Nö der Herr hat einfach geglaubt, er dürfe, weil es eine Verbinsungsmesse ist, mit Schärpe auftreten. Das das aber nur den Chargierten zusteht hat er nicht begriffen.Niels hat geschrieben:Noch eine "Altarweihe" mit WB Boom: http://www.main.de/hassbergkreis/rauhen ... 5,572871,B
Wieso stellen die eigentlich den Ambo so oft rechts oder links hinter den Altar?
Der zweite Herr von links erhält von mir für sein Gewand den "Goldenen Urks" am Bande....
Moderne Kirchenarchitektur II
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
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"Black holes are where God divided by zero. - Einstein
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
„Wir haben etwas gewagt“: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms ... m_id=53753
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Eine andere Religion...Die Augustinerkirche in Würzburg öffnet nach Umbau wieder am ersten Advent (...) Die Kosten für den Umbau und die Erneuerung der Orgel belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Euro. Die Diözese Würzburg gab für den Umbau 4. Euro sowie weitere 54. Euro für die Orgel. (...) „Es sind fünf Bereiche im Gotteshaus geschaffen worden“, sagte der Domkapitular. Erkennbar seien die verschiedenen Bereiche anhand der Bodenfliesen, die jeweils anders angeordnet seien. Der Eingangsbereich ist auf die Individualfrömmigkeit ausgelegt, die Augustiner nennen ihn „ZwischenRaum“. Geschwungene Wände bilden eine Rückzugsmöglichkeit vor den hereinströmenden Besuchern. „Für sich sein, ohne alleine zu sein“, beschrieb Reinl das Konzept. „Hier können Menschen verweilen, denen Haltgebendes aus den (...) Das große Hauptschiff ist der Bereich für die Eucharistiefeier. Die fest installierten Kirchenbänke sind verschwunden. An ihren Platz sind einzelne Stühle getreten, die beliebig angeordnet werden können. Altar und Ambo sind ebenfalls bewegbar, sodass sich die Gläubigen dazwischen versammeln können. „Wir wollen Gottesdienste so feiern können, dass man merkt, dass es ein Mahl mit Gleichgestellten ist“, betonte der Prior. (...) Die barocke Augustinusfigur ist von der Wand im Kirchenschiff verschwunden. Nun sitzt eine geschnitzte Skulptur des Ordensvaters im Chorraum. Von oben ergießt sich ein Papierband und schlängelt sich um das Handgelenk des Kirchenvaters, bevor es kurz vor dem Boden endet. Der Bildhauer Thomas Hildenbrand hat diese Figur geschaffen. Das in Gold gefasste Gemälde von der Seeschlacht von Lepanto an der Rückwand des Chorraums wird derzeit von Jacques Gassmanns „Das himmlische Jerusalem“ verdeckt. (...)
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Einfach zum 
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Raimund J.
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
1,7 Millionen Euro ausgegeben und ein Gotteshaus bzw. die dortige Liturgie zerstört ...
Niels hat geschrieben:„Wir haben etwas gewagt“: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms ... m_id=53753
Eine andere Religion...Die Augustinerkirche in Würzburg öffnet nach Umbau wieder am ersten Advent (...) Die Kosten für den Umbau und die Erneuerung der Orgel belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Euro. Die Diözese Würzburg gab für den Umbau 4. Euro sowie weitere 54. Euro für die Orgel. (...) „Es sind fünf Bereiche im Gotteshaus geschaffen worden“, sagte der Domkapitular. Erkennbar seien die verschiedenen Bereiche anhand der Bodenfliesen, die jeweils anders angeordnet seien. Der Eingangsbereich ist auf die Individualfrömmigkeit ausgelegt, die Augustiner nennen ihn „ZwischenRaum“. Geschwungene Wände bilden eine Rückzugsmöglichkeit vor den hereinströmenden Besuchern. „Für sich sein, ohne alleine zu sein“, beschrieb Reinl das Konzept. „Hier können Menschen verweilen, denen Haltgebendes aus den (...) Das große Hauptschiff ist der Bereich für die Eucharistiefeier. Die fest installierten Kirchenbänke sind verschwunden. An ihren Platz sind einzelne Stühle getreten, die beliebig angeordnet werden können. Altar und Ambo sind ebenfalls bewegbar, sodass sich die Gläubigen dazwischen versammeln können. „Wir wollen Gottesdienste so feiern können, dass man merkt, dass es ein Mahl mit Gleichgestellten ist“, betonte der Prior. (...) Die barocke Augustinusfigur ist von der Wand im Kirchenschiff verschwunden. Nun sitzt eine geschnitzte Skulptur des Ordensvaters im Chorraum. Von oben ergießt sich ein Papierband und schlängelt sich um das Handgelenk des Kirchenvaters, bevor es kurz vor dem Boden endet. Der Bildhauer Thomas Hildenbrand hat diese Figur geschaffen. Das in Gold gefasste Gemälde von der Seeschlacht von Lepanto an der Rückwand des Chorraums wird derzeit von Jacques Gassmanns „Das himmlische Jerusalem“ verdeckt. (...)
