Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
- Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Ich möchte einmal anmerken, dass es eine gute Erfiindung ist, nach der Predigt zu singen, da man so wieder etwas wacher wird. Aber das war nicht mein einziger Gedanke, der mir auf der Krichenbank einfiel. Der Nächste hat nämlich direkt etwas mit der Kommunion zu tun. Der Priester vergibt die Kommunion ja immer erst einmal an die Ministranten. Dies geschieht dann in einer soften Variante der Kreiskommunion, ich "dürfte" ja die hardcore Variante der Kreiskommunion in einer duisburger Gemeinde erleben, was ja überhaupt zur Entstehung dieses Threads geführt hat. Jedenfalls stehen alle Ministranten ja sozusagen im Halbkreis um den Alter, nehmen die Kommunion mit der Hand auf und stecken sich diese anschließend gleichzeitig in den Mund. Was passiert eigentlich mit einem Ministranten, der es vorzieht die Kommunion mit dem Mund aufzunehmen? Der tanz dann ja völlig aus der Reihe. Gebe es nach dem Gottesdienst für die Mundkommunion Ärger?
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Der dürfte die längste Zeit Messdiener gewesen sein. Das Konzil hat die Mundkommunion schließlich verboten.Knecht Ruprecht hat geschrieben:Was passiert eigentlich mit einem Ministranten, der es vorzieht die Kommunion mit dem Mund aufzunehmen?
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Im Grunde sehe ich bei der deutschen Amtskirche den Tatbestand der Nötigung zur Handkommunion, den man beim Vatikan zur Anzeige bringen müsste. Da der Gottesdienstablauf auf die Handkommunion zugeschnitten ist, sei es bei den Messdienern oder den Gottesdienstbesuchern. Den traditionellen Christen bleibt damit nur der Ungehorsam, indem man aus der Reihe tanzt.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Die Nötigung müsstest du nachweisen. Das kriegst du wahrscheinlich nicht hin, auch wenn sie jedem noch so offensichtlich wäre.
Aus der Reihe tanzen, indem man die Mundkommunion nimmt, ist aber kein Ungehorsam! Auch nicht wenn es sich so anfühlt.
Aus der Reihe tanzen, indem man die Mundkommunion nimmt, ist aber kein Ungehorsam! Auch nicht wenn es sich so anfühlt.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Nötigung im strafrechtlichen Sinne ist's sicher nicht, aber ich bilde mir ein, diese Form - alle kriegen die Hostie nacheinander und stecken sie gemeinsam in den Mund - auch bei Erstkommunionfeiern schon gesehen zu haben.
Und das acht- oder neunjährige Kind möchte ich sehen, das dann sagt, ich hätt's aber gern als Mundkommunion und kann daher da nicht mitmachen.
Stimmt schon, de facto wird die "geduldete" Form zur einzig möglichen gemacht. Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
Und das acht- oder neunjährige Kind möchte ich sehen, das dann sagt, ich hätt's aber gern als Mundkommunion und kann daher da nicht mitmachen.
Stimmt schon, de facto wird die "geduldete" Form zur einzig möglichen gemacht. Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Denen die diese Form aber weiterhin dulden oder pflegen (und nicht sofort wieder abschaffen und verbieten) obwohl sie mit dem Problem schon konfrontiert wurden oder auch nur ein einziges Mal gehört haben, daß es ein solches Problem mit sich bringt, kann (wenn nicht sogar muss) man aber schon einen Vorwurf machen.Firmian hat geschrieben: [...] Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Bei meiner Erstkommunion war Mundkommunion kein Problem, habe mich allerdings nicht gekniet. Ich knie bei der Kommunion erst, seitdem die Alte Messe für mich entdeckt habe und dadurch weiss, wie sich eine Kommunionbank in Benutzung anfühlt.Firmian hat geschrieben:Nötigung im strafrechtlichen Sinne ist's sicher nicht, aber ich bilde mir ein, diese Form - alle kriegen die Hostie nacheinander und stecken sie gemeinsam in den Mund - auch bei Erstkommunionfeiern schon gesehen zu haben.
Und das acht- oder neunjährige Kind möchte ich sehen, das dann sagt, ich hätt's aber gern als Mundkommunion und kann daher da nicht mitmachen.
