Was will Gott vom Menschen?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
KKKK hat geschrieben:1. Welchen Ratschluss hat Gott für den Menschen? (KKK 1–25)
Gott ist in sich unendlich vollkommen und glücklich. In einem aus reiner Güte gefassten Ratschluss hat er den Menschen aus freiem Willen erschaffen, damit dieser an seinem glückseligen Leben teilhabe. Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott Vater seinen Sohn als Erlöser und Retter der Menschen, die in Sünde gefallen waren. Er hat sie in seine Kirche gerufen und durch das Wirken des Heiligen Geistes als seine Kinder angenommen und zu Erben seiner ewigen Glückseligkeit gemacht.
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Was will Gott vom Menschen?
azs hat geschrieben:Was will Gott vom Menschen?
Katechismus der Katholischen Lehre des hl. P. Pius. X. hat geschrieben:13. Zu welchem Zweck hat Gott den Menschen erschaffen?
Gott hat uns erschaffen, damit wir Ihn in diesem Leben erkennen, Ihn lieben und Ihm dienen, um Ihn dann im künftigen Leben im Himmel ewig genießen zu können.
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Was will Gott vom Menschen?
Der Basler Katechismus schreibt hier auch sehr deutlich:
Das ist unser Leben auf Erden: Wir werden geboren, leben eine Reihe von Jahren und werden wieder von der Erde hinweggenommen. Wir fragen uns: Warum ist das so? Wozu leben wir? Auf diese Frage gibt uns Gott allein die rechte Antwort. Denn von Gott haben wir das Leben; er gibt dem Leben auch das Ziel.
1. Wozu sind wir auf Erden?
Wir sind auf Erden, um Gott zu erkennen, Ihm zu dienen, Ihn zu lieben und einst in den Himmel zu kommen.
Alles was es gibt, hat Gott erschaffen. Die ganze Schöpfung ist da zu Gottes Lob und Ehre. Die Menschen hat Gott nicht für die Erde, sondern für den Himmel erschaffen. Unser Leben soll also eine Reise zum Himmel sein. [...]
2. Was müssen wir tun um in den Himmel zu kommen?
Um in den Himmel zu kommen müssen wir
1. an Gott glauben,
2. seine Gnadenmittel gebrauchen,
3. seine Gebote halten.
1. Was Gott lehrt, das ist der christliche Glaube. Es ist der rechte Weg zu Gott. "Wer nicht glaubt, wird verdammt werden" (Mk 16.16)
2. Die Gnadenmittel - Sakramente und Gebet - geben uns Nahrung und Kraft auf dem Weg zum Himmel. Jesus sagt: "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Joh. 15.5)
3. Die Gebote sind die Wegweiser. Wer sie beachtet, geht keinen Irrweg. "Willst du zum Leben eingehen, so halte die Gebote." (Mt. 19.17)
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Die Antworten kenne ich wohl. Aber was bedeutet dieses "Dienen" auf der Erde? Ein tätiges Warten auf den eigenen Tod? Andere Menschen zu Gott führen? Ist mit der eigenen Bekehrung erstmal aus die Maus für einen selbst, bis endlich der Tod kommt? Ich glaube nicht, dass der Satz "wir sind nicht für hier geschaffen" einfach so die Abspeisung sein kann, denn immerhin sind die meisten ziemlich lange hier auf dieser Erde, und Gott hat sich anscheinend ne ziemlich große Mühe gegeben, dieses "nicht-zuhause" hier für uns zu schaffen..
Mit welcher Motivation steht ihr jeden Tag auf? Johannes vom Kreuz spricht von dem "Weg der büßenden Seele hin zu dem, das sie mal war und wieder werden soll". Was ist das Wachstum in Heiligkeit? Wie gestaltet sich das konkret? Wenn Gott der Geber aller Gnaden ist: was müssen wir tun, um hier auf Erden für ihn bereit zu sein? Und was genau möchte Gott mit diesem Erdenleben von einem jedem Menschen?
Es muss doch etwas geben, dass das 6jährige Teppichfabrikkind mit dem dicken reichen Sohnemann von Prinz vonundzusoundso verbindet? Warum setzt gott die menschen hier in diese Welt? Warum auf diesem Weg usw.? Das muss doch nen sinn haben, Gott hat doch sicher eine Idee damit?
Was will Gott vom Menschen in der Zeit seines Erdenlebens?
Mit welcher Motivation steht ihr jeden Tag auf? Johannes vom Kreuz spricht von dem "Weg der büßenden Seele hin zu dem, das sie mal war und wieder werden soll". Was ist das Wachstum in Heiligkeit? Wie gestaltet sich das konkret? Wenn Gott der Geber aller Gnaden ist: was müssen wir tun, um hier auf Erden für ihn bereit zu sein? Und was genau möchte Gott mit diesem Erdenleben von einem jedem Menschen?
Es muss doch etwas geben, dass das 6jährige Teppichfabrikkind mit dem dicken reichen Sohnemann von Prinz vonundzusoundso verbindet? Warum setzt gott die menschen hier in diese Welt? Warum auf diesem Weg usw.? Das muss doch nen sinn haben, Gott hat doch sicher eine Idee damit?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Ich weiß tatsächlich nicht, wie es bei dir ist, die Menschen sind unterschiedlich. Aber ich muss mich täglich, ja, fast stündlich immer wieder neu bekehren.azs hat geschrieben:Die Antworten kenne ich wohl. Aber was bedeutet dieses "Dienen" auf der Erde? … Ist mit der eigenen Bekehrung erstmal aus die Maus für einen selbst, bis endlich der Tod kommt?