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Niels hat geschrieben:Jetzt:
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Wieviele Jahre liegen denn da zwischen dem Vorher- und Nachher-Bild?!
Ich hatte gerade erst nur das Vorher-Bild gesehen, ohne das Wörtchen "vorher" zu lesen, und dachte noch, was für eine nette Kirche... als ich dann den Text las, stand ich auf dem Schlauch... und erst dann fiel mir das Nachher-Bild auf... das ist ja wirklich entsetzlich... warum tut man sowas nur???
(Von den 1,7 Millionen Euro mal gar nicht erst zu sprechen...)
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Dazwischen dürften nur ca. 2 Jahre liegen, wenn ich mich nicht täusche...
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
ZWEI JAHRE NUR?!Niels hat geschrieben:Dazwischen dürften nur ca. 2 Jahre liegen, wenn ich mich nicht täusche...
Die haben es in zwei Jahren fertiggebracht, die komplette Kirche unwiderruflich zu ZERSTÖREN?!
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Erinnert an die schlimmsten Zeiten der Bilderstürmerei in der Nachkonzilszära. 
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Das lag mir auch schon auf der Zunge.
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
http://www.youtube.com/v/gIxti-HEbkQNiels hat geschrieben:„Wir haben etwas gewagt“: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms ... m_id=53753
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»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Ruhig bleiben. Mich überzeugt die neue Gestaltung auch nicht. Aber zu zerstören gab's da trotzdem nix.Melody hat geschrieben:ZWEI JAHRE NUR?!Niels hat geschrieben:Dazwischen dürften nur ca. 2 Jahre liegen, wenn ich mich nicht täusche...![]()
Die haben es in zwei Jahren fertiggebracht, die komplette Kirche unwiderruflich zu ZERSTÖREN?!
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Niels! Wie kannst du so etwas zu so später Stunde posten! Jetzt bekomme ich garantiert Alpträume!Niels hat geschrieben:„Wir haben etwas gewagt“: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms ... m_id=53753
Ansonsten bin ich sprachlos. Wenn da nicht stünde, dass es sich um das gleiche Gebäude handelt, würde ich denken, das untere Bild wär irgendein Plenarsaal.

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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Das war wahrscheinlich besonders wichtig.Seeschlacht von Lepanto ... verdeckt
Ich bin der Kaiser und ich will Knödel.
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Immer das gleiche Problem: Zuviel Geld findet einen Weg in die Budgets von Leuten, die zu wenig Geschmack, Anstand und Demut haben.Niels hat geschrieben:„Wir haben etwas gewagt“: http://www.bistum-wuerzburg.de/bwo/dcms ... m_id=53753
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Eine moderne Pfarrkirche in Passau ist St. Peter.