Stimmt schon, de facto wird die "geduldete" Form zur einzig möglichen gemacht. Den Erfindern der Synchron-Kommunion kann man wahrscheinlich nicht mal einen Vorwurf machen; die kamen wohl gar nicht auf die Idee, daß einer Mundkommnion machen könnte.
Ich fürchte, dass ein Kind machen wird, was es von den Eltern und "allen anderen" sieht und - wenn überhaupt - erst im Erwachsenenalter ggf. hinterfragen wird.
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Rein aus Neugier: Wo und wann war das?Jacinta hat geschrieben: Bei meiner Erstkommunion war Mundkommunion kein Problem, habe mich allerdings nicht gekniet.
In meiner Heimat, im Bistum Limburg, hatten wir zwar "Reihen-Kommunion", es wäre also kein logistisches Problem gewesen, aber daß es Mundkommunion überhaupt gibt, wurde nie thematisiert und war mir wahrscheinlich damals (Mitte der 70er Jahre) gar nicht bekannt.
(Irgendwann fiel mir das mal auf, daß es {ganz wenige, meist älterere} Leute gab, die sich die Hostie in den Mund stecken ließen. Ich erzählte das mal meinen Eltern als Kuriosum, und die erklärten mir, das sei "früher" mal so üblich gewesen.)
Ich weiß nicht, ob's an der Diözese lag oder an der Zeit. Jetzt in Wien ist - in den "normalen" Pfarrgemeinden die Mundkommunion zwar in der Munderheit, aber doch eine erkennbare Minderheit (würde sagen ein Viertel bis ein Drittel, aber ich führe da natürlich keine Statistik; wer halt zufällig vor mir steht, da seh' ich's halt.
- Knecht Ruprecht
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Also ich bin immer der einzigste, der die Kommunion mit dem Mund aufnimmt und ich habe schon in mehreren Städten gewohnt. Somit ist die Mundkommunion in Deutschland ausgestorben. Ich bin der einzigste der aus der Reihe tanzt.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Ganz Deutschland?
In Passau gibt's die Mundkommunion schon noch. Zumindest sind nach meiner Erfahrung Priester nicht irritiert, wenn man die Hand nicht hinhält.
In Passau gibt's die Mundkommunion schon noch. Zumindest sind nach meiner Erfahrung Priester nicht irritiert, wenn man die Hand nicht hinhält.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Knecht - ich wohne in der Nähe einer Pfarrei, wo ca. 90% aller Kommunikanten Mundkommunion praktizieren. An der Kommunionbank knieend.
Ebenso in der Pfarrei meines Beichtvaters. Und das ist auch Deutschland.
Ab und an sollte man über seinen eigenen Tellerrand mal rausschauen...
Ebenso in der Pfarrei meines Beichtvaters. Und das ist auch Deutschland.
Ab und an sollte man über seinen eigenen Tellerrand mal rausschauen...
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Ihr seid im Gebet ... mal schauen, ob/wann ich hier wieder reinsehe ...
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Ich hatte den Vorbereitungsunterricht bei einem neo-konservativen Priester. Ich habe mich mittlerweile schon vor mehreren Bischöfen zur Kommunion gekniet. Keiner hat irgendwie erkennbar "außergewöhnlich" reagiert. Bei "normalen" Priestern ist es dagegen schon auffällig. Ich würde schon fast behaupten wollen, dass ein Priester einen Offenbarungseid leistet, sobald sich jemand bei der Kommunion vor ihm niederkniet. Wirklich wohl fühle ich mich (mal die Alte Messe ausgeklammert) in Sachen Kommunion nur bei einem einzigen, sehr jungen Priester, der als Konservativer (ob mit oder ohne "neo-" konnte ich noch nicht herausfinden) leider von seinen Kollegen und Vorgesetzten spürbar gemobbt wird. Er scheint sich zu freuen, wenn sich endlich mal jemand überwindet...
Ansonsten stimmt es, dass die Kommunion regional sehr unterschiedlich praktiziert wird. (Es bekreuzigt sich auch kaum jemand beim Schuldbekenntnis und bei der Wandlung. Gekniet wird beim Schlusssegen auch nicht. Dafür bleibt man solange stehen, bis dem Priester die Hostien übergeben wurden, und bleibt während und nach der Austeilung der Kommunion solange in der Bank knien, bis der Leib des Herrn wieder im Tabernakel ist.)