Finde ich nicht. Höchstens so 70, 80 Jahre. Es ist kaum mehr als 80 Mal Weihnachten. Als richtig lange empfinde ich das nicht.azs hat geschrieben:immerhin sind die meisten ziemlich lange hier auf dieser Erde
Ihm die Möglichkeit geben, die Gottesliebe einzuüben. In jeder Handlung, in jedem Augenblick.azs hat geschrieben:Und was genau möchte Gott mit diesem Erdenleben von einem jedem Menschen?
’tschuldigung, wenn das für dich keine befriedigende Antwort ist.
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Abgesehen von den drei Punkten, die der Basler Katechismus nennt, was zu tun ist, um in den Himmel zu kommen, hat jeder seine Standespflichten zu erfüllen. Im Beruf, in der Familie, je nach Umständen. Wer darüberhinaus noch Langeweile hat, kann Gott in jeder Weise dienen, die diesem gefällt. Unser Priester hier empfiehlt (nicht nur) für die gegenwärtige Zeit besonders das Studium der Kirche, ihrer Lehren, der Heiligen usf. Aber auch zahllose andere Arten, Gott zu loben sind möglich.azs hat geschrieben:Die Antworten kenne ich wohl. Aber was bedeutet dieses "Dienen" auf der Erde? Ein tätiges Warten auf den eigenen Tod? Andere Menschen zu Gott führen? Ist mit der eigenen Bekehrung erstmal aus die Maus für einen selbst, bis endlich der Tod kommt? Ich glaube nicht, dass der Satz "wir sind nicht für hier geschaffen" einfach so die Abspeisung sein kann, denn immerhin sind die meisten ziemlich lange hier auf dieser Erde, und Gott hat sich anscheinend ne ziemlich große Mühe gegeben, dieses "nicht-zuhause" hier für uns zu schaffen..
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Naja "unbefriedigende Antworten" kann es in dem Bereich glaube ich nicht wirklich geben... 
Sicherlich ist das irdische Leben nicht ultralang, wie wir es uns vorstellen, aber doch zu wichtig und doch zu lang, um zu sagen: "wir sind ja eh nicht für das hier geschaffen". Warum ein tägliches Einüben und doch wieder fallen? Ändert sich das bis zum Tod? Ist es nicht eher so, dass wir am Ende alle nur dastehen werden und sagen müssen: "Herr, du weißt ich bin ein Sünder, aber du weißt auch, dass ich dich liebe.."? Was also ist der Sinn des Erdenlebens nach der Erkenntnis, dass Gott der Urheber von allem ist? Was ist mit der Zeit zwischen Bekehrung und Tod?
Könnte es der Wachstumsprozess des Menschen auf seinem Weg zu Gott sein? Ein immer-mehr-das-werden, was Gott für uns geplant hat? Wie sieht das aus? Was können wir tun, um uns dafür bereit zu machen? Gibt es da überhaupt ein Ende? Steht am Ende des Lebens ein neu geschaffener Mensch (mission accomplished) oder nur der alte Mensch mit der Erkenntnis Gottes?
Vollendung im Tod oder schon hier?
Fragen über Fragen
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Sicherlich ist das irdische Leben nicht ultralang, wie wir es uns vorstellen, aber doch zu wichtig und doch zu lang, um zu sagen: "wir sind ja eh nicht für das hier geschaffen". Warum ein tägliches Einüben und doch wieder fallen? Ändert sich das bis zum Tod? Ist es nicht eher so, dass wir am Ende alle nur dastehen werden und sagen müssen: "Herr, du weißt ich bin ein Sünder, aber du weißt auch, dass ich dich liebe.."? Was also ist der Sinn des Erdenlebens nach der Erkenntnis, dass Gott der Urheber von allem ist? Was ist mit der Zeit zwischen Bekehrung und Tod?
Könnte es der Wachstumsprozess des Menschen auf seinem Weg zu Gott sein? Ein immer-mehr-das-werden, was Gott für uns geplant hat? Wie sieht das aus? Was können wir tun, um uns dafür bereit zu machen? Gibt es da überhaupt ein Ende? Steht am Ende des Lebens ein neu geschaffener Mensch (mission accomplished) oder nur der alte Mensch mit der Erkenntnis Gottes?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Das ist sicher richtig, aber ob das die Motivation fürs tägliche Aufstehen ist? "Juchuh, ich kann heute wieder meine Standespflichten erfüllen und die Heiligen studieren?" Das hört sich irgendwie eher wie ein "füllen wir die Zeit bis zum Tod irgendwie" an, sorrySempre hat geschrieben:Abgesehen von den drei Punkten, die der Basler Katechismus nennt, was zu tun ist, um in den Himmel zu kommen, hat jeder seine Standespflichten zu erfüllen. Im Beruf, in der Familie, je nach Umständen. Wer darüberhinaus noch Langeweile hat, kann Gott in jeder Weise dienen, die diesem gefällt. Unser Priester hier empfiehlt (nicht nur) für die gegenwärtige Zeit besonders das Studium der Kirche, ihrer Lehren, der Heiligen usf. Aber auch zahllose andere Arten, Gott zu loben sind möglich.azs hat geschrieben:Die Antworten kenne ich wohl. Aber was bedeutet dieses "Dienen" auf der Erde? Ein tätiges Warten auf den eigenen Tod? Andere Menschen zu Gott führen? Ist mit der eigenen Bekehrung erstmal aus die Maus für einen selbst, bis endlich der Tod kommt? Ich glaube nicht, dass der Satz "wir sind nicht für hier geschaffen" einfach so die Abspeisung sein kann, denn immerhin sind die meisten ziemlich lange hier auf dieser Erde, und Gott hat sich anscheinend ne ziemlich große Mühe gegeben, dieses "nicht-zuhause" hier für uns zu schaffen..