Als Sakralgebäude finde ich sie wirklich furchtbar. Mit ein paar kleineren Umbauten wäre sie allerdings ein exzellenter Konzertsaal, denn sie hat tatsächlich eine ausgesprochen gute Akustik. Wenn sie mal als Pfarrkirche nicht mehr gebraucht wird, wäre das sicher eine gute Recyclingmöglichkeit, zumal das angebaute Pfarrzentrum für Künstlergarderoben und Logistik zur Verfügung stünde.
Als Sakralgebäude finde ich sie wirklich furchtbar. Mit ein paar kleineren Umbauten wäre sie allerdings ein exzellenter Konzertsaal, denn sie hat tatsächlich eine ausgesprochen gute Akustik. Wenn sie mal als Pfarrkirche nicht mehr gebraucht wird, wäre das sicher eine gute Recyclingmöglichkeit, zumal das angebaute Pfarrzentrum für Künstlergarderoben und Logistik zur Verfügung stünde.
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civilisation
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Hinter der Kirchenverwüstung in Würzburg (OESA) steckt ein größeres Konzept.
Siehe dazu auch meinen Beitrag mit Video vom 26.1.11: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=563168#p563168
Siehe dazu auch meinen Beitrag mit Video vom 26.1.11: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=563168#p563168
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Diese Pfarrkirche ähnelt ihrer Architektur nach sehr meiner eigenen Pfarrkirche. Diese wurde auch in etwa dieser Zeit gebaut. Gibt es eigentlich so etwas wie ein Casting „Deutschland sucht den hässlichsten Kirchenbau“, bei dem man telefonisch sein Voting abgeben kann?taddeo hat geschrieben:Eine moderne Pfarrkirche in Passau ist St. Peter.
Als Sakralgebäude finde ich sie wirklich furchtbar. Mit ein paar kleineren Umbauten wäre sie allerdings ein exzellenter Konzertsaal, denn sie hat tatsächlich eine ausgesprochen gute Akustik. Wenn sie mal als Pfarrkirche nicht mehr gebraucht wird, wäre das sicher eine gute Recyclingmöglichkeit, zumal das angebaute Pfarrzentrum für Künstlergarderoben und Logistik zur Verfügung stünde.
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Gute Idee... Und die "Gewinnerin" wird dann durch eine Renovierung (aus den Einnahmen der Telefongebühren) ihrer Hässlichkeit beraubt oder abgerissen...
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Versteht mich bitte nicht falsch - "häßlich" ist die Kirche eigentlich gar nicht, weder außen noch innen. Sie ist architektonisch durchaus ansprechend, weil sie kein 08/15-Plattenbau ist, der nach Flugzeughangar ausschaut wie andere Gebäude. Die geschwungenen Formen haben schon was, als weltlicher Raum wäre das ein sehr gelungenes Beispiel für nen 60er-Jahre-Bau.Marcus hat geschrieben:Diese Pfarrkirche ähnelt ihrer Architektur nach sehr meiner eigenen Pfarrkirche. Diese wurde auch in etwa dieser Zeit gebaut. Gibt es eigentlich so etwas wie ein Casting „Deutschland sucht den hässlichsten Kirchenbau“, bei dem man telefonisch sein Voting abgeben kann?taddeo hat geschrieben:Eine moderne Pfarrkirche in Passau ist St. Peter.
Als Sakralgebäude finde ich sie wirklich furchtbar. Mit ein paar kleineren Umbauten wäre sie allerdings ein exzellenter Konzertsaal, denn sie hat tatsächlich eine ausgesprochen gute Akustik. Wenn sie mal als Pfarrkirche nicht mehr gebraucht wird, wäre das sicher eine gute Recyclingmöglichkeit, zumal das angebaute Pfarrzentrum für Künstlergarderoben und Logistik zur Verfügung stünde.
Nur: die Architektur und die Innengestaltung paßt nicht zu einer katholischen Kirche, finde ich. Der Raum hat nichts Sakrales an sich. Die Innenausstattung (Altarraum, Kreuz, Tabernakel in der Seitennische) ist dermaßen plump und klotzig, daß das Auge unwillkürlich daran hängenbleibt, anstatt auf das Wesentliche hinorientiert zu werden.