Ansonsten stimmt es, dass die Kommunion regional sehr unterschiedlich praktiziert wird. (Es bekreuzigt sich auch kaum jemand beim Schuldbekenntnis und bei der Wandlung. Gekniet wird beim Schlusssegen auch nicht. Dafür bleibt man solange stehen, bis dem Priester die Hostien übergeben wurden, und bleibt während und nach der Austeilung der Kommunion solange in der Bank knien, bis der Leib des Herrn wieder im Tabernakel ist.)
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"Man muss sich aber klarmachen, dass Krisenzeiten des Zölibats auch immer Krisenzeiten der Ehe sind." BXVI.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Wir haben zwei junge Priester (na gut, so um die vierzig), die auch nicht mit der Wimper zucken, wenn jemand einmal den Mund aufmacht oder sich gar hinkniet. Mir kommt sogar vor, der eine hält die Hostie immer hoffnungsvoll auf Mundhöhe hin, um sie dann resignierend runter in die Hände zu legen.Jacinta hat geschrieben: Wirklich wohl fühle ich mich (mal die Alte Messe ausgeklammert) in Sachen Kommunion nur bei einem einzigen, sehr jungen Priester, der als Konservativer (ob mit oder ohne "neo-" konnte ich noch nicht herausfinden) leider von seinen Kollegen und Vorgesetzten spürbar gemobbt wird. Er scheint sich zu freuen, wenn sich endlich mal jemand überwindet...
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
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Vulpius Herbipolensis
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Drei Stunden Nachsitzen in der Deutschschule!Knecht Ruprecht hat geschrieben:... der einzigste, der ... der einzigste ...
Vulpius
Domum superborum demolietur Dominus.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Drei Stunden Nachsitzen in der Deutschschule!Knecht Ruprecht hat geschrieben:... der einzigste, der ... der einzigste ...![]()
Vulpius
Angesichts der Tatsache, daß diese Form (leider) auch unter Muttersprachlern nicht auszurotten ist, plädiere ich in vorliegendem Falle für ein wenig Nachsicht ...anneke6 (in den Kommentaren zum Moderatorenprotokoll) hat geschrieben:Knecht Ruprecht ist kein deutscher Muttersprachler [...]
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
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Vulpius Herbipolensis
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Eine Stunde?
Der Kult ist immer wichtiger als jede noch so gescheite Predigt. Die Objektivität des Kultes ist das Größte und das Wichtigste, was unsere Zeit braucht. Der Alte Ritus ist der größte Schatz der Kirche, ihr Notgepäck, ihre Arche Noah. (M. Mosebach)
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Nein, bei Knecht R. hilft nur Körperliche Züchtigung: 20 Liegestütz fürs Vaterland!Hubertus hat geschrieben:Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Eine Stunde?
zum Thema: ich meine mich erinnern zu können, daß man während des Segens (in der rezenten Form) stehen soll.
Kniebeuge und Verneigung -GRM 233. Während der Messe ist dreimal eine Kniebeuge vorgesehen: Nach dem Zeigen der Hostie und des Kelches sowie vor der Kommunion.
Wie man zu stehen oder knien hat, bei der kommunionspendung ist mW nicht angegeben. außer es wir unter beiderlei Gestalt kommuniziert, dann steht man. (GRM 246. ....b) Die Kommunikanten treten hinzu, bezeigen ihre Ehrfurcht, bleiben vor dem Priester stehen und halten eine Patene unter den Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch ein, zeigt sie dem Kommunikanten und spricht: "Der Leib und das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen", empfängt die Kommunion und geht zurück.)
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Es ging ja darum zu schildern, dass es regionales "Brauchtum" gibt. Selbst in der Alten Messe ist das recht unterschiedlich, aber weniger regional, sondern mehr personenbezogen. Manchmal habe ich den ein druck, dass da jeder kniet oder steht, wann er es für richtig empfindet.Linus hat geschrieben:Nein, bei Knecht R. hilft nur Körperliche Züchtigung: 20 Liegestütz fürs Vaterland!Hubertus hat geschrieben:Vulpius Herbipolensis hat geschrieben:Eine Stunde?
zum Thema: ich meine mich erinnern zu können, daß man während des Segens (in der rezenten Form) stehen soll.