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Wenn man Gott liebt, was kann es dann Größeres geben, als sich mit ihm und mit dem, was er uns zu tun aufträgt, zu beschäftigen? Wenn jemand einen Popstar verehrt, dann kauft er alle Zeitschriften, in denen er über sein Idol lesen kann, besucht Veranstaltungen mit dem Popstar bzw. zu Ehren des Popstars, kleidet sich so und lebt so, wie vom Popstar vorgeschlagen etc. pp. Und er steht morgens auf und denkt: "Juchuh, ich kann heute wieder ..."azs hat geschrieben:Das ist sicher richtig, aber ob das die Motivation fürs tägliche Aufstehen ist? "Juchuh, ich kann heute wieder meine Standespflichten erfüllen und die Heiligen studieren?"
Das hört sich irgendwie eher wie ein "füllen wir die Zeit bis zum Tod irgendwie" an, sorry.
Ja, den gibt es. Gott will wissen, wer ihn freiwillig liebt und seine Taten tut, bzw. wer ihn zurückweist und tut was er selbst will.azs hat geschrieben:Ich meine es muss doch einen alle Menschen umfassenden Sinn für die Zeit ihres Erdenlebens geben?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Schaffst du es, dich einmal zu bekehren und det isset denn? Du wandelst dann immer die Wege des Herrn? Bist ganz verwandelt? Wow!azs hat geschrieben:Was ist mit der Zeit zwischen Bekehrung und Tod?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Was will Gott vom Menschen?
In dem Buch Leben der jungfräulichen Gottesmutter von Maria von Agreda werden deine folgenden 2 Fragen in etwa so beantwortet:
Noch mehr über Gott erfahren (es gibt unendlich viel). Versuchen ein so geordnetes Leben zu führen, das auch der kleinsten Sünde keine Chance gibt. Sich immer bewusst sein, daß wir nicht einmal den Boden unter unseren Füssen verdient haben. Daß wir ihn aus reiner Gnade geschenkt bekommen haben. Nicht nur Almosen geben, was man so übrig hat, sondern mehr, also daß einem selber was fehlt - Das geht dann Richtung opfern ... Irgendwann kommt dann bei vielen Heiligen der Wunsch zu leiden, also aus Liebe zu ihm ein dickes Kreuz tragen zu dürfen.
azs hat geschrieben:Was ist das Wachstum in Heiligkeit?
Noch mehr über Gott erfahren (es gibt unendlich viel). Versuchen ein so geordnetes Leben zu führen, das auch der kleinsten Sünde keine Chance gibt. Sich immer bewusst sein, daß wir nicht einmal den Boden unter unseren Füssen verdient haben. Daß wir ihn aus reiner Gnade geschenkt bekommen haben. Nicht nur Almosen geben, was man so übrig hat, sondern mehr, also daß einem selber was fehlt - Das geht dann Richtung opfern ... Irgendwann kommt dann bei vielen Heiligen der Wunsch zu leiden, also aus Liebe zu ihm ein dickes Kreuz tragen zu dürfen.
An uns arbeiten, um Gnaden bitten, und jede Gelegenheit, die uns der Herr gibt ihm zu zeigen daß wir ihn lieben auch zu nutzen. Das kann sein, daß er einen Armen an unseren Weg zur Arbeit setzt an dem wir nicht einfach so vorbei gehen sollen, oder daß er uns mit einer Krankheit überrascht, die wir geduldig annehmen sollen, oder einem Stinkenden im Omnibus freundlich begegnen ... Es gibt genug Situationen, je mehr man aufpasst umso mehr werden es, die wir nützen können um zu versuchen ihm zu gefallen.azs hat geschrieben:Wie gestaltet sich das konkret? Wenn Gott der Geber aller Gnaden ist: was müssen wir tun, um hier auf Erden für ihn bereit zu sein?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Das frage ich mich fast jeden Tag und momentan auch mal wieder intensiver... ich finde keine Antwort... insbesondere wenn man durch das gängige Raster "Priester - Ordensleben - Ehe (+ Kinder)" fällt... und da hilft mir dieses "Gott erkennen, Ihm dienen, Ihn lieben und dereinst in den Himmel kommen" herzlich wenig...azs hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass der Satz "wir sind nicht für hier geschaffen" einfach so die Abspeisung sein kann, denn immerhin sind die meisten ziemlich lange hier auf dieser Erde, und Gott hat sich anscheinend ne ziemlich große Mühe gegeben, dieses "nicht-zuhause" hier für uns zu schaffen..
Mit welcher Motivation steht ihr jeden Tag auf? (...) Und was genau möchte Gott mit diesem Erdenleben von einem jedem Menschen?
(...) Das muss doch nen sinn haben, Gott hat doch sicher eine Idee damit?
Ewa Kopacz: «Für mich ist Demokratie die Herrschaft der Mehrheit bei Achtung der Minderheitenrechte, aber nicht die Diktatur der Minderheit»
Re: Was will Gott vom Menschen?
Ich glaube, das trifft es ziemlich gut. Sowohl das Erkennen, dass wir Sünder sind und immer wieder fallen und uns auf Gottes Liebe verlassen müssen/dürfen.azs hat geschrieben: Ist es nicht eher so, dass wir am Ende alle nur dastehen werden und sagen müssen: "Herr, du weißt ich bin ein Sünder, aber du weißt auch, dass ich dich liebe.."? ...
Könnte es der Wachstumsprozess des Menschen auf seinem Weg zu Gott sein? Ein immer-mehr-das-werden, was Gott für uns geplant hat?
Und doch auch - soweit es geht - werden, wie ER uns wollte (Theosis)
Vermutlich etwas zwischendrin.azs hat geschrieben:Gibt es da überhaupt ein Ende? Steht am Ende des Lebens ein neu geschaffener Mensch (mission accomplished) oder nur der alte Mensch mit der Erkenntnis Gottes?
mission accomplished schaffen wohl nur Heilige.
