierten Adressatenkreis vermitteln soll: "Quidquid cognoscitur, ad modum cognoscentis cognoscitur".

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Bernado
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Bernado »

ad-fontes hat geschrieben:"Seht, wie sie sich lieben. Wie können wir da ihnen als Christen Gottes guten Segen vorenthalten?", höre ich die Mehrheit rufen. Es ist eine Logik, die sich der "Christ in der Gegenwart" nicht verschließen kann und die Zistimmung, Akzeptanz und Wohlwollen einfordert. Ist es nur ein Mechanismus, ein sentimentaler Hebel, der da bedient wird, um den an sich kirchlich gesinnten Christen zu manipulieren oder sind wir rückständig, nicht mehr auf der Höhe der Zeit?
Das ist eine in jedem Sinne des Wortes Gott-lose Argumentation. Sie kann nur überzeugen, wo das Bewußtsein von Gott als dem Urheber aller Dinge, aller Werte und aller Ordnung geschwunden ist zugunsten der proklamierten Souveränität des Menschen. Wer meint, letzteres sei einzig "auf der Höhe der Zeit", kann in der Tat gar nicht anders sprechen und denken und ist wohl auch für jedes Gegenargument unerreichbar: auf welchem gemeinsamen Boden sollte es Gewicht haben?

Das heißt aber nicht, diese Menschen leichtfertig aufzugeben. Das Gnadenhandeln Gottes zeigt sich ja auch darin, daß es jeden einzelnen Menschen, der dieser oder ähnlichen Illusionen verfallen ist, in seinem ganz persönlichen Leben immer wieder in Situationen führt, in denen der Vorhang aufreißt und die Panzerplatten abfallen - für eine gewisse Zeit ist dann wieder Empfänglichkeit für die Wahrheit gegeben. Wenn jemand diese Zeit nutzt und Gespräch und Erkenntnis ehrlich sucht, hat ihm die traditionelle Lehre der Kirche (wenn sie nicht in zu hermetischer Form vorgetragen wird) mehr zu bieten als das "im Grunde ist doch gar nichts"-Gerede der ach so verständnisvollen und allesliebenden Liberalos.
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von lifestylekatholik »

ad-fontes hat geschrieben:Auf das Liebes-Argument vermisse noch eine Antwort, die es vermag hier fundiert zu entgegnen.
Vielleicht verstehe ich die Frage nicht, aber wo ist das Problem, wenn zwei einander lieben? »Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben.« Dass sexuelle Handlungen zwischen nicht Verheirateten nichts mit Liebe, sondern alles mit egoistischem Verlangen zu tun habe, ist doch ebenso klar.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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ad-fontes
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von ad-fontes »

lifestylekatholik hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Auf das Liebes-Argument vermisse noch eine Antwort, die es vermag hier fundiert zu entgegnen.
Vielleicht verstehe ich die Frage nicht, aber wo ist das Problem, wenn zwei einander lieben? »Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: Wir sollen einander lieben.« Dass sexuelle Handlungen zwischen nicht Verheirateten nichts mit Liebe, sondern alles mit egoistischem Verlangen zu tun habe, ist doch ebenso klar.
Das Problem ist da, wo sie meinen, wenn sie "verpartnert" (Standesamt) oder "gesegnet" (Kirche) sind, verheiratet zu sein.
Christi vero ecclesia, sedula et cauta depositorum apud se dogmatum custos, nihil in his umquam permutat, nihil minuit, nihil addit; non amputat necessaria, non adponit superflua; non amittit sua, non usurpat aliena. (Vincentius Lerinensis, Com. 23, 16)

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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von lifestylekatholik »

ad-fontes hat geschrieben:Das Problem ist da, wo sie meinen, wenn sie "verpartnert" (Standesamt) oder "gesegnet" (Kirche) sind, verheiratet zu sein.
Geht doch gar nicht. Die Ehe ist die Gemeinschaft zwischen Mann und Frau. Die ganz grundsätzliche Hinordnung der beiden Geschlechter aufeinander wird doch bereits in Genesis 1 und 2 klargestellt und ist auch durchgängige Lehre der Kirche.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«

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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Bernado »

lifestylekatholik hat geschrieben:
ad-fontes hat geschrieben:Das Problem ist da, wo sie meinen, wenn sie "verpartnert" (Standesamt) oder "gesegnet" (Kirche) sind, verheiratet zu sein.
Geht doch gar nicht. Die Ehe ist die Gemeinschaft zwischen Mann und Frau. Die ganz grundsätzliche Hinordnung der beiden Geschlechter aufeinander wird doch bereits in Genesis 1 und 2 klargestellt und ist auch durchgängige Lehre der Kirche.
Und deshalb ist es Pflicht der Kircher, jeden Anschein von etwass anderem zu meiden. Die Segnung homosexueller Praxis als Gott wohlgefällig markiert einen wichtigen Schritt im Prozess des Ausstiegs aus dem Christentum.