Kniebeuge und Verneigung -GRM 233. Während der Messe ist dreimal eine Kniebeuge vorgesehen: Nach dem Zeigen der Hostie und des Kelches sowie vor der Kommunion.
Wie man zu stehen oder knien hat, bei der kommunionspendung ist mW nicht angegeben. außer es wir unter beiderlei Gestalt kommuniziert, dann steht man. (GRM 246. ....b) Die Kommunikanten treten hinzu, bezeigen ihre Ehrfurcht, bleiben vor dem Priester stehen und halten eine Patene unter den Mund. Der Priester taucht einen Teil der Hostie in den Kelch ein, zeigt sie dem Kommunikanten und spricht: "Der Leib und das Blut Christi", der Kommunikant antwortet: "Amen", empfängt die Kommunion und geht zurück.)
"In necessariis unitas, in non-necessariis libertas, in utrisque caritas."
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Wobei es nach meiner Beobachtung da noch Unterschiede zwischen Hochämtern und stillen Messen gibt. In letzteren wird fast durchgekniet, bis auf Lesung (sitzen) und Evangelium (stehen). Selbst bei Präfation und Vaterunser...
Ich bin davon nicht so der Fan. Einmal, weil die Knie wehtun... aber vor allem, weil ich finde, daß das Knien zur Wandlung etc. dadurch entwertet wird, wenn's eh die Normalhaltung ist.
Ich bin davon nicht so der Fan. Einmal, weil die Knie wehtun... aber vor allem, weil ich finde, daß das Knien zur Wandlung etc. dadurch entwertet wird, wenn's eh die Normalhaltung ist.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Sehe ich auch so. Ganz davon abgesehen sollte man nicht die Vorstellung propagieren, man könne nur im Knien "richtig" beten.Firmian hat geschrieben: Ich bin davon nicht so der Fan. Einmal, weil die Knie wehtun... aber vor allem, weil ich finde, daß das Knien zur Wandlung etc. dadurch entwertet wird, wenn's eh die Normalhaltung ist.
???
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Genau aus diesem Grund hat man ja wohl auch im NOM erstmalig verbindliche Regelungen für die Körperhaltungen der Gemeinde festgelegt.Jacinta hat geschrieben:Selbst in der Alten Messe ist das recht unterschiedlich, aber weniger regional, sondern mehr personenbezogen. Manchmal habe ich den ein druck, dass da jeder kniet oder steht, wann er es für richtig empfindet.
Man wollte auf diesem Weg zu einem Mehr an Gemeinschaft im Gottesdienst beitragen, btw. diese Gemeinschaft auch nach äußerlich zeigen.
Vor dem Hintergrund der Fülle an Uneinheitlichkeit zwischen verschiedenen Messfeiern durch die vielen Wahlmöglichkeiten mutet das aber aus heutiger Sicht etwas seltsam an.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Wobei's ironischerweise - soweit ich's sehe - die Einheitlichkeit in den modernsten Gemeinden am höchsten ist. Zumindest kommt mir das so vor.
Die Nachbargemeinde meines Heimatsort gab sich bewußt progressiv: Zum einen architektonisch: Stuhlkreis rund um den Altar, keine Kniebänke, aber auch in der Themenauswahl (Schwerpunkt Befreiungstheologie). Da gab's eine Steh-Periode, ich denke, von der Präfation bis zum Vaterunser, sonst wurde immer gesessen. Nein, zum Evangelium wohl auch... na, weiß nicht mehr, aber da tanzte jedenfalls keiner aus der Reihe. Knien ging nicht (nicht nur mangels Kniebank, das wäre auch zu eng gewesen), und Leute, die vielleicht ein Stehen zu bestimmten Teilen angebracht gefunden hätte, trauten sich dann nicht, weil man den Hintermännern dann die Sicht nimmt.