Who is so great a God as our God? You are the God who does wonders!
Re: Was will Gott vom Menschen?
Leider nur in englischer Sprache: Erzbischof Fulton Sheen unterhaltsam und lehrreich:
http://www.youtube.com/v/VX2NZTcqreY?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/XPZstkceT10?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/BaZAG5cF9A0?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/VX2NZTcqreY?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/XPZstkceT10?version=3&hl=de_DE
http://www.youtube.com/v/BaZAG5cF9A0?version=3&hl=de_DE
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Man( i.e. die Tradition vertreten durch die Stimme der Heiligen) spricht ja bisweilen von 2 Bekehrungen, der einen grundsätzlichen Entscheidung den Glauben anzunehmen, und dem anderen der täglich (oder öfter) gefassten Entschluß, diesen Glauben zu Vertiefen bis zum letzten Atemzug.lifestylekatholik hat geschrieben:Ich weiß tatsächlich nicht, wie es bei dir ist, die Menschen sind unterschiedlich. Aber ich muss mich täglich, ja, fast stündlich immer wieder neu bekehren.azs hat geschrieben:Die Antworten kenne ich wohl. Aber was bedeutet dieses "Dienen" auf der Erde? … Ist mit der eigenen Bekehrung erstmal aus die Maus für einen selbst, bis endlich der Tod kommt?
Also ich weiß ja nicht wie alt du bist, aber rein statistisch gesehen habe ich in dreieinhalb Jahren meine Lebensmitte erreicht.azs hat geschrieben:Sicherlich ist das irdische Leben nicht ultralang, wie wir es uns vorstellen, aber doch zu wichtig und doch zu lang, um zu sagen: "wir sind ja eh nicht für das hier geschaffen". Warum ein tägliches Einüben und doch wieder fallen?
Wie gesagt, die Kirche spricht bisweilen von zwei Bekehrungen, siehe oben. Ich kann mir gut vorstellen, daß wir am Lebensende unsere verpassten Chancen zu lieben vorgeführt bekommen werden. Und es wird entscheidend sein ob du sagst: "Je ne regrette rien." oder: "Herr erbarme dich meiner, des Sünders".Ändert sich das bis zum Tod? Ist es nicht eher so, dass wir am Ende alle nur dastehen werden und sagen müssen: "Herr, du weißt ich bin ein Sünder, aber du weißt auch, dass ich dich liebe.."? Was also ist der Sinn des Erdenlebens nach der Erkenntnis, dass Gott der Urheber von allem ist? Was ist mit der Zeit zwischen Bekehrung und Tod?
Diesen Wachstumsprozeß nennt man "ostkirchlich" Theosis - Vergöttlichung. Wir werden ihm immer ähnlicher, ohne dabei in ihm "aufzugehen". Christus, auf dessen Tod wir getauft sind, ist der Neue mensch, der neue Adam. Wir üben uns hier auf Erden in diese bereits erhaltene Gabe der neuen Schöpfung ein.Könnte es der Wachstumsprozess des Menschen auf seinem Weg zu Gott sein? Ein immer-mehr-das-werden, was Gott für uns geplant hat? Wie sieht das aus? Was können wir tun, um uns dafür bereit zu machen? Gibt es da überhaupt ein Ende? Steht am Ende des Lebens ein neu geschaffener Mensch (mission accomplished) oder nur der alte Mensch mit der Erkenntnis Gottes?
Vollendung für manche bereits hier, sicher für alle, die im Himmel sind.Vollendung im Tod oder schon hier?
Kopf hoch! Der Feind kann dir nichts mehr anhaben, wenn du Christus anhangst!
"Katholizismus ist ein dickes Steak, ein kühles Dunkles und eine gute Zigarre." G. K. Chesterton
"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Also ich hab jetzt statistisch gesehen (!) etwas mehr als mein erstes Lebensdrittel rum, komme so langsam aber sicher ans Ende meines Studiums und bin nun an der Entscheidung, was ich genau in meinem Leben tun werde. Das ist natürlich zum einen die Frage der persönlichen Berufung, aber noch grundlegender wohl die Frage danach, was Gott allgemein eigentlich vom Menschen will?
Das Einüben in das göttliche Leben usw. ist ein Gedanke, der mir auch gekommen ist. Nur warum 70 Jahre lang immer wieder fallen und aufstehen? Weiß Gott nicht nach 30 Jahren auch, dass man es ernst meint?
Und ich habe noch ein wenig mehr über diese Frage nachgedacht. Ich meine, dass es auch die Frage nach dem "Warum" des linearen Entwicklungsprozesses eines menschlichen Lebens ist (unabhängig von der jeweiligen persönlichen Berufung).
Ein Mensch wird hier auf diese Erde geboren und entwickelt sich als unbeschriebenes Blatt zu einem Erwachsenen Menschen, wird (normalerweise) alt und stirbt dann, um letztlich zu Gott zu gelangen. Auch seelisch entwickeln wir uns weiter. Und dieser Entwicklungsprozess muss ja einen tieferen Sinn haben. Darin spielen, wie sicher schon richtig genannt, die Entscheidung für Gott, das immer-tiefer-eindringen in das Mysterium Christi, das Einüben und auch das immer wieder Aufstehen eine Rolle. Eine Sache ist mir dabei total einleuchtend: dass ein wichtiger Hauptbestandteil des Lebens der Lobpreis Gottes durch den Menschen ist, weil dies die einzig gebührende Antwort auf diese unverdiente Gnadengeschenk des Lebens sein kann.