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Ich will neidlos anerkennen, die Umsetzung des Konzepts "Glaubensabfall" ist gut gelungen.civilisation hat geschrieben:Hinter der Kirchenverwüstung in Würzburg (OESA) steckt ein größeres Konzept.
Siehe dazu auch meinen Beitrag mit Video vom 26.1.11: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=563168#p563168
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Der Würzburger "Umbau" ist auch hier dokumentiert:
http://de-de.facebook.com/pages/Augusti ... 3756566548
Wer mag, kann da gerne seine Meinung abgeben.
http://de-de.facebook.com/pages/Augusti ... 3756566548
Wer mag, kann da gerne seine Meinung abgeben.
„Die letzte Messe ist noch nicht gelesen.“
(Jelena Tschudinowa)
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II

Wenn man sich den Altarbereich hinten wegdenkt, mit einer weissen Wand ausblendet, dann erinnert es an eine Mischung aus Oval Office und britischem Unterhaus. Das ist nicht gut.
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
In einfachen Worten: Das wirkt auf jeden normalen Menschen abschreckend. Vor allem dann, wenn er auf der Suche ist, sich einfach nur in die Bank drücken und unbeobachtet, nicht den Blicken anderer ausgesetzt sein will. Ich will mich nicht erst vor den Spiegel stellen müssen, um mich in der Kirche vor Blicken sicher zu fühlen.http://de.wikipedia.org/wiki/Panoptismus
Derjenige, welcher der Sichtbarkeit unterworfen ist und dies weiß, übernimmt die Zwangsmittel der Macht und spielt sie gegen sich selber aus; er internalisiert das Machtverhältnis in welchem er gleichzeitig beide Rollen spielt, er wird zum Prinzip seiner eigenen Unterwerfung."

Das wirkt einladend. Es ist keine Gleichmacherei in Reih und Glied, es ist eine Vielzahl an Dialogräumen und stillen Ecken. Für Dialog zwischen dem Individuum und Gott. Oder auch einfach nur den Blick schweifen zu lassen über den Detailreichtum der Ausgestaltung. Darin den Ernst der Verehrung erkennen, der mir, ob ich Ungläubiger, Moslem oder Jude bin, Respekt vor dem Glauben abverlangt, aus dem das entstand.
Re: Moderne Kirchenarchitektur II

"Der Heilige Augustinus hat sich (mit der Tora?) verzettelt."
Das sagt diese Figur in meinen Augen aus. Wie heißt der Künstler?
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
http://thomas-hildenbrand.de/Torsten hat geschrieben:Wie heißt der Künstler?
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Für mich sieht das auch eher so aus, dass sich da jemand auf dem stillen Örtchen mit der entsprechenden Rolle "verzettelt"...
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Niels hat geschrieben:Für mich sieht das auch eher so aus, dass sich da jemand auf dem stillen Örtchen mit der entsprechenden Rolle "verzettelt"...

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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
So schlimm find ich das nicht.
Ist doch mal ne nette Idee, den Patron in realistischer Gestalt ins Chorgestühl mit reinzusetzen, wo das doch eh immer leerer wird.
Die barocken augustinischen Bischofsmonster, mit denen man Hochaltäre zierte, sind oft auch nicht viel ansprechender, wenn man sie genauer betrachtet. Da ging es halt um Typologisierung, aber die findet sich auch bei dieser modernen Plastik.
Ist doch mal ne nette Idee, den Patron in realistischer Gestalt ins Chorgestühl mit reinzusetzen, wo das doch eh immer leerer wird.
Die barocken augustinischen Bischofsmonster, mit denen man Hochaltäre zierte, sind oft auch nicht viel ansprechender, wenn man sie genauer betrachtet. Da ging es halt um Typologisierung, aber die findet sich auch bei dieser modernen Plastik.