Die Nachbargemeinde meines Heimatsort gab sich bewußt progressiv: Zum einen architektonisch: Stuhlkreis rund um den Altar, keine Kniebänke, aber auch in der Themenauswahl (Schwerpunkt Befreiungstheologie). Da gab's eine Steh-Periode, ich denke, von der Präfation bis zum Vaterunser, sonst wurde immer gesessen. Nein, zum Evangelium wohl auch... na, weiß nicht mehr, aber da tanzte jedenfalls keiner aus der Reihe. Knien ging nicht (nicht nur mangels Kniebank, das wäre auch zu eng gewesen), und Leute, die vielleicht ein Stehen zu bestimmten Teilen angebracht gefunden hätte, trauten sich dann nicht, weil man den Hintermännern dann die Sicht nimmt.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Und genau das ist ein weiterer Punkt, der mir am NOM ganz besonders zuwider ist (zum Glück hält sich an diese "Rubriken" eh niemand, ich auch nicht). Schön alle kollektivistisch in Reih und Glied, und dann alle nach vorne im Gänsemarsch zurmichaelis hat geschrieben: Genau aus diesem Grund hat man ja wohl auch im NOM erstmalig verbindliche Regelungen für die Körperhaltungen der Gemeinde festgelegt.
Man wollte auf diesem Weg zu einem Mehr an Gemeinschaft im Gottesdienst beitragen, btw. diese Gemeinschaft auch nach äußerlich zeigen.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Viel "Individualität" sieht man in den alten Messen ja wohl auch nicht
Gruß Jürgen
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Doch. Gehst du da überhaupt hin? Es geht aber auch nicht darum, ob es da möglichst viele unterschiedliche Haltungen gibt, sondern daß einem nicht unnütze Vorschriften gemacht werden und man nicht verkollektiviert wird.Juergen hat geschrieben:Viel "Individualität" sieht man in den alten Messen ja wohl auch nicht
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Zumindest wenn ich dort war, gab es keine "Ausreißer".
Es ist doch wurscht, ob sich alle gleich verhalten, weil es so in den Rubriken steht, oder ob sich alle gleich verhalten, obwohl nichts in den Rubriken steht. Das Ergebnis ist dasselbe.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Auch das nicht, aber wie gesagt ist es ja nicht so - ich weiß ja nicht, in welchen Militärpfarreien du so verkehrst.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Ich habe mehrfach Exerzitien in St. Pelagiberg/Schweiz gemacht und war auch hier in PB nach dem MP mal in der Messe.Berolinensis hat geschrieben:...ich weiß ja nicht, in welchen Militärpfarreien du so verkehrst.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Und da haben also wirklich alle Meßbesucher an allen Punkten der Messe stets dieselbe Haltung eingenommen? Verblüffend. Das habe ich noch in keiner einzigen Messe, weder im alten noch im neuen Ritus erlebt. Es wäre mir auch unheimlich. So wie diese US-Zeremoniäre, bei denen sich die Meßdiener wie kleine Soldaten bewegen.
Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
Da St. Pelagiberg ein Altenheim ist, dauerte es natürlich manchmal etwas länger, bis ein Mütterchen es geschafft hatte aufzustehen oder sich hinzuknien.Berolinensis hat geschrieben:Und da haben also wirklich alle Meßbesucher an allen Punkten der Messe stets dieselbe Haltung eingenommen? Verblüffend. Das habe ich noch in keiner einzigen Messe, weder im alten noch im neuen Ritus erlebt. Es wäre mir auch unheimlich. So wie diese US-Zeremoniäre, bei denen sich die Meßdiener wie kleine Soldaten bewegen.
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Re: Kleinere Fragen zum Kommunionempfang
So, zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch hab ich nach dem Gottesdienst, das Reifendruckchecken eingeführt. Da neben der von mir etwa 1,5 km entfernten Kirche, auch eine Tankstelle um die Ecke ist und ich somit 2 gute Taten auf einen Schlag machen kann.
Und um die Sache zu komplettieren, erwähne ich einfach noch, dass etwas weiter weg, aber auch noch um die Ecke, ich einen super kleinen Badesee für den Sommer habe. Also ich bin schon in einer perfekten Wohngegend gelandet.
Und um die Sache zu komplettieren, erwähne ich einfach noch, dass etwas weiter weg, aber auch noch um die Ecke, ich einen super kleinen Badesee für den Sommer habe. Also ich bin schon in einer perfekten Wohngegend gelandet.