Die Frage ist also darüber hinaus: wie werden wir zum vollkommenen Lobpreis Gottes, welchen Prozess verlaufen wir darin, und was ist das Ziel des menschlichen Lebens? Es kann nicht um Leistung gehen - und manche Menschen haben 10, manche 100 Jahre Zeit für ihr Erdenleben. Die Frage ist also: was soll der Mensch mit der Zeit tun, die ihm hier auf Erden gegeben ist, und zu was hin soll er sich entwickeln (lassen)? Denn wenn Gott die Liebe ist, und unsere Berufung darin besteht, Gott aus ganzem Herzen dankbar zu lieben, uns von ihm lieben zu lassen und die anderen Mitgeschöpfe zu lieben (zweck- und leistungsfrei), dann stellt sich doch die Frage, wie das zu tun ist, und wofür wir dieses Erdenleben eigentlich haben.
@Linus:
"Fallen ist menschlich, liegenbleiben teuflisch, aufstehen göttlich." > Das gefällt mir sehr gut!
Das Einüben in das göttliche Leben usw. ist ein Gedanke, der mir auch gekommen ist. Nur warum 70 Jahre lang immer wieder fallen und aufstehen? Weiß Gott nicht nach 30 Jahren auch, dass man es ernst meint?
Und ich habe noch ein wenig mehr über diese Frage nachgedacht. Ich meine, dass es auch die Frage nach dem "Warum" des linearen Entwicklungsprozesses eines menschlichen Lebens ist (unabhängig von der jeweiligen persönlichen Berufung).
Ein Mensch wird hier auf diese Erde geboren und entwickelt sich als unbeschriebenes Blatt zu einem Erwachsenen Menschen, wird (normalerweise) alt und stirbt dann, um letztlich zu Gott zu gelangen. Auch seelisch entwickeln wir uns weiter. Und dieser Entwicklungsprozess muss ja einen tieferen Sinn haben. Darin spielen, wie sicher schon richtig genannt, die Entscheidung für Gott, das immer-tiefer-eindringen in das Mysterium Christi, das Einüben und auch das immer wieder Aufstehen eine Rolle. Eine Sache ist mir dabei total einleuchtend: dass ein wichtiger Hauptbestandteil des Lebens der Lobpreis Gottes durch den Menschen ist, weil dies die einzig gebührende Antwort auf diese unverdiente Gnadengeschenk des Lebens sein kann.
Die Frage ist also darüber hinaus: wie werden wir zum vollkommenen Lobpreis Gottes, welchen Prozess verlaufen wir darin, und was ist das Ziel des menschlichen Lebens? Es kann nicht um Leistung gehen - und manche Menschen haben 10, manche 100 Jahre Zeit für ihr Erdenleben. Die Frage ist also: was soll der Mensch mit der Zeit tun, die ihm hier auf Erden gegeben ist, und zu was hin soll er sich entwickeln (lassen)? Denn wenn Gott die Liebe ist, und unsere Berufung darin besteht, Gott aus ganzem Herzen dankbar zu lieben, uns von ihm lieben zu lassen und die anderen Mitgeschöpfe zu lieben (zweck- und leistungsfrei), dann stellt sich doch die Frage, wie das zu tun ist, und wofür wir dieses Erdenleben eigentlich haben.
@Linus:
"Fallen ist menschlich, liegenbleiben teuflisch, aufstehen göttlich." > Das gefällt mir sehr gut!
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Dazu hatte Stylie oben ja schon gesagt "Die Menschen sind unterschiedlich."azs hat geschrieben:... was Gott allgemein eigentlich vom Menschen will?
Das ist ziemlich wichtig: es gibt kein Standard-Muster und keinen Einheits-Heiligen. Jeder Mensch ist individuell anders, so sind wir geschaffen. Deshalb musst Du auch ganz persönlich, im Gebet vor Gott, herausfinden, was Deine persönliche Berufung ist. In dem Rahmen ergeben sich dann auch Deine persönlichen "Lernziele" für den Moment. (denn auch die Schwerpunkte werden sich im Laufe eines Lebens verändern)
Offenbar will uns Gott wirklich als einzigartiges Gegenüber. Und so etwas muss reifen, das ist nicht einfach so 1-2-3 da. Ich glaube, Gott liebt uns so, dass Er uns als eigenständiges Gegenüber haben will. Sowas geht nicht vorgefertigt als Schablone.azs hat geschrieben:Nur warum 70 Jahre lang immer wieder fallen und aufstehen? Weiß Gott nicht nach 30 Jahren auch, dass man es ernst meint?
... Und dieser Entwicklungsprozess muss ja einen tieferen Sinn haben. Darin spielen, wie sicher schon richtig genannt, die Entscheidung für Gott, das immer-tiefer-eindringen in das Mysterium Christi, das Einüben und auch das immer wieder Aufstehen eine Rolle.
Wenn ich es recht verstehe, dann gehört auch das zum Himmel, dass der gesammelte Reichtum unseres Lebens Gottes Herrlichkeit mit bereichert. (natürlich zu Seiner Ehre, aber das ergibt sich aus einer einigermaßen realistischen Sicht sowieso)
Die konkreten Detailfragen werden ein ganzes Leben lang Inhalt des "Nacheichens" an Gott, in der persönlichen Beziehung sein. Frag mal Lupus, wie das ist, wenn man auf 40 Jahre Priesteramt zurückblickt ...azs hat geschrieben:Die Frage ist also darüber hinaus: wie werden wir zum vollkommenen Lobpreis Gottes, welchen Prozess verlaufen wir darin, und was ist das Ziel des menschlichen Lebens? Es kann nicht um Leistung gehen - und manche Menschen haben 10, manche 100 Jahre Zeit für ihr Erdenleben. Die Frage ist also: was soll der Mensch mit der Zeit tun, die ihm hier auf Erden gegeben ist, und zu was hin soll er sich entwickeln (lassen)? Denn wenn Gott die Liebe ist, und unsere Berufung darin besteht, Gott aus ganzem Herzen dankbar zu lieben, uns von ihm lieben zu lassen und die anderen Mitgeschöpfe zu lieben (zweck- und leistungsfrei), dann stellt sich doch die Frage, wie das zu tun ist, und wofür wir dieses Erdenleben eigentlich haben.