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Wenn man dieses Büchlein gelesen hat (Der Teufel sitzt im Chorgestühl), dann wird einem immer klarer, daß die modernen "Umbauten" tatsächlich wohl nichts anderes im Sinn haben als unseren Glauben verschwinden zu lassen. Es wird da schön beschrieben was man so alles in den alten bunten prächtigen Kirchen findet und was das bedeutet und welchen Sinn das hat. Aus solch einer Kirche kann man gar nicht hinaus ohne irgendetwas vom Herrn offenbart bekommen zu haben. Auch völlig Un- und Irrgläubige die nur mit den ganz normalen natürlichen Sinnen ohne irgendwelche besonderen Gnaden ausgestattet sind.Gamaliel hat geschrieben:Ich will neidlos anerkennen, die Umsetzung des Konzepts "Glaubensabfall" ist gut gelungen.civilisation hat geschrieben:Hinter der Kirchenverwüstung in Würzburg (OESA) steckt ein größeres Konzept.
Siehe dazu auch meinen Beitrag mit Video vom 26.1.11: http://www.kreuzgang.org/viewtopic.php?p=563168#p563168
Christus vincit - Christus regnat - Christus imperat
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Ja, ja... Aber wozu das Klopapier?Taddeo hat geschrieben:So schlimm find ich das nicht.
Ist doch mal ne nette Idee, den Patron in realistischer Gestalt ins Chorgestühl mit reinzusetzen, wo das doch eh immer leerer wird.
Die barocken augustinischen Bischofsmonster, mit denen man Hochaltäre zierte, sind oft auch nicht viel ansprechender, wenn man sie genauer betrachtet. Da ging es halt um Typologisierung, aber die findet sich auch bei dieser modernen Plastik.
(Ich nehme an, in der Kirche wird man jetzt häufiger das "Locus Iste" singen.
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Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Das ist der flatternde Drache des Heiligen Geistes.HeGe hat geschrieben:Aber wozu das Klopapier?
»Was muß man denn in der Kirche ›machen‹? In den Gottesdienſt gehen und beten reicht doch.«
Re: Moderne Kirchenarchitektur II
Ich hoffe, Eure humorige Betrachtungsweise nicht allzu sehr zu stören, wenn ich trotzdem eine ernsthafte Antwort versuche.HeGe hat geschrieben:Ja, ja... Aber wozu das Klopapier?Taddeo hat geschrieben:So schlimm find ich das nicht.
Ist doch mal ne nette Idee, den Patron in realistischer Gestalt ins Chorgestühl mit reinzusetzen, wo das doch eh immer leerer wird.
Die barocken augustinischen Bischofsmonster, mit denen man Hochaltäre zierte, sind oft auch nicht viel ansprechender, wenn man sie genauer betrachtet. Da ging es halt um Typologisierung, aber die findet sich auch bei dieser modernen Plastik.![]()
(Ich nehme an, in der Kirche wird man jetzt häufiger das "Locus Iste" singen.)

(hier eine größere, bessere Darstellung)
Das ist die älteste bisher bekannte Darstellung des heiligen Augustinus, aus der Bibliothek bei der Kapelle Sancta Sanctorum am Lateran in Rom, Datierung zwischen 5. und 7. (!) Jahrhundert, etwa um die Zeit Gregors des Großen.
Er ist in typisch römischer Bürgertracht dargestellt (Kurzhaarfrisur ohne Bart, Toga praetexta) - und sowohl mit einem Codex als auch mit einer Schreibrolle, Zeichen seiner literarischen Tätigkeit. Unter dem Bild steht ein Distichon:
„Diuersi diuersa patres sed hic omnia dixit/Romano eloquio mystica ssensa (!) tonans – Verschiedene Väter haben Verschiedenes, dieser aber hat Alles gesagt; unüberhörbar verkündete er geheimnisvolle Gedanken in römischer Beredsamkeit“.
Ich sehe nicht, daß der moderne Künstler wesentlich von dieser uralten Typologie abgewichen wäre, im Gegenteil. Und die Schriftrolle sozusagen "aufzurollen" und gen Himmel (oder vielmehr vom Himmel herab?) flattern zu lassen, halte ich für eine legitime und durchaus sinnenfällige Allegorie, um die "überirdische" Bedeutung der Schriften Augustins zu versinnbildlichen.