Kenne ich auch aus Limburg, wobei es dort mittlerweile öfter auch Konzelebrationen wenigstens einiger Kapitulare gibt. In Mainz konzelebrieren die anwesenden Mitglieder des Domstifts in der Regel alle (mit Ausnahme des Bischofskaplans). Da nicht davon auszugehen ist, dass die alle am Abend noch irgendwo eine Messvertretung übernehmen können, wundert mich das auch nicht.Niels hat geschrieben:Das ist aber bei einem Pontifikalamt normal und üblich.leander12 hat geschrieben: Im Freiburger Münster habe ich am Ostersonntag das Pontifikalamt vom Erzbischof miterlebt. Das komplette Domkapitel saß im Chorgestühl und der Erzbischof leitete den Gottesdienst, mit Hilfe von zwei Diakonen. Sonst war da keiner in ein Messgewand gekleidet.
Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Es ist ihre Aufgabe als Kanoniker, den Gottesdienst in der Domkirche durchzuführen, sprich das Stundengebet gemeinsam zu feiern und die Konventualmesse zu zelebrieren. Die gehören also dahin, und gerade bei einem Pontifikalamt sollten sie auch wirklich anwesend sein. Das schließt natürlich nicht aus, daß sie vorher oder nachher in einer Dorfkirche die Pfarrmesse zelebrieren, aber an der Anwesenheit beim Pontifikalamt läßt sich da nicht rütteln.umusungu hat geschrieben:Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
Der so genannte ‚Geist’ des Konzils ist keine autoritative Interpretation. Er ist ein Geist oder Dämon, der exorziert werden muss, wenn wir mit der Arbeit des Herrn weiter machen wollen. – Ralph Walker Nickless, Bischof von Sioux City, Iowa, 2009
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Mir erscheint diese Praxis geradezu ideal!leander12 hat geschrieben:Es sieht natürlich beim Einzug toll aus, wenn an die 20 Priester miteinziehen. Im Kölner Dom wird aber diese Konzelebration schon manchmal stark übertrieben- da steht man sogar zweikreisig um den Altar. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass in einem sonntäglichen Hochamt der Zelebrant ganz allein auf der rießigen Altarinsel stand. Das sah dann wiederum auch komisch aus.
Im Freiburger Münster habe ich am Ostersonntag das Pontifikalamt vom Erzbischof miterlebt. Das komplette Domkapitel saß im Chorgestühl und der Erzbischof leitete den Gottesdienst, mit Hilfe von zwei Diakonen. Sonst war da keiner in ein Messgewand gekleidet.
Diese Praxis erschien mir gerade für den Ostersonntag doch als recht dürftig,
Der Priester verkörpert in der Messe Christus. Wieso sollten da zig Christusse um den Altar stehen?
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
iustus hat geschrieben:Mir erscheint diese Praxis geradezu ideal!leander12 hat geschrieben:Es sieht natürlich beim Einzug toll aus, wenn an die 20 Priester miteinziehen. Im Kölner Dom wird aber diese Konzelebration schon manchmal stark übertrieben- da steht man sogar zweikreisig um den Altar. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass in einem sonntäglichen Hochamt der Zelebrant ganz allein auf der rießigen Altarinsel stand. Das sah dann wiederum auch komisch aus.
Im Freiburger Münster habe ich am Ostersonntag das Pontifikalamt vom Erzbischof miterlebt. Das komplette Domkapitel saß im Chorgestühl und der Erzbischof leitete den Gottesdienst, mit Hilfe von zwei Diakonen. Sonst war da keiner in ein Messgewand gekleidet.
Diese Praxis erschien mir gerade für den Ostersonntag doch als recht dürftig,
Der Priester verkörpert in der Messe Christus. Wieso sollten da zig Christusse um den Altar stehen?
Iúdica me, Deus, et discérne causam meam de gente non sancta
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Ich frage mal ganz provokativ:
Könnte es vielleicht sein, dass der massive Drang zum konzelebrieren bei einigen Priestern und Bischöfen ähnlichen Ursprungs ist, wie der Wunsch beim Konzert ganz vorn zu stehen / sitzen?
Könnte es vielleicht sein, dass der massive Drang zum konzelebrieren bei einigen Priestern und Bischöfen ähnlichen Ursprungs ist, wie der Wunsch beim Konzert ganz vorn zu stehen / sitzen?
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Damit Du oder Deinesgleichen am Sonntag mit der "Haushälterin"/dem "Haushälter" o.ä. einen lustigen Ausflug oder was auch immer unternehmen?umusungu hat geschrieben:Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
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Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Wie heisst es so schön in der Werbung für die Sparcard einer Großbank: "Er kapierts net......."umusungu hat geschrieben:Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Vergiss nicht den vermutlichen "Sitz im Leben" seiner "Anfrage".Pius PP hat geschrieben:Wie heisst es so schön in der Werbung für die Sparcard einer Großbank: "Er kapierts net......."umusungu hat geschrieben:Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
Die Domkapitulare der hiesigen Hohen Domkirche, die noch nicht
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Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Wow, Du bist ja ganz schön reaktionär! Du willst Priester für die Mahlfeier?umusungu hat geschrieben:Die Herrern Domkapitulare sollten sich lieber in die vielen Dorfkirchen begeben und dort zelebrieren, statt im chorgestühl des Domes zu hocken!
Ist nicht eine Wort-Gottes-Feier, geleitet von Laiinnen und Laien, eine völlig adäquate Alternative?
Und wenn nicht: Eucharistie geht schließlich auch ohne Priester:
http://www.imprimatur-trier.de/212/imp12213.html
http://www.wir-sind-kirche.de/?id=129&id_entry=3748
„Was den Gegenstand des Glaubens betrifft, hat sich das Konzil nichts Neues ausgedacht, noch hat es Altes ersetzen wollen." (Papst Benedikt XVI.)
Re: Konzelebration - Sinn oder Unsinn?
Dazu müsste man einmal klären, was das Handeln in persona Christi capitis bedeutet, auf welche Handlungen es sich bezieht und ob es wirklich ausgeschlossen ist, dass es einen Parallelvollzug gibt.iustus hat geschrieben:Mir erscheint diese Praxis geradezu ideal!leander12 hat geschrieben:Es sieht natürlich beim Einzug toll aus, wenn an die 20 Priester miteinziehen. Im Kölner Dom wird aber diese Konzelebration schon manchmal stark übertrieben- da steht man sogar zweikreisig um den Altar. Allerdings habe ich es auch schon erlebt, dass in einem sonntäglichen Hochamt der Zelebrant ganz allein auf der rießigen Altarinsel stand. Das sah dann wiederum auch komisch aus.
Im Freiburger Münster habe ich am Ostersonntag das Pontifikalamt vom Erzbischof miterlebt. Das komplette Domkapitel saß im Chorgestühl und der Erzbischof leitete den Gottesdienst, mit Hilfe von zwei Diakonen. Sonst war da keiner in ein Messgewand gekleidet.
Diese Praxis erschien mir gerade für den Ostersonntag doch als recht dürftig,
Der Priester verkörpert in der Messe Christus.
In der ganzen Messe kann der Priester nicht Christus verkörpern, denn was soll dann das Confiteor?
Und: Wenn eine Parallelzelebration an zwei Altären stattfindet, die aber nur sagen wir einen Meter entfernt sind, treten dann nicht gleichzeitig auch mehrere Christusse auf? Gar nicht so einfach, würde ich sagen.