Aus meiner Sicht (mit Anfang 50) kann ich nur sagen, dass jeder Weg, auch scheinbare Abweg, den ich mit Gott im Laufe der Jahre gegangen bin, so seinen Sinn hatte. Und dass der Unterschied zwischen jetzt und Deinem Alter hauptsächlich der ist, dass im Berufs- und Familienleben das Leben gefühlt viel schneller vorbei geht. Sonst ist eigentlich der Unterschied nicht so groß, im Rückblick.
Re: Was will Gott vom Menschen?
Und was genau ist jetzt anders als vor den Abwegen? Was ist da gereift?Reinhard hat geschrieben: Aus meiner Sicht (mit Anfang 50) kann ich nur sagen, dass jeder Weg, auch scheinbare Abweg, den ich mit Gott im Laufe der Jahre gegangen bin, so seinen Sinn hatte. Und dass der Unterschied zwischen jetzt und Deinem Alter hauptsächlich der ist, dass im Berufs- und Familienleben das Leben gefühlt viel schneller vorbei geht. Sonst ist eigentlich der Unterschied nicht so groß, im Rückblick.
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Das ist abstrakt schwer zu sagen.
Aber wenn Du Dich heute vergleichst mit damals als Du 18 warst, was ist heute anders, was ist seitdem gereift ?
Und wenn ich z.B. auf Zeiten zurückblicke, wo ich im Alltag regelrecht versackt bin, dann ist das sicherlich kein guter Weg gewesen.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gott selbst in solcher Trostlosigkeit mich nie verlassen hat. Auch wenn ich mit Gedanken überhaupt nicht bei Ihm war. Dann ist der Satz "Gott ist treu" keine holde Theorie mehr.
Oder etwas, wo ich ziemlich schuldig geworden bin. Ist natürlich nicht gut. Aber dann die Erfahrung, dass nach Beichte und Vergebung die Sache wirklich wieder in Ordnung ist, das ist nicht spurlos an mir vorbei gegangen. So ein bisschen wie bei Maria Magdalena "wem viel vergeben wurde, der liebt viel" ...
So etwas, in der Richtung beispielsweise ...
Aber wenn Du Dich heute vergleichst mit damals als Du 18 warst, was ist heute anders, was ist seitdem gereift ?
Und wenn ich z.B. auf Zeiten zurückblicke, wo ich im Alltag regelrecht versackt bin, dann ist das sicherlich kein guter Weg gewesen.
Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gott selbst in solcher Trostlosigkeit mich nie verlassen hat. Auch wenn ich mit Gedanken überhaupt nicht bei Ihm war. Dann ist der Satz "Gott ist treu" keine holde Theorie mehr.
Oder etwas, wo ich ziemlich schuldig geworden bin. Ist natürlich nicht gut. Aber dann die Erfahrung, dass nach Beichte und Vergebung die Sache wirklich wieder in Ordnung ist, das ist nicht spurlos an mir vorbei gegangen. So ein bisschen wie bei Maria Magdalena "wem viel vergeben wurde, der liebt viel" ...
So etwas, in der Richtung beispielsweise ...
Re: Was will Gott vom Menschen?
Naja das ist schwer zu sagen, weil ich mich mit 17 Jahren vom Bekenntnislosen zum Christen bekehrt habe, von daher ist sehr viel gereift. Aber genau das ist ja mit der ganzen Frage mein Anliegen: Warum gibt Gott uns die Erdenzeit? Anscheinend damit etwas reift und sich etwas entwickelt. Der Gedanke mit den "eigenständigen Menschen", deren Eigenständigkeit Wachstumzeit braucht, finde ich interessant. Allerdings auch da die Frage: Warum so lang? Und was soll sich entwickeln? 80 Jahre lang eine Entwicklung zum "freien Ja zu Gott"? Kann das sein?
Ich frage mich grundlegend einfach, was wir hier mit der Zeit, die uns auf der Erde gegeben ist, tun sollen? Johannes vom Kreuz schreibt dazu eben ein paar schöne Gedanken: Alles widergöttliche, das seit der Erbsünde von Anfang an in jedem Menschens steckt, wird durch Gottes Gnade Schritt für Schritt (in den Nächten) ausgebrannt, damit er sich anschließend ganz in den Menschen ergießen und ihn zu einer neuen Schöpfung machen kann, ganz heilig. Theresa von Avila schreibt ja auch von einer gewissen Entwicklung der Seele auf ihrem Weg zu Gott hin, an dessen Ende eben das absolute eins-werden mit Gott steht - schon in diesem Leben. Daher auch die Bezeichnung Johannes': "Die leidende Seele als Büßerin auf ihrem Weg zu dem, das sie einmal war, sein und wieder werden soll."
Ob das das Grundanliegen Gottes mit diesen vielen Jahren auf der Erde ist? Wär ja zumindest mal ein Anfang...
.
Ich frage mich grundlegend einfach, was wir hier mit der Zeit, die uns auf der Erde gegeben ist, tun sollen? Johannes vom Kreuz schreibt dazu eben ein paar schöne Gedanken: Alles widergöttliche, das seit der Erbsünde von Anfang an in jedem Menschens steckt, wird durch Gottes Gnade Schritt für Schritt (in den Nächten) ausgebrannt, damit er sich anschließend ganz in den Menschen ergießen und ihn zu einer neuen Schöpfung machen kann, ganz heilig. Theresa von Avila schreibt ja auch von einer gewissen Entwicklung der Seele auf ihrem Weg zu Gott hin, an dessen Ende eben das absolute eins-werden mit Gott steht - schon in diesem Leben. Daher auch die Bezeichnung Johannes': "Die leidende Seele als Büßerin auf ihrem Weg zu dem, das sie einmal war, sein und wieder werden soll."