Soviel zum Thema Ökumene.
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Gamaliel hat geschrieben:
In extrem konservativen Kreisen mag das so sein.
Welch eine Niedertracht.
Gamaliel hat geschrieben:Einen besonderen Lacher verdient:
Wenn homosexuell empfindende Menschen eine feste, auf Solidarität und Dauer angelegte Beziehung eingehen, dann ist das ethisch wertvoll.
Damit ist treffend gekennzeichnet, was heute die Staatsideologie „Ethik“ nennt (den Begriff übrigens verblödeterweise mit „Ethos“ verwechselnd) und womit sie ihre vor der Lüge kriechenden Räte, Kommissionen, Erklärungen und Empfehlungen gern etikettiert.

Das öffentliche Ethos unserer Zeit ist so viel wert wie Ethikprofessors Erguß sei’s im Frakfurter Wurstblatt, sei’s in Schülers Heck.
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

ad-fontes hat geschrieben:Auf das Liebes-Argument vermisse noch eine Antwort, die es vermag hier fundiert zu entgegnen.
Was soll man einem sagen, der Liebe mit Ar…fi.. verwechselt?
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Robert Ketelhohn »

Bernado hat geschrieben:Das ist eine in jedem Sinne des Wortes Gott-lose Argumentation. Sie kann nur überzeugen, wo das Bewußtsein von Gott als dem Urheber aller Dinge, aller Werte und aller Ordnung geschwunden ist zugunsten der proklamierten Souveränität des Menschen.
Hier möchte ich insofern widersprechen, als zu Erkenntnis der Abartigkeit und Widernatürlichkeit der Sodomie eine Anerkennung Gottes keineswegs erforderlich ist. Vielmehr genügt der gesunde Menschenverstand und der ungetrübte Blick auf die Wirklichkeit.

Die von dir gottlos genannte „Argumentation“ ist nicht bloß gottlos, sondern geistlos, sinnlos, unvernünftig. Das kann jeder Heide erkennen.
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Re: Rund um die Zeitschrift "Theologisches"

Beitrag von Bernado »

Robert Ketelhohn hat geschrieben:]Hier möchte ich insofern widersprechen, als zu Erkenntnis der Abartigkeit und Widernatürlichkeit der Sodomie eine Anerkennung Gottes keineswegs erforderlich ist. Vielmehr genügt der gesunde Menschenverstand und der ungetrübte Blick auf die Wirklichkeit.
Um mit Radio Eriwan zu sprechen: Im Prinzip ja.
Ab er wir sind umgeben von wirkungskräftigen Krankmachern des Menschenverstandes und berufsmäßigen Eintrübern des Blickes, die mit ihrer verderblichen Tätigkeit ja schon im Kindergarten ansetzen.

Illustration aus dem für 7-Jährige gedachten und in US-Schulen zugelassenen modernen Märchenbuch "King&King", in dem der Prinz nach langen Kämpfen gegen die bornierte Umwelt endlich seinen Prinzen heiraten darf:
Bild
Du wirst es erleben, daß dein Sohn irgendwann vor dem Abitur ernstlich ins Grübeln, kommt, ob er denn normal ist, obwohl er nicht jedes Wochenende in der Disko eine andere Tussi aufreißt. Und Deine Tochter wird eine depressive Phase haben, deren Ursache schwer zu ergründen ist - bis Ihr schließlich dahinterkommt, daß sie glaubt, die letzte Jungfrau in der Klasse zu sein, wo doch andere schon das Sakrament der Abtreibung empfangen haben.

Und dann können wir hier nur noch beten, daß Du nicht irgendeinen Gegenstand ergreifst, den der Staatsanwalt später als "brutale Mordwaffe" bezeichnen wird, und Dich auf den Schulweg machst, um ein paar Schädel einzuschlagen.
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