http://www.kath.net/detail.php?id=8878
Aha. Hier kommt die Antwort aus der Hauptabteilung Seelsorge. Verletzt haben die Äußerungen Sterningers Mitglieder anderer «Kirchen». Ja wat denn nu?
(Ich komme wieder auf mein liebes IDEA-Spektrum zurück. Wie oft haben Äußerungen der evangelischen Geschwister in Frage gestellt, woran ich glaube. Aber … verletzt?
Kann ich den Leuten verübeln, daß sie die Reformation ernst nehmen? Nein. Ich will es ihnen auch nicht verübeln. Nur aus Ein- und Widerspruch kann etwas Gutes kommen.)
Was ist Ökumene?
Für die katholische Kirche gilt nach wie vor, wozu sich Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika UT UNUM SINT 1995 bekannt hat
Als Katholiken wollen wir uns auch daran halten, was der Papst in der Enzyklika als Voraussetzung für den ökumenischen Dialog formuliert hat:„Mit dem II. Vatikanischen Konzil hat sich die katholische Kirche unumkehrbar dazu verpflichtet, den Weg der Suche nach der Ökumene einzuschlagen.“
„Man muss von einer Position des Gegeneinander und des Konflikts auf eine Ebene gelangen, auf der man sich gegenseitig als Partner anerkennt. Wenn der Dialog aufgenommen wird, muss jede Seite bei ihrem Gesprächspartner einen Willen zur Versöhnung und zur Einheit in der Wahrheit annehmen. Um das alles zu verwirklichen, muss das zur Schau getragene Sich-Gegeneinander-Stellen ein Ende haben.“
roncalli hat geschrieben: Als Katholiken wollen wir uns auch daran halten, was der Papst in der Enzyklika als Voraussetzung für den ökumenischen Dialog formuliert hat:„Man muss von einer Position des Gegeneinander und des Konflikts auf eine Ebene gelangen, auf der man sich gegenseitig als Partner anerkennt. Wenn der Dialog aufgenommen wird, muss jede Seite bei ihrem Gesprächspartner einen Willen zur Versöhnung und zur Einheit in der Wahrheit annehmen. Um das alles zu verwirklichen, muss das zur Schau getragene Sich-Gegeneinander-Stellen ein Ende haben.“
Und die Gefahr ist groß ... ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich selbst liebende Eheleute da gewaltig in die Wolle kommen können. Es kostet immer wieder große Disziplin, den ökumenischen Gesprächspartner in dieser Offenheit und Anerkennung der gemeinsamen Suche anzunehmen.
Ich möchte da nicht mißverstanden werden. Wir pflegen schließlich eine sehr herzliche Bekanntschaft mit dem Pfarrer-Ehepaar vor Ort. Meine Frau und ich haben eigentlich ein ganz entspanntes Verhältnis zur evangelischen Kirche, ich lese evangelische Literatur, verschmähe nicht die Mitarbeit bei einem stockpietistischen Verlag – und sogenannte «konfessionelle» Themen spreche ich gerne auch einmal in Vertrautheit und Freundschaft an.
Darum geht es mir auch nicht.
Es geht mir um die «Ökumene», die allerseitiges Unwissen über die je eigenen Glaubensgrundlagen zur Basis hat. «Wir verstehen es nicht, wir wollen es auch nicht glauben, aber schließlich haben wir uns lieb.» Um dieses von mir oft zitierte: «Sie glauben wohl nicht wirklich an die Realpräsenz».
Und – letztes Beispiel – um die inhaltlichen, verkürzenden Vorgaben, die in solcher Vulgär-Ökumene enthalten sind. Am Sonntag las ich auf einem Aushang zu einem ökumenischen Gottesdienst das Motto (Aaaargh! Allein Mottos für [Punkt] [Punkt] [Punkt]): «Jesus Christus: Der Grund der christlichen Kirchen».
Wer möchte da noch widersprechen? Ich.
Darum geht es mir auch nicht.
Es geht mir um die «Ökumene», die allerseitiges Unwissen über die je eigenen Glaubensgrundlagen zur Basis hat. «Wir verstehen es nicht, wir wollen es auch nicht glauben, aber schließlich haben wir uns lieb.» Um dieses von mir oft zitierte: «Sie glauben wohl nicht wirklich an die Realpräsenz».
Und – letztes Beispiel – um die inhaltlichen, verkürzenden Vorgaben, die in solcher Vulgär-Ökumene enthalten sind. Am Sonntag las ich auf einem Aushang zu einem ökumenischen Gottesdienst das Motto (Aaaargh! Allein Mottos für [Punkt] [Punkt] [Punkt]): «Jesus Christus: Der Grund der christlichen Kirchen».
Wer möchte da noch widersprechen? Ich.