Ob das das Grundanliegen Gottes mit diesen vielen Jahren auf der Erde ist? Wär ja zumindest mal ein Anfang...
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Re: Was will Gott vom Menschen?
@azs
Wenn Du nicht Priester oder Mönch oder beides wirst, dann such Dir eine katholische Frau und sorge für Nachwuchs, der möglichst Priester oder Mönch oder Nonne oder Jungrfrau wird. Das will der Herr sicher, das braucht die Kirche.
Wenn dann noch Zeit dafür ist, mit Gott absolut eins zu werden, nur zu.
Wenn Du nicht Priester oder Mönch oder beides wirst, dann such Dir eine katholische Frau und sorge für Nachwuchs, der möglichst Priester oder Mönch oder Nonne oder Jungrfrau wird. Das will der Herr sicher, das braucht die Kirche.
Wenn dann noch Zeit dafür ist, mit Gott absolut eins zu werden, nur zu.
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Jungfrau kann man aber nicht werden, sondern höchstens bleiben.
Re: Was will Gott vom Menschen?
Danke für den Tip Sempre, aber ich hab ja weiter oben schon geschrieben dass ich gerade nicht die persönliche Berufung meine, sondern den allgemeinen Grund des Erdenlebens, bzw. die Zeit, die wir hier verbringen - für jeden Menschen.
azs hat geschrieben:Ich frage mich grundlegend einfach, was wir hier mit der Zeit, die uns auf der Erde gegeben ist, tun sollen?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Ja, Du hattest gefragt, wozu man jetzt noch hier ist, nachdem man sich bekehrt hat. Gott will nun nicht nur Dich und mich im Himmel haben, sondern alle Menschen. Daher will er, dass wir in seinem Weinberg arbeiten, damit die Ernte reichlich wird. Im Weinberg gibt es verschiedenste Jobs. Der Standardjob für Laien besteht darin, für katholischen Nachwuchs und damit für den Fortbestand der Kirche zu sorgen sowie die Kirche zu unterstützen, zu finanzieren usf. Arbeiten, sonstige Pflichten erfüllen, beten, in Wort und Tat Zeugnis geben.azs hat geschrieben:Danke für den Tip Sempre, aber ich hab ja weiter oben schon geschrieben dass ich gerade nicht die persönliche Berufung meine, sondern den allgemeinen Grund des Erdenlebens, bzw. die Zeit, die wir hier verbringen - für jeden Menschen.
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azs hat geschrieben:Ich frage mich grundlegend einfach, was wir hier mit der Zeit, die uns auf der Erde gegeben ist, tun sollen?
Kurz gesagt: Wir sind gefirmt, sind Soldaten der kämpfenden Kirche, die damit beschäftigt ist, im Laufe der Geschichte möglichst viele Seelen auf ihrem Weg ins himmlische Jerusalem mitzunehmen.
Noch kürzer: Der ist es, der mich liebt, der meine Taten tut. Beim Taten tun vergeht Zeit.
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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Quomodo facta est meretrix civitas fidelis (Is 1:21)
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Der Grund für das irdische Dasein ist die Prüfung. Alle Menschen sollen geprüft werden.azs hat geschrieben:Leben und Geben für die anderen Menschen ist sicher ein Ausdruck der Liebe, aber ist dies der Grund des irdischen Daseins?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Könnte man sagen, dass die Prüfung des freien Willen der Menschen nach wie vor andauert?
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Ja, sicher. Wir werden getestet, in Versuchung geführt etc.azs hat geschrieben:Könnte man sagen, dass die Prüfung des freien Willen der Menschen nach wie vor andauert?
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- Reinhard
- cum angelis psallat Domino
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Was ist das Faszinierende an einem gereiften, alten Menschen ?azs hat geschrieben:... Warum so lang? Und was soll sich entwickeln? 80 Jahre lang eine Entwicklung zum "freien Ja zu Gott"? Kann das sein?
Die Erfahrung gehört ganz sicher zu seinem Reichtum, und die lässt sich nicht abkürzen, oder turbo-lernen.
Wenn wir bewährte, alte Menschen betrachten oder kennenlernen, dann können wir wohl etwas von dem verstehen, was dieses Wachsen ausmacht. (cf. Heb. 13:7 ... " ihren Lebensausgang anschauend ahmt ihren Glauben nach")
Es ist eben nicht nur irgend ein strohtrockenes, abstraktes "Heiligwerden", sondern sehr viel komplexer. Und sehr viel lebendiger. Gott ist lebendig (absolut lebendig !), und das färbt auf Seine Leute ab.
Aber das geht eben nicht als Reißbrettentwurf. Leben braucht seine Zeit, ein reiches Leben um so mehr. Unsere Berufung ist das ewige Leben - kein himmlischer Zombiezustand.
Dass sich im Grunde der Kreis wieder schließen soll, glaube ich nicht. Die ewige Wiederkehr ist buddhistischer Glaube, nicht christlicher.azs hat geschrieben:... die Bezeichnung Johannes': "Die leidende Seele als Büßerin auf ihrem Weg zu dem, das sie einmal war, sein und wieder werden soll."
Wenn man auf die Geschichte Gottes mit den Menschen zurück blickt, sieht man doch, wie im Laufe der Jahrhunderte die Menschen immer neue Erfahrungen und Erlebnisse mit Gott hinzugewonnen haben. Und das ist in einem einzelnen Christenleben nicht viel anders. Vielleicht hat ein Kind mehr Urvertrauen zu Gott, aber ein bewährter Christ wird Dir viel mehr erzählen können, wie das ist, mit Gott zu leben. Nicht mehr abstrakt und theoretisch, sondern aus eigener Erfahrung, wirklich und gelebt.