[/quote]roncalli hat geschrieben:Für die katholische Kirche gilt nach wie vor, wozu sich Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika UT UNUM SINT 1995 bekannt hat„Mit dem II. Vatikanischen Konzil hat sich die katholische Kirche unumkehrbar dazu verpflichtet, den Weg der Suche nach der Ökumene einzuschlagen.“
Wenn sich die katholische Kirche erst 1962-65 dazu verpflichtet hat, einen Weg - in diesem Falle also "den Weg der Suche nach der Ökumene" -einzuschlagen, dann ist dies offenbar ein Weg, der zuvor - also fast 2000 Jahre lang - nicht eingeschlagen wurde, somit also ein ganz neuer Weg.
Dem, was immer und überall von allen geglaubt wurde, entspricht ein solcher Weg demnach nicht.
Und - obwohl der Papst diesen neuen Weg vertritt, dem ja auch eine neue Lehre, eine neue Ekklesiologie, zugrunde liegt - darf, ja muss man sogar diesem neuen Weg und der ihm zugrunde liegenden neuen Lehre gegenüber skeptisch bleiben, "denn auch den Nachfolgern Petri ist der
heilige Geist nicht verheißen, dass sie auf seine Eingebung hin eine neue
Lehre veröffentlichen sollten."
(1. Vatikanum nach Neuner-Roos, Nr. 451)
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Anastasis
Noch 1949 hatte die Instruktion "Ecclesia Catholica" des hl. Officiums, der heutigen Glaubenskongregation, mit den Worten begonnen:
Die katholische Kirche "hat es nie unterlassen, wie aus zahlreichen päpstlichen Dokumenten hervorgeht, und sie wird auch in Zukunft niemals davon ablassen, mit aufmerksamsten Interesse und inständigem Gebet alle Versuche zu unterstützen, die sich zu erreichen bemühen, was Christus so sehr am Herzen lag, dass nämlich alle, die an Ihn glauben, vollkommen eins seien."
Die Spaltungen unter den Christen waren der katholischen Kirche also noch nie gleichgültig.
Freilich sagt die soeben zitierte Instruktion auch in aller Deutlichkeit, man dürfe "keineswegs stillschweigend übergehen oder mit mehrdeutigen Worten das verschleiern, was die katholische Kirche sagt über ... die Rückkehr der Getrennten zur einen wahren Kirche Christi als den einzigen Weg zur Einheit".
Der über 10 Jahre nach der Veröffentlichung besagter Instruktion mit dem 2. Vatikanischen Konzil neu eingeschlagene "Weg der Suche nach der Ökumene" muss also etwas anderes sein als das, was hier beschrieben wurde und worum sich die katholische Kirche bis dahin bemüht hatte.
Es ist nicht die Fortsetzung des bisherigen Weges sondern das Einschlagen eines neuen, was ja auch klar dadurch zum Ausdruck kommt, dass alle seither das Thema Ökumene behandelnden Dokumente (einschließlich der päpstlichen Enzyklika "Ut unum sint" ) nunmehr sehr wohl "stillschweigend übergehen oder mit mehrdeutigen Worten das verschleiern, was die katholische Kirche sagt über ... die Rückkehr der Getrennten zur einen wahren Kirche Christi als den einzigen Weg zur Einheit".
Die angeratene Skepsis dem neuen Weg und seiner ihn möglich machenden neuen Lehre gegenüber ist also durchaus angebracht.
Die katholische Kirche "hat es nie unterlassen, wie aus zahlreichen päpstlichen Dokumenten hervorgeht, und sie wird auch in Zukunft niemals davon ablassen, mit aufmerksamsten Interesse und inständigem Gebet alle Versuche zu unterstützen, die sich zu erreichen bemühen, was Christus so sehr am Herzen lag, dass nämlich alle, die an Ihn glauben, vollkommen eins seien."
Die Spaltungen unter den Christen waren der katholischen Kirche also noch nie gleichgültig.
Freilich sagt die soeben zitierte Instruktion auch in aller Deutlichkeit, man dürfe "keineswegs stillschweigend übergehen oder mit mehrdeutigen Worten das verschleiern, was die katholische Kirche sagt über ... die Rückkehr der Getrennten zur einen wahren Kirche Christi als den einzigen Weg zur Einheit".
Der über 10 Jahre nach der Veröffentlichung besagter Instruktion mit dem 2. Vatikanischen Konzil neu eingeschlagene "Weg der Suche nach der Ökumene" muss also etwas anderes sein als das, was hier beschrieben wurde und worum sich die katholische Kirche bis dahin bemüht hatte.
Es ist nicht die Fortsetzung des bisherigen Weges sondern das Einschlagen eines neuen, was ja auch klar dadurch zum Ausdruck kommt, dass alle seither das Thema Ökumene behandelnden Dokumente (einschließlich der päpstlichen Enzyklika "Ut unum sint" ) nunmehr sehr wohl "stillschweigend übergehen oder mit mehrdeutigen Worten das verschleiern, was die katholische Kirche sagt über ... die Rückkehr der Getrennten zur einen wahren Kirche Christi als den einzigen Weg zur Einheit".
Die angeratene Skepsis dem neuen Weg und seiner ihn möglich machenden neuen Lehre gegenüber ist also durchaus angebracht.