Warum sollte das ewige Leben denn erst nach unserem Tod anfangen ??
Und nein, ich glaube nicht, dass das Leben eine ewige Nagelprobe ist. Gott ist nicht der Versucher, sondern der gute Vater. Das ist der wahre "rote Faden".
Re: Was will Gott vom Menschen?
Gott hat aber nun auch so einige junge Leute, darunter heiliggesprochene, zu sich gerufen. Ein reiches, langes Leben ist für viele nicht vorgesehen. Auch gibt es wohl einige, die ein reiches, langes Leben fern von Gott führen, die sich erst spät bekehren, z.T. erst auf dem Sterbebett.Reinhard hat geschrieben:Leben braucht seine Zeit, ein reiches Leben um so mehr.
Dass das Leben auf Erden eine ganze Weile, im Schnitt ein paar Jahrzehnte dauert, ist notwendig, damit die Kirche ihrem Auftrag nachgehen kann, möglichst viele Seelen auf ihrem Weg ins himmlische Jerusalem mitzunehmen. Es muss ja Sauerteig geben, der das erlösende Opfer des Herrn durch die Geschichte allen bekanntmacht.
Für den einzelnen Gläubigen hingegen spielt es keine Rolle, wie alt er wird. Hauptsache, er stirbt im Stand der Gnade.
Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.Reinhard hat geschrieben:Und nein, ich glaube nicht, dass das Leben eine ewige Nagelprobe ist.
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Re: Was will Gott vom Menschen?
Ja, bei einigen Heiligen ging es erstaunlich schnell, wie sie ihren irdischen Weg (im vollen Sinn) vollendet haben. Das ist das Erstaunliche bei ihnen, aber doch nicht die Regel.
Aber ich nehme immer wieder, quer durch den Tag, Rücksprache mit Gott über dies und das. Es geht mir um den roten Faden.
Das allein ist mir zu formal-legalistisch. Schon die biblischen Seelsorger betonen immer wieder, dass und wie wir in ein heiligmäßiges Leben hineinwachsen sollen. (z.B. Eph. 4:13-15, Kol. 1:10, Heb. 6:10-12) Und die Kirchenlehrer 'rauf und 'runter sowieso. - Das war ja die Frage von azs !Sempre hat geschrieben:Für den einzelnen Gläubigen hingegen spielt es keine Rolle, wie alt er wird. Hauptsache, er stirbt im Stand der Gnade.
Natürlich gehört das auch dazu. Trotzdem renne ich nicht den ganzen Tag herum und gucke, dass auch ja alle Fenster und Türen verrammelt sind.Sempre hat geschrieben:Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
Aber ich nehme immer wieder, quer durch den Tag, Rücksprache mit Gott über dies und das. Es geht mir um den roten Faden.
Re: Was will Gott vom Menschen?
Jeder, der es in den Himmel schafft, hat ein längeres oder kürzeres irdisches Leben hinter sich, wobei einige die Zeit ihres Lebens genutzt und andere viel Zeit vergeudet haben. Diverse Märtyrer wurden gar erst per Martyrium getauft. Sie sind in kürzester Zeit gereift, wie Du sagst, und haben ihren irdischen Weg sehr schnell im vollen Sinn vollendet.Reinhard hat geschrieben:Ja, bei einigen Heiligen ging es erstaunlich schnell, wie sie ihren irdischen Weg (im vollen Sinn) vollendet haben. Das ist das Erstaunliche bei ihnen, aber doch nicht die Regel.
Ich denke nicht, dass man von einer Regel sprechen kann. Viele sind auch heiliger, gleich nachdem sie sich bekehren, und der Eifer lässt mit der Zeit nach. Thomas von Kempen nennt das Nachlassen des Eifers typisch.
Von Hineinwachsen ist da nicht die Rede. Eifer zeigen, jetzt und jederzeit ein Leben führen, das des Herrn würdig ist.Reinhard hat geschrieben:Das allein ist mir zu formal-legalistisch. Schon die biblischen Seelsorger betonen immer wieder, dass und wie wir in ein heiligmäßiges Leben hineinwachsen sollen. (z.B. Eph. 4:13-15, Kol. 1:10, Heb. 6:10-12) Und die Kirchenlehrer 'rauf und 'runter sowieso. - Das war ja die Frage von azs?!Sempre hat geschrieben:Für den einzelnen Gläubigen hingegen spielt es keine Rolle, wie alt er wird. Hauptsache, er stirbt im Stand der Gnade.
Keiner von uns weiß, wieviel Zeit er hat. Das hat nichts mit "formal-legalistisch" zu tun. Der Gnadenstand, das Öl in der Lampe, ist jederzeit wichtig. Für wen Gott viel Zeit vorgesehen hat, der nutze sie zum Wachsen.
Da gibt es nichts zu scherzen.Reinhard hat geschrieben:Natürlich gehört das auch dazu. Trotzdem renne ich nicht den ganzen Tag herum und gucke, dass auch ja alle Fenster und Türen verrammelt sind.Sempre hat geschrieben:Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
Das hilft zunächst Dir persönlich. azs fragt nun, warum jahrzehntelang Rücksprache mit Gott über dies und das halten? Wozu will Gott das? Es gibt zwei Gründe: 1.) Gott will ggf. prüfen, ob nur ein Lippenbekenntnis vorliegt. 2.) Gott braucht Streiter auf Erden, er braucht die Kirche, die sein Wirken auf Erden fortsetzt, damit alle Generationen davon erfahren.Reinhard hat geschrieben:Aber ich nehme immer wieder, quer durch den Tag, Rücksprache mit Gott über dies und das. Es geht mir um den roten Faden.
Multi venient in nomine meo, id est in nomine corporis mei. (Tichonius Africanus)
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